Vergleichstest: Portfolio-Tools für Mac OS X im Vergleich
Bilder wollen gezeigt werden. Einerlei, ob eine schöne Slideshow von den Urlaubsbildern für das private Blog oder eine Präsentation für einen Kunden erstellt werden soll. Und die Krönung ist natürlich die Erstellung von Portfolios zur Präsentation der eigenen Fotografie.
Mittlerweile gibt es dafür einige Tools auf dem Markt, die das Vorgehen sehr vereinfachen und ansehnliche Resultate liefern. Drei davon nehmen wir in diesem Vergleichstest unter die Lupe: Soundslides, Slideshow und FlippingBook.
Die Reihenfolge der Testkandidaten ist übrigens rein zufällig gewählt. Jedes der Programme hat seine Stärken und Schwächen. Neben den speziellen Tools gibt es natürlich auch die Möglichkeit, Galerien über eingebettete Viewer wie z. B. Slimbox o.ä. zu erstellen. Das beinhaltet aber oft eine nicht so geschmeidige Navigation und i.d.R. auch kein Autoplay.
Die vorgestellten Programme sind so unterschiedlich, dass es schwer fällt einen Testsieger zu küren. Jeder Anwender muss seine eigenen Kriterien aufstellen und dann entscheiden. Diese Auswahl zu erleichtern ist das Ziel dieses Vergleichstests. Zu jeder getesteten Software gibt es eine eigene Bildergalerie mit Screenshots und natürlich ein Musterportfolio.
Für den Test haben wir 9 Bilder im Format 600 x 450 herausgesucht, denen sich die einzelnen Programme stellen mussten. Die Grösse der 9 Files beträgt zusammen 868 KB.
Für den ganzen Test gilt: Testsystem waren jeweils zwei Macs (Macbook und Powerbook, jeweils unter Mac OS X 10.5.8).
Kandidat 1
Beginnen wir mit einem echten Klassiker: Soundslides
Soundslides (Link zur Homepage von Soundslides) ist ein Tool aus der Praxis für die Praxis. Entwickelt wurde die Software von Joe Weiss, der selbst als Fotojournalist tätig ist. Soundslides ist sehr verbreitet und bestimmt haben Sie schon etliche Portfolios gesehen, die mit der Software erstellt wurden. Soundslides ist an den Erfordernissen der journalistischen Praxis ausgerichtet: solide, durchdacht und sehr funktional. Die Standard-Version verlangt nach einem Soundfile im MP3 Format, die Pro-Version erstellt auch Slideshows ohne Soundtrack. Die Bilder müssen im JPG-Format vorliegen. Die Ton- (soweit erwünscht) und Bilddateien müssen mit externen Programmen vorbereitet werden. Bei den Bildern umfasst das insbesondere die Skalierung und Optimierung für die Bildschirmanzeige (Schärfen).
An dieser Stelle sei auf eine wichtige Grundüberlegung für die meisten Programme (teilweise Ausnahme: Flipping Book) hingewiesen. Die Entscheidung für Hochformat oder Querformat muss vor der Erstellung der Slideshow getroffen werden. Die Formate zu mischen ist zwar theoretisch möglich, sieht aber äusserst bescheiden aus. Optimalerweise sollten alle verwendeten Bilder auf die exakt gleichen Pixelmasse verkleinert und/oder beschnitten werden.
Zurück zu Soundslides. Für die Slideshow gibt es etliche sehr durchdachte Optionen, welche die Bedürfnisse aus der Praxis abdecken. Angenehme und zweckmässige Farbpaletten sind im Standardumfang enthalten. Eigene Presets können erstellt und gespeichert werden. Captions und Credits können zu jedem Bild standardmässig oder auf Klick dargestellt werden. Auch für die Übergänge stehen eine Vielzahl praxistauglicher Varianten zur Auswahl. Die Bildübergänge können auf Klick oder als Autoplay mit einstellbarer Länge erstellt werden.
Beim Exportieren der Slideshow gibt Soundslides einen Datei-Ordner mit einer Fülle an Dateien aus. Das eigentliche Portfolio wird dabei im Flash-Format generiert. Ein Export in einen Movie bietet Soundslides nicht an. Verschiedentlich wird das kritisiert. Ich halte diese Kritik für nicht berechtigt, denn das Ausgabeergebnis von Soundslides via Flash kann sich absolut sehen lassen. Für eine Präsentation auf CD oder DVD muss jeweils einfach nur auf den jeweiligen Ordner verlinkt werden. Jeder Ordner enthält eine eigene “index.html” Datei.
Für eine Veröffentlichung der Slideshow im Web muss der gesamte Ordner auf den Server geladen werden. Soll die Slideshow in eine Webseite eingebunden werden, muss dann mit einem Embed-Tool, das über eine Webseite des Herstellers erreichbar ist, der Embed-Code für die Flash Dateien erstellt werden. Dieser kann dann in eine Webseite eingebunden werden. Das ist der einzige Kritikpunkt, der mich stört. Denn wer garantiert die Verfügbarkeit dieses Online-Tools, das für den Embed-Code benötigt wird? Und in Content Management Systeme ist die Einbindung beschwerlich, weil immer ein händischer Zwischenschritt erforderlich ist. Das erschwert den Workflow.
Für die neueste Version von Soundslides (1.9.4) gibt es jetzt auch die Möglichkeit, die generierten Flash-Slideshow über einen Online-Konverter auf der Homepage des Herstellers in einen Movie (MP4) umzuwandeln. Leider unterstützt dieser derzeit noch nicht alle Übergänge.
Für den Fotografen “on the road” ist das Programm meiner Erfahrung nach aber ein Goldstück. Lassen sich doch fertige Slideshows auf dem Notebook erstellen und die fertigen Mediaordner an die Redaktion senden. Dort kann dann der Embed-Code für die Publizierung im Websystem der Zeitung gefixt werden.
Aus den 9 Bildern hat Soundslides einen Publishing-Ordner mit einer Grösse von 7,2 MB erstellt.
Anmerkung zum Testsystem: Soundslides ist anspruchslos und genügsam, was die Systemvoraussetzungen angeht. Es gibt auch eine Windows-Version.
-> Hier gehts zum mit Soundslides erstellten Portfolio (neues Fenster)
-> Hier gehts zu den Screenshots von Soundslides (neues Fenster)
Kandidat 2
Der nächste Kandidat ist ein Programm mit movieorientiertem Ansatz: Slideshow von Apimac (Link zur Homepage von Slideshow).
Slideshow erstellt Filme, Flash-Videos (FLV), lauffähige Slideshows für Windows und Mac OS X, und erstellt auch via iDVD fertige Projekte auf DVD. Die Programmoberfläche ist sehr übersichtlich gehalten und leitet den Anwender in 4 Schritten vom Import zum Export. Auch für Slideshow gilt, dass die verwendeten Audiodateien und Bilder mit externer Software vorbereitet werden sollten. Auch hier sollten die Bilder im JPG-Format vorliegen und für die Bildschirmanzeige skaliert und optimiert sein.
Eine eventuell zu lange Audiodatei wird von Slideshow passend abgeschnitten. Schön sind die einblendbaren “Closed Captions”, die zwei Zeilen umfassen. Sie können auf bestimmte EXIF-Daten zurückgreifen oder einen freien Text enthalten, und sehen wie ansprechende Untertitel aus. In der Farbauswahl ist Slideshow einfacher als Soundslides gehalten. Insgesamt ist Slideshow einfach und unkompliziert. Bei den Ausgabeoptionen ist zusätzlich ein editierbarer “Abspann” auswählbar. Der mit Slideshow exportierte Film hat eine Grösse von 9,2 MB.
Wir haben uns übrigens für den MP4-Export entschieden. Slideshow exportiert hier als “.m4v”, auf den wir direkt verlinken. Ob alle Browser - insbesondere unter Windows - diesen Filetyp anzeigen können, ist für uns allerdings etwas zweifelhaft (Leser, die Windows verwenden können das einfach selbst prüfen).
Anmerkung zum Testsystem: Bis Version 9.6 läuft Slideshow unter PPC, ab Version 9.7 setzt die Software einen Intel-Prozessor voraus.
-> Hier gehts zum mit Slideshow erstellten Portfolio (Direktlink zum Film, neues Fenster)
-> Hier gehts zu den Screenshots von Slideshow (neues Fenster)
Kandidat 3
Der jüngste Kandidat im Test ist FlippingBook Photographer (Link zur Homepage von FlippingBook).
Kurz nach Fertigstellung des Tests haben wir erfahren, dass FlippingBook Photographer vom Hersteller durch die neuere Software FlippingBook Photo Album ersetzt worden ist. FlippingBook verfolgt ein charmantes Konzept, indem es ein klassisches Portfolio-Buch mit Hilfe von Flash nachbildet. Mit Seiten zum Umblättern und dem passenden Sound dazu. Für die Erstellung des Buches wird der Anwender mit einem Assistent durch die erforderlichen Schritte geführt. Die Tücke liegt etwas in den Optionen, insbesondere der Grösse. Denn FlippingBook skaliert und schneidet die Inhalte automatisch passend für die ausgewählte Grösse. Das hat Vor- und Nachteile. Wer den Experimentieraufwand nicht scheut, wird mit interessanten und sehr ansehnlichen Ergebnissen belohnt, zumal die Software verschiedene Layout-Optionen für die Verteilung der Bilder auf die Seiten anbietet. Damit lassen sich Bilder im Hoch- und Querformat in einem Portfolio mischen. Für die farbliche Gestaltung stehen eine Vielzahl an Optionen zur Verfügung. Eine Untermalung mit Sound ist nicht vorgesehen.
Beim Export erstellt auch FlippingBook einen Ordner, der eine “index.html” Datei enthält. Der ganze Ordner muss auf den Server geladen werden. Ein Embed in Webseiten ist nicht vorgesehen. Es muss vielmehr auf die Index-Datei im Ordner verlinkt werden. FlippingBook hat aus den Bildern einen Ordner mit 4,4 MB erstellt.
Anmerkung zum Testsystem: FlippingBook setzt Mac OS 10.5 voraus und läuft mit PPC und Intel. Die Nachfolgersoftware Photo Album setzt Mac OS 10.6 voraus und läuft nur noch mit Intel Prozessor.
-> Hier gehts zum mit FlippingBook erstellten Portfolio (neues Fenster)
-> Hier gehts zu den Screenshots von FlippingBook (neues Fenster)
Wenn es Fragen zu einem der Programme (oder zu mehreren) gibt, bitte in die Kommentare posten!
Viel Freunde mit den eigenen Portfolios!
Comments -> Facebook -> Twitter
Color Washer von The Plugin Site - Das Schweizer Taschenmesser für JPGs
Bei The Plugin Site aus Nürnberg gibt es ausgesuchte und exquisite Photoshop-Plugins. Besonders begeistert uns die Serie “PhotoWiz”, in welcher der Anbieter einige ausgesuchte Spezialplugins aus eigener Entwicklung anbietet. B/W-Styler und Contrast Master aus dieser Serie haben wir bereits getestet. Heute werfen wir einen Blick auf Color Washer.
Color Washer
Color Washer ist ein Schweizer Taschenmesser für JPGs.
Wie ist das zu verstehen?
Mit den DSLRs (und manchen Kompakten, z.B. der Leica D-Lux) gibt es die Möglichkeit in RAW zu fotografieren. Aber - Hand aufs Herz - wer hat immer die DSLR oder eine Luxuskompakte dabei? Oft reist eben nur eine kleine “Knipse” in der Jackentasche mit. Und da die verwendete Kamera in den allermeisten Fällen ohnehin so gut wie keine Rolle spielt, lassen sich auch damit richtig gute Motive einfangen. Nur sind die dann eben im JPG-Format.
Welche Rolle spielt das Aufnahmeformat?
Ziel des Fotografen ist es, das vor dem Betätigen des Auslösers visualisierte Bild zu schaffen. Das beinhaltet oft auch Nachbearbeitung. Wenn z.B. Schnee im Bild ist, was in den hiesigen Gefilden mindestens die Hälfte des Jahres regelmässig so ist, ist der Weissabgleich ein stetes Problem. Der Schnee ist gerne ziemlich blau. Das mag rein physikalisch sogar seine Richtigkeit haben. Im Bild aber stört es oft evident. Keine Problem mit RAW-Dateien. Hier lässt sich die Farbtemperatur komfortabel und praktisch ohne Qualitätsverlust korrigieren. Damit wird der Schnee dann weiss. Dasselbe gilt auch für Belichtungskorrektur und Detailbelichtungskorrektur.
Das Originalbild zur
Demonstration: Schnappschuss im Vorbeifahren mit
einer kleinen Kompaktkamera in aller Eile
aufgenommen. Denkbar ungünstige Lichtsituation.
Schneehügel von hinten mit direkter Sonne
beleuchtet. Reflektionen im Schnee neben dem
Hauptmotiv. Hauptmotiv voll im Schatten.
Weissabgleich und Farbstich. Kurz: Schnee viel zu
blau - Belichtung für den Schnee, also in den
Schatten viel zu dunkel.
