Winteranfang in Lappland: Shades in grey

„Shades in grey“
Behind the scenes: Im Herbst verblühte Sommerblumen - jetzt in grau.
In Lappland sind wir Zentraleuropa (bzw. aus unserer Perspektive: Südeuropa) einen deutlichen Schritt voraus. Bewegt sich z. B. Deutschland gerade im Herbst, haben wir hier in der Nähe des Polarkreises bereits den ersten Schnee zu verzeichnen. Am Montag haben die Nachbarskinder sogar schon den ersten Schneemann gebaut. Höhe ca. 45 cm. Lebensdauer ca. 8 Stunden. Noch bleibt der Schnee nicht liegen, aber die Nachttemperaturen liegen mitunter schon bei um die minus 5 bis minus 10 Grad und die Dunkelheit kommt derzeit bereits gegen 18 Uhr.
Aus fotografischer Sicht wichtig und interessant: Die Farbpalette verändert sich und alles wir zunehmend grau. Lappland wird so langsam zu einer grossen Schwarz/Weiss-Fotografie.
Autumn leaves - Preparing the runway for the winter

„Autumn leaves“
Herbst. Jahreszeit der Farben. Und herbstliche Melancholie.
Farbenprächtige Blättermeere laden zu einem Vollbad ein.
Einfach eintauchen.
Das Bodenpersonal in Lappland bereitet unterdessen die Landebahn für den Winter vor.
Hoffentlich verzögert sich die Landung so lange wie möglich.
Musikempfehlung dazu: Autumn leaves in der Version von Eric Clapton aus seinem 2010er Album.
Honey and zero



Svamp 2011 - Jahr der Pilze in Lappland

„Red Ball“
In Sachen Vegetation hat jedes Jahr in Lappland seine Besonderheiten. So war 2010 z. B. ein Jahr der Beeren. Es gab massenhaft Hjortron, Blaubeeren und Preiselbeeren. Mit Beeren sieht es heuer äusserst mager aus.

„Gruppenbild“
Dafür spriessen dieses Jahr geradezu überall alle Arten von Pilzen aus dem Boden. Darunter echte kulinarische Kostbarkeiten, wie der Karljohan (Stensopp, Steinpilz) oder gar der auch unter Schweden heiss begehrte Kantarell (Pfifferling), über dessen Ernte ich gerade eine Reportage mache.
Generell ist das Pilzesammeln in Schweden nicht so verbreitet. Nur der Kantarell bildet eine Ausnahme. Zu seinen Vorkommen - vornehmlich im Fjäll - pilgern ganze Scharen von Menschen, und entlang unscheinbarer Schotterpisten parken oft dutzende Autos von Pilzjägern am Strassenrand.
Die hier im Bild festgehaltenen Exemplare sind übrigens nur optisch faszinierend und nicht zum Verzehr geeignet (es könnte ansonsten ein einmaliges Vergnügen werden).

„Ufo-Pilze“
Über Pilze und Inspiration in der Fotografie

„Ein Baumpilz - Inspiration aus der Natur“
Behind the scenes: Herbstzeit ist Pilzzeit in Lappland. Neben des verschiedenen essbaren Varianten gibt es auch die weniger verträglichen Arten. Die zeichnen sich aber sehr häufig durch besondere Schönheit aus. So wie dieser Baumpilz, der durch Form und Farbe besticht.
Was uns zur Frage nach der Inspiration führt. Jeder Fotograf - überhaupt jeder Künstler und Kreative - hat seine ganz eigenen und individuellen Inspirationsquellen. Wenn es mich nach Inspiration hungert, gehe ich meistens auf ausgedehnte Outdoor-Touren. Gestern waren es so um die 30 Km auf gebahnten und ungebahnten Wegen quer durch die Natur (was gleichzeitig auch ein gutes Training für die bevorstehende Wintersaison ist). Farben, Formen, Geräusche und tiefe Stille. Für mich die beste Quelle für Inspiration.
Naturreservat Storforsen in Norrbotten / Lappland

„Blick vom Storforsen - am Horizont das gleichnamige Hotel“
Heute wieder ein touristischer Geheimtipp für alle Lappland-Urlauber und Besucher. Ca. 40 Km nordwestlich von Älvsbyn (Norrbotten) befindet sich eine besondere Sehenswürdigkeit: Storforsen.
Was verbirgt sich hinter dem Namen? „Fors“ auf Schwedisch bedeutet „Stromschnellen“, „Stor“ bedeutet „Gross“. Über die „grossen Stromschnellen“ fliesst ein Nebenfluss des Piteälven (einer der Nationalflüsse Schwedens).
Storforsen ist der grösste naturbelassene Stromschnellenabschnitt Europas. Das gesamte Gebiet der Stromschnellen ist ein Naturreservat.
Der Storforsen überwindet auf eine Länge von 5 Kilometern einen Höhenunterschied von 82 Metern. Besonders sehenswert ist der letzte Abschnitt, auf den auch der grösste Höhenunterschied (von ca. 60 Metern) entfällt. Das Wasservolumen ist beeindruckend: Bis zu 1024 Kubikmeter Wasser fliessen pro Sekunde über die Stromschnellen. Der Durchschnittswert im Jahresmittel liegt bei 162 Kubikmetern.
Für Besucher gibt es mehrere ausgebaute Pfade, die bis zum letzten Abschnitt hinauf führen. Besonders löblich ist, dass auch Rollstuhlfahrer viele Pfade nutzen können.
Am Fusse des Storforsen liegt das gleichnamige Hotel. Viele der Zimmer und Konferenzräume haben einen wunderbaren Ausblick auf die Stromschnellen. Besonders beliebt für Hochzeiten ist die Kapelle neben dem Hotel. Sie ist auf den Storforsen ausgerichtet. Hinter dem Altar befindet sich ein überdimensionales Fenster mit Blick auf die Stromschnellen, was eine sehr besondere Atmoshäre für Trauungen schafft.
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Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die Umwelt, oder einen Touristen

