Foto-Futter: Knut Skjærven
Was tun bei dieser Kälte? Die Katze schmiegt sich an den knisternden Kaminofen. Die Hunde haben sich unter der Bettdecke verkrochen.Mensch nutzt die Zeit, um sich - in der Nähe des Ofens - durch Mails, Bücher und Broschüren zu lesen, die sich angesammelt haben.
Für alle, die das Haus heute auch nicht unbedingt ungezwungen verlassen wollen, habe ich eine fotografische Delikatesse anzubieten:
Den in Kopenhagen lebende norwegische Fotograf Knut Skjærven. Seine Bilder im Street-Style sind beeindruckend. Unglaublich gute Kompositionen - in bester Art des "Decisive Moments" nach HCB -, die zum Verweilen einladen. Doch nicht nur das. Knut bringt einen profunden philosophischen Hintergrund mit, was in seinen Bildern deutliche Spuren hinterlässt.
Zu sehen gibt es Knut u.a. in seinem Blog
PHENOMENOLOGY AND PHOTOGRAPHY
und seinem Blog
Berlin Black And White.
Auf Facebook ist er unter
Knut Skjærven - Street Photography
zu finden.
Mit diesem Augenschmaus wünschen wir vom Polarkreis aus ein schönes Wochenende!
Fotografieren in der Kälte: 8 Fototipps für Schnee und Winter
Auch auf Deutschland rollt eine Kältewelle zu und die Daily Mail titelte am 29.1. sogar "Forget global warming" und führte aus, dass - wegen des Abebbens der Sonnenaktivität -eine neue Eiszeit vor der Tür steht.
Mehr als genug Gründe, einige praxiserprobte Tipps vom Polarkreis für die Fotografie - insbesondere die Digitalfotografie - zu präsentieren:
1. Dein Feind: Das Kondenswasser
Nach einer langen Fototour draussen sind Kameraausrüstung und Fotograf meistens gut durchgefroren. Also schnell nach drinnen in die Wärme und genau hier liegt eines der grössten Probleme: Die Kondensation.
Wird das eiskalte Equipment in warme Räume verbracht, kondensiert Feuchtigkeit der warmen Rauminnenluft an der noch kalten Fotoausrüstung. Im Extremfall bildet sich binnen Sekunden ein Eispanzer an der Kamera und auf den Objektiven. Noch unangenehmer wird es, wenn kondensierendes Wasser in die Kamera oder in das Objektiv eindringen. Das kann schnell dazu führen, dass sich die Kamera in einen Haufen Elektronikschrott und das Objektiv in ein Feuchtbiotop verwandeln!
Was tun? Die Abhilfe besteht im langsamen Aufwärmen. Besonders wichtig ist es, die Fotoausrüstung zum Aufwärmen unbedingt in ein geschlossenes Behältnis (Plastiktüte reicht) zu packen. Dann kann sich keine Feuchtigkeit von der Rauminnenluft an Kamera und Objektiven niederschlagen.
Die Nutzer von Consumer Gehäusen aus Kunststoff fahren bei dieser Problematik übrigens besser, als die Nutzer von Profigehäusen aus Metall. Denn letztere kühlen durch und durch. Wer die Wahl hat, nimmt also besser eine Cam aus Kunststoffgehäuse mit in die Kälte.
Zurück zum Auftauen: Bitte gaaanz langsam. Die Fotoausrüstung nicht gleich in die gute Stube neben die Heizung legen. Ich lege die Kamera z. B. - wenn es draussen unter Null Grad hat und ich längere Zeit draussen unterwegs war - in der verschlossenen Fototasche immer erst für ein bis zwei Stunden in den schwach geheizten Vorraum.
Extratipp: Wenn Sie es ganz eilig haben, Ihre Fotos zu begutachten nehmen Sie die Speicherkarte aus der Kamera bevor Sie die Kamera mit ins Haus nehmen. Gerade SD-Speicherkarten sind relativ unempfindlich. Während sich die Kamera langsam im Vorraum gemütlich aufwärmt, können Sie mit dem Kartenleser schon die Fotos von der Karte laden.
2. Mehr Energie: Das Akkuproblem
Heutige Lithium-Ionen Akkus sind zwar um Längen besser, als die alten Ausführungen in Nickel-Metallhybrid (oder gar Nickel-Cadmium) dennoch mögen sie grosse Kälte nicht allzu sehr. Kurz: Die Sache mit der Stromversorgung ist ein leidiges Thema.
Die Ursache für das Schwächeln der Akkus liegt in der Verlangsamung der chemischen Prozesse in den Akkus bei Kälte. Deswegen kursiert der Tipp die Akkus aus der Kamera zu nehmen, wenn man die Kamera gerade nicht braucht, und die Akkus in die Innen- oder Hosentasche zu stecken.
Das funktioniert zwar, wer aber schon einmal versucht hat bei minus 30 Grad den Akkufachdeckel aufzufriemeln zieht daraus die Erfahrung, das nur zu tun, wenn es wirklich sein muss.
In der Praxis habe ich zwar immer einen (oder mehrere) Ersatzakkus in einer warmen Innentasche. Gewechselt wird aber nur, wenn es gar nicht (mehr) anders geht.
Erstaunlicherweise sind die Akkus heutiger DSLRs relativ kälteunempfindlich. Bei unseren modernen Nikons halten die Akkus bei minus 10 bis 20 Grad im Durchschnitt 3 Stunden bei etwa 500 Aufnahmen durch. Das allerdings unter Nutzung aller Energiesparoptionen.
3. Alles so dunkel hier: Die richtige Belichtung
Strahlender Sonnenschein in einer Schneelandschaft kann wunderbar sein. Das gilt allerdings nicht für die automatische Belichtungsmessung, denn im Schnee versagt die Automatik. Die Schneedecke reflektiert Licht aus allen Richtungen. Das führt zu extrem viel Streulicht, was dem Belichtungsmesser zu viel Licht signalisiert. Die Folge ist Unterbelichtung, d.h. zu dunkle Bilder.
Was tun? Zur Korrektur sollten Sie eine Belichtungskorrektur zwischen +1 oder +2 Blendenstufen ("EV") wählen. Sicherheit schafft ein Blick auf das Histogramm nach der Aufnahme.
4. Ist der Schnee wirklich "schneeweiss"?
Auch der Weissabgleich im Schnee ist tückisch. Für das menschliche Auge sieht Schnee weiss aus, auch wenn er es eigentlich nicht ist. Unser Gehirn weiss eben, dass Schnee weiss ist und ist damit dem kamerainternen Weissabgleich überlegen.
Der Schnee reflektiert das auf ihn treffende Licht und nimmt dabei dessen Farbe auf. So kann Schnee im Schatten tatsächlich tiefblau, im Sonnenlicht orange und in der Abenddämmerung rosarot sein. Gerade der Blaustich stört oft.
Was tun? Hier hilft letztlich wieder nur die Aufnahme im RAW-Format mit nachträglicher Korrektur des Weissabgleichs.
5. Alles klar und deutlich?
Bei trübem Winterwetter werden die Aufnahmen oft sehr kontrastarm. Dem kann durch eine stärkere oder schwächere Kontrasteinstellung in der Kamera begegnet werden. Das ist aber meist umständlich und unflexibel. Denn schaut die Sonne durch die Wolken führt das umgehend zu extremen Kontrasten. Die beste Abhilfe ist auch hier die Aufnahme im RAW-Format.
Extratipp: Wer auf das JPG Format angewiesen ist (z.B. bei Kompaktkameras) kann sowohl die Belichtung, als auch den Weissabgleich sehr effektiv mit Color-Washer von The Plugin Site korrigieren.
6. Alles unter Kontrolle: Gute Sicht im Sucher?
Verglichen mit den Suchern guter alter Filmkameras, sind die Sucher moderner DSLRs in der Regel klein und dunkel. Mit einer Sonnen- oder Skibrille ist es meist sehr schwer das ganze Sucherbild zu sehen. Die Abhilfe ist schwierig. Spezielle Sucheraufsätze können helfen, sind aber teuer. Persönlich trage ich - soweit irgend möglich - bei Fotosessions keine Sonnen- oder Skibrille.
Noch übler sind die Benutzer von Kompaktkameras ohne optischen Sucher dran. Bei gleissendem Licht in schneebedecktem Terrain ist auf dem Kameramonitor oft nicht mehr viel zu sehen. Dann wird eine Bildkomposition unmöglich.
7. Alles so schön bunt hier: Auswirkungen der Kälte auf die Elektronik
Auch die interne Kameraelektronik reagiert auf die Kälte. Da z. B. auch der Sensor durch die winterliche Kälte “gekühlt” wird, reduziert sich das Bildrauschen. Nach unseren Erfahrungen blühen auch die Farben bei tiefen Temperaturen auf.
Der Praxistipp lautet: In Ruhe ausprobieren, bevor es im Ernstfall darauf ankommt und dann unerwartete Ergebnisse zu Tage treten!
8. Mit Nebel kann zu rechnen sein
Ein Missgeschick ist schnell geschehen: Sie sollten es übrigens unbedingt vermeiden, draussen bei Kälte versehentlich auf die Linse zu hauchen. Ist mir an Neujahr bei minus 20 Grad passiert. Die Linse ist sofort mit einer dünnen Eisschicht angefroren. Der Effekt sah zwar auf den Fotos gut aus. War aber trotzdem äusserst ärgerlich.
Und wer noch einige allgemeine Hinweise zum Umgang mit der Kälte und zur richtigen Kleidung sucht, wird in diesem Blogartikel fündig.
Wer noch Fragen zum Thema hat, schreibt diese bitte einfach in einen Kommentar.

„Winterlandschaft in Lappland bei minus 35 Grad C“
Perspektive: Krise oder Chance?
Oft wird in diesem Zusammenhang auf die Chinesische Weisheit abgestellt, denn im Chinesischen soll es für Krise und Chance angeblich dasselbe Schriftzeichen geben. Das stimmt zwar nicht, aber der Sinn der Aussage stimmt trotzdem:
Die meisten Krisen beinhalten tatsächlich oft eine Chance.
Manchmal ist es eine Frage der Perspektive, manchmal eine Frage der Herangehensweise. Ich bin an dieser Stelle jedenfalls einfach weiter gegangen. Auf dem Weg zu neuen Motiven.
Allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in die neue Woche
mit vielen neuen Chancen!
„Perspektive: Krise oder Chance?“
"Es zieht" und: Cover-Design-Projekte
Verlassene und verfallene Häuser und andere Objekte im tiefen Winter. Einerseits sehr spannend, andererseits nur sehr schwer zu erreichen. Liegen doch mittlerweile zwischen einem und eineinhalb Meter Schnee. Die Langlaufskier sind zwar eine Option, aber das Risiko des gnadenlosen Einsinkens besteht immer. Nur die treuen Vierbeiner, die mich auf solchen Extremabstechern manchmal begleiten, haben es da einfacher. Und sie amüsieren sich offensichtlich prächtig, wenn ihr Mensch sich wieder einmal auf allen Vieren aus einer Schneeverwehung heraus gräbt. Sie sind für dieses Klima geschaffen, fühlen sich "pudelwohl" (obwohl es keine solchen sind :) und finden das immer ganz toll.
Was uns zum eigentlichen Kern der Thematik führt: Warum treibe ich mich an solchen Stellen im tiefsten Winter herum?
„Location Scouting“ (wie es so schön heisst) in eigener Sache. Wie es sich so ergeben hat, habe ich im Moment viel mit dem Fotodesign für Buchcover zu tun. Eine Gruppe nordschwedischer Schriftsteller - bzw. deren Verleger - hat eine Bildserie für die Cover einer zusammenhängenden Bücherreihe in Auftrag gegeben.
Eine super spannende Sache. Zuerst einmal geht es darum den Inhalt der Werke zu erfassen, um eine passende und angemessene Bildsprache entwickeln zu können. Das alles natürlich mit Geheimhaltungsvereinbarung, da der Inhalt der Werke nicht vorab bekannt werden darf. Dann geht es in die Gespräche mit dem Verlag und einem Designer. Die Autoren sind in den gesamten Prozess fest eingebunden. Die Vorentscheidung ist vergangene Woche auf zwei unterschiedliche Vorschläge gefallen und derzeit fotografiere ich gerade beide Serien. Eine von beiden wird es dann werden. Das hat mich auch zum Haus ohne Fenster geführt. Die Endentscheidung wird fallen, sobald sich die Gruppe beide Serien als fertige Muster angesehen hat. Ich bin gespannt und ab morgen darf der Designer dann an die Arbeit gehen.

„Es zieht durch’s Fenster“
There's an open door - waiting for you
Am Nullpunkt. Auf dem Friedhof.
Neu anfangen. Neu orientieren. Vielleicht auswandern?
Eine Tür steht Dir offen.
Gibt Dir den Blick frei auf ein Paradies am Horizont.
Doch bedenke:
Im Sommer ist es unerreichbar.
Der Weg dorthin ist nur unter den schwierigsten Bedingungen möglich.
Die Kälte beschert Dir das Eis, das Dir den Weg über den See ermöglicht.
Der Wind ebnet Dir die Schneeverwehungen, damit Du klare Sicht behälst
und Dein Ziel nicht aus den Augen verlierst.
Der Schnee lädt Dich ein, ein Iglu zur Rast auf der Reise zu bauen.
Siehst Du die Schwierigkeiten, oder die Chance?
Bist Du bereit durch die Tür zu gehen, die sich Dir geöffnet hat?

„There's an open door - waiting for you“
Beifang aus dem Graveyard-Projekt
Alter Friedhof Sorsele
Making the Print, Bibble und AfterShot
-1- Neues Ebook von Craft & Vision: "Making the Print von Martin Bailey"
In der Masterclass-Serie ist bei Craft & Vision gerade das neue Ebook "Making the Print" von Martin Bailey erschienen. Es enthält eine sehr gute Einführung in die Grundlagen des Fine-Art-Printing für Digitalfotografen.
Auf 65 Seiten deckt das Buch die Bereiche Auswahl von Drucker und Papier, Farbmanagement und Farbprofile, Schärfen, Kalibrierung, Fine-Tuning und vieles mehr, ab. In bewährter Craft & Vision Methodik führt der Autor den Leser anhand zahlreicher Screenshots und Beispiele durch den Workflow des Fine-Art-Printing.
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 21. Januar 2012, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: PRINT4
Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher aus der Reihe Craft & Vison kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes PRINT20 20% Rabatt auf Ihre Bestellung beim Kauf von 5 oder mehr Büchern.
-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

-2- "Panta rhei" ("Alles fliesst") ist der wohl bekannteste, dem griechischen Philosophen Heraklit zugeschriebene Ausspruch. Keine Sorge, es geht jetzt nicht um eine philosophische Diskussion der Flusslehre. Es geht mehr um ein aktuelles Beispiel.
Mit einer Träne im Knopfloch ist folgendes zu verkünden: Bibblelabs, die Softwareschmiede aus der das legendäre Bibble stammt, hat vor einigen Tagen der Verkauf der Technologie an Corel bekannt gegeben. Kurz zuvor war noch das letzte Wartungsupdate Bibble 5.2.3 veröffentlicht worden. Bibble wird nun nicht mehr weiter entwickelt.
Das Nachfolgerprodukt aus dem Hause Corel hört auf den Namen "AfterShot" und ist inhaltlich und vom Funktionsumfang praktisch ein Bibble 6. Registrierte Anwender von Bibble 5 können bis zum 31. Januar für einen symbolischen Preis upgraden/umsteigen.
Einerseits sehr erfreulich, dass die Technologie des schnellsten und besten RAW-Konverters auf dem Markt weiter lebt. Andererseits scheint es fraglich, ob Corel die bisherigen Linux und Mac-Versionen mit dem gleichen Einsatz und Elan weiter pflegen wird. Ist Corel doch klar und deutlich auf den Win-PC Markt ausgerichtet. AfterShot 1 liegt noch als Multi-Plattform-Software vor. Die Entwicklung bleibt abzuwarten.
Meine Praxistipps für alle Bibble-Anwender sind:
1. "Never touch a running system": Solange Sie nicht auf neue Importfilter für neue Kameramodelle angewiesen sind, bleiben Sie bei Bibble.
2. Nutzen Sie das Angebot zum nahezu kostenlosen Umstieg auf AfterShot (auch wenn Sie die neue Software einstweilen noch nicht einsetzen wollen). Achtung: Das Update zu Vorzugsbedingungen gibt es nur bis zum 31. Januar!
3. Wenn Sie Bibble 5 weiter nutzen (was ich - wie gesagt - im Zweifel empfehle), installieren Sie unbedingt das letzte Wartungsupdate (5.2.3). Es enthält einige neue Feautures, kleinere Bugfixes und (nochmals) einen erstaunlichen Geschwindigkeitsschub.
Endstation Friedhof - Ein Hauch von Ewigkeit
Bei minus 25 Grad und auf einem tief verschneiten Friedhof, auf dem seit Wochen keine Besucher mehr waren, stellt sich eine sehr eigentümliche Atmosphäre ein. Aber der Reihe nach.
Ich gehöre vermutlich zur letzten Generation, bei der eine Kirche - will sagen: ein Kirchengebäude - zu den Eckpunkten des Lebens gehörte. Die meisten Angehörigen meiner Altersgruppe dürften im Säuglingsalter in einer Kirche getauft worden sein. Das andere Ende des irdischen Daseins wurde durch die Aussegnung oder Aufbahrung - ebenfalls in einem Kirchengebäude - markiert. Die letzte Station vor dem Friedhof. Womit wir beim Thema wären.
Was hat ein Kirchengebäude mit dem Friedhof zu tun? Da die formelle Trennung von Kirche und Staat im Schweden erst zum Jahreswechsel 1999/2000 vollzogen wurde, befinden sich die alten Friedhöfe in Schweden praktisch immer im direkten Anschluss an eine Kirche.
Im Rahmen eines persönlichen Projektes bin ich in letzter Zeit viel über eisige und tief verschneite Friedhöfe Lapplands gestapft, um das Spannungsfeld zwischen Endlichkeit und Ewigkeit einzufangen. Die Endauswahl der Bilder für die Ausstellung ist noch nicht defintiv. Ich möchte aber dennoch hier eine kleine Auswahl zeigen.
-> Zur Galerie "Endstation Friedhof - Ein Hauch von Ewigkeit"
-> To the gallery "Ultimate destination graveyard - A touch of Eternity"
2012 naht
Nun schreiben wir also bald 2012. Viel wird gemunkelt über dieses Jahr. Wir bleiben aber mit beiden Beinen auf dem Boden und starten in das neue Jahr mit einigen Weiterentwicklungen.
Relaunch 2012
Zum Jahreswechsel haben wir unsere Fotografie-Homepage komplett neu designed und dort auch einen separaten Fotografie-Blog aufgelegt. Dazu gleich mehr.
Auch hier im Lapplandblog hat sich etwas verändert beim Design und den Inhalten. Vor allem geht es uns um Vereinfachung und Reduktion, sodass Lesbarkeit und Verständlichkeit immer weiter optimiert werden.
Spannungsfeld Fotografie und Lappland
Hier im Lapplandblog haben wir bislang immer mit der Spannung zwischen rein fotografischen und auf Lappland bezogenen Beiträgen gelebt. Um auch dies weiter zu vereinfachen, gibt es jetzt den separaten Fotografie-Blog. Dort bloggen wir ab 2012 auf Englisch.
Aber keine Sorge: Natürlich geht es auch hier im Lapplandblog weiter. Hier bleibt es bei Deutsch und gelegentlichem Schwedisch. Natürlich gibt es auch hier weiterhin viele Bilder und auch das ein oder andere fotografische Thema. Allerdings mehr mit Bezug zu Auswandern, Urlaub, Tourismus, Reisen und - natürlich - dem Schwerpunkt Schwedisch-Lappland.
Experiment soziale Medien
2011 war für uns ein offensiv experimentelles Jahr in Sachen soziale Medien. Stammlesern wird auffallen, dass die Buttons zu Google+, Facebook und Twitter mit dem Relaunch wieder aus der Seitenleiste verschwunden sind.
Warum? Wir haben im vergangenen Jahr viel experimentiert, Vorträge zum Thema soziale Medien gehalten und Artikel dazu geschrieben. Rein persönlich haben uns die derzeit verfügbaren Plattformen aber schlichtweg (noch) nicht richtig "begeistert" (wobei Google+ auf dem richtigen Weg zu sein scheint).
Aber: Zu viel Zeit geht bei der Beschäftigung mit den virtuellen Welten verloren. Und Hand aufs Herz: Nur wenige neue Beziehungen mit echtem Tiefgang sind hinzu gekommen. Natürlich sind wir auch weiterhin auf den bisherigen Plattformen aktiv. Nur gehen wir das ab 2012 viel entspannter und mit viel geringerer Priorität an. Wer Kontakt zu uns aufnehmen möchte, tut das am besten via Mail oder Telefon :-)
Was hat sich sonst so getan?
- Malå durfte seine Ambulanzstation behalten. Die Proteste, die wir über einen längeren Zeitraum fotografisch begleitet haben, haben schliesslich Erfolg gezeitigt.
- Der weitere Ausbau der Windkraft in Västerbotten wird aus der Bevölkerung zunehmend kritisch gesehen. Auch hier bilden sich Bürgerinitiativen und erste Proteste beginnen.
- Die Einwanderer strömen nach wie vor ungebremst hierher. Leider erleben wir immer wieder schlimme Tragödien. Viele beginnen beim Hauskauf. Hier haben sich teilweise regelrechte Mondpreise etabliert Aus aktuellem Anlass möchten wir deswegen nochmals auf unsere Tipps zum Immobilienkauf in Lappland hinweisen. Unsere Tipps helfen hoffentlich, einige Katastrophen und menschliche Tragödien zu verhindern.
Und jetzt allen Leserinnen und Lesern einen guten Start
in das neue und spannende Jahr 2012!
„Apokalyptischer Touch“
Behind the scenes: Passend zum Jahreswechsel 2011/2012 ein Bild mit "apokalyptischem Touch". Ein Naturschauspiel, das den arktischen Winter auszeichnet: Irisierende Wolken (Photometeore). Ein farbenfrohes Spektakel, das in Verbindung mit dem Sonnenuntergang und verhangenem Himmel endzeitliche Gefühle hervorrufen kann. Die Uferlinie ist übrigens absichtlich nach rechts abschüssig. Eine Reminiszenz an die brodelnde Wirtschaftskrise. Nebenbei: Sehr romantisch war der Anblick ebenfalls.
KW 50, Jahresrückblick und Winterschlaf
Warnung: Dieser Blogpost ist länger, umfangreicher und nachdenklicher als gewöhnlich.
Jahresrückblick
Ein offenes Geheimnis: Mit zunehmendem Alter beschleunigt sich die Zeitwahrnehmung überproportional schnell. Einfach gesagt: Es scheint, als würde die Zeit immer schneller vergehen. Als mir das meine Oma vor 30 Jahren sagte, habe ich noch darüber gelacht. Heute weiss ich, dass sie Recht hatte.
2011 können wir also demnächst ad acta legen. Es war ein bewegtes und sehr angefülltes Jahr. Jedenfalls für uns. Mehr und mehr Aufträge von Zeitungen und Magazinen - in aller Regel Reportagen - flatterten ins Haus. Darunter fast nur herausfordernde, spannende Themen und Aufgabenstellungen. Viele Hochs und Tiefs des Lebens haben wir gesehen und fotografiert. Und es hat viel Spass und Freude gemacht. Und vielleicht ist es uns ja auch gelungen mit zu helfen, die Welt ein klein wenig besser und schöner mit zu gestalten.
Die Schattenseite ist, dass im zweiten Halbjahr sogar die persönlichen Projekte beinahe zum Erliegen kamen. Das soll sich aber 2012 wieder ändern.
Lappland
Der Blick durch das Fenster offenbart trübes, nebliges und verschneites Wetter. Richtig "dicke Suppe" da draussen. Die Skoterfahrer und Schlittenhundler freuen sich, denn nun fängt ihre Saison (endlich) an.
Von Weihnachtsstimmung ist allerdings - abgesehen von der Masse an Prospekten im Briefkasten - derzeit noch nichts zu spüren.
Fotografie
A propos Dunkelheit sei ein kleiner technischer Schlenker gestattet. Derzeit ist Lappland wieder einer der besten Plätze, um die High-ISO Qualität von Kameras zu testen. Besonders bei quirligen Reportagen ist das Limit hier schnell erreicht.
High-ISO führt uns übrigens nahtlos zu den Weihnachtsgeschenken, die wir hier im Haushalt bereits vor einigen Jahren abgeschafft haben. Gleiches gilt für den Weihnachtsbaum, den wir lieber in der Natur betrachten. Wenn aber, ja wenn wir aber einen Weihnachtsbaum hätten, könnte ich mir dieses Jahr sehr gut eine Fuji X10 unter demselben liegend vorstellen. Ich schwärme ja selten für Technik, aber seit ich vor einigen Tagen etwas mit einer X10 experimentieren konnte, bin ich begeistert. Eine kompakte, robuste "Immer-Dabei" und mit bezaubernden High-ISO Fähigkeiten, die reportagetauglich zu sein scheint. Sollte uns zufällig jemand aus der Leserschaft eine Freunde zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel machen wollen...
Winterschlaf - "Drei Wochen ohne"
Drei Wochen, d.h. bis zum 6. Januar gehen wir jetzt wieder in den Winterschlaf. Das betrifft nicht nur das Blog, sondern umfasst auch die Abstinenz in den sozialen Medien. "Drei Wochen ohne" lautet das Motto. Es ist wieder an der Zeit, den inneren Kompass neu einzunorden. Wer uns in dieser Zeit erreichen will, möge bitte zum Telefon oder zur Email greifen.
Meinungsumfrage
Vom "neu Einnorden" der Dinge im Leben haben wir eben schon gesprochen. Feedback hilft da weiter.
Was denken Sie / denkt Ihr? Was wünschen Sie sich hier / wünscht Ihr Euch hier?
Wir freuen uns über Kommentare und Wünsche für die wir immer ein offenes Ohr haben. Einfach einen Kommentar hinterlassen, oder eine Mail senden.

Und nun wünschen wir allen Leserinnen und Lesern
“Frohe Weihnachten und einen guten Start in das Neue Jahr!”
Wochenrückblick KW 49: 14 Tage bis Weihnachten und ein ungewöhnliches Casting
Das Wetter bessert sich. Zumindest aus touristischer Sicht. Gestern fegte das erste richtige Schneegestöber des Jahres über uns hinweg und nun haben sich einige cm Schnee angesammelt. Den Prognosen nach bleibt der Schnee auch liegen und Lappland erweist sich - dem Klimawandel zum Trotz - noch immer als schneesicher. Auf den umliegenden Skihängen laufen die Schneekanonen trotzdem seit Tagen im Dauerbetrieb, denn für die Pisten reicht der Schnee noch nicht. Einige erste Hundeschlitten sind auch schon unterwegs. Die Schneeskoter bleiben aber einstweilen noch in der Garage, denn für die Ketten wäre es pures Gift, jetzt schon zu fahren. Immerhin: Die Tourismussaison scheint auch dieses Jahr wieder gerettet :)
Thema Fotografie: Vor einigen Tagen hatten wir ein - zumindest für uns - ungewöhnliches Casting. Für einen grossen Reitverein sollten Bilder für Weihnachtskarten und einen Kalender geschaffen werden. Aber da durfte natürlich nicht jedes Pferd mit aufs Foto. Nein, ein Casting wurde durchgeführt. Viele Pferde mit ihren Besitzern und jeder wollte natürlich seinen Liebling in der Auswahl haben (weswegen die Auswahl strikt der Kunde gemacht hat). Etwas ungewohnt das Ganze. Mit Menschen und Hunden haben wir ganz gute Routine. Aber die Kommunikation mit Pferden hat sich als bedeutend herausfordernder erwiesen. Wenn Frau Lapplandblog nicht das beneidenswerte Händchen für Tiere hätte, hätte die Aktion mindestens zehnmal so lange gedauert. Unser Eindruck: Pferde sind bedeutend sturer, als alle Tierarten, die wir bislang vor der Linse hatten :) Nichtsdestotrotz ist das Shooting zur grossen Zufriedenheit unseres Kunden verlaufen und im Bild ist der Gewinner zu sehen, der es auf die Weihnachtskarten geschafft hat (allerdings nicht mit dieser Pose).

„Shooting Star“
Kostenlos: "11 Ways to Improve Your Photography", Hrsg. David DuChemin, von Craft & Vision
Weihnachten für Fotografen naht. Warum? Bei Craft & Vision, der fotografischen Know-How-Schmiede, ist gerade wieder ein neues Ebook erschienen.
Das Beste (neben dem - wie immer hochwertigen Inhalt - Inhalt) aber ist der Preis: Der Download ist kostenlos!
Auf 69 Seiten (A4) finden sich 11 Artikel vom Craft & Vision-Autorenteam:
Piet van den Eynde - Make your images more dynamic
David DuChemin - Tame your digital exposures
Martin Bailey - The power of the print
Michael Frye - Learn to direct the eye
Alexandre Buisse - Understand the stages
Andrew S. Gibson - Create projects and collaborate
Nicole S. Young - Refine your composition
Eli Reinholdtsen - The power of the moment
Piet van den Eynde - Forget lens stereotypes
Stuart Sipahigil - Slow down and learn to see
David DuChemin - Make stronger portraits
Ein erfrischendes und beeindruckendes Buch. Erfrischend, weil es Lust macht zur Kamera zu greifen. Beeindruckend, weil die Artikel sehr animierend sind, sowohl in handwerklich-praktischer, als auch in fotografisch-philosophischer Richtung.
Kurz: Eine kostenlose Schatzgrube und eine Art "Best Of" Sammlung von Craft & Vision für Fotografen, die Laune auf mehr macht.
--> Für die Leser des Lapplandblogs geht es hier lang zum kostenlosen Download.
Das kostenlose Angebot gilt bis zum Jahresende.
Wochenrückblick und Lappland in Bildern KW 48 / Veckans bild v 48 / Lapland in pictures week 48
Das Wetter ist immer noch sehr untypisch. Nach wie vor kein Schnee bei sinkenden Temperaturen.
Übrigens: Wer noch zu Weihnachten ein individuelles Kunstwerk aus unserer Lappland-Edition verschenken möchte, sollte sich beeilen. Damit die Lieferung noch pünktlich zu Weihnachten erfolgen kann, sollte die Bestellung in den nächsten Tagen hier eingehen.

„Passing cloud“
Über Wetterkapriolen und Rentiere - Lappland in Bildern KW 46+47 / Veckans bilder v 46+47 / Lapland in pictures week 46+47
-> Hier gehts zur Galerie „Lappland in Bildern KW 46+47“
-> Klick här så kommer du till bildspelet „Veckans bilder från Lappland v 46 och 47“
-> To the gallery „Lapland in pictures week 46+47“
Das liebe Wetter
Hier in Lappland beginnt sich Nervosität breit zu machen. Warum? Im Tourismus steht eine Hochsaison vor der Tür, aber der Schnee lässt noch immer auf sich warten. Es wird zwar langsam etwas kälter. Bis dato liegen aber nur einige cm Schnee.
Üblicherweise liegen um diese Zeit bereits 40-50 cm Schnee bei Temperaturen um die minus 10 bis 15 Grad. Dieses Jahr sind es lediglich ein paar Zentimeter pampiger Schnee und null bis minus 5 Grad. Skoter- oder Skifahren ist derzeit schlicht unmöglich (die Lage im Fjäll ist allerdings etwas besser).
Rein privat ist uns das Recht, entfällt doch das lästige Schneeschieben derweilen. Für unsere Kunden im Tourismus aber bahnt sich eine mögliche Katastrophe an. Wenn es so weiter geht werden die Gäste über Weihnachten und Neujahr weder mit dem Skoter, noch mit dem Hundeschlitten fahren können. Und der Wetterbericht verheisst für die nächsten 10 Tage keine grosse Veränderung. Es soll nur etwas kälter werden.
Mancherorts kommen bereits Zweifel an der jahrelang gepriesenen "Schneesicherheit" auf. So weit würde ich nicht gehen, und es ist noch nicht Weihnachten. In den verbleibenden Tagen kann sich die Lage noch deutlich verändern. Ein besonderes Klimajahr ist 2011 aber in jedem Fall - für Mensch und Tier
Was und zum nächsten Thema führt: Den Rentieren
Vergangene Woche haben wir im Rahmen eines Fotoauftrages wieder einmal Rentiere fotografiert. Es ging um die Bebilderung eines Forschungsberichtes. Forscher haben sich nämlich intensiv damit beschäftigt, wie der Wärmehaushalt der Rentiere funktioniert. Einerseits müssen sie extreme Kälte aushalten. Andererseits müssen Rentiere jederzeit für die Flucht vor Raubtieren gerüstet sein. Dabei geht es schon einmal von null auf bis zu 80 km/h. Wie ist das möglich, ohne dass die Rentiere dabei lebensgefährlich überhitzen?
Die Forschung hat nun herausgefunden, dass Rentiere ein aus mehreren Komponenten und Mechanismen bestehendes Wärmeregulierungssystem haben:
- Das Winterfell als "wärmende Aussenhülle" ist extrem dicht. "Bauartbedingt" wärmt es immer. Die Regulierung erfolgt durch zwei zusätzliche Mechanismen.
- Ein Regulierungssystem läuft über die Atemluft. Das Rentier zieht Kaltluft durch die Nase ein. Dadurch verdunstet das Wasser auf den Schleimhäuten und kühlt den extrem gut durchbluteten Nasenraum. Kaltes Blut wird dem Kreislauf zugeführt. Das kühlt punktuell und gleichzeitig zentral. Ähnlich wie z.B. bei Hunden kann der Effekt durch eine heraushängende Zunge beim Rennen verstärkt werden.
- In einer Flucht- oder Hochleistungssituation kommt ein weiterer Mechanismus hinzu. Anatomisch verlaufen beim Rentier die Venen und Arterien nebeneinander. Das kühlere venöse Blut kühlt so das wärmere arterielle Blut, insbesondere auf dem Weg in Richtung Kopf und Gehirn.

„Inside the old house“
Schliesslich noch in eigener Sache
Stammleser werden es bemerkt haben. Die Blogfrequenz hier hat abgenommen. Es gibt weniger Artikel, dafür längere und mehr Bilderstrecken. Wir planen künftig regelmässige, wöchentliche oder zweiwöchentliche Updates als Wochenrückblick mit Bilderstrecke. Wer immer tagaktuell auf dem Laufenden sein möchte, schaut am besten einmal täglich bei Google+ oder Facebook vorbei.
Neuerscheinung: Ein Buch über Komposition in der Fotografie - Beyond Thirds von Andrew S. Gibson
Bei Craft & Vision ist gerade ein neues Ebook erschienen: Beyond Thirds von Andrew S. Gibson. Andrew ist ein erfahrener Fotograf und Autor, der bei Craft & Vision bereits mehrere Werke veröffentlicht hat.
David DuChemin, Herausgeber der Craft & Vision Reihe, hat uns wieder vorab ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Im jüngsten Ebook geht es um Komposition. Bekanntlich ein grundlegendes Thema in der Fotografie. Wie der Titel ("Beyond Thirds") schon verrät, geht es um mehr als die Komposition nach festen Regeln. Auf 38 Seiten (DIN A4) entfaltet Andrew anhand zahlreicher Beispiele die "Konstruktionsregeln" des Bildaufbaus jenseits der einfachen Formeln.
Wer sich ernsthafter mit Komposition und Bildaufbau beschäftigen möchte, sollte auf jeden Fall einen Blick in Andrews neuestes Buch werfen.
Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist die ausdruckbare PDF-Version, auf die es auch einen Einführungsrabatt gibt.
Der Preis liegt - USD 5 - wie immer auf äusserst günstigem Niveau.
Und für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 19. November 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: BT4
Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher aus der Reihe Craft & Vison kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes BT20 20% Rabatt auf Ihre Bestellung beim Kauf von 5 oder mehr Büchern.
-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.
Im Test: RapidCart und RapidLink - Webshop und eCommerce mit Rapidweaver
Kann eComerce Spass machen? Wir haben kürzlich die Erfahrung gemacht, dass das so sein kann. Deswegen heute ein Test, der insbesondere für alle Kreativen - nicht nur für Fotografen - von Interesse sein dürfte. Wir testen eine sehr geschmeidige und einfach zu implementierende Webshop-Lösung, die es zugleich ermöglicht, digitale Downloads abzuwickeln.

