Lappland Urlaubstipp: Linbanan - die längste Seilbahn der Welt

Unter der Überschrift "Dorf Örträsk in Schweden: 20 Einwohner und eine Rekordseilbahn" hat der Spiegel-Online in dieser Woche einen schönen Bericht mit Fotostrecke über die ganz in unserer Nähe verlaufende "Linbanan", die längste Seilbahn der Welt, veröffentlicht.

Lesenswert und ein guter Urlaubstipp für alle, die uns hier mal besuchen wollen.

Die Seilbahn ist wirklich einen Besuch wert. Wir hatten die Linbanan 2009 für einen schwedischen Tourismusverband ausführlich fotografiert, und freuen uns auch heute noch immer wieder, unsere Bilder in Broschüren, Flyern und auf Webseiten zu sehen.

Im Blog war ein Beifang des damaligen Fotoauftrages hier zu sehen.

Bitte steigen Sie ein: Linbanan - Die längste Seilbahn der Welt
„Bitte steigen Sie ein: Die längste Seilbahn der Welt“

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Frohe Ostern! / Happy Easter! / Glad Påsk!

frohe_ostern_2016

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Osterrituale in Lappland 2016

Kleine Zeitreise in die Vergangenheit: Ich erinnere mich gerne so um die 40 Jahre zurück. Oma hatte sich vor Ostern richtig viel Arbeit gemacht, und in der Woche vor Ostern schöne, flauschiges Moos von einer ganz bestimmten Wiese in der Nähe der alten Burg geholt. Damit hatte sie dann die Osternester für uns Kinder ausgelegt. Und beim obligatorischen Osterbesuch durften wir die Nester am Ostersonntag im Garten und rund um das Haus suchen. Selbstverständlich nach dem - ebenfalls obligatorischen - Kirchgang. Das ist lange her und die Zeiten haben sich geändert.

Zurück ins Heute. Schon 2011 hatten wir eine Serie über Ostern in Schweden gepostet (Teil 1, Teil 2, Teil 3).

Als ich am Gründonnerstag gegen Mittag  durch Arvidsjaur fuhr, hat mich die heutige österliche Realität erschreckend deutlich eingeholt.

Wie sieht es heute, 2016, mit Osterritualen in Lappland aus?

Eine Karawane aus hoch bepackten Autos mit grossen Anhängern wälzt sich aus allen Richtungen ins schwedische Fjäll. In den Autos sind Mann und Maus, will sagen, alle Familienmitglieder nebst Hund(en) dicht gedrängt zwischen grossen Reisetaschen und allerlei Wintersportausrüstung. Ich habe mir das Treiben eine längere Weile angesehen. Die Kinder tief versunken in ihre Mobiltelefone und Tablets, die Eltern (oder sagen wir - im Hinblick auf die vorherrschenden Familienstrukturen in Schweden - die mitreisenden erwachsenen Menschen) in tiefes Schweigen gehüllt. Der Reisestress steckt allen offensichtlich in den Knochen, denn schliesslich ist Hektik angesagt, um möglichst schnell ins begehrte schwedische Fjäll zu kommen.

Auf den Anhängern die vergötterten Statussymbole der norrländischen Einwohner: Schneemobile. Je neuer und PS-stärker, desto besser. Die Nordschweden sind völlig vernarrt in die nicht gerade umweltfreundlichen Monster. Ein Bekannter berichtete mir vergangene Woche ganz stolz er sei mit seinem besten Freund das Wochenende über 500 Km durch das Gebirge gegondelt und alle Knochen täten im weh (mein Mitgefühl hielt sich durchaus in Grenzen).

„Die moderne Osterliturgie: Schneemobile“
„Die moderne Osterliturgie: Schneemobile“

Ostern? Ostern in Nordschweden!

Eigentlich nur folgerichtig. So sieht das Resultat einer seit Jahrzehnten konsequent betriebenen Entkirchlichung einer Gesellschaft aus. Der Lackmustest beweist das. Die Kirchengemeinde der Svenskakyrkan (die ehemalige Staatskirche Schwedens) in Malå, die wegen akuten Mitgliederschwundes mit anderen Pfarreien zusammengelegt wurde, verzeichnet im Schnitt nicht mehr als eine Handvoll Gottesdienstbesucher. Tendenz abnehmend und Altersdurchschnitt zunehmend. Irgendetwas muss ja aber die innere Leere der Menschen füllen. Kein Wunder, dass die Rate an psychischen Erkrankungen hier in Nordschweden in die Höhe schiesst.

