Stopp!
Lapland Ultra Marathon 2009 / Lappland Ultra Marathon 2009
Das Einzigartige an diesem Lauf ist, dass der gesamte Lauf mit Sonnenlicht gesegnet ist. Denn die Veranstaltung liegt nur einige Tage nach Midsommar.
Es gibt mehrere Laufklassen: Die vollen 100 Km („Königsklasse“) und mehrere Teilstrecken 38, marathon, 64 und 81 km.
Ich habe mich gestern nacht aufgemacht, um den Start und die ersten Kilometer des Rennens fotografisch zu begleiten. Eine interessante Stimmung und Atmosphäre. Diese Langstreckenläufer sind sehr interessante Menschen. Und ehrlich gesagt habe ich mich natürlich auch gefragt: Was motiviert einen Menschen, die halbe Nacht hindurch bei Tausenden von Stechmücken über 100 Km zu laufen? Vielleicht können Sie die Antwort erahnen, wenn Sie die Bilder betrachten.
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Übrigens: Das beste
Buch zum Verständis der Faszination des
Laufens, Alan Sillitoes Einsamkeit des
Langstreckenläufers können Sie über den Link zu
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diese Website - denn das alles hier mache ich
in meiner Freizeit.)
Svamparna är redan på vägen / Die Pilze sind bereits auf dem Weg
Update: Vädret / Update: Das Wetter
Lappland geht den wärmsten Tagen des Jahres entgegen. Das SMHI hat mitgeteilt, dass es heute den bislang wämsten Tag des Jahres gibt. Auch im Norran wurde berichtet.
Gestern abend hat sich die Abendsonne auf die Thermometer verirrt und dort zu „Sahara-ähnlichen“ Werten geführt. Die Fotos sind echt. Keine Manipulation mit dem Feuerzeug. Als Beweis zwei unterschiedliche Thermometer.
(Links: Innentemperatur, rechts:
Aussentemperatur)
(Aussenthermometer)
Im Norran findet
sich übrigens auch ein interessanter Artikel über
Sommergewitter und Blitzeinschläge in Norr-
und Västerbotten (auf
Schwedisch).
Update: Lapland catten / Update: Die Lappland-Katze
O-Ton: „Stör mich bitte nicht, es ist einfach viel zu warm“. Noch fragen?
På grund av några förfrågor hur det egentligen är med Lapland catten kommenterar den so här: „Var så god och inte störa mig, det är bara för varmt“.
Ovanligt besök och ovanliga djur i Malå / Ungewöhnlicher Besuch und ungewöhnliche Tiere in Malå
Das Gelände auf dem Sportplatz sieht aus wie ein illustrer Basar, wie eine eigene Welt. Leider wird es nur eine Vorstellung - heute, Donnerstag, um 19 Uhr - geben. Hier einige Eindrücke:
Blick auf die Zeltkuppel
Ein Logo mit Krönchen
Eine recht seltene Spezies in Malå: Ein Kamel
- genau genommen waren es sogar zwei :) -
Hier gibts die Eintrittskarten
Farbenfrohe Zirkuswagen
Die Königskrone darf niemals fehlen :)
Nu håller sommaren Lapland fast i handen / Der Sommer hat Lappland fest in der Hand
NEUER SERVICE: Digitale Grusskarten - Grüssen Sie aus Malå - Lappland
Rechtzeitig zur sommerlichen Urlaubssaison haben wir uns einen besonderen Service für Sie einfallen lassen: Versenden Sie an Ihre Lieben kostenlos digitale Grusskarten mit Motiven aus Malå in Lappland!
Wir haben für den Start 7 Motive für Sie ausgesucht und werden diese in regelmässigen Abständen austauschen. Für jeden Geschmack dürfte so ein passendes Motiv dabei sein.
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Kodachrome: Nachruf auf eine Legende
Die Rede ist vom Kodachrome Farbfilm, dessen Produktion von Kodak jetzt eingestellt wurde. Eigentlich war der Kodachrome ein produktionstechnischer Schnellschuss, mit dem Kodak seinerzeit Agfa mit dem Farbfilm zuvor kommen wollte.
Der Aufbau des Kodachrome als dreischichtiger Schwarz-Weiss-Film mit Farbeinlagen hatte - neben der sehr guten Haltbarkeit - allerdings die unangenehme Nebenwirkung, dass ein spezieller Entwicklungsprozess (K14 statt des normalen E6 Prozesses) erforderlich war. Nicht zuletzt deshalb dürfte der Marktanteil eingebrochen sein.
Hinzu kam, dass viele Profis in den 80er und 90er Jahren auf andere Farbfilme (z. B. den legendären Fuji Velvia für die Landschaftsfotografie) umgestiegen sind.
Schliesslich hat Kodak nur noch so wenige Kodachromes verkauft, dass die Produktion nun zu Grabe getragen und eingestellt worden ist.
Im Test: B/W-Styler
Vorab: Den
beinahe schon “Glaubenskrieg”, ob man denn
seriöse Schwarz-Weiss-Fotografie überhaupt
digital betreiben könne, will ich hier nicht
führen. Und um allen Diskussionen gleich
vorzubeugen: In meiner beruflich genutzten
Mittelformatkamera und in der guten alten FM
sind hauptsächlich Ilford FP4. Damit das vorab
klargestellt ist :)
Aber seit geraumer Zeit beschäftigt mich das
Thema Schwarz-Weiss und digital trotzdem sehr.
Ist eben doch sehr praktisch, auch im
Schwarz-Weiss-Bereich auf den digitalen
Workflow mit all seinen Möglichkeiten zurück
greifen zu können. Also ging ich auf die Suche
nach einem Tool, das sich gut in den
vorhandenen Workflow einbinden lässt.
Natürlich lässt sich sehr viel unmittelbar
direkt in Photoshop machen. Schöner ist es
jedoch, ein Plug-In mit umfassenden
Schwarz-Weiss Funktionalitäten zu haben. So
eine Art “Dunkelkammer”-Plugin. Also ging ich
auf die Suche. Und nachdem ich etliche Sachen
durchprobiert hatte, bin ich schliesslich
fündig geworden. B/W-Styler heisst
das kleine Schwarz-Weiss-Wunderwerk, das ich
Ihnen in diesem Testbericht vorstellen will.