Mit den JPG-Dateien aus einer einfachen
Kompaktkamera sind beide Operationen deutlich
komplizierter. Zwar lassen sich evtl.
Belichtungskorrekturen mit Photoshop durchführen.
Wenn es an den Weissabgleich und die Beseitigung
von Farbstichen geht, wird es mit den normalen
Bordmitteln aber oft schon kompliziert. Und genau
hier kommt der Color Washer ins Spiel.
Wie der Name schon verrät, “wäscht” der Color
Washer die Farben und korrigiert einen
fehlerhaften Weissabgleich und Farbstiche.
Ausserdem bietet das Plugin mehrere praktische
Funktionen für die - auch selektive -
Belichtungskorrektur (eine Art “D-Lightning” um
es in Nikon-Sprache zu sagen).
Das Plugin kommt aufgeräumt und übersichtlich
daher. Bereits die Autodetect-Einstellung liefert
zu 85% das gewünschte Ergebnis. Reicht das nicht
aus, gibt es weitere Einstellungen und einen
Expertenmodus, der eine Feinabstimmung
ermöglicht. Dasselbe gilt übrigens für die
Belichtungskorrektur.
Wir haben den Color Washer über die
zurückliegenden Monate als “Schweizer
Taschenmesser” für JPG-Dateien schätzen gelernt
und sprechen eine klare Empfehlung aus.
Color-Washer: So sieht die
aufgeräumte Oberfläche im „Easy Mode“ aus. Hier
mit geteilter Vorschauansicht.
Installation und
Kompatibilität
Die Installation ist völllig problemlos. Color
Washer gibt es in zwei unterschiedlichen
Versionen:
Eine Standalone-Version für Windows-Rechner (die
sich auch als externer Editor für Lightroom
nutzen lässt) und ein Photoshop-Plugin.
Und die Plugin-Version für Mac OS X und Windows,
die wir aus Gründen des einfacheren Workflows
empfehlen. Diese Version versteht sich mit einer
Vielzahl von Photoshop-Plugin kompatiblen
Host-Applikationen (genaue Liste gibt es auf der
Herstellerseite).
Die Vorschau
Besonders wichtig bei Plugins ist eine
komfortable und aussagekräftige Vorschau. Im
Vorschaufenster des Color Washers lässt sich
entweder das gesamte bearbeitete Bild oder nur
eine Ausschnittsvergrösserung anzeigen. Natürlich
gibt es auch eine “Split View” (mit verschiedenen
Aufteilungsoptionen). Dait sind Original und
bearbeitete Version gleichzeitig und
nebeneinander zu sehen.
Hier mittels Autodetect für
den Blaustich korrigiert. Die Korrektur trifft
die Lichtverhältnisse ziemlich genau. Mit
Feintuning könnte bei Bedarf noch etwas
nachjustiert werden.
Und hier zusätzlich noch
mit Belichtungskorrektur für die Aufhellung der
Schatten.
Fazit
Unserer Meinung nach ein “must have” für alle,
die es auch immer wieder mit JPGs aus der Kamera
zu tun haben. Einfach, bequem und schnell lassen
sich alle Probleme rund um einen fehlerhaften
Weissabgleich und Farbstiche sowie die
allermeisten Belichtungskorrekturen in den Griff
bekommen.
Und der Support des Herstellers ist sagenhaft:
Alle Anfragen wurden - sogar am Wochenende -
binnen weniger Stunden kompetent und erschöpfend
beantwortet. Ein wertvolles zusätzliches Plus.
Eine Demoversion kann hier beim Hersteller
angefordert werden.
Der Preis liegt bei USD 49,95. Ein echtes
Schnäppchen.
Zusammenfassende
Bewertung
Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5
(sehr gut):
Funktionalität: 5
Anwenderfreundlichkeit: 5
Geschwindigkeit: 4,5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5
Gesamtbewertung: 4,75
Unser Fazit: “Must have” für
JPG-Fotografen
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“The Power of Black & White in Lightroom, A Masterclass” von Piet Van den Eynde
In meiner Prognose zu den Fototrends für 2010 hatte ich im Dezember 2009 eine Renaissance der Schwarz/Weiss-Fotografie prognostiziert (“Motivbetont, Einfach, Künstlerisch, Gefühlsbetont”). Der Trend ist gelandet, wie Flickr und viele Blogs deutlich widerspiegeln. Und ich denke, dieser neue Trend steht erst an seinem Anfang und wird uns noch mindestens zwei bis drei Jahre begleiten.
Gerade deswegen freut es mich besonders, heute von der aktuellen Neuerscheinung in der Serie von Craft & Vison “The Power of Black & White in Lightroom, A Masterclass” von Piet Van den Eynde berichten zu dürfen.
Das imposante Buch von Piet Van den Eynde ist das
bislang umfangreichste bei Craft & Vision
erschienene Ebook und umfasst 200 Seiten. Der
Preis liegt trotzdem noch - wie bereits bisher -
bei 5 USD. Nach wie vor also nicht mehr als ein
guter Kaffee in einem guten Kaffeehaus.
Beeindruckend.
David DuChemin, der Herausgeber der Craft &
Vision Serie war wieder so freundlich, uns vorab
ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.
Das neue Werk richtet sich gezielt an alle
Lightroom-Anwender und führt durch fast alle
Aspekte der digitalen schwarz/weiss-Umwandlung
mit Hilfe von Lightroom. Ich verhehle hier nicht,
dass ich persönlich zwar Bibble bevorzuge. Aber
es dürte klar sein, dass Lightroom eine sehr
grosse Anwenderschaft und grosse Verbreitung hat.
In 10 Kapiteln führt Piet den Leser von den
Grundlagen (“Do’s and Dont’s”) bis in alle
Feinheiten der schwarz/weiss-Konversion mit
Lightroom. Das geht von den Bordwerkzeugen über
Prests bis hin zu Plugins von Drittanbietern.
Eingerahmt werden die einzelnen Erklärungen mit
jeder Menge beeindruckender Fotos.
Wie von Craft & Vision gewohnt, werden die
sehr gut nachvollziehbaren Erläuterungen zu den
einzelnen Methoden und Werkzeugen von “Case
Studies” abgerundet.
Fazit: Wieder ein klar
empfehlenswertes Ebook. Piet ist es gelungen,
praktische alle Aspekte digitaler
schwarz/weiss-Fotos mit Hilfe von Lightroom
abzudecken. Für alle an der digitalen
schwarz/weiss-Fotografie interessierten Anwender
von Lightroom geradezu ein “muss”.
Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision
üblich - als PDF und als iPad-App. Meine
Empfehlung ist - wie immer - die ausdruckbare
PDF-Version. Da dieses Ebook so umfangreich ist,
besteht der Download übrigens aus 4 einzelnen
Teilen, um die Downloadzeiten möglichst kurz zu
halten.
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es
wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 16. April 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit
Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen
Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie
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Craft & Vision folgen beim Checkout im
Warenkorb folgenden Promotion Code angeben:
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Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen,
erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes
BWLIGHT20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5
oder mehr Ebooks als PDF.
-> Hier geht es zu
Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung
exklusiv erhältlich.
“The Evocative Image” (“Das bewegende Bild”) von Andrew S. Gibson
“The Evocative Image” (“Das bewegende Bild”) von Andrew S. Gibson.
Wieder zuerst ein grosses Dankeschön an David
DuChemin, den Herausgeber der Craft & Vision
Serie. Er war wieder so freundlich, uns vorab ein
Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.
Der Autor des neuen Ebooks, Andrew S.
Gibson, ist uns bereits aufgrund seiner
- ebenfalls bei Craft & Vision erschienenen -
Trilogie “The Magic Of Black & White”
bekannt. Andrew ist als Fotograf und Autor
bekannt. Er schreibt u.a. für das EOS magazine
und Phototuts+. Fotografisch ist er auf Fine Art
spezialisiert.
Im neuen Ebook “The Evocative Image” wendet er
sich nun ausführlich einem Thema zu, das fast
alle Fotografen bewegen dürfte: Wie kann
ich meine Fähigkeiten verbessern, meine Gefühle
in meinen Bildern zum Ausdruck zu bringen. Er
erklärt Wege, Stimung und Atmosphäre (besser) zum
Asudruck zu bringen.
Anhand vieler Beispiele nimmt
Andrew den Leser auf 63 Seiten an die Hand und
geht dann Schritt für Schritt durch viele
Variationen des fotografischen Ausdruckes
(“Expression”). Das geht von der Interpretation
eines Motives, Lichtstimmungen (“Golden Hour”,
“Blue Hour”) über Low-Light, extreme Blendenwerte
und Teleobjektive bis hin zu sehr unüblichen und
inspirierenden Gedanken und Ansätzen.
Sehr positiv empfinde ich es, dass Andrew viele
praktische Übungen (“Creative
Exercise”) in das Buch einfliessen
lässt. Sie ermöglichen es dem interessierten
Leser, das Erlernte auch gleich praktisch
umzusetzen.
Fazit: Klare Empfehlung.
Andrew zeigt auf kreative und sehr angenehm zu
lesende Weise den Weg vom einfachen “Bilder
aufnehmen” zum “Bilder machen” im Sinne von
aktivem Gestalten auf.
Nebenbei: Wer das im Buch
Erlernte dann auch in der Praxis umsetzen und
vertiefen möchte, darf sich gerne bei uns für
einen Workshop melden. Es gibt noch
freie Plätze für den Sommer.
Das eBook gibt es - wie bei Craft & Vision
üblich - als PDF und als iPad-App. Meine
Empfehlung ist die ausdruckbare PDF-Version.
Das besonders charmante an den Craft & Vision
Ebooks ist übrigens nicht nur der hochwertige
Inhalt sondern das fast unschlagbare
Preis-/Leistungsverhältnis. Das Ebook
kostet wiederum nur 5 USD pro Stück (nach
heutigem Tageskurs etwa 3,64 Euro - weniger als
ein guter Kaffee oder Espresso im Bistro).
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es
wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 28. Februar 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit
Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen
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„Winter in the Canadian Rockies“ von Darwin Wiggett - Kurzrezension
„Winter in the Canadian Rockies“ von Darwin Wiggett .
David DuChemin, der
Herausgeber von Craft & Vision war wieder so
freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar
zukommen zu lassen.
Darwin Wiggett ist ein weltweit bekannter und
anerkannter Natur- und Landschaftsfotograf aus
Canada. Seine grosse fotografische Liebe gilt den
kanadischen Rockies. Und das ganz besonders in
der Wintersaison. Und in diese Landschaft und
Jahreszeit nimmt Darwin den Leser mit auf die
fotografische Workshopreise. Ein fotografischer
Winterzauber.
Das neue Buch setzt die The Print & The
Process Serie fort. Die Serie folgt einem
brillianten Konzept: Ausgehend von 50 Aufnahmen
wird der fotografische Entstehungsprozess von der
Aufnahme bis zum Print dargestellt. Ein Workshop
in Buchform, der auf 69 Seiten durch den
fotografischen Workflow führt. Der Preis des
Buches beträgt USD 5.
- Im ersten Teil des Buches - “The
Premise” - finden sich - nach einer kurzen
Einleitung - 50 ausgesucht inspirierende
Aufnahmen von grösstenteils überwältigender
Schönheit. Zu diesen Aufnahmen folgen im dritten
Abschnitt dann die Details der Entstehung und
Bearbeitung. Vielen Aufnahmen ist anzusehen, dass
sie mit grossem Einsatz und unter grossen Mühen
entstanden sein müssen.
- Im zweiten Teil - “The Process” - geht
Darwin auf grundlegende und wichtige Fragen der
Outdoorfotografie im Winter ein. Die Stichworte
lauten: Innere Einstellung; Vorbereitung
(Winterkleidung, Nichtfotografisches Equipment,
Fotografisches Equpiment, Kältespezifische
Fotoprobleme); Die Stimmung des Lichtes im
Winter; Abstraktion und Winter; Spezielle
Techniken.
Das Wetter in den hiesigen Breitengraden in
Lappland ist mit dem Wetter in den kanadischen
Rockies sehr gut vergleichbar und aus der
Lappland-Perspektive kann ich Darwins
Ausführungen nur voll und ganz zustimmen. In
Sachen Vorbereitung und Equipment (fotografisch
wie nicht-fotografisch) zeigt Darwin, dass er auf
profunde Erfahrung zurückgreifen kann und dass er
sich bei seinen Extremtouren stets auf der
sicheren Seite bewegt. Das finde ich sehr gut.
Und nur selten habe ich so gute Zeilen gerade
auch zu den Auswirkungen der Winterlandschaft auf
die Bildgestaltung gelesen. Wer sich ernsthaft
für das Fotografieren im Winter interessiert,
wird aus Darwins Texten einen grossen Nutzen
ziehen können.
- Im dritten Teil folgen dann
Anmerkungen zu jedem der im ersten Teil gezeigten
50 Aufnahmen. Darwin nennt Details zur
Entstehung, Komposition, Bildgestaltung und
technische Details. Ein Konzept, das mich in
dieser Form immer wieder begeistert, weil es
einem Workshop nahe kommt.
