Die "Minus-40-Grad-Woche" mit Galerie und Mathematik
Worum geht es? Die bislang kälteste Woche des Jahres in Lappland liegt hinter uns. Die sibirisch-arktische Kältewelle hat uns Temperaturen bis zu minus 40 Grad beschert. Das ist auch für hiesige Breitengrade recht kühl und frisch. Bei diesen Temperaturen kommt das Leben zum Erliegen. Nur wer unbedingt muss, verlässt noch das Haus.
Die Kälte bringt auch eine lebensfeindliche Stille mit sich. Es ist totenstill draussen, ja die ganze Natur ist wie tot.
Es hat Überwindung gekostet, trotzdem jeden Tag mindestens eine Stunde mit der Kamera raus zu gehen. Dick eingehüllt in mehrere Schichten Kleidung und mit fetter Pelzmütze. Aber es hat sich gelohnt. Das Licht war einfach absolut traumhaft und die Stille extrem inspirierend.
Minus 40 Grad sind aus einem weiteren Grund faszinierend: Bei exakt dieser Temperatur entspricht der Temperaturwert in Celsius genau dem Wert in Fahrenheit.
Bekanntlich lautet die Umrechnung F=Cx1.8+32 und C=(F-32)÷ 1.8, wobei 0 Grad C = +32 Grad °F sind. Das führt dazu, dass minus 40 Grad Celsius exakt minus 40 Grad Fahrenheit entsprechen.
Ich habe eine Galerie mit einigen Bildern - teils persönliche Bilder, teils Musterstücke aus Auftragsproduktionen - zusammen gestellt:
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„Traumhaftes Licht bei minus 40 Grad C/F in Lappland“
2012 naht
Nun schreiben wir also bald 2012. Viel wird gemunkelt über dieses Jahr. Wir bleiben aber mit beiden Beinen auf dem Boden und starten in das neue Jahr mit einigen Weiterentwicklungen.
Relaunch 2012
Zum Jahreswechsel haben wir unsere Fotografie-Homepage komplett neu designed und dort auch einen separaten Fotografie-Blog aufgelegt. Dazu gleich mehr.
Auch hier im Lapplandblog hat sich etwas verändert beim Design und den Inhalten. Vor allem geht es uns um Vereinfachung und Reduktion, sodass Lesbarkeit und Verständlichkeit immer weiter optimiert werden.
Spannungsfeld Fotografie und Lappland
Hier im Lapplandblog haben wir bislang immer mit der Spannung zwischen rein fotografischen und auf Lappland bezogenen Beiträgen gelebt. Um auch dies weiter zu vereinfachen, gibt es jetzt den separaten Fotografie-Blog. Dort bloggen wir ab 2012 auf Englisch.
Aber keine Sorge: Natürlich geht es auch hier im Lapplandblog weiter. Hier bleibt es bei Deutsch und gelegentlichem Schwedisch. Natürlich gibt es auch hier weiterhin viele Bilder und auch das ein oder andere fotografische Thema. Allerdings mehr mit Bezug zu Auswandern, Urlaub, Tourismus, Reisen und - natürlich - dem Schwerpunkt Schwedisch-Lappland.
Experiment soziale Medien
2011 war für uns ein offensiv experimentelles Jahr in Sachen soziale Medien. Stammlesern wird auffallen, dass die Buttons zu Google+, Facebook und Twitter mit dem Relaunch wieder aus der Seitenleiste verschwunden sind.
Warum? Wir haben im vergangenen Jahr viel experimentiert, Vorträge zum Thema soziale Medien gehalten und Artikel dazu geschrieben. Rein persönlich haben uns die derzeit verfügbaren Plattformen aber schlichtweg (noch) nicht richtig "begeistert" (wobei Google+ auf dem richtigen Weg zu sein scheint).
Aber: Zu viel Zeit geht bei der Beschäftigung mit den virtuellen Welten verloren. Und Hand aufs Herz: Nur wenige neue Beziehungen mit echtem Tiefgang sind hinzu gekommen. Natürlich sind wir auch weiterhin auf den bisherigen Plattformen aktiv. Nur gehen wir das ab 2012 viel entspannter und mit viel geringerer Priorität an. Wer Kontakt zu uns aufnehmen möchte, tut das am besten via Mail oder Telefon :-)
Was hat sich sonst so getan?
- Malå durfte seine Ambulanzstation behalten. Die Proteste, die wir über einen längeren Zeitraum fotografisch begleitet haben, haben schliesslich Erfolg gezeitigt.
- Der weitere Ausbau der Windkraft in Västerbotten wird aus der Bevölkerung zunehmend kritisch gesehen. Auch hier bilden sich Bürgerinitiativen und erste Proteste beginnen.
