1. März bis 15. Mai - Lappland in Bildern

Die fotografische Rückschau "Lappland in Bildern" umfasst heute den Zeitraum vom 1. März bis 15. Mai.

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Schwedenurlauber aufgepasst: Diese Geldscheine sind ab 1. Juli 2016 nicht mehr gültig

Vielleicht haben Sie auch die nette Angewohnheit, das „Reisegeld“ aus anderen Ländern in einer Kaffeedose - oder anderswo - für den nächsten Urlaub aufzuheben. Wenn Sie regelmässig in Schweden Urlaub machen, sollten Sie Ihre gesparten schwedischen Kronen jetzt schleunigst einer Sichtung unterziehen.

Im Rahmen eines lang angelegten Umtauschprogrammes zum Austausch der schwedischen Banknoten und Münzen tritt bald die nächste Stufe in Kraft.

Seit 1. Oktober 2015 sind bereits die neuen Banknoten in der Stückelung zu 20, 50, 200 und 1000 Kronen im Umlauf. Die 200er sind übrigens gänzlich neu.

Die alten 20er, 50er und 1000er Scheine werden mit Ablauf des 30. Juni 2016 (d.h. ab 1. Juli 2016) ungültig.

Auf der Grafik der Schwedischen Reichsbank („Riksbanken“) können Sie unten links dis alten Scheine sehen, die ab 1. Juli nicht mehr gültig sind.

Schwedenurlauber aufgepasst: Diese Geldscheine sind ab 1. Juli 2016 nicht mehr gültig

In der zweiten Stufe ab dem 1. Oktober 2016 startet dann der Austausch der 100er, 500er und des Münzgeldes.

Was tun? Die Riksbanken tausche alte Scheine zeitlich unbegrenzt um, erhebt dafür aber eine Gebühr von 100 Kronen pro Umtausch. Also am besten gleich nach Lappland fahren und die alten Scheine noch vor dem 30. Juni ausgeben :)

Kleiner Extratipp am Rande: Bitte bringen Sie keine 1000-Kronen-Scheine in Ihrer Urlaubsreisekasse mit. 1000er sind praktisch nicht in Verwendung und wenn sie mit diesem Schein zahlen wollen, können Sie ungläubige Blicke ernten, denn der 1000er gibt in Schweden als klassischer „Geldwäscheschein“. In der Praxis sind die 500er die grösste Banknote, die in Verwendung ist.

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Geplante Obsoleszenz, Teil 2: Die kommende Europäische Produktnachkaufverordnung (EPNVO)

Frau Lapplandblog führt gerade - heftig schimpfend - eine schwierige Operation durch.

„Ich kann ja nur froh und dankbar sein, dass ich das damals noch in der Schule gelernt habe. Für so einen Mist musst du auch noch Geld ausgeben“.

Was war geschehen?

Der vor drei Monaten erworbene Hunderucksack hatte sich - nach ungefähr fünfmaligem Gebrauch in den Weiten Lapplands - buchstäblich in seine Einzelteile aufgelöst. Immerhin waren ca. 85% der Bestandteile desselben im Grünen noch auffindbar. In mühe- und liebevoller Kleinarbeit hat Frau Lapplandblog die Einzelteile wieder sorgsam zusammengepuzzelt und - unter Einfügung im Bestand vorhandener Ersatzteile - mit geübter Hand und festem Zwirn wieder zusammengefügt. Die Archäologen im nächsten Jahrtausend werden ihre helle Freude haben, wenn sie das Teil irgendwann einmal ausgraben sollten.

Stellt sich die Frage, warum so ein Mist mit der eingebauten „geplanten Obsoleszenz“ aktiv vermarktet und verkauft wird?

Das kann nur auf der kommenden Europäische Produktnachkaufverordnung (EPNVO) beruhen. Aus üblicherweise bestens informierten und nicht genannt werden wollenden Insiderkreisen ist uns nämlich kürzlich folgendes zugetragen worden:

„Alle im Europäischen Binnenmarktes feil gehaltenen Produkte dürfen im Rahmen ihres konkreten Verwendungszwecks künftig nur noch höchstens 24 Monate gebrauchstauglich sein“.

