Perspektive: Krise oder Chance?
Oft wird in diesem Zusammenhang auf die Chinesische Weisheit abgestellt, denn im Chinesischen soll es für Krise und Chance angeblich dasselbe Schriftzeichen geben. Das stimmt zwar nicht, aber der Sinn der Aussage stimmt trotzdem:
Die meisten Krisen beinhalten tatsächlich oft eine Chance.
Manchmal ist es eine Frage der Perspektive, manchmal eine Frage der Herangehensweise. Ich bin an dieser Stelle jedenfalls einfach weiter gegangen. Auf dem Weg zu neuen Motiven.
Allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in die neue Woche
mit vielen neuen Chancen!
„Perspektive: Krise oder Chance?“
There's an open door - waiting for you
Am Nullpunkt. Auf dem Friedhof.
Neu anfangen. Neu orientieren. Vielleicht auswandern?
Eine Tür steht Dir offen.
Gibt Dir den Blick frei auf ein Paradies am Horizont.
Doch bedenke:
Im Sommer ist es unerreichbar.
Der Weg dorthin ist nur unter den schwierigsten Bedingungen möglich.
Die Kälte beschert Dir das Eis, das Dir den Weg über den See ermöglicht.
Der Wind ebnet Dir die Schneeverwehungen, damit Du klare Sicht behälst
und Dein Ziel nicht aus den Augen verlierst.
Der Schnee lädt Dich ein, ein Iglu zur Rast auf der Reise zu bauen.
Siehst Du die Schwierigkeiten, oder die Chance?
Bist Du bereit durch die Tür zu gehen, die sich Dir geöffnet hat?

„There's an open door - waiting for you“
Beifang aus dem Graveyard-Projekt
Alter Friedhof Sorsele
Endstation Friedhof - Ein Hauch von Ewigkeit
Bei minus 25 Grad und auf einem tief verschneiten Friedhof, auf dem seit Wochen keine Besucher mehr waren, stellt sich eine sehr eigentümliche Atmosphäre ein. Aber der Reihe nach.
Ich gehöre vermutlich zur letzten Generation, bei der eine Kirche - will sagen: ein Kirchengebäude - zu den Eckpunkten des Lebens gehörte. Die meisten Angehörigen meiner Altersgruppe dürften im Säuglingsalter in einer Kirche getauft worden sein. Das andere Ende des irdischen Daseins wurde durch die Aussegnung oder Aufbahrung - ebenfalls in einem Kirchengebäude - markiert. Die letzte Station vor dem Friedhof. Womit wir beim Thema wären.
Was hat ein Kirchengebäude mit dem Friedhof zu tun? Da die formelle Trennung von Kirche und Staat im Schweden erst zum Jahreswechsel 1999/2000 vollzogen wurde, befinden sich die alten Friedhöfe in Schweden praktisch immer im direkten Anschluss an eine Kirche.
Im Rahmen eines persönlichen Projektes bin ich in letzter Zeit viel über eisige und tief verschneite Friedhöfe Lapplands gestapft, um das Spannungsfeld zwischen Endlichkeit und Ewigkeit einzufangen. Die Endauswahl der Bilder für die Ausstellung ist noch nicht defintiv. Ich möchte aber dennoch hier eine kleine Auswahl zeigen.
-> Zur Galerie "Endstation Friedhof - Ein Hauch von Ewigkeit"
-> To the gallery "Ultimate destination graveyard - A touch of Eternity"
2012 naht
Nun schreiben wir also bald 2012. Viel wird gemunkelt über dieses Jahr. Wir bleiben aber mit beiden Beinen auf dem Boden und starten in das neue Jahr mit einigen Weiterentwicklungen.
Relaunch 2012
Zum Jahreswechsel haben wir unsere Fotografie-Homepage komplett neu designed und dort auch einen separaten Fotografie-Blog aufgelegt. Dazu gleich mehr.
Auch hier im Lapplandblog hat sich etwas verändert beim Design und den Inhalten. Vor allem geht es uns um Vereinfachung und Reduktion, sodass Lesbarkeit und Verständlichkeit immer weiter optimiert werden.
Spannungsfeld Fotografie und Lappland
Hier im Lapplandblog haben wir bislang immer mit der Spannung zwischen rein fotografischen und auf Lappland bezogenen Beiträgen gelebt. Um auch dies weiter zu vereinfachen, gibt es jetzt den separaten Fotografie-Blog. Dort bloggen wir ab 2012 auf Englisch.
Aber keine Sorge: Natürlich geht es auch hier im Lapplandblog weiter. Hier bleibt es bei Deutsch und gelegentlichem Schwedisch. Natürlich gibt es auch hier weiterhin viele Bilder und auch das ein oder andere fotografische Thema. Allerdings mehr mit Bezug zu Auswandern, Urlaub, Tourismus, Reisen und - natürlich - dem Schwerpunkt Schwedisch-Lappland.
Experiment soziale Medien
2011 war für uns ein offensiv experimentelles Jahr in Sachen soziale Medien. Stammlesern wird auffallen, dass die Buttons zu Google+, Facebook und Twitter mit dem Relaunch wieder aus der Seitenleiste verschwunden sind.
Warum? Wir haben im vergangenen Jahr viel experimentiert, Vorträge zum Thema soziale Medien gehalten und Artikel dazu geschrieben. Rein persönlich haben uns die derzeit verfügbaren Plattformen aber schlichtweg (noch) nicht richtig "begeistert" (wobei Google+ auf dem richtigen Weg zu sein scheint).
Aber: Zu viel Zeit geht bei der Beschäftigung mit den virtuellen Welten verloren. Und Hand aufs Herz: Nur wenige neue Beziehungen mit echtem Tiefgang sind hinzu gekommen. Natürlich sind wir auch weiterhin auf den bisherigen Plattformen aktiv. Nur gehen wir das ab 2012 viel entspannter und mit viel geringerer Priorität an. Wer Kontakt zu uns aufnehmen möchte, tut das am besten via Mail oder Telefon :-)
Was hat sich sonst so getan?
- Malå durfte seine Ambulanzstation behalten. Die Proteste, die wir über einen längeren Zeitraum fotografisch begleitet haben, haben schliesslich Erfolg gezeitigt.
- Der weitere Ausbau der Windkraft in Västerbotten wird aus der Bevölkerung zunehmend kritisch gesehen. Auch hier bilden sich Bürgerinitiativen und erste Proteste beginnen.
- Die Einwanderer strömen nach wie vor ungebremst hierher. Leider erleben wir immer wieder schlimme Tragödien. Viele beginnen beim Hauskauf. Hier haben sich teilweise regelrechte Mondpreise etabliert Aus aktuellem Anlass möchten wir deswegen nochmals auf unsere Tipps zum Immobilienkauf in Lappland hinweisen. Unsere Tipps helfen hoffentlich, einige Katastrophen und menschliche Tragödien zu verhindern.
Und jetzt allen Leserinnen und Lesern einen guten Start
in das neue und spannende Jahr 2012!
„Apokalyptischer Touch“
Behind the scenes: Passend zum Jahreswechsel 2011/2012 ein Bild mit "apokalyptischem Touch". Ein Naturschauspiel, das den arktischen Winter auszeichnet: Irisierende Wolken (Photometeore). Ein farbenfrohes Spektakel, das in Verbindung mit dem Sonnenuntergang und verhangenem Himmel endzeitliche Gefühle hervorrufen kann. Die Uferlinie ist übrigens absichtlich nach rechts abschüssig. Eine Reminiszenz an die brodelnde Wirtschaftskrise. Nebenbei: Sehr romantisch war der Anblick ebenfalls.
KW 50, Jahresrückblick und Winterschlaf
Warnung: Dieser Blogpost ist länger, umfangreicher und nachdenklicher als gewöhnlich.
Jahresrückblick
Ein offenes Geheimnis: Mit zunehmendem Alter beschleunigt sich die Zeitwahrnehmung überproportional schnell. Einfach gesagt: Es scheint, als würde die Zeit immer schneller vergehen. Als mir das meine Oma vor 30 Jahren sagte, habe ich noch darüber gelacht. Heute weiss ich, dass sie Recht hatte.
2011 können wir also demnächst ad acta legen. Es war ein bewegtes und sehr angefülltes Jahr. Jedenfalls für uns. Mehr und mehr Aufträge von Zeitungen und Magazinen - in aller Regel Reportagen - flatterten ins Haus. Darunter fast nur herausfordernde, spannende Themen und Aufgabenstellungen. Viele Hochs und Tiefs des Lebens haben wir gesehen und fotografiert. Und es hat viel Spass und Freude gemacht. Und vielleicht ist es uns ja auch gelungen mit zu helfen, die Welt ein klein wenig besser und schöner mit zu gestalten.
Die Schattenseite ist, dass im zweiten Halbjahr sogar die persönlichen Projekte beinahe zum Erliegen kamen. Das soll sich aber 2012 wieder ändern.
Lappland
Der Blick durch das Fenster offenbart trübes, nebliges und verschneites Wetter. Richtig "dicke Suppe" da draussen. Die Skoterfahrer und Schlittenhundler freuen sich, denn nun fängt ihre Saison (endlich) an.
Von Weihnachtsstimmung ist allerdings - abgesehen von der Masse an Prospekten im Briefkasten - derzeit noch nichts zu spüren.
Fotografie
A propos Dunkelheit sei ein kleiner technischer Schlenker gestattet. Derzeit ist Lappland wieder einer der besten Plätze, um die High-ISO Qualität von Kameras zu testen. Besonders bei quirligen Reportagen ist das Limit hier schnell erreicht.
High-ISO führt uns übrigens nahtlos zu den Weihnachtsgeschenken, die wir hier im Haushalt bereits vor einigen Jahren abgeschafft haben. Gleiches gilt für den Weihnachtsbaum, den wir lieber in der Natur betrachten. Wenn aber, ja wenn wir aber einen Weihnachtsbaum hätten, könnte ich mir dieses Jahr sehr gut eine Fuji X10 unter demselben liegend vorstellen. Ich schwärme ja selten für Technik, aber seit ich vor einigen Tagen etwas mit einer X10 experimentieren konnte, bin ich begeistert. Eine kompakte, robuste "Immer-Dabei" und mit bezaubernden High-ISO Fähigkeiten, die reportagetauglich zu sein scheint. Sollte uns zufällig jemand aus der Leserschaft eine Freunde zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel machen wollen...
Winterschlaf - "Drei Wochen ohne"
Drei Wochen, d.h. bis zum 6. Januar gehen wir jetzt wieder in den Winterschlaf. Das betrifft nicht nur das Blog, sondern umfasst auch die Abstinenz in den sozialen Medien. "Drei Wochen ohne" lautet das Motto. Es ist wieder an der Zeit, den inneren Kompass neu einzunorden. Wer uns in dieser Zeit erreichen will, möge bitte zum Telefon oder zur Email greifen.
Meinungsumfrage
Vom "neu Einnorden" der Dinge im Leben haben wir eben schon gesprochen. Feedback hilft da weiter.
Was denken Sie / denkt Ihr? Was wünschen Sie sich hier / wünscht Ihr Euch hier?
Wir freuen uns über Kommentare und Wünsche für die wir immer ein offenes Ohr haben. Einfach einen Kommentar hinterlassen, oder eine Mail senden.

Und nun wünschen wir allen Leserinnen und Lesern
“Frohe Weihnachten und einen guten Start in das Neue Jahr!”
Stranded II - Gestrandet II
Die Symbolik ist stark: Das "Gestrandet sein".
Eine Fortsetzung zu diesem früheren Blogeintrag zum Thema aus dem Juli.

Gestrandet.
Auch gestrandete Boote können Zeichen der Hoffnung setzen.
Angekommen. Aus Altem wächst Neues.
Unerwartet.
Grün ist die Farbe der Hoffnung und der Zuversicht.
Als ein Zeichen des "Angekommenseins" schlägt Dein Boot plötzlich Wurzeln.
Doch bricht es gleichzeitig Brücken ab.
Einem Samenkorn gleich wird das Boot als Nährboden verzehrt.
Ahoi ade.
Wie wird die Ernte werden?
Fredagsmys
Seit einigen Jahren hat sich ein modernes Ritual herausgebildet: Die Fredagsmys.

"Fredag" steht für Freitag und "mysa" bedeutet "es gemütlich haben".
Freitags legt sich ab ca. 18 Uhr eine ausgeprägte Ruhe über Schweden. Das Verkehrsaufkommen geht deutlich zurück und auf den Strassen wird es still. Die Häuser sind erleuchtet. Schweden macht es sich kollektiv gemütlich.
Die Fredagsmys schlägt wieder zu. Am späten Freitagnachmittag klingt die Arbeitswoche aus und die Familie oder gute Freunde sammeln sich, um den Beginn des Wochenendes zu zelebrieren. Das Ritual ist eingebettet in gutes Essen (oft Fertiggerichte), Süssigkeiten, Knabbereien und (oft alkoholische) Getränke. Auch der Fernseher (bzw. DVD-Player) spielt eine grosse Rolle.
Sogar Forscher haben die Fredagsmys schon unter die Lupe genommen und dabei heraus gefunden, dass das Phänomen zum Ausklang der Arbeitswoche stresslindernd wirkt.
Die Wirtschaft freut sich. Viele Fertiggerichte und allerlei ungesunde Dinge werden speziell mit der Eignung für den "besonderen" Freitagabend beworben. Und im Systembolaget, der staatlichen Kette, die zum Verkauf von alkoholischen Getränken befugt ist, herrscht am Freitag ab ca. 12 Uhr Hochbetrieb.
Auch in den sozialen Medien spiegelt sich die Fredagsmys deutlich wieder. Die Statusmeldungen werden entspannter und handeln dann um Essen, Getränke und Filmempfehlungen. Es gibt sogar eigens eine Fanpage auf Facebook "Vi som älskar Fredagsmys" ("Wir, die wie die Fredagsmys lieben").
Hier haben bereits knapp 350.000 Menschen auf "Gefällt mir!" geklickt. Das entspricht in etwas 2% der schwedischen Bevölkerung. Interessant ist eine Umfrage, die auf der Facebook-Seite unter den Fans durchgeführt wurde. Bei der Frage, was die Fredagsmys für den Einzelnen bedeutet, steht an erster Stelle die Entspannung, gefolgt von Gemeinschaft / Gesellschaft und dem guten Abendessen.
Zu guter Letzt noch ein Tipp für alle Aus- und Einwanderer: Besuchen Sie NIEMALS ungefragt und/oder ohne ausdrückliche Einladung "echte" Schweden an einem Freitag nach der Mittagszeit. Das wird als ungehöriger Eingriff in die Familie aufgefasst.
Skandal wegen gefälschter Fotos in Schweden