Nachdem ich den Blogeintrag nicht
mit Bildern überfachten will, gibt es - wie
gewohnt - eine separate Bildergalerie zum
Testbericht hier.
Verwendetes Testsystem
Mac PowerBook G4 1.5 GHz, 1.25 GB RAM, Mac OS X
10.5.7, Photoshop 7, Photoshop Elements 6,
GraphicConverter 6.4
Installation und
Kompatibilität
Die Installation ist völllig problemlos. Das
PlugIn kommt in 3 verschiedenen Versionen - je
nach verwendetem System und Host-Applikation.
Mit dem hervorragenden Handbuch geschmeidig und
problemlos.
Sehr erfreulich ist, dass das PlugIn mit einer
Vielzahl von Host-Applikationen kompatibel ist.
Unter Mac OS X sind das Adobe Photoshop (ab
Version 7), Adobe ImageReady (ab Version
7), Adobe Photoshop Elements (ab Version 2),
Adobe Illustrator (ab Version 10), ACDSystems
Canvas (ab Version X), CiEBV Photoline 32 (ab
Version 11.52), Corel Painter (ab Version 9),
LemkeSoft GraphicConverter (ab Version 5.7) und
Macromedia Fireworks (ab Version 7 (MX 2004)).
Unter Windows ist die Liste der tauglichen
Host-Applikationen derartig umfangreich, dass
ich Ihnen die 50 (!) Applikationen lange Liste
im Detail erspare.
Eine Demoversion lässt sich auf
der Homepage des PlugIns
herunterladen.
Überblick
B/W-Styler wird - wie andere PlugIns - auch
über das “Filter” Menü aufgerufen. Dort findet
sich nach der Installation ein Unterpunkt
“Photo Wiz” unter dem sich B/W-Styler finden
und aufrufen lässt.
B/W-Styler arbeitet mit Bildern im 8- oder
16-Bit Modus. Soll er auf Bilder mit einer
anderen Farbtiefe (z. B. ein vorhandes
Graustufenbild) angewendet werden, muss dieses
zunächst in ein RGB mit 8- oder 16-Bit
umgewandelt werden. Vom Hersteller wird
empfohlen, grundsätzlich im 16-Bit odus zu
arbeiten, weil so die besten Resultate erzielt
werden können.
Die verschiedenen Modi
Bitte jetzt nicht erschrecken, denn B/W-Styler
ist ein sehr mächtiges Tool. Er bietet
insgesamt 18 Anwendungsmodi, die in die
Bereiche “Fotografiemodus”, “Schnellmodus” und
“Expertenodus” unterteilt sind. Wie die
Bezeichnungen ahnen lassen, eignet sich die
Gestaltung des Fotografiemodus von den
Einstellungsmöglichkeiten her am besten für
Fotografen. Zusätzlich gibt es noch 15
“Schnellmodi” für ausgewählte Bearbeitungen.
Für meinen Geschmack fühle ich mich im
Fotografiemodus am wohlsten, denn dort finden
sich ganz übersichtlich alle gebrächlichen
Einstellungen “am richtigen Platz”.
Kleiner Tipp: Die Sprache lässt sich mit dem
untersten Aufklappmenü ganz einfach und schnell
von Englisch auf Deutsch umstellen. Leider
merkt sich das der Filter nicht und muss nach
jedem Neuaufruf frisch eingestellt werden.
Eigentlich kein Problem, denn auch in Englisch
bleibt das ganze verständlich.
Die Vorschau
Auf der linken Seite des PlugIn-Fensters findet
sich die Vorschau. Dort lässt sich entweder das
gesamte bearbeitete Bild oder nur eine
Ausschnittsvergrösserung anzeigen. Gelungen ist
das “Split View”, das die Vorschau so aufteilt,
dass Original und bearbeitete Version
nebeneinander liegen. Klickt man unten “Instant
Preview” an, sieht man den jeweiligen Effekt
unmittelbar in der Vorschau beim Navigieren
durch die Menüs.
Der Fotografiemodus
Nun aber zu den eigentlichen
Bearbeitungsmöglichkeiten. Im Fotografiemodus
finden sich folgende Einstell- und
Tuningmöglichkeiten: Film, Film Grain, B/W
Filters, ND Filters, Diffusion Filters,
Development, Lab Effects, Paper Grade, Color
Tone und Frame.
Dahinter verbergen sich jeweils mächtige
Werkzeuge. Der Reihe nach:
Film: Hier lässt sich aus einer Liste
von 42 Presets der gewünsche “Film” auswählen.
Die Liste ist in generelle Grundtypen, gängige
Schwarz-Weiss Filme (z. B. die diversen
Ilfords) und mehr exotische Filme (z. B.
Polaroid 55) aufgeteilt. Hier steckt eine Menge
Know-How im Filter, denn die Ergebnisse sind
frappierend gut. Meine ansonsten verwendeten
Ilford-Typen erkenne ich in den bearbeiteten
Fotos spontan wieder.
Film Grain: Die Körnung ist von 100
bis 3200 auswählbar. Selbstverständlich lässt
sich auch “Keine Körnung” einstellen. Ein
wichtiger Tipp in diesem Zusammenhang: Die
Körnung sollte natürlich auf das Ausgabeformat
abgestimmt werden. Wir das Bild nach der
Bearbeitung verkleinert, “stimmt” der
Korneindruck nicht mehr. Im Gegensatz zu
anderen getesten Tools fällt mir auf, dass
B/W-Styler sehr harmonisches und “echtes” Korn
produziert. Andere Tools haben hier - im
Gegensatz zu B/W-Styler - mehr mit hässlichen
und unbestimmbaren “Pixelhaufen” gearbeitet.
B/W Filter: Hier stehen die gängigen
Farbfilter (12 an der Zahl) zur Auswahl. Über
“Custom” lassen sich zusätzlich eigene
Farbfilter definieren.
ND Filter: Hier finden sich die
“Neutraldichtefilter” (wie es korrekterweise so
schön heisst), darunter ganze und halbe
Graufilter und Polarisationsfilter; jeweils in
verschiedenen Intensitätsstufen. In der
Anwendung einfach und im Effekt überzeugend.