Ideal geeignet, um z. B. Prints, digitale Bilder oder Ebooks anzubieten und zu vertreiben. Auf die getesteten Module RapidCart und RapidLink von Omnidea sind wir gestossen, als wir kürzlich unseren Webshop für unsere Lappland-Edition mit Original-Kunstwerken aus Lappland in limitierter Auflage aufgelegt haben.
Wer sich nach diesem Review einen persönlichen Eindruck der Lösung verschaffen will, schaut am besten einfach mal unseren Shop an.
Auch für Musiker, Bands und Filmemacher ist die Lösung sehr gut geeignet. Lässt sich doch im Zusammanspiel mit RapidCart der vollautomatisierte Vertrieb einschliesslich der "digitalen Auslieferung" einrichten. Es spielt für RapidLink keine Rolle, welche digitalen Daten ausgeliefert werden sollen. So können problemlos auch mp3 oder mp4-Dateien verwaltet werden. Und wer nur Seriennummern oder Codes vertreiben möchte, kann auch dies mir RapidLink tun.
-> Wie immer gibt es eine Bildergalerie mit Screenshots zum Test. Diese ist hier zu finden.
Einleitung
RapidCart und RapidLink sind Zusatzmudule (Plugins) für die verbreitete Web-Publishing-Software Rapidweaver von Realmac.
Rapidweaver macht Web-Publishing auf dem Mac spielend einfach. Zahlreiche Zusatzmodule von Drittanbietern eröffnen - über den Lieferumfang hinaus - nahezu unbegrenzte Möglichkeiten in Sachen Layout und Funktionalität. Wer Rapidweaver bislang noch nicht kennt: einfach mal googeln. Am Rande: Sowohl das Lapplandblog, wie auch unsere Portfolio-Site sind mit Rapidweaver gestaltet. Und wir haben Rapidweaver auch schon für viele Projekte erfolgreich und zur grossen Zufriedenheit der Kunden eingesetzt.
Omindea ist eine italienische Softwareschmiede, die verschiedene Zusatzmodule für Rapidweaver anbietet. Brandneu ist z. B. gerade das neue RapidMaps 2 zur Einbindung von Google-Maps erschienen.
Ausserdem bietet Omnidea auch die wohl am weitesten verbreitete Webshop und ECommerce-Lösung für Rapidweaver - bestehend aus RapidCart und RapidLink - an. Und um dieses Duo soll es in diesem Review gehen.
Installation und Kompatibilität
Die beiden Zusatzmodule sind sowohl mit Rapidweaver 4, als auch mit der Version 5 kompatibel. Die Installation ist Mac-like: Einfach auf die von Omnidea gelieferte Datei doppelklicken. Das Plugin installiert sich automatisch und ist nach dem nächsten Start von Rapidweaver verfügbar.
Damit alle Funktionen von RapidCart voll nutzbar sind, muss auf dem Server PHP 5 verfügbar sein. RapidLink setzt PHP 5 zwingend voraus.
Die Plugins sind mit allen gängigen Browsern kompatibel, wobei der "übliche Verdächige" in Form des alten Internet-Explorers 6 - wie immer - manchmal Zicken macht. Dieses Problem ist (leider) weit verbreitet, und betrifft nicht nur die hier getesteten Produkte.
Review RapidCart
Einmal installiert, stehen künftig beim Hinzufügen einer neuen Seite zu einem Rapidweaver-Projekt zwei neue Seitentypen zur Verfügung. Widmen wir uns zunächst RapidCart.
Wer schon mit anderen Zusatzmodulen für Rapidweaver gearbeitet hat, fühlt sich gleich heimisch. Jede neue RapidCart-Seite bildet einen eigenen Shop. Der Clou ist, dass alle mit RapidCart in einem Projekt erstellten Seiten auf dieselben Daten zugreifen. Einfach ausgedrückt: Bestellungen lassen sich über mehrere Seiten hinweg erfassen und abwickeln.
Die Benutzerführung des Plugins ist in Englisch. Die Sprache "nach aussen", d.h. zum Kunden, lässt sich mit einer sehr smarten Lösung individualisieren. Dazu später mehr.
RapidCart ist in 3 Bereiche aufgeteilt: Produkte, Zusätzliche Kosten und Header/Footer. Im letztgenannten Bereich lässt sich das Aussehen der Shopeinbindung - am oberen Bildschrimrand - individuell gestalten.
Im Bereich Produkte lassen sich Produkte mit Beschreibung und Produktdetails erfassen. Dazu gibt es vier Unterseiten (General, Desription, Pricing und Options), auf denen sich fast alle nur denkbaren Details erfassen lassen.
Zu jedem Artikel lassen sich unterschiedliche Optionen mit verschiedenen Preiszuschlägen festlegen.
Besonders clever sind die generellen Optionen zur Preisgestaltung. Hier hat Omnidea sogar an zeitbegrenzte Aktionspreise gedacht. Die Versandkosten lassen sich Artikelbezogen nach Stückzahl, Gewicht oder als Pauschalkosten definieren. Bei jedem Artikel lässt sich ein individueller Umsatzsteuersatz eingeben.
Wie in Rapidweaver üblich, lassen sich über die Seiteninformationen die generellen Einstellungen vornehmen. Darunter fallen die Währungsoptionen und die Auswahl der Abwicklungs- und Zahlungsweise. Soll die Zahlung unmittelbar im Zuge der Bestellung erfolgen, lassen sich PayPal, Google Checkout, E-junkie und SISOW / iDEAL dafür anwenden. Ausserdem besteht die Möglichkeit auf die Bestellung hin ohne unmittelbare Zahlung automatisiert eine Rechnung zu versenden.
Wer von der Vielzahl der Optionen und Möglichkeiten verwirrt ist, kann beruhigt sein. Ist die Konzeption einmal durchdacht, ist die Einrichtung ein sprichwörtliches Kinderspiel. Die Einarbeitungszeit für neue Anwender liegt bei ca. 60 Minuten.
Review RapidLink
Besonders charmant wird RapidCart durch die Möglichkeit zur Einbindung von RapidLink. In Verbindung mit RapidLink kann RapidCart für den vollautomatisierten Vertrieb digitaler Produkte (z.B. eBooks, Bilddateien, mp3, mp4) verwendet werden.
Alles was dafür erforderlich ist, ist ein PayPal-Konto zur Zahlungsabwicklung. Denn PayPal bietet den Service, nach einem Zahlungsvorgang einen "Ping" zurück zu senden. Dieser löst dann den Liefervorgang aus und der Kunde erhält nach der Zahlung direkt eine personalisierte Mail mit einem individuellen Link - dessen Gültigkeitsdauer in Stunden eingestellt werden kann - zum Download der erworbenen Produkte.
Wer nur digitale Produkte anbietet, hat es sogar besonders einfach. Per Mausklick lassen sich alle Produkte, die in RapidCart angelegt worden sind, mit RapidLink synchronisieren. Ansonsten arbeitet RapidLink auch mit allen anderen PayPal-basierten Shipsystemen zusammen. Dann müssen die Produkte in RapidLink erfasst werden, was im Prinzip wie in RapidCart funktioniert.
Ein dickes Lob an den Hersteller für die gut strukturierte und verständliche Dokumentation. Gerade bei RapidLink sind die Erklärungen zur PayPay-Anbindung schlicht vorbildlich.
Voilà - und fertig ist das vollautomatische Webshopsystem.
Aus unserer Sicht und Erfahrung können wir das Duo RapidCart und RapidLink als Erweiterungen zu Rapidweaver nur empfehlen.
Zwei Wochen in Lappland
Als kleine Entschädigung gibt es eine Galerie mit einigen fotografischen Highlights aus den letzten beiden Wochen.
-> Hier gehts zur Galerie „Zwei Wochen in Lappland“
-> Klick här så kommer du till bildspelet „Två veckor i Lappland“
-> To the gallery „Two weeks in Lapland“

„Good Morning, Lapland!“
Stranded II - Gestrandet II
Die Symbolik ist stark: Das "Gestrandet sein".
Eine Fortsetzung zu diesem früheren Blogeintrag zum Thema aus dem Juli.

Gestrandet.
Auch gestrandete Boote können Zeichen der Hoffnung setzen.
Angekommen. Aus Altem wächst Neues.
Unerwartet.
Grün ist die Farbe der Hoffnung und der Zuversicht.
Als ein Zeichen des "Angekommenseins" schlägt Dein Boot plötzlich Wurzeln.
Doch bricht es gleichzeitig Brücken ab.
Einem Samenkorn gleich wird das Boot als Nährboden verzehrt.
Ahoi ade.
Wie wird die Ernte werden?
Rädda ambulansen i Malå - Ein heisser Winteranfang

„Wir weigern uns, wenn die Ambulanz künftig eine Stunde braucht“
Wer in das Inland Lapplands zieht, weiss, dass ihn eigentlich Natur und Ruhe erwarten. Es gibt aber auch eine andere Seite der Medaille. Wären da nicht einige "Störfaktoren" mit im Spiel.
Einer davon hört auf den Namen "Windkraft" und es regt sich in der Region ein zunehmender Widerstand gegen weitere Windkraftetablierungen. Denn in etlichen Kommunen ist es mit Ruhe und Natur nicht mehr weit her. So regt sich nun auch in Malå eine Bürgerinitiative, die binnen Tagen 450 Protestunterschriften gegen die Erteilung weiterer Baugenehmigungen für Windkraftanlagen gesammelt hat. Die hiesigen Medien haben ausführlich darüber berichtet (z.B. hier in der Tageszeitung „Norran“ und hier im Regionalfernsehen).
Ein weiterer Störfaktor liegt in der Reaktion der zuständigen Landesverwaltung auf die Bevölkerungsentwicklung. Es ist ein offenes statistisches Geheimnis, dass die Bevölkerung im Inland immer älter wird und zudem deutlich schrumpft. Als Konsequenz daraus werden viele Gemeinwohldienste gekürzt. Jüngster Wurf der Planer ist das Vorhaben, den Krankentransport und Rettungsdienst zusammen zu streichen (Bericht in der Tageszeitung "Norran" hier und hier).
Und so landete auch Malå mit auf der Streichliste des Landstinges. Allerdings hatte man dort die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn in Malå ist nun der Protestgeist erwacht. Auch hier hat sich - unter der Federführung der Företagarna (Unternehmervereinigung) - spontan eine Initiative gegründet. Diese hatte am Samstag zur ersten Kundgebung und Demonstration auf dem Marktplatz eingeladen. Rund 500 Teilnehmer versammelten sich dort, um ihrem Unmut Luft zu machen. Ein sehr gutes Resultat bei knapp 3.500 Einwohnern in der Kommune. Die meisten der Teilnehmer unterzeichneten eine Protestpetition. Wir waren für Sie vor Ort und haben einige Eindrücke eingefangen.
-> Hier gehts zur Galerie „Rädda ambulansen i Malå - 22.10.2011“
-> Klick här så kommer du till bildspelet „Rädda ambulansen i Malå 22/10-2011“
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„Radio Västerbotten im Einsatz bei der Kundgebung“
Neu: Die Lappland-Edition
Ab sofort gibt es die Lappland-Edition mit Original-Abzügen und Kunstdrucken von ausgesuchten Fotografien, die charakteristisch für Lappland sind.
Kurz: Original-Kunstwerken aus Lappland. Natürlich in limitierter Auflage und handsigniert.
An den Start gehen 4 Editionen mit hochwertigen Abzügen und Prints:
Landscape, Nature, Black/White und Simplicity.
Viel Freude beim Durchstöbern der Galerien.
Und bitte daran denken: Damit wir die Lieferung als Geschenk zu Weihnachten sicherstellen können, bitte bis Ende November bestellen!
Making Light II - Das Ebook zum fortgeschrittenen entfesselten Blitzen von Piet van den Eynde
Kürzlich hatte ich Band 1 von Piet van den Eyndes "Making Light" vorgestellt, in dem es um alle Grundlagen des entfesselten Blitzens ging.
Nun ist als Ergänzung gerade der zweite Band erschienen, in dem sich Piet fortgeschritteneren Techniken widmet.
Auf 77 Seiten erklärt Piet die Arbeit mit mehreren Blitzen, Modifiern, und einiges mehr. Auch der zweite Band wird wieder abgerundet mit 10 hochinteressanten Fallstudien.
Für alle Leser des ersten Bandes, die sich weiter in das entfesselte Blitzen vertiefen wollen, ist der zweite Band geradezu ein "must have".
Wie üblich gibt es das Ebook bei Craft & Vision als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist die ausdruckbare PDF-Version.
Der Preis - USD 5 - liegt wie immer auf günstigem Niveau und für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 24. Oktober 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: MAKINGLIGHT4
Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes MAKINGLIGHT20 insgesamt 5 Bücher zum Preis von 4 (=20% Rabatt).
-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.
Im Fokus: Fotograf Michael Kirchner
Mit Michael verbindet mich etwas ganz besonderes, ist er doch in Heidelberg beheimatet und tätig. In der Stadt, in der ich meine Jugend verbracht habe. Also „Bühne frei“ für Michael, der neben seinem Händchen für erstklassige Fotos auch noch eine weitere grosse Stärke hat: Er ist ein sehr sympathischer Mensch und es macht ausgesprochen Freude, mit ihm zusammen zu arbeiten!

- Michael Kirchner -
-> Michael, wie bist Du zur Fotografie gekommen?
Als ich mit der Fotografie angefangen habe, hat es mir sehr geholfen, mich mit anderen Interessierten auszutauschen. Feedback und Diskussionen in einer Fotogruppe sind durch keine Internet-Community zu ersetzen. Sowohl in meiner Heimatstadt Hildesheim, als auch in Heidelberg, wo ich jetzt wohne, habe ich mich durch die Teilnahme an solchen Gruppen nicht nur fotografisch weitentwickeln können, sondern habe auch gute Freunde gefunden. Und ich bin Fotografen wie dem Heidelberger Fotokünstler Johannes Kornfeld sehr dankbar, weil er mich in seinem Atelier in die Grundzüge der Studiofotografie eingeweiht hat.
-> Auf was bist Du spezialisiert?
Auf der einen Seite biete ich People- und Werbefotografie für Firmen an, auf der anderen Seite Beauty- und Aktfotografie für Privatpersonen. Das verbindende Element ist, dass bei mir eigentlich (fast) immer Personen vor der Kamera stehen.

- copyright Michael Kirchner -
-> Fotografieren für Dich: Job, Handwerk, innerlicher Bezug?
Fotografieren ist eine Leidenschaft. Wobei es mir nicht so sehr um den technischen Aspekt dabei geht, sondern um die Arbeit mit Menschen. Ich finde es spannend, mit Leuten zu arbeiten, die vielleicht das erste mal vor der Kamera stehen und ein wenig nervös sind. Oder mitzuerleben, wie ein Newcomer-Model von Shooting zu Shooting sicherer wird und an Selbstvertrauen gewinnt.
-> Dein grösstes fotografisches Vorbild, und warum?
Große Vorbilder habe ich eigentlich nicht. Es sind eher einzelne Eigenschaften, die mich an bestimmten Fotografen beeindrucken. Bei Jim Rakete ist es zum Beispiel die Art, bescheiden und unspektakulär, trotzdem aber mit Leidenschaft und Hingabe an seiner Fotografie zu arbeiten.
-> Was war Dein bestes, was Dein schlimmstes Erlebnis beim Fotografieren?
Gute Erlebnisse gibt es glücklicherweise recht viele. Wenn zum Beispiel ein brasilianischer Fußballspieler über das ganze Gesicht strahlt, weil ich im Studio extra für ihn brasilianische Sambamusik besorgt habe. Oder wenn mir eine Kundin stolz berichtet, wie gut ihrem Freund die Beautyfotos gefallen, die sie in meinen Studio gemacht hat.
Ein richtig schlimmes Erlebnis steht mir erst noch bevor. Manchmal male ich mir aus, was passiert, wenn nach einem unwiederholbaren Shooting die Speicherkarte nicht mehr lesbar ist oder alle Fotos unscharf oder sonstwie technisch nicht in Ordnung sind. Bisher ist aber alles gut gegangen.
-> Wen oder was würdest Du gerne einmal fotografieren und warum?
Da gibt es eigentlich keine konkreten Wünsche. Oder ich kann auch sagen: Es ist ganz gut so, wie es jetzt läuft. Besonders viel Spaß macht mir ein Shooting immer, wenn der Mensch vor der Kamera mit derselben Begeisterung an ein Shooting herangeht wie ich. Wenn er eigene Ideen einbringt und die Arbeit vor der Kamera genießt. Mein Ziel ist, in Zukunft noch mehr mit Leuten zu arbeiten, die eine grofle Kamerapräsenz haben, also zum Beispiel mit Schauspielern oder Musikern.

- copyright Michael Kirchner -
-> Eine ganz persönliche Frage, die bestimmt viele Leser interessiert: Wofür steht eigentlich „omori“?
Der Name "Omori" ist ein japanischer Eigenname, den ich vor über 10 Jahren bei einem Aufenthalt in Tokyo aufgeschnappt habe. Seit dieser Zeit verwende ich ihn als Pseudonym und als Name für mein Fotostudio. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich viele Kunden und Fotografenkollegen eher an den Namen "Omori" erinnern als an meinen bürgerlichen Namen, vielleicht weil er so ungewöhnlich klingt.
-> Wie siehst Du die Zukunft der Fotografie? Wohin geht die Reise?
Im Amateurbereich gibt es bereits heute ein Inflation von Fotos. Durch die technische Entwicklung bei den Mobiltelefonen ist eine Kamera immer und überall verfügbar. Viele der so entstehenden Fotos werden aber nie als Foto gedruckt und landen als Datenleiche auf irgendeiner Festplatte. Vielleicht ist die Unzufriedenheit mit dieser Situation der Grund dafür, dass viele Amateure zurück zu Fine Art Print oder der analogen Fotografie finden.
In der Berufsfotografie reicht es heute nicht mehr, wie vielleicht vor einigen Jahren noch, sich über die Technik definieren. Technik und Know How stehen heutzutage jedem interessierten Laien zur Verfügung. Was sich aber nicht so leicht erwerben lässt, sind Erfahrung, Kreativität und die Fähigkeit, Menschen vor der Kamera so zu führen, dass eindrucksvolle Fotos entstehen. Daher werden gute Fotografen (wie beispielsweise Jim Rakete) immer gefragt sein.
-> Dein Tipp für alle, die sich fotografisch weiter entwickeln wollen?
Nicht einfach losgehen, eine Kamera dabei haben und hoffen, dass einem das richtige Motiv schon über den Weg laufen wird. Sondern mit einer ganz klaren Idee und einem Konzept beginnen und dieses dann umsetzen.
Michael, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für das Interview genommen hast!
(Die Interviewfragen stellten Henning Wüst und Petra Fuelbert)
Winteranfang in Lappland: Shades in grey

„Shades in grey“
Behind the scenes: Im Herbst verblühte Sommerblumen - jetzt in grau.
In Lappland sind wir Zentraleuropa (bzw. aus unserer Perspektive: Südeuropa) einen deutlichen Schritt voraus. Bewegt sich z. B. Deutschland gerade im Herbst, haben wir hier in der Nähe des Polarkreises bereits den ersten Schnee zu verzeichnen. Am Montag haben die Nachbarskinder sogar schon den ersten Schneemann gebaut. Höhe ca. 45 cm. Lebensdauer ca. 8 Stunden. Noch bleibt der Schnee nicht liegen, aber die Nachttemperaturen liegen mitunter schon bei um die minus 5 bis minus 10 Grad und die Dunkelheit kommt derzeit bereits gegen 18 Uhr.
Aus fotografischer Sicht wichtig und interessant: Die Farbpalette verändert sich und alles wir zunehmend grau. Lappland wird so langsam zu einer grossen Schwarz/Weiss-Fotografie.
Schwedischer Pragmatismus: Elchjagd vom Sofa aus

„Elchjagd vom Sofa aus“
Behind the scenes: Die Jagd steht in Nordschweden hoch im Kurs. Allerdings weniger um des Vergnügens willen, als viel mehr um die Tiefkühltruhe zu füllen. Wir haben für ein Fachportal die ungewöhnlich pragmatische und unspektakuläre Herangehensweise der schwedischen Jäger fotografiert.
Im Laufe des letzten Monats sind so eine Reportage und eine Serie mit ungewohnten Perspektiven der Jagd in Nordschweden entstanden. Das hier gezeigte Bild bringt den ruhigen Pragmatismus für meinen Geschmack am besten auf den Punkt:
Statt eines Hochsitzes oder eines unbequemen Dreibeines hatte sich einer der Jäger einen komfortablen Sessel mitgebracht, um sich dort auf den Ansitz zu begeben. Das ist schwedischer Pragmatismus.
Im Fokus: Fotograf Klaus Schroff
Klaus Schroff beschäftigt sich nun schon seit über 25 Jahren mit der Fotografie in den verschiedensten Bereichen. Seit über 10 Jahren liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit in der sensiblen Fotografie von und mit Menschen.
Das Zusammenspiel zwischen Akteur und dem Fotografen, sowie dessen Einfühlungsvermögen sind der Schlüssel zum Einfangen wichtiger und einmaliger Momente. Landschafts-, Detailaufnahmen und kreative Bildbearbeitungen mit durchaus unkonventionellen Sichtweisen komplettieren das breite Spektrum seiner Arbeit.
Ausstellungen:
2006 Gemeinschaftsausstellung mit anderen Fotografen über die Basilika in Rankweil (A)
2010 Einzelausstellung “Gesichter der Mettnau” in Radolfzell (D) mit Landschaftsimpressionen der Halbinsel Mettnau
2010 Einzelausstellung „Musik was my first Love“ in Konstanz (D) mit musikalischen Fotografien
2011 Einzelausstellung "Fotos mal anders" in Singen (D) mit kreativen Bildbearbeitungen
Wer durch das Interview und die Bilder neugierig wird, findet mehr Bilder und Informationen hier:
- Schroffe-Bilder
- Hochzeitsfotograf am Bodensee
- Klaus Schroff auf Facebook

- Klaus Schroff -
-> Klaus, wie bist Du zur Fotografie gekommen?
Über meinen Vater. Schon von klein auf habe ich meine Umwelt genau wie er mit der Kamera erkundet und dokumentiert. An der Faszination daran hat sich bis heute nicht geändert.
-> Auf was bist Du spezialisiert?
Auf die sensible Fotografie von und mit Menschen. Dieses Thema ist unglaublich vielschichtig. Jeder Mensch ist anders und möchte das natürlich auch auf dem Foto sein.
Es macht einfach Spass, sich dieser Herausforderung bei jedem Shooting zu stellen. Der "gute Draht" zwischen Akteur und Fotograf ist für mich dabei sehr wichtig für ein gutes Bild - sei es Hochzeit, Konzert oder Portrait.
-> Fotografieren für Dich: Job, Handwerk, innerlicher Bezug?
Ein Job der handwerkliches Arbeiten und innerlichen Bezug erfordert. Fotografieren ist für mich der perfekte Mix zwischen Emotion, Aufregung, Adrenalin, Erholung und Entspannung.

- copyright Klaus Schroff -
-> Dein grösstes fotografisches Vorbild, und warum?
Hmm, ich habe eigentlich gar kein spezielles Vorbild. Ich hatte noch nie das Bedürfnis, den Stil von einem anderen Fotografen zu kopieren, das Bild auf diese Art gibt es ja schon. Eine ander Sicht der Dinge gibt es geben nur aus einer anderen Sicht auf das Motiv. Ich schaue mir aber immer gerne Fotos an und nehme so natürlich viele Inspirationen auf.
-> Was war Dein bestes, was Dein schlimmstes Erlebnis beim Fotografieren?
Das Beste ist jedesmal wenn der Kunde bei den Bildern lächelt und sagt: "ja, das bin ich".
Das Schlimmste ist versagende Technik.
-> Wen oder was würdest Du gerne einmal fotografieren und warum?
Eine Idee die schon lange in mir brodelt ist ein Buchprojekt mit geistig und körperlich behinderten Menschen bei ihrem Spass am und mit dem Leben.
-> Wie siehst Du die Zukunft der Fotografie? Wohin geht die Reise?
Prognosen sind immer etwas schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. :)
Eigentlich sehe ich die Zukunft der Fotografie sehr entspannt. Die technische Entwicklung ist eher eine Konsumentwicklung. Höher, schneller, weiter. Es ist hip geworden, eine Kamera zu haben und noch hipper, sie gleich durch das Nachfolgemodell auszutauschen.
Trotz der unglaublichen Menge der Auslösungen jeden Tag hat sich die Menge der "guten" Fotos auf der Welt nicht wirklich signifikant erhöht.
Ein Fotograf konnte gestern ein gutes Bild machen, kann es heute und wird es morgen auch können. Fernab jedes Technikhypes und ganz egal mit was für einem Gerät. Außerdem merke ich bei meinen Kunden, dass der Wunsch nach Fotos, die auch im Kopf bleiben durch die große Menge der Knipsbilder eher größer statt kleiner wird - und das ist ja eine wünschenswerte Entwicklung.
-> Dein Tipp für alle, die sich fotografisch weiter entwickeln wollen?
Mache das was Dir gefällt, stehe zu einer Arbeit, beschränke Dich auf das Wesentliche, näher ran. Eine neue Kamera macht keine besseren Bilder. Und natürlich üben, üben, üben.
Klaus, danke dass Du Dir die Zeit genommen hast!
(Die Interviewfragen stellten Henning Wüst und Petra Fuelbert)

- copyright Klaus Schroff -
Kanelbullens dag - Tag der Zimtschnecke [Update: Jetzt mit Rezept]

„Kanelbullens dag - Fotografiert bei Dungers in Malå“
Behind the scenes: Andere Länder, andere Sitten, andere Gedenk- und Aktionstage.
Die Gedenk- und Feiertage eines Landes geben tiefe und wertvolle kulturelle Einblicke. Beging Deutschland gestern den Nationaltag, feiert Schweden heute den "Kanelbullens dag", den "Tag der Zimtschnecke" (Kanel = Zimt, Bullar = Kringel). Wahrscheinlich ist das Phänomen leicht dadurch erklärbar, dass der süsse Kringel ein wichtiger Bestandteil der schwedischen Fikakultur ist.
Erfunden hat den Gedenktag der "Hembakningsråd" ("Heimbackvereinigung") und seit 1999 wird - stets am 4. Oktober - die Zimtschnecke gefeiert. Es gibt dafür auch eine eigens eingerichtete Webseite.
Wie wird der Tag begangen? Natürlich mit Kanelbullar! Und natürlich am besten mit selbst gebackenen. Wer das zeitlich nicht schafft, kann am 4. Oktober landesweit auf ein grosses Angebot zurückgreifen. Und viele Cafés bieten an diesem Tag Kaffee mit Kanelbullar zum Sonderpreis an.
Nachtrag / Update 5.10.2011:
Auf Wunsch vieler Leser verrate ich hier unser praxiserprobtes Rezept für Kanelbullar nach echter schwedischer Art. Die Angaben beziehen sich auf ca. 20 Bullar.
Zutaten für den Teig
1 Halbes Päckchen frische Hefe
50 gr. Butter
300 ml Milch
100 gr. Zucker
1 Prise Salz
500 gr. Mehl
Zutaten für die Füllung
50 gr. Butter
2 Teelöffel Zimt
100 gr. Zucker
Zutaten für die Glasur
1 Ei
Hagelzucker
Gehobelte Mandeln
Zubereitung
Hefe in eine Schüssel bröckeln. Butter schmelzen (Mikrowelle oder Herd) und in die Schüssel geben. Milch (am besten leicht angewärmt, handwarm, ca. 35 Grad) zugeben. Rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
Dann Zucker, Salz und Mehl zugeben. Gut durchkneten (am besten mit Küchenmaschine), bis der Teig geschmeidig wird. Dann ca. 30 Minuten gehen lassen.
Butter für die Füllung schmelzen (Mikrowelle oder Herd); dann mit Zucker und Zimt vermischen.
Ofen auf ca. 225 Grad vorheizen.
Teig nochmals von Hand durchkneten und möglichst rechteckig ausrollen; ggf. Teig aufteilen. Füllung auf den Teig streichen und Teig von der langen Seite her aufrollen. Rolle dann in ca. 2 cm breite Stücke schneiden. Röllchen mit der Schnittkante nach unten auf Backpapier legen und nochmals ca 15 Minuten gehen lassen. Dann mit aufgeschlagenem Ei bepinseln und mit Hagelzucker und/oder gehobelten Mandeln bestreuen. Dann ca. 10-12 Minuten bei ca. 225 Grad ausbacken.
Vor dem Verzehr gut abkühlen lassen :)
Fjäll: Laisaliden - Tärnaby - Hemavan
Die vergangenen Tage waren wieder einmal mit grösseren Reisen gefüllt. Eines der Highlights waren zwei Tage im Fjäll. Hinter dem schwedischen Wort Fjäll verbergen sich die Skandinavischen Gebirge.
Unter Schweden wird das Fjäll zu allen Jahreszeiten hoch geschätzt. Insbesondere das Gebirge rund um Tärnaby und Hemavan ist eine äusserst gut besuchte Gegend, und im Winter ist das Gebiet eines der beliebtesten Wintersportgebiete in Schweden. Aus Tärnaby stammen z. B. die weltbekannten Skiläufer Ingemar Stenmark, Stig Strand, Jens Byggmark und Anja Pärson; in Hemavan beginnt bzw. endet der bekannte Kungsleden, ein Fernwanderweg, der auf zwei Streckenabschnitten durch Lappland führt.
Mich hatte es nach Laisaliden verschlagen, was zwischen Tärnaby und Hemavan liegt.
Leider hat das Wetter sich nicht von der besten Seite gezeigt und die fotografische Arbeit wieder zu einer echten Herausforderung gemacht. Denn im Fjäll ist das Wetter einerseits sehr unbeständig und in concreto wechselten sich bei kräftigem Sturmwind Platzregen und einige wenige Sonnenstrahlen ab. Ständig wechselnde Lichtverhältnisse und Feuchtigkeit (besser: Wasser) überall.
Ein paar Aufnahmen vom Location-Scouting darf ich hier zeigen und allen Besuchern in Lappland kann ich die Gegend nur wärmstens ans Herz legen. Am besten ausserhalb der Hauptsaison.
-> Hier gehts zur Galerie „Laisaliden - Tärnaby - Hemavan“
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Autumn leaves - Preparing the runway for the winter

„Autumn leaves“
Herbst. Jahreszeit der Farben. Und herbstliche Melancholie.
Farbenprächtige Blättermeere laden zu einem Vollbad ein.
Einfach eintauchen.
Das Bodenpersonal in Lappland bereitet unterdessen die Landebahn für den Winter vor.
Hoffentlich verzögert sich die Landung so lange wie möglich.
Musikempfehlung dazu: Autumn leaves in der Version von Eric Clapton aus seinem 2010er Album.
The Inspired Eye III von David DuChemin
Ebook, erschienen bei Craft & Vision
Eine Rezension
Gerade ist ein neues Ebook "The Inspired Eye III" von David DuChemin erschienen. Das Buch ist ein kreativer Kick für alle, die sich mit Fotografie befassen.
Keine Frage, ich schätze David und mag seinen Stil sehr. Mit diesem Buch hat er sich nun selbst übertroffen. Es geht um den kreativen Prozess. Und David gibt dem Leser einen kräftigen kreativen Kick. Um es etwas deutlicher zu sagen (man verzeihe mir bitte die Ausdrucksweise): Es geht um einen kräftigen Tritt in den Hintern. Das kann weh tun. Ist aber in diesem Falle sehr heilsam.
Wir alle kennen die Symptome: Wir reden gerne viel über Fotografie. Wir reden gerne über alle möglichen technischen Fragen, usw. Aber das reicht eben bei weitem nicht.
Wir blicken oft ehrfürchtig zu den "Grossen Meistern", die ja ach so viel Talent haben und denen alles so leicht fällt. Das stimmt nicht.
David räumt in seinem neuesten Buch über den kreativen Prozess radikal mit diesen Mythen auf und kommt deutlich auf den Punkt. Der Inhalt des Buches ist das Destillat aus einem langen inneren Prozess.
David schreibt darüber, wie der kreative Prozess am Laufen gehalten wird. Er stellt klar heraus, dass es in erster Linie um harte Arbeit geht. Nicht die Anzahl der "fluffig-künstlerischen" Ideen - über die wir oft so gerne philosophieren und tagträumen - ist entscheidend, sondern eine Idee anzupacken und bis zum Ende umzusetzen. Das zeichnet den erfolgreichen Künstler (und überhaupt die allermeisten erfolgreichen Menschen) aus. Viele schöne Ideen zu haben ist einfach. Eine Idee umzusetzen, ist Kunst.
Letztlich ist es wir mit dem Sport: Es geht um hartes Training und harte, ausdauernde Arbeit. Aus Diskussionen, dem Zusehen und Lesen von Fachartikeln allein, wachsen keine Muskeln. Mit der Kreativität ist es nicht anders.
David ist schonungslos offen und kritisch in seiner Darstellung und verwendet sehr anschauliche Bilder und Vergleiche. Z. B. der Vergleich des Fotografen mit dem Schriftsteller. Der Schriftsteller muss anfangen zu schreiben, zu verwerfen, zu schreiben, zu verfeinern, usw. Dem Fotografen kommt die digitale Technik dabei sehr zustatten. Das Experimentieren und die Annäherung an "das" Bild ist heutzutage viel einfacher geworden. Plastisch nachvollziehbar stellt David das anhand einer Serie von 12 "Skizzenaufnahmen" vom ersten Scouting bis zum fertigen Bild dar.
Mit aussagekräftigen Zitaten untermauert David den Gang durch den kreativen Prozess. Mein Tipp: Ausdrucken und als "Wakeup-Calls" an die Wand hängen.
Im Laufe der Lektüre wird es immer klarer und deutlicher: Es geht schlichtweg um harte und beständige Arbeit. Die Begriffe "Talent" und "Begabung" werden i.d.R. völlig überstrapaziert. Im Gegenteil: Der wirklich Talentierte muss nur umso härter arbeiten, um sein volles Potenzial ausschöpfen zu können.
Auch die psychologische Seite kommt nicht zu kurz. Ist es doch oft schlicht und ergreifend Angst, die uns von der kreativen Arbeit abhält. Denn was wäre, wenn niemand unsere Bilder mag? Die Lösung ist einfach: Meistens sollten wir das, wovor wir die meiste Angst haben, zuerst in Angriff nehmen. Just do it.
Kann ich dieses Buch empfehlen? Vorbehaltlos. Es ist extrem herausfordernd, wenn sich der Leser auf den Inhalt einlässt. Aber die Belohnung entschädigt reichlich.
Prädikat: Äusserst empfehlenswert - "must read".
Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist die ausdruckbare PDF-Version für die auch einen Einführungsrabatt gibt.
Der Preis - USD 5 - liegt wie immer auf günstigem Niveau.
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 24. September 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: EYETHREE4
Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher aus der Reihe Craft & Vison kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes EYETHREE20 20% Rabatt auf Ihre Bestellung beim Kauf von mindestens 5 Büchern.
-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.
Honey and zero



Svamp 2011 - Jahr der Pilze in Lappland

„Red Ball“
In Sachen Vegetation hat jedes Jahr in Lappland seine Besonderheiten. So war 2010 z. B. ein Jahr der Beeren. Es gab massenhaft Hjortron, Blaubeeren und Preiselbeeren. Mit Beeren sieht es heuer äusserst mager aus.