Fazit: Alle
Fotografinnen und Fotografen, die sich ernsthaft
für die Fotografie im Winter - mit allen ihren
Besonderheiten und Beschwernissen -
interessieren, werden aus dem Buch grossen Nutzen
ziehen können. Das Buch bekommt von mir auch
wieder eine klare Empfehlung. Und wer das im Buch
Erlernte dann auch in der Praxis umsetzen und
vertiefen möchte, darf sich gerne bei uns für
einen Winter-Workshop melden.
Das eBook gibt es - wie bei Craft & Vision
üblich - als PDF und als App für das iPad. Ich
präferiere und empfehle die ausdruckbare
PDF-Version.
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es
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Foto-Futter 1/2011 - Input und Know-How rund um die Fotografie
• An erster Stelle ein Praxistipp: Der Kamera- und Equipment-TÜV zum Jahresbeginn
Nicht nur Autos sollten regelmässig zur Kontrolle. Das gilt auch für die Fotoausrüstung. Ich empfehle das für den Jahresanfang. Das ist ein guter und fester Zeitpunkt. Was sollte kontrolliert werden?
- Trageriemen und Handschlaufen: Ist irgend etwas ausgefranst oder durchgescheuert? Sitzen alle Klemm- und Klettverschlüsse noch fest? Nichts ist ärgerlicher, als eine zu Boden gehende Kamera mit Linse.
- Akkus: Haben alle Akkus noch eine gute Kapazität? Falls nein: Rechtzeitig austauschen. Wer über ebay, o.ä. einkauft bekommt bei vielen Verkäufern Mangenrabatt oder Kombipreise.
- Speicherkarten: Ich rate ja grundsätzlich, eine Speicherkarte nach jedem Überspielen der Fotos auf den Computer neu zu formtieren. Wer das nicht tut, sollte es jetzt tun. Natürlich bitte vorher die noch nicht gesicherten Aufnahmen auf den Rechner überspielen.
- Objektive / Linsen: Alle kritisch prüfen und durchchecken. Gegebenenfalls reinigen (Tipp dazu z.B. hier).
- Kamerataschen: Zubehör in allen Kamerataschen kontrollieren und gegebenenfalls nachfüllen. Oft verschwinden im Laufe des Jahres die seltener genutzten Dinge, wie z. B. Graukarten.
• Finger weg von Stockfotos!
Zack Arias hat in seinem Blog einen sehr lesenswerten und nachdenklich machenden Beitrag veröffentlicht. Er beschreibt treffend und sehr nüchtern die Marktmechanismen rund um die Stockfotografie. Und ich finde, seine Argumentationen treffen genau ins Schwarze. Stock ist nämlich i. d. R. für Fotografen und Kunden schlecht.
Denn: Stock ist im Regelfalle nicht billiger und darüber hinaus oft schädlich für den Anwender. Oder wollten Sie Ihre Werbung mit Fotos schmücken, die etliche andere auch lizenziert haben und die damit ein sehr fragliches Licht auf Sie werfen könnten? Das deckt sich übrigens auch exakt mit den Erkenntnissen aus der Nielsen-Studie “Photos as Web Content”, über die ich neulich hier berichtet hatte.
Jakob Nielsen war in seiner Studie zu dem folgenden Schluss gelangt: “Webseiten-Besucher achten sehr auf Fotos und andere Bilder, die relevante Information enthalten. Sie ignorieren aber nichtssagende Bilder, die eine Seite nur als Füller “aufpeppen” sollen.” Im Klartext: Finger weg von Stock-Fotos, denn diese sind meistens nur reine “Füller”. Solche Füller sollten unbedingt weg gelassen werden. Stattdessen lieber in reale Fotos investieren. Es zahlt sich aus.
• Zehn Dinge, die vermutlich bald aussterben werden!
Unter diesem charmenten Titel hat die Welt-Online einen äusserst lesenswerten Artikel veröffentlicht, der in einigen Punkten die Fotografie streift. Es geht nämlich u.a. um Postkarten und Papierbilder.
Einer der Schlüsselsätze lautet z.B.: “Etwa seit Mitte der Nullerjahre sind viele Reisen und private Ereignisse nur noch auf Chipkarten und in Computern gespeichert. Wehe den Babys, die 2010 geboren wurden – ist ihre Kindheit nach einem PC-Absturz komplett ausgelöscht?”
Fotografinnen und Fotografen: Zieht die Schlüsse aus diesen Überlegungen und handelt dementsprechend!
• 6 Predictions for Social Networks in 2011
Auf Mashable gibt es einen interessanten Beitrag mit “6 Predictions for Social Networks in 2011”. Aus fotografischer Sicht ist besonders die Nummer 6 “The Social Networking Trend of 2011: Mobile Photos” interessant. Bitte lesen, denn hier ändern sich die Rahmenbedingungen gerade im Rekordtempo tiefgreifend!
• Schatzgrube für Street-Photography
Schliesslich noch ein Schmankerl für alle Liebhaber der Street-Photography: Die Website von Eric Kim. Eine Fundgrube. Das Verweilen auf der Seite lohnt sich. Schätze sind zu bergen!
Wünsche allerseits einen guten Start in die neue, erste Woche des Jahres 2011!
„Winter
shapes“
Neues Ebook: Light & Land von Michael Frye
Es ist immer eine grosse Freunde, wenn in der
Serie Craft & Vision ein neues Ebook
erscheint. Denn an der eigenen fotografischen
Vision und den Fähigkeiten zur Umsetzung
derselben zu arbeiten ist für mich das
Wichtigste. Es geht - und das sei auch in der
Vorweihnachtszeit deutlich gesagt - nicht um
kostspieliges neues technisches “Spielzeug”. Fünf
Dollar (was nach heutigem Tageskurs 3,77 Euro
entspricht) in ein Ebook zu inbestieren das Dir
hilft, Deine fotografischen Fähigkeiten zu
erweitern ist allemal besser und wertvoller, als
1.000 Euro in eine neue Linse zu stecken deren
Fähigkeiten Du nicht ausnutzen kannst (weil Dir
die Basics fehlen).
Ein grosses Danke geht wieder an David DuChemin
und sein Craft & Vision Verlagshaus für das
uns zur Verfügung gestellte
Vorab-Rezensionsexemplar.
Das voraus geschickt ist es mir eine grosse
Freude “Light & Land” von Michael Frye heute
vorstellen zu dürfen. Michael ist ein begnadeter
Landschaftsfotograf, der in der Schule von Ansel
Adams steht und diese konsequent weiter
entwickelt hat.
In “Light & Land” nimmer er den Leser auf 36
Doppelseiten (= 72 Seiten) an der Hand und führt
uns durch seine Überlegungen zum
Erschaffen richtig guter
Landschaftsaufnahmen.
Von den Grundüberlegungen kommend geht er sehr
detailliert auf seinen Workflow ein und gibt
Einblick in die wichtigen Schritte der
Nachbearbeitung von Landschaftsaufnahmen. Anhand
von fünf Aufnahmen zeigt er ausführlich und
detailliert („step-by-step“) seinen Workflow und
alle Details der Nachbearbeitung auf.
Die Darstellungen und Erklärungen erfolgen anhand
von Lightroom. Die dargestellten und verwendeten
Werkzeuge finden sich aber in allen einschlägigen
Bildbearbeitungsprogrammen (z. B. Photoshop,
Bibble, usw.).
Allen Fotografen, die an ernsthafter
Landschaftsfotografie interessiert sind, kann ich
das Buch nur wärmstens empfehlen. Und mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hilft
Dir dieses Buch um einiges mehr weiter, als eine
neue Linse oder ein neues Kameragehäuse!
Prädikat: Sehr
empfehlenswert!
ZEITLICH BEGRENZTE SONDERAKTION ZUM NEUEN
EBOOK
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es auch
wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 19. November, 23 Uhr 59 (Ortszeit
Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen
Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie
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LAND4
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mehr Ebooks als PDF.
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Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung
exklusiv erhältlich.
Im Test: Contrast Master von The Plugin Site
Der Hersteller: The Plugin Site
Die kleine deutsche Softwareschmiede The Plugin Site ist eine Oase für ausgesuchte und exquisite Photoshop-Plugins (genau genommen nicht nur für Photoshop - aber dazu später mehr). In der Serie “PhotoWiz” hat der Anbieter einige ausgesuchte Spezialplugins aus eigener Entwicklung im Angebot, die es in sich haben. Vor einiger Zeit hatten wir bereits den B/W-Styler aus dieser Serie mit grosser Begeisterung getestet.
Contrast Master im Überblick
Diesmal nehmen wir “Contrast Master” genauer unter die Lupe. Bereits der Name lässt vermuten, dass es hier um den Kontrast geht. Das stimmt. Contrast Master kann aber noch viel mehr.
Das Plugin ist sehr mächtig und umfangreich. Sich in die Bedienung der verschiedenen Modi (je nach Zählung mindestens 4) einzuarbeiten, erfordert einige Zeit. Der erste und wichtigste Tipp für alle Anwender ist daher: Geduld und Experimentierfreude sind gefragt. Und vorab das sehr gute und ausführliche Handbuch zumindest einmal gründlich zu überfliegen, ist ratsam.
Eine Demoversion von Contrast Master kann übrigens bei The Plugin Site hier angefordert werden.
Um diesen Blogeintrag nicht mit Bildern zu überfachten, gibt es - wie gewohnt - eine separate Bildergalerie zum Testbericht.
Installation und Kompatibilität
Die Installation ist völllig problemlos. Contrast Master kommt - jeweils für Mac OS X und Windows - in unterschiedlichen Versionen daher: Es gibt eine Standalone-Version, und auch Plugins für Lightroom und Photoshop. Die Lightroom-Version läuft ab Lightroom Version 1.
Die Photoshop-Version versteht sich mit einer Vielzahl von Host-Applikationen (und ich war selbst sehr verwundert über die lange Liste, in der sich Programme finden, die mir bislang noch nicht über den Weg gelaufen sind):
Mac OS X:
Adobe Photoshop (Version 7 or higher)
Adobe ImageReady (Version 7 or higher)
Adobe Photoshop Elements (Version 2 or higher)
Adobe Illustrator (Version 10 or higher)
ACDSystems Canvas (Version X or higher)
Computerinsel Photoline 32 (Version 11.52 or higher)
Corel Painter (Version 9 or higher)
LemkeSoft GraphicConverter (Version 5.7 or higher)
Macromedia Fireworks (Version 7 (MX 2004) or higher)
Windows 64-bit:
Adobe Photoshop 64-bit (Version CS4 or higher)
Computerinsel Photoline 64 (Version 16 or higher)
Windows 32-bit:
Adobe Photoshop (Version 3 or higher)
Adobe Photoshop Elements
Adobe PhotoDeluxe
Adobe After Effects (Version 4.1, 5.0 and 5.5, but not animatable)
Adobe Illustrator (Version 7 or higher)
Adobe ImageReady (Version 2 or higher)
ACD Photo Canvas (Version 2 or higher) (Delivered with some editions of ACDSee)
ACD Photo Editor (Version 3 or higher) (Delivered with some editions of ACDSee)
ACD Canvas X
albelli photo book creator (Freeware from http://www.albelli.co.uk/)
Arcadia PhotoPerfect (Version 2.9 or higher)
Aurora Borealis Mandala Painter (Version 3 or higher)
CADlink SignLab (Version 5 or higher)
CDH Image Explorer Pro (Version 4 or higher)
Computerinsel Photoline 32 (Version 5 or higher)
Corel Draw (Version 9 or higher)
Corel Paint Shop Pro (Version 10 or higher)
Corel PhotoPaint (Version 9 or higher)
Corel Bryce (Version 4 or higher)
Corel/Metacreations Painter (Version 6 or higher)
Deneba Canvas (Version 6 or higher)
Discreet Combustion (Version 2 or higher, but not animatable and preview is blueish)
Equilibrium DeBabelizer Pro (Version 4.5 or higher)
GIMP (Version 1.2.4 or higher with the PSPI plugin) (Preview doesn't work correctly and may crash if you scroll it too often)
Helicon Filter (Version 4.2 or higher)
Image Analyzer (with the 8bf Interface plugin) (Freeware from http://meesoft.logicnet.dk/)
imageN (Freeware from www.pixoid.com)
IrfanView (Version 3.85 or higher, Freeware from www.irfanview.com)
Jasc Paint Shop Pro (Version 4.12 or higher)
KnowledgeAdventure HyperStudio (Version 4.2 or higher)
Macromedia Freehand (Version 7 or higher)
Macromedia Fireworks (Version 2 or higher, but transparency isn't correctly displayed in the preview)
Magix Xtreme Photo Designer (Version 6 or higher, but applying the plugin to a selection or object causes problems and sometimes random crashes occur, Freeware from http://www.magix.com/us/free-downloads/free-software/xtreme-photo-designer/)
Mediachance PhotoBrush
Megalux Ultimate Paint (Version 2 or higher)
Megalux Ultimate FX (Freeware that is not developed anymore)
Microfrontier Digital Darkroom (Version 1.2 or higher)
Micrografx Picture Publisher (Version 8 or higher, but the preview zoom won't work)
Microsoft Image Composer (Version 1.5 or higher, but dragging the preview isn't possible)
Microsoft PhotoDraw 2000
Microsoft Picture It! Digital Image Pro (Version 7 or higher, but a 100% zoom may not work correctly and Cancel sometimes produces a crash)
Newave Chaos Fx: Twilight'76 (Version 1.2 or higher)
New World Focus PhotoEditor (Version 4 or higher)
19th Parallel Sagelight (Version 3 or higher)
Photobie Design Studio (Version 1.8 or higher) (Freeware from www.photobie.com)
Picmaster (Version 1.25 or higher)
Plugin Commander Pro (Version 1.5 or higher)
PluginMaster
PhotoFiltre Studio (Version 7 or higher)
RealWorld Paint.com (Version 2008.1 or higher) (Freeware from www.rw-designer.com)
QFX / QFX LE (Version 7 or higher)
Right Hemisphere Deep Paint
Satori PhotoXL (Version 2.29 or higher)
Serif PhotoPlus (Version 6 or higher) (Freeware from www.zdnet.com)
SigmaPi Pixopedia 24 (Version 1.0.5 or higher)
SigmaPi NiGulp (Version 1.5 or higher) (Freeware from http://www.sigmapi-design.com/freeware.htm)
Stoik PictureMan Pro (Version 5 or higher)
ThinkTank Ameri-Imager (Version 2 or higher)
Ulead Gif Animator (Version 4 or higher)
Ulead PhotoImpact (Version 4 or higher)
VCW Vicman's Photo Editor (Version 6.9 or higher, but preview dragging causes crash) (Freeware from www.photo-editor.net)
WebSuperGoo Achroma
Xara X
XnView (Version 1.70 or higher) (Freeware from www.xnview.com)
Zoner Photo Studio (Version 9 or higher)
Verwendete Testsysteme
G4 Mac und G5 Mac, Mac OS X 10.5.8, Photoshop Elements 8, Photoshop CS 3
Details
Contrast Master wird - wie die meisten andern Photoshop-PlugIns auch - über das “Filter” Menü aufgerufen. Dort findet sich nach der Installation ein Unterpunkt “Photo Wiz” unter dem sich Contrast Master aufrufen lässt. Contrast Master arbeitet übrigens ausschliesslich mit Bildern im RGB Farbmodus.