„Naturreservat Lappland?“
Behind the scenes: Lappland wird gerne als “die letzte Wildnis Europas” beschrieben und beworben. Und in weiten Teilen stimmt das auch noch. Trotzdem sind auch hier leider Missstände zu beklagen. Und das auch noch ausgerechnet aus der “Öko-Ecke”. Konkret geht es um den Ausbau der Windkraft, die derzeit hier (wie lange noch?) hoch im Trend liegt.
Um ganz deutlich zu sein: Im Vergleich zur Atomkraft sind mir Windkraftwerke immer noch hundertmal lieber. Keine Diskussion.
Dass aber ausgerechnet in landschaftlich sehr schönen Gegenden mit erhaltungswürdiger Flora und Fauna die Windparks aus dem Boden schiessen, ist sehr bedauerlich.
Kürzlich hat es es ein Besucher kurz und bündig auf den Punkt gebracht: “Die Windkraft-Regionen in Lappland sind für mich als Besucher und Tourist gestorben. Hierher komme ich sicher nicht wieder.”
Umso mehr schade, als die unschönen “Stahlspargel mit Flügeln” für die nächsten 25-35 Jahre festbetoniert sind. So werden ganze Landstriche touristisch unbrauchbar gemacht. Aber es kommt noch schlimmer.
Einige Biologen und Naturkundler, die in den vergangenen Wochen hier zu Besuch waren, und für die wir in einigen Dokumentationsprojekten gearbeitet haben, zeigten sich sehr bestürzt über die immense Naturzerstörung. Kilometerlange Wege werden gezogen. Für die Hochspannungsleitungen entstehen breite Schneisen, die nicht nur hässlich sind, sondern Lebensräume seltener Arten zerschneiden und zerstören.
Ganz zu schweigen von den Auswirkungen der permanenten Lärmentwicklung (gerade auch im tieffrequenten Bereich), den Lichtreflexen und dem Elektrosmog.
Leider gilt es auch hier, der Realität und den Fakten ins Auge zu sehen. Auch wenn es für manche unbequem sein mag. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen werden ihre Spuren hinterlassen. Frage sich nur, zu was das führen wird.

„Zerstörte Natur“
Grün

„Grün“
Behind the scenes: Kürzlich war ich mit einem Fotoauftrag für einige Biologen und Pflanzenkundler unterwegs, um verschiedene seltene Gewächse in Lappland zu dokumentieren. Unglaublich und faszinierend, was sich auf dem Waldboden so alles befindet. Und rein fotografisch oft sehr herausfordernd dazu.
Aber nicht nur das. Mittlerweile haben nämlich auch die Stechmücken Lappland fest in der Hand. Im feuchten Wald ist es besonders unangenehm. Mit Stativ und allerlei Lichtzeugs auf dem Boden robbend, wirst Du binnen Minuten von stechfreudigen Mückenschwärmen umringt. An manchen Stellen war es so schlimm, dass ich nicht einmal fotografieren konnte denn die Flugmonster waren einfach immer mit im Bild.
Der Wald birgt aber - wie gesagt - auch jede Menge Schönheiten. Über die Faszination der Farne hatte ich kürzlich bereits einmal geschrieben. Mittlerweile sind sie ordentlich gewachsen. Und noch viel schöner geworden.
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Wattwanderung in Lappland - Renaturierung kann reizvoll sein

„Wattwanderung in Lappland - Renaturierung kann reizvoll sein“
Behind the scenes: Von unserem Projekt zur fotografischen Dokumentation des Rückbaues und der Renaturierung von ehemaligen Tagebaugeländen in Lappland und den damit verbundenen Tücken hatte ich hier schon einmal berichtet.
Die Tage hat es mich wieder einmal dorthin verschlagen. Ehemalige Grubengelände sind eine sehr tückische Sache. Der Tagebau wird nach und nach mit riesigen Massen Schutt, Abraum uns Erde verfüllt. Die Flächen wachsen dann relativ schnell wieder zu und werden zu Biotopen für allerlei Pflanzen und Tiere. Das Ergebnis sieht nach einigen Monaten wieder beinahe wie normaler Erdboden aus.
Die Tücke liegt aber darin, dass dieser Boden an manchen Stellen extrem instabil ist. Durch beständige Senkungen im Boden können sich grosse Hohlräume unter der Oberfläche bilden, die einen Menschen einfach verschwinden lassen können. Beim Umherstreifen sind also genaue Geländekenntnis und extreme Vorsicht gefragt. Ausreichende Sicherungsmassnahmen sind Pflicht.
Fotografisch rechnet sich die Mühe dann aber oft in Form von sehr schönem fotografischem “Beifang”. Unser Hauptauftrag ist in diesem Falle die langfristige Dokumentation der Verwandlung von Abbaugebiet in Biotop. Allerdings bieten sich auch darüber hinaus oft sehr reizvolle Anblicke. Das durch den erz- und mineralhaltigen Boden angereicherte Grubenwasser, das nach wie vor durch die Verfüllung durchsickert, birgt unglaubliche Farbeffekte und schafft bizarre Mondlandschaften im Makro- wie im Mikrokosmos. Für manche Perspektiven sind die Anglerhosen aber unabkömmlich es darf im Schlamm gewatet werden.
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Climate change - We have survived the winter, or: summer, soon...