„Gruppenbild“
Dafür spriessen dieses Jahr geradezu überall alle Arten von Pilzen aus dem Boden. Darunter echte kulinarische Kostbarkeiten, wie der Karljohan (Stensopp, Steinpilz) oder gar der auch unter Schweden heiss begehrte Kantarell (Pfifferling), über dessen Ernte ich gerade eine Reportage mache.
Generell ist das Pilzesammeln in Schweden nicht so verbreitet. Nur der Kantarell bildet eine Ausnahme. Zu seinen Vorkommen - vornehmlich im Fjäll - pilgern ganze Scharen von Menschen, und entlang unscheinbarer Schotterpisten parken oft dutzende Autos von Pilzjägern am Strassenrand.
Die hier im Bild festgehaltenen Exemplare sind übrigens nur optisch faszinierend und nicht zum Verzehr geeignet (es könnte ansonsten ein einmaliges Vergnügen werden).

„Ufo-Pilze“
Fredagsmys
Seit einigen Jahren hat sich ein modernes Ritual herausgebildet: Die Fredagsmys.

"Fredag" steht für Freitag und "mysa" bedeutet "es gemütlich haben".
Freitags legt sich ab ca. 18 Uhr eine ausgeprägte Ruhe über Schweden. Das Verkehrsaufkommen geht deutlich zurück und auf den Strassen wird es still. Die Häuser sind erleuchtet. Schweden macht es sich kollektiv gemütlich.
Die Fredagsmys schlägt wieder zu. Am späten Freitagnachmittag klingt die Arbeitswoche aus und die Familie oder gute Freunde sammeln sich, um den Beginn des Wochenendes zu zelebrieren. Das Ritual ist eingebettet in gutes Essen (oft Fertiggerichte), Süssigkeiten, Knabbereien und (oft alkoholische) Getränke. Auch der Fernseher (bzw. DVD-Player) spielt eine grosse Rolle.
Sogar Forscher haben die Fredagsmys schon unter die Lupe genommen und dabei heraus gefunden, dass das Phänomen zum Ausklang der Arbeitswoche stresslindernd wirkt.
Die Wirtschaft freut sich. Viele Fertiggerichte und allerlei ungesunde Dinge werden speziell mit der Eignung für den "besonderen" Freitagabend beworben. Und im Systembolaget, der staatlichen Kette, die zum Verkauf von alkoholischen Getränken befugt ist, herrscht am Freitag ab ca. 12 Uhr Hochbetrieb.
Auch in den sozialen Medien spiegelt sich die Fredagsmys deutlich wieder. Die Statusmeldungen werden entspannter und handeln dann um Essen, Getränke und Filmempfehlungen. Es gibt sogar eigens eine Fanpage auf Facebook "Vi som älskar Fredagsmys" ("Wir, die wie die Fredagsmys lieben").
Hier haben bereits knapp 350.000 Menschen auf "Gefällt mir!" geklickt. Das entspricht in etwas 2% der schwedischen Bevölkerung. Interessant ist eine Umfrage, die auf der Facebook-Seite unter den Fans durchgeführt wurde. Bei der Frage, was die Fredagsmys für den Einzelnen bedeutet, steht an erster Stelle die Entspannung, gefolgt von Gemeinschaft / Gesellschaft und dem guten Abendessen.
Zu guter Letzt noch ein Tipp für alle Aus- und Einwanderer: Besuchen Sie NIEMALS ungefragt und/oder ohne ausdrückliche Einladung "echte" Schweden an einem Freitag nach der Mittagszeit. Das wird als ungehöriger Eingriff in die Familie aufgefasst.
Skandal wegen gefälschter Fotos in Schweden

„Eine der gefälschten Aufnahmen des Preisträgers Terje Hellesjø“
Foto: Terje Hellesø / Naturvårdsverket
Seit 20 Jahren veranstaltet das schwedische Naturvårdsverket (Amt für Natur- und Umweltschutz) einen Fotowettbwerb, bei dem die besten Naturaufnahmen prämiert werden. Der Wettbewerb ist in Schweden sehr populär und geniesst grosses mediales Interesse.
In der 2010er Wettbewerbsrunde gewann der in Schweden tätige Berufsfotograf Terje Hellesø (gebürtiger Norweger) mit einigen auf den ersten Blick spektakulären Aufnahmen. Der mit 15.000 SKR dotierte Preis war Hellesø im Mai 2011 verliehen worden. Der Preisträger erhält zudem eine Ausstellung im Naturhistorischen Museum in Stockholm.
Nach der Preisverleihung kamen allerdings Zweifel auf. Gunnar Glöersen, Mitarbeiter beim schwedischen Jägerverbund (Jägareförbundet) wies im Blog des Jägerverbundes als erster darauf hin, dass der prämierte Fotograf unglaublich viele seltene Raumtiere in sehr kurzer Zeit in der freien Wildbahn fotografiert haben will.
Eine bekannte schwedische Fotoseite griff das Thema auf. Binnen kurzer Zeit kamen dort mehrere hundert Kommentare zusammen und die Aufnahmen des Preisträgers wurden von einer grossen fotografischen Öffentlichkeit kritisch unter die Lupe genommen. Es dauerte nicht lange bis entdeckt wurde, dass einige der Tiere aus den prämierten Aufnahmen als freigestellte Objekte in Bildbanken im Internet frei verfügbar waren.
Schliesslich kommentierte auch Preisträger Hellesø den Vorgang. Er habe alle getäuscht (einschliesslich seiner eigenen Familie; dazu sogleich mehr) und bitte um Verzeihung.
Die Geschichte zieht nun Kreise in verschiedene Richtungen.
- Zum einen ist die fotografische Community in Schweden in einer Art Schockzustand. Dass ein schwedischer Fotograf ein solches Vorgehen an den Tag legen könnte, war bislang schlicht undenkbar.
- Das zeigt sich u.a. auch darin, dass in den Wettbewerbsstatuten keine Regelungen zu Täuschungsversuchen enthalten sind. Auch eine Regelung, die Wettbewerbsteilnehmer zur Vorlage von RAW-Dateien verpflichtet, ist nicht vorgesehen. Deswegen darf Hellesø die Auszeichnung erst einmal behalten, bis die Juristen des Naturvårdsverkets die Rechtslage geklärt haben. Nicht zuletzt durch die Mängel in den Statuten des Wettbewerbes ist der Ruf des bislang angesehenen Wettbewerbes nun nachhaltig beschädigt.
- Tragisch ist auch die familiäre Seite. In einem Interview des schwedischen Rundfunks hat die Ehefrau des Preisträger, Malin Hellesø - ebenfalls Fotografin - angegeben, dass sie selbst auch getäuscht worden sei. Ihr sei die Täuschung erst bekannt geworden, als ihr Mann ihr dies einige Zeit nach der Preisverleihung gebeichtet habe.
- Im Verband der schwedischen Naturfotografen läuft derzeit die Debatte über einen Ausschluss Hellesøs aus der Vereinigung. Der Verband hat nämlich klare Regelungen dazu, dass derartige Bildmanipulationen unzulässig und unethisch sind.
- Zu guter Letzt droht dem Preisträger nun schliesslich auch handfester juristischer Ärger: Gegen Hellesø wurde mittlerweile eine Strafanzeige wegen Betruges gestellt. Denn wegen der gefälschten Bilder wurde eine grössere Summe öffentlicher Mittel verschwendet, weil Experten im Auftrag der Naturschutzbehörde auf die Suche nach den fotografierten seltenen Tieren gegangen waren.
Über Pilze und Inspiration in der Fotografie

„Ein Baumpilz - Inspiration aus der Natur“
Behind the scenes: Herbstzeit ist Pilzzeit in Lappland. Neben des verschiedenen essbaren Varianten gibt es auch die weniger verträglichen Arten. Die zeichnen sich aber sehr häufig durch besondere Schönheit aus. So wie dieser Baumpilz, der durch Form und Farbe besticht.
Was uns zur Frage nach der Inspiration führt. Jeder Fotograf - überhaupt jeder Künstler und Kreative - hat seine ganz eigenen und individuellen Inspirationsquellen. Wenn es mich nach Inspiration hungert, gehe ich meistens auf ausgedehnte Outdoor-Touren. Gestern waren es so um die 30 Km auf gebahnten und ungebahnten Wegen quer durch die Natur (was gleichzeitig auch ein gutes Training für die bevorstehende Wintersaison ist). Farben, Formen, Geräusche und tiefe Stille. Für mich die beste Quelle für Inspiration.
Drei Gedanken zum 1. September

„Richtig klassische Glühbirnen“
Drei Gedanken zum 1. September
Ein denkwürdiges Datum. Aus verschiedenen Gründen.
Ad 1: Good-Bye Lightball, Good-Bye Heatball...
Eine weitere Ära geht zu Ende: Am 1. September geht das von der EU verfügte Aus für "klassische" Glühbirnen in die nächste und vorletzte Runde. Denn nun dürfen Glühbirnen ab 60 Watt innerhalb der EU weder hergestellt noch in diese importiert werden. Nur die vorhandenen Lagerbestände dürfen noch abverkauft werden.
Merkwürdigerweise fällt das übrigens zeitlich mit drastischen Preiserhöhungen bei den Energiesparlampen zusammen.
Nachdem auch das alternative "Heatball-Konzept" zu scheitern scheint sei allen Liebhabern klassischer Glühbirnen ein Urlaub in Lappland ans Herz gelegt. In den hiesigen Elektrofachmärken, Geschäften und Supermärkten befinden sich nach subjektivem Empfinden noch Lagerbestände, die einige Jahre weit reichen dürften. Und wer Glück hat, kann auch richtig alte Raritäten auf dem Speicher oder auf dem Flohmarkt (Loppis) ergattern.

„Herbstbote: Fliegenpilz“
Ad 2: Jahreszeiten - Der Zeiger rückt weiter
Der 1. September markiert in Nordschweden klassischerweise den ersten meteorologischen Herbsttag. Die meteorologische Definition dafür lautet: "Der Herbst ist in einem bestimmten Gebiet angekommen, wenn die Tagesmitteltemperatur an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 10 Grad C liegt."
Das Schwedische Meteorologische Institut (vergleichbar mit dem amtlichen Wetterdienst) hat dazu eine täglich aktualisierte Karte, auf der die Ausbreitung des Herbstes visualisiert ist. So wie es aussieht, ist er zumindest bei uns bereits gelandet.
Ad 3: Zuletzt noch eine spannende fotografische Neuigkeit
Heute hat Fuji offiziell die kleine Schwester der bereits jetzt geradezu legendären X100 vorgestellt. Sie hört auf den Namen X10, bietet einen 2/3-Zoll Sensor, ein 28-105 mm Zoom (KB-Äquivalent) mit ordentlicher Lichtstärke und einen optischen Sucher.
Die Pressemeldung klingt sehr gut und macht sehr neugierig. Liebe Leute bei Fuji: Schickt doch mal eine X10 zum Test rüber!
Featured: Detroit Photographer Rosh Sillars
Rosh ist als People-Fotograf in Detroit / Michigan beheimatet. Mit Detroit bin ich persönlich sehr verbunden, weil ich einige liebe Freunde und Bekannte dort habe. Als ich vergangene Woche für einen meiner Bekannten einen Fotografen vor Ort gesucht habe, bin ich auf Rosh gestossen.
Sein Portfolio hat mich spontan begeistert: Er versteht es, auf natürlich Weise Menschen in ihrer Umgebung zu fotografieren. Und ausserdem teilt er bereitwillig sein Wissen als Fotograf und Experte für Soziale Medien in Workshops, Vorträgen und Podcasts. Unbedingt mal dort vorbeischauen!
Taxi bitte! - Lappländische Familiengeschichten

„Taxi bitte! - Symbiose in der Natur“
Behind the scenes: Heute aus dem lapplädischen Familienleben.
Aber zuerst die Vorgeschichte. Wer bei schönem Wetter schon einmal den Landeanflug auf einen der Flugplätze im Inland von Västerbotten oder Norrbotten erlebt hat, weiss es aus eigener Anschauung: Die Oberfläche Lapplands besteht zu einem ziemlich grossen Teil aus Wasser.
Das hat verschiedene Folgen. Eine davon ist die manchmal auftretende Schnakenplage im Sommer. Eine andere - weniger bekannte - sind Frösche und Kröten. In manchen Jahren quakt und hüpft es einfach überall. Der regenreiche Frühling und Vorsommer haben das in diesem Jahr zusätzlich begünstigt. Ab Juli schlüpfen die Kleinen Frösche und Kröten. Ein wahrer Augenschmaus.
An einem der letzten richtig heissen Tage (vor ca. 3 Wochen) waren wir an einer entlegenen Stelle (sehr schöner Sandstrand) am Vindelälven unterwegs. Ein wahrer Traum, besonders auch für die Vierpfoter. Die Hunde haben mit Hingabe im Sand gebuddelt und sich gewälzt. Und hier hat sich die im Bild festgehaltene "Symbiose" ergeben.
Wieder auf dem Rückweg ist Frau Lapplandblog das neu gegründete Taxiunternehmen ins Auge gefallen. Ein kleiner Frosch (oder eine Kröte?) hatte sich offensichtlich für eine Innovation bei der Fortbewegung entschieden. Statt selbst zu hüpfen (anstrengend!) thronte er (oder sie) auf dem Rücken unserer Hündin und liess sich den Fahrtwind um den Kopf wehen. Zufall oder gewollt? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ein interessantes und schönes Erlebnis. Und keine Sorge: Wir haben den kleinen Hüpfer an einer fechten Stelle wieder behutsam ins Gras gesetzt.
Naturreservat Storforsen in Norrbotten / Lappland

„Blick vom Storforsen - am Horizont das gleichnamige Hotel“
Heute wieder ein touristischer Geheimtipp für alle Lappland-Urlauber und Besucher. Ca. 40 Km nordwestlich von Älvsbyn (Norrbotten) befindet sich eine besondere Sehenswürdigkeit: Storforsen.
Was verbirgt sich hinter dem Namen? „Fors“ auf Schwedisch bedeutet „Stromschnellen“, „Stor“ bedeutet „Gross“. Über die „grossen Stromschnellen“ fliesst ein Nebenfluss des Piteälven (einer der Nationalflüsse Schwedens).
Storforsen ist der grösste naturbelassene Stromschnellenabschnitt Europas. Das gesamte Gebiet der Stromschnellen ist ein Naturreservat.
Der Storforsen überwindet auf eine Länge von 5 Kilometern einen Höhenunterschied von 82 Metern. Besonders sehenswert ist der letzte Abschnitt, auf den auch der grösste Höhenunterschied (von ca. 60 Metern) entfällt. Das Wasservolumen ist beeindruckend: Bis zu 1024 Kubikmeter Wasser fliessen pro Sekunde über die Stromschnellen. Der Durchschnittswert im Jahresmittel liegt bei 162 Kubikmetern.
Für Besucher gibt es mehrere ausgebaute Pfade, die bis zum letzten Abschnitt hinauf führen. Besonders löblich ist, dass auch Rollstuhlfahrer viele Pfade nutzen können.
Am Fusse des Storforsen liegt das gleichnamige Hotel. Viele der Zimmer und Konferenzräume haben einen wunderbaren Ausblick auf die Stromschnellen. Besonders beliebt für Hochzeiten ist die Kapelle neben dem Hotel. Sie ist auf den Storforsen ausgerichtet. Hinter dem Altar befindet sich ein überdimensionales Fenster mit Blick auf die Stromschnellen, was eine sehr besondere Atmoshäre für Trauungen schafft.
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Im Test: NoiseControl für MacOS X von ThePlugin Site
Einleitung
Vergangene Woche, genauer am 16., flatterte eine Pressemeldung von ThePlugin Site ins Haus. NoiseControl, das neueste Plugin aus der Serie „PhotoWiz“ liegt jetzt auch für MacOS X vor.
Regelmässige Blogleser wissen es bereits. Ich bin ein grosser Fan der unter dem Namen „PhotoWiz“ vertriebenen Photoshop-Plugins der kleinen deutschen Softwareschmiede ThePlugin Site aus Nürnberg. Und die Pressemeldung zu NoiseControl hat natürlich sofort mein Interesse erweckt.
B/W-Styler, Contrast Master und Color Washer aus der Serie „PhotoWiz“ haben wir früher bereits getestet.
Hinweis: Screenshots und illustrative Beispiele zum Test von NoiseControl finden sich in der Galerie zum Testbericht (neues Fenster).
Eine Demoversion des Plugins kann hier beim Hersteller angefordert werden.
Stichwort: Entrauschen digitaler Bilder
Das neue Plugin NoiseControl widmet sich - wie schon der Name verrät - der Noise Reduction, auf gut Deutsch: dem Entrauschen von digitalen Bildern.
Bevor es in den ausführlichen Test geht, einige Vorbemerkungen zum Verständnis.
Moderne DSLRs haben - verglichen mit früheren Digitalkameragenerationen - von Haus aus ein sehr gutes Rauschverhalten. Waren ISO 1600 bei der guten alten D1H (oder ISO 800 bei der D1X) eine wirklich grosse Herausforderung, sind heute ISO 6400 mit der D3 ganz gut zu hantieren.
Viele kostenbewusste Anwender, insbesondere jene, die ihr Geld mit Fotos verdienen und die nicht regelmässig und häufig auf hohe ISO-Werte zurückgreifen müssen, setzen aber ot noch ältere Kameras ein. Warum auch wechseln, wenn ein Kamerawechsel ausser Kosten keine Resultate einbringt?
Zum anderen gibt es - kommerziell wie nicht-kommerziell - aus verschiedenen Gründen immer wieder Aufnahmen, die mit kleinem Sensor gemacht werden. Dort schlägt das Rauschen bei höheren ISO-Werten dann in aller Regel richtig zu.
Schliesslich gibt es die Gruppe der „Pixel-Peeper“, bei denen immer alles in 100%-Ansicht perfekt sein muss. Mit den Jahren habe ich mich in dieser Hinsicht stark verändert. Am „pixel peeping“ habe ich keine Freude mehr. Pragmatismus lautet die Devise.
Für mich ist mittlerweile der intendierte Verwendungszweck der Aufnahmen entscheidend. Bilder für den hochauflösenden Druck müssen selbstverständlich hochoptimiert sein. Schon für die Tageszeitung kann und darf der Nachbearbeitungsaufwand aber viel geringer sein. Trotzdem ist bei bestimmten Verwendungsarten das saubere Entrauschen Pflicht.
Entrauschen und der Workflow
Das Entrauschen hat auch viel mit dem Workflow zu tun. Wenn nicht gerade Zeitdruck herrscht, arbeite ich häufig mit RAW. Im RAW-Workflow verwende ich Bibble. Meiner Meinung nach der beste (und vor allem auch der schnellste) RAW-Konverter auf dem Markt. In Bibble ist standardmässig die Basisversion von Noise Ninja integriert. Für die normalen Fälle ist die Noise Reduction also bereits im RAW-Workflow angesiedelt. Noise Ninja hat aber seine Eigenheiten und kann mit manchen Rauschmustern aus bestimmten Kameras nicht umgehen.
Bei den Aufnahmen aus dem Sigmas ist die Entwicklung mit SPP angesagt. Hier gefällt die Sigma eigene Entrauschung eher selten.
Und ausserdem gibt es immer wieder einmal Situationen, bei denen ich mit out-of-the-cam JPGs arbeiten muss.
Aus verschiedenen Gründen ist also eine zusätzliche Lösung zum Entrauschen angesagt. Bislang habe ich dafür NeatImage unter Photoshop eingesetzt. Und hier kommt nun NoiseControl ins Spiel. Das neue Plugin muss gegen das altbewährte NeatImage (v4.7 Pro) antreten.
NoiseControl im Überblick
Dir Installation des Plugins ist völlig unkompliziert und geht rasch vonstatten. Der Installer prüft, welche Host-fähigen Applikationen sich auf der Festplatte befinden und fragt nach, für welches Programm das Plugin installiert werden soll. NoiseControl ist mit einer Vielzahl an Host-Applikationen kompatibel. Eine genaue Liste findet sich auf der Seite des Herstellers.
NoiseControl wird - wie die meisten andern Photoshop-Plugins auch - über das Filter-Menü aufgerufen. Dort findet sich nach der Installation ein Unterpunkt „Photo Wiz“ unter dem sich NoiseControl aufrufen lässt.
Das Plugin lässt sich in den Preferences auf Deutsch oder Englisch einstellen. Wird dort dann noch der Reiter „Hilfe“ ausgewählt, werden zu fast allen Einstellungsmöglichkeiten sehr gute und verständliche („kontextsensitive“) Hilfetexte angezeigt.
NoiseControl bietet zwei Modi: Einfachmodus und Hauptmodus. Für den Einstieg bietet sich der Einfachmodus an. Im Hauptmodus fühlt sich der Anwender möglicherweise erst einmal erschlagen von den vielen Optionen und Einstellmöglichkeiten. Wer schon mit anderen Plugins aus der PhotoWiz Serie gearbeitet hat, wird sich bei der Bedienung gleich heimisch fühlen.
Nähern wir uns dem Plugin also über den Einfachmodus. Auf der linken Fensterseite findet sich die Vorschau. Am besten bewährt sich dort Split-View bei 100% (wichtig!). Mir einem Klick auf Reset (oben rechts) werden alle evtl. vom vorherigen Einsatz gespeicherten Werte wieder auf Standard gesetzt.
Wie andere Plugins zum Entrauschen bietet NoiseControl eine Auto-Analyse. Die Auto-Analyse kann sowohl das gesamte Bild, wie auch nur bestimmte Bildbereiche in die Analyse einbeziehen.
Zusätzlich können die von der Auto-Analyss gefundenen Einstellungen manuell verfeinert werden. Im Einfachmodus ist die Anzahl der Optionen erfrischend und clever beschränkt, um den Anwender erst einmal nicht unnötig zu verwirren.
Sind die idealen Werte gefunden, können die Einstellungen als kameraspezifisches Preset für einen bestimmten ISO-Wert gespeichert werden. Einige allgemeine Presets werden zur Verdeutlichung des Funktionsumfanges ab Werk mitgeliefert. Sind einmal eigene Presets erstellt, können diese automatisch „passend“ zu den EXIF-Daten im Bild abgerufen und angewendet werden.
Wer tiefer einsteigen will, schaltet in den Hauptmodus um. Der Auto-Tab sieht dort zwar aus, wie im Einfachmodus. Unter den weiteren Tabs (Manuell, Ton, Farbe, Korrektur) finden sich dann allerdings jede Menge Möglichkeiten zum Finetuning. Die kontextsensitive Hilfe und die hervorragende Dokumentation sind dabei von grosser Hilfe. Die Arbeit im Hauptmodus verlangt dem Anwender einiges ab, führt aber zu den besten Resultaten. Und die können dann - wie bereits gesagt - als kamera- und ISO-spezifische Presets gespeichert werden.
Im praktischen Test
Für den Test habe ich meine „Rausch-Königin“ eingesetzt: eine ältere Leica D-Lux 2. Sie hat bereits in der niedrigsten ISO-Stufe (ISO 80) einiges an Rauschen anzubieten und steigert sich dann bis hin zum eigentlich Unerträglichen bei ISO 400. Ich habe mehrere out-of-the-cam JPGs mit verschiedenen ISO-Werten aufgenommen und sowohl mit NeatImage (dort mit den über die Jahre von mir verfeinerten Einstellungen), als auch mit NoiseControl (im Einfachmodus mit Anpassungen) nachbearbeitet. Die Resultate sind als 100%-Crops in der Bildergalerie zum Test zu sehen. Alle Bilder sind mit ISO-Wert und verwendeter Software gekennzeichnet.
Ich möchte darauf hinweisen, dass ich mit NoiseControl bei diesen Beispielen nicht im Hauptmodus experimentiert habe. Weiteres Finetuning ist hier also ohne weiteres noch möglich. Bei NeatImage ist zu berücksichtigen, dass das Plugin ab Werk mit einem Spezialprofil für die verwendete Kamera versehen ist und auf meine über 3 Jahren hinweg verfeinerten Individualeinstellungen zurück greift. Insofern sind die Testvoraussetzungen günstiger für NeatImage, was in der Bewertung zu berücksichtigen ist.
In Sachen Geschwindigkeit ist NoiseControl deutlich langsamer als NeatImage. Die Resultate sprechen aber für sich. Und sind die richtigen Einstellungen einmal gefunden, lassen sich Bilder in NoiseControl auch bequem als Batch bearbeiten.
NeatImage liefert im Vergleich mehr „plastikartige“ Ergebnisse. NoiseControl ist angenehmer und nicht so „glattgebügelt“. Die Kontraste bei NeatImage sind viel deutlicher ausgeprägt. Wohl auch eine Folge der harten Herangehensweise. Mir gefallen die Resultate von NoiseControl deutlich besser. Sie sehen viel „natürlicher“ aus.
Fazit
Auch mit NoiseControl ist Plugin Site wieder ein grosser Wurf gelungen.
Vom Anwender wird (zunächst einmal) mehr verlangt, als bei anderen Plugins. Der investierte Aufwand zahlt sich aber aus. Die Resultate sprechen für sich und bieten ein natürlich und organisch entrauschtes Bild ohne der Gefahr zu erliegen, die Entrauschung zugunsten eines „Plastik-Looks“ zu übertreiben.
Wer Noise Reduction benötigt, sollte in jedem Fall einen Blick auf NoiseControl werfen, um sich selbst überzeugen zu können.
Der vergleichsweise günstige Preis von USD 50 macht das Plugin zusätzlich attraktiv.
-> Screenshots und illustrative Beispiele finden sich in der Galerie zum Testbericht (neues Fenster).
Zusammenfassende Bewertung
Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut):
Funktionalität: 5
Anwenderfreundlichkeit: 4,5
Geschwindigkeit: 4
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5
Gesamtbewertung: 4,75
Unser Fazit: “Must have”
Making Light -Eine Einführung in das entfesselte Blitzen von Piet van den Eynde
Eine Einführung in das entfesselte Blitzen
von Piet van den Eynde
Grundsolide, sehr gut strukturiert und sehr anschaulich. Das sind die Charakteristika des neuen Ebooks in der Reihe Craft & Vision. David DuChemin, der Herausgeber, war wieder so freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.
Das 63-seitige Buch (im A4 Querformat) ist in 9 Kapitel aufgeteilt. Von den Grundlagen (“Bitte den Blitz abnehmen”) über Fragen des erforderlichen Equipments, bis hin zu komplexen Anwendungssituationen deckt Piet eine grosse Bandbreite des entfesselten Blitzens ab.
Nach der Einführung in das Thema folgt etwas Theorie und dann sogleich ein Kapitel über viele Aspekte des entfellten Blitzens im fotografischen Alltag (inner- wie ausserhalb des Studios).
Der Stil des Buches ist sehr angenehm. Hier schreibt jemand, der das Thema verinnerlicht und durchdrungen hat. Knapp und präzise, aber zugleich sehr pädagogisch.
Kurz gesagt: Das Ebook beantwortet die meisten Fragen, die ich in Workshops zu diesem Thema regelmässig gestellt bekomme.
Sehr erfreulich ist, dass Piet technische Details und Fragen sowohl für die Canon, als auch für die Nikon-Welt behandelt. Besonders gelungen und von hohem praktischen Nutzen finde ich die checklistenartigen Schritt-für-Schritt Anleitungen für Canon, bzw. Nikon Anwender in den Kapiteln 6 und 7.
Wir üblich ist das Buch vollgepackt mit vielen anschaulichen Bildbeispielen und Abbildungen (jeweils mit Erläuterungen) .
Als “Schmankerl” gibt es im letzten Kapitel neun Fallstudien anhand von Bildern, bei denen Piet genau seine Vorgehensweise beschreibt.
Fazit: Ein hervorragendes Buch für den Einstieg in das entfesselte Blitzen. Grundsolide, sehr gut strukturiert und sehr anschaulich. Kurz: Sehr epfehlenswert!
Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist - wie immer - die ausdruckbare PDF-Version.
Der Preis - USD 5 - liegt wie immer auf günstigem Niveau und für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 21. August 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: LIGHT4
Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes LIGHT20 insgesamt 5 Bücher zum Preis von 4 (=20% Rabatt).
-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.
Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele

„Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele“
-> Hier gehts zur Galerie „Drachenboot-Rennen in Vindelgransele 2011“
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Behind the scenes: Ein Stück China in Lappland. Aber der Reihe nach. Vindelgransele liegt am Vindelälven. Hier dreht sich vieles ums Wasser und der Ort ist für die hohe Qualität seiner Fischgründe bekannt. Über den Sommer kommen z. B. regelmässig viele Angler aus Italien hierher.
Aber Vindelgransele hat noch mehr zu bieten. Jährlich findet auf dem Vindelälven das “Drakbåtstävling”, ein Drachenboot-Rennen, statt. An derselben Stelle übrigens, an der sich im Winter einer der Checkpoints für das Schlittenhunderennen „Vindelälvsdraget“ befindet.
Drachenboote sind grosse, offene Paddelboote, die ursprünglich aus China stammen. Charakteristisch sind Bemalung, Schnitzarbeiten und ein dekorativer Drachenkopf- und Schwanz. Nach der chinesischen Tradition stilisiert das Boot einen Drachen.
Zurück nach Vindelgransele. Die einzelnen Mannschaften bestehen jeweils aus 12 Paddlern und einem Trommler. Die Teams müssen gemischt sein (jeweils mindestens drei Teilnehmer des Minderheitengeschlechts). Gefahren wird mit zwei Booten gegeneinander im “K.O.-System”. Damit ist sichergestellt, dass der Wettbewerb einige Zeit dauert. Die beiden Boote werden vom Versanstalter gestellt.
Umrahmt wurde der Wettbewerb von einem Spielepark für die Kinder, guter Verpflegung (erstklassige Hamburger!) und einer kleinen Gewerbeschau.
Wir waren dort ausnahmsweise mal ganz privat. Frau Lapplandblog (Bilder mit "M") mit der langen Linse und ich (Bilder mit "W") mit festen 28mm.

„Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele“
Herzschmerz in Farbe - Abgesang auf den Sommer in Lappland

„Abgesang auf den Sommer in Lappland“
Behind the scenes: Abendliche Exkursion zu einem meiner Lieblingsplätze. Der Weg dorthin ist nicht einfach und führt durch ein Sumpfgebiet. Angekommen, erlebe ich ein Feuerwerk am Himmel. Gülden und honigfarben leuchten die vorüberziehenden Wolken. Steine schweben scheinbar über dem Wasser. Die Wärme verfliegt. Es wird kühl und kühler. Ein Kranichpärchen zieht seine Kreise, trainiert für die grosse Reise und singt mit lauter Stimme den Abgesang auf den Sommer in Lappland.
Gastbeitrag bei Phil Porter: Pushing the limits - Getting into the flow
-> Dort ist gerade mein Gastbeitrag „Pushing the Limits - Getting into the flow“ veröffentlicht worden.
Loppis und Auktion in Schweden

„Auktionator im vollen Einsatz“
Behind the scenes: Urlaubern und Touristen in Schweden haben bestimmt schon das Schild “Loppis” am Strassenrand gesehen. Das ist die Kurzform von “Loppmarknad”, was übersetzt “Flohmarkt” bedeutet. Ab Juni schiessen die “Loppisar”, d.h. die Flohmärkte geradezu aus dem Boden. Hinter einem Loppis kann sich vieles verbergen. Vom kleinen Tapeziertisch mit einigen Sachen bis hin zu ganzen Lagerhallen mit unüberschaubarem Angebot. Reinschauen lohnt sich oft, denn oft gibt es wahre Schätze für beinahe umsonst.
Der Tipp lautet, sich VORHER zu überlegen, was man denn eigentlich braucht. Sonst endet ein Loppisbesuch gerne mit einem vollen Kofferraum :)
Als besondere Formen werden der „Garageloppis“ und der „Flyttloppis“ unterschieden. Ersterer ist ein kleiner privater Garagenflohmarkt, zweitererdient dazu vor einem Umzug all das anzubieten, was nicht mehr benötigt wird. Im ländlichen Raum gibt es aussderdem den „Bondloppis“, d.h. den Flohmarkt auf dem Bauernhof (meist in einer alten Scheune oder einem alten Stall).
Der Schwede denkt beim Thema Loppis sehr praktisch und kauft häufig tatsächlich benötigte Alltagsgegenstände. Das geht vom Vogelkäfig bis zum Rasenmäher. Daneben gibt es aber sehr häufig auch altes Geschirr, Möbel und allerlei Zierrat. Mitunter findet man alte Grammophone, Schmuckstücke, usw. Für Liebhaber von Antiquitäten ist der Loppis Pflichtprogramm. Auf dem Loppis darf übrigens normalerweise über den Preis gefeilscht werden.
Neben dem Loppis gibt es aber noch eine weitere Verkaufsplattform, die es zu besuchen lohnt: Die Auktion. Auktionen finden oft statt, wenn Häuser nach Todesfällen (oder Umzug ins Altenheim) geräumt werden. Dann soll alles “auf einen Rutsch” verkauft werden (was beim Loppis so nicht zu realisieren ist).
Der Hausrat - und oft auch Maschinen und Geräte - wird zusammen gestellt und dann versteigert. Die Auktionen werden in lokalen Nachrichtenblättern oder an den Schwarzen Brettern (“Anslagstavla”) bekannt gegeben.
Das führt i.d.R. zu richtigen Volksfesten. Manchmal kommen wahre Volksmassen. Denn die Auktion ist meistens mit einer gehörigen Portion Unterhaltung verbunden. Ein guter Auktionator versteht es, mit Humor durch die Versteigerung zu führen.
Normalerweise besteht die Möglichkeit alle Waren vor dem Beginn der Auktion zu besichtigen, und sich die eigenen Wünsche zu speichern. Das ist auch wichtig, denn während der eigentlichen Auktion geht es dann immer sehr schnell zu.
Ein besonders beliebter Auktionsgegenstand ist die “Fyndlåda” (“Fundkiste”). Hier werden in Kartons viele thematisch passende Dinge gepackt und als Paket versteigert. Da es sich meistens um sehr viele Kartons handelt, kann das zu mancher Überraschung führen. In Anbetracht eines durchschnittlichen Preises von ca. 1 bis 5 Euro pro Karton bei Haushaltswaren ist das eine spannende und oft sehr lohnenswerte Angelegenheit.
Auch spezielle Waren werden derart gebündelt, z.B. Elektrogeräte, Handwerkszubehör, usw. Diese Pakete können dann - je nach Inhalt - zu regelrechten Bieterschlachten führen.
Der Auktionator bestimmt - je nach dem Gang und Verlauf der Auktion - fexibel selbst, welche Stücke er einzeln aufruft und welche Stücke er als Pakete anbietet.
Der Tipp zur Auktion lautet, brauchbare Sprachkenntnisse mitzubringen und sich erst einmal eine Auktion und die dortigen Gepflogenheiten in Ruhe anzusehen. Denn sonst kann eine hastige Handbewegung des unbedachten Auktionsteilnehmers schnell dazu führen, dass man plötzlich irgend etwas ersteigert hat (was man im Regelfall gar nicht unbedingt haben will).