Das haben die obersten Organe der EU in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank beschlossen. Das erklärte Ziel der Neuregelung sei die Ankurbelung des dahinsiechenden Binnenmarktes, denn es könne nicht angehen, dass hochqualitative Produkte gar ein ganzes Leben lang halten. Die vorgesehene zwingende begrenzte 24-monatige Gebrauchstauglichkeit muss durch die verwendeten Materialien, die Bauart und die Konstruktion sicher gestellt sein. Zuwiderhandlungen werden mit existenzbedrohenden Bussgeldern oder Zwangsinsolvenzen ("Marktbereinigung") bestraft werden.

Die Industrie übt schon seit geraumer Zeit für die kommende Neuregelung (was den meisten Leserinnen und Lesern aus eigenen Erfahrungen mit diversen Produkten bekannt sein dürfte; siehe die geschilderte Begebenheit am Anfang dieses Beitrages).

Beim Hören der Vorträge der diesjährigen Re-Publica bin ich auf einige besonders digitale Beispiele der geplanten Obsoleszenz gestossen, quasi als Ausblick, was wir in Zukunft zu erwarten haben. Allen voran die dem "Internet of Things" zugehörige Kaffeemaschinen, die über eine App auf dem Mobiltelefon gesteuert wird. Die App zur Kaffeemaschine wird so gebaut, dass sie nach dem nächsten Systemupdate auf dem Mobilgerät ihre Arbeit verweigert. Und dann wird die Entwicklung der App einfach eingestellt.

Resultat: Die High-Tech Kaffeemaschine wird zu Elektroschrott (denn wer will das technologische Highlight denn - wenn sich erst einmal daran gewöhnt wurde - als "altmodische" [sofern das überhaupt vorgesehen und möglich ist] Kaffeemaschine weiter benutzen?).

Bei höherwertigen Gütern, die aus Sicherheitsgründen nicht ab Werk "schlampig" gebaut werden können, können die kommenden Vorgaben der Europäischen Produktnachkaufverordnung (EPNVO) ganz einfach über einen eingebauten Betriebsstundenzähler erfüllt werden. Nach 24 Monaten erscheint dann im Display die Meldung „Die Lebensdauer ihres Produktes ist erreicht“

Besonders spassig stelle ich mir das bei Autos vor. Dort würde es dann heissen: „Nach den nächsten Abstellen des Motors wird sich das Auto nicht mehr starten lassen, weil die vorgesehene Produktlebensdauer erreicht ist. Eine automatischen Mitteilung an den nächstgelegenen Produktverschrotter und ihre finanzierende Bank wird gerade automatisch versendet. Danke, dass sie sich für ein Produkt aus unserem Hause entschieden hatten“.

Realisierbar ist das alles ganz einfach. Selbst die einfachsten und simpelsten technischen Geräte sind heute so elektronisiert, dass selbst Experten solche Systeme zur Begrenzung der Produktlebensdauer nicht mehr umgehen können. Ein Mechaniker aus der Autowerkstatt des Vertrauens hat mir gestern berichtet, dass viele Fehler bei neueren PKWs (lies: ab Baujahr 2002) nur noch durch Systsemupdates behoben werden können (zu denen freie Werkstätten natürlich keinen Zugang mehr haben). Ein schönes Beispiel dafür, dass die Vorschriften der kommenden Europäischen Produktnachkaufverordnung (EPNVO) ab dem Tag des Inkrafttretens auch bei älteren noch in Verkehr und Gebrauch befindlichen Geräten umgesetzt werden können, wenn es sich denn um digital gesteuerte Geräte handelt.

Konsequenterweise sollten dann auch alle nicht digital gesteuerten Geräte, d. h. Geräte, die nicht an das Internet of Things angeschlossen werden können, generell verboten werden. Wo kämen wir denn hin, wenn der Nachbar noch einen klassischen Rasenmäher in Betrieb hätte, mit dem er selbst durch den Garten rast? Undenkbar, welche Folgen das haben könnte.