„We have survived the winter“
Behind the scenes: Klimawandel, Vulkanausbrüche, Aschewolken, und vieles mehr füllt die Klimadiskussion rund um die Erderwärmung (Wiki-Svenska, Wiki-Deutsch). Ich bin kein Wissenschaftler, sondern nähere mich dem Problem pragmatisch-beobachtend.
Aus dieser Perspektive war dieser Winter in Lappland ausgeprägt kalt. Und auch im Mai liegen die Temperaturen noch deutlich unter den Werten der beiden vergangenen Jahre. Im Wald und am Wegesrand finden sich noch immer einige kleine Schneenester.
Aber was ist schon ein Vergleichsmasstab von 2 Jahren im Kontext von globaler Erderwärmung? 2007 hatten wir Rekordwärme. Seitdem kühlt der Mikrozyklus in Lappland ab. Aber die Natur- und Tierwelt scheren sich anscheinend ohnehin nicht so viel um die kurzfristigen Rhythmen.
Ein Blick in die Tierwelt ist aufschlussreich. Dieses Jahr ist wieder ein Jahr der Nager und Kleintiere. Mäuse und Ratteninvasion auf den Feldern und um das Haus herum. Damit dürfte es nächstes Jahr wieder ein Jahr der Greifvögel werden.
Zum Bild: Ich liebe es, der Entfaltung der Farnpflanzen zu zusehen. Sie haben die grosse Kälte des Winters überlebt und entfalten sich der Sonne entgegen. Und irgendwie haben sie eine “kollektive Klimaintelligenz” entwickelt, denn Wikipedia lehrt uns:
“Im Erdzeitalter Karbon vor etwa 400 Millionen Jahren bildeten Farne (in grösserer Form als heute, meist Baumfarne genannt) zusammen mit Schachtelhalmen und Bärlapppflanzen riesige Wälder und schufen somit die Basis für die heutigen Steinkohle-Vorkommen. Die ältesten fossilen Funde stammen aus dem unteren Devon. Sie sind somit wahrscheinlich älter als die Samenpflanzen, die erstmals im oberen Devon auftraten.”
Was Klimaveränderungen angeht, scheinen uns diese einfachen, aber sehr bezaubernden Pflänzchen einiges voraus zu haben.
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Lugn och ro! / Ruhe und Gelassenheit!
Frühlingserwachen II
Frühlingserwachen I

„Frühlingserwachen I“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Es taut kräftig weiter und der Frühling erwacht. Kleine grüne Pflänzlein bahnen sich wieder ihren Weg. Und das, obwohl uns die Wetterprognosen für das kommende Wochenende einen Schneesturm bei null bis minus 5 Grad mit Windgeschwindigkeit 13 m/s vorhersagen. Schaun mer mal...
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Gefriergetrocknet: Sommer und Winter in Lappland: 40 Grad Temperaturunterschied
Das SMHI (Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut, kurz: Der schwedische Wetterdienst) vermeldet eine ungewöhnliche und unübliche Störung der Nordatlantischen Oszillation (kurz: “NAO-”), die seit Dezember 2009 besteht. Diese hat zur Folge, dass die von Norden kommenden arktischen Kaltwinde uns sehr kalte und schneereiche Winter bescheren. Das bildet sich deutlich im derzeitigen Wetter in Lappland ab. Es scheint, als sei der Winter 6 Wochen zu früh und die Temperaturen liegen in unserer Region derzeit häufig unter minus 20 Grad. Erhöhte Anforderungen an Mensch und Technik in jeglicher Hinsicht. Ich werde in den nächsten Tagen deswegen hier auch die aktualisierten Fototipps für das Fotografieren in der arktischen Kälte publizieren.

„plus 20 degrees C“ - You can license this picture
„minus 20 degrees C“ - You can license this picture
"En passant" in Stockholm

„En passant“ - You can license this picture
Behind the scenes: „En passant“ - Im Vorbeigehen in Stockholm gesichtet.
Hausbesetzung / Squatting