Das Plugin lässt sich in den Preferences auf Deutsch oder Englisch einstellen. Wird dort der Reiter “Hilfe” ausgewählt, werden zu fast allen Einstellungsmöglichkeiten sehr gute und verständliche (“kontextsensitive”) Hilfetexte angezeigt.
Contrast Master kann - aufgrund der vielen vorhandenen Optionen - für eine Fülle von Bildbearbeitungen eingesetzt werden, z. B.
- Alle Arten von Kontrastveränderungen
- Lichter-/Schattenveränderungen
- Schärfen
- HDR-ähnliche Effekte
- Schwarz/weiss-Umwandlung (Desaturation)
- Surreale Manipulationen
Kontrast-Tools
Für die klassischen Kontrastveränderungen bietet Contrast Master 3 verschiedene Filter an (Dynamisch, Adaptiv und Lokal). Jeder Filter bietet eine Fülle unterschiedlicher Parameter. Die Filter lassen sich auch untereinander beliebig kombinieren. Das führt zu beinahe unbegrenzten Möglichkeiten, aber eben auch zu einer ganz erheblichen Einarbeitungszeit.
Der adaptive Filter ist übrigens ein Novum auf dem Markt. Der dahinter liegende Algorithmus ist eine komplexe Neuentwicklung. Der adaptive Filter benötigt mehr Zeit bei der Anwendung auf grössere Bilder, führt aber zu sehr reizvollen Ergebnissen.
Der dynamische Filter kann sehr gut eingesetzt werden, um HDR-ähnliche Effekte zu erzielen. Klassiker dafür sind Szenen mit bewölktem Himmel. Ein einfaches Beispiel ist z. B. hier zu finden.
Wie vorgehen?
Für den Einstieg bietet sich der Anfängermodus an. Hier wird zu den verschiedenen Filterarten jeweils nur die Intensität angegeben. Im Anfängermodus können keine weiteren Parameter eingestellt werden. Das hilft, für die unterschiedlichen Filter Verständnis zu entwickeln.
Ist die grundsätzliche Wirkungsweise der einzelnen Filter einmal verstanden, kann dann für die Detailarbeit in die Spezialmodi gewechselt werden. Für jeden Filter gibt es zusätzlich einen eigenen Spezialmodus mit einer Unzahl an Parametern. Schliesslich gibt es darüber hinaus noch einen Expertenmodus, in dem die Einstellungen aus den Spezial-Einzelmodi “gemischt” werden können.
Wir haben Contrast Master über einen Zeitraum von ungefähr 4 Monaten im Einsatz getestet und sind selbst immer wieder überrascht worden, welche Effekte sich “zaubern” lassen. Sind einmal gefällige Einstellungen gefunden, können diese als Preset abgespeichert werden. Es sei aber nochmals betont, dass Contrast Master eine lange Einarbeitungszeit benötigt (was sich dann aber vielfach rechnet).
Die Vorschau
Die Vorschau ist durchdacht und smart. Auf der linken Seite des PlugIn-Fensters findet sich die Vorschau. Dort lässt sich entweder das gesamte bearbeitete Bild oder nur eine Ausschnittsvergrösserung anzeigen. Gelungen ist das “Split View” (mit verschiedenen Optionen), das die Vorschau so aufteilt, dass Original und bearbeitete Version gleichzeitig zu sehen sind.
Um den Überblick bei den vielen Optionen und Möglichkeiten nicht zu verlieren, bietet Contrast Master gleichzeitig 3 unabhängige Vorschauen, zwischen denen gewechselt werden kann. Damit lassen sich verschiedene Einstellungen gleichzeitig und parallel optimieren und miteinander vergleichen.
Fazit
Mit dem Contrast Master ist dem Team der Plug In Site ein wirklich grosser Wurf gelungen.
Nach der Einarbeitungsphase lassen sich mit dem Plugin eine Vielzahl an Effekten erzielen, die weit über den eigentlichen Kernbereich des Plugins hinausgehen. Und im reinen Kontrastbereich bietet Contrast Master selbstverständlich alles, was das Herz begehrt.
Überzeugt hat uns auch der Support des Herstellers. Alle Anfragen wurden - sogar am Wochenende - binnen weniger Stunden kompetent und erschöpfend beantwortet. Ein wertvolles zusätzliches Plus.
Mit einem Preis von USD 69,95 ist das PlugIn - im Vergleich zu anderen Lösungen - zudem sehr günstig.
-> Screenshots und illustrative Beispiele finden sich in der Galerie zum Testbericht.
Zusammenfassende Bewertung
Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut):
Funktionalität: 5
Anwenderfreundlichkeit: 4
Geschwindigkeit: 4,5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5
Gesamtbewertung: 4,75
Unser Fazit: “Must have”
Neues Ebook: David DuChemin - The Vision Driven Photographer
David DuChemin -
allseits bekannter Humanitarian- und
Travel-Photographer aus Kanada - hat diese Woche
sein neuestes Ebook unter dem Titel “The
Vision Driven Photographer - Notes on Discovering
& Refining Your Vision” vorgestellt.
Ein grosses Danke an David und sein Craft &
Vision Verlagshaus für das uns zur Verfügung
gestellte Vorab-Rezensionsexemplar.
Davids neuestes Buch greift - quasi
zusammenfassend - das Thema Vision nochmals auf.
Mit seinem Slogan “Gear is good - Vision is
better” hatte David seinerzeit zum Kampf gegen
die Technikverliebtheit und hin zum Ausdruck der
eigenen fotografischen Vision aufgerufen. Das
jetzt vorliegende Ebook rundet seine Philosophie
zum Thema Vision ab.
Im ersten Teil des Buches hebt David anschaulich
und mit vielen guten Beispielen und Bildern die
Wichtigkeit der Bedeutung einer eigenen Vision
als Basis für den eigenen Stil hervor. Spannend
ist der Weg, den er einschlägt, denn nach der
Vision kommt der letzte (und wichtigste) Schritt:
Der Ausdruck (“expression”).
Im zweiten Teil zeigt er - verbunden mit einigen
sehr guten “creative exercises” - den Weg auf,
die eigene Vision zu entdecken und zu verfeinern.
Ein wirklich hilfreiches Buch, das den Fokus auf
das Eigentliche in der Fotografie zurückwirft.
In Kurzform: “Sei Du selbst, finde
Deine Vision, lerne sie umzusetzen und
auszudrücken”.
Prädikat: Sehr empfehlenswert!
ZEITLICH BEGRENZTE SONDERAKTION ZUM NEUEN
EBOOK:
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es auch
wieder eine Sonderaktion zum Buch
- Bis zum 28. November, 23 Uhr 59 (Ortszeit
Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen
Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie
diesem Link zu
Craft & Vision folgen beim Checkout im
Warenkorb folgenden Promotion Code angeben:
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Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen,
erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes
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oder mehr Ebooks als PDF.
-> Hier geht es zu
Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung
exklusiv erhältlich.
Rezension: Close To Home von Stuart Sipahigil
Vor der eigenen Haustür - Ein fotografisches Wahrnehmungstraining in der Form eines Workshop-in-a-Book. So kann der Inhalt des neuen Ebooks kurz und bündig zusammen gefasst werden.
Wieder ist in der
Serie Craft & Vision, die von dem bekannten
kanadischen Fotografen David DuChemin heraus
gegeben wird, ein neues Ebook erschienen.
Craft & Vision hat es sich bekanntlich zum
Ziel gesetzt, die Leser bei der Entwicklung ihrer
fotografischen Vision, ihrer Kenntnisse und
Fertigkeiten zu unterstützen. Und das nicht durch
den Kauf neuen fotografischen „Spielzeugs“ in
Form von verlockenden Kameras und Objektiven,
sondern in der Form von universellem Know-How.
Das neue Buch geht auf eine Frage zurück, die an
David DuChemin vor nicht allzu langer Zeit in
einem Kommentar auf seinem Blog gerichtet war:
“Dort wo ich lebe, ist alles so
gewöhnlich verglichen mit anderen Teilen der
Welt. Was kann ich tun, um etwas Eigenständiges,
das das sich unterscheidet, zu schaffen?”
Eine sehr gute Frage, die vielleicht auch manchem
Leser hier im Blog vertraut vorkommt. Das alte
Motto “Das Gras auf der anderen Seite des Zaunes
ist immer grüner, als auf meiner Seite” schlägt
oft erbarmungslos zu.
Und genau hier setzt das neue Ebook an.
Es ist ein Inspirationsbuch.
Das fängt damit an, dass fast alle der im Buch
gezeigten Bilder im Umkreis von 5 Meilen um den
Wohnort des Autors im fotografisch vermeintlich
so unattraktiven Indiana entstanden sind.
Sehr positiv fällt auch auf, dass die im Buch
enthaltenen Bilder mit allen möglichen Kameras -
darunter auch einigen Point-and-Shoots -
aufgenommen worden sind. Bekanntlich spielt die
verwendete Kameratechnik eine sehr untergeordnete
Rolle (auch wenn die “kleine Stimme” im Ohr uns
immer wieder etwas anderes glauben machen will).
Um es - ohne alle inhaltlichen Details hier zu
schildern - ganz offen zu sagen: Das Werk
wird seinem Anspruch mehr als gerecht und
eröffnet auf 38 Seiten neue Sichtweisen auf das
für einen selbst eigentlich “Gewöhnliche” und
“Gewohnte”.
Kurz: Ein
fotografisches Wahrnehmungstraining in der Form
eines Workshop-in-a-Book zum Preis eines
Cappucinos (5 USD entsprechen nach dem heutigen
Wechselkurs gerade einmal 3,62 EUR).
Prädikat: Sehr
empfehlenswert!
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es
wieder eine Sonderaktion zum Buch:
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„Journey Through Java“ von Mitchell Kanashkevich in der The Print & The Process Series erschienen
„Journey Through Java“ von Mitchell Kanashkevich.
David duChemin, der Verleger von Craft & Vision war wieder so freundlich, uns vor einer Woche vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.
Das neue Buch setzt die The Print & The
Process Serie fort. In diser Serie geht es darum,
den fotografischen Entstehungsprozess von der
Aufnahme bis zum Print darzustellen. Ein geniales
Konzept, das einem Workshop durch den
fotografischen Workflow sehr nahe steht. Mit
einem grossen Vorteil allerdings: In den Ebooks
der The Print & The Process Serie wird
jeweils auf den gesamten Workflow eingegangen.
Das ist in klassischen Präsenz-Workshops mitunter
nicht ganz so einfach.
Der Autor des neuen Werkes, Mitchell
Kanashkevich, ist als Travel-Photographer in der
Welt unterwegs und hat sich verschwindenden
Kulturen und Lebensbedingungen verschrieben. In
“Journey through Java” geht es um eine
fotografische Reise nach Java, Indonesien.
Das Buch folgt dem bewährten und durchdachten,
dreigeteilten Konzept der The Print & The
Process Serie.