Wer sich eine nicht als Preset vorhandene
Zwischenstufe wünscht, kann auch hier über die
Auswahl von “Custom” selbst Hand anlegen.
Diffusion Filter: Über die
Diffusionsfilter (3 Gruppen: Diffusor, Pastel,
Mist) lassen sich “Glow-” und Diffusionseffekte
einstellen. Die höheren Stufen gehen freilich
sehr diffundierend ans Werk und kommen bei mir
eher in Ausnahmefällen zum Einsatz. Auch hier
können über die Auswahl von “Custom” eigene
Effekte erzeugt werden.
Development: In dieser Rubrik
verbergen sich die eigentlichen
“Dunkelkammereinstellungen”. Aufgeteilt in 4
Einstellungsblöcke lassen sich die
Entwicklungszeit, der Kontrast, das Verhalten
in "Lichter" und "Tiefen" und klassische
Ergebnistypen (z. B. “High-Key”) einstellen.
Auch hier gibt es wieder die
“Custom-”Möglichkeit.
Lab Effects: Die Lab-Effects sind
quasi eine Untergruppe mit Sondereffekten des
Developments. Hier lassen sich Effekte, wie z.
B. Solarisation auswählen.
Paper Grade: Wie der Name vermuten
lässt, verbirgt sich dahinter die Härte des
Papiers. In 5 Stufen von extra-weich bis
extra-hart (wiederum mit “Custom”-Möglichkeit)
sind diese für den Anwender zur Verfügung
gestellt worden.
Color Tone: Hier finden sich
schliesslich die Farbtöne, die aus der
klassischen Schwarz-Weiss-Entwicklung bekannt
sind. Darunter das bestens bekannte Sepia, aber
auch einige andere extrem schöne und dezente
Farbtöne. Mein persönlicher Favorit ist “Silver
Gelatin”. Auch hier sind “Custom-”Möglichkeit
vorhanden.
Frame: Als kleines Extra lassen sich
die Fotos hier auch gleich noch mit einem
Rahmen versehen. Dieser arbeitet leider nicht
verlustfrei, sondern beschneidet das Bild
eingreifend, wobei dieses bei Bedarf sehr
praktisch sein kann.
Als Zusatz wäre allenfalls noch wünschenswert,
wenn der Anwender noch sein eigenes “Watermark”
mit einprägen könnte. Das wäre dann
110%-perfekt :)
Die Anwenderfreundlichkeit und die
Einstellmöglichkeiten im untersten Feld
Das PlugIn reagiert auch auf dem nicht mehr
ganz aktuellen 1.5 GHz G4 - im Gegensatz zu
anderen getesteten Lösungen - sehr zügig. Wenn
“Instant Preview” nicht aktiviert ist, wird die
Änderung in der Vorschau im Prinzip unmittelbar
nach der Auswahl in einem Menü sichtbar.
Unter den Preferences lässt sich das Verhalten
beim Start des PlugIns wählen. Die für mich
bequemste Möglichkeit besteht darin, dass das
PlugIn mit den zuletzt verwendeten
Einstellungen startet. So lässt sich ein
“Standard-Setup” nach dem persönlichen
Geschmack als Standardvorgabe behalten.
Im Menue "Preferences" kann eingestellt werden,
was der “Reset-”Button ganz oben rechts
bewirkt. So kann mit einem Reset immer wieder
zu den eigenen persönlichen Standardvorgaben
zurück kehrt werden. Sehr praktisch.
Die sehr gute kontextsensitive Hilfe zu allen
Punkten ist eigentlich selbstverständlich und
bedarf keiner besonderen Erwähnung.
Unter dem Punkt “Histo” verbirgt sich - wie zu
vermuten - ein Histogramm. Für meinen Geschmack
in diesem Zusammenhang nicht so wichtig. Aber
“nict to have”. Sehr schön ist indes die unter
dem Punkt “Info” verborgene Möglichkeit (“Show
Bown Highlights”) sich die augebrannten Lichter
anzeigen zu lassen.
Fazit
Mit dem B/W-Styler ist dem
Team der Plug In
Site ein wirklich grosser Wurf
gelungen.
Die Aufteilungen in den verschiedenen
Menübereichen ist sehr gut durchdacht und
ermöglicht den direkten Zugriff auf die
gewünschten Veränderungen. Die Effekte selbst
sind - sieht man von den für meinen Geschmack
gleich sehr hart ans Werk gehenden -
Diffusionsfiltern ab, nur als gelungen zu
bezeichnen. Werden die Bilder in Schwarz-Weiss
konvertiert, ist das Ergebnis schlicht
überzeugend.
Und es ist - Hand aufs Herz - sehr vorteilhaft,
etwas experimentieren zu können. Im Gegensatz
zum echten Film, bei dem "entwickelt" eben
"entwickelt" bedeutet, kann hier im Bezug auf
das Original “verlustfrei” getüftelt werden.
Sehr positiv ist übrigens auch der Support des
Herstellers / Vertriebs. Anfragen wurden -
sogar am Wochenende - binnen weniger Stunden
kompetent und erschöpfend beantwortet. Ein
wertvolles zusätzliches Plus.
Für nur USD 49,95 Euro ist das PlugIn - gerade
auch im Vergleich zu anderen Lösungen - ein
echtes “Schnäppchen”. Der B/W-Styler ist
mittlerweile zum “must have” für mich geworden.
-> Screenshots und
illustrative Beispiele finden sich in der
Galerie zum Testbericht.
Meine zusammenfassende
Bewertung
Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5
(sehr gut):
Funktionalität: 4,5
Anwenderfreundlichkeit: 5
Geschwindigkeit: 5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5
Gesamtbewertung: 4,75
Mein Fazit: “Must
have” in Sachen digitale Schwarz-Weiss
Fotografie.
(Aufgrund diverser Email-Anfragen zu den
Testnoten eine Anmerkung am Rande:
Mich erreichten einige Mails mit dem Tenor
“Warum fallen die Bewertungen in den von Dir
veröffentlichten Tests alle so gut aus?”.