„Squatting“ - You can license this picture
Behind the scenes: Another one from the golden autumn.
Btw this one is converted with kbarni’s iNDA-Plugin for Bibble. kbarni ported the well known GIMP Plugin to Bibble (imho the worlds best RAW-converter). iNDA is very easy to use and gives very descent results.
If you’re looking for a more sophisticated Plugin for b/w-conversion within Bibble you ought to have a look at Sean Puckett’s Andrea Plugin (the standard version is now included in the Bibble 5.1 package). Andrea includes a lot of film and paper simulations but is therefore a bit more complicated in the usage.
Update - Wie Pilze aus dem Boden...
- Lappland: Mit den Pilzen ist es wie mit dem Winter. Plötzlich schiessen sie aus dem Boden. Ganz wie der Winter. Plötzlich ist er dann da. Die nächtlichen Temperaturen sind schon winterlich. Minus 8 Grad hatten wir gegen 2 Uhr zu verzeichnen. Am Tage wärmt die Sonne uns aber noch auf 6-8 Grad im Plusbereich. Trotzdem eine der schönsten Jahreszeiten im Moment. Unbeschreibliche Farbenpracht.
- Fotografie international: Die Photokina hat ihre Pforten nun wieder geschlossen und wir dürfen auf die Rückkehr zum Wesentlichen in der Fotografie hoffen. Nachdem wir nun wieder einige Tage lang lernen durften, welche technischen Errungenschaften zu begehren sind (Ironie!), können wir uns jetzt hoffentlich wieder dem Fotografieren zuwenden. Nebenbei und ganz ehrlich: Ich bin so froh, dass Köln so weit entfernt liegt und ich die Zeit statt mit einem Messebesuch mit einigen Foto-Sessions füllen konnte :)
- ContrastMaster: Ich hatte vor einigen Tagen schon erwähnt, dass sich ContrastMaster (ein Photoshop-PlugIn, das sich spezifisch mit Kontrast beschäftigt) derzeit im Test befindet. Der Test wird noch ein paar Tage dauern. ContrastMaster ist unglaublich mächtig, benötigt aber eine vertiefte Einarbeitung. Das vielversprechende PlugIn ist nicht überkompliziert, aber anspruchsvoll. Wir testen weiter.
- Input für Fotografen: Übers Wochenende bin ich über diesen Link bei Photobiz gestolpert. In dem Artikel findet sich eine lange Liste mit 59 Links zu Seiten, die für angehende Berufsfotografen hilfreich sein können. Sind einige sehr gute Sachen dabei. Reinschauen lohnt sich also.

- Schön anzusehen, aber nicht zum Verzehr empfohlen :) -
Simply beautiful - Autumn colors
Zeit für die Ernte der Wacholderbeeren in Lappland
Der landläufige Begriff Beere ist übrigens eigentlich falsch. Handelt es sich doch nicht um Beeren, sondern um kleine Zapfen. Die beerenförmigen Zapfen benötigen bis zur Reife in Lappland zwei Jahre. An den Sträuchern lassen sich die einjährigen von den erntereifen zweijährigen Zapfen durch die Farbe gut unterscheiden. Die einjährigen Zapfen sind grün, die zweijährigen werden zur Erntereife tiefblau (beinahe schwarz). Auch die erntereifen zweijährigen Zapfen bleiben geschlossen. Die meist dicken, fleischigen Zapfenschuppen sind aus Deck- und Samenschuppen verwachsen und enthalten üblicherweise ein bis drei Samen.
Allerdings ist Eile angesagt, denn die Beeren sind auch bei verschiedenen Vögeln sehr begehrt.
Warum ist Wacholder in Lappland so beliebt? Die Wacholder-Beere ist sehr wichtig bei der Herstellung von geräuchertem Fleisch oder Fisch. Und geräuchert wird hier sehr gerne und viel. Hinter fast jedem Haus schaut ein Räucherofen in vielen verschiedenen Ausführungen hervor. Die Beeren werden in zerstossenem Zustand den Räuchermischungen beigegeben, mit denen das Räuchergut eingerieben wird. Und auch das Holz der Sträucher ist zum Räuchern sehr begehrt. Die Zusammensetzung der Räuchermischungen ist oft ein gut gehütetes Familiengeheimnis.
Neben dem Einsatz beim Räuchern können die getrockneten Wacholderbeeren auch als Würze für viele Arten von Fleischzubereitungen (z. B. Wildbraten) verwendet werden. Köstlich ist auch die - allerdings in Schweden eher unübliche und unbekannte - Zugabe zu Sauerkraut.

Herbstfarben / Fall colors
Magical mystery mushroom and some news

Behind the scenes: This one is really a strange one. About the miracles of nature in Lapland.
Have been on a long walk yesterday, looking for the signs of the beginning autumn as i suddenly stumbled upon this very strange mushroom. It’s been an overcast day and i realized that the mushromm was shining by itself. No Photoshop here. That’s how it actually looked like.
Thought about „maybe some kind of alien attack to come“. Something like this and baptised the thing „magical mystery mushroom“. Any biologists out here, knowing what this is?
And some more news:
- My new review at the German Fotografr Website has been published today. Be sure to have a look. It’s about the „Handbuch Digitale Dunkelkammer: Vom Kamera-File zum perfekten Print“. The Review is written in German.
- Just began to experiment with a new Photoshop PlugIn: Contrast Master (by The Plugin Site). Looks very nice and i will be posting a detailed review soon. If you have any questions regarding this specific plugin and you want me to cover them in the review just send me an email.
Herbst im Anflug / Hösten på vägen

Behind the scenes: Heute etwas Jahreszeiten-Blues. Das Foto ist natürlich kein Herbstbild, sondern eine Aufnahme von 2. Juni. Und heute, am 23. August, d.h. 10 Wochen später ist es bereits wieder richtig herbstlich.
And when i'm grown up i wanna be a tree