„Grosses Publikum auf der Auktion - trotz Regens“
"Ernst aber nicht hoffnungslos" contra "Hoffnungslos aber (noch) nicht ernst"?

„Ernst aber nicht hoffnungslos“
contra
„Hoffnungslos aber (noch) nicht ernst“
Behind the scenes: Einen ausführlichen Nachrichten-Podcast auf dem MP3-Player lauschend durchquerte ich irgendwo in Lappland eine stillgelegte Kiesgrube in der allerlei Schrott herumlag. An den Börsen sieht es unüberschaubar aus, höre ich. Plötzlich zieht es mich zu einem Motiv, das ich - zunächst mehr unterbewusst - identifiziere. Eine Kurve. Das potentielle Gegenstück dazu hatte ich vor knapp einem Jahr in Göteborg fotografiert. Nur zeigte dieses (noch) in die andere Richtung.
Lycksele Motorveckan 2011 - Yankee Cars & Classics im Street-Style

„Lycksele Motorveckan 2011 -
Yankee Cars & Classics im Street-Style“
Behind the scenes: Einmal jährlich verwandelt sich Lycksele - eine beschauliche Stadt mit 8.513 Einwohnern im Inland Västerbottens - in ein Mekka der Automobilfreunde. Denn im Juli findet dort immer die „Motorveckan“ („Motorwoche“) statt.
Im vergangenen Jahr waren über 30.000 Besucher zu verzeichnen. Das Programm ist vielfältig, unterhaltsam und abwechslungsreich. Der Abschlusstag stand unter dem Motto „Yankee Cars & Classics“ und es gab jede Menge US-Oldtimer zu sehen; darunter viele absolute Raritäten.
Ich hatte am Samstag die Ehre, Frau Lapplandblog dorthin zu begleiten. Sie ist bekanntlich u.a. auf Automobil-Fotografie spezialisiert. Während Frau Lapplandblog die Speicherkarten mit genialen Bildern der automobilen Schätze füllte, assistierte ich und schlenderte einfach etwas umher. Ich hatte bewusst nur eine kleine digitale Leica mitgenommen, um die Stimmung im Street-Style einzufangen.
Eine Serie mit einer Auswahl von Frau Lapplandblog wird es demnächst bei ihr im Blog geben.
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Outdoor-Food-Shooting in der Tourismus-Fotografie

„Outdoor-Food-Shooting: Die Grillspiesse stehen bereit“
Behind the scenes: Im Moment sind wir gerade mit einer grösseren Serie Outdoor-Food Aufnahmen in der Tourismus-Fotografie beschäftigt. Es geht um sehr individuelle Reisepakete, die mit Erlebnissen in der Natur verbunden sind. Und da gehört natürlich auch das Essen im Freien mit dazu, will heissen z. B. Grillen am Lagerfeuer u.ä. Der Kunde - ein Anbieter im sehr hochwertigen Reisesegment - möchte eine möglichst natürliche Atmosphäre eingefangen haben. Die Bilder sollen für Print und Web verwertet werden.
Gar nicht so ohne, denn das Location-Scouting gehört mit zu unseren Aufgaben (wir kennen schliesslich unsere Umgebung ganz gut). Auf der Shotlist sind verschiedene “Outdoor-Mahlzeiten”.
So sind wir denn zur Zeit häufig parallel unterwegs, einmal um die idealen Plätze zu zeigen, zum anderen um oft auch gleich in medias res zu gehen. Die Stimmung ist immer sehr gut, denn anschliessend wird das Gekochte (oder Gebratene) dann vom ganzen Team (in diesem Falle idR 5-7 Personen) verspeist.
Es kommt dem Kunden mehr auf die richtige Stimmung und das richtige Flair an und so ist kein aufwendiges Food-Styling erforderlich (will sagen und für Insider: alles ist und bleibt essbar).
Von den eigentlichen Aufnahmen dürfen wir leider hier nichts zeigen, aber vom „Drumherum“. Deswegen im Bild eine Batterie vorbereiteter Grillspiesse (persönlich handgeschnitzt vom Fotografen), während wir auf den passenden Sonnenstand gewartet haben (ca. 30 Minuten vor dem “Go”).
Und wieder geht ein Tag vorüber

„Und wieder geht ein Tag vorüber...“
Behind the scenes: Die Tage in Lappland werden kürzer und bescheren uns wieder traumhafte abendlich Lichtspektakel. Zeit, die Seele baumeln zu lassen und zu betanken:
Und wieder geht ein Tag vorüber,
versinkt im Dunst der Dämmerung.
Unheimlich langsam zieht der Tag vorüber,
und schon erscheint der erste Stern.
Gedanken zum Ende einer Ära

„Installation im 60-er Jahre Museum in Malå“
Behind the scenes: In diesen Tagen ist nun also die “Atlantis” das letzte Mal gelandet und die Space-Shuttle-Ära hat ihr Ende gefunden. Wie schnell die Zeit vergeht...
Im Zuge der Reportage über die Theaterpremiere von Bergatrollet Tjam haben wir auch dem 60-er Jahre Museum in Malå einen Besuch abgestattet. Das hat mich sehr an die Raumfahrt erinnert - wollten wir als Kinder nicht alle einmal Astronaut werden?.
In diesem Museum gibt es eine eigene Installation zur ersten Mondlandung. Der Kurator hat gute Arbeit geleistet, und eine “Mondlandungs-Ecke” samt Sternenzelt geschaffen. Der Raumanzug ist leider wohl kein echtes Exemplar von der NASA, wirkt aber dennoch überzeugend. Es gibt noch unbeachtete Points of Interest in Lappland.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die Umwelt, oder einen Touristen

„Naturreservat Lappland?“
Behind the scenes: Lappland wird gerne als “die letzte Wildnis Europas” beschrieben und beworben. Und in weiten Teilen stimmt das auch noch. Trotzdem sind auch hier leider Missstände zu beklagen. Und das auch noch ausgerechnet aus der “Öko-Ecke”. Konkret geht es um den Ausbau der Windkraft, die derzeit hier (wie lange noch?) hoch im Trend liegt.
Um ganz deutlich zu sein: Im Vergleich zur Atomkraft sind mir Windkraftwerke immer noch hundertmal lieber. Keine Diskussion.
Dass aber ausgerechnet in landschaftlich sehr schönen Gegenden mit erhaltungswürdiger Flora und Fauna die Windparks aus dem Boden schiessen, ist sehr bedauerlich.
Kürzlich hat es es ein Besucher kurz und bündig auf den Punkt gebracht: “Die Windkraft-Regionen in Lappland sind für mich als Besucher und Tourist gestorben. Hierher komme ich sicher nicht wieder.”
Umso mehr schade, als die unschönen “Stahlspargel mit Flügeln” für die nächsten 25-35 Jahre festbetoniert sind. So werden ganze Landstriche touristisch unbrauchbar gemacht. Aber es kommt noch schlimmer.
Einige Biologen und Naturkundler, die in den vergangenen Wochen hier zu Besuch waren, und für die wir in einigen Dokumentationsprojekten gearbeitet haben, zeigten sich sehr bestürzt über die immense Naturzerstörung. Kilometerlange Wege werden gezogen. Für die Hochspannungsleitungen entstehen breite Schneisen, die nicht nur hässlich sind, sondern Lebensräume seltener Arten zerschneiden und zerstören.
Ganz zu schweigen von den Auswirkungen der permanenten Lärmentwicklung (gerade auch im tieffrequenten Bereich), den Lichtreflexen und dem Elektrosmog.
Leider gilt es auch hier, der Realität und den Fakten ins Auge zu sehen. Auch wenn es für manche unbequem sein mag. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen werden ihre Spuren hinterlassen. Frage sich nur, zu was das führen wird.

„Zerstörte Natur“
Leben und Tod - Details einer Bebilderung
Es geht um die Bebilderung eines Bändchens mit dem herausfordernden Titel “Leben und Tod”. In dem kleinen Bildband widmet sich der Verfasser dem Gang des Lebens anhand der Symbolik der Jahreszeiten. Die einzelnen Abschnitte bestehen aus Kurzgeschichten und Gedichten.
Der Autor bat um die Teilbebilderung von “Herbst” und “Tod”, einmal zu einer Kurzgeschichte und einmal zu einem Gedicht. Das besonders Spannende daran ist, dass es sich um einen schwedischen Autor und eine schwedische Buchausgabe handelt, die sich an schwedische Leser richtet. Die kulturelle Einbettung der Symbolik ist also nicht ganz unwichtig. Die ausdrücklichen Wünsche des Autors waren Einfachheit und Naturbezogenheit. Gefragt war seitenfüllendes Hochformat für die Publikation im ca. A6-Format.

„Herbst“
Für den Herbst fiel die Wahl auf ein ganz schlichtes Bild sterbender, herbstlicher Blätter. Hier spricht die Farbe ganz deutlich. Sehr ausdrucksstark und “spätsommerlich”. Nicht mehr in voller Blüte und Kraft.
Unter den Blättern liegen bereits einige herabgefallene verwelkte Nadeln und kleine Äste. Der Bezug zur Ewigkeit; die Todesnähe. Die herbstliche Pflanze wächst aus einer Steinspalte. Aus der Tiefe und der Geborgenheit. Gut verwurzelt. Mit Fundament.

„Kreis des Lebens“
Für den Winter sollte ein Bild “den Kreis” zwischen Tod und Leben schliessen. Im zu bebildernden Gedicht geht es um die Enkel und Urenkel des Verstorbenen. Neues Leben, das auf dem vergangenen Leben beruht. Hier fiel die Wahl auf ein Bild in dem aus einem halb-verwitterten Baumstumpf neues grünes Schilfgras spriesst. Im Hintergrund ein Stück der Uferlinie und einige Steine. Im Licht des frühen Abends fotografiert kommen die Farben harmonisch zur Geltung. Die Steine und die Uferlinie stehen für ewigen Kreislauf und Kontinuität. Der obere Bildrand ist absichtlich so knapp beschnitten. Das bringt zum Ausdruck, dass der Fortgang der Geschichte, die Zukunft, offen ist. Wohin die Reise der grünen Sprosse geht, ist noch unklar und ungewiss.
Der Band wird voraussichtlich im Oktober erscheinen. Ich bin gespannt und freue mich darauf.
Lauer Sommerabend mit “Eisberg” :)

„Lauer Sommerabend mit “Eisberg” :)“
Behind the scenes: Ein lauer Sommerabend in Lappland mit einer Promenade am Wasser nach einer fantastischen Woche. Gut gelaunt, denn in der zurückliegenden Woche sind mehrere Reportagen von uns in verschiedenen Zeitungen erschienen.
Über dem See steigt gespenstisch leichter Nebel auf. Die Stimmung ist beinahe schon herbstlich, obwohl wir uns eigentlich noch im Hochsommer befinden.
Mit einem Schmunzeln auf den Lippen sehe ich auf die Stelle, an der normalerweise die Möwen ihren Tag - auf einem Stein sitzend - zubringen. Sie haben ihn bildlich in die Sitze eines Eisberges verwandelt.
Die schwedische Krone im Laufe der Zeit - Eine Geschichtsstunde aus dem Geldbeutel

„Ein-Kronen-Münzen im Laufe der Zeit: Wappenseite“
Die schwedische Krone, die eigentlich noch in je 100 Öre aufgeteilt ist, gibt es seit 1873. Vorläufer der Krone war der Riksdaler (“Reichstaler”). Genau genommen war die erste Krone noch gar keine rein schwedische Münze, sondern die Gemeinschaftswährung der Skandinavischen Währungsunion für Dänemark, Island, Norwegen und Schweden. Die rein-schwedische Krone gibt es seit 1924.
Interessanterweise sind aber noch immer alle Kronen-Münzen, die ab 1875 ausgegeben worden sind, nach wie vor als gesetzliche Zahlungsmittel zugelassen. Ein Blick aufs Wechselgeld lohnt also, denn es besteht die Chance auf Raritäten zu stossen.
Die Öre gibt es übrigens nicht mehr als Barzahlungsmittel. Zum 30. September 2010 wurde die bis dahin noch in Umlauf befindliche 50-Öre-Münze aus dem Verkehr gezogen. Rein zahlungstechnisch macht das auch Sinn, denn bei einem Kurs von 1 SEK = 0,1095 EUR (Stand 1. Juli 2011) war der Zahlungswert der 50-Öre-Münzen nahezu unbedeutend gering.
In den Preisangaben taucht die Öre aber noch auf. Ein im Zuge der Ausserkurssetzung eingeführtes Gesetz bestimmt nun für Barzahlungen, dass Beträge von 1-49 Öre hinter dem Komma auf die nächste Krone abgerundet, und Beträge von über 50 Öre auf die nächste Krone aufgerundet werden. Bei Kartenzahlungen wird allerdings nach wie vor auf die Öre genau abgerechnet. Beträgt der Kaufpreis an der Kasse also z. B. 9,50 Kronen (d.h. 9 Kronen 50 Öre) ist der Barzahlungspreis 10 Kronen, der Kartenzahlungspreis indes 9,50 Kronen.
Nun aber von der Öre zurück zur Krone. Traditionell trägt die Ein-Kronen-Münze immer das Bild des amtierenden schwedischen Königs (bzw. künftig der Königin) auf der einen Seite und das Staatswappen oder eine Krone auf der anderen. Um das Konterfei des Monarchen (bzw. der Monarchin) ist das königliche Motto des jeweiligen Staatsoberhauptes in die Münze geprägt.
Das älteste Stück im Geldbeutel - auf dem Foto bei 12 Uhr - stammte also aus dem Jahre 1942. Damals war Gustav V König. Sein Motto lautete “Med folket för Fosterlandet” („Mit dem Volk für das Heimatland“). Auf der Vorderseite prangt das sehr schöne alte Wappen.
Münze Nummer 2 - auf dem Foto bei 15 Uhr - ist der derzeit wohl am häufigsten in Umlauf befindliche Typ. Sie wurde von 1976-2000 ausgegeben. Dieses Exemplar stammt aus dem Jahre 1983 und trägt den amtierenden König Karl XVI Gustaf - abstrahiert dargestellt - auf sich mit seinem Motto “För Sverige i Tiden”.
Münze Nummer 3 - auf dem Foto bei 18 Uhr - ist die neuere Version der Nummer 2 (ausgegeben seit 2001) mit einem deutlich schöneren Monarchenbild und stammt aus dem Jahre 2009.
Die Nummer 4 schliesslich - auf dem Foto bei 21 Uhr - ist eine besondere Gedenkmünze aus dem Jahre 2009, welche der besonderen Verbindung von Finnland und Schweden gewidmet ist. Statt eines Wappens trägt sie das Bild eines unterbrochenen Linienfeldes auf der einen Seite. Auf der anderen Seite befindet sich ein Bild des Königs. Sie ist nicht sehr häufig, aber durchaus tatsächlich im Umlauf zu finden.

„Ein-Kronen-Münzen im Laufe der Zeit: Monarchenseite“
Eine sehr seltene Münze fehlt leider noch in der Sammlung (und auf dem Foto): Im Jahre 2000 gab es zum neuen Jahrtausend eine Ein-Kronen-Münze in sehr geringer Sonderauflage. Auf dieser Sonderprägung sind unter dem Staatswappen die Initialen des Königs eingeprägt. Sollte sich diese Prägung einmal in den Geldbeutel verirren, werde ich ein Foto nachreichen.
Neben den im regulären Umlauf vorkommenden Münzen gibt es natürlich noch eine Vielzahl von Sonderprägungen in verschiedenen Nennwerten (10 SKR - 1.000 SKR) zu besonderen Anlässen, darunter etliche Silber- und Goldmünzen. Diese sind zwar ebenso als Zahlungsmittel zugelassen, dürften aber nicht im tatsächlichen Umlauf vorkommen. Eine Übersicht über die Sonderprägungen bis zum Jahre 2004 gibt es in dieser Broschüre der schwedischen Reichsbank.
Approaching storm

„Approaching storm“
Behind the scenes: Ein Grummeln aus der Ferne. Wie ein Sandsturm schiebt sich die bedrohliche Wolkenwand binnen Minuten bis auf einige hundert Meter heran und treibt die Finsternis vor sich her.
Eine beinahe apokalyptische Stimmung legt sich über die ausgedehnte Moorlandschaft in Lappland, in der wir gerade wandern.
Und kurz darauf fegt die erste Hagelwelle über uns hinweg. Die Vierbeiner nehmen es stoisch-gelassen und ich füge mich - das Naturschauspiel bestaunend - dem abkühlenden Schicksal. Nach 10 Minuten ist der Spuk hinüber. Und wir klitschnass.
Notiz an mich selbst: Die Urlaubstipps für Lappland unbedingt um gute Regenkleidung erweitern :)
Strandgedanken und 8 Urlaubstipps für das Campen in Lappland

„Strandgedanken in Lappland“
Behind the scenes: Brütende und schwüle Sommerhitze. Jede Handbewegung führt beinahe zum Schweissausbruch. Frischgepresster Zitronensaft verschafft ein wenig Linderung. Aber nur ein wenig.
Was tun? Ab zur Lieblingsstelle am Badeplatz in Mörttjärn und dort eine Pause einlegen (siehe bereits: Mörttjärn 1, Mörttjärn 2 und Mörttjärn 3).
Auf dem alten Landungssteg sitzend, mit einem guten Buch in den Händen und den Füssen gleichzeitig im Wasser, sieht die Welt gleich ganz anders aus :)
8 Urlaubstipps für den Sommer in Lappland:
1. Suchen Sie sich zum Campen eine Stelle an einem grösseren See oder Fluss, und keinesfalls an einem Sumpfgebiet. An grösseren Seen und Flüssen weht meist eine gute Brise. Das vertreibt die Zur Zeit in Massen vorhandenen Mücken!
2. Legen Sie sich in Schweden ein wirklich gutes Mückenmittel zu.
3. Fragen Sie am besten Einheimische nach guten Stellen zum Campen und Übernachten. Wenn Sie kein Schwedisch sprechen: Fast alle sprechen hier Englisch.
4. Tragen Sie hohe Schuhe und lange Hosen in unbekanntem Terrain. Dieses Jahr gibt es wieder sehr viele Kreuzottern.
5. Denken Sie an die zahlreichen Wildtiere: Lassen Sie Hunde nicht frei laufen.
Es gibt hier übrigens auch Braunbären in der freien Natur. Sollten Sie auf einen solchen stossen:
- Geniessen Sie den seltenen Anblick
- Halten Sie Abstand!
- Ziehen Sie sich dezent zurück!
- Keinesfalls füttern (gilt übrigens für alle Wildtiere)!
- Keinesfalls annähern!
Ihr Leben wird es Ihnen danken. Weitere Infos (allerdings in Schwedisch) in der hervorragenden Broschüre „Björnmöten“ vom Naturvårdsverket.
6. Rechnen Sie damit, dass viele Geschäfte und auch Werkstätten während der Urlaubszeit geschlossen haben. Der Servicelevel ist in dieser Zeit überall deutlich eingeschränkt; auch im Gesundheitssystem.
7. Generell wichtig: Das sog “allemansrätten” (“Jedermannsrecht”) gewährt sehr viele Freiheiten in der Natur. Es enthält aber auch Grenzen. Leider vergessen das viele Besucher und Touristen immer wieder. Bitte lesen Sie die vom schwedischen Naturvårdsverket bereit gestellten Informationen zum Jedermannsrecht (Direktlink zur deutschen Version) und halten Sie sich daran. Denken Sie bitte daran: Auch Sie sind ein Botschafter Ihres Heimatlandes und Ihrer Kultur.
8. In diesem Zusammenhang: In Lappland entstehen derzeit viele Windparks. Die ausgedehnten Baustellen und Baugebiete rund um die neuen Windkraftwerke sind mit Hinweisschildern versehen. Meiden Sie zu Ihrem eigenen Schutz diese Gebiete.
Gute Fahrt!
Gestrandet

„Gestrandet“
Behind the scenes: Viele brachen auf zu neuen Ufern. Einwandern, Auswandern, Einstiege, Aufstiege und Umstiege. Manche erklommen sogar die Leiter. Die der Hierarchie, der Karriere, des Erfolges. Oben angekommen, sahen sie das Schild: “Hier ist das Ende der Leiter”.
Wiederum auf zu neuen Ufern. Einwandern, Auswandern, Einstiege, Aufstiege und Umstiege.
Nur wenige haben ihr Ziel erreicht. Nur diejenigen, die ihr Ziel tief innen in ihrem Herzen auch kannten.
Die anderen.
Sind gestrandet.
Irgendwo. An einem Ufer.
Und als sie nochmals zu neuen Ufern aufbrechen wollten, bemerkten sie es. Ihr Boot war brüchig geworden.
Gestrandet.
Foto-Futter 27/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
• Fotofeinkost
- Der Augenschmaus ist heute wieder besonders exquisit: Matt Stuart.
Matt macht schlichtweg beeindruckende Aufnahmen und hat einen faszinierenden eigenen Stil entwickelt. Unbedingt in alle Galerien reinschauen. Hinweis zur Navigation: In Matts Galerien immer auf das Bild klicken, dann geht es weiter.
• Know-How
- Eine sehr häufige Frage, ist die Frage nach der Tiefe in der Fotografie: „Wie schaffe ich Tiefe und Räumlichkeit in meinen Bildern“. Oft gestellt. Diese Woche nun ist die Antwort in Buchform erschienen: „A Deeper Frame“ von David DuChemin.
Mich freut das ganz besonders, nachdem es um David - nach seinem Unfall in Italien - einige Zeit gar nicht gut stand. Aber nun ist er - auch wenn er noch nicht wieder laufen kann - wieder beinahe ganz der Alte. Und das spricht auch deutlich aus seinem diese Woche erschienenen Ebook. Prädikat: Sehr empfehlenswert. Zur Rezension bitte hier entlang.
• Technik
- Vielleicht nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen, aber sehr amüsant und interessant: Bei Lens Rentals hat man sich die Mühe gemacht 50 (!) UV-Filter auf ein Objektiv zu schrauben.
Und das sinnvollerweise noch im Vergleichstest: 50 qualitativ gute Filter gegen 50 nicht so gute. Die Ergebnisse sind aufschlussreich.
- Ansonsten hagelt es derzeit wieder Vorstellungen von neuen Kameras, Objektiven, usw. Interessant scheint die neue Olympus PEN E-P3 Serie zu sein BTW: Liebe Leute bei Olympus, die würden wir hier gerne mal testen!.
- Eine neue Technologie macht derzeit sehr von sich reden: Lytro.
Es geht um eine Kamera, die nicht nur eine Ebene, sondern ein ganzes Lichtfeld aufnimmt. Der Clou dabei ist, dass die Schärfeebene nachträglich ausgwählt werden kann (zum Verständnis am besten die Beispiele auf der Homepage von Lytro ansehen).
Im Spätjahr soll eine erste praxistaugliche Kamera erscheinen. In Blogs und Foren wird nun heftig gestritten, ob das denn noch Fotografie sei. Aber sind wir doch mal ehrlich: Das könnte ein Verkaufsschlager werden. Das werden die - durchaus berechtigten - Diskussionen nicht verhindern können. Der Haken ist eher der, dass die Auflösung bei den ersten marktreifen Modellen sehr gering ausfallen dürfte. Nichtsdestotrotz könnte Lytro in ein paar Jahren eine echte Zukunftstechnologie sein.
- Immer wieder erhalte ich Fragen nach dem Motto “Soll ich meine Kamera updaten, oder nicht?”. Bei Thom Hogan gibt es dazu eine ganz wunderbare tabellarische Übersicht (für die Nikon Modellpalette), die eigentlich keine Fragen mehr offen lässt.
• Tools
- Bibble der beste und schnellste RAW-Konverter auf dem Markt, entwickelt sich weiter zum absoluten Geheimtipp für digitale schwarz/weiss Fotografie. Neben der Fülle an bereits vorhandenen Plugins (kürzlich hatte ich über Gelatin berichtet), gibt es nun ein weiteres neues Plugin: Silicon Bonk. Das Plugin ist derzeit noch unter Weiterentwicklung und mit weiteren Funktionen darf gerechnet werden. Bereit jetzt ist es aber in jedem Fall eine weitere Bereicherung für die digitale schwarz/weiss Fotografie.
• Eigenes
- Abgesang: Da durfte ich mich nun diese Woche von einem Objektiv verabschieden. Das altgediente und geschätzte 18-200er von Nikon - eine hervorragende Allround-Linse für die Freizeit und für schnelle Reportagen im DX-Format - hat seine Dienste nun endgültig eingestellt. Schade, wenn ich bedenke, was wir gemeinsam so alles durchgemacht haben. Mancher Kratzer weckt Erinnerungen. Und mit dem Staub und Dreck, der sich innen im Objektiv befindet (Codename “Luftpumpe”) könnte sich sicher so mancher Kriminalist über Monate analytisch beschäftigen. Aber nun ist es wohl endgültig vorbei, denn der Kostenvoranschlag rechtfertigt eine Reparatur leider nicht mehr. Das führt mich zu der Frage: Hat unter der werten Leserschaft jemand irgendeine taugliche DX-Linse für Nikon (18-200, 18-105, 18-125, Sigma 17-70, o.ä.) günstig abzugeben? Falls ja, bitte mailen. Danke!
- Kommentare: Viele User haben um die Rückkehr der Kommentarfunktion direkt hier im Blog gebeten. Wir gehen daher nun mit Disqus als Kommentarsystem in eine neue Runde. Feedback dazu ist gerne willkommen.
So, das wars für heute. Einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche allerseits!
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M24 mal 120 Stück und ein Windhauch bitte

„M24 mal 120 Stück und ein Windhauch bitte“
Behind the scenes: Ein Königreich für einen Windhauch. Lappland stöhnt unter dem bislang wärmsten Tag des Jahres. Das Thermometer spielt in der 30-er Liga. Das mag für die Mitleser aus südlicheren Gefilden nicht spektakulär sein, für die Gegend um den Polarkreis ist es ganz ordentlich (und ungewohnt).
Zurück zum Windhauch. Über die Etablierungen von Windkraftwerken hatten wir hier schon verschiedentlich geschrieben. Mitte Februar hatte ich eine Baustelle besucht auf der gerade 900 Tonnen Stahlbeton vergossen worden waren. Interessant am Rande: Die Lebensdauer eines solchen Fundamentes soll - wenn alle Vorschriften eingehalten werden - bei ca. 50 Jahren liegen. Beachtlich wenn man bedenkt, welchen ständigen Erschütterungen und Belastungen es ausgesetzt ist.
Das besagte Fundament haben wir vor einigen Tagen nun wieder besucht, und dort ist jetzt alles bereit für neue Windräder. In Reih und Glied und millimetergenau eingepasst schauen die Befestigungsbolzen aus dem fertigen Fundament. Ich habe es nicht nachgemessen und nachgezählt, aber ich tippe auf ca. M24 und ca. 120 Stück. Die wird es dann auch brauchen, denn der Turm eines Windkraftwerkes wiegt 100-200 Tonnen und ein einzelnes Rotorblatt kann es - je nach Grösse - auf bis zu 10 Tonnen bringen. In einigen Wochen wird an dieser Stelle dann ein weiterer „ökologischer“ Energielieferant stehen, der - wie auch wir in der derzeit brütenden Sommerhitze - nur auf eines wartet: Einen Windhauch.
In eigener Sache: In der Seite hat sich gerade ein neuer Button eingenistet „Google+“. Wir würden uns sehr freuen, wenn Leserinnen und Leser mit einem Account bei Google ein „Like“ für und abgeben würden (einfach auf den Button klicken). Danke!
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“A Deeper Frame” von David DuChemin
Eine der häufigsten Fragen, die mir in Kursen und Workshops gestellt wird, lautet “Wie bekommt ich Tiefe und Räumlichkeit in meine Bilder?”. Eine oft sehr berechtigte, und dazu noch eine sehr gute Frage. Die Antwort ist oft nicht ganz trivial, denn es sind verschiedene Aspekte zu bedenken. Und ein wenig kunstgeschichtlicher Hintergrund ist im Regelfalle auch hilfreich. Jetzt gibt es hervorragende Antworten, Lösungsansätze und Übungsaufgaben in Buchform.
Denn genau um die Frage nach der Tiefe und Räumlichkeit geht es in der exzellenten Neuerscheinung “A Deeper Frame” von David DuChemin. David, der Herausgeber der Craft & Vision Serie war wieder so freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.
Dieses Buch vorstellen zu dürfen ist übrigens eine besondere Freude. Aus verschiedenen Gründen. Zum einen grenzt es an ein Wunder, dass David nach seinem schweren Unfall in Italien überhaupt noch unter uns weilt und Bücher schreiben kann. Zum anderen ist es seit 6 Monaten das erste Buch in der Craft & Vision Serie, das David wieder selbst verfasst hat.
David widmet sich zunächst den Grundlagen “Was bedeutet eigentlich Tiefe?” und “Warum Tiefe?”, um sich dann dem Thema Perspektive zu zu wenden. In seiner bekannt anschaulichen Art zu schreiben, reduziert er die klassischen Regeln der Perspektive auf für den fotografischen Alltagseinsatz anwendbare Prinzipien. Unterlegt werden seine Ausführungen - wie gewohnt - mit vielen Bildern, die das Geschriebene anschaulich (und atemberaubend) erläutern.
Danach widmet er sich dem Bildaufbau mit “dreidimensionaler Stafflung”, um anschliessend auf die Bedeutung der verwendeten Brennweite einzugehen. Auch hier wendet David wieder die ihm eigene “Reduktionsweisheit” an, um physikalisch-technische Zusammenhänge mit für jedermann nachvollziehbaren Begriffen zu beschreiben.
Der nächste Bereich im Buch widmet sich der Schärfe als Gestaltungselement von räumlichem Eindruck, gefolgt von der Bedeutung von Farbe und Licht (Beleuchtung und Ausleuchtung). Das letzte Kapitel widmet sich schliesslich der emotionalen Tiefe.
Fazit: Alles in allem ein schlichtweg hervorragendes Buch zur Thematik, das alle relevanten fotografischen Bereiche des Themas abdeckt und den Leser mit Übungsaufgaben an die Hand nimmt und zur eigenen Weiterentwicklung einlädt.
Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist - wie immer - die ausdruckbare PDF-Version.
Der Preis - USD 5 - liegt wie immer auf günstigem Niveau und für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 2. Juli 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: DEEP4
Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes DEEP20 insgesamt 5 Bücher zum Preis von 4 (=20% Rabatt).
Zum zwölften Ebook von David gibt es ausserdem noch ein Extrapaket: 12 Ebooks aus der Craft & Vision Serie für zusammen USD 40 (=34 % Rabatt). Dazu einfach den Promotion Code DEEPER12 beim Checkout im Warenkorb angeben.
-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

Facelift - Keep it nice and simple
Was beinhalten die Änderungen?
Die Hauptnavigation ist nach oben in die feststehende Kopfzeile gewandert und damit immer im Blick und immer verfügbar. Viele Unterseiten - die nach den Statistiken eher sehr selten abgerufen werden - lassen sich jetzt über das umfassende Inhaltsverzeichnis (“Sitemap”) und thematisch eingebettete Links abrufen. Und rein technisch sind wir jetzt auf HTML5 aufgestiegen. Hört, Hört.
Aber Hand aufs Herz. Wie das aber bei grösseren Umstellungen immer der Fall ist, liegt die Tücke oft im Detail. Die Umstellung hat dazu geführt, dass die Seite in den vergangenen 12 Stunden teilweise nicht richtig erreichbar war. Ich bitte um Nachsicht und Entschuldigung für alle evtl. entstandenen Unannehmlichkeiten. Und für weitere Verbesserungsvorschläge und evtl. Bug-Reports sind wir dankbar.
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iWatermark Pro - Batch Watermarking im Test
Einleitung
Der “Bilderklau” - gerade im Internet - nimmt immer dreistere Formen an, wie jüngste Beispiele aus der fotografischen Blogwelt deutlich illustrieren. Und wer selbst einmal die Zugriffsstatistiken seiner Homepage oder seines Blogs auf Detailniveau studiert, wird nahezu garantiert fündig. Teilweise werden Bilder einfach geklaut und als eigene Bilder des Diebes verkauft (ideell oder gar kommerziell), teilweise werden Bilder mit Deep-Links direkt anderswo eingebunden. Ersteres offenbart gesteigerte kriminelle Energie, zweiteres generiert kostenpflichtigen Traffic.
Wie schützen, lautet die gute Frage. Auf dem Markt streiten unsichtbare Wasserzeichen gegen sichtbare Wasserzeichen. Die Unsichtbaren, die mit spezieller Software direkt in die Bilddateien hinein geschrieben werden, geniessen nicht den besten Ruf. Zudem haben sie keine abschreckende Wirkung. Werden Bilder geklaut und skaliert und/oder komprimiert ist zudem fraglich, inwieweit sie erhalten bleiben. Die Spezialanbieter halten sich mit konkreten Angaben dazu meistens sehr bedeckt.
Aus diesen Gründen halte ich sichtbare Wasserzeichen für die bessere Alternative. Ein grösseres sichtbares Wasserzeichen zu entfernen ist in aller Regel mit so grossem Aufwand verbunden, dass von der Aktion Abstand genommen wird. Ausserdem können mit sichtbaren Wasserzeichen auch die für eine Kontaktaufnahme wichtigen Informationen (z.B. Name und/oder Webadresse) mit verbreitet werden. So kann ein Bilderklau möglicherweise sogar zum viralen Marketing mutieren.
Unter Fotografen ist das Thema Watermarking auch eine Philosophiefrage. Die meisten Fotografen stempeln ihre Bilder allerdings mittlerweile mit Watermarks. Manche Kolleginnen und Kollegen halten allerdings prinzipiell nichts davon. Andere machen es nur bei Bildern, die so gross sind, dass sie im Print verwendet werden könnten. Ich will hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, sondern beschränke mich auf meine eigene Meinung. Und die lautet: „Ja“ zum Wasserzeichen.
iWatermark Pro
Womit wir beim eigentlichen Thema wären. Wie lassen sich Bilder einfach und zuverlässig, und im Batch mit flexiblen Wasserzeichen versehen? Seit mehreren Jahren setze ich dafür iWatermark ein. Die Software hat jetzt einen Versionssprung gemacht und aus iWatermark ist iWatermark Pro geworden. Dieses Review basiert auf der Version 0.96b2, d.h. auf einer sehr weit fortgeschrittenen Beta. Die Beta ist bereits käuflich erwerbbar und wer bislang bereits iWatermark eingesetzt hat, bekommt die neue Version übrigens zum Vorzugspreis.
Systemvoraussetzungen
Das neue iWatermark Pro gibt es zur Zeit ausschliesslich für den Mac. Es setzt mindestens MacOS 10.5 voraus und ist bereits für das kommende MacOS 10.7 optimiert. Sehr erfreulich ist, dass unter MacOS 10.5 auch noch die alte PowerPC Systemarchitektur unterstützt wird.
Neu ist, dass nun ebenfalls eine Version für iPhone und iPad existiert.
Windows Anwender (WinXP+) müssen sich derzeit noch mit der klassischen iWatermark Version 3.1.6 zufrieden geben.
Preis
Die Vollversion schlägt mit USD 30 zu Buche. Anwender, die vor Juni 2011 die klassische Version von iWatermark erworben haben, können bis zum 30.6. zum Vorzugspreis von USD 15 upgraden.
Was ist iWatermark Pro und was ist es nicht?
iWatermark Pro ist kein Ersatz für eine Bildbearbeitungssoftware (z.B. Photoshop), sondern ist auf die speziellen Bedürfnisse des Watermarking und alle damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben ausgerichtet. iWatermark Pro ändert grundsätzlich nie etwas an den originalen Bilddateien. Der Workflow sieht so aus, dass dem Programm ein Ordner mit zu bearbeitenden Dateien vorgegeben wird und iWatermark Pro dann die veränderten Dateien in einen neuen, anderen Ordner speichert. Die Originale belieben stets erhalten. Dieser Workflow ist sicher und zweckmässig zugleich. So lassen sich z.B. die fertig bearbeiteten Bilder aus einem Kundenauftrag oder einem Shooting auf Knopfdruck und “in einem Rutsch” für eine Webgalerie verkleinern, und zugleich mit IPTC-Tags und Wasserzeichen versehen.
Aufbau und Funktionen
Vom Aufbau her werden sich Anwender der klassischen Version schnell zurecht finden. Die Oberfläche wurde allerdings “geliftet” und sieht jetzt moderner aus. Neu ist auch, dass der Ausgabebereich immer unteren Teil des Fensters zu sehen ist. Im unteren Teil des Fensters findet sich auch der Button “Start Processing” mit dem der Bearbeitungsdurchgang gestartet wird.
A propos Bearbeitungsdurchgang: Was mir spontan aufgefallen ist, ist dass die neue Pro-Version um ein Vielfaches schneller geworden ist.
Die einzelnen Funktionsbereiche der Software können über eine Menüleiste mit grafischen Tabs ganz oben im Programmfenster ausgewählt werden.