„Eine der gefälschten Aufnahmen des Preisträgers Terje Hellesjø“
Foto: Terje Hellesø / Naturvårdsverket
Seit 20 Jahren veranstaltet das schwedische Naturvårdsverket (Amt für Natur- und Umweltschutz) einen Fotowettbwerb, bei dem die besten Naturaufnahmen prämiert werden. Der Wettbewerb ist in Schweden sehr populär und geniesst grosses mediales Interesse.
In der 2010er Wettbewerbsrunde gewann der in Schweden tätige Berufsfotograf Terje Hellesø (gebürtiger Norweger) mit einigen auf den ersten Blick spektakulären Aufnahmen. Der mit 15.000 SKR dotierte Preis war Hellesø im Mai 2011 verliehen worden. Der Preisträger erhält zudem eine Ausstellung im Naturhistorischen Museum in Stockholm.
Nach der Preisverleihung kamen allerdings Zweifel auf. Gunnar Glöersen, Mitarbeiter beim schwedischen Jägerverbund (Jägareförbundet) wies im Blog des Jägerverbundes als erster darauf hin, dass der prämierte Fotograf unglaublich viele seltene Raumtiere in sehr kurzer Zeit in der freien Wildbahn fotografiert haben will.
Eine bekannte schwedische Fotoseite griff das Thema auf. Binnen kurzer Zeit kamen dort mehrere hundert Kommentare zusammen und die Aufnahmen des Preisträgers wurden von einer grossen fotografischen Öffentlichkeit kritisch unter die Lupe genommen. Es dauerte nicht lange bis entdeckt wurde, dass einige der Tiere aus den prämierten Aufnahmen als freigestellte Objekte in Bildbanken im Internet frei verfügbar waren.
Schliesslich kommentierte auch Preisträger Hellesø den Vorgang. Er habe alle getäuscht (einschliesslich seiner eigenen Familie; dazu sogleich mehr) und bitte um Verzeihung.
Die Geschichte zieht nun Kreise in verschiedene Richtungen.
- Zum einen ist die fotografische Community in Schweden in einer Art Schockzustand. Dass ein schwedischer Fotograf ein solches Vorgehen an den Tag legen könnte, war bislang schlicht undenkbar.
- Das zeigt sich u.a. auch darin, dass in den Wettbewerbsstatuten keine Regelungen zu Täuschungsversuchen enthalten sind. Auch eine Regelung, die Wettbewerbsteilnehmer zur Vorlage von RAW-Dateien verpflichtet, ist nicht vorgesehen. Deswegen darf Hellesø die Auszeichnung erst einmal behalten, bis die Juristen des Naturvårdsverkets die Rechtslage geklärt haben. Nicht zuletzt durch die Mängel in den Statuten des Wettbewerbes ist der Ruf des bislang angesehenen Wettbewerbes nun nachhaltig beschädigt.
- Tragisch ist auch die familiäre Seite. In einem Interview des schwedischen Rundfunks hat die Ehefrau des Preisträger, Malin Hellesø - ebenfalls Fotografin - angegeben, dass sie selbst auch getäuscht worden sei. Ihr sei die Täuschung erst bekannt geworden, als ihr Mann ihr dies einige Zeit nach der Preisverleihung gebeichtet habe.
- Im Verband der schwedischen Naturfotografen läuft derzeit die Debatte über einen Ausschluss Hellesøs aus der Vereinigung. Der Verband hat nämlich klare Regelungen dazu, dass derartige Bildmanipulationen unzulässig und unethisch sind.
- Zu guter Letzt droht dem Preisträger nun schliesslich auch handfester juristischer Ärger: Gegen Hellesø wurde mittlerweile eine Strafanzeige wegen Betruges gestellt. Denn wegen der gefälschten Bilder wurde eine grössere Summe öffentlicher Mittel verschwendet, weil Experten im Auftrag der Naturschutzbehörde auf die Suche nach den fotografierten seltenen Tieren gegangen waren.
Drei Gedanken zum 1. September

„Richtig klassische Glühbirnen“
Drei Gedanken zum 1. September
Ein denkwürdiges Datum. Aus verschiedenen Gründen.
Ad 1: Good-Bye Lightball, Good-Bye Heatball...
Eine weitere Ära geht zu Ende: Am 1. September geht das von der EU verfügte Aus für "klassische" Glühbirnen in die nächste und vorletzte Runde. Denn nun dürfen Glühbirnen ab 60 Watt innerhalb der EU weder hergestellt noch in diese importiert werden. Nur die vorhandenen Lagerbestände dürfen noch abverkauft werden.
Merkwürdigerweise fällt das übrigens zeitlich mit drastischen Preiserhöhungen bei den Energiesparlampen zusammen.
Nachdem auch das alternative "Heatball-Konzept" zu scheitern scheint sei allen Liebhabern klassischer Glühbirnen ein Urlaub in Lappland ans Herz gelegt. In den hiesigen Elektrofachmärken, Geschäften und Supermärkten befinden sich nach subjektivem Empfinden noch Lagerbestände, die einige Jahre weit reichen dürften. Und wer Glück hat, kann auch richtig alte Raritäten auf dem Speicher oder auf dem Flohmarkt (Loppis) ergattern.

„Herbstbote: Fliegenpilz“
Ad 2: Jahreszeiten - Der Zeiger rückt weiter
Der 1. September markiert in Nordschweden klassischerweise den ersten meteorologischen Herbsttag. Die meteorologische Definition dafür lautet: "Der Herbst ist in einem bestimmten Gebiet angekommen, wenn die Tagesmitteltemperatur an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 10 Grad C liegt."
Das Schwedische Meteorologische Institut (vergleichbar mit dem amtlichen Wetterdienst) hat dazu eine täglich aktualisierte Karte, auf der die Ausbreitung des Herbstes visualisiert ist. So wie es aussieht, ist er zumindest bei uns bereits gelandet.
Ad 3: Zuletzt noch eine spannende fotografische Neuigkeit
Heute hat Fuji offiziell die kleine Schwester der bereits jetzt geradezu legendären X100 vorgestellt. Sie hört auf den Namen X10, bietet einen 2/3-Zoll Sensor, ein 28-105 mm Zoom (KB-Äquivalent) mit ordentlicher Lichtstärke und einen optischen Sucher.
Die Pressemeldung klingt sehr gut und macht sehr neugierig. Liebe Leute bei Fuji: Schickt doch mal eine X10 zum Test rüber!
"Ernst aber nicht hoffnungslos" contra "Hoffnungslos aber (noch) nicht ernst"?

„Ernst aber nicht hoffnungslos“
contra
„Hoffnungslos aber (noch) nicht ernst“
Behind the scenes: Einen ausführlichen Nachrichten-Podcast auf dem MP3-Player lauschend durchquerte ich irgendwo in Lappland eine stillgelegte Kiesgrube in der allerlei Schrott herumlag. An den Börsen sieht es unüberschaubar aus, höre ich. Plötzlich zieht es mich zu einem Motiv, das ich - zunächst mehr unterbewusst - identifiziere. Eine Kurve. Das potentielle Gegenstück dazu hatte ich vor knapp einem Jahr in Göteborg fotografiert. Nur zeigte dieses (noch) in die andere Richtung.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die Umwelt, oder einen Touristen

„Naturreservat Lappland?“
Behind the scenes: Lappland wird gerne als “die letzte Wildnis Europas” beschrieben und beworben. Und in weiten Teilen stimmt das auch noch. Trotzdem sind auch hier leider Missstände zu beklagen. Und das auch noch ausgerechnet aus der “Öko-Ecke”. Konkret geht es um den Ausbau der Windkraft, die derzeit hier (wie lange noch?) hoch im Trend liegt.
Um ganz deutlich zu sein: Im Vergleich zur Atomkraft sind mir Windkraftwerke immer noch hundertmal lieber. Keine Diskussion.
Dass aber ausgerechnet in landschaftlich sehr schönen Gegenden mit erhaltungswürdiger Flora und Fauna die Windparks aus dem Boden schiessen, ist sehr bedauerlich.
Kürzlich hat es es ein Besucher kurz und bündig auf den Punkt gebracht: “Die Windkraft-Regionen in Lappland sind für mich als Besucher und Tourist gestorben. Hierher komme ich sicher nicht wieder.”
Umso mehr schade, als die unschönen “Stahlspargel mit Flügeln” für die nächsten 25-35 Jahre festbetoniert sind. So werden ganze Landstriche touristisch unbrauchbar gemacht. Aber es kommt noch schlimmer.
Einige Biologen und Naturkundler, die in den vergangenen Wochen hier zu Besuch waren, und für die wir in einigen Dokumentationsprojekten gearbeitet haben, zeigten sich sehr bestürzt über die immense Naturzerstörung. Kilometerlange Wege werden gezogen. Für die Hochspannungsleitungen entstehen breite Schneisen, die nicht nur hässlich sind, sondern Lebensräume seltener Arten zerschneiden und zerstören.
Ganz zu schweigen von den Auswirkungen der permanenten Lärmentwicklung (gerade auch im tieffrequenten Bereich), den Lichtreflexen und dem Elektrosmog.
Leider gilt es auch hier, der Realität und den Fakten ins Auge zu sehen. Auch wenn es für manche unbequem sein mag. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen werden ihre Spuren hinterlassen. Frage sich nur, zu was das führen wird.

„Zerstörte Natur“
Gestrandet

„Gestrandet“
Behind the scenes: Viele brachen auf zu neuen Ufern. Einwandern, Auswandern, Einstiege, Aufstiege und Umstiege. Manche erklommen sogar die Leiter. Die der Hierarchie, der Karriere, des Erfolges. Oben angekommen, sahen sie das Schild: “Hier ist das Ende der Leiter”.
Wiederum auf zu neuen Ufern. Einwandern, Auswandern, Einstiege, Aufstiege und Umstiege.
Nur wenige haben ihr Ziel erreicht. Nur diejenigen, die ihr Ziel tief innen in ihrem Herzen auch kannten.
Die anderen.
Sind gestrandet.
Irgendwo. An einem Ufer.
Und als sie nochmals zu neuen Ufern aufbrechen wollten, bemerkten sie es. Ihr Boot war brüchig geworden.
Gestrandet.
Zur Dichotomie von E und U in der Fotografie, oder: Schande über uns

„Dichotomie von E und U - Regeln brechen, aber welche?“
Behind the scenes: Heute ein emotional-nestbeschmutzender Beitrag. Ein aktueller Podcast mit David DuChemin hat mich sehr nachdenklich gemacht. Es geht um Kreativität, Vision und Expression (Ausdruck) als Fokuspunkte der Fotografie. Wobei die Perspektive eigentlich viel weiter ist. Es geht um Grundfragen der Kunst. Welcher Kontrast zu den “üblichen” Diskussionen in vielen Fotoblogs und Fotoforen, bei denen es gebetsmühlenartig immer wieder nur um Technik (“Gear”) geht. Aber die Technik ist nur ein Mittel zum Zweck. Mehr nicht.
Haben Sie etwa schon einmal ein Diskussion zwischen Schriftstellern über Schreibmaschinen oder PC-Schreibprogramme gesehen oder gehört? Bei Fotografen liegt leider die Wahrscheinlichkeit für solche - zu 99 Prozent unsinnigen und überflüssigen -Diskussionen deutlich höher. Schande über uns.
Über Kunst und die Ausdrucksformen der Kunst sollten wir diskutieren; darüber, warum ein Bild den Betrachter bewegt. Nicht darüber, ob es mit einem iPhone oder einer D3X aufgenommen worden ist.
Ein Blick über den Tellerrand schadet bekanntlich nicht. In dem Werk “Zur Dichotomisierung von hoher und niederer Literatur” (Hrsg. Büger/Bürger/Schulte-Sasse) habe ich mich kürzlich über den Unterschied von “E” (wie: ernsthaft) und “U” (wie: unterhaltsam) belesen und dabei folgenden Leitsatz ausgegraben:
“Die Trennung von ernsthaft und unterhaltsam wird in der Regel über die Frage geregelt, ob sich ein Werk die Regeln selbst setzt oder ob es Ihnen folgt.”
Wie sieht das heutzutage in der Fotografie aus der Perspektive von Kreativität, Vision und Expression aus? Unterscheiden wir auch - bewusst oder unbewusst - zwischen E und U? Darf - oder muss gar - der Künstler (lies: Fotograf) nicht die Regeln brechen? Oder scheitert das nicht oft bereits daran, dass viel zu viele Fotografen zwar alles über technische Details, aber wenig über Gestaltung, Komposition und fotografische Regeln gelernt haben, deswegen aber nie zum regelbrechenden Meister ihrer Kunst werden können? Schande über uns.
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Berufsbild Kameradisplaydesinfektor - Über Golgafrincham, Kameradisplays, Mobiltelefone und EHEC
- Der chronisch deformierte Nasenrücken. Er entsteht, wenn der Fotograf die Kamera zu fest an das Gesicht drückt. Die Nasenspitze wird dabei i.d.R. fest an das rückseitige LCD-Display gedrückt. Das hinterlässt nicht nur unschöne Spuren auf dem Display - dazu sogleich mehr - sondern setzt den Nasenrücken einem beständigen Druck aus. Mit der Zeit kann das zu einer chronischen Nasenspitzenverformung (Deformation) führen. Ist es erst einmal soweit gekommen, kann Abhilfe meist nur noch auf schönheitschirurgischem Wege gefunden werden. Dem Vernehmen nach laufen vor den Verwaltungsgerichten bereits erste Verfahren auf Anerkennung als Berufskrankheit. Aber dieses Phänomen betrachten wir in einem späteren Blogeintrag.
- Heute geht es um die zweite, derzeit viel aktuellere Problematik: Die Keimansammlung und deren Übertragung. Ausser Frage, dass die ständig den Umwelteinflüssen ausgesetzte Nasenspitze ein Reservoir für Keime und Erreger aller Art ist. Von Keimen, die sich im Fotografen selbst vermehren und über das Ausatmen verbreitet werden (von Niesanfällen bei einem Schnupfen möchte ich hier gar nicht erst sprechen) einmal ganz abgesehen. Zwar haben sich einige Hersteller der Produktion von Kameradisplayschutzfolien verschrieben, um die Problematik des Nasenabdrucks auf dem Display zu umgehen. Letztlich ist das aber Kosmetik, denn weder wird der Nasenrücken-Deformations-Syndrom, noch der Keimreservoir-Problematik dadurch effektiv entgegen gewirkt.
Ich sehe hier nicht unerhebliche Gesundheitsrisiken, die den Beruf des Fotografen über kurz oder lang in das Aus befördern können.
Wissenschaftliche Forschungen haben schon vor mehreren Jahren die Übertragungsproblematik durch Elektrogeräte untersucht. So berichtete der Spiegel bereits im August 2006 unter der Überschrift “Schmutzige Handys” über das Übertragungsrisiko durch Keimansammlungen auf Mobiltelefonen.
Die Onlinepublikation Technology Review hat das Thema im Februar 2007 aufgegriffen, Computertatstaturen unter die Lupe genommen und ist zu demselben alarmierenden Ergebnis gekommen.
Originalzitat aus dem Artikel in der Technology Review: “Als der Mikrobiologe Dr. Charles Gerba von der Universität von Arizona vor zwei Jahren verschiedene Lebensbereiche untersuchte, zeigte sich, dass an Computerarbeitsplätzen im Schnitt 400 mal mehr Keime finden sind als auf einer Klobrille. Das schmutzigste Objekt auf einem Schreibtisch ist das Telefon mit knapp 4000 Mikroben pro Quadratzentimeter. Die Tastatur liegt bei etwas über 500 krabbelnden Keimen pro Quadratzentimeter (gefolgt von Maus, Faxgerät und Kopierer).”.
Telefoninterviews mit Infektionsschutzärzten bestätigten die Vermutung: Kameradispplays stehen im Verdacht eine erhebliche und ernstzunehmende Quelle für die Übertragung mitunter gefährlicher Krankheitserreger zu sein. Die Problematik wird besonders brisant durch den Umstand, dass Profi-Fotografen oft zu Assignments kreuz und quer durch die Welt jetten und damit die Verbreitung von Erregern begünstigen.
Auswege aus der sich anbahnenden Krise?
Fotografen müssen gesetzlich verpflichtet werden, Ihre Kameradisplays in regelmässigen Abständen zu desinfizieren. Bei Landschaftsfotografen mindestens täglich, bei Portrait- und People-Fotografen zwingend nach jedem Shooting. Die ordnungsgemässe Durchführung der Desinfektionen ist durch ein Kameradisplaydesinfektionslogbuch nachzuweisen (dieses ist autorisierten Personen auf Verlangen zur Kontrolle vorzulegen). Eine Kontrollbehörde ist einzurichten. Ausserdem müsste gesetzlich eine Pflichtschulung “Grundregeln der Hygiene beim Umgang mit elektronischen Digitalkameras” zur Berufsausübungsvoraussetzung gemacht werden.
Das ist keineswegs so trist und düster, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn hier bahnt sich ein neues und zukunftsträchtiges Berufsbild an, nämlich das eines Kameradisplaydesinfektors. Künftig werden am Set nicht nur Assistenten, Stylisten und Visagisten, sondern auch Kameradisplaydesinfektoren zum gewohnten Bild gehören.
Am wichtigtsan aber bleibt “Don´t panic”! :)
Übrigens: Der internationale Towel-Day hat sich gerade wieder einmal gejährt und das Motto des Tages - “Don´t panic” - scheint wieder einmal aktuell wie selten.
Und der Kameradisplaydesinfektor ist selbstverständlich ein ehrenvoller Nachfahre des Telephondesinfizierers. Kleine Nachhilfestunde für die jüngeren Leser, die Douglas Adams wahrscheinlich nicht mehr gelesen haben (zu meiner Zeit war das allgemeinbildende Pflichtlektüre):
Der Telephondesinfizierer ist ein fiktiver Beruf aus Douglas Adams Film “Per Anhalter durch die Galaxis”.
Telephondesinfizierer desinfizieren Telefone und verhindern damit Seuchen, die durch Ohrmuscheln nicht desinfizierter Telefone übertragen werden.
Der Hintergrund der Geschichte ist folgender: Auf dem Planeten Golgafrincham wurde der Beruf des Telephondesinfizierers von der angeblichen Bevölkerungsgruppe der Idioten durchgeführt, die auf diesem Planeten angeblich ein Drittel der Bevölkerung ausgemacht haben soll. Die Telephondesinfizierer haben ausserdem gleichzeitig weitere unsinnige Berufe, wie z.B. des des Versicherungsvertreters, ausgeübt. Die Telephondesinfizierer des Planeten Golgafrincham wurden deswegen im Raumschiff Arche B ausgesetzt und strandeten dann vor Urzeiten auf der prähistorischen Erde .
Die Unsinnigkeit des Berufsfeldes des Telephondesinfizierers wird allerdings dadurch in Frage gestellt, dass die Einwohner von Golgafrincham an einer Seuche ausstarben, die durch ein nicht desinfiziertes Telefon verursacht worden sei.
Have a nice day and „Don´t panic!“ :)

„Das Handwerkszeug des Kameradisplaydesinfektors (natürlich mit Handtuch)“
Climate change - We have survived the winter, or: summer, soon...