Behind the scenes: Beinahe wäre ich über den Kleinen gestolpert. Da rief er mir zu „und wenn ich mal ausgewachsen bin, will ich ein richtiger Baum werden“. Noch Fragen?
Summer in Lapland XXV - The gold of Lapland 2010 - Hjortron - Moltebeere - Cloudberry

Behind the scenes: Wie jedes Jahr um diese Zeit ist wieder einmal Hjortron-Hochsaison. Die professionellen Beerenpflücker, die in Trupps überall ausschwärmen, sind in diesem Jahr nicht nur Thailänder, sondern auch Chinesen. Die Globalisierung lässt grüssen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ja und sie schmecken auch dieses Jahr wieder gigantisch. Fällt geradezu schwer, sie zuerst zu fotografieren :) Nur stehen die wirklich guten Vorkommen (so wie auf dem Bild) in Sumpfgebieten mit extrem erhöhter Mückendichte. Alles hat seinen Preis. In diesem Fall 40cm tiefer Sumpf und gezählte 23 Schnakenstiche auf dem rechten Unterarm (denn ich hatte MyggA vergessen).
Mehr Details zur Hjortron (mit Rezept für Hjortronsylt) gibt es hier.
Sommer in Lappland X - A gate to heaven

Behind the scenes: Freizeit. Eine lange Wanderung in Lappland. Nur einige Vögel zu hören. Spuren von Rentieren, Elchen und einem Bär.
An einem Pfad auf den Gipfel. Bizarre Formen umgefallener Bäume. Halb verrottet und dennoch Natur-Kunst. Dieser hier sah aus wie ein Schlüsselloch, durch welches man das Tor zum Himmel öffnen kann.
Sommer in Lappland IX - The last sunbeam

Behind the scenes: Die von den letzten Sonnenstrahlen angestrahlte Blume stand ca. 5 Meter über Grund auf einem Hügel aus Geröll. Geschätzte Zeit zur Dunkelheit auf der Blume waren ca. 2 Minuten. Etwas Fitnesstraining also, einen steilen Geröllhügel hinauf zu klettern. Für genau 5 Aufnahmen hat es dann noch gereicht. Und der Weg wieder nach unten war deutlich schwieriger, als der Weg nach oben.
Dactylorhiza fuchsii / Common spotted orchid / Fuchs' Knabenkraut

Es handelt sich um eine in hiesigen Breiten gelegentlich vorkommende Pflanze.
Wikipedia belehrt uns: “Das Fuchs' Knabenkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 20 bis 90 Zentimetern erreicht. Der markige Stängel ist nicht hohl. Die Laubblätter werden 5 bis 10 (bis 12) cm lang, die Spitze des obersten Laubblattes ist bei dieser Art weit vom Blütenstand entfernt. Die Laubblätter sind oberseits dunkelgrün, unterseits heller und besitzen meist querovale Flecke. Die unteren Blätter sind rosettig gehäuft, das unterste Laubblatt ist auffallend kurz und stumpf.”
Die charakteristischen Blätter sind im zweiten Bild zu sehen.

En försommarpromenad ute i skogen / Ein Frühsommerspaziergang draussen im Wald
-> Hier gehts zur Galerie “Ein Frühsommerspaziergang draussen im Wald”
-> Klick här så kommer du till bildspelet “En försommarpromenad ute i skogen”
Att prata vårtecken och starkregn / Über Frühlingsboten und Platzregen

- this shot by petra fuelbert -
Und trotzte sogar dem Platzregen der letzten Tage; hielt sich dabei aber „verschlossen“.

(Krokus Nummer 2 hat dem „Starkregen“ allerdings leider nicht stand gehalten.)

Vårflod / Frühjahrsüberschwemmung in Lappland
Da die Temperaturen irgendwann im April/Mail plötzlich ziemlich sprunghaft ansteigen, gibt es eine schnelle Schneeschmelze. Besonders nach schneereichen Wintern - so wie dieses Jahr - kommt jede Menge Wasser zusammen.
Wenn dann schliesslich auch noch Regen dazukommt - wie ebenfalls in diesem Jahr - erreichen die Wasserstände schnell bedrohliche Höhen. Kurz gesagt: Wasser einfach überall.
Von verschiedenen Seiten habe ich z. B. gestern erzählt bekommen, dass an Seen und Stränden belegene Sommarstugas nun geflutet sind (was an den besagten Stellen seit etlichen Jahren nicht mehr vorgekommen sein soll).
Auf der gestrigen Fahrt nach Umeå habe ich etliche Stellen gesehen, an denen Wege bereits gefährlich unterspült waren. Viele “Schleichwege” und Abkürzungen waren auch bereits gesperrt. Das schwedische Wetterinstitut (SMHI) hatte deswegen gestern eine akute Warnung (Warnstufe 1) heraus gegeben. Die Presse hat ausführlich berichtet.
„Glück im Unglück“ sind die reizvollen Fotomotive, die durch die temporären Wasserflächen entstehen.

