Honey and zero



Über Pilze und Inspiration in der Fotografie

„Ein Baumpilz - Inspiration aus der Natur“
Behind the scenes: Herbstzeit ist Pilzzeit in Lappland. Neben des verschiedenen essbaren Varianten gibt es auch die weniger verträglichen Arten. Die zeichnen sich aber sehr häufig durch besondere Schönheit aus. So wie dieser Baumpilz, der durch Form und Farbe besticht.
Was uns zur Frage nach der Inspiration führt. Jeder Fotograf - überhaupt jeder Künstler und Kreative - hat seine ganz eigenen und individuellen Inspirationsquellen. Wenn es mich nach Inspiration hungert, gehe ich meistens auf ausgedehnte Outdoor-Touren. Gestern waren es so um die 30 Km auf gebahnten und ungebahnten Wegen quer durch die Natur (was gleichzeitig auch ein gutes Training für die bevorstehende Wintersaison ist). Farben, Formen, Geräusche und tiefe Stille. Für mich die beste Quelle für Inspiration.
Colors and shapes VI
Colors and shapes V

„Colors and shapes V“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Was die zurückliegenden Monate unter ein bis zwei Metern Schnee verborgen lag, tritt nun wieder zu Tage. Letzte Woche wurde der „Klimaschalter“ in Lappland von Winter- auf Sommerbetrieb umgestellt und binnen weniger Tage liegen nun nur noch „Schneeinseln“. Drumherum sind jetzt all die schönen und fotogenen Dinge wieder sichtbar.
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Shapes in the snow (with gallery)
There is at least one good thing about snowstorms: they create amazing shapes.
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„Shapes in the snow“
License picture / Buy print
Colors and shapes: Eine fotografische Annäherung an das schwedische Design
Eine oft gestellte Frage, die mich auch schon viel beschäftigt hat. Heute will ich die Antwort etwas einkreisen.
Es gibt einen übergreifenden Zusammenhang in allen nordischen Kunst- also auch Designrichtungen. Im fotografischen Bereich wird oft die kühle, etwas distanzierte, zugleich aber sehr tiefgründige und aussagekräftige schwedische Bildsprache gerühmt.
Diese “Spachbeschreibung” gilt aber nicht nur für die Fotografie, sondern generell für die meisten nordischen Kunstrichtungen. Warum ist das so?
Eigentlich geht es im nordischen Design in der Regel um die ganz elementaren “Basics”, die Grundlagen, also: Colors & Shapes - Farben und Formen. Künstler aus Skandinavien haben offensichtlich eine besondere Gabe der Reduktion. Die Beschränkung aufs Wesentliche. Sie sind “Reduktionskünstler”. Das Motto lautet: Alles auf den Grund, d.h. die grundlegenden Strukturen, Funktionen, Formen und Farben zurückführen.
Ein in diesem Zusammenhang oft gehörter Slogen lautet: A BETTER LIFE THROUGH GOOD DESIGN. Und der Schlüssel zu diesem guten Leben liegt in der Beschränkung auf die Einfachheit.
Meine persönliche Theorie geht dahin, dass die besondere nordische Gabe auf die Lebensumstände und die hiesige Mentalität zurück zu führen sind. Typisch schwedische Attribute sind z.B.
Miteinander - nicht anecken - integrativ - umgänglich - einfügend - solidarisch.
Übertragen in Bildsprache und Design ergibt das die faszinierend aufs Wesentliche reduzierten Kunstwerke. Hinzu kommen die generellen Lebensumstände und Lebensbedingungen: Im Norden herrscht rauhes Klima. Die Umwelt - so “schön” sie auch sein mag - macht das Leben nicht unbedingt einfach. Das ruft und verlangt nach Dingen, die - gerade auch funktional - zuverlässig auf den Kern beschränkt sind.
Ein dritter Gedankengang führt zu einem weiteren Phänomen des Miteinanders in diesen Breitengraden, das kunstprägend ist: Es besteht eine sehr deutliche Abgrenzung zwischen dem “internen” Kreis der Familie (daher auch die oft von “Zugezogenen” begangene “Todsünde” am “heiligen” Familienfreitag zu stören) und den weiteren “externen” Kreisen. Das kommt im Design zum Ausdruck durch den “geschlossenen Charme”, den viele nordische Designs ausstrahlen.
Um die Grundlagen besser harsuzuarbeiten, habe ich eine neue Rubrik/Kategorie “colors & shapes” eingerichtet, in der künftig Aufnahmen zu sehen sein werden, bei denen es um diese nordische Reduktion aufs Wesentliche geht.