„We have survived the winter“
Behind the scenes: Klimawandel, Vulkanausbrüche, Aschewolken, und vieles mehr füllt die Klimadiskussion rund um die Erderwärmung (Wiki-Svenska, Wiki-Deutsch). Ich bin kein Wissenschaftler, sondern nähere mich dem Problem pragmatisch-beobachtend.
Aus dieser Perspektive war dieser Winter in Lappland ausgeprägt kalt. Und auch im Mai liegen die Temperaturen noch deutlich unter den Werten der beiden vergangenen Jahre. Im Wald und am Wegesrand finden sich noch immer einige kleine Schneenester.
Aber was ist schon ein Vergleichsmasstab von 2 Jahren im Kontext von globaler Erderwärmung? 2007 hatten wir Rekordwärme. Seitdem kühlt der Mikrozyklus in Lappland ab. Aber die Natur- und Tierwelt scheren sich anscheinend ohnehin nicht so viel um die kurzfristigen Rhythmen.
Ein Blick in die Tierwelt ist aufschlussreich. Dieses Jahr ist wieder ein Jahr der Nager und Kleintiere. Mäuse und Ratteninvasion auf den Feldern und um das Haus herum. Damit dürfte es nächstes Jahr wieder ein Jahr der Greifvögel werden.
Zum Bild: Ich liebe es, der Entfaltung der Farnpflanzen zu zusehen. Sie haben die grosse Kälte des Winters überlebt und entfalten sich der Sonne entgegen. Und irgendwie haben sie eine “kollektive Klimaintelligenz” entwickelt, denn Wikipedia lehrt uns:
“Im Erdzeitalter Karbon vor etwa 400 Millionen Jahren bildeten Farne (in grösserer Form als heute, meist Baumfarne genannt) zusammen mit Schachtelhalmen und Bärlapppflanzen riesige Wälder und schufen somit die Basis für die heutigen Steinkohle-Vorkommen. Die ältesten fossilen Funde stammen aus dem unteren Devon. Sie sind somit wahrscheinlich älter als die Samenpflanzen, die erstmals im oberen Devon auftraten.”
Was Klimaveränderungen angeht, scheinen uns diese einfachen, aber sehr bezaubernden Pflänzchen einiges voraus zu haben.
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Wohnungsnot?

„Wohnungsnot?“
Behind the scenes: Wohnungsnot?
Viele Inlandskommunen in Lappland befinden sich derzeit “auf dem absteigenden Ast” wie es so schön heisst.
Junge Menschen ziehen - spätestens zur Gymnasialausbildung - in die Städte. Und meistens bleiben Sie dann auch nach dem Abschluss der Ausbildung dort.
Die Bevölkerung hier altert. Häuser stehen zuerst leer und verfallen dann häufig (wenn sie denn nicht malerisch belegen sind und dann von den Familien als Sommerhäuser (“Sommarstuga”) weiter genutzt werden).
Der Wohnungsbau kommt vielerorts zu Erliegen. Warum sollen auch neue Wohnungen gebaut werden, wenn alle Statistiken darauf hindeuten, dass die Bevölkerung dramatisch schwindet.
Diese Fakten mögen bitte auch alle, die sich mit dem Gedanken ans Auswandern nach Lappland beschäftigen, auf dem Schirm behalten. Führt der Bevölkerungsschwund doch auch zum schleichenden Abbau der allgemeinen Grundversorgung in vielen Bereichen.
Im Rahmen eines Auftrages war ich in der vergangenen Woche in Vännäs und konnte mir dort ein Bild des Ernstes der Lage verschaffen.
Dennoch: Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt. Eine schöne Symbolik im Bild and ich auf der Rückseite der Schule in Vännas. Hier gibt es offenbar ein Wohnungs-Überangebot. Allerdings nur für Vögel.
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Lugn och ro! / Ruhe und Gelassenheit!
Frohe Ostern! / Glad Påsk! / Happy Easter!
Ostern in Schweden - Gestern und heute - Teil 3
Wer nicht ohnehin währende der Osterwoche (“Påsklov”) Urlaub genommen hat, endet die Arbeitswoche jedenfalls üblicherweise am Gründonnerstag gegen 12 Uhr. Auch die meisten öffentlichen Einrichtungen schliessen um diese Zeit. Was geschieht dann?
Spätestens jetzt bepacken alle ihre Autos, lasten den Skoter auf den Anhänger und brausen gen Stuga. Vergangenes jahr waren wir selbst am Gründonnerstag in Richtung Fjäll unterwegs (Route von Soresle nach Tärnaby) und konnten die Invasion, die da Richtung Fjäll rollte, kaum fassen. Intensives Verkehrsaufkommen ist hier ja recht selten. Die Autolawine, die wir da zu sehen bekommen haben, war aber geradezu unglaublich.
Nebenbei: Die im Winter hier in Nordschweden praktisch unentbehrlichen Spikesreifen dürfen bis zum 15. April gefahren werden. Eine Ausnahme gilt allerdings, wenn auch danach noch mit “Winterlage” zu rechnen ist. Deswegen verbleiben die Winterreifen mit den Spikes meist auf den Autos, wenn es über Ostern ins Fjäll geht. Denn dort herrschen noch richtig winterliche Verhältnisse. Gewechselt werden die Reifen dann nach der Rückkehr aus dem Osterurlaub.
Zurück zu den kulinarischen Besonderheiten: Am Ostersamstag wird normalerweise ein besonderes Essen gekocht. Ei und Hering sind dabei oft die bestimmenden Bestandteile (wobei es sehr grosse regionale Unterschiede gibt). Stark im Kommen ist auch der “Påskskinka”, ein grosser Kochschinken, der zu Weihnachten - baugleich - als “Julskinka” verspeist wird.
Die Ostereier werden - wie auch in Deutschland üblich - in verschiedenen Farben bemalt und die Kinder bekommen die Ostereier ebenfalls am Ostersamstag. Natürlich gibt es auch viele Süssigkeiten. Sehr häufig sind grosse Ostereier aus Pappe, die mit allerlei Süssigkeiten gefüllt sind.
Beinahe zu allen Festen im Jahreskreis gibt es ein bestimmtes Getränk in Schweden. Zu Ostern ist das der “Påskmust”. Der Påskmust ist eine Limonade, die geschmacklich zwischen Malzbier und Cola mit säuerlichem Einschlag anzusiedeln ist. Durchaus Geschmackssache. Ganz ähnlich ist übrigens das Pendant zu Weihnachten (“Julmust”).

„Speziell zu Ostern: Påskmust“ - License picture / Buy print
Ostern in Schweden - Gestern und heute - Teil 2
Im ersten Teil hatte ich bereits auf die fortgeschrittene Säkularisierung hingewiesen. Das zeigt sich z.B. darin, dass es in Schweden keine Regelungen zum Ladenschluss gibt. Die Geschäfte haben an an allen Tagen des Jahres geöffnet (wenn es auch an manchen Feiertagen kürzere Öffnungszeiten gibt). Am Karfreitag noch ein Stück Butter einkaufen? Kein Problem. Vor einigen Jahren noch waren z.B. am Karfreitag alle Geschäfte geschlossenen und es herrschte Tanz- und Kinoverbot. Ich habe letztes Jahr einmal eine kleine Rundfahrt unternommen, um die Anzahl der Gottesdienstbesucher zu Ostern herauszufinden. Nicht mehr als eine handvoll (buchstäblich!) Menschen.
Die “Påsklov”, d.h. die “stille Woche” vor Ostern ist schulfrei. In dieser Woche ist der Schnee breits kräftig am schmelzen und meistens herrscht bereits kräftiger Sonnenschein. So wird denn diese Woche auch häufig für den Ausklang der Skisaison genützt. Und für viele Schweden ist die Påsklov mit dem ersten Urlaub in der “Sommarstuga”, dem kleinen Haus auf dem Lande verbunden. Die Stugas stehen den harten Winter über meist einsam und verlassen. Zu Ostern ist es nun an der Zeit dort nach dem Rechten zu sehen und alles für den langen Sommeraufenthalt dort vorzubereiten. Überhaupt ist die - meist spartanisch bescheiden eingerichtete - dafür aber oft traumhaft gelegene Sommarstuga das Zentrum des schwedischen Familienlebens ab der Schneeschmelze.
An Ostern stehen in Schweden heutzutage also das Erwachen der Natur und der Frühling im Mittelpunkt.
Morgen gehts weiter mit Teil 3.

„Ostern in Schweden heute: Påskris und Skihang“ - License picture / Buy print
Ostern in Schweden - Gestern und heute - Teil 1
Schweden ist eigentlich ein sehr traditionsbewusstes Land. Allerdings ist auch hier vieles im Wandel. Ostern ist ja nun eigentlich ein christliches Fest. In Schweden ist es im Rahmen der fortschreitenden Säkularisierung über die zurückliegenden Jahre allerdings zu einem wichtigen “weltlichen” Fest geworden.
Die Zurückgezogenheit im Familienkreis ist in Schweden äusserst wichtig. Deswegen wird auch Ostern (“Påsk”) ruhig und im Familienkreis verbracht.
Der klassische Osterbrauch besteht aus einem Osterschmuck in Form von Birkenzweigen mit bunten “Federbüscheln” (“Påskris”, was soviel wie “Osterreisig” bedeutet). Am Gründonnerstag (“Kärtorsdag”) oder am Ostersamstag ziehen häufig noch die Mädchen und Jungen mit Kopftüchern und mit langen Röcken als Osterweiber verkleidet ("Påskäringar") von Haus zu Haus. Die Wangen sind rot bemalt und mit sich haben sie eine Kaffekanne in die sie Süssigkeiten oder Geld sammeln.
Ein weiterer klassischer Brauch stammt vermutlich aus dem Jahre 1880. Viele Schweden schicken sich gegenseitig sog. hergestellte Osterbriefe. Die selbst geschriebenen Briefe werden meist anonym versandt. Hier oben in Lappland ist das allerdings weniger üblich.
Auch in Schweden steht Ostern ganz im Zeichen des Ostereis. Die bestimmende Osterfarbe ist dabei gelb - wohl in Anlehnung an den Frühling und die Osterküken. Denn in Schweden bringen die Osterküken und nicht der Osterhase die Ostereier.
Morgen gehts weiter mit Teil 2.

„In Schweden bringt das Osterküken die Ostereier“ - License picture / Buy print
Ostern im Anmarsch I / Påsken närmar sig I

„Ostern im Anmarsch I / Påsken närmar sig I“ - License picture / Buy print
Tears
Victory!
Winter-Rainbow

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Behind the scenes: Japan und die Folgen kreisen um und über uns. Es ist schwer (klassische rhetorische Untertreibung, richtigerweise: unmöglich), einfach mit dem „Business as usual“ weiter zu machen.
Dieser Regenbogen bei noch immer ordentlicher Kälte in Lappland hat mich in diesem Zusammenhang sehr nachdenklich gemacht und mich an einen Satz erinnert, den ich die Tage irgendwo gelesen habe:
„Man kann sich nicht für den Himmel vorbereiten, wenn mann schon im Grab liegt“.
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Japan
Our prayers, hearts and thoughts
are with all the people in Japan.
Information-sources - We ask all our readers to stay updated:
-> CNN-livestream (ENG)
-> Spiegel-Online Liveticker (GER/DEU)
-> n-tv News (GER/DEU)
Twitter-Hashtags:
-> #jpquake
-> #japanquake
-> #fukushima
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23. Februar: Zeit für die schwedischen Leseratten - Dags för årets stora bokrea
Buchhandlungen im ganzen Land verkaufen ab dem heutigen Tag Bücher zu herabgesetzten Preisen. Von besonders beliebten Büchern werden sogar spezielle Auflagen für den jährlichen Ausverkauf gedruckt. In der Vergangenheit war der Bücherausverkauf für den Buchhandel sogar wichtiger als das Weihnachtsgeschäft. Das hat sich in den vergangenen Jahren aber ungefähr ausgeglichen.
In den grösseren Städten gibt es einen so grossen Zulauf am Starttag des Ausverkaufes, dass manche Buchhandlungen bereits um Mitternacht öffnen.
Spezielle Verkaufskanäle für Bücher gibt es in Schweden nicht mehr. Früher durften Bücher nämlich nur exclusiv über Buchhandlungen verkauft werden. Heute nutzen auch viele Einzelhandelsgeschäfte und Warenhäuser die Gelegenheit und bieten zu dieser Woche verbilligte Bücher an.
Etwas Ordnung gibt es aber im System. So bestimmt die schwedische Buchhändlervereinigung (Svenska Bokhandlarföreningen (SBF)) z. B. jährlich das Startdatum für den Ausverkauf. Das von der SBF 2009 eingeführte Verbot, Bücher für Kunden auf den Ausverkauf vorzubestellen, wurde 2010 wieder aufgehoben.
Historisch gibt es den Bücherausverkauf in Schweden seit den 20er Jahren. Damals nutzten die Verlage die Gelegenheit, ihre Restbestände abzuverkaufen. Nachdem das Interesse am Bücherausvefrkauf in den 70ern stark gesunken war, erfreut er sich seit den 80ern wieder gesteigerter Beliebtheit und die Umsätze nehmen seitdem wieder Jahr für Jahr zu.

„Dags för årets stora bokrea - auch in Malå“
The Kill Switch...

„The Kill Switch“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Während ich am vergangenen Samstag also mit vielen Fragen beladen heimwärts (will sagen: zurück zum Auto) stapfte kreuzte etwas meinen Weg, das meine ganze Aufmerksamkeit auf sich zog. Der “Kill-Switch”. Es gibt ihn also tatsächlich schon. Und damit ihn niemand findet, ist er gut versteckt (und ich werde natürlich nicht verraten, wo ich ihn aufgestöbert habe). Er steht da. Einsam und alleine. Weitab jeder Zivilisation. Und wirkt eigentlich ziemlich verlassen.
Im Ernst: Das Motiv hat mich auch sehr nachdenklich gestimmt. Der Begriff “Notschalter” wird synonym neben den Begriff “Kill switch” gestellt. Eigentlich völlig falsch. “Kill” bedeutet bekanntlich “töten”. Im Zusammanhang mit der “Not” aus dem “Notschalter” gibt das also so eine Art “Tötung-in-Notwehr-Schalter” für das Internet. Die Sache hat dann nur einen Haken: Kill heisst töten und tot ist tot. Entweder ist den Erfindern des Begriffes bei der überschwenglichen Wortschöpfung der Gaul durch gegangen. Oder? Gute Frage.
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900 Tonnen Stahlbeton...