Ganz einfach: Den “Murks”, den ich teste lasse
ich einfach unerwähnt und veröffentliche dazu
nichts. Denn meine Philosophie ist: Die guten
Dinge und Tools bringen uns mit unserer
Fotografie nach vorn. Meine Zeit ist mir zu
schade, um Testberichte über schlechte Sachen
und Dinge zu schreiben.)
Midsommarsolen / Midsommarsonne
Ich habe mich am Midsommartag nach einem Blick aus dem Fenster gegen Mitternacht mit Kamera bewaffnet und bin zum Skellefte-Älv gefahren, um die Midsommarsonne „einzufangen“. Ein traumhaftes Farbenspiel. Hier einige Aufnahmen (out of the cam; deswegen bitte über den Horizont hinwegsehen). Und eine Entenfamilie habe ich auch beim Midsommarfeiern gestört (was mir leid getan hat...).
Reger Flugverkehr in Lappland: Insekten im Garten - Makro
Pünktlich zu
Midsommar hat der Sommer Lappland jetzt
wirklich: Seit ein paar Tagen scheint die
Sonne. Und heute waren die ersten Massen an
Bienen, Hummeln, usw. zu sehen. Also schnell
das Micro-Nikkor auf die Kamera und ab in den
Garten.
Die Pusteblumen (Gewöhnlicher Löwenzahn,
Taraxacum officinale) scheinen besonders
begehrt zu sein. Da herrschte regelrechtes
Gedränge auf manchen Blüten.
Die Nachbarn haben mich bestimmt für völlig
bekloppt gehalten falls sie gesehen haben, wie
ich durch den Garten gerobbt bin. Ein völlig
faszinierender Mikrokosmos. Wunderbare
Tierwelt.
Für alle Natur- und Insektenfans habe ich eine
kleine Galerie aufgelegt:
-> Hier gehts zur Galerie:
Insekten im Garten
-> Klick här så kommer du till bildspelet:
insekter i
trädgården
Vid vattnet... / Am Wasser...
Gigantisches Licht und traumhafte Atmosphäre. Ein kleiner See mit einem prachtvollen „Feld“ kleiner Seerosen. Eine gute Brise sorgt für die genau richtigen kleinen Wellen. Vom Moor aus taste ich mich langsam zum Wasserspiegel. Tja, und dann schaffe ich es gerade noch im richtigen Augenblick abzudrücken, bevor ich teilweise baden gegangen bin. Wie heisst es so schön: Leidenschaft heisst Leidenschaft, weil sie manchmal Leiden schafft...
Und im Detail sehen die kleinen Seerosen dann
so aus. Einfach bezaubernd, oder?
(BW-Konversion wie immer mit dem sagenhaften
BW-Styler.
Testbericht dazu morgen!)
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Morgen gibts leider keine Reportage vom Midsommarfest...
Wie dem allgemeinen Stadtgespräch und verschiedenen Medien - draunter z. B. diesem Artikel im Norran - zu entnehmen ist, hat der Heimatverein wegen der unvorteilhaften Wettervorhersagen für den morgigen Freitag „kalte Füsse“ bekommen, und die Feierlichkeiten abgesagt. Nach Angaben der hembygdsförening wäre das finanzielle Risiko einfach zu hoch, falls wegen schlechten Wetters zu wenig Besucher erscheinen würden. Die finanzielle Lage im Verein sei ohnehin nicht gut.
Habe heute mit etlichen Menschen in Malå gesprochen und die deutliche Mehrheit hat kein so grosses Verständnis über den Beschluss zur Absage geäussert.
Nebenbei: Mit dem Wetter ist das hier eben immer so eine Sache. Die aktuelle Prognose sieht übrigens gar nicht sooo schlecht aus.
Für meinen Teil bin ich natürlich auch nicht begeistert, da ich eine Reportage machen wollte. Nun wird aber am morgigen Tage der überfällige Testbericht von BW-Styler endlich fertig gestellt und gepostet :)
A propos Bären in Lappland: Wieder eine Spur... / Att prata om björnar i Lapland: igen ett spår...
(Zum Grössenvergleich ist eine Ein-Kronen-Münze
mit zu sehen.)
(Und hier gleich ein Pärchen. Vielleicht Mutter
nebst JungbärIn?)
En skiva / Eine Scheibe
(Converted with BW-Styler)
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Extremsportart: 2. Heidelberger Kellnerlauf!
Gerade habe ich die
neue Website des 2. Heidelberger
Kellnerlaufes fertig gestellt
und gelauncht. Heidelberg liegt zwar nicht
direkt in Schwedisch-Lappland, aber dieses
Projekt läuft als pro bono Arbeit. Ich bin
vom Projekt Kellnerlauf überzeugt und
begeistert.
Ein paar mehr Details: Der 2.
Heidelberger Kellnerlauf steigt am 10.
Juli 2009. Beginn ist 13 Uhr 30 vor dem
Rathaus.
Der Kellnerlauf ist eine
Benefizveranstaltung. Dieses
Jahr zugunsten der Heidelberg-Ice-Knights
Sledge-Hockey. Richtig gelesen:
„Schlittenhockey“ - Dort spielen
gehbehinderte Menschen Eishockey und das
muss unterstützt werden.
Wer also im Juli nicht gerade in
Schwedisch-Lappland in Urlaub ist, muss am 10.
Juli unbedingt nach Heidelberg kommen.
Alle weiteren Infos gibts auf der
Homepage und im
Blog des
Kellnerlaufes.
Eine Facebook-Gruppe gibts zum
Kellnerlauf übrigens auch.
Schnell beitreten!
Knopen / Der Knoten
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Sveriges Radio International - Deutsch
Vilda blommornas dagen / Der Tag der Wildblumen
2009 wird zudem des 100-jährigen Jubiläums der Umsorge für die Natur gedacht, die auf einen Beschluss des schwedischen Reichstages von 1909 zurück geht. Das ganze Jahr 2009 wird deshalb auch als „Jahr der Natur“ gefeiert. Mehr Informationen hier auf der Website der Svenska Botaniska Föreningen.
Teil 2: Richtiges Verhalten in Bärengebieten
(Seltener Moment: Braunbär in Lappland)
Hier in Lappland
gibt es Bären. Für alle Besucher, Urlauber und
Touristen daher hier die wichtigsten
Grundregeln zu den Fragen:
- Wie kann ich Begegnungen vorbeugen?
- Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einem
Bären begegne?
Vorbeugung
• Im unbekannten Risikogebiet (z.B. in
bewaldetem Gelände, beim Pilz- oder
Beerensammeln): Geräusche machen. Singen Sie
oder unterhalten Sie sich. Ein Bär wird so auf
Sie aufreksam und wird sich im Regelfall selbst
entfernen.
• Die bei vielen Outdooranbietern erhältlichen
“Bärenglocken” sind zwar hübsch und sehr
beruhigend für die Psyche des Menschen, aber
für Lappland nicht unbedingt geeignet. Manche
Rentiere tragen auch Glocken. Das kann dazu
führen, dass der Bär angelockt wird, statt
ferngehalten.
Unterwegs mit Hund / Hunden
• Hunde nie frei laufen lassen, sondern immer
angeleint. Ein freilaufender Hund kehrt bei
Gefahr normalerweise zum Mensch zurück und
lenkt den Bären damit auf den Menschen. Der
angeleinte Hund kann den Menschen durch sein
verhalten auf eine Gefahrennähe aufmerksam
machen (vorausgesetzt man hat sich mit dem
Verhalten und der Sprache seines Hundes
hinreichend beschäftigt).
Besondere Vorbeugung für Trekker /
Camper / Wohnmobilisten
• Vorsicht im Umgang mit Nahrungsmitteln.
Verwahren Sie Nahrungsmittel sicher.
• Lassen Sie niemals Nahrungsmittelreste oder
Abfall in der Natur zurück. Ein Bär kann die
Düfte verknüpfen und verbindet den Geruch des
Menschen mit Nahrung und kann dadurch zur
akuten Gefahr werden.
• Niemals (never ever!) Bären anfüttern!
Bärensichtung auf Distanz
• Bleiben Sie zunächst ruhig stehen und
sondieren Sie die Lage. Geniessen Sie den
Anblick.
• Achten Sie darauf, ob es sich um eine Bärin
mit Jungen handelt. Ist das der Fall sofort
ruhig den Rückzug antreten.
• Befindet sich der Bär beim Fressen oder an
einer Beute sofort ruhig den Rückzug antreten.
• Nähern Sie sich niemals einem Bär (auch nicht
um ihn besser beobachten oder fotografieren zu
können)!
• Ist der Bär auf grosser Distanz können Sie
ihn “im Bogen” umlaufen. Ansonsten umkehren und
langsam (!) auf demselben Weg, auf dem Sie
gekommen sind, zurückgehen. Bedenken Sie dabei
die Windrichtung. Bären riechen extrem gut.
• Denken Sie daran Geräusche zu machen, die Sie
als Mensch ausweisen.
Begegnung mit Bären
• Verhalten Sie sich so ruhig wie möglich.
Unter keinen Umständen wegrennen. Sobald Sie
wegrennen fallen Sie ins Beuteschema!
• Unter keinen Umständen weiter auf den Bär
zugehen. Keine schnellen oder ruckartigen
Bewegungen.
• Machen Sie auf jeden Fall mit menschliche
Geräusche.
• Keine Panik wenn sich der Bär auf die
Hinterbeine stellt. So verschafft sich der Bär
einen duft- und sichtmässigen Überblick. Das
ist also nicht per se aggressives Verhalten.
Nutzen Sie diesen Moment, um mit ruhigen aber
deutlichen menschlichen Lauten auf sich
aufmerksamm zu machen.
• Begegnung auf Nahdistanz (unter ein paar
Metern) kann der Bär als Angriff auffassen.
Bärenangriff
• Vorab: Sehr, sehr selten.
• Meist nur eine “Abwehrende Scheinattacke”:
Bär brummt und rennt auf den Menschen zu, um
kurz vor dem Menschen anzuhalten und
abzudrehen. Stehenbleiben. Wenn sich der Bär
abwendet ruhig (!) zurück gehen.
• Echter Angriff: Flach auf den Bauch legen.
Hände im Nacken verschränken. Regungslos liegen
bleiben. Beten. Im Regelfall schnuppert der Bär
den Menschen ab um festzustellen, dass der
Mensch nicht in sein Beuteschema fällt. Hat
sich der Bär wieder entfernt, langsam aufstehen
und langsam entfernen. Bleiben Sie mindestens
einige Minuten liegen.
• Jede Gegenwehr bei Bärenangriffen ist völlig
zwecklos und steigert nur die Aggressivität des
Bären.
• Nochmals: Niemals Wegrennen oder versuchen,
auf einen Baum zu klettern. Wer wegläuft fällt
ins Beuteschema und Bären laufen auf
Kurzstrecke 50-60 km/h schnell. Und auf Bäume
(bis zu ca. 15 meter) klettern Bären auch
atemberaubend schnell.
Teil 1: Richtiges Verhalten in Bärengebieten
Im Klartext: Es besteht hier in Lappland die reelle Möglichkeit, auf Bären zu treffen. Ich schreibe diesen Eintrag, weil ich in einem der Gebiete, in denen ich oft wandernd unterwegs bin, in den letzten 3 Wochen insgesamt viermal einen Bären auf Distanz gesichtet habe. Zudem wimmelt es dort geradezu von Spuren.
Es ist also - auch für alle Touristen - kein Fehler, sich mit einigen Fakten und den Grundregeln für eine eventuelle Nah-Begegnung mit Bären vertraut zu machen. Aber keine Panik: Menschen sind nicht im Beuteschema von Bären und eventuelle Begegnungen verlaufen im Regelfall gut, wenn man weiss, wie man sich verhalten muss.
Länsstyrelsen in Västerbotten (= die Landesregierung / Landesverwaltung) hat dazu eine informative Website und einen erstklassigen Informationsfilm bereit gestellt. Der Film ist in schwedischer Sprache, aber in jedem Fall unbedingt sehenswert. Auch ohne hinreichende Sprachkenntnis werden Sie verstehen, wie Sie sich verhalten sollten.
-> Hier gehts zur Seite mit dem Informationsfilm: „Björnens rätta ansikte“ (Das wahre Gesicht des Bären).