Ich habe meiner Frau Lapplandblog versprochen nach einem qualitativ sehr hochwertigen Hunderucksack für unseren Hund Ausschau zu halten, bevor die EPNVO in Kraft tritt (und hoffentlich noch ganz analog).

2016 gekauft und erfüllt bereits jetzt die Vorgaben der kommenden EPNVO
2016 gekauft und erfüllt bereits jetzt die Vorgaben der kommenden EPNVO

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Urlaubsreif? Ab nach Lappland, denn der Sommer hat begonnen!

Ende April geschieht in Lappland wieder das beinahe Unglaubliche: Das Wetter schaltet von Winter auf Sommer um, als ob eine unsichtbare Macht einen Schalter umgelegt hätte. Gab es im April noch einige kalte Nächte und Tagestemperaturen um den Nullpunkt, so hat sich das Wetter im Laufe der vergangenen Woche plötzlich und wie von Geisterhand einschneidend geändert. Die Nachttemperaturen liegen durchweg über null Grad und die Tagestemperaturen erreichen zwischen 10 und 18 Grad.

Um uns herum zwitschern plötzlich überall Vögel, als ob sie vom einen Tag auf den anderen hierher „gebeamt“ worden wären. Hummeln und Bienen ziehen ihre Kreise. Kurz: Die Natur explodiert.

Am Ufer von Seen und Flüssen treiben noch einige Eisschollen und Schneeinseln prägen das Landschaftsbild. In einigen Tagen werden sie verschwunden sein.

Das Eis auf den Flüssen und Seen verschwindet
Das Eis auf den Flüssen und Seen verschwindet



Die Schneeschmelze verwandelt Sümpfe und Moorflächen für zwei bis drei Wochen in kleine Ozeane aus denen malerisch die Bäume herausragen.

Wasserflächen noch der Schneeschmelze
Wasserflächen noch der Schneeschmelze


Die Rentiere sind aus ihren Winterquartieren ins Freie entlassen und durchstreifen die Natur auf der Suche nach nahrhaften Flechten.

Die Rentiere sind wieder unterwegs in Lappland
Die Rentiere sind wieder unterwegs in Lappland


Und binnen weniger Tage ist es Hochsommer in Lappland.

Schwedisch-Lappland ist bekannt für die malerischen arktischen Winter und wer die Region bislang nur im Winter erlebt hat, wird sie von Juni bis Mitte September kaum mehr wieder erkennen.

Eines aber verbindet Winter und Sommer hier: Ankommen in Schweden. Durchatmen und innerlich zur Ruhe kommen. Die Natur geniessen.

A propos: Wenn Sie sich wirklich urlaubsreif fühlen, ist Lappland der perfekte Erholungsort.

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Lappland Urlaubstipp: Linbanan - die längste Seilbahn der Welt

Unter der Überschrift "Dorf Örträsk in Schweden: 20 Einwohner und eine Rekordseilbahn" hat der Spiegel-Online in dieser Woche einen schönen Bericht mit Fotostrecke über die ganz in unserer Nähe verlaufende "Linbanan", die längste Seilbahn der Welt, veröffentlicht.

Lesenswert und ein guter Urlaubstipp für alle, die uns hier mal besuchen wollen.

Die Seilbahn ist wirklich einen Besuch wert. Wir hatten die Linbanan 2009 für einen schwedischen Tourismusverband ausführlich fotografiert, und freuen uns auch heute noch immer wieder, unsere Bilder in Broschüren, Flyern und auf Webseiten zu sehen.

Im Blog war ein Beifang des damaligen Fotoauftrages hier zu sehen.

Bitte steigen Sie ein: Linbanan - Die längste Seilbahn der Welt
„Bitte steigen Sie ein: Die längste Seilbahn der Welt“

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Frohe Ostern! / Happy Easter! / Glad Påsk!

frohe_ostern_2016

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