„900 Tonnen Stahlbeton - mitten in der Natur“
Behind the scenes: Wunderbares Februarwetter in Lappland am vergangenen Samstag. Zwischen minus 15 und minus 20 Grad. Wind gerade noch erträglich. Hatte mich entschlossen, einige entlegenere Baustellen für künftige Windkraftwerke zu besuchen und vielleicht auch zu fotografieren. Der Fussmarsch war nach Karte so ca. 15-17 Km. Natürlich mit einem treuen Vierbeiner als Begleitung. Die Wanderung war traumhaft schön, obwohl ziemlich anstrengend. Denn es ging erst einmal so ca. 5 Km nur bergauf, teilweise durch Tiefschnee.
Oben angekommen, waren die Baustellen dann auch ganz aufschlussreich. Das lässt mich immer wieder sehr nachdenklich werden. Neunhundert (900) Tonnen Stahlbeton umfasst ein (!) Fundament für ein Windrad. Meistens werden ganze Schwärme zwischen 10 und 40 Stück errichtet. Gebuddelt und betoniert wird auch im tiefsten Winter. Damit der Beton abbindet wird eine riesige Plane über die Baustelle gezogen. Rundherum stehen 5-7 grosse Notstromaggregate. An jedem ist ein gigantisches Gebläse angeschlossen, das den Beton bewindet. Gespenstische Installation. Ziemlich laut. Autark zudem, denn kein Mensch war weit und breit zu sehen. Die Aggregate mahlen eintönig und lärmend vor sich hin. Was ich mich frage betrifft die Gesamt-Energiebilanz. Hat da mal jemand nachgerechnet, wieviel Energie im gesamten Prozess von Erschliessung, über die Wegarbeiten, Sprengarbeiten, Grabungsarbeiten, usw. usw. bis hin zu mobilen Betonwerken, da eigentlich aufgewendet wird? Wie “öko-logisch” ist das eigentlich wirklich?
Mit vielen Fragen beladen habe ich mich schliesslich wieder auf den Heimweg gemacht. Mit einem schönen Umweg über eine Route, von der aus kein Windkraftwerk zu sehen ist. Nur ein Stückchen unberührte Natur.
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Freedom
The waiting room at the gate to eternity

„The waiting room at the gate to eternity“
Drei Lichtlein - Wir feiern Jubiläum
Prolog: Männer sind bekanntlich nicht sonderlich gut im Memorieren wichtiger Daten (Geburtstage, Hochzeitstage und derer mehr). Ich schulde Frau Lapplandblog daher grossen Dank, dass sie mich an unser Jubiläum erinnert hat!
Nun aber zum freudigen Anlass: Dürfen drei Lichter nach dem vierten Advent brennen? Im Regelfall nicht. Hier aber ja. Denn wir feiern ein Jubiläum: Drei Jahre gibt es nun das Lapplandblog. Was klein begann, hat sich gemausert. Und heute stehen wir unter dem Motto “About Life • About Photography • About Lapland”.
An allererster Stelle danken wir aber allen unseren wunderbaren Leserinnen und Lesern hier!
Die Kommunikation mit Euch, ganz gleich ob per Mail, in den Kommentaren, auf Facebook oder auf Twitter ist unschätzbar wertvoll und wichtig für uns.
Danke für alles Feedback.
Danke für alle Unterstützung.
Danke für alle Kommentare.
Danke für jedes Weitersagen und für jede Verlinkung.
Danke!
Unser Weihnachtsgeschenk 2010 / Our christmas gift for you 2010 / Vår julklapp 2010
Ein Kalender für 2011 mit schönen Bildern aus Lappland. Download hier (PDF - 9.1 MB). Einfach selbst ausdrucken oder ab in den Copyshop. Am schönsten mit Spiralbindung.
And here comes the christmas gift for all our dear readers:
A beautiful calendar for 2011 which lovely pictures from Lapland. Donload here (PDF - 9.1 MB). Just print out by yourself or get it printed at a print shop. Best with spiral binding.
Nu finns det vår julklapp igen för alla våra kära läsare:
En kalender för 2011 med snygga foton från Lappland. Download här (PDF - 9,1 MB). Det är bara att skriva ut den (själv eller på tryckeriet). Bäst med spiral binding.

„Unser Weihnachtsgeschenk 2010 / Our christmas gift for you 2010 / Vår julklapp 2010“
Licht und Schatten / Ljus och skugga

„Licht und Schatten / Ljus och skugga“ - You can license this picture
Das Leben besteht aus Licht und Schatten. Aber das Licht ist stärker.
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Livet består av ljus och skugga. Men ljuset är starkare.
Solstickan

„Solstickan“ - You can license this picture
Am eisigen Strassenrand. Eine achtlos weggeworfene Schachtel Solstickan.
Das Motiv bringt eine Saite in mir zum Schwingen und erinnert mich an das 1845 geschriebene Märchen von Hans Christian Andersen “Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern” (“Den lille Pige med Svovlstikkerne”).
Was wirst Du heute tun, um das Elend auf der Welt zu mildern? Gerne in die Kommentare mit Deinem Beitrag!
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Vid vägkanten. Oaktsamt bortkastad. En ask. Solstickan står på den.
Motivet väcker nånting i mig och påminner mig om sagan "Flickan med svavelstickorna" som Hans Christian Andersen skrev 1845. Läs gärna Solveig Faringers svensk översättning (PDF-fil) av sagan (som ursprungligen skrevs på Danska).
Min tanke efter du har läst sagan: vad kommer du att göra för att förbättra elendet som finns på jorden? Skriv gärna en kommentar och berätta vad du tycker.
Sonntagsgedanken zum 1. Advent 2010-11-28
Also wieder erster Advent. Advent kommt bekanntlich von “adventus” (lat.), was soviel wie “Ankunft” bedeutet. Wer weiss aber da draussen in der grossen weiten Welt eigentlich noch, worum es in der Adventszeit geht? Wer oder was soll denn wohin (an)kommen, und was hat es damit auf sich?
Bei der gestrigen Promenade durch eine nahegelegene Stadt haben wir einige “Ankünfte” gesehen und erlebt:
Angefangen von etlichen Kilowatt schrill und abstossend blinkender Lampen, Lichter und Lichterketten in den bizarresten Formen, die letzte Woche an ihren Plätzen “angekommen” sind, bis hin zu Menschen, die mit grossen Paketen und prallvollen Tüten wieder bei ihren geparkten Autos angekommen sind. Kurz und bündig: Ein Tanz ums hell erleuchtete Goldene Kalb in Form abstossenden Konsumrausches in voller Bandbreite.
Mir will es nicht in den Kopf und ich fasse es nicht. Das Klima fliegt uns gerade um die Ohren, der Euro vielleicht auch in nicht allzuweiter Ferne und in verschiedenen Gebieten der Erde stehen die Zeichen derzeit äusserst bedenklich auf Krieg. Aber egal. Hauptsache alles blinkt um uns herum, und unter dem Tannenbaum (der aus Klimaperspektive doch sinnvollerweise im Wald bleiben sollte) liegen möglichst viele heiss begehrte (eigentlich aber völlig unnötige) Konsumgüter. Wohin führt uns das in naher Zukunft?
Nein, ich schlage nicht in die allgemeine “alles Sch....” Kerbe. Mein Aufruf für die diesjährige Adventszeit lautet:
Bedenke Mensch, was du wirklich brauchst (“closed circle”). Alles darüber hinaus ist nämlich eigentlich überflüssig. Und plötzlich würde sich dann ein riesiger Haufen Probleme lösen, die in Wahrheit nur “Nicht-Probleme” sind (weil bereits als Problem völlig überflüssig). Ach ja, und darüber nachzudenken, für was die Adventszeit eigentlich gedacht war (s.o.) soll auch nicht schaden. Im Gegenteil. Andersherum formuliert: Vielleicht müssen wir für die schwelenden Krisenherde einfach nur dankbar sein. Denn Not lehrt bekanntlich beten.

Adventszeit 2010 - „Mene Mene Tekel Upharsin“?
„gezählt, gezählt, gewogen, für zu leicht befunden, zerteilt“
Daniel 5, 25f
Photos as Web Content von Jakob Nielsen: “Must read” für Fotografen, Webdesigner und Bildkäufer
Zuerst ein paar Worte über Jakob Nielsen. Er ist eine der führenden Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Benutzerfreundlichkeit und bekannt für seine - oft strenge - Kritik an populären Webseiten. Er bemängelt z. B. regelmässig verspielte Details wie Animationen, Flash und überflüssige Grafiken. Seine Website, dort insbesondere seine “Alertbox”, ist eine wichtige Quelle rund um das Thema Usability im WWW.
Am 1. November hat Nielsen dort die Zusammenfassung einer aktuellen Studie zum Thema “Photos as Web Content” veröffentlicht. Bei der Studie wurde das Nutzerverhalten auf Websites mit Hilde des sog. “eyetracking” untersucht.
Die Studie hat es in sich, wie bereits die Kurzzusammenfassung verrät:
“Webseiten-Besucher achten sehr auf Fotos und andere Bilder, die relevante Information enthalten. Sie ignorieren aber nichtssagende Bilder, die eine Seite nur als Füller “aufpeppen” sollen.”
Einige ausgewählte Details aus dem Inhalt:
-> Viele Bilder werden von den Besuchern völlig ignoriert. Das betrifft insbesondere die üblichen “feel-good”-Bilder, die nur zur Dekoration und Ausschmückung („Füller“) dienen.
-> Bilder die Personen zeigen werden hingegen eingehend betrachtet und visuell “untersucht”. Eine wichtige Einschränkung gibt es dabei allerdings: Das gilt nur für “reale” und “echte” Fotos von Personen, die mit dem Inhalt der Seite auch etwas zu tun haben. Nichtssagende Personenbilder aus dem Stock-Fundus werden beinahe augenblicklich als solche erkannt und “aussortiert”.
Also: Finger weg von Stock-Fotos in diesem Zusammenhang. Diese sind ohnehin meistens nur reine “Füller”. Solche Füller sollten unbedingt weg gelassen werden. Stattdessen lieber in reale Fotos investieren. Es zahlt sich aus.
-> Sehr wichtig ist auch ein ansprechendes Bild der Person, die hinter einer Website steckt.
-> Produktfotos sind natürlich wichtig. Sie enthalten relevanten Inhalt. Sehr gerne werden von den Besuchern auch relevante (will sagen für eine Produktentscheidung wichtige) Produktdetails betrachtet.
-> Optionen zur vergrösserten Ansicht von Bildern werden ebenfalls gerne gesehen. Wichtig ist, dass die vergrösserte Ansicht mindestens doppelt so gross wie die Vorschau sein sollte. Die Vorschaubilder sollten auf der Seite “nicht in den Weg geraten”, also nicht zu gross sein.
Zusammenfassung: Die Studie weist klar auf den Kerngedanken der Usability-Forschung hin: Keep it simple. Alles was unnötig ist, soll weg gelassen werden.
Fotos mit relevanten Inhalten, d.h. Fotos, die Informationen enthalten, sind wichtig und werden gerne betrachtet. Das gilt auch für reale Personenfotos. Nichtssagende (Stock-) Fotos zur reinen Ausschmückung werden abgelehnt.
Fazit / Empfehlung: Individuelle und professionelle Bilder, gleich ob People, Produkt oder Reportage, sind immer eine gute und wertvolle Investition, die sich auszahlt!
Canon ./. Nikon
Vergangene Woche war ich - rein privat - auf einem gesellschaftlich-kulturellen Event. Bunt gemischtes Publikum. Empfang mit anschliessendem Konzert. Haben uns wirklich wohl gefühlt. Einige Freunde, einige Bekannte unter den Gästen. Kurz nach der Eröffnung der Veranstaltung kommt jemand völlig ausser Atem zu mir gehetzt. "Du kannst das doch. Wir haben ein riesiges Problem. Unser PR-Fotograf ist gerade kollabiert. Tu mir den Gefallen und mach mal. Wir brauchen unbedingt die Aufnahmen vom Empfang der Stargäste". Und drückte mir eine Canon 1D Mark irgendwas mit einem fetten Blitz darauf in die Hand. Und entschwand, während die ersten Stargäste in Richtung Eingang schwebten. Was tun? Kurze Schrecksekunde. Kurzes, tiefes Durchatmen. Da ich die Kamera ja nun schon in der Hand hatte, gab es eigentlich keine Alternative. Bloss als eingefleischter Nikon-Shooter war jetzt keine Zeit mehr, sich gross mit etwas vertraut zu machen. Also auf "Alles Automatik" - das habe ich binnen einer Minute hinbekommen :) - und ran an die Bouletten. Ungewohnt mit der Canon. Unerwartet an diesem Abend. Aber die spannenden 15 Minuten gingen vorüber, bis ich die Rolle wieder zum "normalen Teilnehmer" tauschen konnte. Die Cam hat einer der Organisatoren wieder in Empfang genommen. Der eigentlich gebuchte Fotografenkollege befand sich in der Zwischenzeit mit der Ambulanz auf dem Weg in Richtung Krankenhaus.
Reflektion 1: Sei allzeit bereit :)
Reflektion 2: Technik ist nicht wirklich wichtig. Wichtig aber ist, die eingesetzte Technik im Schlaf zu kennen und zu beherrschen. Ist mir deutlich bewusst geworden als ich mir überlegte, wie ich auf die Schnelle bei der Canon meine bevorzugten Einstellungen fürs manuelle Blitzen einstelle. Selbst wenn mir das binnen einer Minute gelungen wäre hätte ich nicht gewusst, wie sich die Cam dann verhalten hätte.
Ende der Geschichte: Die Organisatoren waren nicht nur hocherfreut und dankbar, auch die "Alles Automatik" Bilder sind ganz gut gelungen und waren brauchbar. (Und ich wurde spontan gebeten, doch eine Rechnung zu schreiben, wovon ich allerdings abgesehen habe).
Renovierungsbedürftig? - Tipps zum Immobilienkauf in Schweden / Lappland
Worauf sollten Sie also achten, beim Immobilienkauf in Schweden (insb. Norrland / Lappland):
1. Nehmen Sie sich Zeit. Treffen Sie NIEMALS impulsive Schnellentscheidungen!
2. Recherchieren Sie ausführlich über Ihr Zielgebiet und tragen Sie so viele Informationen wie möglich zusammen. Im Web finden Sie eine beinahe unendliche Informationsfülle.
Bewerten Sie alle Informationen nüchtern: Eine "bezaubernde Alleinlage im Wald" kann bei minus 25 Grad im tiefsten Winter zum Horrortrip werden, wenn Sie Ihren Weg dorthin selbst räumen müssen. Denken Sie an alle Aspekte und auch daran, dass Sie einmal älter werden könnten.
3. Planen Sie eine Reise in Ihr Zielgebiet und besichtigen Sie alle Objekte selbst. Setzen Sie sich niemals selbst unter Druck! Denken Sie bitte an die unterschiedlichen Jahreszeiten. Bei einer Schneehöhe von eineinhalb Metern sieht alles ganz anders aus, als im Sommer.
Soweit Sie der Sprache nicht hinreichend mächtig sind, nehmen Sie eine(n) einheimischen Sprachkundigen mit. Das sollte kein Beauftragter oder Mitarbeiter eines Maklerbüros sein.
Fragen Sie dann vor Ort intensiv bei ortsansässigen Organisationen und Einheimischen nach. Ansprechpartner können z.B. sein: Die Gemeindeverwaltung (kommune) und ortsansässige Handwerker. Auch die ortsansässigen Banken sind wichtige Ansprechpartner und haben meist sehr gute Informationen und eine gute Übersicht über den lokalen Immobilienmarkt. Vergessen Sie nicht, die (potentiellen neuen) Nachbarn zu fragen. Die wissen nämlich in aller Regel interessante Details. Vergessen Sie auch nicht, sich nach der grossflächigen Planung zu erkundigen (z.B. die Frage, ob in der Nachbarschaft ein Windpark entstehen soll, oder ob Mineralrechte vergeben wurden (Grubenausbau), usw.).
Und bitte vergessen Sie - besonders, wenn Sie von Nicht-Schweden kaufen - nicht zu fragen, warum das Objekt verkauft wird.
4. Lassen Sie Ihr Traumhaus von einem ortsansässigen Fachmann begutachten. Gerade im Inland sind die Häuser völlig anders als in Kerneuropa gebaut. Oft stammen die Häuser aus einer Zeit, in der es noch keine richtigen Bauvorschriften gab. Es handelt sich in der Regel um Holzhäuser. Diese sind mit häufig von Problemen geplagt und mit Mängeln behaftet, die in Kerneuropa in dieser Form unbekannt sind (z.B. häufig ausgeprägte Schimmelprobleme ("Mögel"), die zu Gesundheitsgefährdungen und erheblichem Beseitigungsaufwand führen). Über ortsansässige Bausachverständige kann Ihnen meistens das Bauamt auf der jeweiligen Gemeinde einen Tipp geben. Auch Banken sind hier wieder gute Informationsquellen. Beachten Sie das nicht, kann der Traum sehr schnell zum Albtraum werden.
5. Vergleichen Sie die Preise mit denen auf dem innerschwedischen Markt. Makler, die auf Auswanderer spezialisiert sind, vermitteln oft Objekte zu völlig überhöhten Preisen. Mehrfach habe ich von 5 bis 10-fach überhöhten Preisen gehört.
Für Ihre Marktrecherchen bieten sich die innerschwedischen Plattformen an. Die wichtigsten Links zur Immobiliensuche auf dem schwedischen Markt sind:
www.blocket.se und www.hemnet.se
6. Der Immobilienkauf geht einfach und schlicht vonstatten. Es gibt keine zwingende notarielle Beurkundung. Es genügt eine Vereinbarung auf dem sprichwörtlichen "Butterbrotpapier". Seien Sie bitte auch hier sehr zurückhaltend und vorsichtig. Wenn Sie sprachlich nicht verstehen, was Sie unterschreiben, dann unterschreiben Sie bitte nicht. Holen Sie Expertenrat ein. Auch hier sind die ortsansässigen Banken oft eine wertvolle Hilfe. Über die Bank bekommen Sie z.B. schnell und unkompliziert Grundbuchauskünfte und Hinweise zu eventuellen Belastungen.
7. Zu guter Letzt: Wir wünschen Ihnen für Ihr Auswanderungs- oder Immobilienprojekt von Herzen alles Gute. Planen Sie, denken Sie und handeln Sie bitte wohlüberlegt!