- Im ersten Teil folgt - nach einer kurzen
Einleitung - eine Präsentation traumhaft schöner
und sehr inspirierender Fotos. Anhand dieser
Aufnahmen gehts dann später in die Details der
Entstehung und Weiterverarbeitung. Bei vielen
Fotos fragt sich der Leser, wie sie wohl
entstanden sein mögen.
- Im zweiten Teil folgt dann ein Abschnitt zu
Fragen der Vorbereitung, Recherche, Planung und
Fragen zum mitgenommenen und eingesetzten
Equipment. Sehr charmant finde ich die Frage der
Transportmittel gelöst. Mitchell, der gemeinsam
mit seiner Frau gereist ist, hat ein Motorrad
gemietet. Das hat ihm auch für seine
fotografische Arbeit Vorteile geboten,
andererseits eine grosse Beschränkung beim
Equipment abverlangt. Sehr spannend.
- Im dritten Teil folgen dann Anmerkungen zu
jedem der im ersten Teil gezeigten Aufnahmen.
Hier geht Mitchell auf das Making, seine
Überlegungen, Gedanken und technische Aspekte
ein. Das ist der Clou bei den Büchern aus der The
Print & The Process Serie!
Für mich ist auch dieses neue Buch in der Serie
sehr gut und hilfreich. Deswegen gibt es von mir
auch wieder eine ganz klare Empfehlung für alle
Fotografinnen und Fotografen, die sowohl ihre
fotografische Vision, wie auch ihre
fotografisch-handwerklichen Fähigkeiten erweitern
möchten.
Das eBook gibt es - wie bei Craft & Vision
üblich - als PDF und als App für das iPad. Ich
präferiere ürbigens die PDF-Version.
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es
auch wieder eine Sonderaktion zum Buch:
- Bis zum 3. Oktober, 23 Uhr 59 (Ortszeit
Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen
Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie
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Rezension: "Iceland - A monograph" von David duChemin
Ganz aktuell: Heute erscheint das neue eBook von David duChemin in der Craft & Vision Serie. David war so freundlich, mir vor einer Woche vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.
Beginnen wir mit dem Autor:
David duChemin. Als Fotograf reist David
normalerweise als Humanitarian Photographer für
viele Hilfsorganisationen durch die südlichen
Gefilde der Welt. Er verbindet in seiner Person
Werte und Integrität mit traumhafter Fotografie.
Sein Thema lautet “Vision” und sein Motto “Craft
is good - Vision is better”. Kurz gesagt: Es geht
ihm um Fotos, die etwas ausdrücken (im Gegegnsatz
zu rein technisch perfekten Fotos ohne jede
Aussage). Diese Philosophie durchzieht seine
Arbeit als Fotograf ebenso wie seine
eBooks.
Zu Davids neuem eBook: “Iceland
- A monograph” handelt vom jüngsten
fotografischen Reiseabenteuer Davids. Um seine
Vision und seine handwerklichen Fähigkeiten zu
erweitern, stellt er sich ein- bis zweimal im
Jahr fotografischen Herausforderungen abseits
seiner normalen Tätigkeit als Humanitarian
Photographer (sog. “self assignment”; Aufträge
für sich selbst als Auftraggeber). Etwas, das ich
auch vorbehaltlos empfehle.
Im Buch geht es um fotografische
Herausforderungen in Island. Und Island ist
bekanntlich ein Landstrich, der mit dem hiesigen
die polare Nähe (und viele daraus folgende
Herausforderungen) teilt.
Das im angenehmen Querfomat gehaltene Buch ist
sehr umfangreich und besteht aus drei
Teilen.
- In einer längeren Einführung geht David
auf Fragen der Tourplanung und allgemeine Fragen
zum Equipment auf solchen Touren ein. Keine
unwichtigen Fragen, war David doch - fernab von
Hotels und den “üblichen Plätzen” - 2 Wochen mit
Geländewagen und Zelt “outdoor” in Island
unterwegs.
- Im zweiten Teil folgt eine erlesene
Sammlung traumhaft schöner und sehr
inspirierender Fotos. Und der geneigte Leser
fragt sich hier bei sehr vielen Fotos, wie diese
wohl entstanden sein mögen. Die allermeisten
Aufnahmen würde ich ohne Zögern als Canvas an die
heimischen Wände hängen.
- Der Clou folgt im dritten Teil. Hier
geht David zu jedem einzelnen Foto auf seine
Herangehensweise, Gedanken, Gefühle und
technische Aspekte der Aufnahme ein. Ein
“Workshop in a book”. Dabei geht es z.B. um
Fragen zur Komposition und zum Bildaufbau. Ein
andermal um ganz praktische Probleme, z.B. eine
gute Position in einem Lavafeld zu finden und das
Stativ stabil aufzustellen. Bei anderen Aufnahmen
geht es um handwerklich-technische Fragen der
Handhabung von Objektiven und Filtern, usw. Kurz
gesagt: Eine Fülle von wertvollen
Hintergrundinformationen und Einsichten.
Ich empfinde das dreigeteilte Konzept als sehr
gut und hilfreich. Und besonders die
ausführlichen “behind the scnenes” Kommentare und
Ausführungen zu jeder Aufnahme sind eine wahre
Schatzgrube.
Meine Bewertung: Von mir eine
ganz klare Empfehlung für alle Fotografinnen und
Fotografen, die sowohl ihre fotografische Vision,
als auch ihre fotografisch-handwerklichen
Fähigkeiten erweitern möchten.
Das eBook gibt es als PDF und als App für das
iPad. Als haptischer Typ ziehe ich die
PDF-Version vor, denn die lässt sich problemlos
ausdrucken (obwohl die Fotos im Buch auf dem iPad
natürlich besonders sagenhaft wirken).
Für die Leser des Lapplandblogs gibt es
auch wieder eine
Sonderaktion
zum Buch:
- Bis zum 12. September, 23 Uhr 59 (Ortszeit
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Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie
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Craft & Vison, wo es die Neuerscheinung
exklusiv gibt
Im Test: B/W-Styler
Vorab: Den
beinahe schon “Glaubenskrieg”, ob man denn
seriöse Schwarz-Weiss-Fotografie überhaupt
digital betreiben könne, will ich hier nicht
führen. Und um allen Diskussionen gleich
vorzubeugen: In meiner beruflich genutzten
Mittelformatkamera und in der guten alten FM sind
hauptsächlich Ilford FP4. Damit das vorab
klargestellt ist :)
Aber seit geraumer Zeit beschäftigt mich das
Thema Schwarz-Weiss und digital trotzdem sehr.
Ist eben doch sehr praktisch, auch im
Schwarz-Weiss-Bereich auf den digitalen Workflow
mit all seinen Möglichkeiten zurück greifen zu
können. Also ging ich auf die Suche nach einem
Tool, das sich gut in den vorhandenen Workflow
einbinden lässt.
Natürlich lässt sich sehr viel unmittelbar direkt
in Photoshop machen. Schöner ist es jedoch, ein
Plug-In mit umfassenden Schwarz-Weiss
Funktionalitäten zu haben. So eine Art
“Dunkelkammer”-Plugin. Also ging ich auf die
Suche. Und nachdem ich etliche Sachen
durchprobiert hatte, bin ich schliesslich fündig
geworden. B/W-Styler heisst das
kleine Schwarz-Weiss-Wunderwerk, das ich Ihnen
in diesem Testbericht vorstellen will.
Nachdem ich den Blogeintrag nicht
mit Bildern überfachten will, gibt es - wie
gewohnt - eine separate Bildergalerie zum
Testbericht hier.
Verwendetes Testsystem
Mac PowerBook G4 1.5 GHz, 1.25 GB RAM, Mac OS X
10.5.7, Photoshop 7, Photoshop Elements 6,
GraphicConverter 6.4
Installation und Kompatibilität
Die Installation ist völllig problemlos. Das
PlugIn kommt in 3 verschiedenen Versionen - je
nach verwendetem System und Host-Applikation. Mit
dem hervorragenden Handbuch geschmeidig und
problemlos.
Sehr erfreulich ist, dass das PlugIn mit einer
Vielzahl von Host-Applikationen kompatibel ist.
Unter Mac OS X sind das Adobe Photoshop (ab
Version 7), Adobe ImageReady (ab Version
7), Adobe Photoshop Elements (ab Version 2),
Adobe Illustrator (ab Version 10), ACDSystems
Canvas (ab Version X), CiEBV Photoline 32 (ab
Version 11.52), Corel Painter (ab Version 9),
LemkeSoft GraphicConverter (ab Version 5.7) und
Macromedia Fireworks (ab Version 7 (MX 2004)).
Unter Windows ist die Liste der tauglichen
Host-Applikationen derartig umfangreich, dass ich
Ihnen die 50 (!) Applikationen lange Liste im
Detail erspare.
Eine Demoversion lässt sich auf der
Homepage des PlugIns
herunterladen.
Überblick
B/W-Styler wird - wie andere PlugIns - auch über
das “Filter” Menü aufgerufen. Dort findet sich
nach der Installation ein Unterpunkt “Photo Wiz”
unter dem sich B/W-Styler finden und aufrufen
lässt.
B/W-Styler arbeitet mit Bildern im 8- oder 16-Bit
Modus. Soll er auf Bilder mit einer anderen
Farbtiefe (z. B. ein vorhandes Graustufenbild)
angewendet werden, muss dieses zunächst in ein
RGB mit 8- oder 16-Bit umgewandelt werden. Vom
Hersteller wird empfohlen, grundsätzlich im
16-Bit odus zu arbeiten, weil so die besten
Resultate erzielt werden können.
Die verschiedenen Modi
Bitte jetzt nicht erschrecken, denn B/W-Styler
ist ein sehr mächtiges Tool. Er bietet
insgesamt 18 Anwendungsmodi, die in die Bereiche
“Fotografiemodus”, “Schnellmodus” und
“Expertenodus” unterteilt sind. Wie die
Bezeichnungen ahnen lassen, eignet sich die
Gestaltung des Fotografiemodus von den
Einstellungsmöglichkeiten her am besten für
Fotografen. Zusätzlich gibt es noch 15
“Schnellmodi” für ausgewählte Bearbeitungen.
Für meinen Geschmack fühle ich mich im
Fotografiemodus am wohlsten, denn dort finden
sich ganz übersichtlich alle gebrächlichen
Einstellungen “am richtigen Platz”.
Kleiner Tipp: Die Sprache lässt sich mit dem
untersten Aufklappmenü ganz einfach und schnell
von Englisch auf Deutsch umstellen. Leider merkt
sich das der Filter nicht und muss nach jedem
Neuaufruf frisch eingestellt werden. Eigentlich
kein Problem, denn auch in Englisch bleibt das
ganze verständlich.
Die Vorschau
Auf der linken Seite des PlugIn-Fensters findet
sich die Vorschau. Dort lässt sich entweder das
gesamte bearbeitete Bild oder nur eine
Ausschnittsvergrösserung anzeigen. Gelungen ist
das “Split View”, das die Vorschau so aufteilt,
dass Original und bearbeitete Version
nebeneinander liegen. Klickt man unten “Instant
Preview” an, sieht man den jeweiligen Effekt
unmittelbar in der Vorschau beim Navigieren durch
die Menüs.
Der Fotografiemodus
Nun aber zu den eigentlichen
Bearbeitungsmöglichkeiten. Im Fotografiemodus
finden sich folgende Einstell- und
Tuningmöglichkeiten: Film, Film Grain, B/W
Filters, ND Filters, Diffusion Filters,
Development, Lab Effects, Paper Grade, Color Tone
und Frame.
Dahinter verbergen sich jeweils mächtige
Werkzeuge. Der Reihe nach:
Film: Hier lässt sich aus einer Liste
von 42 Presets der gewünsche “Film” auswählen.
Die Liste ist in generelle Grundtypen, gängige
Schwarz-Weiss Filme (z. B. die diversen Ilfords)
und mehr exotische Filme (z. B. Polaroid 55)
aufgeteilt. Hier steckt eine Menge Know-How im
Filter, denn die Ergebnisse sind frappierend gut.
Meine ansonsten verwendeten Ilford-Typen erkenne
ich in den bearbeiteten Fotos spontan
wieder.
Film Grain: Die Körnung ist von 100 bis
3200 auswählbar. Selbstverständlich lässt sich
auch “Keine Körnung” einstellen. Ein wichtiger
Tipp in diesem Zusammenhang: Die Körnung sollte
natürlich auf das Ausgabeformat abgestimmt
werden. Wir das Bild nach der Bearbeitung
verkleinert, “stimmt” der Korneindruck nicht
mehr. Im Gegensatz zu anderen getesten Tools
fällt mir auf, dass B/W-Styler sehr harmonisches
und “echtes” Korn produziert. Andere Tools haben
hier - im Gegensatz zu B/W-Styler - mehr mit
hässlichen und unbestimmbaren “Pixelhaufen”
gearbeitet.
B/W Filter: Hier stehen die gängigen
Farbfilter (12 an der Zahl) zur Auswahl. Über
“Custom” lassen sich zusätzlich eigene Farbfilter
definieren.