Ein Spaziergang im Frühlingswald / En promenad ute i vårskogen
Ich habe das wunderbare Wetter heute für einen ausgiebigen Spaziergang genutzt und u.a. eine Viertelstunde lang ein kreisendes Adlerpärchen beobachtet. Durchatmen für die Seele!
Die majestätisch in grosser Höhe kreisenden Adler liessen sich leider nicht fotografieren. Dafür habe ich aber einige Motive aus Bodennähe mitgebracht. Enjoy!




Birke im Fellwechsel :)
Aber Spass beiseite: Dieser Baum - im „Stadtzentrum“ von Malå - ist derzeit regelrecht dabei, sich zu häuten.
Zufällig Pflanzenkundler unter der Leserschaft, die hier etwas beitragen können?

(Im Zentrum von Malå - wieder mit der Flohmarkt-Knipse :)
Weihnachtliche Gefühle

Herbst und es wird kälter in Lappland und: Windchill in der Praxis
Den Tag über war es ziemlich windig. Der Windchill-Effekt in der Praxis eben.
Wikipedia sagt dazu: „Der Windchill beschreibt den Unterschied zwischen der gemessenen Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit. Der Windchill ist ein Maß für die windbedingte Abkühlung eines Objektes, speziell eines Menschen und dessen Gesicht.“
Ich sage dazu: „Es war ziemlich zugig und kühl beim Fahrradfahren heute“.
Traumhaftes herbstliches Fotowetter war es trotzdem :)

Heute morgen im Garten: Blätter - die meisten bereits auf dem Boden und nicht mehr auf den Bäumen - in wunderschönen Herbstfarben. Aber mit kleinen Eisbergen :)
Lappland: Protest gegen den kommenden Winter...?

Wilde Orchideen in Lappland / Vilda orkideer / Rampant orchids
Vor zwei Wochen hatte ich in der Nähe von Robertsfors ein grösseres Shooting in Sachen Tourismus. Eine bildhübsche Stelle mit einigen Holzhütten, einsam draussen im Wald belegen.
In der Mittagspause bin ich etwas mit Kamera umhergeschweift und habe einen unglaublichen Fund gemacht. Einige wilde Orchideen von überragender Schönheit. Hier zwei Beispiele:


Höstfärger / Herbstfarben

Diese Aufnahme kommt übrigens aus einer Testreihe mit dem neuen Nikkor 35mm f1.8 AFS. Eine Linse, die es mir sehr angetan hat. Mal schauen, wie sich das gute Stück über die Zeit hinweg bewährt.
Preiselbeeren / Lingon

Geheimtipp: Wilde Wacholderbeeren aus Lappland
Wacholder ist bekannt ein wahrer Schatz aus der Natur. Die Hauptanwendungsbereiche:
1. In der Naturheilkunde wird Wacholdertee zur Verdauungsförderung, Harnausscheidung und gegen Sodbrennen eingesetzt. Auch in der Rheuma- und Gicht-Therapie wird Wacholder angewandt.
2. In der Küche wird Wacholder vielseitig eingesetzt: Die getrockneten Beeren kommen z. B. bei der Zubereitung von Sauerkraut und bei vielen Fleischgerichten zum Einsatz.
3. Das Holz der Wacholdersträuche wird hier oben vor allem als Zugabe zu den Räuchermischungen verwendet, um eine Aromatisierung des Räuchergutes (Fisch oder Fleisch) zu erreichen.
Und welche Beeren könnten besser sein, als die Wilden Wacholderbeeren aus der unberührten Natur Lapplands!

Mushroom explosion...

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Dags för lingon / Zeit für die Preiselbeeren
Es gibt recht viele wilde Preiselbeeren in Lappland, da Preiselbeeren generell unempfindlich gegen Frost sind. Zu finden sind die Preiselbeeren an sonnigen und trockenen Stellen.
Für den Norden mit seinen langen und sonnenarmen Wintern ist die Preiselbeere ideal, enthält sie doch eine Fülle an Vitaminen und Mineralien. In hiesigen Gefilden werden die Preiselbeeren bevorzugt zu „Lingonsylt“ eine Art Zwischending aus Kompott und Marmelade eingekocht. Das Sylt kann als Beilage zu sehr vielen Gerichten - vom Pfannkuchen bis zum Rentiersteak - gegessen werden. Besonders positiv ist, dass das Sylt wegen des hohen Gehaltes der Preiselbeere an Benzoe- und Salicylsäure - die auch als Konservierungsmittel eingesetzt werden - gut und lange haltbar ist.

Was fürs Gemüt...

Hjortron Saison 2009: Das Gold Lapplands reift heran
Die meisten Hjortron sind aber noch rot (erst wenn sie goldgelb sind, sind sie zur Ernte reif). Der Anblick ist trotzdem bereits erhebend.