- Renovierungsbedürftig? / In need of some repair? -
Sonntagsgedanken: Was macht ein gutes Foto aus?
Ich denke, wir müssen trennen:
- Bei kommerziellen Fotos ist das „relativ einfach“: Das Bild ist gut, wenn es den Kunden begeistert und den intendierten Zweck optimal erfüllt.
- Aber bei künstlerischen Fotos? Eine herausfordernde und sehr subjektive Sache. Meine Arbeitsdefinition, was denn ein gutes Bild ausmacht ist folgende:
Ein Foto ist für mich gut, wenn das Bild den Betrachter zum innerlichen und/oder äusserlichen Verweilen einlädt, und den Betrachter berührt oder verändert.
Das kann verschiedene Bereiche des Verweilens, der Berührung und der Veränderung betreffen:
- Die Augen, d.h. im Bild zu bleiben und es zu erforschen oder schlicht den angenehmen oder unangenehmen Eindruck zu geniessen.
- Den Geist, d.h. sich mit der Aussage zu beschäftigen.
- Die Seele, d.h. die vermittelte Botschaft aufzusaugen.
Und noch mehr...
Je mehr Bereiche (“Sinne”) angesprochen werden, um so eindrücklicher und besser ist das Bild.
Diskussion gefragt: Was meinst Du dazu? Was macht für Dich ein gutes Bild aus?
PS: In diesem Beitrag ist bewusst kein Foto :)
Treehotel in Harads / Lappland
So kann ein Hotelzimmer aussehen - Meisterwerke in Planung, Design, Baukunst und Umweltverträglichkeit:

Der Besuch hat uns so begeistert und inspiriert, dass eine ausführliche Foto-Reportage entstanden ist.
-> Hier gehts zur ausführlichen Reportage: Treehotel
-> To the reportage: Treehotel
-> Till reportaget: Treehotel

- Der „Microcube“ ist mittlerweile bereits legendär
und lockt zahlreiche Besucher an -
Trinity
Stream of life / Strom des Lebens

Behind the scenes: Found this one on a long walk through the leftovers of an abandoned mine around sunset time. What struck me was the symbolic language of the scene: The constant stream of life is filling your mind and your soul. Will you use the power and wisdom given to you to be a blessing for other people and the world?
Wishing you a contemplative and reflective weekend!
Entdeckt auf einem langen Rundgang durch die Überreste einer verlassenen Grube zum Sonnenuntergang. Was mich getroffen hat war die Symbolik. Der konstante Strom des Lebens füllt deinen Geist und deine Seele. Wirst du die Kraft und Weisheit, die dir gegeben sind anwenden, um ein Segen für andere Menschen und die Welt zu sein?
Wünsche ein nachdenkliches und besinnliches Wochenende!
Sonntagsgedanken / Sunday thoughts - expression is the goal, not perfection
As you can read from my vita i started shooting at the age of 6 and did the first commercial jobs for local newspapers at the age of 17. Though my creative career began to change its way slightly when i started playing bass-guitar in a rock band at the age of 15.
It really have been been “cool days” travelling around in Germany as the youngest member of a known band together with my 3 fellow musicians and the crew (all of them at least 10 years older than me).
Why did i chose the bass guitar? I had been playing acoustic guitar for some years and thought i’ll switch to those bass guitars, since they only had 4 strings (and of course my first bass guitar had been a Fender Precision). Guessed it would be easier with 2 strings less. Anyway i trained hard - regularily at least 2 hours the day - and the sucess came quite fast. So after 2 years with the bass guitar i decided to buy one of the newer 5-string ones. I was burning for the change and worked a lot in the meager free time to save the money for the investment.
The moment i had the money saved i had the chance to talk with a very well known bass guitar player i admired at the Frankfurt music fair and told him about my plans to switch to 5-string and asked for his advice. He - beeing about 55 that time and - as said - a very well known musician whom had really been very, very, very good at his craft (and wise, though i didn’t realise that at that time) told me something that really shocked me.
He said to me “young man, why should you switch to a 5-string guitar? Learn to play your 4-string.”
Guess i don’t need to tell you about my reaction. I turned around and went away. Bye, bye. And of course one week later i bought a 5-string. Needless to say that my - no longer admired - advisor (i won’t disclose his name) was playing 4-string only.
Anyway, life went on and i had to struggle with a lot of new problems i was confronted with playing 5-string now. So many problems actually that i gave away the chance to change the band (since i had been asked of a really well known band to join them, but thats another story). Long story short end: Finally i gave up playing in bands several years later and focused again on photography (which is much better for the ears).
What does the story have to do with photography? As said i was reminded of it as i read one of the ebooks of David DuChemin. One of his key sentences hits me every time i’m reading: Stop bying gear. Develop your vision. Same thing as with 4-string vs. 5-string (or even 6-strings that came out shortly after i finished my career as a musician). 4-strings are more than enough to express yourself through your music. Same thing with cameras, lenses, flashlights and so on.
So with this writing i want to encourage you. In most cases it’s really not about more or new gear (did i hear someone saying “new toys”?). No it’s about expanding and expressing your vision through creativity.
Have a nice weekend everybody!
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Habe gerade eines der unglaublich inspirienden Ebooks von David Du Chemin gelesen und wurde an eine Geschichte aus meinen frühen Tagen erinnert.
Wie aus meinem Lebenslauf ersichtlich, habe ich mit 6 angefangen zu fotografieren und die ersten kommerziellen Aufträge für Lokalzeitungen mit 17 gemacht. Allerdings begann sich meine kreative Laufbahn leicht zu verändern, als ich mit 15 angefangen hatte, Bass in einer Rockband zu spielen.
Das waren “coole Tage”, als das jüngste Mitglied einer bekannten Band mit meinen 3 Mitmusikern und der Crew (alle mindestens gut 10 Jahre älter als ich) durch Deutschland zu touren.
Warum hatte ich mich für Bass entschieden? Ich hatte einige Jahre Akustikgitarre gespielt und dachte an den Umstieg auf Bass, weil diese nur 4 Seiten haben (und natürlich war mein erster Bass ein Fender Precision). Dachte, es wäre einfacher mit 2 Saiten weniger. Jedenfalls habe ich viel geübt - normalerweise mindestens 2 Stunden am Tag - und der Erfolg kam schnell. Nach 2 Jahren habe ich dann entschieden, einen der neuen 5-saitigen Bässe zu kaufen. Ich brannte für den Wechsel und arbeitete viel in der spärlichen Freizeit, um das Geld für die Investition zusammen zu bekommen.
Als ich endlich das Geld zusammen hatte, ergab sich die Chance auf der Frankfurter Musikmesse mit einem damals sehr bekannten Bassisten ins Gespräch zu kommen und ihm von meinen Unstiegsplänen zu berichten und nach seinem Rat zu fragen. Er war damals um die 55, ein sehr bekannter und sehr, sehr, sehr guter Musiker (und sehr weise, auch wenn ich das damals nicht erkannt habe). Er sagte mir etwas, was mich damals wirklich schockiert hat:
“Junger Mann, warum willt Du auf einen 5-Saiter wechseln? Lerne auf dem 4-Saiter zu spielen.”
Wahrscheinlich muss ich von meiner Reaktion nicht berichten. Ich wandte mich ab und ging weg. Bye, bye. Und natürlich habe ich eine Woche später einen 5-Saiter gekauft. Überflüssig zu erwähnen, dass der - nun nicht mehr bewunderte - Ratgeber (seinen Namen verrate ich nicht) nur 4-Saiter spielte.
Das Leben ging weiter und ich sah mich mit vielen neuen Problemen mit dem neuen 5-Saiter konfrontiert. So vielen Problemen, dass ich darüber die Chance vergeben habe, die Band zu wechseln (denn ich war von einer wirklich sehr bekannten Band gefragt worden, mitzumachen. Aber das ist eine andere Geschichte.). Langer Rede kurzer Sinn: Schliesslich habe ich den Bass einige Jahre später aufgegeben und mich auf Fotografie fokussiert (was auch für die Ohren viel besser ist).
Was hat diese Geschichte mit Fotografie zu tun? Als ich eines der Ebooks von David DuChemin las, wurde ich an die Geschichte erinnert. Einer seiner Kernsätze trifft mich jedes Mal wenn ich ihn lese: Hör auf neue Ausrüstung zu kaufen. Entwickle Deine Vision. Dieselbe Sache wie 4-Saiter contra 5-Saiter (oder gar 6-Saiter, die kurz nachdem ich meine Musikerkarriere beendet hatte auf den Markt kamen). 4-Saiter sind mehr als genug um sich selbst durch seine Musik auszudrücken. Dasselbe gilt für Kameras, Objektive, Blitze, usw.
Ich möchte Dich damit ermutigen. In den meisten Fällen geht es überhaupt nicht um mehr oder neue Ausrüstung (hat da jemand gar “neues Spielzeug” gesagt?). Nein, es geht darum, Deine Vision durch Kreativität zu erweitern und auszudrücken.
Ein schönes Wochenende!
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Mehr Informationen zu den sagenhaften ebooks von David DuChemin gibt es übrigens hier:
Click here to visit Craft And Vision by David DuChemin.
Sommer in Lappland XXIV - Forgotten places

Behind the scenes: Auf meinen Streifzügen durch das sommerliche Lappland habe ich viele interessante und faszinierende Stellen neu entdeckt. Besonders faszinierend ist für mich oft der Charme mancher Grossprojekte, an denen der Zahn der Zeit zu nagen beginnt. Hier an einem grossen Staudamm eingefangen.
Die herausragenden Enden des Armierungs-Baustahls stehen wie eine Reihe vergessener Spazierstöcke an dieser schwer zugänglichen Stelle.
So, als ob vor Jahrzehnten eine hastig aufbrechende Reisegruppe, die hier Rast gemacht hatte um den Ausblick über die gestaute Wasserfläche zu geniessen, ihre Spazierstöcke vergessen hatte.
Allen Leserinnen und Lesern ein schönes und inspirierendes Wochenende!
Und sollte es mal wieder regnen: Mein Linktipp fürs Wochenende ist David DuChemin.
Eine Reise durch den Sommer in Lappland / A journey through the summer in Lapland
A lot of blogs are taking a summer break. We are different. We thought it might be nice for our readers to join us on a photographic journey through the summer in Swedish-Lapland. Within the next weeks - until the end of august - there will be postings titled “Sommer in Lapland” to give you insights about Lapland in the summer season. Enjoy!
UNESCO Weltkulturerbe in Lappland: Gammelstads kyrkstad in Luleå
Der Begriff Kyrkstad lässt sich am besten mit “Kirchdorf” übersetzen. Insgesamt 71 alte Kirchdörfer dieser Art gibt es, von denen allerdings nur wenige in gutem Zustand erhalten sind. Die Geschichte der Kirchdörfer beginnt im 16. Jahrhundert. Sie wurden für die Bevölkerung geschaffen, die - für damalige Verhältnisse - weit entfernt von den Kirchen wohnten. Denn der regelmässige Kirchgang war damals “staatsbürgerliche Pflicht”. Bis zu 32 „Kirchen-Pflichtbesuche“ pro Jahr konnten sich ergeben. An- und Abreise am selben Tag waren aber aufgrund der weiten Wege undenkbar, und nahmen oft mehrere Tage in Anspruch. Daher wurden kleine Hütten als Übernachtungsmöglichkeiten gebaut. In der kyrkstad in Luleå entstanden so über 400 Hütten (“kyrkstugor”). Die Hütten sind netzförmig um die zentrale Kirche herum gebaut.

- Von überall aus gut sichtbar: Die zentrale Kirche -
Die Hütten werden auch heute noch von traditionsbewussten Menschen genutzt. Die Nutzung geschieht übrigens aufgrund einer abenteuerlichen rechtlichen Konstruktion. Eigentum kann nur an den Hütten selbst - als “fliegende Gebäude” - erworben werden. Grund und Boden gehören nach wie vor der Kirche. Um die Hütten aber auch tatsächlich nutzen zu dürfen, bedarf es zusätzlich einer besonderen Erlaubnis des königlichen Beauftragten. Die Eigentümer und Nutzer müssen sich dabei an viele Vorschriften halten. Die Nutzung ist u.a. nur von Freitag bis Montag, aber nicht in der Zeit von Montag bis Freitag gestattet. Ausserdem gibt es in den kleinen Hütten keinen Strom (da habe ich allerdings einige Ausnahmen gesehen), kein fliessendes Wasser und keine Toiletten. Sanitätsräume befinden sich in Form von Gemeinschaftsanlagen auf dem Gelände.

- Der Turm der alten Kirche -
Zentral in der kyrkstad liegt die alte Kirche. Ein relativ schlichter Bau, errichtet aus risiegen Steinen. Eingeweiht wurde sie im Jahre1492 und war damals noch katholisch. Die Hüttenbauten um die Kirche herum entstanden allerdings erst nach der Reformation, nachdem das Königshaus den evangelischen Glauben und auch die Kirchenpflicht eingeführt hatte.

- Detail an der Kirche -
Besonders interessant und erfreulich ist der Umstand, dass das Kirchendorf Gammelstad mit zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Schweden hat lediglich 14 Objekte zu verzeichnen, die zum Weltkulturerbe gehören (Stand: 2010). Neben der Gammelstads kyrkstad gehören dazu:
Der Marinehafen von Karlskrona, Das Stora Alvaret - Agrarlandschaft von Süd-Öland, Die Hansestadt Visby auf der Insel Gotland, Die Radiostation Grimeton in Varberg, Die Felszeichnungen von Tanum, Der Skogskyrkogården bei Stockholm, Die Wikingersiedlungen Birka und Hovgården, Das Schloss Drottningholm , Die Eisenhütte Engelsberg bei Fagersta, Der Kopparberget - Großer Kupferberg in Falun , Die Höga Kusten , Laponia in Lappland und der Struve-Bogen in Norrbotten.