- Die Einwanderer strömen nach wie vor ungebremst hierher. Leider erleben wir immer wieder schlimme Tragödien. Viele beginnen beim Hauskauf. Hier haben sich teilweise regelrechte Mondpreise etabliert Aus aktuellem Anlass möchten wir deswegen nochmals auf unsere Tipps zum Immobilienkauf in Lappland hinweisen. Unsere Tipps helfen hoffentlich, einige Katastrophen und menschliche Tragödien zu verhindern.
Und jetzt allen Leserinnen und Lesern einen guten Start
in das neue und spannende Jahr 2012!
„Apokalyptischer Touch“
Behind the scenes: Passend zum Jahreswechsel 2011/2012 ein Bild mit "apokalyptischem Touch". Ein Naturschauspiel, das den arktischen Winter auszeichnet: Irisierende Wolken (Photometeore). Ein farbenfrohes Spektakel, das in Verbindung mit dem Sonnenuntergang und verhangenem Himmel endzeitliche Gefühle hervorrufen kann. Die Uferlinie ist übrigens absichtlich nach rechts abschüssig. Eine Reminiszenz an die brodelnde Wirtschaftskrise. Nebenbei: Sehr romantisch war der Anblick ebenfalls.
Über Wetterkapriolen und Rentiere - Lappland in Bildern KW 46+47 / Veckans bilder v 46+47 / Lapland in pictures week 46+47
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Das liebe Wetter
Hier in Lappland beginnt sich Nervosität breit zu machen. Warum? Im Tourismus steht eine Hochsaison vor der Tür, aber der Schnee lässt noch immer auf sich warten. Es wird zwar langsam etwas kälter. Bis dato liegen aber nur einige cm Schnee.
Üblicherweise liegen um diese Zeit bereits 40-50 cm Schnee bei Temperaturen um die minus 10 bis 15 Grad. Dieses Jahr sind es lediglich ein paar Zentimeter pampiger Schnee und null bis minus 5 Grad. Skoter- oder Skifahren ist derzeit schlicht unmöglich (die Lage im Fjäll ist allerdings etwas besser).
Rein privat ist uns das Recht, entfällt doch das lästige Schneeschieben derweilen. Für unsere Kunden im Tourismus aber bahnt sich eine mögliche Katastrophe an. Wenn es so weiter geht werden die Gäste über Weihnachten und Neujahr weder mit dem Skoter, noch mit dem Hundeschlitten fahren können. Und der Wetterbericht verheisst für die nächsten 10 Tage keine grosse Veränderung. Es soll nur etwas kälter werden.
Mancherorts kommen bereits Zweifel an der jahrelang gepriesenen "Schneesicherheit" auf. So weit würde ich nicht gehen, und es ist noch nicht Weihnachten. In den verbleibenden Tagen kann sich die Lage noch deutlich verändern. Ein besonderes Klimajahr ist 2011 aber in jedem Fall - für Mensch und Tier
Was und zum nächsten Thema führt: Den Rentieren
Vergangene Woche haben wir im Rahmen eines Fotoauftrages wieder einmal Rentiere fotografiert. Es ging um die Bebilderung eines Forschungsberichtes. Forscher haben sich nämlich intensiv damit beschäftigt, wie der Wärmehaushalt der Rentiere funktioniert. Einerseits müssen sie extreme Kälte aushalten. Andererseits müssen Rentiere jederzeit für die Flucht vor Raubtieren gerüstet sein. Dabei geht es schon einmal von null auf bis zu 80 km/h. Wie ist das möglich, ohne dass die Rentiere dabei lebensgefährlich überhitzen?
Die Forschung hat nun herausgefunden, dass Rentiere ein aus mehreren Komponenten und Mechanismen bestehendes Wärmeregulierungssystem haben:
- Das Winterfell als "wärmende Aussenhülle" ist extrem dicht. "Bauartbedingt" wärmt es immer. Die Regulierung erfolgt durch zwei zusätzliche Mechanismen.
- Ein Regulierungssystem läuft über die Atemluft. Das Rentier zieht Kaltluft durch die Nase ein. Dadurch verdunstet das Wasser auf den Schleimhäuten und kühlt den extrem gut durchbluteten Nasenraum. Kaltes Blut wird dem Kreislauf zugeführt. Das kühlt punktuell und gleichzeitig zentral. Ähnlich wie z.B. bei Hunden kann der Effekt durch eine heraushängende Zunge beim Rennen verstärkt werden.
- In einer Flucht- oder Hochleistungssituation kommt ein weiterer Mechanismus hinzu. Anatomisch verlaufen beim Rentier die Venen und Arterien nebeneinander. Das kühlere venöse Blut kühlt so das wärmere arterielle Blut, insbesondere auf dem Weg in Richtung Kopf und Gehirn.