Im Funktionsbereich “Main” - zugleich der Startbildschirm - wird der Eingabeordner ausgewählt. Ausserdem kann hier eingestellt werden, was das Programm eigentlich machen soll. Zur Auswahl stehen mehrere Optionen, die nebeneinander angewendet werden können:
- Watermarking
- Skalieren (ggf. mit Änderung der Auflösung)
- Erhalten der ursprünglichen Metadaten (EXIF und IPTC)
- Einbetten neuer IPTC oder XMP Metadaten
- Vorgabe für die Namen der veränderten Dateien
- Bildformat und ggf. Komprimierungsgrad (zur Auswahl stehen JPG, TIFF, PSD und PNG)
Im Funktionsbereich “Filtering” können - nach verschiedenen Kriterien - nur bestimmte Bilder aus dem Eingabeordner zur Bearbeitung ausgewählt werden.
Im Funktionsbereich “Resizing” kann ausgewählt werden, wie die Ausgabebilder skaliert werden sollen. Daneben kann eine alternative Auflösung ausgewählt werden (was die Bearbeitungszeit allerdings erhöht, denn dann werden die Bilder umgerechnet). Letzteres ist im Regelfalle nicht erforderlich.
Im Funktionsbereich “Renaming” wird festgelegt, wie die bearbeitenden Dateien umbenannt werden sollen. Ausserdem können das Ausgabeformat und der Komprimierungsgrad (bei JPG) der Ausgabedateien eingestellt werden.
Sollen für die Ausgabedateien Thumbnails erstellt werden, lässt sich das detailliert über den Funktionsbereich “Thumbnails” einstellen.
Sehr schön finde ich den Funktionsbereich “Metadata”. Hier können den Ausgabedateien IPTC bzw. XML Tags zugewiesen werden. Die zugewiesenen Sets können auch im- oder exportiert werden. So lassen sich z.B. einfach und komfortabel Kontaktdaten und Informationen zum Copyright und zur Lizenz einbinden.
Unter “Advanced” verbirgt sich z.B. die Möglichkeit, den Ausgabedateien Profile zu zu weisen.
Alles in allem ist die Programmoberfläche sehr funktional, übersichtlich und aufgeräumt.
Insbesondere: Funktionsbereich Watermarking
Den Kernbereich von iWatermark Pro bildet das eigentliche Watermarking. Dafür gibt es einen speziellen Watermark-Editor, der über den Button “Watermark Editor” auf der Hauptseite (Main) aufgerufen wird.

Hier gleich ein praktischer Tipp: Um das Watermarking anschaulich zu gestalten sollte nach dem ersten Aufruf des Watermark Editors auf das Menü mit dem Zahnrad oben rechts geklickt und dann unter dem Menüpunkt “Backgrounds Preview” die Option “Input Photos” ausgewählt werden. Dann wird die Vorschau immer unmittelbar auf die im Eingabeordner befindlichen Bilder angewendet. Das verschafft einen viel besseren Eindruck der Wirkung, als die Vorschau auf einem eintönigen Hintergrund.
Im Watermark Editor stehen nun zahlreiche Optionen für die Erstellung von Wasserzeichen zur Verfügung: Editierbare Textobjekte, Grafische Wasserzeichen, Barcodes und QR-Codes.
Zuerst zu Text-Watermarks: Hier können neben freien Texten auch zahlreiche Tags aus den in den Bildern enthalten EXIF-Daten oder IPTC/XML-Daten verwendet werden. Eine sehr charmante und praktische Funktionalität.
Übrigens sind mehrere Watermarks gleichzeitig anwendbar (was auch die exotischsten Bedürfnisse befriedigen sollte).
Bei Grafik-Watermarks gibt es neben der Einbindung von eigenen Dateien auch verschiedene fertige Vorgaben, z.B. die bekannten Logos der Creative Common Lizenzen.
Sehr grosse Neugier hat die Funktion zur Generierung und Einbindung von Barcodes und QR-Codes geweckt. Leider funktionieren diese beiden Funktionen in der 0.96b2 noch nicht.
Die einmal erstellen Watermarks lassen sich dann über die Tabs im unteren Bereich des Watermark Editors auf vielerlei Art und Weise verändern:
- Skalierung
- Auswahl von Hintergrundfarbe und Rahmen
- Hinzufügen von Schatten
- Drehen
- Hinzufügen verschiedener Effekte (z.B. Dodging, Emboss, uvm.)
- Hinzufügen von Transparanz
- Genaue Feinpositionierung
Ich finde viele der Manipulationsmöglichkeiten äusserst begrüssenswert, erschweren sie doch das Entfernen der Wasserzeichen via Photoshop für potenzielle Bilderdiebe zusätzlich ganz erheblich.
Jedes Watermark (bzw. jedes Set von Watermarks) lässt sich als Preset für die spätere Verwendung abspeichern.
Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Und sind die erforderlichen Sets erst einmal erstellt, können sie künftig ohne den Editor aufzurufen direkt über ein Menü auf dem Startbildschrim aufgerufen werden.
Fazit
iWatermark Pro ist ein wirklich gelungener Wurf. Praktisch, einfach in der Handhabung und zuverlässig im Betrieb, rechnet sich die Investition schnell wieder.
Keine andere mir bekannte Software für das Erstellen und Einbetten von Watermarks kann mit dem spezialisierten Funktionsumfang mithalten. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist sehr gut. iWatermark ist die Allround-Lösung für das Skalieren und Watermarken von Bildern und ein wertvoller Helfer für die Erstellung von Galerien.
Zudem kann der Hersteller der Software auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken, die sich in der Software augenscheinlich nieder geschlagen hat. Die noch vorhandenen kleinen Mängel werden in der finalen Version 1.0 sicher behoben sein.
Mit dieser Massgabe bewerte ich iWatermark Pro mit dem Prädikat: Sehr empfehlenswert.
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Blau

„Blau“
Behind the scenes: Blaublüter, Blaue Wunder, Blaue Briefe, oder gar Blauäugigkeit? Nein! Heute geht es wohl eher ums “Blau machen”.
Schweden befindet sich heute kollektiv in Bewegung. Im Wohnwagen, Wohnmobil oder Auto. Und wohin geht die Reise? In die Sommarstuga, das Sommerhaus. Und warum? Weil Midsommar vor der Tür steht.
Unter dem Begriff Midsommar laufen die Feierlichkeiten zur Sommersonnenwende. Und in der Praxis ist Midsommar heutzutage das populärste Fest (bzw. der populärste Feiertag) in Schweden. Midsommar dürfte an Popularität Weihnachten deutlich überholt haben.
Am Freitag wird der Midsommarafton gefeiert, d.h. der Tag vor Midsommar. An diesem Tag wird mit festlichem Abendessen und mit Freunden und Verwandten in den Midsommar hinein gefeiert. Obwohl erst der Samstag, also der eigentliche Midsommartag, ein offizieller Feiertag ist, ruht das Arbeitsleben auch bereits am Midsommarafton zu etwa 95%.
Auf den Strassen ist es still - es sind fast ausschliesslich PKWs mit anhängenden Wohnwägen und Wohnmobile zu sehen. Die Grillfeuer werden angeschürt und überall steigen kleine und wohlriechende Rauchsäulen gen Himmel. Schweden feiert kollektiv. Zurück zur Farbe Blau: Aus dem “Blau machen” wird dann vielerorts mitunter auch ein “Blau sein”.
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Grün

„Grün“
Behind the scenes: Kürzlich war ich mit einem Fotoauftrag für einige Biologen und Pflanzenkundler unterwegs, um verschiedene seltene Gewächse in Lappland zu dokumentieren. Unglaublich und faszinierend, was sich auf dem Waldboden so alles befindet. Und rein fotografisch oft sehr herausfordernd dazu.
Aber nicht nur das. Mittlerweile haben nämlich auch die Stechmücken Lappland fest in der Hand. Im feuchten Wald ist es besonders unangenehm. Mit Stativ und allerlei Lichtzeugs auf dem Boden robbend, wirst Du binnen Minuten von stechfreudigen Mückenschwärmen umringt. An manchen Stellen war es so schlimm, dass ich nicht einmal fotografieren konnte denn die Flugmonster waren einfach immer mit im Bild.
Der Wald birgt aber - wie gesagt - auch jede Menge Schönheiten. Über die Faszination der Farne hatte ich kürzlich bereits einmal geschrieben. Mittlerweile sind sie ordentlich gewachsen. Und noch viel schöner geworden.
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Foto-Futter 25/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
• Augenschmaus und Empfehlung
Sehr schöne klassische Schwarz/Weiss-Fotografie gibt es bei Cole Thompson. Seine Portfolios sind es wert, durchstöbert zu werden. Und in seinem Blog finden sich häufig echte Perlen, wie z. B. der Artikel “Am I Looking, Am I Seeing?”
• Fotofeinkost
- Im Blog der New York Times findet sich ein lesenswertes Interview mit dem Magnum-Fotografen Elliott Erwitt, der gerade für sein fotografisches Lebenswerk ausgezeichnet wurde.
- Geht der Fotojournalismus vor die Hunde? Dieser Frage widmet sich der bekannte russische Fotograf Vladimir Vyaktin in einem Artikel, der als Reaktion auf die diesjährigen Gewinner des World Press Photo Contests entstanden ist. Vladimir geht hart aber ehrlich (und meiner Meinung nach leider zutreffend) zur Sache.
- Alternde und verbleichende Fotos: Kollektiver Gedächtnisverlust? Beim Online-Photographer ist diese Woche ein Artikel von Ctein erschienen, der mich sehr nachdenklich gemacht hat. Ctein - von Berufes wegen Fotorestaurator - schätzt, dass bereits ein Drittel der Aufnahmen aus dem 20. Jahrhundert alterungsbedingt verloren ist (und erklärt das mit interessanten Details). Immerhin gibt es - seiner Meinung nach - einen Hoffnungsschimmer: Seit der digitalen Ära dürfte die Überlebensrate von Bildern gestiegen sein (ordnungsgemässe Backups vorausgesetzt).
Äusserst lesens- und bedenkenswert ist im Zusammenhang übrigens auch der danach erschienene Artikel "Eight Ways To Preserve Your Pictures".
- Grenzenlose Abgründe - war mein erster Gedanke, als ich diesen Artikel von Michael Kirchner auf Fotografr gelesen habe. Auch die Kommentare sind nicht uninteressant. Das wahnsinnige Fazit: Aufpassen, denn der Opferschutz wird immer mehr zum Täterschutz und der Geschädigte muss sich schliesslich rechtfertigen. Nicht mehr auszuhalten. Michael, meiner Meinung nach hast Du völlig richtig gehandelt, zumal Du Dich auch noch loyal für einen Kollegen mit eingesetzt hast. Nebenbei: Wehedem, wenn den täterschützenden Kommentatoren dann einmal selbst die Bilder „geklaut“ werden. Dann bin ich aber mal gespannt auf die Reaktionen :)
• Podcast
Vielen Lesern wird David DuChemin ein Begriff sein. David ist nicht nur ein begnadeter Fotograf und Workshop-Leiter, sondern u.a. auch Herausgeber der Craft & Vision Serie. Vor 2 Monaten hatte er auf einem Workshop in Italien einen schweren Unfall, der ihn nun bis zur vollständigen Genesung an den Rollstuhl gefesselt hat. Trotzdem sprüht David vor Inspiration und Kreativität. Gleichzeitig hat ihn der Unfall auch sehr geprägt. In der vergangenen Woche hat David 2 längere Interviews gegeben, die als Podcast zu hören sind. Meiner Meinung nach gehören die beiden Interviews mit zum Besten, was in Sachen Fotografie, Kreativität, Vision und Expression in diesem Jahr veröffentlicht wurde. Und es geht um noch mehr. Etliche Grundfragen des Lebens tauchen ebenfalls auf. Also: Unbedingt die Podcasts runterladen und anhören!
Direktlink: Podcast Nummer 1 bei Depth of Field
Direktlink: Podcast Nummer 2 bei Martin Bailey Photography
• Tools
Vom Plum-Software ist eine wichtige Neuigkeit zu vermelden: iWatermark - das Standard-Tool für Batch-Watermarking und Resizing - hat einen Versionssprung gemacht. Die neue Version ist nicht nur um einiges schneller geworden, sondern bietet auch etliche charmante, neue Funktionen, z.B. die Erstellung von QR-Codes uvm.
Einen schönen Sonntag allerseits und einen guten Start in die Woche!
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Zur Dichotomie von E und U in der Fotografie, oder: Schande über uns

„Dichotomie von E und U - Regeln brechen, aber welche?“
Behind the scenes: Heute ein emotional-nestbeschmutzender Beitrag. Ein aktueller Podcast mit David DuChemin hat mich sehr nachdenklich gemacht. Es geht um Kreativität, Vision und Expression (Ausdruck) als Fokuspunkte der Fotografie. Wobei die Perspektive eigentlich viel weiter ist. Es geht um Grundfragen der Kunst. Welcher Kontrast zu den “üblichen” Diskussionen in vielen Fotoblogs und Fotoforen, bei denen es gebetsmühlenartig immer wieder nur um Technik (“Gear”) geht. Aber die Technik ist nur ein Mittel zum Zweck. Mehr nicht.
Haben Sie etwa schon einmal ein Diskussion zwischen Schriftstellern über Schreibmaschinen oder PC-Schreibprogramme gesehen oder gehört? Bei Fotografen liegt leider die Wahrscheinlichkeit für solche - zu 99 Prozent unsinnigen und überflüssigen -Diskussionen deutlich höher. Schande über uns.
Über Kunst und die Ausdrucksformen der Kunst sollten wir diskutieren; darüber, warum ein Bild den Betrachter bewegt. Nicht darüber, ob es mit einem iPhone oder einer D3X aufgenommen worden ist.
Ein Blick über den Tellerrand schadet bekanntlich nicht. In dem Werk “Zur Dichotomisierung von hoher und niederer Literatur” (Hrsg. Büger/Bürger/Schulte-Sasse) habe ich mich kürzlich über den Unterschied von “E” (wie: ernsthaft) und “U” (wie: unterhaltsam) belesen und dabei folgenden Leitsatz ausgegraben:
“Die Trennung von ernsthaft und unterhaltsam wird in der Regel über die Frage geregelt, ob sich ein Werk die Regeln selbst setzt oder ob es Ihnen folgt.”
Wie sieht das heutzutage in der Fotografie aus der Perspektive von Kreativität, Vision und Expression aus? Unterscheiden wir auch - bewusst oder unbewusst - zwischen E und U? Darf - oder muss gar - der Künstler (lies: Fotograf) nicht die Regeln brechen? Oder scheitert das nicht oft bereits daran, dass viel zu viele Fotografen zwar alles über technische Details, aber wenig über Gestaltung, Komposition und fotografische Regeln gelernt haben, deswegen aber nie zum regelbrechenden Meister ihrer Kunst werden können? Schande über uns.
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Sommerferien in Schweden - „Sommarlov“

„Sommarlov“
Behind the scenes: Die Zeit der Sommerferien („Sommarlov“) steht vor der Tür, bzw. hat für viele schon begonnen. In den nordischen Breiten rund um den Polarkreis in Lappland saugen die Menschen die Sonne jetzt geradezu in sich ein.
Kein Wunder, ist es doch im Winter nur einige kurze Stunden lang hell. Im Sommer dagegen scheint die Sonne quasi „rund um die Uhr“.
Deswegen ist es spätestens ab der Woche nach Midsommar recht still in den Geschäften und Büros. Denn wer immer es sich erlauben kann, nimmt dann einen langen Sommerurlaub. Vier bis sechs Wochen dürfen es schon sein. Und in denen geht es dann entweder in die - im Regelfalle recht spartanisch ausgestattete - „Sommarstuga“ (Sommerhaus) oder in den Wohnwagen, bzw. das Wohnmobil. Die Nordschweden sind ein reiselustiges Volk!
Jetzt beginnt auch die Urlaubs- und Tourismussaison für Besucher aus aller Welt. Für uns, die wir schwerpunktmässig in der Travel- und Tourismusfotografie tätig sind, beginnt jetzt auch die zweite Hochsaison des Jahres. Vielleicht treffen wir uns ja irgendwo im wunderbaren Lappland diesen Sommer! Falls ja: Bitte immer schön lächeln :)
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Stockholm-Street - mit der Leica durch die Hauptstadt Schwedens

„Stockholm-Street: I walked way too much“
Behind the scenes: Die letzten Tage war wieder einmal Stockholm angesagt. Die Stadt pulsiert zur Zeit im Hochfrequenztakt und quillt förmlich über. Alle Hotels sind quasi ausgebucht und ich durfte in 4 Tagen dreimal das Hotel wechseln. Touristische und geyschäftliche Hochsaison bei knallendem Sonnenschein (geradezu ein Temperaturschock).
In dieser Woche war zudem “Skolavslutning” was zur Folge hatte, dass jede Menge Schüler, die ihr “Studentexamen” (Abschluss der Gymnasieskola, vergleichbar mit dem Abitur) bestanden haben, auf LKWs mit offener Pritsche und unter grossem Lärm und Getöse durch die Stadt gezogen sind. Partystimmung - allerdings auch mit allen Schattenseiten - in der Stadt.
Mein vollgepackter Terminkalender hat mir trotz allem einen halben freien Nachmittag ermöglicht an dem ich zur kleinen Leica gegriffen, und mich im unauffälligen “Touristenmodus” zum Ausgleich der Street-Photography gewidmet habe.
-> Hier gehts zur Galerie „Stockholm-Street-Photography“
-> Klick här så kommer du till bildspelet „Stockholm-Street-Photography“
-> To the gallery „Stockholm-Street-Photography“
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Wattwanderung in Lappland - Renaturierung kann reizvoll sein

„Wattwanderung in Lappland - Renaturierung kann reizvoll sein“
Behind the scenes: Von unserem Projekt zur fotografischen Dokumentation des Rückbaues und der Renaturierung von ehemaligen Tagebaugeländen in Lappland und den damit verbundenen Tücken hatte ich hier schon einmal berichtet.
Die Tage hat es mich wieder einmal dorthin verschlagen. Ehemalige Grubengelände sind eine sehr tückische Sache. Der Tagebau wird nach und nach mit riesigen Massen Schutt, Abraum uns Erde verfüllt. Die Flächen wachsen dann relativ schnell wieder zu und werden zu Biotopen für allerlei Pflanzen und Tiere. Das Ergebnis sieht nach einigen Monaten wieder beinahe wie normaler Erdboden aus.
Die Tücke liegt aber darin, dass dieser Boden an manchen Stellen extrem instabil ist. Durch beständige Senkungen im Boden können sich grosse Hohlräume unter der Oberfläche bilden, die einen Menschen einfach verschwinden lassen können. Beim Umherstreifen sind also genaue Geländekenntnis und extreme Vorsicht gefragt. Ausreichende Sicherungsmassnahmen sind Pflicht.
Fotografisch rechnet sich die Mühe dann aber oft in Form von sehr schönem fotografischem “Beifang”. Unser Hauptauftrag ist in diesem Falle die langfristige Dokumentation der Verwandlung von Abbaugebiet in Biotop. Allerdings bieten sich auch darüber hinaus oft sehr reizvolle Anblicke. Das durch den erz- und mineralhaltigen Boden angereicherte Grubenwasser, das nach wie vor durch die Verfüllung durchsickert, birgt unglaubliche Farbeffekte und schafft bizarre Mondlandschaften im Makro- wie im Mikrokosmos. Für manche Perspektiven sind die Anglerhosen aber unabkömmlich es darf im Schlamm gewatet werden.
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Howling Wolf - Aus der Not eine Tugend machen

„Howling Wolf in Lappland“
Behind the scenes: Auch freie Tage ohne Fotoauftrag können echte fotografische Herausforderungen beinhalten, oder: Aus der Not eine Tugend machen.
Einer der ersten richtig schönen Tage des Jahres. Bezauberndes Wetter in Lappland. Sonnig und leichter Wind. Ein abgelegener Fluss. Familie unterwegs.
Einer der uns begleitenden Vierpfoter witterte eine Herde Rentiere (oder anderes Getier...) auf der anderen Seite des Flusses, warf den Kopf elegent nach hinten und begann lautstark zu jaulen. Herrlich. Und zudem ein herrliches, ungestellt-natürliches Fotomotiv.
Es gab nur ein klitzekleines Problem. Ein paar Minuten vorher hatte sich Vierpfoter Nummer 2 beherzt ins Wasser geschwungen und meine Kamera dabei mit einem kräftigen Schwung Wasser gebadet. Im Objektiv befand sich vermutlich genug Wasser, um ein angereichertes Feuchtbiotop über längere Zeit aktiv halten zu können.
Blick durch die Linse? Düster und “nebelig”. Potentieller Totalschaden. Eigentlich nicht so berauschend, aber wie geschaffen für genau diese Situation. Und so entstand denn die Aufnahme des “Howling Wolf”. Und die Kamera ist übrigens gerade mit Trocknen beschäftigt.
Lehre: Aus der Not eine Tugend machen, d.h. mit dem vorhandenen Equipment im befindlichen Zustand das Beste herausholen.
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Im Fokus: Fotograf Michael Schilling
Michael Schilling (43) ist bundesweit als Portrait- und Hochzeitsfotograf tätig. Und Michael fotografiert nicht nur brilliant, sondern ist dazu noch ein äusserst netter, umgänglicher und sympathischer Mensch. Wenn wir nochmals heiraten würden, wäre Michael unser Hochzeitsfotograf.
Wer mehr über den Düsseldorfer Fotografen erfahren möchte, der kann sich per Facebook, Twitter oder XING informieren und mit ihm Kontakt aufnehmen. Telefonisch ist er unter +49 211 22 96 69 08 zu erreichen.
-> Michael, wie bist Du zur Fotografie gekommen?
Lassen wir mal aus, dass ich als Kind Feuerwehrmann werde wollte. (lacht). Als Jugendlicher wurde mir klar, dass mein berufliches Leben mit Medien zu tun haben soll. Und so schnupperte ich in verschiedene Berufe herein: Schülerpraktikum als Tontechniker, Reporter und Fotojournalist für eine Tageszeitung und Redakteur beim Hörfunk. Heute bin ich sehr froh, dass ich durch Praktika und freie Mitarbeit meinen Traumberuf finden durfte: die Fotografie.
-> Auf was bist Du spezialisiert?
Nun, ich arbeite zweigleisig, als Fotograf und als Fotojournalist. Beide Bereiche sollte man sauber voneinander trennen, denn im Journalismus dokumentiert man, während der Fotograf seiner Kreativität auch in der Nachbearbeitung freien Lauf lassen darf.
Am häufigsten werde ich als Hochzeitsfotograf gebucht. Ferner stehen Portrait- und Imagefotos z.B. für Firmenbroschüren oder zur Online-Verwendung auf dem Programm. Für Sportler und Künstler fertige ich Fotos für Autogrammkarten, CD-Cover und Pressematerial an.
Als Fotojournalist lichte ich Prominente für Zeitschriften und Pressebildagenturen ab. Das können Bilder für ein Homestory sein, aber auch von Filmpremieren, Preisverleihungen, Charity- und Galaveranstaltungen. Zu vielen Promis und deren Managern pflege ich ein freundschaftliches Verhältnis, so dass sie mich oftmals auch für Studioshootings anfragen.

- Nena in concert © 2011 by Fotograf Michael Schilling -
-> Fotografieren für Dich: Job, Handwerk, innerlicher Bezug?
Ein Handwerk ist Fotografie sicherlich nur für die Handwerkskammern. Vielleicht mache ich auch etwas falsch und sollte beim Fotografieren einen Blaumann tragen. (lacht). Mit der Bezeichnung Job kann ich mich auch nicht so recht anfreunden. Für mich ist Fotografie eine Profession, eine Berufung. Das klingt vielleicht etwas hoch gegriffen, aber wenn man nicht aus Leidenschaft zur Kamera greift, dann wird man nur durchschnittlich bleiben.
-> Dein grösstes fotografisches Vorbild, und warum?
Auch wenn ich viele Leser an dieser Stelle enttäuschen werde, aber ich habe keine Vorbilder. Seien wir doch mal ganz ehrlich: Nach welchen Kriterien werden wir gebucht? Man präsentiert seine Mappe und wenn die Bilder dem Kunden gefallen, dann gibt es einen Auftrag. Dem Kunden müssen die Bilder gefallen, nicht unbedingt dem Fotografen oder einem Kunst-Professor.
-> Was war Dein bestes, was Dein schlimmstes Erlebnis beim Fotografieren?
Das schlimmste Erlebnis war für mich, als Mensch mit Höhenangst, in rund 15 Meter Höhe auf einem schmalen Brett stehen zu müssen, um ein Motiv aus der gewünschten Perspektive fotografieren zu können. Das hat sich auch ganz spontan vor Ort erst so ergeben, sonst hätte ich Zeit zur Vorbereitung gehabt und sicherlich eine andere Option gefunden.
Die besten Erlebnisse sind natürlich die Kunden, die ein wow über die Lippen bringen, wenn sie die Bilder sehen. Das sind auch jene, die einen an jeden Bekannten und Kollegen weiterempfehlen. Und das ist das beste Marketing, welches man betreiben kann.
-> Wen oder was würdest Du gerne einmal fotografieren und warum?
Die Toten Hosen. Auf der letzten Tournee stand ich fünf Mal in der ersten Reihe. Doch auch wer nur ein einziges Konzert der Hose gesehen hat, der wird deren Show nie vergessen. Erinnern wir uns nur mal an Rock am Ring: Campino klettert mit Gipsbein auf das Dach über der Bühne, stürzt beinahe ab, zündet oben ein bengalisches Feuer und während all dem, sing der Kerl auch noch weiter. Das ist der pure Wahnsinn! Auf einer Tournee im Graben stehen zu dürfen und die Show in Bilder festhalten zu dürfen, dies wäre mein größter Wunsch. Vielleicht lesen die Hosen das ja oder die Jungs von ihrem Lable JKP. (lacht).
-> Wir lesen gerne Deinen Status auf Facebook. Du hast oft ziemlichen Stress. Wie gehst Du damit um?
Stress kommt bei mir nur auf, wenn ich fotojournalistisch arbeite. Die Veranstaltungen finden meist alle abends statt und gehen inklusive Aftershow-Party nicht selten bis in die frühen Morgenstunden. Im Klartext bedeutet dies: Bereits während des Fotografierens eine
Bildauswahl treffen, diese zwischendurch beschriften und per UMTS auf den Server schicken. Da kann man bei größeren Veranstaltungen schon einmal ins Rotieren kommen, zumal man, auch wenn man gerade auf den Laptop blickt, kein Motiv verpassen sollte. Jeden Tag möchte ich mir diesen Stress nicht antun, aber im Großraum Köln finden ja auch nicht so viele hochwertigen Promi-Veranstaltungen statt.
Das Fotografieren von Hochzeiten oder die Arbeit im Studio sind da für mich der optimale Ausgleich.

- Madlen Kaniuth © 2011 by Fotograf Michael Schilling -
-> Wie siehst Du die Zukunft der Fotografie? Wohin geht die Reise?
Im Zeitschriften-Segment geht der Trend hin zum Bewegtbild, obwohl ich das nur für einen reinen Hype halte. Es ist etwas völlig neues, wenn man eine Zeitschrift aufschlägt und statt eines Fotos tatsächlich einen kurzen Videoclip zu sehen bekommt. Technisch ist das bereits
möglich, wohl aber noch zu kostenintensiv.
Mit jeder neueren Kamera kann man bereits in HD-Qualität Videos aufzeichnen. Es wurde ja sogar bereits mit einer DSLR eine komplette Folge der TV-Serie "Dr. House" gedreht. Nur mit Kamera und Stativ, also ohne spezielles Filmzubehör, sollte man allerdings nicht zu hohe Erwartungen an eigene Aufnahmen stellen.
Allerdings kann sich eine solche Funktion auch nachteilig auf Fotojournalisten auswirken, besonders auf Sportveranstaltungen. Während der Olympischen Spiele sollen nur Kameras ohne Videofunktionen zugelassen gewesen sein, da zum Filmen ja ganz andere Rechte benötigt werden. So etwas könnte natürlich jederzeit auch für die Fußball-Bundesliga gelten.
Digitale Spiegelreflexkameras werden in den nächsten Jahren mit einer völlig neuartigen Sensortechnologie auf den Markt kommen, die gar nicht mehr rauschen. Dadurch werden sich wiederum neue Möglichkeiten ergeben. Doch schauen wir nicht zu weit in die Zukunft, lassen uns nicht vom Megapixel-Wahn blenden und machen einfach das Beste, was mit
derzeitigem Equipment möglich ist.
-> Dein Tipp für alle, die sich fotografisch weiter entwickeln wollen?
Man muss mit offenen Augen durch die Welt gehen, oftmals die Wege verlassen und auch mal bereit sein, sich in den Matsch zu legen, um ein gutes Bild zu machen.
Fotografieren darf nichts mit Bequemlichkeit und Komfort zu tun haben. Im Mittelpunkt muss immer das Bild stehen. Bevor man ein Objekt fotografiert, sollte man mindestens einmal rund herum gegangen sein, um überhaupt beurteilen zu können, aus welcher Position aus einem Bild ein besonderes Bild werden könnte.
Wer unter schwierigen Verhältnissen, wie Blitzen bei Mischlicht, technisch perfekte Bilder schießen kann, der wird auch unter optimalen Bedingungen im Studio keine Probleme haben. RAW bietet die optimale Bildqualität, aber es ist keine Ausrede für schlampige Arbeit. "Das kann ich ja noch in Photoshop machen" - stimmt, aber nur zum Teil und
bei wenigen Bildern, da Zeit eben auch Geld ist.
Michael, danke dass Du Dir die Zeit genommen hast!
(Die Interviewfragen stellten Henning Wüst und Petra Fuelbert)
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Pausen-Street in Umeå