- Nebengebäude der Kirche -
Noch ein Wort zu Kjell Lundholm. Der Historiker, der im Laufe seiner Karriere u.a. Leiter des Norrbotten-Museums war, hat rund 25 kulturhistorische Bücher und über 300 Fachartikel verfasst. Seine souveränen Geschichtskenntnisse in beinahe allen denkbaren Bereichen sind überaus beeindruckend. Das Wissen sprudelt bei ihm sozusagen aus jeder Pore. Und äusserst unterhaltsam waren Vortrag und Führung noch dazu. Sollten sie des Schwedischen mächtig sein und sich Ihnen eine Gelegenheit zu einer Führung oder einem Vortrag von Kjell bieten: Nutzen Sie diese einmalige Chance!
Neue Serie: Auswandern, aber bitte richtig
Zurück zum Thema. Es scheint (leider?!) einen Bedarf nach analytischen Artikeln zum Thema zu geben. Wir haben mit sehr vielen Auswanderern gesprochen und uns viele persönliche (Weg-)Geschichten angehört. Manche sehr erfreulich, andere leider - wenn auch oft aus nachvollziehbaren Gründen - äusserst unerfreulich.
Deswegen haben wir uns zu einer kleinen Serie unter dem Titel “Richtig Auswandern” mit einigen provokativen aber hilfreichen Thesen entschlossen, die das Thema aus ungewohnten Perspektiven betrachten angehen.
Keine Angst: Es geht nicht um die Selbstverständlichkeiten, für die es bereits massenweise hochwertige Literatur in Form von Büchern und Anleitungen gibt. Dass sich potentielle Auswanderer gehörig mit den organisatorischen und rechtlichen “Basics” vertraut machen, setzen wir einfach mal voraus. Obwohl auch hier leider Zweifel angebracht sind. Ein Blick in einschlägige Foren zur Frage, wie und wo eine Personnennummer in Schweden beantragt wird, weckt Schwindelgefühle ob des Unsinns der teilweise verzapft wird. Das Unverständnis wird umso grösser, als es - wie gesagt - zu den grundlegenden Fragen für beinahe alle Auswanderungsländer dieser Erde mittlerweile hochwertige Literatur gibt.
Nein, hier soll und wird es um die Dinge gehen, die mehr grundlegend und “sophisticated” sind. Wir haben die Serie so designed, dass wir einen Beitrag pro Woche dazu posten werden. Denn eigentlich geht es hier im Blog ja viel mehr um Kunst und Fotografie.
Am wichtigsten ist es, dass Sie vor Ihrer Auswanderung strukturiert und strageisch vorgehen. Erstellen Sie Ihren persönlichen Auswanderungsplan. Genau so, wie Sie für eine Geschäftsgründung einen Businessplan erstellen würden. Einen wunderbaren Beitrag von Seth Godin zur Frage, was ein Businessplan eigentlich enthalten sollte finden Sie übrigens hier (Englisch).
So, das war der “Pilotbeitrag”. Richtig einsteigen werden wir mit These 1 in einigen Tagen. Stay tuned!
"Tiefenmotive" - Was ist Kunst in der Fotografie? Ein Gastbeitrag von Petra Fuelbert
Die Vorgeschichte: Ein Beitrag im illuminateblog vom 14. Mai unter dem Titel “Gesellschaften für Bewunderung auf Gegenseitigkeit” und die aktuellen Diskussionen in der Fotoblogwelt um die “100-er Liste” bei Janasworld, haben in den letzten Tagen im Hause Lapplandblog zu umfassenden Diskussionen und Gesprächen geführt. Und letztlich sind wir auf den Trichter gekommen, dass es eben um Kunst geht oder um Nicht-Kunst. Bloss: Was ist Kunst in der Fotografie eigentlich?
Petra - auch “Frau Lapplandblog” genannt - ist in einer eigenen Art von Kunst, der mahlemiutischen, tätig. Neben dem Malen fotografiert Sie auch recht viel. Mehr von ihr gibt es auf ihrem Blog zu sehen und zu lesen.
Nun aber zum Gastbeitrag:
Was ist Kunst in der Fotografie?
Menschen fotografieren, so wie es
ihrem Charakter,
ihrer Sozialisierung, und
ihren bislang im Leben gesammelten Erfahrungen entspricht.
Weil die meisten Menschen die Dimension des linearen Denkens nicht durchbrochen haben oder durchbrechen können, benötigen sie das Wissen über Technik mit dessen Hilfe sie versuchen, in die nächsthöhere menschliche Entwicklungsdimension vorzudringen. Denn aus der menschlichen Entwicklung folgt die handwerkliche Entwicklung und aus dieser die Künstlerische. Kurz: Vom Azubi hin zum Gesellen, zum Meister und dann Schlussendlich innerhalb des Handwerkes zur künstlerischen Gestaltun. Leider bleiben die allermeisten Menschen irgendwo auf dem Weg für den Rest ihres Lebens stehen.
Der Mainstream suggeriert uns allen ständig, wir bräuchten alles mögliche an (neuer) Technik. Dadurch werden die Emotionen gehemmt, was geradezu ein Verbrechen am fotografierenden Menschen ist. Schlimmer noch: Propagiert durch - oft selbsternannten “Gurus” - folgen Menschenströme dieser selbstzerstörerischen Masche.
Folgt Mensch dem Mainstream, wird die Technik, also die Fototechnik, zu einer “Krücke”. Diese behindert viel eher, als sie hilfreich ist. Weil die Menschen das nicht erkennen (können oder wollen?), entwickeln sie sich nicht weiter. Ein Heer von technikvernarrten Kopisten entsteht. Es entstehen Bilder mit “Motivtiefe”, statt echte “Tiefenmotive”.
Kunst aber sind mit Emotionen beladene “Motive”.

Flow of life / Lebenslinien
The flow of life:
Das Leben fliesst,
lass es nicht zerrinnen!
Allen Leserinnen und Lesern
ein geruhsames und nachdenkliches Wochenende
und einen guten Start in die neueWoche!
Frohe Ostern! / Glad Påsk! / Happy Easter!
Das geht auf eine alte Legende zurück. Die Erzählung berichtet von einem Gespräch der Maria Magdalena mit dem römischen Kaiser Tiberius.
Sie gab ihm ein Ei und rief: „Christus ist auferstanden!“
Der Kaiser zweifelte daran, dass ein Sterblicher von den Toten auferstehen kann.
Darauf sagte Maria Magdalena: „Es ist genau so unmöglich, als wenn dieses weisse Ei jetzt rot würde!“
Im nächsten Augenblick wurde das Ei rot.
In diesem Sinne allen Leserinnen und Lesern "Frohe Ostern"!
Filmrezension - Shooting Beauty - everyone deserves a shot - Ein Film über Authentizität und Fotografie
Eine Rezension von Petra Fülbert und Henning Wüst
Heute wieder eine Rezension. Es geht um den von Courtney Brent und George Kachadorian produzierten Film “Shooting Beauty - everyone deserves a shot”. Ein “Independent-Movie” über Authentizität und Fotografie, der leider im europäischen Raum noch nahezu unbekannt ist.

Du denkst, Dir fehlen die Voraussetzungen, um gute Bilder zu machen?
Du machst Dir Sorgen über die von Dir eingesetzte Technik und meinst, Du brauchst unbedingt noch diese oder jene Kamera oder dieses oder jenes Obketiv, um gute Bilder machen zu können?
Du hast vielleicht Sorgen. Aber: Dir kann geholfen werden!
Bekanntlich gibt es keine Zufälle. Trotzdem sind wir vor etwas 3 Monaten durch einen “glücklichen Zufall” auf den Film “Shooting Beauty - everyone deserves a shot” gestossen. Der Film, der unserer Meinung das Wesen und den Spirit der Fotografie am Besten auf den Punkt bringt. Ein echtes Juwel. Mannigfaltige Horizonterweiterung in verschiedener zusätzlicher Hinsicht gibt es gleich noch mit dazu. Shooting Beauty ist übrigens kein Film nach Drehbuch, sondern schildert über mehrere Jahre hinweg den Verlauf eines tatsächlichen Projektes.
Courtney Brent ist als Fotografin in Bosten tätig und stammt aus einer Familie, in der sich alles ums Mode-Business dreht. Sie fotografiert Mode und “schöne Menschen” in allen modischen Lebenslagen. Bei einem Shooting wird sie auf “diese Menschen in ihren Rollstühlen” aufmerksam. Sie geht diesen Menschen nach und stösst auf ein Zentrum für Menschen cerebral bedingten Behinderungen und wird eingeladen, auch dort zu fotografieren. Sie überwindet sich und sagt zu. Was sie dort sieht und erlebt, lässt sie dann nicht mehr los. Die Bilder verfolgen sie und sie wird mit ihren eigenen, dort gemachten Aufnahmen tief unzufrieden. Plötzlich kommt ihr dann der Gedanke, die Rollen zu tauschen. Diese Menschen sollen selbst in die Rolle des Fotografen schlüpfen, und die Kamera “in die Hand nehmen”. Sie stösst auf Zustimmung.
Courtney kauft also eine Menge Kameras ein - alles analoge Kameras übrigens - und beginnt, die Kameras handicapgerecht für jeden ihrer neuen Kolleginnen und Kollegen umzubauen. Das Projekt wird gleich zum Beginn recht kompliziert. Abenteuerliche Umbauten enstehen, z. B. für Tony, der nur mit seiner Zungenspitze den Auslöser betätigen kann. Das Interesse, ja die Begeisterung der neuen Fotografinnen und Fotografen ist beeindruckend. Sie “fangen Feuer” für die neue Herausforderung und das Abenteuer Fotografie. Und so werden die Zuschauer mit in die ungewohnte Normalität von Menschen mit Handicaps hereingenommen. Der Gedanke, ihre Welt fotografisch festzuhalten und sich dadurch auszudrücken, greift wie ein Virus um sich. Courtney erhält immer mehr Anfragen nach Kameras.
Der Film schildert über 4 Jahre hinweg die Reise Courtneys in und mit einem Projekt, dessen Ende sie sich sicher nicht im vorhinein hat vorstellen können. Sie lernt eine neue “Normalität” und ungeahnte künstlerische Begabungen kennen und schätzen.
Nachdem die langen technischen Vorbereitungen und Anpassungen abgeschlossen sind, und alle den Umgang mit ihrer individuellen fotografischen Lösung kennen und beherrschen, folgt schliesslich die fotografische Aufgabe:
“Tell me about your life in one roll of film. Give me a day in your life”.
Die Kamera folgt den einzelnen Fotografinnen und Fotografen auf deren “Höhenniveau” auf Rollstuhlebene. Beeindruckende Einblicke. Insbesondere die Reaktionen der vermeintlich “normalen” Menschen darauf, dass ihnen ein mehrfachbehinderter Mensch im Elektrorollstuhl mit Kamera über den Weg fährt und sie fotograiert, sind schlicht unglaublich.
Der Film ist dabei erfrischend ehrlich. Courtney berichtet auch von ihren Zweifeln. Würde dieses Projekt jemals etwas werden können? Gleichzeitig werden die kleinen und grossen Probleme des Alltags authentisch geschildert. Die Palette reicht vom versehentlich geöffneten Kamera-Back (analog!), bis hin zum tiefsten Liebeskummer.
Der Film nimmt uns anhand verschiedener Einzelcharaktere an die Hand und führt uns durch den Projektverlauf. Da ist Tony, der bei seiner Geburt einen schweren Sauerstoffmangel erlitt. Tony ist deswegen gelähmt, aber ein hochintelligenter Kopf.
E.J. muss seine Kamera wegen seiner Mehrfachbehinderung mit dem Mund auslösen. Gleichzeitig ist er aber mit seinem Elektrorollstuhl geradzu ein Kamikaze-Fahrer, der sich wagemutig in den fliessenden Strassenverkehr einreiht, weil die Fortbewegung auf den Bürgersteigen für ihn zu beschwerlich und zu langsam ist.
Cheryl ist eine junge Frau, die nicht sprechen kann. Ihre Umgebung glaubte deswegen lange Zeit, dass sie gehörlos sei. Aber in Cheryl verbergen sich ein sehr aufgeweckter Kopf mit brillianten Gedanken und eine Seele mit tiefsten Emotionen.
Eine Truppe verkannter Genies! Im Umgang mit ihnen erkennt Courtney - eigentlich der Fotoprofi - ihre eigenen Begrenzungen. Sie ist kein Psychologe, keine Ärztin. Nein, sie ist Fotografin und wird im Laufe der Zeit zur Freundin.
Die erste grosse Runde wird gezeigt, in der die bisher enstandenen Aufnahmen kritisiert und bewertet werden sollen. Mit beeindruckender Geduld, Empathie und einer grossen Schachtel mit Abzügen geht Courtney durch die Runde. Die Einhelligkeit der Bewertungen ist frappierend. Die Fotos sprechen Bände. Ungewohnte und faszinierende Perspektiven. Viele davon sind auf den ersten Blick als Kunst auszumachen.
Tony schildert uns, wie er mit einer seiner Aufnahmen die Reaktion der Gesellschaft auf einen Menschen mit Handicaps im Rollstuhl erzählt. Das ist ihm mit Bravour gelungen. Das Spektrum der Aufnahmen ist weit gestreut. Einige der Fotografinnen und Fotografen fotografieren die Menschen in ihrer Umgebung. Andere haben sich auf Selbstportraits spezialisiert, wieder andere auf Stilleben.
Die Geschichte von Tom ist eine besondere. Eine, die unter die Haut geht. Er ist zunächst völlig ablehnend. Ihm eine Kamera zu geben sei reine Filmverschwendung, sagt er. Tom, der u.a. eine extreme Wirbelsäulenverkrümmung hat, infolge derer er nur auf dem Bauch liegen kann, wurde von seiner Geburt bis zu seinem 18. Lebensjahr von seinen Eltern im Obergeschoss des Hauses quasi eingesperrt. Erst mit 18 Jahren kam er das erste Mal ins Freie und dann gleich in eine Pflegefamilie. Er ist ein Einzelgänger, der mit seinem Spezialrollstuhl in dem er auf dem Bauch liegend fahren kann, unterwegs ist.
Als er sich dann schliesslich doch fürs Fotografieren interessiert, beginnt er zu lächeln. Das erste Mal in seinem Leben. Er wurde von einem Menschen mit einem Handicap zu einem Menschen mit einer Kamera. Die Kamera gab ihm einen Wert. Er engagiert sich nun voll. Der Film zeigt ihn in der Dunkelkammer beim Erstellen von Abzügen.
Courtney geht das Wagnis ein und begibt sich auf die Suche nach einer Galerie die bereit ist, die Fotografien auszustellen. Zunächst erntet sie nur Absagen mit dem Standardkommentar “wer wolle sich denn das schon ansehen”. Trotzdem kämpft sie weiter.
Ein Schwenk zu Chris und Kerri, die am Anfang einer sich anbahnenden Beziehung stehen. Völlig andere Werte als in der vermeintlich “normalen Welt” werden sichtbar . Trotzdem gehen sie wieder auseinander. Höhen und Tiefen des Lebens. Authentisch, hautnah und in den Kontext des Fotoprojektes eingebettet.
Courtneys Ringen um eine Galerie geht weiter und der Jubel ist riesig, als sie schliesslich die Zusage einer renommierten Galerie, des Cambridge Multicultural Art Centers erhält. Nun geht es an die Ausstellungsvorbereitungen, bei denen Courtney tatkräftig von ihren College-Studentinnen unterstützt wird. Die Medien beginnen sich für das Projekt zu interessieren. Beiträge im TV und in Zeitungen erscheinen.
Mitten in die Vorbereitungen zur Ausstellung hinein ein Anruf. Tom wurde mit einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. Er ist bewusstlos und wird beatmet. Nach 2 Monaten stirbt er, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Höhen und Tiefen des Lebens. Der Film zeigt die authentischste Beerdigungsfeier, die ich je gesehen habe.
Tom hat uns gezeigt, was man aus seinem Leben machen kann. Unabhängig von allen Umständen und Voraussetzungen.
Schliesslich naht der grosse Tag der Ausstellungseröffnung. Vier Jahre sind seit dem Beginn des Projektes verstrichen. Die Ausstellung ist Tom gewidmet.
Adrenalin. Letzte Vorbereitungen. Tony wird vor der Eröffnung interviewt. Sein Statement: “The biggest thing is to start the conversation”.
Es ist Showtime. 18 Uhr, Eröffnung. Doch gähnende Leere. Keine Besucher. Die Zweifel beginnen an Courtney zu nagen. Vielleicht interessiert sich ja doch niemand dafür? Aber nach einer langen und bangen Stunde des Wartens füllen sich die Ausstellungsräume, bis sie schliesslich überfüllt sind. Presse, Funk und Fernsehen sind präsent. Die Besucher sind bewegt und begeistert von den Aufnahmen und deren Präsentation. Und selbstverständlich sind auch die Fotografinnen und Fotografen anwesend.
Der Tenor lautet: “We did it!”
Der Streifen hat übrigens über dem Ozean mittlerweile schon jede Menge Preise erhalten. Ein kleiner Auszug:
AUDIENCE AWARD- Best Film of the Festival- Woods Hole Film Fest
AUDIENCE AWARD- Best Documentary- IFFBoston
AUDIENCE AWARD- Best Feature Film- Phoenix Film Festival
AUDIENCE AWARD- Top Rated Documentary- Maine Int'l Film Festival
AUDIENCE AWARD- Newburyport Documentary Film Festival 2009
AUDIENCE AWARD- Top Documentary 2009 Moondance Film Festival
BEST DOCUMENTARY- New Hampshire Film Festival 2009
BEST of the FEST- Encore Screening- Rhode Island Film Festival 2009
ENCORE SCREENING- Sidewalk Film Festival 2009
MOST INSPIRATIONAL DOCUMENTARY- Atlanta DocuFest 2009
WORLD PREMIERE- Full Frame Film Festival April 2009
Im Abspann schildert der Film schliesslich auch noch die nächsten 2 Jahre. Eines der Pärchen hat geheiratet und wurde wieder geschieden. Courtney hat Nachwuchs bekommen. Und Tony ist Profi geworden und tourt mit Ausstellungen seiner Werke durch die Lande.
Fazit: Anschauen! Wir haben mit gelacht. Wir haben mit geweint. Wir haben mit getrauert. Wir haben mit gebangt. Wir haben mit gefiebert. Dieser Film stellt alles, was wir bislang über Fotografie gesehen haben, absolut in den Schatten. Fotografie ist grenzenlos.
Mehr Infos gibt es hier:
-> Offizielle Homepage zum Film
-> Trailer zum Film
-> Gruppe auf Facebook zum Film
Rezension - Dr. Martina Mettner: "Wie man ein grossartiger Fotograf wird - Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft"
von Petra Fuelbert (Knipserfrau und auch sonst kreativ) und Henning Wüst (Knipser)
Prolog von Petra Fuelbert
“Oh, ein Päckchen! Ist das für mich?”
Er kam die Tür hinein. In seinen Arm schmiegte sich ein Päckchen. Die Hunde begrüssten ihn und er hatte seine Mühe bis an den Tisch zu gelangen. Sicherlich dachten auch sie, er hätte ihnen etwas mitgebracht.
“Kannst du öffnen, ist ein Buch drin. Für eine Rezension.”
Das “aha” dachte ich mir. Wieder keine Post für mich. Neben Papiergekruschel erzählte er mir von seinem Tag und hielt etwas Rötliches in der Hand und blätterte ein kleines Buch durch, dessen Seiten im Eiltempo Schatten an die Wand warfen.
Da lag es nun. Auf seinem Arbeitstisch. Unter einem Briefkuvert.
Ein Tag. Zwei, drei Tage. Still lag es da und lugte rötlich in den Raum hervor.
Ich schielte tagsüber oft zu dem wartenden Büchlein hin. Nichts deutete auf den Inhalt hin.
Meist verrät der Umschlag dir, was die innen beschriebenen Blätter beherbergen. Hier? Nichts.
Da lag es nun. Das geheimnisvolle Rötliche.
Mein Inneres überschlug sich beinahe und am vierten Abend platzte ich: “Um was handelt es sich denn?”
”Was?”
”Naja, dein neues Buch. Das da. Um was geht es da im Buch?”
”Um Fotografie.”
Um Fotografie. Klar. Nicht um Reisen, nicht ums Auswandern, keine Kochrezepte, nein. Natürlich, es geht ums Knipsen. Dieses Mal in rötlich. Unverständnis machte sich in mir breit. Ein Buch über Fotografie hat doch immer Bilder auf dem Umschlag oder wenigstens einen Apparat, da der Käufer von Beginn an mit dem Inhalt konfrontiert werden muss. Kaufanreize auslösen, las ich da mal irgendwo. Hatte etwas mit Kaufpsychologie zu tun.
Ich räumte den Tisch ab und meine Zeigefingerspitze berührte den rötlichen Umschlag. Ich stutzte und mein Hirn stolperte: “Fotografie?” Ein güldener Schriftzug bestätigte die Aussage. ”Wie man ein grossartiger Fotograf wird” stand da zu lesen. Tatsache. Es scheint sich um Fotografie zu handeln.
Ausgelöst durch die erste Berührung mit dem Umschlag umfasste meine Hand das Büchlein fast ehrfürchtig und hielt es in die Höhe. Geschmeidiger Umschlag, dezent, fast zärtlich legte
sich das Rötliche in meine Hand.
Normal fasse ich nur selten Bücher an, doch ich ertappte mich dabei, wie ich es still durchgeblättert und mir die Bilder angeschaut habe. Kleine Textabschnitte und gut leserlicher Schrifttype. Die Überschriften klar gestaltet.
“Das ist der Knüller! Absolut perfektes Geschenk für jemanden. Egal ob jung oder alt. Unauffällig, absolut ästhetisch.”
“Findest du?”
“Ja!”