ND Filter: Hier finden sich die
“Neutraldichtefilter” (wie es korrekterweise so
schön heisst), darunter ganze und halbe
Graufilter und Polarisationsfilter; jeweils in
verschiedenen Intensitätsstufen. In der Anwendung
einfach und im Effekt überzeugend. Wer sich eine
nicht als Preset vorhandene Zwischenstufe
wünscht, kann auch hier über die Auswahl von
“Custom” selbst Hand anlegen.
Diffusion Filter: Über die
Diffusionsfilter (3 Gruppen: Diffusor, Pastel,
Mist) lassen sich “Glow-” und Diffusionseffekte
einstellen. Die höheren Stufen gehen freilich
sehr diffundierend ans Werk und kommen bei mir
eher in Ausnahmefällen zum Einsatz. Auch hier
können über die Auswahl von “Custom” eigene
Effekte erzeugt werden.
Development: In dieser Rubrik verbergen
sich die eigentlichen
“Dunkelkammereinstellungen”. Aufgeteilt in 4
Einstellungsblöcke lassen sich die
Entwicklungszeit, der Kontrast, das Verhalten in
"Lichter" und "Tiefen" und klassische
Ergebnistypen (z. B. “High-Key”) einstellen. Auch
hier gibt es wieder die “Custom-”Möglichkeit.
Lab Effects: Die Lab-Effects sind quasi
eine Untergruppe mit Sondereffekten des
Developments. Hier lassen sich Effekte, wie z. B.
Solarisation auswählen.
Paper Grade: Wie der Name vermuten
lässt, verbirgt sich dahinter die Härte des
Papiers. In 5 Stufen von extra-weich bis
extra-hart (wiederum mit “Custom”-Möglichkeit)
sind diese für den Anwender zur Verfügung
gestellt worden.
Color Tone: Hier finden sich
schliesslich die Farbtöne, die aus der
klassischen Schwarz-Weiss-Entwicklung bekannt
sind. Darunter das bestens bekannte Sepia, aber
auch einige andere extrem schöne und dezente
Farbtöne. Mein persönlicher Favorit ist “Silver
Gelatin”. Auch hier sind “Custom-”Möglichkeit
vorhanden.
Frame: Als kleines Extra lassen sich die
Fotos hier auch gleich noch mit einem Rahmen
versehen. Dieser arbeitet leider nicht
verlustfrei, sondern beschneidet das Bild
eingreifend, wobei dieses bei Bedarf sehr
praktisch sein kann.
Als Zusatz wäre allenfalls noch wünschenswert,
wenn der Anwender noch sein eigenes “Watermark”
mit einprägen könnte. Das wäre dann 110%-perfekt
:)
Die Anwenderfreundlichkeit und die
Einstellmöglichkeiten im untersten Feld
Das PlugIn reagiert auch auf dem nicht mehr ganz
aktuellen 1.5 GHz G4 - im Gegensatz zu anderen
getesteten Lösungen - sehr zügig. Wenn “Instant
Preview” nicht aktiviert ist, wird die Änderung
in der Vorschau im Prinzip unmittelbar nach der
Auswahl in einem Menü sichtbar.
Unter den Preferences lässt sich das Verhalten
beim Start des PlugIns wählen. Die für mich
bequemste Möglichkeit besteht darin, dass das
PlugIn mit den zuletzt verwendeten Einstellungen
startet. So lässt sich ein “Standard-Setup” nach
dem persönlichen Geschmack als Standardvorgabe
behalten.
Im Menue "Preferences" kann eingestellt werden,
was der “Reset-”Button ganz oben rechts bewirkt.
So kann mit einem Reset immer wieder zu den
eigenen persönlichen Standardvorgaben zurück
kehrt werden. Sehr praktisch.
Die sehr gute kontextsensitive Hilfe zu allen
Punkten ist eigentlich selbstverständlich und
bedarf keiner besonderen Erwähnung.
Unter dem Punkt “Histo” verbirgt sich - wie zu
vermuten - ein Histogramm. Für meinen Geschmack
in diesem Zusammenhang nicht so wichtig. Aber
“nict to have”. Sehr schön ist indes die unter
dem Punkt “Info” verborgene Möglichkeit (“Show
Bown Highlights”) sich die augebrannten Lichter
anzeigen zu lassen.
Fazit
Mit dem B/W-Styler ist dem
Team der Plug In Site
ein wirklich grosser Wurf gelungen.
Die Aufteilungen in den verschiedenen
Menübereichen ist sehr gut durchdacht und
ermöglicht den direkten Zugriff auf die
gewünschten Veränderungen. Die Effekte selbst
sind - sieht man von den für meinen Geschmack
gleich sehr hart ans Werk gehenden -
Diffusionsfiltern ab, nur als gelungen zu
bezeichnen. Werden die Bilder in Schwarz-Weiss
konvertiert, ist das Ergebnis schlicht
überzeugend.
Und es ist - Hand aufs Herz - sehr vorteilhaft,
etwas experimentieren zu können. Im Gegensatz zum
echten Film, bei dem "entwickelt" eben
"entwickelt" bedeutet, kann hier im Bezug auf das
Original “verlustfrei” getüftelt werden.
Sehr positiv ist übrigens auch der Support des
Herstellers / Vertriebs. Anfragen wurden - sogar
am Wochenende - binnen weniger Stunden kompetent
und erschöpfend beantwortet. Ein wertvolles
zusätzliches Plus.
Für nur USD 49,95 Euro ist das PlugIn - gerade
auch im Vergleich zu anderen Lösungen - ein
echtes “Schnäppchen”. Der B/W-Styler ist
mittlerweile zum “must have” für mich geworden.
-> Screenshots und illustrative
Beispiele finden sich in der Galerie zum
Testbericht.
Meine zusammenfassende
Bewertung
Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5
(sehr gut):
Funktionalität: 4,5
Anwenderfreundlichkeit: 5
Geschwindigkeit: 5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5
Gesamtbewertung: 4,75
Mein Fazit: “Must have”
in Sachen digitale Schwarz-Weiss Fotografie.
(Aufgrund diverser Email-Anfragen zu den
Testnoten eine Anmerkung am Rande:
Mich erreichten einige Mails mit dem Tenor “Warum
fallen die Bewertungen in den von Dir
veröffentlichten Tests alle so gut aus?”.
Ganz einfach: Den “Murks”, den ich teste lasse
ich einfach unerwähnt und veröffentliche dazu
nichts. Denn meine Philosophie ist: Die guten
Dinge und Tools bringen uns mit unserer
Fotografie nach vorn. Meine Zeit ist mir zu
schade, um Testberichte über schlechte Sachen und
Dinge zu schreiben.)
Think Tank Speed Demon: Fündig geworden - Endlich die Lösung des Taschenproblemes!

Die
Einleitung
In diesem Test- und Erfahrungsbericht möchte ich
Ihnen die aus meiner Sicht optimale Fototasche
vorstellen: Die Think Tank Speed
Demon. Begleitend zum Testbericht
gibt es auch eine Fotogalerie, in der
Sie die Details der Tasche betrachten können.
Das Problem
Fotografen und alle Fotobegeisterten kennen das
Problem: Wie die Fotoausrüstung “beim Einsatz”
transportieren? Da sammeln sich im Laufe der Zeit
verschiedene Taschen an. Ich habe vor einigen
Wochen mal nachgezählt und bin auf gute 10 Stück
gekommen.
Ich schreibe hier nicht vom reinen Transport des
Equipments. Hier finden sich Lösungen, z. B. mit
Hilfe von in Eigenregie umgebauten Trolleys o.ä.
(Erst wenn es um die Handgepäcktauglichkeit
grösserer Mengen von Equipment geht, wird das
Problem etwas anspruchsvoller. Darum soll es hier
aber nicht gehen.)
In diesem Testbericht geht es um die Lösung der
alltäglich auftauchenden Frage:
Wie transportiere ich das mit mir, was ich
zum laufenden Fotografieren brauche?
Anders formuliert: Was für eine Tasche soll mich
nur auf einer Tour oder bei einem Einsatz
begleiten, wenn ich so flexibel wie möglich
bleiben will. Mein persönlicher Stil bei
Reportagen beinhaltet i. d. R. viel Mobilität.
Für mich muss eine solche Fototasche also:
- die Inhalte sicher und gut schützen und
verwahren,
- mir die Mobilität und Flexibilität bewahren und
vor allem
- einen schnellen Zugriff auf die Inhalte
ermöglichen.
Welches Equipment muss
mit?
Stellt sich die Frage, was denn an Equipment
üblicherweise mit muss. Das ist natürlich
individuell verschieden. Zuwenig kann fatal sein,
zuviel macht keinen Spass.
Für meine Zwecke gibt es i.d.R. 3 ungefähre
“Ausbaustufen” an Equipment:
- Stufe 1 - “Immer dabei und so einfach wie
möglich”: Eine D40 mit dem 18-200. Das stellt
keine besonderen Anforderungen. Vielleicht noch
ein SB-400 dazu. Dafür habe ich eine kleine und -
vor allem - unauffällige Schultertasche. Also
kein Problem.
- Stufe 2 - “Normale Auftragsfotografie”: Eine
D200 mit 3 Objektiven (20-40 f2.8, 55 Micro,
24-70 f2.8, 70-300 f5.6, jeweils alle mit Gelis
(bis auf das 55er)). Das ist mein
Standard-Allround-Set, das sich im Laufe der Zeit
heraus gebildet und bewährt hat.
- Stufe 3 - “Besondere Auftragsfotografie”. Wie
Stufe 2 aber mit dem 70-210er f2.8 auf dem
Zweitgehäuse. Bei Stufe 3 geht es meistens um
Sportveranstaltungen.
Bei 2 und 3 kommt dann noch der ganze
“Kleinkruscht” mit dazu: Mind. 2 Reserveakkus für
die Cam, Ggf. Reservebatterien oder Akkus für den
Blitz, Speicherkarten, Lens-Pen,
Brillenputztücher, Taschenlampe, Stift, Kalender,
Notizblock, Kleine Graukarte, usw.
Statt des 55er - oder zusätzlich - reisen
gelegentlich auch ein 50er f1.4 und/oder ein TC
mit.
Grundsätzliche
Überlegungen
Das alles muss also so verstaut sein, dass es
schnell im Zugriff und (diebstahl-)sicher
verstaut ist. Schneller Zugriff bedeutet, dass
ein Objektivwechsel ohne grosses Gefumel und
Gekruschtel im freien Feld möglich sein muss.
Von Fotorucksäcken halte ich deswegen nichts, da
ich schnellen Zugriff auf meine Ausrüstung haben
möchte. Ein Rucksack ist da viel zu unpraktisch,
vom Diebstahlrisiko - hinten hat Mensch keine
Augen - mal ganz abgesehen.
Lange Zeit - und bis vor ein paar Wochen - habe
ich Schultertaschen eingesetzt. Das war und ist
allerdings nicht das Optimum. Schultertaschen
sind zwar um Längen besser als ein Rucksack. Wenn
man sie sicher tragen will, muss man den
Tragegurt “über den Kopf streifen” und das mach
den Zugriff wieder schwierig. Schultertaschen
werden dann gerne “auf den Rücken” geschoben und
bieten dann wieder das Diebstahlrisiko eines
Rucksacks. Zudem sind die allermeisten
Schultertaschen entweder in sich nicht formstabil
oder - wenn formstabil - dann sperrig, wenn man
auf den Inhalt zugreifen möchte.
Das führt zum Ergebnis, dass Gürteltaschen
(Bauchtaschen) das Optimum darstellen. Allerdings
hatte ich bis vor ein paar Wochen noch keine
wirklich brauchbare Gürteltasche gesehen.
Die Think Tank Speed
Demon
Vor einigen Wochen habe ich bei einem Kollegen in
Stockholm zum ersten Mal eine Think Tank
Gürteltasche gesehen, die mich
spontan begeistert hat. Ein durchdachtes und
stabiles Design, vollgepackt mit jeder Menge
nützlicher Details. Think Tank baut
Gürteltaschen in verschiedenen Grössen. In die
grossen Versionen passen z. B. auch die
70-200er Klasse f2.8er Zooms oder
D1/D2/D3-Gehäuse (bzw. kleinere Gehäuse mit
Batteriegriff) hinein.
Der Hersteller Think Tank ist in Santa Rosa,
Kalifornien, beheimatet. Das mit dem charmanten
Slogan „Be Ready „Before The Moment““ werbende
Unternehmen, wurde vor einigen Jahren von einer
Gruppe Profi-Fotografen gegründet. Und das merkt
man der Tasche auch in allen Details an.
Von der Form her erinnert die Tasche an die in
den 80er Jahren beliebten “Hüfttaschen”
(Waist-Packs), nur in grösserer und viel
stabilerer und durchdachterer Ausführung. Das
Design und die Farbgebung sind unauffällig und
“nicht störend”.
Begleitend zur folgenden
Detailbeschreibung schauen Sie sich am besten
die Bildergalerie an. Dort finden Sie alle
beschriebenen Details auch im
Bild.