-> Und hier findet sich die Seite mit allgemeinen Informationen rund um Bären in Västerbotten.
Siehe auch den folgenden Weblogeintrag mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Verhaltensregeln in Bärengebieten und bei Bärenbegegnungen.
Joy-Park-Festival Malå 2009
-> Zur Bildergalerie gehts
hier lang.
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Zugabe: Tillägg: Makro im Garten / Makro i trädgården
Extrem kühler Sommeranfang in Lappland / Extremt kylig start på sommaren i Lapland
Unser Nachbar meinte dazu vorhin ganz ironisch: „Mensch, in einer Woche ist Midsommar. Dann werden die Tage wieder kürzer und der Winter kommt. Wenigstens das ist sicher.“
Das SMHI (Sveriges Meteorologiska och Hydrologiska Institut, zu deutsch und vereinfacht: Der amtliche Wetterdienst) hat jetzt in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass der diesjährige Sommeranfang zu den kühlsten in den letzten 50 Jahren gehört. Allerdings bedeute das - rein statistisch - nicht, dass der gesamte Sommer „unterkühlt“ bleiben müsse. Das SMHI verweist dabei auf den Sommer 1955, in dem es am 8. Juni in Skåne noch ergiebig geschneit hatte. Trotzdem gehörte der anschliessende Sommer zu den schönsten Sommern der letzten 50 Jahre.
Tipp für Urlauber: Kontrollieren Sie vor Ihrer Abfahrt / Abreise hierher nochmals die 10-Tages-Voraussagen. Rechts in der Menüleiste finden Sie Links zu verschiedenen Wetterdiensten.
(Fällt das Baden dieses Jahr ins Wasser?)
TransEurope-FootRace - 51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur
Als ich vor einigen Wochen zum ersten Mal von diesem transeuropäischen Marathon gehört und gelesen habe, musste ich spontan an Alan Sillitoes Buch “Die Einsamkeit des Langstreckenläufers” denken.
Aber zuerst einige
Fakten über das Sportevent:
Beim TransEurope-FootRace laufen die Teilnehmer
von Bari bis zum Nordkap. Der Lauf geht in 64
Etappen von Italien über Österreich,
Deutschland, Schweden, Finnland zum Ziel in
Norwegen.
Die dabei zurück zu legende Gesamtdistanz
beträgt 4.485,6 km. Richtig gelesen. Die
68 gemeldeten Läufer (von denen heute noch 49
im Rennen waren) laufen eine Distanz von
beinahe 4.500 Km. Die Etappenlängen liegen
zwischen 44 und 95 Km. Läufer aus insgesamt 12
Nationen nehmen am Lauf teil.
Während ich mich intensiv frage, warum jemand
diese unvorstellbaren Strapazen auf sich nimmt,
muss ich wieder an Sillitoes “Einsamkeit des
Langstreckenläufers” denken. Die Essenz aus dem
Buch war, dass Colin - so die Hauptfigur im
Buch - sich durch das Laufen einen Zugang zu
seiner eigenen Identität erschlossen hat und
begann, sich wirklich frei zu fühlen. So muss
es wohl sein.
Einer der Teambetreuer mit denen wir heute
gesprochen haben, hat die Frage, warum sich
Menschen das eigentlich zumuten sehr clever und
sympathisch mit der Gegenfrage “und warum
fotografieren Sie?” beantwortet. Aha.
Verstanden. Da geht es eben um eine
Leidenschaft (und die schafft bekanntlich
bisweilen Leiden, sonst würde sie ja nicht so
heissen).
Zurück zum TransEurope-FootRace: Wir haben die
51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur
unterwegs, an Checkpoints und am Ziel in
Arvidsjaur begleitet. Das Gefühl der Einsamkeit
und eisernen Willens umgibt diesen Megalauf.
Beeindruckend mit welcher Selbstdisziplin sich
die Läufer Kilometer für Kilometer vorwärts
kämpfen, um am Ziel - so sah es zumindest für
uns aus - völlig erschöpft anzukommen. Trotzdem
waren einige Läufer noch zum einem kurzen
Interview bereit. Beeindruckend.
Überhaupt haben wir heute nur freundliche und
positive Menschen getroffen:
Engagierte Betreuer, die bereitwillig und gerne
über Ihre Erfahrungen und Eindrücke gesprochen
haben. Unglaublich positive Streckenposten an
den Checkpoints, die geradzu Energie verspüht
haben. Und vor allem: Passionierte und trotzdem
freundliche und aufgeschlossene Läuferinnen und
Läufer.
Auch die Organisation dieses Laufes ist ein
Meisterwerk. Ein Fahrzeutross mit viel
Equipment muss organisiert werden. Täglich muss
die Route markiert werden. Schliesslich wäre
nichts ärgerlicher, als irgendwo mitten in
Lappland als Läufer “falsch abzubiegen”.
Die eigenwillige Bilderauswahl in der Galerie
soll dem besonderen Flair Rechnung tragen und
eine Hommage und ein grosses “Danke schön” an
die Läuferinnen und Läufer sowie die
Organisatoren und alle Helferinnen und Helfer
sein.
-> Hier gehts zur Bidergalerie
vom TransEurope-FootRace, 51. Etappe,
Sorsele-Arvidsjaur (41 Bilder).
Und noch ein paar ergänzende Links für alle,
die sich mehr mit dem Lauf beschäftigen wollen:
Hier die offizielle Homepage des
Laufes.
Und hier wird der Knipserkollege
Helmut Dietz, der selbst aus dem
Marathonsport kommt, über die letzten
Etappen bis zum Nordkap bloggen und
berichten. Viel Freude und Erfolg Helmut!
Übrigens: Das im
Artikel erwähnte Buch zum Verständis der
Faszination des Laufens, Alan Sillitoes
Einsamkeit des Langstreckenläufers können Sie
über den Link zu Amazon bestellen (damit
unterstützen Sie auch diese Website - denn das
alles hier mache ich in meiner Freizeit.)
Mårdseleforsen
Heute soll es um die Route von Umeå ins Inland gehen. Viele Durchreisende und Urlauber nehmen die E 45 nach Lycksele. Eine durchaus sehr gut ausgebaute Strecke.