- Typischer derzeitger Wachstumsstand der Hjortronbeeren, Stand 29.7.2009 -
Die Ernte der Hjortron ist beschwerlich, trägt doch jede Pflanze nur eine Beere.
Seine „Hjortronstellen“ - deren genaue Orte als Geheimnisse bewahrt werden :) - muss man in der Erntezeit täglich besuchen, denn in der Endphase reifen die Beerenfrüchte von einem Tag auf den anderen. Und sind sie überreif, sind sie praktisch wertlos.
Was die Ernte auch erschwert ist, dass die kostbaren Pflanzen in sumpfigem Gelände zu Hause sind. Gummistiefel sind also angesagt. Und zur Zeit schwirren in sumpfigem Gelände noch jede Menge Mücken herum. Alles nicht so einfach.
Aber: Wer schon einmal Hjortronsylt verspeist hat weiss, dass sich der Aufwand lohnt!
Und alle Urlauber, die Beeren ernten wollen, sollten sich jetzt schleunigst auf den Weg nach Lappland machen!
Lappland-Pflanzenkunde
Eine sehr gute Hilfestellung für die Beantwortung der Frage ist die Website www.wunderbares-lappland.de. Dort stellen das Ehepaar Karl-Heinz Gross und Steffi Wunderlich - seit Jahren eingefleischte Lappland-Fans - in umfangreichen und liebevoll gepflegten Galerien eine Fülle von hiesigen Gewächsen dar. Und auch darüber hinaus gibt es wertvolle und spannende Informationen.
Seerose / Sjöanemon

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[Update] Botaniker in der Leserschaft? Was ist das?
Die pflanzenkundigen Menschen und Botaniker unter der Leserschaft werden um Mithilfe gebeten! Bitte am einfachsten die Kommentarfunktion nutzen. Danke!!!
(Sollte es sich um eine seltene Art handeln würde ich mich mit der Makroausrüstung nochmals auf den Weg dorthin machen).

Update vom 15.7.2009: Die legendäre Nicole Geiger, die ich aus alten Juristentagen kenne, hat wieder einmal die Lösung gefunden (manchmal frage ich mich ja, ob sie nicht heimlich nebenbei noch Biologie studiert hat). Es handelt sich also um Lappländisches Läusekraut (Pedicularis) aus der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Das Gewächs gehört zu den schönsten Pflanzen des hohen Nordens.
Überfüllung :) / Överflöd :)

Umweg? / Omväg?

Svamparna är redan på vägen / Die Pilze sind bereits auf dem Weg
Lappland ist übrigens in ein paar Wochen ein echtes Paradies für Pilzsammler.
Als kleiner Vorgeschmack hier ein frühes Prachtexemplar (vorgestern entdeckt):

En skiva / Eine Scheibe

(Converted with BW-Styler)
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Vilda blommornas dagen / Der Tag der Wildblumen
2009 wird zudem des 100-jährigen Jubiläums der Umsorge für die Natur gedacht, die auf einen Beschluss des schwedischen Reichstages von 1909 zurück geht. Das ganze Jahr 2009 wird deshalb auch als „Jahr der Natur“ gefeiert. Mehr Informationen hier auf der Website der Svenska Botaniska Föreningen.

Zugabe: Tillägg: Makro im Garten / Makro i trädgården
Växter / Gewächse

Trädstam / Baumstamm

(Converted with BW-Styler)
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Makro im Garten / Makro i trädgården
Gesagt, getan: Wir zeigen es im Bilde :) und haben eine kleine Galerie mit knapp über 30 aktuellen Makroaufnahmen aus dem Garten für alle Leserinnen und Leser zusammen gestellt.


(Kleiner Vorgeschmack auf die Galerie sind die beiden Bilder,
die Sie hier sehen können)
Eine Blume, die uns etwas sagen möchte... / En blomma som vill säger nånting...

Våren i trädgården / Der Frühling im Garten

Der börjar att växa.. / Es beginnt zu wachsen...
Es beginnt zu wachsen - jedenfalls im Haus. Aber bald ist es Zeit für den Garten. Gestern hatten wir schon knapp 20 Grad am Tage. Es liegt immer noch Schnee. Der soll jetzt aber schnell schmelzen.


Här finns det hjortron / Hier gibts Hjortron
På stranden / Am Strand

Vor ein paar Tagen an einem Strand in der
wunderbaren Herbstsonne entdeckt.
En speciell sort av björk / Eine spezielle Birkenart
Frostfarben / Frostfärger

(Upptäckt i trädgården)
En otrolig stor svamp / Ein unglaublich grosser Pilz
I lördags också den här intressant hittegods: Den här svampen var större än en fotboll.

(Upptäckt någonstans ute)
Und als Zugabe und als Gegensatz hier noch einige extrem kleine Pilze :)
Och som ett extra tillägg och som motsats här några extrem små svampar :)

(Upptäckt någonstans ute)
Konstig svamp / Merkwürdiger Pilz

(Upptäckt någonstans ute)
Nu är det snart dags för lingon / Bald ist es Zeit für Preiselbeeren


(Upptäckt någonstans ute)
Hjortronernte (Hjortron Teil 3)

(Blick ins Hjortronfeld)
(Blick auf einen Teil der gesammelten Schätze)
Die Pilzsaison 2008 in Lappland / Svamp-säsongen 2008 i Lappland

Auch wenn diese beiden heute entdeckten Exemplare vorzüglich aussehen: Dieses Jahr sieht es mit der Pilzsaison in Lappland mager aus. Das verregnete und für die Jahreszeit viel zu kalte Wetter verdirbt die Pilze. Und da die guten Stücke unglaublich schnell wachsen, muss man sich sehr eilen um noch einige zu erwischen, die noch nicht angefault oder verwurmt sind. Teilweise ein echt frustrierendes Unterfangen dieses Jahr.
Den Beerenpflückern geht es übrigens nicht anders: Den Zeitungen ist zu entnehmen, dass die Beerenernte in Südschweden dieses Jahr praktisch ausfällt. Und hier oben in Lappland herrscht deswegen ein grosser Andrang auf die ebenfalls sehr unter dem schlechten Wetter leidenden Beeren. Insbesondere Hjortron (Moltebeere, Cloudberry) sind sehr "wetterfühlig".
Hjortron (Moltebeere, Cloudberry) Teil 3