Die Tasche bietet ein grosses Hauptfach mit
variabler Aufteilung - viele Raumteiler mit
stabilen Klettverschlüssen werden mitgeliefert -
und nimmt bequem 3 Objektive auf. Auch ein
Gehäuse in der Grösse D40, D50, D70, D80, D90,
D200, D300 mit einem Objektiv lässt sich
verstauen. Für zumindest ein weiteres Objektiv
bleibt dann noch Platz. Ich bevorzuge es aber,
die Kamera mit einem Objektiv immer um den Hals
oder in der Hand zu haben und in der Tasche nur
die anderen Objektive und alles andere Zubehör zu
verstauen.
In meiner Praxis heisst das z.B., dass auf der
Kamera das 24-70er ist und im Hauptfach der
Tasche das 20-40, 70-300 und das 55er.
Übrigens: Wer mehr - oder grössere Linsen -
verstauen möchte, kann auch auf die grösseren
Ausführungen der Tasche zurück greifen.
Das Hauptfach ist mit einem Reissverschluss mit
zwei Zippern - also von rechts oder links zu
öffnen - verschliessbar.
Im Deckel des Hauptfaches befindet sich eine
länglichere Reissverschlusstasche aus
durchsichtigem Kunststoff.
Am dem Fotografen abgewandten Ende des
Hauptfaches befindet sich oben ein stabiler
Handtragegriff. Dieser ist sehr praktisch - und
gut ausbalanciert - um die Tasche zu tragen, wenn
sie gerade nicht um den Bauch getragen wird (z.
B. auf dem Weg zum Auto beim Einladen).
Zusätzlich gibt es auf der Oberseite des
Hauptfaches einen Reissverschluss, der einen
direkten Eingriff in das Hauptfach von oben
ermöglicht. Zunächst war mir der Sinn nicht ganz
klar. Nützlich ist das aber, um z. B. schnell
einmal einen Objektivdeckel in die Tasche zu
legen.
A propos Reissverschlüsse: Alles Reissverschlüsse
sind Markenreissverschlüsse von YKK in einer
speziellen, sehr robusten Ausführung. Die
Zipperösen sind alle clever “gebändelt”.
Im Hauptfach gibt es zusätzlich ein grosses Fach,
in dem u.a. - sehr praktisch - zwei abgeteilte
Fächer für Speicherkarten enthalten sind. Dazu
eine Öse, an welcher z. B. der Regenschutz
befestigt werden kann. Dazu später mehr.
Die geräumige Vordertasche mit vielen Fächern
bietet ausreichend Platz und genügend Abteilungen
für all die kleinen Dinge, wie z. B. Ersatzakkus,
Lens-Pen, Brillenputztücher, usw.
Die Vordertasche ist sehr clever konstruiert,
klappt sie doch nach dem Öffnen leicht auf und
gibt direkten Zugriff auf den Inhalt. Auf der
Vordertasche befindet sich noch eine weitere
Reissverschlusstasche. Ich habe hier z. B. eine
Graukarte und ein Bündel Visitenkarten verstaut.
An der Seite befinden sich links und rechts zwei
Netzgittertaschen mit robustem Bändelzug. Sehr
gut geeignet, um dort z. B. die Ersatzbatterien
(bzw. Akkus) für den Blitz und eine kleine
Taschenlampe zu verstauen.
Auf der Rückseite der Tasche befindet sich eine
weitere Tasche. Diese ist oben offen, weil ein
Reissverschluss hier unangenehm “drücken” würde.
Der fest angebrachte Bauchgurt ist sehr breit und
gibt damit die nötige Stabilität. Am Bauchgurt
sind Befestigungslaschen für das patentierte
Think Tank System enthalten, um z. B. weitere
Objektivtaschen anbringen zu können.
An dieser Stelle einige Worte zur generellen
Verarbeitung: Wie auf den Detailbildern zu sehen
ist, ist die Verarbeitung grundsolide. Doppelte
Nähte und - auch bei wirklich kritischer
Untersuchung - keinerlei Verarbeitungsmängel.
Sehr positiv fällt die Verstellung und
Einstellung des Bauchgurtes auf. Einmal
eingestellt, behält der Gurt auch wirklich seine
Länge ohne ständig “weiter zu werden”.
Der Bauchgurt ist von seiner Länge her zudem sehr
grosszügig bemessen und dürfte auch
“umfangreicheren” Menschen keine Probleme
bereiten.
Das Gurtschloss aus Plastik wurde in anderen
Testberichten bemängelt. Ich sehe hier keine
eigentliche Schwachstelle. Ein Plastikschloss
kann eben irgendwann einmal einen
Materialermüdungsbruch erleiden. Dagegen ist aber
eine ganz einfache Sicherung möglich. Der Tasche
liegt nämlich auch ein äusserst stabiler
Schultergurt mit Metallkarabinerhaken bei, der
fast jeder Notebooktasche Ehre machen würde. Wer
auf Nummer 100%-sicher gehen will, kann diesen
als “zusätzliche” Sicherung tragen. Ich tue das
nicht, nutze aber eine der stabilen
Befestigungslaschen für den Schultergurt um die
Tasche mit einem kleinen Karabinerhaken und einem
Stück Reepschnur am normalen Hosengürtel zu
befestigen. Sollte das Gurtschloss dann
tatsächlich einmal brechen - was ich für nicht
sehr wahrscheinlich halte - würde die Tasche am
Hosengürtel baumeln und nicht zu Boden gehen.
Im Lieferumfang befinden sich noch zwei äusserst
nützliche Zugaben:
Zunächst ist das die Regenhaube. An der
Regenhaube befindet sich ein Band mit Karabiner.
Ab Werk ist die Regenhaube in der Seitentasche
des Hauptfaches zusammengelegt verstaut. Bei
einsetzendem Regen kann sie schnell heraus und
über die Tasche gezogen werden, die damit dann
wetterfest wird. Wirklich clever!
Zum anderen die Pixel Pocket Rocket, eine kleine
Tasche zur Aufbewahrung von Speicherkarten. Diese
fasst bis zu 10 CF-Karten (nebst Plastikhüllen)
und lässt sich zusammenfalten. Ein
Klettverschluss verschliesst das Ganze. Auch an
der Pixel Pocket Rocket ist ein Band mit
Karabinerhaken, das sich an einer der Schlaufen
in der Tasche einhängen lässt. Ein wertvolles
Zubehörstück, muss man doch für eine solche
Speicherkarten-Aufbewahrungstasche allein bereits
etliche Euro auf den Tisch legen.
Der Preis ist heiss
Der Verkaufspreis der Tasche liegt derzeit bei
etwa 95 Euro. Im Vergleich mit den Taschen
anderer Hersteller eigentlich kaum zu glauben.
Das Preis-/Leistungsverhältnis ist schlicht sehr
gut.
Die Bezugsadressen für Deutschland, Schweden und
den Rest der Welt :) können hier beim Hersteller
nachgeschlagen werden.
Zusammenfassung
Man merkt der Tasche mit allen ihren cleveren
Details an, dass sie von einer Firma stammt, die von
Berufsfotografen gegründet wurde.
Der Hersteller Think Tank
weiss, worauf es ankommt. Punkt.
Die einzige Sache, die mir nicht gefällt, ist der
Name. Punkt.
In 8 Wochen harten Einsatzes haben sich keinerlei
Mängel oder Beanstandungen ergeben. Im Gegenteil:
Ich freue mich jedes Mal wieder, dieses
Wunderwerk umzuschnallen und zu benutzen. Punkt.
Meine zusammenfassende
Bewertung
Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5
(sehr gut):
Verarbeitung: 5
Verwendete Materialien: 5
Ergonomie: 5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5
Gesamtbewertung: 5
(Entgegen meiner grundsätzlich kritischen
Einstellung gibt es hier die klare Bestnote.)
Mein Fazit: Endlich fündig geworden!
Und hier nochmals der Link zur
Bildergalerie an. Dort finden Sie alle
beschriebenen Details auch im
Bild.
Im Test: Timbuk2 Commute XL Notebooktasche für Fotografen

Vorab und
Einleitung
Fotografen haben mitunter Transportprobleme.
Deswegen sammeln sich im Laufe der Zeit jede
Menge Taschen und Koffer an.
Mein Trend geht - wenn immer möglich - ganz klar
zum “weniger ist mehr”. Trotzdem gibt es aber ein
Mindestequipment, das in der Regel einfach mit
muss.
In den vergangenen 3 Monaten habe ich deswegen
mein gesamtes Equipment und alle Taschen und
Koffer einer kritischen Würdigung und Prüfung
unterzogen, kräftig aussortiert und dabei auch
meine Transportprobleme gelöst.
Das Ergebnis meiner Recherchen und Tests stelle
ich Ihnen hier in Form von mehreren Testberichten
vor. Zu jedem Testbericht gibt es auch eine
Bildergalerie mit allen Details. Die Bildergalerie zum Timbuk2
Commute Test gibts hier.
Transportprobleme und
Digitalfotografie
Den Anfang bildet ein spezifisches Problem der
“digitalen Fotografen”. Hier gilt es nicht nur
Kameras, Objektive und Fotozubehör zu
transportieren. Nein, im digitalen Zeitalter
gehört zum Equipment meistens auch ein Notebook
(bisweilen auch zwei).
Das hat mehrere Gründe. Fotos können in Pausen
oder beim Gehäusewechsel vom Assistenten gleich
überspielt und gesichert werden. Oft will der
Kunde auch „schnell mal“ einen Blick auf die
Rohdaten werfen, oder wir können gleich vor Ort
prüfen, ob ein bestimmter Effekt zu realisieren
ist. Eigentlich mag ich diese “vor Ort Arbeit”
nicht, weil ja auch viel Liebe und Zeit in der
Nachbearbeitung stecken, aber das ist eine andere
Sache. Zum Notebook gehören dann noch Netzteile
(mit Anschluss für den Zigarettenanzünder und
Anschluss für normale Netzspannung) und alle
möglichen Adapter.
Bei mehrtätifgen Reisen ist das Notebook ohnehin
unverzichtbar wegen der Kommunikation. Alse
müssen auch alle Adapter mit, die für die
“Verbindung zur Aussenwelt” erforderlich sind,
was da z. B. wären: USB-3G-Dongle, Modemkabel,
ISDN-Adapter.
Reden wir über eine Tasche fürs Notebook kommen
da auch die allfälligen Untrerlagen zum Auftrag
und (ganz wichtig) der Kalender rein. Dann noch
der ganze “Kruscht”, wie z. B. Halstabletten, das
Ladegerät fürs Mobiltelefon, Schreibzeugs,
Klebeband, usw.
Welche Tasche denn nun?
Alle Anforderungen in einer Tasche “unter einen
Hut zu bringen” war eine ziemliche
Herausforderung. Denn zu gross, schwer oder
unhandlich darf die Lösung ja auch nicht werden.
Wichtig sind ein robustes Material und eine
solide Verarbeitung. Ein Schutz gegen Wind und
Wetter ist wünschenswert. Und die Ergonomie
spielt auch eine Rolle.
Aus prinzipiellen Gründen lehne ich Rucksäcke ab.
Zum einen sind Rucksäcke einfach unpraktisch. Zum
Öffnen oder Entnehmen von Inhalten muss man sie
abnehmen. Das ist umständlich und kostet Zeit.
Zum anderen weiss ich nicht, was sich hinter
meinem Rücken abspielt. Spätestens seit mir vor
einigen Jahren in der Stadt aus einem Rucksack
ein Netzteil gestohlen wurde, sind Rucksäcke für
mich ad acta gelegt.
Die Timbuk2 Commute XL
Beim Rucksack-Center bin
ich schliesslich auf die Produkte von Timbuk2
aufmerksam geworden. Timbuk2 ist ein gerade 20
Jahre junger Hersteller mit Sitz in San
Francisco. Die Taschen gehen in Ausstattung,
Material und Verarbeitung auf
Fahrradkuriertaschen zurück. Wer weiss, welche
Anforderungen an Fahrradkuriertaschen gestellt
werden, weiss, welche Qualität er hier
bekommt. Der Grossteil der Taschen werden
übrigens auch heute noch in San Francisco
produziert. Mehr Infos zum Hersteller gibts
hier.
Beim Rucksack-Center hatte es mir gleich die
Commute XL angetan:
Rekordverdächtige 19.5 Liter Volumen und
grosszügige Innenmasse mit jeder Menge
Stauraum. Farbe in dezentem Schwarz. Gesagt,
getan, bestellt. Der Verkaufspreis liegt
zwischen 105 und 115 Euro.
Die Lieferung vom bayerischen Thalmässing an den
Polarkreis in Schwedisch-Lappland ging
ultraschnell und die Verpackung war grosszügig
und sehr stabil. Ich muss immer noch schmunzeln
wenn ich an die Worte der Postbotin denke, als
diese mir das Paket übergab: “Du, da muss Dir
jemand Luft aus Deutschland geschickt haben”.
Der erste Eindruck bereits sehr gut. Das
abriebfestes Ballistic Nylon aus dem die Tasche
gefertigt ist, fühlt sich hochwertig an.
Die “technischen Daten” zur Timbuk2
Commute XL
- Material abriebfestes Ballistic Nylon.
- Verschiedene Farben. Im Test: Schwarz.
- Notebookgrössen: Bis 17-Zoll-MacBook Pro, bzw.
max. 35cm x 26cm x 3,3 cm.