Viel schöner und beschaulicher ist indes die am Vindelälven entlang verlaufende 363. Diese Strecke ist zwar nicht so gut ausgebaut und kurvenreicher, bietet aber viele Kleinode und Kostbarkeiten.
Am Vindelälven befinden sich z. B. viele „forsar“ (pl., sing.: fors). Das sind Stromschnellen mit Wasserfällen, die bei höherem Wasserstand beeindruckende Naturschauspiele bieten. Einige davon sind auch mit Wegen und Grillplätzen erschlossen und laden so zu einer Rast ein.
Reissende Naturgewalten. Ein beeindruckendes
Schauspiel.
Ein besonders schöner Platz ist z. B.
Mårdseleforsen. Ungefähr 16 Km
flussaufwärts nach Åmsele in Richtung Rusksele
belegen bietet der Mårdselefors einen Rundpfad
und einige sehr schöne Grillstellen. Auf
mehreren Hängebrücken kann man über die
Wassermassen schreiten und das Naturschauspiel
geniessen. Gerade bei Sonnenschein und Hitze
kühlen das Wasser und die Gischt die
Temperaturen erträglich und erfrischend
herunter.
Eine Hängebrücke
über den Mårdselefors. Auf dem Schild an der
Brücke steht (übersetzt): „Max. 2 Personen
gleichzeitig, Gesamtlast 150 Kg, Abstand
zwischen den Personen mindestens 1,5 Meter“
(und ich ergänze: Keinesfalls schaukeln, denn
der Wind schaukelt hier schon genug! Und Sie
sollten schwindelfrei sein.)
Eine der sehr schönen Grillstellen. Hier gilt:
Bitte hinterlassen Sie den Platz sauber und
ordentlich. Nehmen Sie alle Abfälle mit. Gerne
dürfen Sie Feuerholz für die nächsten Gäste
zurücklassen.
Der grosse Steg. Nicht schaukeln!
Und noch ein Blick in die Fluten.
6:e juni - Nationaldagen - Svenska flaggans dag / 6. Juni - Nationaltag - Tag der Schwedischen Flagge
Das Grundsymbol der Schwedischen Flagge ist das gelbe oder goldene Kreuz. Über dieses sagt eine Anweisung des Königs Johan III aus dem Jahre 1569: “das güldene oder gelbe Kreuz wurde seit Alters her im Schwedischen Reichswappen gebraucht”. Deswegen soll es “für alle Zeit in Fahnen, Flaggen und Wimpeln geführt werden”. Im Zeichen des Kreuzes solle das Land regiert werden und erblühen und das Kreuz in der Schwedischen Nationalflagge solle etwas darüber aussagen, wer wir sind, sowohl historisch als auch heute.
Zur Feier des Tages habe ich heute eine künstlerische Abstraktion aus den Farben der Flagge gewagt: Das Originalbild war ein mit zwei blauen Luftballons geschmückter Kinderroller, den ich bei den Feierlichkeiten in Malå heute entdeckt habe.
Für Urlauber: Strassenlage in Lappland
Das Vägverket hat dazu eine spezielle Webseite „Läget på vägarna“.
Hier der allgemeine Link zu dieser Seite.
Es dort insbesondere auch eine Übersichtskarte, in der alle Strassenstörungen verzeichnet sind.
Anleitung zur Nutzung dieser Karte:
Wählen Sie im Auswahlmenü rechts neben der Karte zunächst oben „Vägarbete“ (d.h. Strassenbauarbeiten, Baustellen) aus.
Unten auf der rechten Seite können Sie dann den gewünschten Landesteil (z. B. „Norra Norrland“ für hier ganz oben) auswählen. Und Voilà - da ist die gewünschte Übersicht.
Die Legende zu den verwendeten Zeichen (findet sich auch ganz rechts auf der Seite des Vägverkets):
- Gelbes Dreieck: Aktive Wegarbeiten / Baustelle;
- Rotes Dreieck: Geplante Wegarbeiten / Baustelle;
- „Duchfahrt-verboten-Schild“ in gelb: Aktuelle Sperrung wegen Bauarbeiten;
- „Durchfahrt-verboten-Schild“ in rot/grau: Geplante Sperrung wegen Bauarbeiten.
Hinweis: Die Karte lässt sich über den Button „Skriv ut“ auch bequem ausdrucken.
Und wer es ganz genau wissen will und sich auch für die kleineren Strassen interessiert, findet hier eine detaillierte Karte. Die ist allerdings etwas komplizierter in der Anwendung. Ich empfehle daher immer die einfache Version (die völlig ausreichend ist).
Gute Fahrt und vielleicht sehen und treffen wir den einen oder anderen Urlauber ja persönlich hier!
Übrigens: Keine Sorge - In „Norra Norrland“ gibt so gut wie keine Verkehrsstaus :D
Växter / Gewächse
Cyklar / Fahrräder, und: Fahrradurlaub in Lappland
A propos: Das Inland in Lappland ist in Sachen Fahrradfahren und Fahrradtouren übrigens ein echtes „Paradies“. Entlegene Strassen laden zu ruhigen und beschaulichen Touren durch die Natur ein. Von der Tages- bis zur Monatstour - und bei Bedarf auch darüber hinaus :) - lässt sich alles planen und organisieren.
Für die Mountainbiker unter uns bietet es sich an, die Strecken zu nutzen, die im Winter als Skotertrails genutzt werden.
Bevor ich jetzt aber ins Schwärmen gerate mache ich mal Schluss. Wollte nur sagen, dass Lappland jede Menge Möglichkeiten bietet, die einem spontan vielleicht nicht so in den Sinn kommen :)
Wenn Sie sich fürs Biken in Lappland interessieren, dürfen Sie uns gerne eine Mail senden und wir vermitteln Ihnen ein paar Kontakte.
(Irgendwo zwischen Burträsk und Skellefteå)
Sky!
Frischlinge eingetroffen :)
Vorhin bin ich auf
der Fahrt auf eine Herde von ca. 30 Rentieren
mit ca. 10 Kälbchen gestossen. Ein schöner
Anblick diese Kleinen. Noch ganz staksig auf
den Beinen.