„Eine Prozession auf dem Torget (Marktplatz) in Umeå?“
Behind the scenes: Eine Prozession auf dem Torget (Marktplatz) in Umeå?
Das Genre der Street Photography ist für mich immer wieder eine grosse Inspirationsquelle. Das Unerwartete, das die schnelle Auffassung und Reaktion erfordert, ist ein gutes fotografisches Betätigungsfeld. Und sehr häufig geht es mehr um das spontane Zeichnen von Psychogrammen, als um Fotografie. Wann immer sich in einer grösseren Stadt die Chance zu einem Rundgang im Getümmel ergibt (häufig während der Lunchzeit), ergreife ich diese zur persönlichen Horizonterweiterung sehr gerne. Kürzlich bot sich in Umeå wieder einmal die gute Gelegenheit, mit der Kamera durch die Stadt zu streifen.
Umeå - die dem südlichen Lappland am nächsten gelegene Grosstadt - ist übrigens immer einen Besuch wert. Die Stadt bereitet sich gerade darauf vor, 2014 eine europäische Kulturhauptstadt zu werden.
Das durchzieht das Stadtbild und die Stimmung. Design und Kunst stehen hoch im Kurs. Eine sehr kreative Athmosphäre liegt in der Luft.
Trotzdem war ich ziemlich verwundert, als auf dem Markplatz zwischen allerlei Verkaufs- und Infoständen plötzlich eine grössere Gruppe jüngerer Menschen in kirchlicher Tracht auftauchte und umherzog. Ein - sagen wir mal - ziemlich ungewohntes Bild in diesen Breitengraden. Irgendeine Werbeaktion für ein Event. Aber sehr schön und Aufmerksamkeit auf sich ziehend inszeniert. Klick.
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Berufsbild Kameradisplaydesinfektor - Über Golgafrincham, Kameradisplays, Mobiltelefone und EHEC
- Der chronisch deformierte Nasenrücken. Er entsteht, wenn der Fotograf die Kamera zu fest an das Gesicht drückt. Die Nasenspitze wird dabei i.d.R. fest an das rückseitige LCD-Display gedrückt. Das hinterlässt nicht nur unschöne Spuren auf dem Display - dazu sogleich mehr - sondern setzt den Nasenrücken einem beständigen Druck aus. Mit der Zeit kann das zu einer chronischen Nasenspitzenverformung (Deformation) führen. Ist es erst einmal soweit gekommen, kann Abhilfe meist nur noch auf schönheitschirurgischem Wege gefunden werden. Dem Vernehmen nach laufen vor den Verwaltungsgerichten bereits erste Verfahren auf Anerkennung als Berufskrankheit. Aber dieses Phänomen betrachten wir in einem späteren Blogeintrag.
- Heute geht es um die zweite, derzeit viel aktuellere Problematik: Die Keimansammlung und deren Übertragung. Ausser Frage, dass die ständig den Umwelteinflüssen ausgesetzte Nasenspitze ein Reservoir für Keime und Erreger aller Art ist. Von Keimen, die sich im Fotografen selbst vermehren und über das Ausatmen verbreitet werden (von Niesanfällen bei einem Schnupfen möchte ich hier gar nicht erst sprechen) einmal ganz abgesehen. Zwar haben sich einige Hersteller der Produktion von Kameradisplayschutzfolien verschrieben, um die Problematik des Nasenabdrucks auf dem Display zu umgehen. Letztlich ist das aber Kosmetik, denn weder wird der Nasenrücken-Deformations-Syndrom, noch der Keimreservoir-Problematik dadurch effektiv entgegen gewirkt.
Ich sehe hier nicht unerhebliche Gesundheitsrisiken, die den Beruf des Fotografen über kurz oder lang in das Aus befördern können.
Wissenschaftliche Forschungen haben schon vor mehreren Jahren die Übertragungsproblematik durch Elektrogeräte untersucht. So berichtete der Spiegel bereits im August 2006 unter der Überschrift “Schmutzige Handys” über das Übertragungsrisiko durch Keimansammlungen auf Mobiltelefonen.
Die Onlinepublikation Technology Review hat das Thema im Februar 2007 aufgegriffen, Computertatstaturen unter die Lupe genommen und ist zu demselben alarmierenden Ergebnis gekommen.
Originalzitat aus dem Artikel in der Technology Review: “Als der Mikrobiologe Dr. Charles Gerba von der Universität von Arizona vor zwei Jahren verschiedene Lebensbereiche untersuchte, zeigte sich, dass an Computerarbeitsplätzen im Schnitt 400 mal mehr Keime finden sind als auf einer Klobrille. Das schmutzigste Objekt auf einem Schreibtisch ist das Telefon mit knapp 4000 Mikroben pro Quadratzentimeter. Die Tastatur liegt bei etwas über 500 krabbelnden Keimen pro Quadratzentimeter (gefolgt von Maus, Faxgerät und Kopierer).”.
Telefoninterviews mit Infektionsschutzärzten bestätigten die Vermutung: Kameradispplays stehen im Verdacht eine erhebliche und ernstzunehmende Quelle für die Übertragung mitunter gefährlicher Krankheitserreger zu sein. Die Problematik wird besonders brisant durch den Umstand, dass Profi-Fotografen oft zu Assignments kreuz und quer durch die Welt jetten und damit die Verbreitung von Erregern begünstigen.
Auswege aus der sich anbahnenden Krise?
Fotografen müssen gesetzlich verpflichtet werden, Ihre Kameradisplays in regelmässigen Abständen zu desinfizieren. Bei Landschaftsfotografen mindestens täglich, bei Portrait- und People-Fotografen zwingend nach jedem Shooting. Die ordnungsgemässe Durchführung der Desinfektionen ist durch ein Kameradisplaydesinfektionslogbuch nachzuweisen (dieses ist autorisierten Personen auf Verlangen zur Kontrolle vorzulegen). Eine Kontrollbehörde ist einzurichten. Ausserdem müsste gesetzlich eine Pflichtschulung “Grundregeln der Hygiene beim Umgang mit elektronischen Digitalkameras” zur Berufsausübungsvoraussetzung gemacht werden.
Das ist keineswegs so trist und düster, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn hier bahnt sich ein neues und zukunftsträchtiges Berufsbild an, nämlich das eines Kameradisplaydesinfektors. Künftig werden am Set nicht nur Assistenten, Stylisten und Visagisten, sondern auch Kameradisplaydesinfektoren zum gewohnten Bild gehören.
Am wichtigtsan aber bleibt “Don´t panic”! :)
Übrigens: Der internationale Towel-Day hat sich gerade wieder einmal gejährt und das Motto des Tages - “Don´t panic” - scheint wieder einmal aktuell wie selten.
Und der Kameradisplaydesinfektor ist selbstverständlich ein ehrenvoller Nachfahre des Telephondesinfizierers. Kleine Nachhilfestunde für die jüngeren Leser, die Douglas Adams wahrscheinlich nicht mehr gelesen haben (zu meiner Zeit war das allgemeinbildende Pflichtlektüre):
Der Telephondesinfizierer ist ein fiktiver Beruf aus Douglas Adams Film “Per Anhalter durch die Galaxis”.
Telephondesinfizierer desinfizieren Telefone und verhindern damit Seuchen, die durch Ohrmuscheln nicht desinfizierter Telefone übertragen werden.
Der Hintergrund der Geschichte ist folgender: Auf dem Planeten Golgafrincham wurde der Beruf des Telephondesinfizierers von der angeblichen Bevölkerungsgruppe der Idioten durchgeführt, die auf diesem Planeten angeblich ein Drittel der Bevölkerung ausgemacht haben soll. Die Telephondesinfizierer haben ausserdem gleichzeitig weitere unsinnige Berufe, wie z.B. des des Versicherungsvertreters, ausgeübt. Die Telephondesinfizierer des Planeten Golgafrincham wurden deswegen im Raumschiff Arche B ausgesetzt und strandeten dann vor Urzeiten auf der prähistorischen Erde .
Die Unsinnigkeit des Berufsfeldes des Telephondesinfizierers wird allerdings dadurch in Frage gestellt, dass die Einwohner von Golgafrincham an einer Seuche ausstarben, die durch ein nicht desinfiziertes Telefon verursacht worden sei.
Have a nice day and „Don´t panic!“ :)

„Das Handwerkszeug des Kameradisplaydesinfektors (natürlich mit Handtuch)“
Climate change - We have survived the winter, or: summer, soon...

„We have survived the winter“
Behind the scenes: Klimawandel, Vulkanausbrüche, Aschewolken, und vieles mehr füllt die Klimadiskussion rund um die Erderwärmung (Wiki-Svenska, Wiki-Deutsch). Ich bin kein Wissenschaftler, sondern nähere mich dem Problem pragmatisch-beobachtend.
Aus dieser Perspektive war dieser Winter in Lappland ausgeprägt kalt. Und auch im Mai liegen die Temperaturen noch deutlich unter den Werten der beiden vergangenen Jahre. Im Wald und am Wegesrand finden sich noch immer einige kleine Schneenester.
Aber was ist schon ein Vergleichsmasstab von 2 Jahren im Kontext von globaler Erderwärmung? 2007 hatten wir Rekordwärme. Seitdem kühlt der Mikrozyklus in Lappland ab. Aber die Natur- und Tierwelt scheren sich anscheinend ohnehin nicht so viel um die kurzfristigen Rhythmen.
Ein Blick in die Tierwelt ist aufschlussreich. Dieses Jahr ist wieder ein Jahr der Nager und Kleintiere. Mäuse und Ratteninvasion auf den Feldern und um das Haus herum. Damit dürfte es nächstes Jahr wieder ein Jahr der Greifvögel werden.
Zum Bild: Ich liebe es, der Entfaltung der Farnpflanzen zu zusehen. Sie haben die grosse Kälte des Winters überlebt und entfalten sich der Sonne entgegen. Und irgendwie haben sie eine “kollektive Klimaintelligenz” entwickelt, denn Wikipedia lehrt uns:
“Im Erdzeitalter Karbon vor etwa 400 Millionen Jahren bildeten Farne (in grösserer Form als heute, meist Baumfarne genannt) zusammen mit Schachtelhalmen und Bärlapppflanzen riesige Wälder und schufen somit die Basis für die heutigen Steinkohle-Vorkommen. Die ältesten fossilen Funde stammen aus dem unteren Devon. Sie sind somit wahrscheinlich älter als die Samenpflanzen, die erstmals im oberen Devon auftraten.”
Was Klimaveränderungen angeht, scheinen uns diese einfachen, aber sehr bezaubernden Pflänzchen einiges voraus zu haben.
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Wohnungsnot?

„Wohnungsnot?“
Behind the scenes: Wohnungsnot?
Viele Inlandskommunen in Lappland befinden sich derzeit “auf dem absteigenden Ast” wie es so schön heisst.
Junge Menschen ziehen - spätestens zur Gymnasialausbildung - in die Städte. Und meistens bleiben Sie dann auch nach dem Abschluss der Ausbildung dort.
Die Bevölkerung hier altert. Häuser stehen zuerst leer und verfallen dann häufig (wenn sie denn nicht malerisch belegen sind und dann von den Familien als Sommerhäuser (“Sommarstuga”) weiter genutzt werden).
Der Wohnungsbau kommt vielerorts zu Erliegen. Warum sollen auch neue Wohnungen gebaut werden, wenn alle Statistiken darauf hindeuten, dass die Bevölkerung dramatisch schwindet.
Diese Fakten mögen bitte auch alle, die sich mit dem Gedanken ans Auswandern nach Lappland beschäftigen, auf dem Schirm behalten. Führt der Bevölkerungsschwund doch auch zum schleichenden Abbau der allgemeinen Grundversorgung in vielen Bereichen.
Im Rahmen eines Auftrages war ich in der vergangenen Woche in Vännäs und konnte mir dort ein Bild des Ernstes der Lage verschaffen.
Dennoch: Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt. Eine schöne Symbolik im Bild and ich auf der Rückseite der Schule in Vännas. Hier gibt es offenbar ein Wohnungs-Überangebot. Allerdings nur für Vögel.
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Foto-Futter 21/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
• Herausfordernder Augenschmaus
Heute empfiehlt Frau Lapplandblog das Portfolio von Christy Wootens “Real Life Photography”.
• Fotofeinkost
- Fotojournalismus aktuell - “I was thinking as a photographer”: Im internationalen Blog der Nachrichtenagentur Reuters gibt es einen Bericht, der unter die Haut geht.
Es geht um eine Situation, die man die man vielleicht nicht unbedingt erleben muss. Ein regelmässig für Reuters tätiger Fotograf war mit seiner Familie auf Flugreise, als plötzlich eines der Triebwerke des Airbus in Flammen aufging und die Crew sofort eine Notlandung vorbereitete. An diesem Punkt bewies der Fotografenkollege geradezu unglaubliche Kaltblütigkeit und griff zur Kamera, um die Situation zu dokumentieren.
- Gerade für Fotojournalisten, aber auch generell im Rahmen vieler Fotoprojekte, ist Storytelling durch Bilder ein Muss. Bei Scott Bourne gibt es eine interessante Checkliste dazu.
- Bei Nachbelichtet gibt es einen sehr lesens- und bedenkenswerten Artikel mit dem Titel “Von der Kunst nicht zu fotografieren”.
- Um die möglichen juristischen Nebenwirkungen eines iPhone für Naturfotografen geht es in einem amüsanten Artikel bei Maclife.
• Aus dem Testlabor
- An erster Stelle möchte ich nochmals an unseren grossen Vergleichstest zu Portfolio-Tools für Mac OS X erinnern.
- Im Testlabor befinden sich derzeit Focal Blade von The Plugin Site “Sharpening at its best” und iCalamus “Desktop Publishing für Mac OSX”. Die ausführlichen Tests kommen in nicht allzu ferner Zukunft.
• Know-How-Input
- Für kreative, fotografische Bastler ist die Seite Do It Yourself Photography immer wieder eine Fundgrube und einen Blick wert.
Das wars für heute. Und jetzt bitte alle zur Kamera greifen und Bilder machen gehen!
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Vergleichstest: Portfolio-Tools für Mac OS X im Vergleich
Bilder wollen gezeigt werden. Einerlei, ob eine schöne Slideshow von den Urlaubsbildern für das private Blog oder eine Präsentation für einen Kunden erstellt werden soll. Und die Krönung ist natürlich die Erstellung von Portfolios zur Präsentation der eigenen Fotografie.
Mittlerweile gibt es dafür einige Tools auf dem Markt, die das Vorgehen sehr vereinfachen und ansehnliche Resultate liefern. Drei davon nehmen wir in diesem Vergleichstest unter die Lupe: Soundslides, Slideshow und FlippingBook.
Die Reihenfolge der Testkandidaten ist übrigens rein zufällig gewählt. Jedes der Programme hat seine Stärken und Schwächen. Neben den speziellen Tools gibt es natürlich auch die Möglichkeit, Galerien über eingebettete Viewer wie z. B. Slimbox o.ä. zu erstellen. Das beinhaltet aber oft eine nicht so geschmeidige Navigation und i.d.R. auch kein Autoplay.
Die vorgestellten Programme sind so unterschiedlich, dass es schwer fällt einen Testsieger zu küren. Jeder Anwender muss seine eigenen Kriterien aufstellen und dann entscheiden. Diese Auswahl zu erleichtern ist das Ziel dieses Vergleichstests. Zu jeder getesteten Software gibt es eine eigene Bildergalerie mit Screenshots und natürlich ein Musterportfolio.
Für den Test haben wir 9 Bilder im Format 600 x 450 herausgesucht, denen sich die einzelnen Programme stellen mussten. Die Grösse der 9 Files beträgt zusammen 868 KB.
Für den ganzen Test gilt: Testsystem waren jeweils zwei Macs (Macbook und Powerbook, jeweils unter Mac OS X 10.5.8).
Kandidat 1
Beginnen wir mit einem echten Klassiker: Soundslides
Soundslides (Link zur Homepage von Soundslides) ist ein Tool aus der Praxis für die Praxis. Entwickelt wurde die Software von Joe Weiss, der selbst als Fotojournalist tätig ist. Soundslides ist sehr verbreitet und bestimmt haben Sie schon etliche Portfolios gesehen, die mit der Software erstellt wurden. Soundslides ist an den Erfordernissen der journalistischen Praxis ausgerichtet: solide, durchdacht und sehr funktional. Die Standard-Version verlangt nach einem Soundfile im MP3 Format, die Pro-Version erstellt auch Slideshows ohne Soundtrack. Die Bilder müssen im JPG-Format vorliegen. Die Ton- (soweit erwünscht) und Bilddateien müssen mit externen Programmen vorbereitet werden. Bei den Bildern umfasst das insbesondere die Skalierung und Optimierung für die Bildschirmanzeige (Schärfen).
An dieser Stelle sei auf eine wichtige Grundüberlegung für die meisten Programme (teilweise Ausnahme: Flipping Book) hingewiesen. Die Entscheidung für Hochformat oder Querformat muss vor der Erstellung der Slideshow getroffen werden. Die Formate zu mischen ist zwar theoretisch möglich, sieht aber äusserst bescheiden aus. Optimalerweise sollten alle verwendeten Bilder auf die exakt gleichen Pixelmasse verkleinert und/oder beschnitten werden.
Zurück zu Soundslides. Für die Slideshow gibt es etliche sehr durchdachte Optionen, welche die Bedürfnisse aus der Praxis abdecken. Angenehme und zweckmässige Farbpaletten sind im Standardumfang enthalten. Eigene Presets können erstellt und gespeichert werden. Captions und Credits können zu jedem Bild standardmässig oder auf Klick dargestellt werden. Auch für die Übergänge stehen eine Vielzahl praxistauglicher Varianten zur Auswahl. Die Bildübergänge können auf Klick oder als Autoplay mit einstellbarer Länge erstellt werden.
Beim Exportieren der Slideshow gibt Soundslides einen Datei-Ordner mit einer Fülle an Dateien aus. Das eigentliche Portfolio wird dabei im Flash-Format generiert. Ein Export in einen Movie bietet Soundslides nicht an. Verschiedentlich wird das kritisiert. Ich halte diese Kritik für nicht berechtigt, denn das Ausgabeergebnis von Soundslides via Flash kann sich absolut sehen lassen. Für eine Präsentation auf CD oder DVD muss jeweils einfach nur auf den jeweiligen Ordner verlinkt werden. Jeder Ordner enthält eine eigene “index.html” Datei.
Für eine Veröffentlichung der Slideshow im Web muss der gesamte Ordner auf den Server geladen werden. Soll die Slideshow in eine Webseite eingebunden werden, muss dann mit einem Embed-Tool, das über eine Webseite des Herstellers erreichbar ist, der Embed-Code für die Flash Dateien erstellt werden. Dieser kann dann in eine Webseite eingebunden werden. Das ist der einzige Kritikpunkt, der mich stört. Denn wer garantiert die Verfügbarkeit dieses Online-Tools, das für den Embed-Code benötigt wird? Und in Content Management Systeme ist die Einbindung beschwerlich, weil immer ein händischer Zwischenschritt erforderlich ist. Das erschwert den Workflow.
Für die neueste Version von Soundslides (1.9.4) gibt es jetzt auch die Möglichkeit, die generierten Flash-Slideshow über einen Online-Konverter auf der Homepage des Herstellers in einen Movie (MP4) umzuwandeln. Leider unterstützt dieser derzeit noch nicht alle Übergänge.
Für den Fotografen “on the road” ist das Programm meiner Erfahrung nach aber ein Goldstück. Lassen sich doch fertige Slideshows auf dem Notebook erstellen und die fertigen Mediaordner an die Redaktion senden. Dort kann dann der Embed-Code für die Publizierung im Websystem der Zeitung gefixt werden.
Aus den 9 Bildern hat Soundslides einen Publishing-Ordner mit einer Grösse von 7,2 MB erstellt.
Anmerkung zum Testsystem: Soundslides ist anspruchslos und genügsam, was die Systemvoraussetzungen angeht. Es gibt auch eine Windows-Version.
-> Hier gehts zum mit Soundslides erstellten Portfolio (neues Fenster)
-> Hier gehts zu den Screenshots von Soundslides (neues Fenster)
Kandidat 2
Der nächste Kandidat ist ein Programm mit movieorientiertem Ansatz: Slideshow von Apimac (Link zur Homepage von Slideshow).
Slideshow erstellt Filme, Flash-Videos (FLV), lauffähige Slideshows für Windows und Mac OS X, und erstellt auch via iDVD fertige Projekte auf DVD. Die Programmoberfläche ist sehr übersichtlich gehalten und leitet den Anwender in 4 Schritten vom Import zum Export. Auch für Slideshow gilt, dass die verwendeten Audiodateien und Bilder mit externer Software vorbereitet werden sollten. Auch hier sollten die Bilder im JPG-Format vorliegen und für die Bildschirmanzeige skaliert und optimiert sein.
Eine eventuell zu lange Audiodatei wird von Slideshow passend abgeschnitten. Schön sind die einblendbaren “Closed Captions”, die zwei Zeilen umfassen. Sie können auf bestimmte EXIF-Daten zurückgreifen oder einen freien Text enthalten, und sehen wie ansprechende Untertitel aus. In der Farbauswahl ist Slideshow einfacher als Soundslides gehalten. Insgesamt ist Slideshow einfach und unkompliziert. Bei den Ausgabeoptionen ist zusätzlich ein editierbarer “Abspann” auswählbar. Der mit Slideshow exportierte Film hat eine Grösse von 9,2 MB.
Wir haben uns übrigens für den MP4-Export entschieden. Slideshow exportiert hier als “.m4v”, auf den wir direkt verlinken. Ob alle Browser - insbesondere unter Windows - diesen Filetyp anzeigen können, ist für uns allerdings etwas zweifelhaft (Leser, die Windows verwenden können das einfach selbst prüfen).
Anmerkung zum Testsystem: Bis Version 9.6 läuft Slideshow unter PPC, ab Version 9.7 setzt die Software einen Intel-Prozessor voraus.
-> Hier gehts zum mit Slideshow erstellten Portfolio (Direktlink zum Film, neues Fenster)
-> Hier gehts zu den Screenshots von Slideshow (neues Fenster)
Kandidat 3
Der jüngste Kandidat im Test ist FlippingBook Photographer (Link zur Homepage von FlippingBook).
Kurz nach Fertigstellung des Tests haben wir erfahren, dass FlippingBook Photographer vom Hersteller durch die neuere Software FlippingBook Photo Album ersetzt worden ist. FlippingBook verfolgt ein charmantes Konzept, indem es ein klassisches Portfolio-Buch mit Hilfe von Flash nachbildet. Mit Seiten zum Umblättern und dem passenden Sound dazu. Für die Erstellung des Buches wird der Anwender mit einem Assistent durch die erforderlichen Schritte geführt. Die Tücke liegt etwas in den Optionen, insbesondere der Grösse. Denn FlippingBook skaliert und schneidet die Inhalte automatisch passend für die ausgewählte Grösse. Das hat Vor- und Nachteile. Wer den Experimentieraufwand nicht scheut, wird mit interessanten und sehr ansehnlichen Ergebnissen belohnt, zumal die Software verschiedene Layout-Optionen für die Verteilung der Bilder auf die Seiten anbietet. Damit lassen sich Bilder im Hoch- und Querformat in einem Portfolio mischen. Für die farbliche Gestaltung stehen eine Vielzahl an Optionen zur Verfügung. Eine Untermalung mit Sound ist nicht vorgesehen.
Beim Export erstellt auch FlippingBook einen Ordner, der eine “index.html” Datei enthält. Der ganze Ordner muss auf den Server geladen werden. Ein Embed in Webseiten ist nicht vorgesehen. Es muss vielmehr auf die Index-Datei im Ordner verlinkt werden. FlippingBook hat aus den Bildern einen Ordner mit 4,4 MB erstellt.
Anmerkung zum Testsystem: FlippingBook setzt Mac OS 10.5 voraus und läuft mit PPC und Intel. Die Nachfolgersoftware Photo Album setzt Mac OS 10.6 voraus und läuft nur noch mit Intel Prozessor.
-> Hier gehts zum mit FlippingBook erstellten Portfolio (neues Fenster)
-> Hier gehts zu den Screenshots von FlippingBook (neues Fenster)
Wenn es Fragen zu einem der Programme (oder zu mehreren) gibt, bitte in die Kommentare posten!
Viel Freunde mit den eigenen Portfolios!
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Sommarkänsla / Sommerliche Gefühle
En promenade

„En promenade“
Behind the scenes: Viele Kraniche (wirklich drollige Wesen, wenn man sie eine Weile beobachtet - laufen wie Flugsaurier) tummeln sich derzeit in Lappland. Hier ein eher seltener Anblick: Ein einsamer Kranich. Normalerweise sind sie immer als Pärchen unterwegs. Ob Nummer zwei etwas schon brütet?
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Foto-Futter 20/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
• Das heutige Fotografenportrait ist ein richtiger Geheimtipp und wird Ihnen wieder redaktionell von Frau Lapplandblog präsentiert. Es eröffnet völlig neue Perspektiven und es es geht um eine Herausforderung:
Loren Worthington zeigt eine ungewohnte Welt aus einer ungewohnten Perspektive. Seit seinem 21. Lebensjahr ist Loren querschnittsgelähmt und an den Rollstuhl gebunden. Er fotografiert die Rollstuhlsportszene in Arizona. Seine Fotos sind nicht nur oft aus ungewohnter Perspektive, sondern allesamt auch richtig gut.
• Fotofeinkost
- Bei Craft & Vision ist wieder ein neues Ebook erschienen: Extreme Perspectives von Alexandre Buisse. Alexandre gibt in der bewährten Craft & Vision Methodik eine Einführung in die Fotografie im Gebirge und führt den Leser in einige der entlegensten Gebiete der Welt. Wie immer geballtes Know-How für Landschaftsfotografen zum charmenten Preis.
- Bei Mike Johnston gibt es einen wunderbaren Artikel unter der Überschrift “The Three Biggest Mistakes Amateur Photographers Make”. Unbedingt lesenswert.
- Wer sich für Luftaufnahmen interessiert und gerne einmal aus dem Heli knipsen möchte, dürfte sich für den Artikel “Aerial Photography” von Jason Hawkes interessieren.
• Zwei Weisheiten
Schliesslich möchte ich auf zwei bemerkenswerte TED-Talks verweisen, die ein “must see” sind:
Ric Elias spricht über “3 things I learned while my plane crashed”
und Eli Pariser spricht über “Beware online filter bubbles”.
Das war es mal wieder für heute.
Aus Lappland wünschen wir einen wunderbaren und guten Start in die Woche!
PS: Der abschliessende fotografische Gedanke stammt heute von Ansel Adams:
You don’t take a photograph, you make it.
Lugn och ro! / Ruhe und Gelassenheit!
Last chance: Lapland "on the rocks" II

„Last chance: Lapland on the rocks II“
Behind the scenes: Nur noch wenige Tage bis zur Eröffnung der Badesaison in Lappland! Schnee und Eis sind weiter auf dem Rückzug. Und die ersten Mückenschwärme kreisen auch bereits. Hier eine Ansicht aus der Nähe eines der schönsten „Campingplätze“ in der Region.
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Last chance: Lapland "on the rocks" I

„Last chance: Lapland on the rocks I“
Behind the scenes: Schnee und Eis sind beinahe verschwunden. Nur am schattigen Rande der Flüsse und Seen halten sich noch einige Eisreste. Die Aufnahme ist von heute und spricht für sich selbst. Wer also jetzt noch Schnee und Eis in dieser Region in Lappland sehen will, muss sich beeilen :)
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When cultures meet - "Interkulturelle Begegnung in der Pfanne"

„When cultures meet“
Behind the scenes: Heute ein schnelles und sehr leckeres Rezept für den Sonntag. Eine interkulturelle Begegnung in der Pfanne: Rentier trifft auf Wok.
Zubereitung und Rezept sind ganz einfach: Rentierfleisch ca. 40 Minuten kochen. Dann in der Küchenmaschine leicht zerkleinern. Achtung: Vorsichtig zerkleinern, denn Rentier ist gerne sehr faserig, wird also schnell viel zu fein.
In der Pfanne kleingehackte Zwiebeln mit etwas Öl erhitzen und anbräunen. Dann Fleisch dazu geben. Ca. 5 Minuten anbraten.
Schliesslich tiefgefrorenes Wok-Gemüse dazu. Unter ständigem Wenden ca. weitere 5-7 Minuten anbraten.
Voilà: Fertig ist die interkulturelle Delikatesse. Guten Appetit!
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Waschen, Schneiden, Fönen

„Waschen, Schneiden, Fönen“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Eine Anmerkung zum Wetter: Die Aufnahme stammt vom Montag (2.5.). Das auf dem Bild sichtbare Eis auf dem Skellefte-Älven zwischen Rönnliden und Mörttjärn ist mittlerweile um die Hälfte zurück gegangen.
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Colors and shapes VI
Cracked
Leftovers of the winter
Foto-Futter 18/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
- Es geht unter Wasser. Bezaubernde Welten in den Tiefen des Meeres gibt es bei Michele Davino aus Italien zu sehen.
- Empfehlung Nummer zwei sind die fotografischen Wunderwelten von Mike Levy.
• Gute Fotofeinkost: Heute möchte ich zwei meiner “all-time-high” Links vorstellen, die in den Bookmarks ganz oben stehen:
- The Online Photographer von Mike Johnston. Ein oft sehr tiefsinniges Blog, das es zudem schon sehr lange gibt und das Fotografie mit vielen anderen Bereichen des Lebens in Verbindung stellt. Mike schreibt auf bewegende Weise und oft sehr persönlich. Lesenswert.
- The Luminous Landscape ist einer der Klassiker schlechthin. In den Archiven finden sich Tonnen von hochinteressantem fotografischen Lesefutter.
• Zu Risiken und Nebenwirkungen photogeshoppter Stockfotos fragen Sie Ihre Kunden..., oder: Was man wirklich nicht tun sollte!
Wer erinnert sich nicht noch an die Werbung für die Gelben Seiten; die mit dem Statement “Hätten Sie mal besser jemanden gefragt, der sich damit auskennt!”? An genau diese Werbung musste ich denken, als ich diesen Artikel im Blog bei Rob Haggart gelesen habe.
Worum ging es? Eines der führenden Magazine für vegetarische Ernährung (VegNews Magazine) hatte ein Gericht mit Bild gedruckt. Vegetarische “Spare Ribs” wurden da vorgestellt. Dumm nur, dass es sich um ein Bild echter - und alles andere als vegetarischer - Spare Ribs gehandelt hat. Die Agentur hatte das Bild für ein paar Cent bei iStockphoto eingekauft. Die Knöchelchen wurden flugs mit Photoshop entfernt und fertig war das kulinarisch-vegetarische Essvergnügen. Allerdings wurde die Rechnung ohne die Leser gemacht, denn kurz nach der Veröffentlichung tauchte ein Bildvergleich auf dem Blog eines einem Hardcore-Vegetariers auf.
Ein Fall, der in die Kategorie „Marketing-Supergau“ einzusortieren ist. Nachhaltiger kann der gute Ruf wohl kaum verbrannt werden. Das Magazin schob eine Entschuldigung nach in der darauf abgestellt wurde, das fotogeshoppte Stockfoto sei “aus Kostengründen” verwendet worden. Man kann eben auch am falschen Ende sparen. Und besonders vertrauenserweckend ist es nun auch nicht, wenn vorgestellte Gerichte nur auf Basis von auf Vorrat produzierten Fotos “virtuell” erschaffen werden.
Kurz und gut - Die Lehre aus dem Fall: Finger weg von Stock und Photoshop. Lieber in echte (!) und individuelle Fotos investieren. Es lohnt sich.
• Weil es thematisch (“PR-Supergau”) so schön zum vorangehenden Artikel passt. Kai Müller - alias Stylespion - ist eine Grösse in der Blogwelt. Und gute Fotos macht er noch dazu. Und schreiben kann er auch. Was geschieht, wenn Kai irgendwo in Berlin aus einem Plattenladen fliegt, ist hier nachzulesen.
Merke: Die Welt ist ein Dorf geworden. Und alles spricht sich rum. Manche Katastrophe kann so schnell zum Super-Gau werden.
• Sehr bewegend ist es, was David DuChemin vor einigen Tagen widerfahren ist. Wir bin sehr dankbar, dass es ihm den Umständen entsprechend sehr gut geht. David, wir denken an Dich und wünschen Dir gute und schnelle Genesung!
Übrigens: Auch Davids Text direkt nach der Schilderung des Unfalles ist sehr lesens- und bedenkenswert!
• Schliesslich möchte ich nochmals hinweisen auf unseren Test von Color Washer, dem Schweizer Taschenmesser für JPG-Fotografen in Sachen Weissabgleich und Belichtungskorrektur.
Das wars für heute.
Aus Lappland wünschen wir einen wunderbaren und guten Start in die Woche!
PS: Der abschliessende fotografische Gedanke:
„Trying to be prepared for everything makes you prepared for nothing.“
Therefore: Carry Less!
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Stripes on the beach

„Stripes on the beach“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Der wunderbare Strandplatz ist wieder aufgetaut (obwohl es vorhin gerade wieder einmal eine halbe Stunde geschneit hat). Noch viel zu kalt um ins Wasser zu gehen. Trotzdem schon eine Augenweide.
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Frühlingserwachen II
Departure
Frühlingserwachen I

„Frühlingserwachen I“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Es taut kräftig weiter und der Frühling erwacht. Kleine grüne Pflänzlein bahnen sich wieder ihren Weg. Und das, obwohl uns die Wetterprognosen für das kommende Wochenende einen Schneesturm bei null bis minus 5 Grad mit Windgeschwindigkeit 13 m/s vorhersagen. Schaun mer mal...
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Colors and shapes V

„Colors and shapes V“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Was die zurückliegenden Monate unter ein bis zwei Metern Schnee verborgen lag, tritt nun wieder zu Tage. Letzte Woche wurde der „Klimaschalter“ in Lappland von Winter- auf Sommerbetrieb umgestellt und binnen weniger Tage liegen nun nur noch „Schneeinseln“. Drumherum sind jetzt all die schönen und fotogenen Dinge wieder sichtbar.
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Frohe Ostern! / Glad Påsk! / Happy Easter!
Simplicity
Color Washer von The Plugin Site - Das Schweizer Taschenmesser für JPGs
Bei The Plugin Site aus Nürnberg gibt es ausgesuchte und exquisite Photoshop-Plugins. Besonders begeistert uns die Serie “PhotoWiz”, in welcher der Anbieter einige ausgesuchte Spezialplugins aus eigener Entwicklung anbietet. B/W-Styler und Contrast Master aus dieser Serie haben wir bereits getestet. Heute werfen wir einen Blick auf Color Washer.
Color Washer
Color Washer ist ein Schweizer Taschenmesser für JPGs.
Wie ist das zu verstehen?
Mit den DSLRs (und manchen Kompakten, z.B. der Leica D-Lux) gibt es die Möglichkeit in RAW zu fotografieren. Aber - Hand aufs Herz - wer hat immer die DSLR oder eine Luxuskompakte dabei? Oft reist eben nur eine kleine “Knipse” in der Jackentasche mit. Und da die verwendete Kamera in den allermeisten Fällen ohnehin so gut wie keine Rolle spielt, lassen sich auch damit richtig gute Motive einfangen. Nur sind die dann eben im JPG-Format.
Welche Rolle spielt das Aufnahmeformat?
Ziel des Fotografen ist es, das vor dem Betätigen des Auslösers visualisierte Bild zu schaffen. Das beinhaltet oft auch Nachbearbeitung. Wenn z.B. Schnee im Bild ist, was in den hiesigen Gefilden mindestens die Hälfte des Jahres regelmässig so ist, ist der Weissabgleich ein stetes Problem. Der Schnee ist gerne ziemlich blau. Das mag rein physikalisch sogar seine Richtigkeit haben. Im Bild aber stört es oft evident. Keine Problem mit RAW-Dateien. Hier lässt sich die Farbtemperatur komfortabel und praktisch ohne Qualitätsverlust korrigieren. Damit wird der Schnee dann weiss. Dasselbe gilt auch für Belichtungskorrektur und Detailbelichtungskorrektur.

Das Originalbild zur Demonstration: Schnappschuss im Vorbeifahren mit einer kleinen Kompaktkamera in aller Eile aufgenommen. Denkbar ungünstige Lichtsituation. Schneehügel von hinten mit direkter Sonne beleuchtet. Reflektionen im Schnee neben dem Hauptmotiv. Hauptmotiv voll im Schatten. Weissabgleich und Farbstich. Kurz: Schnee viel zu blau - Belichtung für den Schnee, also in den Schatten viel zu dunkel.
Mit den JPG-Dateien aus einer einfachen Kompaktkamera sind beide Operationen deutlich komplizierter. Zwar lassen sich evtl. Belichtungskorrekturen mit Photoshop durchführen. Wenn es an den Weissabgleich und die Beseitigung von Farbstichen geht, wird es mit den normalen Bordmitteln aber oft schon kompliziert. Und genau hier kommt der Color Washer ins Spiel.
Wie der Name schon verrät, “wäscht” der Color Washer die Farben und korrigiert einen fehlerhaften Weissabgleich und Farbstiche. Ausserdem bietet das Plugin mehrere praktische Funktionen für die - auch selektive - Belichtungskorrektur (eine Art “D-Lightning” um es in Nikon-Sprache zu sagen).
Das Plugin kommt aufgeräumt und übersichtlich daher. Bereits die Autodetect-Einstellung liefert zu 85% das gewünschte Ergebnis. Reicht das nicht aus, gibt es weitere Einstellungen und einen Expertenmodus, der eine Feinabstimmung ermöglicht. Dasselbe gilt übrigens für die Belichtungskorrektur.
Wir haben den Color Washer über die zurückliegenden Monate als “Schweizer Taschenmesser” für JPG-Dateien schätzen gelernt und sprechen eine klare Empfehlung aus.