- Sehr gut gepolsterte Rückseite.
- Angenehmer innengepolsterter Handgriff.
- Kunstlederartig gummierter, gepolsteter Boden.
- Separates Notebookfach mit zusätzlicher dicker
Cordpolsterung.
- Sehr stabile und verstärkte Mehrfachnähte.
- Viele Fächer und Taschen, darunter
Organizer-Fach, MP3- und Handy-Fächer, etc.
- Qualitäts-Reissverschlüsse von YKK.
Nach 3 Monaten im
Einsatz
Das gute Stück hat sich in den letzten 3 Monaten
sehr gut bewährt.
Als ich einem entgegenkommenden Fahrradfahrer
schnell ausweichen musste, ist mir die Tasche
nebst Inhalt beim Ausweichmanöver von der
Schulter und aus ca. einem Meter mit dem Boden
voran auf den geschotterten Weg gestürzt. Das
iBook G4 in der Tasche hat den Sturz - ebenso wie
der übrige Inhalt nebst iPod und Mobiltelefon -
unbeschadet überstanden. Und das Beste: Obwohl
die Tasche auf den Schotter gesegelt ist, sind
auf dem Boden fast keine Kratzer zu sehen.
A propos Schutz: Ich bin einige Male mit der
Tasche am Set mehrere Minuten durch “normalen
Regen”. Vielleicht fragen Sie sich nun, was
“normaler Regen” ist. Ganz einfach. Bei einem
Platzregen mit Gewitter bleibe ich einfach drin.
Alles unterhalb dieser Schwelle ist für mich dann
“normaler Regen”. Die Sorte Regen, bei der man
als Fussgänger ohne gute Regenjacke eben richtig
nass wird. Und hier hat die Timbuk2 “dicht
gehalten”.
Als sehr praktisch hat sich der Verschluss der
Tasche herausgestellt: Zwei breite
Klettverschlüsse und zwei Spanngurte sind
vorhanden. On the Set lässt sich die Tasche durch
einfaches Zuklappen mit den Klattverschlüssen
verschliessen. Für längere Strecken dienen dann
die Spanngurte. Die Enden der Spanngurte sind
zudem mit Reflexmaterial besetzt. Die Tasche ist
gut ausbalanciert: Selbst bei umgehängter Tasche
lässt sich gut auf den Inhalt zugreifen.
Probleme haben mir zunächst die vielen kleinen
Fächer bereitet und es hat einige Tage gedauert,
hier ein System zu entwickeln. Nun möchte ich die
vielen kleinen und grösseren Fächer aber nicht
mehr missen. Die ganzen Monitoradapter, Adapter
und Kabel sind in der inneren
Reissverschlusstasche. Daneben die
Kugelschreiber, Filzstifte und Bleistifte. Aussen
unter grossen Klappe befinden sich iPod, Kalender
und Mobiltelefon. So habe ich schnell mein ganz
persönliches Stausystem heraus gefunden. In der
grossen hinteren Tasche sind die Unterlagen und
Spiralblöcke für Reportagen. In der
Bilderstrecke zur
Tasche können Sie dazu viele
Details sehen.
Nach harten 3 Monaten im Einsatz ist von der
Verarbeitung her nichts zu beanstanden. Keine
Naht hat sich gelöst, kein Reissverschluss
“hakelt”, alle Klettverschlüsse haben noch die
volle Spannkraft.
Besonders hat es mir ein kleines Detail angetan:
Die Längenverstellung des grossen Umhängegurtes.
Diese ist mit einem Schnellverschluss
ausgestattet. Umklappen und einstellen. Kein
“Gefummele” wie es bei solchen
Längenverstellungen üblicherweise der Fall ist.
Ein Wort zu den Fittings: In anderen Tests habe
ich mittlerweile Kritik an der Plastikausführung
der Karabiner und Ösen gelesen. Ich gestehe, dass
ich hier zunächst auch etwas kritisch war. Trotz
intensiven Einsatzes konnte ich hier aber bislang
keine Verschleisserscheinungen entdecken. Rein
der Vorsicht halber werde ich die Drehlagerung
der Karabiner aber einmal im Monat inspizieren.
Zum Lieferumfang gehört übrigens noch ein zweiter
Gurt, mit dem sich die Tasche zusätzlich um den
Bauch fixieren lässt. Ich nutze das aber nicht,
weil es das Tragen für mich umständlicher macht.
Der einzige Schwachpunkt, der mir aufgefallen ist
liegt beim Tragegurt: Der Umhängegurt ist zwar
5cm breit aber nicht gepolstert. Eigentlich bin
ich auch kein Fan dicker verschiebbarer Polster,
aber eine aufgenähte Auflage o.ä. würde das
Tragen noch etwas bequemer machen. Das ist
allerdings der einzige Kritikpunkt. Dafür gibt es
von mir 0,5 Punkte Abzug bei der Verarbeitung.
Meine zusammenfassende Bewertung
Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5
(sehr gut):
Verarbeitung: 4,5
Verwendete Materialien: 5
Ergonomie: 5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 4,5
Gesamtbewertung: 4,5
Mein Fazit: Ich möchte sie nicht mehr missen!
Equipment: An die Taschen!
Das Transportproblem und die Lösung: Tasche, Rucksack, Gürteltasche, Umhängetasche, usw, usw.
Für meine Bedürfnisse sind das 1. zum einen eine Reisetasche / Rucksack für Kurzreisen (1-3 Tage) und 2. natürlich Taschen fürs Fotoequipment.
1. Oft bin ich für ein paar Tage in Schweden unterwegs. Für die Kurzreisen muss nicht so fürchterlich viel Gepäck mit. Und die Tasche / Koffer / Rucksack muss/müssen kompakt sein. Da es oft auch um kurze Flugreisen geht, ist die Stabilität besonders wichtig. Haben Sie schon mal beobachtet, wie das Gepäck auf dem Flugplatz verladen wird? Dann wissen Sie, was ich meine.
Beim Rucksack-Center bin ich auf die Produkte von Deuter aufmerksam geworden. Durchdachte Produkte, robust und mit dem „gewissen Etwas“. Mein Favorit ist übrigens der Traverse 60.
Das Team vom Rucksack-Center antwortet sehr schnell auf Anfragen und Andreas, der Inhaber, ist ein sehr sympathischer Mensch. Für den übersichtlichen Shop und die Kommunikation gibt es von mir die Bestnote.
2. Fürs Fotoequipment bei schönem Wetter setze ich bislang die Domke-Bags ein. Durchdacht und funktionell. Aber für schlechtes Wetter, Eis und Schnee leider nur sehr eingeschränkt zu gebrauchen.
Auch dafür bin ich im Rucksack-Center fündig geworden bei den Messenger-Taschen (oft auch als „Fahhradkuriertaschen“ bezeichnet, was schon alles über die Robustheit und Wettertauglichkeit aussagt). Ein ausführlicher Test zu meiner bevorzugten Lieblingstasche folgt in Kürze!
Neue Rubrik: Equipment
Wir alle kennen das: Im Alltag gibt es Dinge, die sich einfach bewähren. Gute Dinge eben. Dinge, die ich gerne weiter empfehlen möchte. Dinge, die sich im Alltag Lapplands und im Alltag als Fotograf in Lappland bewähren.
Unser Alltag hier besteht aus teilweise extrem herausfordernden klimatischen Bedingungen. Oft sind wir lange „draussen“ in Eis und Schnee, bei Wind und Wetter und heftigen Minusgraden. Aber auch der Sommer stellt das Material vor manche Herausforderungen. Vom (freilich) kurzen Frühjahr ganz abgesehen. Da ist es immer noch kühl und - wegen der Schneeschmelze - „matschig“. Eine besondere Herausforderung für sich selbst.
Kurz und gut: Ich teste gerne Produkte auf ihre „Norrlandtauglichkeit“ und gebe auch gerne viele der kleinen „Tipps und Tricks“ weiter, die das Leben in diesen Breitengraden sehr erleichtern.
Davon dürfen Sie ab jetzt profitieren, insbesondere wenn Sie in ähnlichen Breitengraden (oder vergleichbaren klimatischen Verhältnissen) leben oder eine Reise oder einen Urlaub als Besucher und/oder Tourist planen.
Im Gegensatz zu üblichen „Tests“ erspare ich Ihnen die Dinge und Produkte, die sich nicht bewährt haben. Hier gilt „positiv zählt“. Ich empfehle Ihnen nur, was wir hier selbst für gut befunden haben („polarkreistauglich“). Das macht das Lesen und das Leben viel einfacher :)
Fototasche(n): Der Domke-Test hat begonnen...
Die Geschmäcker und Anforderungen an eine Fototasche sind sehr individuell und unterschiedlich. Allgemeingültige Empfehlungen für jedermann (und jedefrau) wird es wohl nicht geben. Aber vielleicht haben Sie ja zufällig die gleichen Anforderungen wie ich, dann können Ihnen diese Zeilen vielleicht helfen.
Für mich muss eine Fototasche:
- die Ihnalte sicher und gut schützen und verwahren
und vor allem
- einen schnellen Zugriff auf die Inhalte
ermöglichen.
Bei der Frage des Schutzes unterscheide ich, ob ich eine Tasche habe, mit der ich meine Aufrüstung als Gepäck aufgeben kann (was ich natürlich niemals machen würde), oder ob die Tasche mich nur auf einer Tour begleiten soll. Im praktischen Fall geht es um letzteres.
Für den schnellen täglichen Einsatz hänge ich mir oft einfach nur die kompakte D40 mit dem 18-250 um den Hals. Oft ist das alles, was ich brauche. Wenn ich allerdings zu offizielleren Terminen muss kommt es häufig nicht so gut mit der um den Hals baumelnden Kamera zu erscheinen :) Manchmal müssen auch einfach noch ein Zweitgehäuse, ein Blitz und 2 oder 3 andere Objektive mit. Dann stellt sich die Frage der richtigen Tasche.
Alle möglichen Formen an Fototaschen werden angeboten:
Von Fotorucksäcken halte ich nichts, da ich schnellen Zugriff auf meine Ausrüstung haben möchte. Ein Rucksack ist da viel zu unpraktisch, vom Diebstahlrisiko mal ganz zu schweigen.
Gürteltaschen fände ich eigentlich optimal, wäre das nicht das Grössen- und Handlingproblem: Bei der Grösse, die eine Gürteltasche haben muss, um das benötigte Equipment aufzunehmen fühle ich mich durch die Gürteltasche zu sehr eingeengt.
Also habe ich mich entschlossen, zwei Schultertaschen in zwei unterschiedlichen Grössen einem Test zu unterziehen. Einmal das handliche Format für eine Kamera mit Objektiv und dem "Grundzubehör" (Blitz, Speicherkarten, Ersatzakkus, Reinigungszeugs, Kleiner Schreibblock, Stifte), zum anderen ein grösseres Format, das zwei Gehäuse und mehrere Objektive (und das oben aufgezählte Zubehör) aufnehmen kann. Nach mehreren Gesprächen mit Bekannten und Freunden und einer Internetrecherche habe ich mich für den Hersteller Domke entschieden. Ausserhalb der USA sind diese Taschen leider nur sehr schwer zu bekommen, daher ist eine Direktbestellung bei einem US-Versender der einfachste Einkaufsweg.
Die Domke-Serie geht auf den Fotojournalisten Jim Domke zurück, der sich in den 70er Jahren selbst sehr darüber geärgert hat, dass er keine praktische Kameratasche für die Bedürfnisse eines Fotoreporters auf dem Markt gefunden hat. Eine Tasche, die guten Schutz für den Inhalt bietet, aber inm erster Linie den superschnellen Zugriff auf den gesamten Inhalt bietet. Also hat er überlegt, und den ersten Prototypen selbst geschneidert und genäht. Kurze Zeit später zählte "die Domke" zu den beliebtesten Fototaschen im Profibereich. Die Produktlinie umfasst mittlerweile Taschen für fast alle fotografischen Bedürfnisse, die aber alle die Grundkonzeption Jim Domkes teilen. Alle Taschen sind qualitativ äusserst hochwertig und "made in the USA". Weitere Informationen zu Domke gibt es hier und für den Einkauf empfehle ich B&H. Soweit in aller Kürze.
Ein weiteres Argument für Domke-Fototaschen ist übrigens deren "ziviles Aussehen". Man sieht nicht so schnell, dass es sich um eine Fototasche handelt, was das Diebstahlrisiko minimiert. Wer ganz vorsichtig sein will, entfernt das Markenschild und hat damit noch ein paar Prozent Sicherheit gewonnen.
Die Woche über war ich nun jeden Tag beruflich mit Kamera unterwegs und habe die zwei eingetroffenen Domke Exemplare begonnen zu testen. Ausführlichere Details folgen später, ich kann aber schon sagen, dass mich beide Taschen wirklich zu 100% begeistern. Kein Vergleich zu den Lowepro-Taschen, die ich bislang im Einsatz hatte. Die dürfen jetzt in den Ruhestand!
Ausführlicher Testbericht mit Bildern folgt in einigen Tagen.

