„Inside the old house“
Schliesslich noch in eigener Sache
Stammleser werden es bemerkt haben. Die Blogfrequenz hier hat abgenommen. Es gibt weniger Artikel, dafür längere und mehr Bilderstrecken. Wir planen künftig regelmässige, wöchentliche oder zweiwöchentliche Updates als Wochenrückblick mit Bilderstrecke. Wer immer tagaktuell auf dem Laufenden sein möchte, schaut am besten einmal täglich bei Google+ oder Facebook vorbei.
Rädda ambulansen i Malå - Ein heisser Winteranfang

„Wir weigern uns, wenn die Ambulanz künftig eine Stunde braucht“
Wer in das Inland Lapplands zieht, weiss, dass ihn eigentlich Natur und Ruhe erwarten. Es gibt aber auch eine andere Seite der Medaille. Wären da nicht einige "Störfaktoren" mit im Spiel.
Einer davon hört auf den Namen "Windkraft" und es regt sich in der Region ein zunehmender Widerstand gegen weitere Windkraftetablierungen. Denn in etlichen Kommunen ist es mit Ruhe und Natur nicht mehr weit her. So regt sich nun auch in Malå eine Bürgerinitiative, die binnen Tagen 450 Protestunterschriften gegen die Erteilung weiterer Baugenehmigungen für Windkraftanlagen gesammelt hat. Die hiesigen Medien haben ausführlich darüber berichtet (z.B. hier in der Tageszeitung „Norran“ und hier im Regionalfernsehen).
Ein weiterer Störfaktor liegt in der Reaktion der zuständigen Landesverwaltung auf die Bevölkerungsentwicklung. Es ist ein offenes statistisches Geheimnis, dass die Bevölkerung im Inland immer älter wird und zudem deutlich schrumpft. Als Konsequenz daraus werden viele Gemeinwohldienste gekürzt. Jüngster Wurf der Planer ist das Vorhaben, den Krankentransport und Rettungsdienst zusammen zu streichen (Bericht in der Tageszeitung "Norran" hier und hier).
Und so landete auch Malå mit auf der Streichliste des Landstinges. Allerdings hatte man dort die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn in Malå ist nun der Protestgeist erwacht. Auch hier hat sich - unter der Federführung der Företagarna (Unternehmervereinigung) - spontan eine Initiative gegründet. Diese hatte am Samstag zur ersten Kundgebung und Demonstration auf dem Marktplatz eingeladen. Rund 500 Teilnehmer versammelten sich dort, um ihrem Unmut Luft zu machen. Ein sehr gutes Resultat bei knapp 3.500 Einwohnern in der Kommune. Die meisten der Teilnehmer unterzeichneten eine Protestpetition. Wir waren für Sie vor Ort und haben einige Eindrücke eingefangen.
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„Radio Västerbotten im Einsatz bei der Kundgebung“
Neu: Die Lappland-Edition
Ab sofort gibt es die Lappland-Edition mit Original-Abzügen und Kunstdrucken von ausgesuchten Fotografien, die charakteristisch für Lappland sind.
Kurz: Original-Kunstwerken aus Lappland. Natürlich in limitierter Auflage und handsigniert.
An den Start gehen 4 Editionen mit hochwertigen Abzügen und Prints:
Landscape, Nature, Black/White und Simplicity.
Viel Freude beim Durchstöbern der Galerien.
Und bitte daran denken: Damit wir die Lieferung als Geschenk zu Weihnachten sicherstellen können, bitte bis Ende November bestellen!
Schwedischer Pragmatismus: Elchjagd vom Sofa aus

„Elchjagd vom Sofa aus“
Behind the scenes: Die Jagd steht in Nordschweden hoch im Kurs. Allerdings weniger um des Vergnügens willen, als viel mehr um die Tiefkühltruhe zu füllen. Wir haben für ein Fachportal die ungewöhnlich pragmatische und unspektakuläre Herangehensweise der schwedischen Jäger fotografiert.
Im Laufe des letzten Monats sind so eine Reportage und eine Serie mit ungewohnten Perspektiven der Jagd in Nordschweden entstanden. Das hier gezeigte Bild bringt den ruhigen Pragmatismus für meinen Geschmack am besten auf den Punkt:
Statt eines Hochsitzes oder eines unbequemen Dreibeines hatte sich einer der Jäger einen komfortablen Sessel mitgebracht, um sich dort auf den Ansitz zu begeben. Das ist schwedischer Pragmatismus.
Kanelbullens dag - Tag der Zimtschnecke [Update: Jetzt mit Rezept]

„Kanelbullens dag - Fotografiert bei Dungers in Malå“
Behind the scenes: Andere Länder, andere Sitten, andere Gedenk- und Aktionstage.