Color-Washer: So sieht die aufgeräumte Oberfläche im „Easy Mode“ aus. Hier mit geteilter Vorschauansicht.
Installation und Kompatibilität
Die Installation ist völllig problemlos. Color Washer gibt es in zwei unterschiedlichen Versionen:
Eine Standalone-Version für Windows-Rechner (die sich auch als externer Editor für Lightroom nutzen lässt) und ein Photoshop-Plugin.
Und die Plugin-Version für Mac OS X und Windows, die wir aus Gründen des einfacheren Workflows empfehlen. Diese Version versteht sich mit einer Vielzahl von Photoshop-Plugin kompatiblen Host-Applikationen (genaue Liste gibt es auf der Herstellerseite).
Die Vorschau
Besonders wichtig bei Plugins ist eine komfortable und aussagekräftige Vorschau. Im Vorschaufenster des Color Washers lässt sich entweder das gesamte bearbeitete Bild oder nur eine Ausschnittsvergrösserung anzeigen. Natürlich gibt es auch eine “Split View” (mit verschiedenen Aufteilungsoptionen). Dait sind Original und bearbeitete Version gleichzeitig und nebeneinander zu sehen.

Hier mittels Autodetect für den Blaustich korrigiert. Die Korrektur trifft die Lichtverhältnisse ziemlich genau. Mit Feintuning könnte bei Bedarf noch etwas nachjustiert werden.

Und hier zusätzlich noch mit Belichtungskorrektur für die Aufhellung der Schatten.
Fazit
Unserer Meinung nach ein “must have” für alle, die es auch immer wieder mit JPGs aus der Kamera zu tun haben. Einfach, bequem und schnell lassen sich alle Probleme rund um einen fehlerhaften Weissabgleich und Farbstiche sowie die allermeisten Belichtungskorrekturen in den Griff bekommen.
Und der Support des Herstellers ist sagenhaft: Alle Anfragen wurden - sogar am Wochenende - binnen weniger Stunden kompetent und erschöpfend beantwortet. Ein wertvolles zusätzliches Plus.
Eine Demoversion kann hier beim Hersteller angefordert werden.
Der Preis liegt bei USD 49,95. Ein echtes Schnäppchen.
Zusammenfassende Bewertung
Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut):
Funktionalität: 5
Anwenderfreundlichkeit: 5
Geschwindigkeit: 4,5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5
Gesamtbewertung: 4,75
Unser Fazit: “Must have” für JPG-Fotografen
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Ostern in Schweden - Gestern und heute - Teil 3
Wer nicht ohnehin währende der Osterwoche (“Påsklov”) Urlaub genommen hat, endet die Arbeitswoche jedenfalls üblicherweise am Gründonnerstag gegen 12 Uhr. Auch die meisten öffentlichen Einrichtungen schliessen um diese Zeit. Was geschieht dann?
Spätestens jetzt bepacken alle ihre Autos, lasten den Skoter auf den Anhänger und brausen gen Stuga. Vergangenes jahr waren wir selbst am Gründonnerstag in Richtung Fjäll unterwegs (Route von Soresle nach Tärnaby) und konnten die Invasion, die da Richtung Fjäll rollte, kaum fassen. Intensives Verkehrsaufkommen ist hier ja recht selten. Die Autolawine, die wir da zu sehen bekommen haben, war aber geradezu unglaublich.
Nebenbei: Die im Winter hier in Nordschweden praktisch unentbehrlichen Spikesreifen dürfen bis zum 15. April gefahren werden. Eine Ausnahme gilt allerdings, wenn auch danach noch mit “Winterlage” zu rechnen ist. Deswegen verbleiben die Winterreifen mit den Spikes meist auf den Autos, wenn es über Ostern ins Fjäll geht. Denn dort herrschen noch richtig winterliche Verhältnisse. Gewechselt werden die Reifen dann nach der Rückkehr aus dem Osterurlaub.
Zurück zu den kulinarischen Besonderheiten: Am Ostersamstag wird normalerweise ein besonderes Essen gekocht. Ei und Hering sind dabei oft die bestimmenden Bestandteile (wobei es sehr grosse regionale Unterschiede gibt). Stark im Kommen ist auch der “Påskskinka”, ein grosser Kochschinken, der zu Weihnachten - baugleich - als “Julskinka” verspeist wird.
Die Ostereier werden - wie auch in Deutschland üblich - in verschiedenen Farben bemalt und die Kinder bekommen die Ostereier ebenfalls am Ostersamstag. Natürlich gibt es auch viele Süssigkeiten. Sehr häufig sind grosse Ostereier aus Pappe, die mit allerlei Süssigkeiten gefüllt sind.
Beinahe zu allen Festen im Jahreskreis gibt es ein bestimmtes Getränk in Schweden. Zu Ostern ist das der “Påskmust”. Der Påskmust ist eine Limonade, die geschmacklich zwischen Malzbier und Cola mit säuerlichem Einschlag anzusiedeln ist. Durchaus Geschmackssache. Ganz ähnlich ist übrigens das Pendant zu Weihnachten (“Julmust”).

„Speziell zu Ostern: Påskmust“ - License picture / Buy print
Ostern in Schweden - Gestern und heute - Teil 2
Im ersten Teil hatte ich bereits auf die fortgeschrittene Säkularisierung hingewiesen. Das zeigt sich z.B. darin, dass es in Schweden keine Regelungen zum Ladenschluss gibt. Die Geschäfte haben an an allen Tagen des Jahres geöffnet (wenn es auch an manchen Feiertagen kürzere Öffnungszeiten gibt). Am Karfreitag noch ein Stück Butter einkaufen? Kein Problem. Vor einigen Jahren noch waren z.B. am Karfreitag alle Geschäfte geschlossenen und es herrschte Tanz- und Kinoverbot. Ich habe letztes Jahr einmal eine kleine Rundfahrt unternommen, um die Anzahl der Gottesdienstbesucher zu Ostern herauszufinden. Nicht mehr als eine handvoll (buchstäblich!) Menschen.
Die “Påsklov”, d.h. die “stille Woche” vor Ostern ist schulfrei. In dieser Woche ist der Schnee breits kräftig am schmelzen und meistens herrscht bereits kräftiger Sonnenschein. So wird denn diese Woche auch häufig für den Ausklang der Skisaison genützt. Und für viele Schweden ist die Påsklov mit dem ersten Urlaub in der “Sommarstuga”, dem kleinen Haus auf dem Lande verbunden. Die Stugas stehen den harten Winter über meist einsam und verlassen. Zu Ostern ist es nun an der Zeit dort nach dem Rechten zu sehen und alles für den langen Sommeraufenthalt dort vorzubereiten. Überhaupt ist die - meist spartanisch bescheiden eingerichtete - dafür aber oft traumhaft gelegene Sommarstuga das Zentrum des schwedischen Familienlebens ab der Schneeschmelze.
An Ostern stehen in Schweden heutzutage also das Erwachen der Natur und der Frühling im Mittelpunkt.
Morgen gehts weiter mit Teil 3.

„Ostern in Schweden heute: Påskris und Skihang“ - License picture / Buy print
Ostern in Schweden - Gestern und heute - Teil 1
Schweden ist eigentlich ein sehr traditionsbewusstes Land. Allerdings ist auch hier vieles im Wandel. Ostern ist ja nun eigentlich ein christliches Fest. In Schweden ist es im Rahmen der fortschreitenden Säkularisierung über die zurückliegenden Jahre allerdings zu einem wichtigen “weltlichen” Fest geworden.
Die Zurückgezogenheit im Familienkreis ist in Schweden äusserst wichtig. Deswegen wird auch Ostern (“Påsk”) ruhig und im Familienkreis verbracht.
Der klassische Osterbrauch besteht aus einem Osterschmuck in Form von Birkenzweigen mit bunten “Federbüscheln” (“Påskris”, was soviel wie “Osterreisig” bedeutet). Am Gründonnerstag (“Kärtorsdag”) oder am Ostersamstag ziehen häufig noch die Mädchen und Jungen mit Kopftüchern und mit langen Röcken als Osterweiber verkleidet ("Påskäringar") von Haus zu Haus. Die Wangen sind rot bemalt und mit sich haben sie eine Kaffekanne in die sie Süssigkeiten oder Geld sammeln.
Ein weiterer klassischer Brauch stammt vermutlich aus dem Jahre 1880. Viele Schweden schicken sich gegenseitig sog. hergestellte Osterbriefe. Die selbst geschriebenen Briefe werden meist anonym versandt. Hier oben in Lappland ist das allerdings weniger üblich.
Auch in Schweden steht Ostern ganz im Zeichen des Ostereis. Die bestimmende Osterfarbe ist dabei gelb - wohl in Anlehnung an den Frühling und die Osterküken. Denn in Schweden bringen die Osterküken und nicht der Osterhase die Ostereier.
Morgen gehts weiter mit Teil 2.

„In Schweden bringt das Osterküken die Ostereier“ - License picture / Buy print
Foto-Futter 16/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
• Augenschmaus
Der heutige Augenschmaus ist eine echte Delikatesse. Echte Natur- und Wildlife-FOTOGRAFIE.
Vincent Munier versteht es auf einzigartige Weise, Natur und Wildlife fotografisch einzufangen und zu präsentieren. Er hebt sich sich damit wohltuend von den meist ziemlich ausgetretenen Wegen dieses Genres ab. Eine seiner Leitphilosophien ist die Reduktion. Vincents Website ist ein besonderer Wurf. Achtung: Suchtpotential!
• News und mehr
- In der vergangenen Woche wurde ich bei einem Workshop wieder mit vielen Fragen vom Stile “Was muss ich mir denn an Ausrüstung jetzt noch unbedingt zulegen?” überschüttet. Das macht mürbe. Und traurig.
Als Antwort passt da ganz wunderbar ein aktueller Blogartikel von Stefan Groenveld aus Hamburg: Es ist nicht die Kamera!
Balsam für die Augen und das Gemüt. Muss Stefan mal fragen, ob ich den Artikel künftig ausdrucken (ggf. übersetzen) und verteilen darf.
- A propos Workshop. Da können ja manchmal erschütternde Dinge passieren. Ein echter Krimi ist diese Begebenheit, die bei David Zisers Digital Protalk nachzulesen ist.
- Die fotografische Neuerscheinung der Woche ist das neue Ebook von Craft & Vision “The Power of Black & White in Lightroom, A Masterclass” von Piet Van den Eynde, das ich an dieser Stelle gerne nochmals empfehle. Für alle Lightroom-Anwender, die an der digitalen schwarz/weiss-Fotografie interessiert sind, geradezu ein “muss”.
- Die zurückliegenden Woche stand für mich fotografisch wieder hauptsächlich im Zeichen von Leckerbissen. Food-Photography war angesagt. Ich liebe das, denn meistens dürfen die kulinarischen Leckereien nach dem Shooting auch noch verkostet werden :)
- Und zum Abschluss ein kleiner Ausblick auf die bevorstehende Blogwoche. Es wird hier im Blog eine dreiteilige Serie über schwedische Osterbräuche geben und ein umfangreicherer Vergleichstest ist in der Endbearbeitung. Dazu verrate ich aber noch nicht, um was es geht. Stay tuned!
Einen besinnlichen Start in die Osterwoche allerseits!
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Ostern im Anmarsch I / Påsken närmar sig I

„Ostern im Anmarsch I / Påsken närmar sig I“ - License picture / Buy print
“The Power of Black & White in Lightroom, A Masterclass” von Piet Van den Eynde
In meiner Prognose zu den Fototrends für 2010 hatte ich im Dezember 2009 eine Renaissance der Schwarz/Weiss-Fotografie prognostiziert (“Motivbetont, Einfach, Künstlerisch, Gefühlsbetont”). Der Trend ist gelandet, wie Flickr und viele Blogs deutlich widerspiegeln. Und ich denke, dieser neue Trend steht erst an seinem Anfang und wird uns noch mindestens zwei bis drei Jahre begleiten.
Gerade deswegen freut es mich besonders, heute von der aktuellen Neuerscheinung in der Serie von Craft & Vison “The Power of Black & White in Lightroom, A Masterclass” von Piet Van den Eynde berichten zu dürfen.
Das imposante Buch von Piet Van den Eynde ist das bislang umfangreichste bei Craft & Vision erschienene Ebook und umfasst 200 Seiten. Der Preis liegt trotzdem noch - wie bereits bisher - bei 5 USD. Nach wie vor also nicht mehr als ein guter Kaffee in einem guten Kaffeehaus. Beeindruckend.
David DuChemin, der Herausgeber der Craft & Vision Serie war wieder so freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.
Das neue Werk richtet sich gezielt an alle Lightroom-Anwender und führt durch fast alle Aspekte der digitalen schwarz/weiss-Umwandlung mit Hilfe von Lightroom. Ich verhehle hier nicht, dass ich persönlich zwar Bibble bevorzuge. Aber es dürte klar sein, dass Lightroom eine sehr grosse Anwenderschaft und grosse Verbreitung hat.
In 10 Kapiteln führt Piet den Leser von den Grundlagen (“Do’s and Dont’s”) bis in alle Feinheiten der schwarz/weiss-Konversion mit Lightroom. Das geht von den Bordwerkzeugen über Prests bis hin zu Plugins von Drittanbietern. Eingerahmt werden die einzelnen Erklärungen mit jeder Menge beeindruckender Fotos.
Wie von Craft & Vision gewohnt, werden die sehr gut nachvollziehbaren Erläuterungen zu den einzelnen Methoden und Werkzeugen von “Case Studies” abgerundet.
Fazit: Wieder ein klar empfehlenswertes Ebook. Piet ist es gelungen, praktische alle Aspekte digitaler schwarz/weiss-Fotos mit Hilfe von Lightroom abzudecken. Für alle an der digitalen schwarz/weiss-Fotografie interessierten Anwender von Lightroom geradezu ein “muss”.
Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist - wie immer - die ausdruckbare PDF-Version. Da dieses Ebook so umfangreich ist, besteht der Download übrigens aus 4 einzelnen Teilen, um die Downloadzeiten möglichst kurz zu halten.
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 16. April 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: BWLIGHT4
Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes BWLIGHT20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.
-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.
the hope remains, and: goodbye winter!

„the hope remains, and: goodbye winter!“ - License picture / Buy print
Visitors are not welcome?!, or: In need of some repair II
Foto-Futter 14/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
An erster Stelle sollen heute die beiden besten fotografischen Aprilscherze prämiert werden:
1. Preis: Der erste Preis geht an Robert Kneschke für einen Blogeintrag, der in jeglicher Hinsicht überzeugend und einfach gigantisch ist. Robert, you made my day! Um mein altes Juristenherz ist es mir richtig warm geworden und das Fotografenherz hatte eine grosse Sympathiewallung für die EU zu verzeichnen: “EU-Kommission schlägt Maßnahmen zur Reduzierung der Bilderflut vor“.
2. Preis: Der zweite Preis geht an die Rogge & Pott GbR für die Erfüllung des mutmasslich ultimativen Wunsches aller (noch) Analogfotografen: „RE 35 - Digital Cartridges for analog 35mm cameras“. So einfach wie einst Polaroid und so digital wie demnächst bald Raumschiff Enterprise.
Jetzt aber ganz ernst weiter im Text:
- Nein. Das ist kein Aprilscherz mehr. Auch wenn es so klingt. Solltest Du Dich, lieber Leser, zufällig einmal mit einem Space-Shuttle in den Raum verirren und dann auch noch die offizielle Astronautenkamera der NASA (eine Hasselblad 500c) dabei haben, dann hilft Dir dieses Manual sicher weiter. Im Ernst: Ein sehr beeidruckendes Werk gibt es da bei Hasselblad als PDF zum Download: “Hasselblad's Photography Manual for Astronauts“. Steht z.B. sogar etwas über Schärfentiefe und Tiefenschärfe im Weltraum drin :D
(Gefunden bei Ken)
- Thom Hogan hat sich - quasi als Nachlese zu den jüngsten weltweiten Katastrophen - lesenswerte Gedanken zur Risikominimierung im fotografischen Workflow gemacht.
- Im Blog von Detlef Motz gibt es einige Zeilen, die unbedingt lesenswert sind.
Ich zitiere auszugsweise: „50 Prozent aller Kompaktkameras werden bereits von Frauen gekauft. ... Die Zeiten, als mehrheitlich die Männer bei Fotowettbewerben mit kreativen Foto gewonnen haben, sind ebenfalls Geschichte. Frauen sind oft kreativer und benötigen für gute Bilder als Statussymbol keine SLR. Sie fotografieren ungezwungener emotionaler und gehen (leider) seltener in einen Fotoclub”. Die Gründe dafür sind auch bekannt.“
Dem ist nichts hinzu zu fügen. Danke für die deutliche Ansage!
So das war es für heute. Allen Mitleserinnen und Mitlesern einen guten Start in die Woche!
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Postcard from Lapland
Tears
Victory!
Klimaveränderung geschieht / Climate change happens / Klimatförändring pågår

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Behind the scenes: Spuren des Klimawandels - Realität in Lapland 2011.
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Shapes in the snow (with gallery)
There is at least one good thing about snowstorms: they create amazing shapes.
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„Shapes in the snow“
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Vårvinter, oder: The grass is always greener on the other side of the fence
Warum ich das schreibe? Obwohl der meteorologische Frühlingsanfang bereits vor 3 Wochen war (der kalendarische vor ein paar Tagen), fegen seit 24 Stunden Sturmböen und Schneestürme über Lappland hinweg. Neuschnee ist zwar immer sehr hübsch anzusehen, aber in Verbindung mit jeder Menge Schneeverwehungen bisweilen eine Qual. Autofahren wird zum Abenteuer und nicht einmal die Hunde wollen freiwillig eine Pfote vor die Haustür setzen.
Genau genommen warten wir ja auch noch nicht auf den Frühling, sondern den „Vårvinter“. Der „Vårvinter“ ist die fünfte Jahreszeit in Lappland. Der Begriff enthält eine Verbindung von „vår“, d.h. Frühling, und „vinter“, d.h. Winter. Frei übersetzt also „Frühlingswinter“.
Mit dem „Vårvinter“ neigt sich der Winter seinem Ende zu. Es ist aber - zumindest nachts - noch sehr kalt (Minusgrade), i.d.R. ziemlich windig und es liegt noch jede Menge Schnee (wobei der Schnee tagsüber bei Plusgraden zu tauen beginnt). Kurz: Die Winterstarre beginnt zu enden.
Für den Outdoorler eine herausfordernde Jahreszeit, denn subjektiv sind stürmische minus 5 bis minus 10 Grad deutlich unangenehmer als minus 30 (unabhängig vom Windchill-Faktor).
Ab Ende Februar scheint nun auch die Sonne wieder recht lange und wegen des zunehmend höheren Sonnenstandes auch immer intensiver. Das hat zur Folge, dass diese Jahreszeit - wenn es gerade keinen Schneesturm gibt - unglaublich schön und einladend ist. Im Vårvinter trinken wir gerne einen Kaffee vor der Tür und geniessen das einfach. Es ist an der Zeit zum Auf- und Durchatmen.
Und auch die Natur erwacht wieder: Bald werden die Rentiere wieder an die Sommerplätze gebracht und der Braunbär, der in der Nähe unseres Dorfes lebt, dürfte nun auch bald wieder - recht hungrig - aus dem Winterschlaf erwachen. Die Auerhahnbalz - ein grossartiges Naturschauspiel - steht bevor.
Im Moment ziehen übrigens die ersten Vögel, die Lappland im Winter verlassen hatten, wieder ihre Bahnen am Himmel und erfüllen mit ihren Gesängen die sonst stille Luft.
Der Vårvinter ist auch fotografisch eine fantastische Jahreszeit: Jede Menge traumhaftes Licht, Schattenspiele, gigantische Morgen- und Abendsonne und Motive aus der erwachenden Natur. Ein idealer Zeitunkt für die Teilnahme an einem Workshop.
Warum wollte ich eigentlich auf die andere Seite des Zaunes? Es gibt doch gar keinen Grund dafür :)

„The grass is always greener on the other side of the fence“
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Snow again in Lapland

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Behind the scenes: We thought we were done with the winter (at least for this season). But we had quite a bit of a snowstorm and heavy snowfall yesterday. So here we are in the winter again with 25 cm of „fresh“ snow. The storm was so heavy, it had been difficult to stay on the track with the car - you simply couldn’t see where the road was.
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Foto-Futter 12/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
Augenschmaus
-> Für Auge und Gemüt sind im Onlineauftritt der Daily Mail beeindruckende Wolken über dem Mount Everest zu bestaunen.
Aus der Fotowelt
-> Aparte Idee: Begehbares Portfolio
Über einen lesenswerten Artikel bei Michaels Lichtmaschinenkunst bin ich auf die Idee eines begehbaren Portfolios gekommen. Warum nicht einmal eine begeh- und betretbare Fotopräsentation in Form von Fussmatten?
-> Beim Focus gab es die Woche einen wunderbaren Artikel zu Risiken und Nebenwirkungen der Naturfotografie. Lesen und herzhaft lachen (ist auch medizinisch äusserst wertvoll bei der derzeitigen Weltlage)!
-> Auf Macnews gibt es einen interessanten Artikel unter dem Titel “Ist das iPhone eine richtige Kamera?”
Trotz allem (oder gerade deswegen?), was sich in der Welt derzeit vor unseren Augen abspielt, allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in die Woche.

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Take care - Don't get trapped

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Behind the scenes: Just one simple, yet powerful thought today: Plesae don’t get trapped. Never.
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Winter-Rainbow

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Behind the scenes: Japan und die Folgen kreisen um und über uns. Es ist schwer (klassische rhetorische Untertreibung, richtigerweise: unmöglich), einfach mit dem „Business as usual“ weiter zu machen.
Dieser Regenbogen bei noch immer ordentlicher Kälte in Lappland hat mich in diesem Zusammenhang sehr nachdenklich gemacht und mich an einen Satz erinnert, den ich die Tage irgendwo gelesen habe:
„Man kann sich nicht für den Himmel vorbereiten, wenn mann schon im Grab liegt“.
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Japan
Our prayers, hearts and thoughts
are with all the people in Japan.
Information-sources - We ask all our readers to stay updated:
-> CNN-livestream (ENG)
-> Spiegel-Online Liveticker (GER/DEU)
-> n-tv News (GER/DEU)
Twitter-Hashtags:
-> #jpquake
-> #japanquake
-> #fukushima
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Holz-Haus
Up into the sky - Die Himmelsleiter

„Up into the sky - Die Himmelsleiter“
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Foto-Futter 10/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
Der Reihe nach: Facebook hat seine wirklich guten Seiten. Durften wir doch via Facebook Oliver Fell kennen lernen. Oliver hat im vergangenen Sommer insgesamt 8.000 Km quer durch Skandinavien (geographisch eigentlich mehr längs, als quer) auf dem Motorrad zurück gelegt und dazu einen der schönsten und treffendsten Reiseberichte verfasst, den wir bislang gelesen haben. Sein Bericht ist zudem mit etlichen Fotos allerfeinster Güte gespickt.
-> Hier gehts zu Olivers Skandinavien Reisebericht
Ausserden hat Oliver auch ein kleines, aber sehr feines Blog mit ausgesucht schönen schwarz/weiss-Fotografien - hauptsächlich (aber nicht nur) rund um das Thema Motorrad.
• Da wir gerade über Facebook gesprochen haben: Rosh Sillars hat sich einige Gedanken zu den derzeitigen Umstellungen bei Fanpages auf Facebook aus Sicht der Fotografen gemacht. Er sieht die Veränderungen durchweg positiv.
• Und gleich noch ein Artikel von Rosh mit aktuellem Bezug zu dieser Seite. Es geht um die weiterhin rasanten Veränderungen in der digitalen Welt. Haben wir uns gerade so schön in unserer gewohnten PC-Ecke eingewöhnt ist die Gefahr gross, schnell wieder den Anschluss zu verlieren. Mehr und mehr werden von Endanwendern im Web “mobile devices”, d.h. iPads, iPhones, iPods, usw, genutzt. Ich habe mir nach der Lektüre des Artikels mal einige Statistiken zur Hand genommen. Und tatsächlich: Die Anzahl von Seitenbesuchern mit mobilen Endgeräten steigt sprunghaft an. Ein Ansporn, der mir keine Ruhe gelassen hat. Nun ist also auch die Portfolio-Homepage “www.ArchitectOfVision.com” speziell für mobile Endgeräte optimiert. Aber keine Sorge: Beim Betrachten vom PC aus ändert sich nicht viel. Aber z. B. vom iPad aus gibt es ein speziell angepasstes und besonders schlankes Layout. Vielleicht kommt diese optimierte Variante auch noch hier fürs Blog. Gibt es Meinungen oder Wünsche aus der Leserschaft dazu?
• Im Blog von Chase Jarvis gibt Scott wertvolle Tipps und Einblicke zum Thema „Sortieren grosser Bildbestände nach einem Shooting“.
• Vor einem Jahr hatte ich hier im Blog die erste Auflage von Robert Kneschkes Buch “Stockfotografie” rezensiert. Diese Woche ist nun per Post die aktualisierte und noch umfassendere zweite Auflage “des Kneschke” angekommen. Bereits die erste Auflage hatte sich in kürzester Zeit die Auszeichnung als deutschsprachiges Standardwerk in Sachen Stockfotografie verdient. Die zweite Auflage hat nun etliche Seiten zugelegt (jetzt 478 Seiten) und ich bin brennend gespannt auf die Lektüre. Rezension folgt.
• Und zum Abschluss noch der Hinweis auf einen sehr schönen Reisebericht mit Highlight :) - Es geht um die Reise von Stefan und Sabine nach New York. Alle 8 Teile gibt es hier im Blog bei Stefan Groenveld (Geheimtipp: Tag 6 :).
Eine gute Woche allerseits!
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“View over Juktån” und “Gelatin”
Gestern hatte es uns wieder in diese Gegend verschlagen und die Strecke ist einfach zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Wäre da nicht das Wetter gewesen. Um die null Grad und Wind in Sturmstärke. Resultat: Manchmal schiebt es das Auto bei offener und gerader Strecke wie von magischer Hand auf der spiegelblanken Strasse hin und her. Aufpassen war also angesagt. Besonders schön ist die Stelle, an der die Strasse den Juktån (manchmal auch als der “Yukon Lapplands” bezeichnet) passiert.
Obwohl es mich beinahe von der Brücke geweht hat, konnte ich mir ein paar Aufnahmen an dieser Stelle nicht verkneifen.
Fotografischer Teil: Das auch vor dem Hintergrund, dass ich ein paar Bilder zum experimentieren mit einem neuen Bibble-Plugin benötigt habe. Die Bibble-Plugin-Familie hat nämlich vor einigen Tagen schönen Nachwuchs bekommen: Gelatin.
Bereits jetzt waren die Schwarz-Weiss-Möglichkeiten im RAW-Developer Bibble dank der vorhandenen Plugins (u.a. Andrea, INDA und einiger anderer) beinahe ungeschlagen.
Nun hat der bekannte Plugin-Entwickler “Spoilerhead” ein neues Plugin für die schwarz/weiss Konvertierung vorgestellt, das auf den Namen “Gelatin” hört. Das Plugin ist noch im Entstehen, aber bereits die vorliegende Version läuft stabil wie ein Schweizer Uhrwerk (obwohl sie aus Österreich kommt :) und bietet mit einer einfachen, übersichtlichen und schlanken Benutzeroberfläche beeindruckende Effekte. Die jeweils aktuelle Version (für alle Systeplattformen) kann hier im Bibble-Supportforum geladen werden. Mein Rat an alle Bibble-Anwender: Unbedingt ausprobieren! Mein Rat an alle noch-nicht Bibble Anwender: Unbedingt umsteigen :)
Nach über 600 Km Autofahrt habe ich mich dann mit grosser Vorfreude und noch grösserer Nachfreude ans Experimentieren gemacht. Hier das Ergebnis mit Gelatin:

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Rezension: The Bibble Survival Guide von Andreas F.X. Siegert und Marco Frissen
Heute steht ein spannendes und sehr ergiebiges Buch zur Rezension. Ein Buch, das die Arbeit mit der RAW-Entwickler-Software Bibble an vielen Punkten noch mehr zum Vergnügen macht, als das ohnehin schon der Fall ist. Es geht um den “Bibble Survival Guide” von Andreas F.X. Siegert und Marco Frissen.

Vorab noch einige Worte zum Gegenstand des Buches: Es geht um Bibble.
Bibble ist eine (eigentlich nicht nur “eine”, sondern “die”) Software zur Entwicklung von RAW-Dateien. Unter den verschiedenen Softwarepaketen, die sich für diese Aufgabe einsetzen lassen, nimmt Bibble eine herausragende Stellung ein. Bibble ist zum einen speziell für den Workflow von Fotografen entwickelt. Zum anderen ist Bibble der wohl schnellste auf dem Markt befindliche Konverter. Ausserdem ist Bibble plattformübergreifend für Windows, Mac OS X und Linux erhältlich. Ein weiterer Pluspunkt, der mir persönlich sehr gut gefällt ist auch, dass Bibble auch auf der nicht allerneuesten Hardware seine Dienste verrichtet. Und seit einiger Zeit bietet das Programm auch die Möglichkeit zur Bilderverwaltung. Schliesslich verfügt Bibble über eine offene Schnittstelle für Drittanbieter für Plugins zu Erweiterung des Funktionsumfanges. Einige der Plugins - die meisten sind Free- oder günstige Shareware - sind geradezu spektakulär.
Bibble gibt es als Lite- oder als Pro-Version. Das Buch richtet sich an die Anwender beider Versionen. Die Unterschiede zwischen den beiden unterschiedlichen Versionen werden im Text jeweils gekennzeichnet.
Nun aber zur eigentlichen Rezension. Seit der Version 5, die 2009 vorgestellt wurde, hat Bibble nochmals kräftig an Funktionsumfang zugelegt. Zwar gibt es auf der Homepage des Herstellers einige sehr gute Lehrvideos und ein Manual. Wie das aber mit Programmhandbüchern manchmal so ist, decken diese zwar alle Funktionen technisch korrekt ab, sind aber nicht richtig am fotografischen Workflow und dem praktischen Einsatz ausgerichtet.
In genau diese Bresche springt nun der seit Januar 2011 erhältliche Bibble Survival Guide von Adreas F.X. Siegert und Marco Frissen. Auf 220 Seiten nehmen die Autoren, beide erfahrene Fotografen und IT-ler, den Leser an der Hand und leiten ihn in durchdachter und logischer Folge durch die Arbeit mit Bibble anhand des praktischen Workflows.
Das Buch liegt als Ebook im PDF-Format vor, das sich bei Bedarf auch problemlos ausdrucken lässt. Eine praktische und umweltschonende Lösung. Der Preis liegt bei 23 Euro. Das Buch kann über die Homepage zum Buch via Kagi online bestellt werden.
Nach der Aussage der Autoren, beide ausgewiesene Spezialisten, die auch in den Foren zu Bibble als geschätzte Kontributoren aktiv sind, richtet sich das Buch eher an fortgeschrittene Anwender. Nach der eingehenden Lektüre wurde ich das Buch auch vorbehaltslos allen Bibble-Einsteigern empfehlen. Schliesslich können bei der Lektüre einige Kapitel „für später“ aufgespart werden, sind dann aber zur Hand, wenn die Vertiefung gefragt ist.
Das Buch, dessen ausführliches Inhaltsverzeichnis übrigens auch auf der Homepage zum Buch zu finden ist, beginnt bei den Grundlagen und Grundeinstellungen. Nebenbei eine witzige Geschichte: Spannend empfand ich auch die kurze geschichtliche Einführung zu Bibble. Denn dass der Name auf die Hauskatze des ursprünglichen Entwicklers zurück geht, war mir auch neu.
Zu den Grundlagen gehört z. B. ein Kapitel über Farbmanagement. Eine essentielle Materie, deren Nichtbeachtung in aller Regel zu Enttäuschungen und Problemen führt. Ich habe schon einige Darstellungen dieses Themas gelesen. Selten aber eine – trotz der eher „spröden“ Materie – so spannende und lebendige. Das beruht nicht zuletzt auf gut ausgewählten Beispielsbildern und Grafiken. Die Beispielsbilder können ihre Wirkung im PDF voll ausspielen, denn gedruckt kommen veranschaulichende Beispielsbilder meistens nicht so gut zur Geltung.
Das ist überhaupt eine der Stärken des Buches: Der Stil ist äusserst angenehm und umgänglich. Selbst wenn der Leser über das ausführliche und präzise Stichwortverzeichnis am Ende des Buches nur ein bestimmtes Thema gesucht und gelesen wird, zieht das Buch den Leser in den Bann und fordert zum Weiterlesen auf. Bemerkenswert.
Das Buch basiert auf der aktuellen Version Bibble 5.2. Der allergrösste Teil des Inhaltes lässt sich aber völlig problemlos auf die Versionen 5 und 5.1 anwenden (obwohl das Update auf 5.2 für alle User kostenlos ist und es folglich keinen Grund gibt, es nicht zu nutzen).
In den einzelnen Kapiteln finden sich viele Aussagen, die auf profunde Kenntnisse und Erfahrungen der Autoren schliessen lassen. So wird im Kapitel über den Weissabgleich z. B. kritisch der Mythos hinterfragt, dass sich in RAW ja alles nachträglich richten lasse. Auch bei den Details zur Belichtungskorrektur sind die Autoren wohltuend realistisch und geben klare Hinweise, was zu reparieren ist und was besser nicht.
Relativ ausführlich erklären die Autoren alle Abläufe um die seit Bibble 5 existierenden Ebenen und Regionen, ohne dabei allerdings in Schwärmerei zu verfallen. So weisen die Autoren bei den Heal & Clone Ebenen darauf hin, dass die reine Heal-Funktion oft kontraproduktiv übertreibt und raten stattdessen zum Einsatz des Clone-Tools.
Auch das Kapitel zum Thema Nachschärfen sucht in praxisrelevanter Ausführlichkeit und Präzision seinesgleichen. Ein umfangreiches Kapitel widmet sich später der in Bibble relativ jungen Bilderverwaltung. Und als besonders nützliche Abrundung findet sich gegen Ende des Buches ein sehr hilfreiches “How-To”-Kapitel. Das ausführliche Stichwortregister am Ende des Buches rundet das Werk ab und ermöglicht das schnelle Auffinden der relevanten Textpassagen.
Fazit: Dem Leser der Rezension wird es nicht entgangen sein. Das Buch hat mich begeistert. Eine Wohltat in der Mischung aus profundem Know-How und einer äusserst angenehm zu lesenden Darstellung. Von meiner Seite aus daher volle Punktzahl und eine klare Empfehlung!
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Sky-Lines
Wire-Studies (Kabelstudien) in black & white
Heute habe ich meine Outdoortour zu einer der Baustellen auch mal für ein ganz eigenes Projekt genutzt: „Wire Studies“ („Kabelstudien“).
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“The Evocative Image” (“Das bewegende Bild”) von Andrew S. Gibson
“The Evocative Image” (“Das bewegende Bild”) von Andrew S. Gibson.
Wieder zuerst ein grosses Dankeschön an David DuChemin, den Herausgeber der Craft & Vision Serie. Er war wieder so freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.
Der Autor des neuen Ebooks, Andrew S. Gibson, ist uns bereits aufgrund seiner - ebenfalls bei Craft & Vision erschienenen - Trilogie “The Magic Of Black & White” bekannt. Andrew ist als Fotograf und Autor bekannt. Er schreibt u.a. für das EOS magazine und Phototuts+. Fotografisch ist er auf Fine Art spezialisiert.
Im neuen Ebook “The Evocative Image” wendet er sich nun ausführlich einem Thema zu, das fast alle Fotografen bewegen dürfte: Wie kann ich meine Fähigkeiten verbessern, meine Gefühle in meinen Bildern zum Ausdruck zu bringen. Er erklärt Wege, Stimung und Atmosphäre (besser) zum Asudruck zu bringen.
Anhand vieler Beispiele nimmt Andrew den Leser auf 63 Seiten an die Hand und geht dann Schritt für Schritt durch viele Variationen des fotografischen Ausdruckes (“Expression”). Das geht von der Interpretation eines Motives, Lichtstimmungen (“Golden Hour”, “Blue Hour”) über Low-Light, extreme Blendenwerte und Teleobjektive bis hin zu sehr unüblichen und inspirierenden Gedanken und Ansätzen.
Sehr positiv empfinde ich es, dass Andrew viele praktische Übungen (“Creative Exercise”) in das Buch einfliessen lässt. Sie ermöglichen es dem interessierten Leser, das Erlernte auch gleich praktisch umzusetzen.
Fazit: Klare Empfehlung. Andrew zeigt auf kreative und sehr angenehm zu lesende Weise den Weg vom einfachen “Bilder aufnehmen” zum “Bilder machen” im Sinne von aktivem Gestalten auf.
Nebenbei: Wer das im Buch Erlernte dann auch in der Praxis umsetzen und vertiefen möchte, darf sich gerne bei uns für einen Workshop melden. Es gibt noch freie Plätze für den Sommer.
Das eBook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist die ausdruckbare PDF-Version.
Das besonders charmante an den Craft & Vision Ebooks ist übrigens nicht nur der hochwertige Inhalt sondern das fast unschlagbare Preis-/Leistungsverhältnis. Das Ebook kostet wiederum nur 5 USD pro Stück (nach heutigem Tageskurs etwa 3,64 Euro - weniger als ein guter Kaffee oder Espresso im Bistro).
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 28. Februar 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: EVOCATIVE4
Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes EVOCATIVE20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.
-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.
23. Februar: Zeit für die schwedischen Leseratten - Dags för årets stora bokrea
Buchhandlungen im ganzen Land verkaufen ab dem heutigen Tag Bücher zu herabgesetzten Preisen. Von besonders beliebten Büchern werden sogar spezielle Auflagen für den jährlichen Ausverkauf gedruckt. In der Vergangenheit war der Bücherausverkauf für den Buchhandel sogar wichtiger als das Weihnachtsgeschäft. Das hat sich in den vergangenen Jahren aber ungefähr ausgeglichen.
In den grösseren Städten gibt es einen so grossen Zulauf am Starttag des Ausverkaufes, dass manche Buchhandlungen bereits um Mitternacht öffnen.
Spezielle Verkaufskanäle für Bücher gibt es in Schweden nicht mehr. Früher durften Bücher nämlich nur exclusiv über Buchhandlungen verkauft werden. Heute nutzen auch viele Einzelhandelsgeschäfte und Warenhäuser die Gelegenheit und bieten zu dieser Woche verbilligte Bücher an.
Etwas Ordnung gibt es aber im System. So bestimmt die schwedische Buchhändlervereinigung (Svenska Bokhandlarföreningen (SBF)) z. B. jährlich das Startdatum für den Ausverkauf. Das von der SBF 2009 eingeführte Verbot, Bücher für Kunden auf den Ausverkauf vorzubestellen, wurde 2010 wieder aufgehoben.
Historisch gibt es den Bücherausverkauf in Schweden seit den 20er Jahren. Damals nutzten die Verlage die Gelegenheit, ihre Restbestände abzuverkaufen. Nachdem das Interesse am Bücherausvefrkauf in den 70ern stark gesunken war, erfreut er sich seit den 80ern wieder gesteigerter Beliebtheit und die Umsätze nehmen seitdem wieder Jahr für Jahr zu.