- Behind the scenes - Bei der Lektüre zur Rezension -
- This shot by Petra Fuelbert -
Epilog von Henning Wüst
Da liegt es vor mir. Bereits dreifach gelesen. Es fühlt sich gut an. “Das Buch ist ein dreidimensionaler Gegenstand” kommt mir in den Sinn. Ein Zitat, auf das ich vor etlichen Jahren in einer Ausgabe der Typographischen Monatsblätter erstmals gestossen bin. Und diesem Buch merkt man an, dass jemand am Werk war, der um dieses Zitat wusste. Bereits das reine Buch spricht alle Sinne an. Es fühlt sich gut an mit dem textilbelegten, flexiblen Einband und den kräftigen, hochwertigen Seiten. Rein optisch im echten Hasselblad-Feeling, denn das Werk ist beinahe quadratisch. Macht Lust und Laune.
Ich lasse mir den Titel “Wie man ein grossartiger Fotograf wird - Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft” nochmals auf der Zunge zergehen bevor mich dann die Neugier in das Buch hinein treibt.
Das Vorwort verstärkt den Appetit auf den Inhalt noch weiter. Es macht aber zugleich auch deutlich, dass das Buch herausfordernd und wegweisend sein will. Es geht nicht um das “wie soll ich dies und jenes fotografieren”, sondern um den Weg zur “fotografischen Selbstverwirklichung” im wahrsten Sinne des Wortes. Und das setzt voraus, auch hier ist die Autorin sehr deutlich, dass es da ganz individuell überhaupt etwas zu verwirklichen gibt.
Vom Vorwort verwöhnt geht es nun zur Sache. Und da gefällt mir der Einstieg ins das erste Kapitel auf Anhieb nicht ganz so gut. Plötzlich tauchen da etliche Fachbegriffe auf, die den unbedarften Leser vielleicht abschrecken. Ich bin mir nicht sicher, ob der Anfang des ersten Kapitels gleichsam einen “Filter” darstellen soll. Vielleicht soll auch nur die leider allgegenwärtige Technikorientierung pointiert werden. Beides wäre indes ein lobenswert guter Ansatz. Im zweiten Kapitel verdeutlicht die Autorin dies auch sogleich nochmals: Wer sich für Technik begeistert und auch gerne in diese verliebt ist, möge Kameratechniker - also Handwerker - werden, aber nicht Fotograf - also Künstler.
Über den Mythos der Kommerzialisierung und den Einfluss der Neuen Medien gelangt die Autorin dann zu einer unerwarteten Grenzziehung. Die Zeit der uns bekannten und vertrauten Fotografie des 20. Jahrhunderts ist vorüber. Ein neuer Gesamtansatz ist gefragt. Sie verdeutlicht das plausibel. Einfach gesagt: Es ist eigentlich bereits (beinahe) alles fotografiert. Das schönste Einzelmotiv wird heutzutage kaum mehr weltbewegende Begeisterungsstürme hervorrufen. Zudem ist der klassische Fotojournalismus verbraucht und die Zeiten der echten Street-Photography sind bereits aus rein rechtlichen Gründen passé, usw.
Überhaupt und generell findet die Autorin oft recht deutliche Worte um Misstände, sie sich aus ihrer Sicht eingeschlichen haben, beim Namen zu nennen. Gut möglich, dass die Leser das Buch gelegentlich getroffen aus der Hand legen. Aber so ist das nun einmal mit herausfordernden Werken. Und das ist gut so. Gibt es doch auch willkommene Gelegenheit und Zeit zur Eigenreflektion.
Dr. Mettner beleuchtet ihren wegweisenden Gesamtansatz im Folgenden vertiefend in verschiedenen Exkursen, die - parallel laufend - zur fotografischen Projektorientierung hin weisen. Das Zauberwort der Zukunft wird nach Ansicht der Autorin “Fotoprojekt” heissen. Weg vom Einzelbild - so pittoresk das Motiv auch sein mag - hin zum Zusammenhang, der etwas aussagt und damit das eigentlich Fotografische entfaltet. In Neudeutsch geht das in die Richtung des “Storytelling” mit Bildern. Dazu ermutigt die Autorin im zweiten Teil des Buches mit verschiedenen eigenen Beispielsprojekten, die sie ausführlich vorstellt.
Der Ansatz ist gut, wenn nicht gar bestechend. Note bene am Rande: Auch die “Ausstellungstauglichkeit” fotografischer Werke ist heutzutage praktisch nur noch über den Projektansatz realisierbar. Der schöne Nebeneffekt liegt darin, dass sich hier die natürlich Neugier, die Interessen und Neigungen des Künstlers, sprich Fotografen, mit seiner Fotografie verbinden lassen. So können Gesamtkunstwerke “aus einem Guss” entstehen, die etwas aussagen und den Betrachter ansprechen können. Ein solches Projekt kann einen kleineren zeitlichen und inhaltlichen Rahmen abdecken oder auch einen mehrmonatigen oder gar mehrjährigen Zeitraum mit einem korrespondierend umfassenderen Thema umfassen.
Mir gefallen der Ansatz und der Weg, den Frau Dr. Mettner aufzeigt. Ich habe mich ab dem zweiten Kapitel wie der “Fisch im Wasser” in der Materie gefühlt. Wahrscheinlich liegt das darin, dass ich selbst meistens in den Kategorien von projektorientierten Reportagen denke und arbeite.
Allen fotografisch interessierten Menschen, die weg von den technischen Aspekten und hin zum “Spirit” in der Fotografie vordringen wollen, kann ich das Buch als “must read” nur wärmstens empfehlen und ans Herz legen.
-> Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit hier auf der Homepage der Autorin
Ein Projekt und ein Film die fotografisch unter die Haut gehen
Im Schwesterblog bin ich auf ein Projekt und einen Film gestossen, das/der unter die Haut gehen.
Stellen Sie sich vor: Ein Zoo. Rollentausch. Die begafften Tiere werden plötzlich die Wächter. Und die Wächter sperren wir jetzt ein und „begaffen“ sie.
Harte Worte. Ich weiss. Aber das waren meine ehrlichen Gedanken, als ich das Projekt und den Film „Shooting Beauty“ gesehen habe: Menschen mit Handicap fotografieren selbst und in Eigenregie.
Darunter schockierende Fotos die u.a. zeigen, wie der Fotograf/die Fotografin „begafft“ werden.
Darunter auch jede Menge wunderschöne Fotos aus ungewohnten und ungeahnten Perspektiven. Bewegend. Unbedingt auch den Trailer zum Film ansehen!
Anschauen und vorbeischauen. Wiederholen: Anschauen und vorbeischauen. Wiederholen: Anschauen und vorbeischauen.
Die 6 Trends der Fotografie 2010 / The 6 photography trends for 2010
1 - Zurück zum Motiv!
Die Resultate werden wieder zählen. Der ganze technische Krimskrams und das technische Brimborium werden in den Hintergrund geraten. Der Trend hat bereits 2009 begonnen. Stichworte: iPhone-Photography, Minox-Photography, usw. Rein technisch betrachtet sehr unvollkommene Ansätze, aber das Ergebnis zählt. Zurück zum Motiv!
2 - Allzeit bereit und immer dabei!
Der erste Trend verbindet sich mit einem weiteren Erscheinung. 2010 werden wir einfach keine Lust mehr haben, Massen von Ausrüstung mit uns herum zu schleppen. Keine Massen von Glas mehr. Kein sperriges Gehäuse, das uns die Halswirbel verdreht. Wir werden einen Boom bei echten Kompaktkameras sehen. Das Motiv zählt. Es will “gefangen” werden. Mit welcher Technik und wievielen Kilogramm Ausrüstung es “erlegt” wurde, wird weniger und weniger interessieren. Allzeit bereit und immer dabei lautet das Motto!
3 - Weniger ist mehr!
Wovon leben gute Motive und gute Kompositionen? In den allermeisten Fällen von Einfachheit und Reduktion. Schlicht- und Einfachheit, das heisst, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen. Reduktion ist der Schlüssel dazu. Wir werden 2010 einen Trend zur Reduktion erleben. Weniger ist mehr!
4 - Kopie, Original und Inspiration
Ein altes Sprichwort sagt: “Alle Menschen werden als Original geboren. Leider sterben die meisten als schlechte Kopie”. Das gilt auch für die Fotografie. Wir werden einen Trend zur Authentizität erleben. Sei Du selbst! Sich von anderen Künstlern inspirieren zu lassen ist absolut in Ordnung. Als lebende Kopie zu enden wird unattraktiv werden.
5 - Gefühle zeigen
Menschen leben von und aus Gefühlen. Wir sind lebende, gefühlsbetonte und gefühlsgeleitete Individuen. In unserer von Leistung geprägten Gesellschaft ignorieren wir das gerne. Leider auch in der Fotografie. Das wird uns mehr bewusst werden und wir werden einen Trend zu mehr Gefühl(en) in der Fotografie erleben.
6 - Schwarz/Weiss-Renaissance
Alle bisherigen Trends weisen in die Richtung Schwarz/Weiss. Wir werden 2010 eine Renaissance der Schwarz/Weiss Fotografie erleben: Motivbetont, Einfach, Künstlerisch, Gefühlsbetont.
- Die Essenz
Alle Trends für 2010 laufen auf die Essenz hinaus: Fotografie ist Kunst. Wir werden eine grosse Bewusstseinsveränderung hin zu künstlerischer Fotografie und eine Rückbesinnung auf die Künste erleben.
Was ist Deine Meinung?

„Trendy“ 2010?
Für welche Geschenke verschleudern Sie dieses Weihnachten Ihr Geld?
Warum nicht einmal die beschenken, die es wirklich nötig haben?
Mein Vorschlag: Spenden Sie dieses Jahr etwas für das Projekt LifeStraw. Damit helfen Sie Kindern und Familien zu überleben.
-> Mehr Infos dazu und Links gibts im Schwesterblog.

Eisbrecher?
Auf dünnem Eis.
Auf Glatteis?
Laufen über Overflows.
Balancieren auf der Kante?
Das Eis kann brechen.
Oder halten.
Eisbrecher.
Treffer.

(Entdeckt vor der Statoil-Tankstelle in Malå.
Übrigens wieder mit der 5-Euro- Knipse vom Flohmarkt)
Saying of the day...
Woran erkennt man gute Originale?
Daran, dass sie kopiert werden!
Bootsplanken

Blackout
Sucht / Addiction / Mani
Es ging um eine Kampagne gegen Suchtgefahren (verschiedene Formen stofflicher Abhängigkeit). Ich habe einige Jugendliche über einige Wochen hinweg immer wieder begleitet und die „Spuren“ verschiedenen Suchtverhaltens in dieser Gruppe dokumentiert. Die Schwarz-Weiss Aufnahmen finden nun in einem Buch und einer Broschüre Anwendung.
Es war eine sehr spannende und bewegende Arbeit, die mir manch neue Einblicke gegeben hat. Eine sehr erschreckende Erkenntnis aus dem Projekt war, dass stoffliche Abhängigkeiten viel verbreiteter sind, als es mir bislang bewusst war. Und nicht nur das. Wo es in Familien - oder allgemein sozialen Strukturen - stofflich Abhängige gibt, gibt es in der Regel auch die heimlichen „Unterstützer“ dieser Sucht, die sog. Mitabhängigen (Co-Abhängigen (wer sich mehr fürs Thema interessiert, wird hier fündig)). Ein sehr, sehr ernstes Thema. Mit meinem „Auftraggeber“ bin ich gerade im Gespräch, ob wir nicht noch eine weitere Fotoserie über diese Menschen für eine weitere Publikation auflegen sollten.
Rein fotografisch habe ich mich durchgängig für schwarz/weiss entschieden, um die jeweilige Bildaussage „auf den Punkt zu bringen“.
Hier ein Beispiel: „The morning after“.