Weiterführende Informationen:
Das Rentier (auch Nordhirsch, Rangifer
tarandus, Eurasisches Tundraren oder einfach
Ren genannt) hat seine Brunftzeit
typischerweise im September / Oktober. Die
Tragezeit liegt bei ca. 230 Tagen. Eine
Rentierkuh bringt dann typischerweise im Mai /
Juni ein bis zwei - manchmal auch bis zu 4
Kälber - zur Welt.
Die Kleinen sind sofort nach der Geburt relativ
kräftig und beginnen bereits einige Minuten
nach der Geburt Milch von der Mutter zu saugen.
Bereits nach etwa einer Stunde stehen die
Kälbchen schon auf “eigenen Beinen” und folgen
ihrer Mutter. Das ist erforderlich wegen der
hier vorhandenen Raubtiere. Für Bären ist es
ein Leichtes, die neugeborenen Rentiere zu
vertilgen.
Im Alter von etwa einem Monat beginnen die
Jungen dann auch damit Gras und anderes
„Grünzeug“ zu fressen und mit etwa 6 Monaten
werden sie entwöhnt.
Es ist geschehen: Versehentlich formatierte Speicherkarte. Was tun?
Eigentlich bin ich ja der Sicherheitsfanatiker und hier habe ich auch selbst ausführlich beschrieben, wie man mit Speicherkarten unter Datensicherheitsaspekten umgehen sollte. Und bei den Aufnahmen mit den DSLRs mache ich das ja auch konsequent :)
Oft reist in der Jacken- oder Hosentasche aber auch eine kleine Point-and-Shoot-Kamera (Digiknipse) mit. Und so kam es vor einigen Tagen zur "Beinahe-Katastrophe". Was war geschehen? Die grosse Kameraausrüstung war im Auto einige Meter entfernt. Sehr spontan hat sich das unglaubliche Motiv schlechthin ergeben. Ich zog also - wissend, dass die Zeit für einen Sprint zum Auto nicht reichen würde - die Digiknipse aus der Tasche und drückte einmal ab. Es war eine dieser Aufnahmen bei denen man weiss: "die ist es". Dann folgten den Tag über noch viele, viele Aufnahmen mit den DSRLs. Abends dann waren der innerliche Akku und die Konzentration schon recht durchwachsen. Ich nahm routinemässig die Akkus aus der Digiknipse, um sie aufzuladen. Etwa eine Stunde später wanderten die - jetzt wieder geladenen - Akkus zurück in die Kamera und - ohne gross nachzudenken - formatierte ich routinemässig die Speicherkarte und legte die Kamera wieder auf den Schreibtisch.
Am nächsten Morgen dann kam das grosse Erwachen. "Oh nein, gerade auf dieser Speicherkarte war die eine bestimmte Aufnahme". Was tun?
Google leitete mich zu verschiedenen Programmen. Ich habe einige probiert, aber nur eines davon hat mich überzeugt und seinen Job perfekt gemacht: PhotoRec von Christophe Grenier.
Ein kleines Kommandozeilentool, das für fast alle gängigen Betriebssysteme erhältlich ist (DOS/Win9x, Windows NT 4/2000/XP/2003/Vista, Linux, FreeBSD, NetBSD, OpenBSD, Sun Solaris und Mac OS X) . Das unglaubliche kleine Tool macht seine Arbeit perfekt und ist - man höre und staune - Donationware (ja, ich habe dann auch gleich gespendet).
PhotoRec ist hier -zu finden und zur Downloadseite geht es hier lang.
Ganz wichtig übrigens: Falls Sie versehentlich Bilder auf der Speicherkarte gelöscht oder die Speicherkarte frisch formatiert haben dürfen Sie vor der Datenrettung mit dieser Speicherkarte keinesfalls mehr weiter fotografieren. Sie könnten sonst die noch rettbaren Bilder überschreiben. Dann wäre es mit der Rettung vorbei...
Der Link zu PhotoRec ist selbstverständlich auch auf der Seite mit den Foto-Tool-Links zu finden.
Splash!
Motive
jagen und fangen:
Dieses Bild bietet einen guten Einblick in die
Jagd und das Erlegen von Motiven :) Am
Wochenende waren wir mit Freunden aus
Mitteleuropa, die gerade zur Besuch sind in der
Gegend unterwegs, um ihnen die Schönheit
Lapplands im Sommer zu zeigen.
Auch ein Sandstrand stand mit auf dem Programm.
Kleidungsmässig waren wir zwar nicht im "besten
Tuch" aber "gut" angezogen. Ich hatte nur eine
Point-and-Shoot dabei. Plötzlich sehe ich
diesen kleinen angespülten Tannenzapfen im
Vorbeigehen. Vor meinem geistigen Auge
visualisiert sich dieser kleine hüpfende und
tanzende Tannenzapfen zu einem wunderbaren
Motiv.
Aber: Perspektive und Umsetzung müssen stimmen.
Ausserdem sind wir ja mit Freunden unterwegs,
es sollte also auch schnell gehen
können. Zudem könnte der kleine Zapfen mit
einer der nächsten Wellen weggespült werden.
Die Herangehensweise war dann
folgende: Knipse auf Makro-Modus (um eine
schöne Schäfeebene beim Zapfen hinzubekommen).
Flach auf den Sand und so nah wie möglich an
die Grenze der auslaufenden Wellen.
Belichtungskorrektur auf minus 0,7. Dann 3
Fotos und gut.
Resultat der Geschichte: Sehr verwunderte
Gesichter. Ich sah aus wie ein paniertes
Schnitzel, denn der Sand war deutlich feuchter
als gedacht, und klebte wie angebacken an der
Jeans und dem Hemd. Glücklicherweise haben es
alle Beteiligten mit einem herzhaften Lachen
goutiert.
Die Nachbearbeitung am heimischen Laptop dann
mit BW-Styler
(Einstellungen: Ilford HP5 Plus, ISO 400,
Skyblue Filter, High-Key und Normales
Papier). Voilà.
Was lernen wir daraus? Immer
mit offenen Augen durch die Welt gehen. Immer
irgendeine Kamera dabei haben. Sich nicht
scheuen, auch mal auf die Schnelle im Sand
herum zu robben :)
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