„Dags för årets stora bokrea - auch in Malå“
Winter Wonderland

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Behind the scenes: Im Moment ist es schlichtweg immer wieder atemberaubend einfach durch die Landschaft zu schweifen. Lappland von der schönsten Winterseite.
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Postcard from Lapland

„Postcard from Lapland“
Behind the scenes: Heute wieder einmal in Farbe. Am Sonntag hat das Wetter uns zu seiner besten Seite eingeladen. Sonnenschein auf Eis und Schnee ergibt traumhaften güldenen Bodennebel. Jetzt ist die perfekte Jahreszeit, um einen Winterurlaub in Lappland zu verbringen: Die Tage sind schon wieder deutlich länger und bei Sonnenschein erscheinen minus 15 Grad wie ein lauer Frühlingstag.
Oder warum nicht gleich hierher umziehen? Das Inland entvölkert sich beständig (Zahlen und Fakten gibt es hier in einem aktuellen Artikel auf Norran). Platz und Immobilien gibt es in Fülle. Erste Wahl für Naturliebhaber!
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Foto-Futter 8/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
Augenschmaus-Empfehlungen fürs Wochenende
- Birgit Fischer - Die Lichtbildnerin
- Das 18mm Photoblog von Stephanie Freundt aus Lidköping
In eigener Sache
Beim Aufräumen fiel mir ein Hoya UV-Filter (67mm) in die Hände. Wer den haben möchte, meldet sich bitte per Mail. Ihr wisst schon: Wer zuerst kommt...
Wettbewerbe
- Bei Gizmodo gibt es einen interessanten Wettbewerb zu Street-Photography in scharz/weiss.
Einsendeschluss ist der 21. Februar. Die Regeln sind überschaubar einfach (“Take a candid photo of someone on the street...and do so in black and white”) und der Wettbewerb klingt sehr spannend.
- Etwas (mit Understatement) anspruchsvoller ist die 2011er Runde der Photocrati Fund Competition.
Dafür locken hier auch angemessene Preisgelder, die für ein Photoprojekt verwendet werden sollen. Ende der Einreichungsfrist ist der 1. April 2011.
Fotografischer “High-End-Luxus”
- Leica hat von der bereits jetzt legendären M9-Rangefinder eine exclusive “Titanium-Edition” aufgelegt. Weltweit gibt es davon nur 500 Stück. Die Luxusausführung kommt mit einem Summilux-M 35mm f/1.4 (natürlich ebenfalls in Titanium-Ausführung). Das Paket gibt es für schlappe USD 26.500.
Mehr Infos und ein hübsches “Unboxing-Video” gibt es bei Eric Kim.
Ich habe nur so meine Zweifel, ob eines dieser edlen Stücke jemals bestimmungsgemäss verwendet werden wird. Wahrscheinlich landen alle direkt in den Safes von Ölscheichs :)
- Auch bei Nikon gibt es ganz neu eine Limited Edition, mit der man als Liebhaber von Festbrennweiten an Nikon FX Kameras ausgesorgt haben dürfte. Nur insgesamt 100 Boxen mit dem f1.4er-Trio bestehend aus je einem Nikkor AF-S 24mm f/1.4, 35mm f/1.4 und 85mm f/1.4 werden käuflich zu erwerben sein. Das luxuriöse Lichtstärken-Paket ist zudem noch ein echtes Schnäppchen. Gegenüber dem Einzelkauf soll man ca. 1.000 Euro sparen können.
Via Nikon-Rumors.
Soziale Medien
- Eine Umstellung bei Facebook hat unangenehme Nebenwirkungen für Fotografen. Nun lassen sich Bilder bis zu 2048 Pixel (lange Kante) auf Facebook hochladen. Klingt gut. Die Sache hat aber einen grossen Haken: Alle Betrachter können sich das Bild in dieser hohen Auflösung runterladen. Es gibt derzeit keine Option in den Voreinstellungen, das zu verhindern. Autsch. Sehr ärgerlich, denn mit Bildern in dieser Auflösung lässt sich schon einiges anstellen.
Der Workaround besteht derzeit nur darin, KEINE so grossen Bilder bei Facebook hochzuladen.
Mehr Infos dazu bei Rob Haggart.
- Und bei Rosh Sillars NewMediaPhotographer gibt es einen aktuellen Podcast zum Thema Facebook für Fotofgrafen.
Einen fotogenen Sonntag allerseits!
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Schattenwelt - Schattenspiele in Lappland

„Schattenwelt - Schattenspiele“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Die richtige Winterdunkelheit in Lappland beginnt sich ab Anfang Februar wieder zu lichten und der Sonnenstand am Horizont steigt von Tag zu Tag fühlbar an. Das führt zu wunderbaren Schattenwelten auf der Schneedecke. Die begeistern mich immer wieder. Fotografisch herausfordernd, weil die Dynamik in diesen Szenen einen extremen Umfang hat. Die Nuancen der Grautöne sind aber einer meiner absoluten Favoriten in dieser Jahreszeit.
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Light and shadows
The Kill Switch...

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Behind the scenes: Während ich am vergangenen Samstag also mit vielen Fragen beladen heimwärts (will sagen: zurück zum Auto) stapfte kreuzte etwas meinen Weg, das meine ganze Aufmerksamkeit auf sich zog. Der “Kill-Switch”. Es gibt ihn also tatsächlich schon. Und damit ihn niemand findet, ist er gut versteckt (und ich werde natürlich nicht verraten, wo ich ihn aufgestöbert habe). Er steht da. Einsam und alleine. Weitab jeder Zivilisation. Und wirkt eigentlich ziemlich verlassen.
Im Ernst: Das Motiv hat mich auch sehr nachdenklich gestimmt. Der Begriff “Notschalter” wird synonym neben den Begriff “Kill switch” gestellt. Eigentlich völlig falsch. “Kill” bedeutet bekanntlich “töten”. Im Zusammanhang mit der “Not” aus dem “Notschalter” gibt das also so eine Art “Tötung-in-Notwehr-Schalter” für das Internet. Die Sache hat dann nur einen Haken: Kill heisst töten und tot ist tot. Entweder ist den Erfindern des Begriffes bei der überschwenglichen Wortschöpfung der Gaul durch gegangen. Oder? Gute Frage.
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900 Tonnen Stahlbeton...

„900 Tonnen Stahlbeton - mitten in der Natur“
Behind the scenes: Wunderbares Februarwetter in Lappland am vergangenen Samstag. Zwischen minus 15 und minus 20 Grad. Wind gerade noch erträglich. Hatte mich entschlossen, einige entlegenere Baustellen für künftige Windkraftwerke zu besuchen und vielleicht auch zu fotografieren. Der Fussmarsch war nach Karte so ca. 15-17 Km. Natürlich mit einem treuen Vierbeiner als Begleitung. Die Wanderung war traumhaft schön, obwohl ziemlich anstrengend. Denn es ging erst einmal so ca. 5 Km nur bergauf, teilweise durch Tiefschnee.
Oben angekommen, waren die Baustellen dann auch ganz aufschlussreich. Das lässt mich immer wieder sehr nachdenklich werden. Neunhundert (900) Tonnen Stahlbeton umfasst ein (!) Fundament für ein Windrad. Meistens werden ganze Schwärme zwischen 10 und 40 Stück errichtet. Gebuddelt und betoniert wird auch im tiefsten Winter. Damit der Beton abbindet wird eine riesige Plane über die Baustelle gezogen. Rundherum stehen 5-7 grosse Notstromaggregate. An jedem ist ein gigantisches Gebläse angeschlossen, das den Beton bewindet. Gespenstische Installation. Ziemlich laut. Autark zudem, denn kein Mensch war weit und breit zu sehen. Die Aggregate mahlen eintönig und lärmend vor sich hin. Was ich mich frage betrifft die Gesamt-Energiebilanz. Hat da mal jemand nachgerechnet, wieviel Energie im gesamten Prozess von Erschliessung, über die Wegarbeiten, Sprengarbeiten, Grabungsarbeiten, usw. usw. bis hin zu mobilen Betonwerken, da eigentlich aufgewendet wird? Wie “öko-logisch” ist das eigentlich wirklich?
Mit vielen Fragen beladen habe ich mich schliesslich wieder auf den Heimweg gemacht. Mit einem schönen Umweg über eine Route, von der aus kein Windkraftwerk zu sehen ist. Nur ein Stückchen unberührte Natur.
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Foto-Futter 7/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
Der World Press Photo Contest kürt jährlich die besten Pressebilder des Jahres.
Am 11. Februar wurden die Sieger für das Jahr 2010 bekannt gegeben. Es handelt sich um Perlen des Fotojournalismus.
Allerdings eine deutliche Warnung vorab: Manche der Themen und Bilder sind nichts für schwache Nerven. Nichtsdestoweniger geht es um die Realität des Lebens auf diesem Planeten. Und wegsehen ändert nichts. Im Gegenteil. Wir reden hier schliesslich über Fotojournalismus. Meine Empfehlung daher: Tief durchatmen, eine Tasse Kaffee kochen und in aller Ruhe, Sensibilität und Überlegtheit durch die Bilder und Galerien streifen, um sich der Realität zu stellen. Vielleicht kommt ja auch der Wunsch nach etwas Engagement zur Verbessung des Elends auf dem Planeten auf? Falls ja: Bitte nicht unterdrücken, sondern etwas tun. Zurück zum Thema.
Die aus Südafrika stammende Fotografin Jodi Bieber wurde für das beste Pressefotos des vergangenen Jahres ausgezeichnet.
Es handelt sich um ein Portrait von Bibi Aisha. Bibi Aisha ist eine junge afghanische Frau, die eine für unsere Breitengrade unvorstellbare Geschichte und Torturen hinter sich hat. Das Portrait schockiert und bewegt zugleich und bringt eine erschreckende Geschichte perfekt auf den Punkt.
Der Contest besteht aus verschiedenen Kategorien und alle in den einzelnen Kategorien prämierten Bildserien sind unbedingt sehenswert. Zu allen Siegergalerien geht es hier lang.
Übrigens lohnt sich das Durchforschen der Galerien auch rein fotografisch. Wer einen fotojournalistischen Stil entwickeln oder ausbauen möchte, findet hervorragende Beispiele dafür, wie mit Bildern Storys erzählt und Bildaussagen auf den Punkt gebracht werden können. Gerade letzterer Punkt sticht bei vielen der prämierten Aufnahmen absolut ins Auge.
Einen nachdenklichen Sonntag allerseits!
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The saucers have landed in Lapland...

„The saucers have landed in Lapland“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Irgendwo draussen in Lappland. Eine Pause. Im Umdrehen fällt mein Auge auf zwei merkwürdige Gebilde. Gut getarnt und versteckt hinter einer Schneeverwehung. Sind „Sie“ wirklich schon gelandet? Es hat fast den Anschein. Alien-Invasion in Lappland? :)
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Waiting for the bus

„Waiting for the bus“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Wichtige Durchsage - Sollten Sie mit dem Überlandbus die Strecke von Arvidsjaur (Lappland) nach Skellefteå (Küste) befahren wollen werden Sie dringend gebeten, eine Schneeschaufel bei sich zu führen falls Sie den Fahrplan lesen, oder im Wartehäuschen Zuflucht nehmen wollen :)))
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Kommentare und Diskussion künftig auf Facebook und Twittter [Update]
Das aus mehreren Gründen:
- Die Kommentarsoftware hat die Ladezeit hier mehr und mehr erheblich verlängert.
- Es ist viel schöner und praktischer, alle Kommentare an einer Stelle zu bündeln. Das ermöglicht Facebook auf einfache Art und Weise, denn zu jedem Blogeintrag gibt es auch einen Eintrag bei Facebook.
Deswegen steht unter den Blogeinträgen künftig folgender Satz, der Euch direkt zur Facebook-Page oder zu Twitter leitet:
Comments -> Facebook -> Twitter
Wer noch nicht auf Facebook oder Twitter ist: Die Anmeldung ist kostenlos und dauert nur einen Augenblick. Wir lesen uns auf Facebook oder Twitter!
[Update 9.2.: Die neue Kommentarfunktion ist jetzt auch auf Twitter erweitert. Vielen Dank für Euer Feedback!]
Foto-Futter 6/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
Wir fokussieren uns auf ein sehr umfassendes Thema, mit dem leicht das Wochenende (und noch ein paar Tage mehr) gefüllt werden kann. Ein fotografischer Augenschmaus in Perfektion und auf höchstem Niveau: Heute geht es um die Finalisten der Hasselblad Master Awards 2010.
Seit einigen Jahren gibt es den internationalen Wettbewerb der Hasselblad Master Awards.
Nun sind die Finalisten aus der 2010-er Runde online zu bewundern und zu bewerten. Die 110 Finalisten wurden aus mehr als 2.500 Bewerbern von einer internen Jury aus Hasselblad Mitarbeitern, Hasselblad Partnern und Vertriebspartnern ausgewählt.
Der Wettbewerb besteht aus 11 Kategorien:
Wildlife, Architektur, Editorial, Mode/Beauty, Fine Art, General, Natur/Landschaft, Portrait, Produktfotografie, Hochzeitsfotografie und Up-and-Coming. Die Kategorie „Wildlife" ist 2010 neu hinzugekommen.
In jeder Kategorie werden die Werke von jeweils 10 Fotografen als Finalisten ausgewählt. Das ergibt summa summarum also 110 Finalisten.
Die Qualität der eingereichten Fotos für das Master-Programm ist schlicht beeindruckend. Die Messlatte steigt von Jahr zu Jahr.
„Es ist selbst für die besten Fotografen schwieriger als je zuvor, sich als Finalist zu qualifizieren", berichtet Christian Nørgaard, Photographer Relations Manager bei Hasselblad, „und es ist eine noch größere Herausforderung, aus solch aussergewöhnlichen Arbeiten 110 Finalisten auszuwählen."
Die Galerien der Finalisten sind eine nahezu unerschöpfliche Fundgrube an Inspiration und eine grosse Hilfe, den eigenen fotografischen Horizont zu erweitern.
Zum Betrachten der Bilder, die vom 1. Februar bis zum 31. Oktober 2011 online sein werden, ist keine Registrierung erforderlich. Wer als Betrachter mit abstimmen möchte, kann sich registrieren und dann in den einzelnen Kategorien für seinen Favoriten abstimmen. Das Ergebnis der öffentlichen Abstimmung ist übrigens ein wichtiger Teil des Wettbewerbs und zählt in jeder Kategorie als eine Stimme. Die verbleibenden Stimmen werden von einem Gremium renommierter Branchenprofis aus der ganzen Welt vergeben.
-> Und hier gehts zur fotografischen Delikatesse der Hasselblad Master Award Finalisten 2010.
Wünsche einen wunderschönen Sonntag allerseits und einen guten Start in die neue Woche!
PS: Übrigens - Die Homepage und das Portfolio sind jetzt auch unter der neuen Webadresse www.ArchitectOfVision.com online.
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Food Photography: Smaklig måltid!

„Smaklig måltid!“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Also ganz persönlich essen wir ja hauptsächlich vegetarisch. Das Schöne an der Food Photography ist aber, dass wir immer wieder mal exotische Dinge probieren können :) Und Frau Lapplandblog läuft zur Hochform auf, wenn es um Dekoration und Komposition geht. Food-Shootings sind immer ein Heidenspass.
Übrigens: Die Homepage und das Portfolio sind jetzt auch unter der neuen Webadresse www.ArchitectOfVision.com online.
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Freedom
Foto-Futter 5/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie
• Der heutige Augen- und Sinnesschmaus der Woche wurde heute von Frau Lapplandblog entdeckt und wird von ihr schon eine geraume Zeit beobachtet. Es geht um eine ganz besondere Empfehlung: Die Website und das Portfolio von Michael Hagedorn.
Viel wird derzeit über projektorientierte Ansätze in der Fotografie gesprochen und Michael ist ein brilliantes Paradebeispiel dafür. Er hat Thema. Und sehr bewegende noch dazu. Am meisten hat uns sein Portfolio zum Thema “Alter” beeindruckt.
• Das führende Portal für die deutschsprachigen Fotoblogs, das “Foto-Radar” von Manfred Huszar - alias Zoomyboy - hat diese Woche ein neues Design bekommen und ist in diesem Zuge auch auf einen neuen, schnelleren Server umgezogen.
Wer Foto-Radar noch nicht kennen sollte, dem sei die Seite sehr ans Herz gelegt!
• Rosh Sillars hat auf seinem Blog NewMediaPhotographer einen sehenswerten Video verlinkt, in dem der legendäre Steve McCurry über seine eigene Photographie reflektiert.
• Die Ära der Point-and-Shoots Kameras scheint sich - dank der omnipräsenten Mobiltelefone mit mittlerweile beachtlichen eingebauten Kameras - immer mehr dem Ende zu zu neigen. Casio hat mit dem neuen Tryx nun einen charmanten Ansatz gefunden: Ein Mobiltelefon ohne Telefonfunktion :) Mehr dazu in diesem interessanten Artikel auf Cnet. Der Megatrend der mobilen Fotografie ist zur Lawine geworden.
• Zum Abschluss noch etwas Popcorn bitte - Popcorn II: Heiko Keim hat unser jüngstes Pocornthema fortgeführt und auch etwas zu Fotocommunities gebloggt. Seine harte Überschrift: Fotocommunities sind unnützes Zeug und Zeitfresser.
Allen Leserinnen und Lesern einen wunderschönen Sonntag. Greift zur Kamera!

„Winterliche Weite“
Closed today
Underground in Skellefteå

„Underground in Skellefteå“ - License picture / Buy print
The waiting room at the gate to eternity

„The waiting room at the gate to eternity“
Foto-Futter 4/2011 - Input und Know-How rund um die Fotografie
• Futter für Augen und Sinne
- Interessant, besinnlich und erfrischend: Vicente Diaz Penas
- Innovativ: Hiroshi Seo
• Der meiner Meinung nach beste RAW-Konverter der Welt, Bibble, liegt seit dieser Woche in der Version 5.2 vor.
• Parallel und passend dazu ist der “Bibble Survival Guide” von Andreas Siegert und Marco Frissen erschienen. Auf 220 Seiten findet sich Input für Einsteiger und Fortgeschrittene. Das Inhaltsverzeichnis ist sehr vielversprechend und das Rezensionsexemplar wird alsbald gelesen. Ausführliches Review folgt dann.
• A propos Buch: Diese Woche ist auch das neueste EBook von Craft & Vision unter dem Titel „Winter in the Canadian Rockies“ von Darwin Wiggett erschienen. Fundgrube für alle Fotografen, die sich vom Winter angezogen fühlen. Kurzrezension hier.
• Wie ein Foto-Workshop äusserst unerwartet verlaufen kann, schildert Thom Hogan. Im Artikel nebenbei auch einige hochinteressante Aussagen abseits der Fotografie.
• Und schliesslich gehts um Schrauben. Einmal um die neuen von Apple verwendeten Schrauben contra klassische Schlitzschraube bei Leica :)
Das wars für heute.
Nutzt Eure Lebenszeit gut und weise!
„Winter in the Canadian Rockies“ von Darwin Wiggett - Kurzrezension
„Winter in the Canadian Rockies“ von Darwin Wiggett .
David DuChemin, der Herausgeber von Craft & Vision war wieder so freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.
Darwin Wiggett ist ein weltweit bekannter und anerkannter Natur- und Landschaftsfotograf aus Canada. Seine grosse fotografische Liebe gilt den kanadischen Rockies. Und das ganz besonders in der Wintersaison. Und in diese Landschaft und Jahreszeit nimmt Darwin den Leser mit auf die fotografische Workshopreise. Ein fotografischer Winterzauber.
Das neue Buch setzt die The Print & The Process Serie fort. Die Serie folgt einem brillianten Konzept: Ausgehend von 50 Aufnahmen wird der fotografische Entstehungsprozess von der Aufnahme bis zum Print dargestellt. Ein Workshop in Buchform, der auf 69 Seiten durch den fotografischen Workflow führt. Der Preis des Buches beträgt USD 5.
- Im ersten Teil des Buches - “The Premise” - finden sich - nach einer kurzen Einleitung - 50 ausgesucht inspirierende Aufnahmen von grösstenteils überwältigender Schönheit. Zu diesen Aufnahmen folgen im dritten Abschnitt dann die Details der Entstehung und Bearbeitung. Vielen Aufnahmen ist anzusehen, dass sie mit grossem Einsatz und unter grossen Mühen entstanden sein müssen.
- Im zweiten Teil - “The Process” - geht Darwin auf grundlegende und wichtige Fragen der Outdoorfotografie im Winter ein. Die Stichworte lauten: Innere Einstellung; Vorbereitung (Winterkleidung, Nichtfotografisches Equipment, Fotografisches Equpiment, Kältespezifische Fotoprobleme); Die Stimmung des Lichtes im Winter; Abstraktion und Winter; Spezielle Techniken.
Das Wetter in den hiesigen Breitengraden in Lappland ist mit dem Wetter in den kanadischen Rockies sehr gut vergleichbar und aus der Lappland-Perspektive kann ich Darwins Ausführungen nur voll und ganz zustimmen. In Sachen Vorbereitung und Equipment (fotografisch wie nicht-fotografisch) zeigt Darwin, dass er auf profunde Erfahrung zurückgreifen kann und dass er sich bei seinen Extremtouren stets auf der sicheren Seite bewegt. Das finde ich sehr gut. Und nur selten habe ich so gute Zeilen gerade auch zu den Auswirkungen der Winterlandschaft auf die Bildgestaltung gelesen. Wer sich ernsthaft für das Fotografieren im Winter interessiert, wird aus Darwins Texten einen grossen Nutzen ziehen können.
- Im dritten Teil folgen dann Anmerkungen zu jedem der im ersten Teil gezeigten 50 Aufnahmen. Darwin nennt Details zur Entstehung, Komposition, Bildgestaltung und technische Details. Ein Konzept, das mich in dieser Form immer wieder begeistert, weil es einem Workshop nahe kommt.
Fazit: Alle Fotografinnen und Fotografen, die sich ernsthaft für die Fotografie im Winter - mit allen ihren Besonderheiten und Beschwernissen - interessieren, werden aus dem Buch grossen Nutzen ziehen können. Das Buch bekommt von mir auch wieder eine klare Empfehlung. Und wer das im Buch Erlernte dann auch in der Praxis umsetzen und vertiefen möchte, darf sich gerne bei uns für einen Winter-Workshop melden.
Das eBook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als App für das iPad. Ich präferiere und empfehle die ausdruckbare PDF-Version.
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 22. Januar 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: ROCKIES4
Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes ROCKIES20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.
-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.
Stockholm impressions reloaded in black&white

„A man and a dog - Loneliness in Stockholm“
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Foto-Futter 3/2011 - Input und Know-How rund um die Fotografie
Heute das sehr inspirierende Fotoblog von Fabrizio Perelli aus dem schönen Italien. Fabrizio lebt übrigens in Rom.
• In eigener Sache
Wir haben die Zeit zwischen den Jahren genutzt, um aus den privaten Archiven nicht mehr genutzte und benötigte Sachen auszusortieren.
Hier die Liste mit dem Fotozubehör und hier die Liste mit dem Computerzubehör. Bei Interesse bitte einfach eine Mail senden.
• In der zurückliegenden Woche hatte ich viele erbauliche Gespräche mit Fotografinnen und Fotografen, die einfach “besser” werden wollen. Viele haben nach Bildkritik und dem Nutzen von Fotocommunities gefragt. Und diesem Thema möchte ich den ersten grossen Block heute widmen:
-> Zum Einstieg empfehle ich einen Klassiker zur Lektüre: Die Seite der Buxtehuder Fotofreunde. Eine echte Schatzgrube.
Zum Thema Bildkritik findet sich dort folgender wunderbarer Artikel.
Und ganz besonders möchte ich dem geneigten Leser auch die Reihe “Mein Nachbar Kurt” ans Herz legen.
-> Und jetzt bitte die ganz grossen Popcorntüten auspacken. Es wird sehr unterhaltsam, denn nun geht es um Fotocommunities.
Ein Artikel auf dem Illuminateblog von Boris hat diese Woche Wellen geschlagen. Unbedingt auch die Kommentare lesen - und nicht vergessen, dabei das Popcorn zu knabbern :).
-> Dazu passt auch sehr schön ein Artikel bei Bogenheimer’s Photography Blog, der sich mit derselben Thematik befasst.
Zitat einer der Kernaussagen: “Zu was taugt nun eine Fotocommunity? ... Schwieriger wird es, wenn man seinen eigenen Stil entwicklen möchte oder kreative Experimente wagt. Die Community bestimmt den Stil indem sie lobt oder schweigt. Der Community-Stil entspricht dem Mainstream und das Postkartenmotiv ist oft das höchste Ziel. Wer sich zu sehr in einer Community bewegt, merkt früher oder später, dass er für die Community fotografiert und das bedeutet oft ein Ende der Kreativität.”
Auf den Punkt getroffen und das kann doch nicht das Ziel sein, oder?
(Die Popcorntüten dürfen jetzt wieder beiseite gelegt werden).
• Ein schöner Artikel zum Thema “10.000-Stunden-Regel” ist bei Eric Kim nachzulesen. Fazit: Leute greift zur Kamera!
• Ausnahmsweise mal ein rein technischer Link: Mit Pirawnha ist jetzt die erste RAW-Develoment Software für das iPad erschienen. Ich habe sie noch nicht getestet, bin aber einigermassen erstaunt und erwartungsvoll. Wir werden sehen.
Zum Abschluss noch 3 Artikel mit sehenswerten Videos:
• Chase Jarvis geht in die Luft. Und zwar mit dem Helicopter zu Landschaftsaufnahmen über Neuseeland im Rahmen eines privaten Projektes. Lehrreich anzusehen und einfach sehr schöne Fotos.
• Und nochmals Chase: Diesmal mit einem Beitrag über “The Sartorialist” (Scott Schumann), dessen Blog sich seinerseits hier findet. Beeindruckend. Er tut es einfach und mit seinem eigenen Stil und auf seine eigene Art und Weise: Fotografieren. Unbedingt ansehen! Gutes fotografisches Vorbild!
• Und schliesslich noch ein interessanter (pratkischer und nicht wissenschaftlicher) Vergleichstest von Eric Kim: Autofocus contra manueller Fokus (in Form einer Leica M9 Rangefinder) in der Street-Photography.
So. Und jetzt allen Leserinnen und Lesern ein wunderschönes Wochenende!
Eine Runde Schneeschuh bitte und: Lappland sendet wieder!

„Snow sculptures“ - License picture / Buy print
Ja, und dann haben wir eine wichtige Durchsage: “Lappland sendet wieder!”.
Mit einem herzlichen Dank an die Unterstützer haben wir die grosse Freude die Wiederinbetriebnahme der Lappland-Webcam verkünden zu dürfen. Auch bei Frau Lapplandblog ist die Webcam jetzt übrigens mit hübschem Bild in der Seitenleiste zu finden. Die Aussicht ist im Moment leider winter- und witterungsbedingt ziemlich schwarz-weiss. Aber der Schnee schmilzt ja hoffentlich bald mal wieder. Technische Anmerkung am Rande: Das Thermometer weigert sich, unter minus 20 anzuzeigen. Auf dem Digitalthermometer werden gerade minus 27 angezeigt. Das klassische Rundthermometer ist aber im Tieftemperaturstreik. Wir arbeiten an der Lösung dieses Problemes.

„Endlich wieder auf dem Trail“ - License picture / Buy print
My dear cat - You're watching too many films on YouTube

„My dear cat - You're watching too many films on YouTube“
Behind the scenes: -->> Achtung „cat-content“ <<--
Klarer Nachahmer unser Kater. Insgeheim hat unsere Lappland-Katze wahrscheinlich all die vielen Filmclips auf YouTube gesehen, in denen irgendwelche Katzen auf irgendwelchen Computern herum turnen :) Und das wollte er dann endlich auch einmal selbst ausprobieren.
Im Ernst: Wegen der zahlreichen Nachfragen, wieder einmal ein aktuelles „Katzenbild“. Nicht gestellt übrigens. Als wir zur Tür hereinkamen, sass er da. Ob er insgeheim eine Mail schreiben wollte, ist nicht bekannt.
"High-Noon" in Lappland - 12 Uhr im Schatten

„High-Noon in Lappland“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Das Dasein einer Sonnenuhr im schneereichen Winter ist eine ziemlich triste Angelegenheit. Auch für den Anwender.
Foto-Futter 2/2011 - Input und Know-How rund um die Fotografie
Beginnen möchte ich mit zwei besonders schönen Fotoblogs, die mir persönlich gut gafellen und die ich allen Leserinnen und Lesern empfehlen möchte:
• Melanie Webers Fotoblog. Eine echte Augenweide. Melanie bloggt übrigens aus einem der “Gebirge im Süden”.
• Auch Dave Tickells Fotoblog ist eine visuelle Empfehlung, die gerne zum Verweilen einlädt.
Und jetzt zum Know-How-Input:
• Von Ansel Adams stammt der bemerkenswerte Satz “Twelve significant photographs in any one year is a good crop”.
Nick Turpin greift diesen Gedanken auf und gibt sehr guten Input, warum das Aussortieren von Aufnahmen so wichtig ist. Er schreibt mit primärem Fokus auf Street Photography, seine Gedanken sind aber universeller Natur.
Seine bedenkenswerte Essenz lautet: “Instead of editing a days shooting and posting your best image of the day.....edit your years shooting and post your best ten images of the year....now that will be a set worth looking at.”
• Da wir gerade Ansel Adams genannt haben. Ganz in Ansels Tradition steht George DeWolfe. Sein Portfolio ist wirklich sehr exquisit. Und einige sehr gute Bücher hat er auch verfasst. Insbesondere sein 2009 erschienenes “B&W Printing” ist beinahe Pflichtlektüre für alle Fotografen aus der Schwarzweiss-Fraktion. Die ersten beiden Kapitel des Buches lassen sich übrigens von Georges Homepage kostenlos als PDF laden.
• Silberstudios von Marc Silber hat gerade ein schönes neues Lehrvideo mit dem Travel-Photographer Jeff Johnson veröffentlicht. Ansehen lohnt sich.
• Was tun, wenn Du irgendwo ein “geklautes” Foto von Dir entdeckst?
Rob Haggart hat in seinem Artikel “A Unique Way To Fight Photo Theft By Corporations” eine einfache, effektive und sehr charmante Reaktion beim schwerwiegenden Fotoklau vorgestellt.
• Auf photofocus gibt es einen lehrreichen Artikel von Scott Bourne unter dem Titel “Five Ways To Know Your Photos Aren’t Cutting It”. Lesens- und bedenkenswert.
• Und bei BlogTimes gibt es einen gut zu lesenden Artikel zur Landschaftsfotografie in schwarzweiss mit interessanten Gedanken.
Sodele. Ich hoffe mal, dass das ausreichend Lesestoff fürs Wochenende ist und wünsche allerseits einen guten Start in die neue Woche!

Aus der Ruinenserie: „The entrance to the old cave“
Rollin rollin rollin - Zugleich: Über Visualisierung und Musik
Worum geht es? Gute 10 Jahre war ich aktiver Musiker. Und manchmal „schlägt“ das auch beim Fotografieren zu.
Wie? Nun, bei manchen Motiven drängen sich mir Melodien oder Songs auf. So auch bei diesem Motiv.
Im Vorbeifahren hat mich die Szene geradezu magisch angezogen und sich innerlich mit einem Song verknüpft. Die mittelalten Leser kennen den vielleicht noch (und den Film dazu natürlich auch) :






