Der grösste Käsehobel der Welt / The worlds biggest cheese slicer / Världens störrsta osthyvel
Dieser steht an der E4 in Ånäset. Sieben Meter hoch und eine ganze Tonne schwer, symbolisiert er den Beginn des “Ostriket”, des “Käsereiches”.
Dieses “Reich des Käses” geht auf Eleonora Lindström zurück, die etwa 1870 in Burträsk den heutzutage nicht mehr weg zu denkenden Västerbottensost kreiert hat.
Der Västerbottensost (“Västerbottenkäse”) ist eine kulinarische Köstlichkeit, die mittlerweile weltweit bekannt und beliebt ist. Die Herstellung geschieht nach nach alten Rezepten und Verfahren nach wie vor in der Gegend um Burträsk.
Im Ostriket haben sich die Erzeugerbetriebe und die beteiligten Kommunen zusammengeschlossen, um Besuchern einen Einblick in die Welt des Västerbottenkäses zu geben. Dazu gehören z.B. das Ostens-Hus (“Haus des Käses”) in Burträsk, das Ostens-Lager (“Käselager”) in Ånäset und viele weitere interessante Besuchs- und Ausflugsziele, die eine Reise wert sind. Weitere Informationen dazu auf der Homepage des Ostriket: www.ostriket.net.

Saying of the day
„Wenn du die Welt verändern willst, dann fang zuerst bei dir selbst an.“
Reportage: Kungligt besök i Ratan / Königlicher Besuch in Ratan

Wieder ein sehr besondereres Ereignis in Västerbotten: Im Rahmen des Märkesåret 1809 (Gedenkjahr 1809) feiert Schweden in diesem Jahr 200 Jahre Frieden auf schwedischen Grund. Ein besonderer Anlass zum Gedenken und Feiern.
Am gestrigen Tage fand im Rahmen des Märkesåret 1809 eine feierliche Gedenkveranstaltung in Ratan (Robertsfors kommun) statt. An dieser Stelle gab es im sog. Finnischen Krieg vor 200 Jahren die letzten Kampfhandlungen auf schwedischem Hoheitsgebiet.
Zur Gedenkfeier waren auch die Königliche Familie (König Karl XVI Gustaf, Königin Silvia und Kronprinzessin Victoria) zugegen.
Eine sehr schöne Gelegenheit, denn die Königliche Familie ist nicht so häufig hier in Västerbotten zu Besuch. Wir waren also natürlich vor Ort und wollen unseren Lesern einen Eindruck über die Festveranstaltung (nebst einiger Nahaufnahmen der Königlichen Familie) geben.
Einer der besonderen Höhepunkte war die Einweihung einer taktilen Karte des Gedenkplatzes in Ratan durch Königin Silvia. Diese über 400 kg schwere Karte aus gegossenem Material, ermöglicht es auch sehgeschädigten Menschen, sich einen Eindruck des Gedenkplatzes zu verschaffen. Die Königin erinnerte in ihrer Ansprache an das Braille-Jahr 2009.
Das Medieninteresse war gross und auf den für Presse und Fotografen reservierten Gebieten herrschte sehr grosser Andrang. Wir haben uns deswegen aufgeteilt und verschiedene Themenbereiche abgedeckt. Morgen folgt zusätzlich eine sehr interessante Reportage, die Einblicke in die Arbeit von Pressefotografen, Filmern und Journalisten gibt.

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Licht am Ende des Tunnels...

Einsicht / Insight / Insyn
Auf dem Boden / På golvet
Nebenbei: Lagom ist ein Wort, das in dieser Form und mit diesem Bedeutungsgehalt wohl in keiner anderen Sprache existiert. Das Wort ist sehr mit der ausgeglichenen und ruhigen schwedischen Mentalität verbunden und kann in etwa mit „gerade richtig“ übersetzt werden. Nicht zu warm und nicht zu kalt eben :)
Zurück zum Thema: Das Wetter lud dazu ein, den Spaziergang mit einer Ruhepause auf dem Boden zu verbinden und den wunderbaren Ausblick nach oben zu geniessen. Ich liebe dieses Wetter und freie Zeit am Sonntag.
Wenn Sie etwas mitgeniessen wollen, versenken Sie sich einfach in diese Aufnahme:

Umweg? / Omväg?

Vilda blommornas dagen / Der Tag der Wildblumen
2009 wird zudem des 100-jährigen Jubiläums der Umsorge für die Natur gedacht, die auf einen Beschluss des schwedischen Reichstages von 1909 zurück geht. Das ganze Jahr 2009 wird deshalb auch als „Jahr der Natur“ gefeiert. Mehr Informationen hier auf der Website der Svenska Botaniska Föreningen.

6:e juni - Nationaldagen - Svenska flaggans dag / 6. Juni - Nationaltag - Tag der Schwedischen Flagge
Das Grundsymbol der Schwedischen Flagge ist das gelbe oder goldene Kreuz. Über dieses sagt eine Anweisung des Königs Johan III aus dem Jahre 1569: “das güldene oder gelbe Kreuz wurde seit Alters her im Schwedischen Reichswappen gebraucht”. Deswegen soll es “für alle Zeit in Fahnen, Flaggen und Wimpeln geführt werden”. Im Zeichen des Kreuzes solle das Land regiert werden und erblühen und das Kreuz in der Schwedischen Nationalflagge solle etwas darüber aussagen, wer wir sind, sowohl historisch als auch heute.
Zur Feier des Tages habe ich heute eine künstlerische Abstraktion aus den Farben der Flagge gewagt: Das Originalbild war ein mit zwei blauen Luftballons geschmückter Kinderroller, den ich bei den Feierlichkeiten in Malå heute entdeckt habe.

25:e mars: Våffeldagen
Den 25:e mars firas „Våffeldagen“ i Sverige då man träffas och äter våfflor gemensamt. Våffeldagen markerar slutet på vintern och början på varen.

Was vielleicht viele Leser nicht wissen: Die Feier des Våffeldagen (Waffeltages) am 25. März geht auf den katholischen Feiertag der „Mariä Verkündigung“ zurück. Seit den 80er Jahren wird dieser Feiertag unter dem Namen „Verkündigung des Herrn“ begangen. Er beruht auf der Schilderung im Evangelium nach Lukas Kapitel 1 Verse 30 bis 32.
Vad som många läsare kanske inte vet är att våffeldagen beror på den katolska Marie bebådelsedagen. Den grundar på Lukasevengeliet 1:30-32.
Letzte Tankstelle vor dem Polarkreis :) / Last filling station before the polar circle :)
Trettondedag jul / Hl. Drei Könige

(Symbolisch: Die Hl. Drei Könige in Lappland)
Sind denn Weihnachten und die Weihnachtszeit jetzt vorbei? Kommt drauf an, wo man wohnt :) In Schweden beginnt jetzt nämlich ein sehr interessanter Teil der Weihnachtszeit.
Heute wird - auch in Schweden - der Trettondedag jul, d.h. der dreizehnte Tag nach Weihnachten gefeiert. In den meisten Ländern ist die Weihnachtszeit damit beendet. In Schweden, Finnland und Teilen von Norwegen geht es aber mit Weihnachten noch eine Woche weiter.
Die Weihnachtszeit in Schweden geht nämlich noch bis zum Tjugondedag Knut, d.h. dem zwanzigsten Tag nach Weihnachten, weiter. Die geschichtliche Erklärung geht dahin, dass die frühe Kirche in dieser Region mit einem Fest der Wikinger konkurrieren wollte, und daher die Weihnachtszeit ausgedehnt hat. Eine andere Erklärung geht dahin, dass der Namenstag von Knut im 16. Jahrhundert vom 7. Januar auf den 13. Januar verlegt wurde und damit auch die Weihnachtszeit ausgedehnt wurde.
In jedem Fall warten alle Kinder sehnsüchtig auf diese Zeit, denn nun beginnt des julgransplundring („Weihnachtsbaumplündrung“).
Der Weihnachtsbaum wird “geplündert”: Das bedeutet, die Kindet dürfen sich nun die am Weihnachtsbaum aufgehängten Süssigkeiten vom Baum “pflücken”. Zudem nutzen viele Vereine - so auch am 11. Januar hier in Malå in Folkets hus - das julgransplunding als willkommene Gelegenheit sich zu treffen, und gemeinsam die Weihnachtszeit abzuschliessen.
Der letzte Tanz um den Weihnachtsbaum folgt der alten Weise:
Nu är glada julen slut, slut, slut,
julegranen bäres ut, ut, ut.
Men till nästa år igen,
kommer han vår gamle vän.
För det har han lovat.
Und dann ist es an der Zeit den - mittlerweile in der Regel sichtlich gealterten - Weihnachtsbaum “aus dem Haus zu werfen” (wenn auch nicht ganz so theatralisch wie in der bekannten Fernsehwerbung eines bekannten Möbelhauses).
Gott nytt år! / Ein gutes neues Jahr!
Wir wünschen allen Lesern ein gutes neues Jahr!
Vi önskar alla läsare gott nytt år!
(Meditatives zum Jahresbeginn: Anfang und Ende)
Heute nochmals: Irisierende Wolken

(Någonstans ute)
Photometeore: Ein tief beeindruckendes Naturschauspiel

Bereits auf der Fahrt gen Heimat hat sich das Schauspiel angebahnt.

Um dann zur Formvollendung zu gelangen.

Detailansicht.
God Jul! / Fohe Weihnacht!
24:e december 2008: Vi önskar alla läsare God Jul!

Geseende Kerfees! - Gëzuar Krishlindjet! - Gozhqq Keshmish! - I'D Miilad Said! Nabidà! - Shenoraavor Nor Dari! - Bones Navidaes! - Mbung Mbung Krismie! - Shuvo Baro Din! - Vasel Koleda! - Mi wisim yufala eerywan one gutfala Krismas! - Nedeleg laouen! - Bogem h n mh m! - Danistayohihv! - Hoesenestotse! - Glædelig Jul! - Fröhliche Weihnachten! - Merry Christmas! - Jutdlime pivdluarit! - Gajan Kristnaskon! - Rõõmsaid Jõulupühi! - Gledhilig jól - Hyvää Joulua! - Zalig Kerstfeest! - Joyeux Noël! - Bon Nadâl! - Noflike Krystdagen! - Gilotsavt Krist'es Shobas! - Kala Christougenna! - Barka da Kirsimatikuma! - Mele Kalikimaka! - Mo'adim Lesimkha! - Okresmesa ombwa! - Shubh Naya Baras!m - Vrolijk Kerstfeest! - Selamat Hari Natal! - Nollaig Shona Dhuit! - Buon Natale! - Sugeng Natal! - Ojenyunyat Sungwiyadeson homungradon nagwutut! - Shinnen omedeto! - Gute Vaynakhtn! - Seng Dan Fai Lok! - Bon nadal! - Noeli Nziza! - Isangle Krismen! - Bon Natale! - Appi Krismes! - Sretan Bozic! - Seva piroz sahibe! - Bon Nadel! - Wanikiya tonpi wowiyuskin! - Prieci'gus Ziemsve'tkus! - Linksmu Kaledu! - Amazalibwa Agesanyu! - Schéi Krëschtdeeg! - Selamat Hari Natal! - Nixtieklek Milied tajjeb! - Salama' Natal! - Kung His Hsin Nien! - Nollick ghennal! - Streken Bozhik! - Kia orana e kia manuia rava! - God Jul! - Festusu Natale! - Ungil Kurismas! - Esimano olyaKalunga gwokombandambanda! - Krist Yesu Ko Shuva Janma Utsav Ko Upalaxhma Hardik Shuva! - Wesolych Swiat! - Boas Festas! - Mata-Ki-Te-Rangi! - Sumaj kausay kachun Navidad ch'sisipi! - Bella Festas daz Nadal! - Craciun fericit! - Bachtalo krecunu Thaj! - Bonu nadale! - Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva! - Buorit Juovllat! - Nollaig chridheil! - I'Taamomohkatoyiiksistsikomi! - God Jul! - Schöni Wienacht - Sretam Bozic! - Bon Natali! - Vesele Vianoce! - Vesele bozicne praznike! - Feliz Navidad! -
Krismas Njema Na Heri! - Maligayang Pasko! - Ia ora i te Noera! - Suksan Wan Christmas! - Prejeme Vam Vesele Vanoce! - Veseloho Vam Rizdva! - Nadolig LLawen! - Kellemes Karacsonyiunnepeket! - Chuc Mung Giang Sinh! - Quyanalghii Kuusma! - Winshuyu sa Svyatkami! - Sinifesela Ukhisimusi Omuhle!
Jul närmar sig / Weihnachten naht
Tomten är överallt - Der Weihnachtsmann ist überall
War eigentlich etwas verwundert, als ich das Motiv entdeckt habe. Aber wir lernen: Den Weihnachtsmann findet man überall :)

Nikolaustag / Nikolausdagen

„Nikolaus bei der Arbeit“ / „Nikolaus på jobbet“
(Upptäckt i Umeå)
Ett ljus på vägen / Ein Licht auf dem Weg

Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen,
der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen,
der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen,
der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen,
wenn du fällst und dich aus der Schlinge zu ziehen,
der Herr sei in dir,
um dich zu trösten, wenn du traurig bist,
der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen,
wenn andere über dich herfallen,
der Herr sei über dir, um dich zu segnen.
Altirischer Segenswunsch
(Von einer ganz besonderen Blogleserin - Danke!)

Gebunden oder frei?

Mein Vater sagte oft: Wer sich nicht bewegt, spürt seine Ketten nicht.
Ist mir spontan bei diesem wunderschönen Motiv eingefallen.
På vägen i Lappland / Auf dem Weg in Lappland

(Upptäckt mellan Springliden och Lainejaur /
entdeckt zwischen Springliden und Lainejaur)
6:e juni - Nationaldagen - Svenska flaggans dag / 6. Juni - Nationaltag - Tag der Schwedischen Flagge

6:e juni - Nationaldagen - Svenska flaggans dag
År 1983 blev svenska flaggans dag officiell nationaldag och från och med år 2005 är dagen även helgdag.
Grundsymbolen i den svanska flaggan är det gula eller gyllene korset. Om detta säger en instruktion från Johan III 1569 att “det förgyllda eller gula korset har av ålder varir brukas i Sveriges rikes vapen”. Därför skulle det “alltid föras uti fanor, fänikor och flaggor”. I korsets tecken skulle landet regeras och blomstra, och korsets plats i nationalsymbolen säger något om vilka vi är, både historiskt och nutid.
6. Juni - Nationaltag - Tag der Schwedischen Flagge
Im Jahre 1983 wurd der Tag der Schwedischen Flagge zum Nationaltag und im Jahre 2005 auch zum allgemeinen Feiertag.
Das Grundsymbol der Schwedischen Flagge ist das gelbe oder goldene Kreuz. Über dieses sagt eine Anweisung des Königs Johan III aus dem Jahre 1569: “das güldene oder gelbe Kreuz wurde seit Alters her im Schwedischen Reichswappen gebraucht”. Deswegen soll es “für alle Zeit in Fahnen, Flaggen und Wimpeln geführt werden”. Im Zeichen des Kreuzes solle das Land regiert werden und erblühen und das Kreuz in der Schwedischen Nationalflagge solle etwas darüber aussagen, wer wir sind, sowohl historisch als auch heute.
Idag är det Samernas Nationaldagen
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Heute ist der Samische Nationaltag.
Weitere Informationen...
Gedanken aus Lappland zum Ausklang des Wochenendes
zu werken und zu raffen.
Doch wer nur viel geschafft,
hat der auch viel geschaffen?
Besinnliches zum Nachdenken
23.12. - Drottningens Födelsetag
10 December 2007: Nobeldagen 2007
Läs mer på Hemsidan från Nobelstiftelsen.
Astrid Lindgren und das Mädchen mit den roten Zöpfen...
Zu den bekanntesten Werken von Astrid Lindgren gehört sicher Pippi Langstrumpf. Das Werkverzeichnis ist aber noch viel umfassender.
Weitere Informationen hier bei Wikipedia.
Zum 100. Geburtstag ein berühmtes Zitat aus Pippi Langstrumpf:
Wenn der Himmel von außen schon so schön ist, wie schön muß er dann erst von innen sein!










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