(Upptäckt någonstans ute)
Das Gold Lapplands: Hjortron (Moltebeere, Cloudberry)
Sozusagen als “Schutzmechanismus” wurde sogar der “Hjortronbjörn” (“Hjortron Bär”) erfunden, ein Bär der sich - der Erzählung nach - hauptsächlich dort die Zeit vertreibt, wo es gute Hjortron-Fündigkeiten gibt ;)
Hjortron ist eine mehrjährige Pflanze und kommt bevorzugt am Rand von Mooren vor. Die grossen Vorkommen in hiesigen Breiten sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die Hjortron Kälte von bis zu minus 40 Grad übersteht.
Die Pflanzen haben eine Höhe von 5 bis 25 Zentimetern (typischerweise 15 - 20 cm).
Das Pflücken ist mühsam und beschwerlich, gibt es doch nur eine Beere pro Pflanze. Die Beeren durchlaufen im Reifeprozess die Farben grün, rot und schliesslich gelborange. Optimaler Erntezeitpunkt ist, wenn sich die äusseren Blütenhüllblätter von der Beere wegrollen. Die dann gelborange Beere ist schon weich und muss vorsichtig gepflückt werden. Wenn man eine bestimmte Fündigkeit “unter Kontrolle” hat, muss man über einen längeren Zeitraum immer wieder dort vorbeischauen, da die Beeren ganz unterschiedlich reifen.
Notfalls (aber bitte nur dann) kann man auch eigentlich noch rote, harte und unreife Früchte sammeln und diese an der Sonne nachreifen lassen.
Wegen der gelborangen Farbe, die erntereife Früchte haben, werden Hjortron auch als “Lapplands Gold” bezeichnet.
Typischerweise wird Hjortron hauptsächlich zu Marmelade (“Hjortronsylt”) oder - besonders edel - als Gelee (d.h. ohne Kerne) verarbeitet. Hjortronsylt wird in Schweden zu sehr vielen Gerichten (Mehlspeisen, Fleischgerichte, etc.) gereicht. Sehr lecker sind auch gefrorene Hjortron mit Zucker (“Björnkulla”). In nordischen Breiten kommt als Zusatznutzen hinzu, dass die Hjortron besonders reich an Vitamin C ist (was sich in den langen sonnenarmen Wintern als besonders nützlich erweist).
Hier in Lappland gibt es die Hjortron in Massen (wenn man weiss wo :), in Mitteleuropa hingegen ist die Hjortron - bis auf einige winzige Bestände - fast gar nicht mehr anzutreffen. Dennoch sind auch hier die Preise am Explodieren: Runde 5 bis 7 Euro pro Kilo sind fällig. Für Marmelade und Gelee entsprechend mehr. Doch wer einmal richtig gutes Hjortronsylt geschmeckt hat, weiss warum der Preis gerechtfertigt ist :)
Pflanzenkundlich gehört die Hjortronbeere übrigens erstaunlicherweise zur Gattung der Rosengewächse und kommt nur als Wildgewächs vor. Alle Versuche, die Pflanze künstlich anzupflanzen sind bislang gescheitert.
Hier noch ein Rezept für Hjortronsylt:
Zutaten: 1 Kg Hjortron und 500 gr. Zucker. Beeren reinigen und ggf. spülen. Beeren und Zucker vermischen. Einige Stunden stehen lassen. Dann langsam erhitzen und ca. 10 Minuten kochen lassen. Topf vom Herd nehmen und einige Minuten stehen lassen. Dann in die vorbereiteten Einmachgläser geben und diese veschliessen.
Hinweis: Die Verwendung von Gelierzucker ist in aller Regel nicht erforderlich, da Hjortron bereits relativ viel Pektin enthalten. Verwendet man überreife Früchte kann die Zugabe von Gelierzucker angezeigt sein.

Erntereife Hjortron
"Mini-Hjortron"
Lappland: Trädgården i sommaren / Lappland: Garten im Sommer


Intryck från trädgården / Eindrücke aus dem Garten
Gold of Lapland är inte bara hjortron, också jordgubbar / Lapplands Gold sind nicht nur Moltebeeren, auch Erdbeeren

(Upptäckt och plockat i trädgården /
im Garten entdeckt und gepflückt :)
Sommarblomma / Sommerblume
Sparris i Lappland? / Spargel in Lappland?
När jag har upptäckt dessa plantor då tänkte jag spontant på sparris därför att i Tyskland börjar nu sparris- säsongen.

(Upptäckt mellan Lövberg och Nåda /
entdeckt zwischen Lövberg und Nåda)
Blommor i Lappland / Blumen in Lappland

Herbstfarben...



Herbstpflanze
Schönheit des Holzes...
Eichen in Lappland...

Sehr hübsch, aber ziemlich ungeniessbar...


