Die Lösung des Systems: der Konsum wird es schon richten.

Deswegen werden massenhaft Dinge angeschafft, die kein Mensch wirklich braucht, und die Schneemobile müssen immer vom Feinsten sein und immer mehr Pferdestärken haben. Das hilft aber nicht. Die Menschen fühlen sich in ihrem Inneren doch wie ein leerer Kringel, den sie zu füllen versuchen. Der - in der Regel kreditfinanzierte - Kauf- und Konsumrausch löst das Problem aber nicht (die gerne und schnell verschriebenen Pillen auch nicht).

Manche greifen auch auf altbekannte Bordmittel zurück. In vielen Kofferräumen, neben dem Stapeln Koffern und Taschen, habe ich das hier entdeckt.

Seelentröster vom Systembolaget, die doch nicht helfen...
Seelentröster vom Systembolaget, die doch nicht helfen...


Kein Wunder, dass der Alkoholverkauf in Schweden über die Kette des Systembolaget unter staatlicher Kontrolle reglementiert wird. Helfen tut das freilich auch nicht.

Ostern 2016 - Quo vadis, Schweden?

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Der Februar 2016 in Lappland in Bildern

Die fotografische Rückschau auf den Monat Februar 2016 in Bildern.

-> Zur Bilderstrecke „Der Februar 2016 in Lappland in Bildern“

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Ist vielleicht alles schon gesagt und geschrieben?

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“



Zugegeben, ich schreibe gerne. Und ich habe mein Herz schon etwas an das wunderbare Schwedisch-Lappland verloren. Das Blogschreiben hat sich im Laufe der Jahre zu einer liebgewonnenen Gewohnheit, ja zu einem guten Freund im Alltag entwickelt.

Seit 2007 schreiben wir hier rund um Lappland, über Wetter und Landschaft, Küche und Kochen, Mentalität und das Auswandern. Die Anzahl der Blogeinträge bewegt sich mittlerweile im grösseren vierstelligen Bereich. Neben allgemeinen Berichten über Menschen, Ereignisse und Events gibt es jede Menge Spezialtipps zu einzelnen Themen und Bereichen, angefangen von der richtigen Kleidung im Winter über Kochrezepte bis hin zu Tipps zum Immobilienkauf.

Manchmal „schlägt“ mich die Idee für einen neuen Blogbeitrag ganz spontan, manchmal ist sie das Ergebnis von eingehender Beobachtung und manchmal von ausgiebigem Nachdenken.

Im Moment stelle ich mir ganz ernsthaft die Frage, ob denn nach acht Jahren nicht eigentlich alles gesagt und geschrieben ist? Immer öfter stelle ich fest, dass wir zu Themen bereits etwas geschrieben haben. Und Wiederholungen sind ja bekanntlich nicht unbedingt die Krone der Weisheit.

Das Lapplandblog hat sich über die Jahre vom eigentlichen Blog mittlerweile zu einem ausgewachsenen Lappland-Wiki entwickelt. Mit Hilfe der Suchfunktion lässt sich zu fast allen Themen Wissenswertes und Informatives hervorlocken.


Kurz und gut: Es geht um die Zukunft dieses Blogs. Verschiedene Optionen liegen auf dem Tisch und ich habe mir eine Frist für die Entscheidung gesetzt.

Ich teile diese Gedanken und Überlegungen hier ganz offen und bitte um Feeback aus der Leserschaft:

Gibt es (noch) Themen und/oder Bereiche, die von besonderem Interesse sind? Habt Ihr konstruktiven Input?

Oder gibt es da draussen einen würdigen Nachfolger, der dieses Projekt übernehmen möchte?


-> Kontakt

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Der Januar 2016 in Lappland in Bildern

Zum Monatswechsel eine Rückschau auf den Monat Januar 2016 in Bildern. Dieses Jahr verfolge ich ein Projekt unter dem Namen „One Phone - One App - One Year“, über das ich hier schon ausführlich geschrieben habe.

Und wer auf Instagram ist, kann dem Projekt tagesaktuell folgen.

Für alle Nicht-Instagrammer poste ich um jeden Monatswechsel herum eine Auswahl der Bilder, die mir aus dem vergangenen Monat am besten gefallen.

-> Zur Bilderstrecke „Der Januar 2016 in Lappland in Bildern“

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