Die Gedenk- und Feiertage eines Landes geben tiefe und wertvolle kulturelle Einblicke. Beging Deutschland gestern den Nationaltag, feiert Schweden heute den "Kanelbullens dag", den "Tag der Zimtschnecke" (Kanel = Zimt, Bullar = Kringel). Wahrscheinlich ist das Phänomen leicht dadurch erklärbar, dass der süsse Kringel ein wichtiger Bestandteil der schwedischen Fikakultur ist.
Erfunden hat den Gedenktag der "Hembakningsråd" ("Heimbackvereinigung") und seit 1999 wird - stets am 4. Oktober - die Zimtschnecke gefeiert. Es gibt dafür auch eine eigens eingerichtete Webseite.
Wie wird der Tag begangen? Natürlich mit Kanelbullar! Und natürlich am besten mit selbst gebackenen. Wer das zeitlich nicht schafft, kann am 4. Oktober landesweit auf ein grosses Angebot zurückgreifen. Und viele Cafés bieten an diesem Tag Kaffee mit Kanelbullar zum Sonderpreis an.
Nachtrag / Update 5.10.2011:
Auf Wunsch vieler Leser verrate ich hier unser praxiserprobtes Rezept für Kanelbullar nach echter schwedischer Art. Die Angaben beziehen sich auf ca. 20 Bullar.
Zutaten für den Teig
1 Halbes Päckchen frische Hefe
50 gr. Butter
300 ml Milch
100 gr. Zucker
1 Prise Salz
500 gr. Mehl
Zutaten für die Füllung
50 gr. Butter
2 Teelöffel Zimt
100 gr. Zucker
Zutaten für die Glasur
1 Ei
Hagelzucker
Gehobelte Mandeln
Zubereitung
Hefe in eine Schüssel bröckeln. Butter schmelzen (Mikrowelle oder Herd) und in die Schüssel geben. Milch (am besten leicht angewärmt, handwarm, ca. 35 Grad) zugeben. Rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
Dann Zucker, Salz und Mehl zugeben. Gut durchkneten (am besten mit Küchenmaschine), bis der Teig geschmeidig wird. Dann ca. 30 Minuten gehen lassen.
Butter für die Füllung schmelzen (Mikrowelle oder Herd); dann mit Zucker und Zimt vermischen.
Ofen auf ca. 225 Grad vorheizen.
Teig nochmals von Hand durchkneten und möglichst rechteckig ausrollen; ggf. Teig aufteilen. Füllung auf den Teig streichen und Teig von der langen Seite her aufrollen. Rolle dann in ca. 2 cm breite Stücke schneiden. Röllchen mit der Schnittkante nach unten auf Backpapier legen und nochmals ca 15 Minuten gehen lassen. Dann mit aufgeschlagenem Ei bepinseln und mit Hagelzucker und/oder gehobelten Mandeln bestreuen. Dann ca. 10-12 Minuten bei ca. 225 Grad ausbacken.
Vor dem Verzehr gut abkühlen lassen :)
Fjäll: Laisaliden - Tärnaby - Hemavan
Die vergangenen Tage waren wieder einmal mit grösseren Reisen gefüllt. Eines der Highlights waren zwei Tage im Fjäll. Hinter dem schwedischen Wort Fjäll verbergen sich die Skandinavischen Gebirge.
Unter Schweden wird das Fjäll zu allen Jahreszeiten hoch geschätzt. Insbesondere das Gebirge rund um Tärnaby und Hemavan ist eine äusserst gut besuchte Gegend, und im Winter ist das Gebiet eines der beliebtesten Wintersportgebiete in Schweden. Aus Tärnaby stammen z. B. die weltbekannten Skiläufer Ingemar Stenmark, Stig Strand, Jens Byggmark und Anja Pärson; in Hemavan beginnt bzw. endet der bekannte Kungsleden, ein Fernwanderweg, der auf zwei Streckenabschnitten durch Lappland führt.
Mich hatte es nach Laisaliden verschlagen, was zwischen Tärnaby und Hemavan liegt.
Leider hat das Wetter sich nicht von der besten Seite gezeigt und die fotografische Arbeit wieder zu einer echten Herausforderung gemacht. Denn im Fjäll ist das Wetter einerseits sehr unbeständig und in concreto wechselten sich bei kräftigem Sturmwind Platzregen und einige wenige Sonnenstrahlen ab. Ständig wechselnde Lichtverhältnisse und Feuchtigkeit (besser: Wasser) überall.
Ein paar Aufnahmen vom Location-Scouting darf ich hier zeigen und allen Besuchern in Lappland kann ich die Gegend nur wärmstens ans Herz legen. Am besten ausserhalb der Hauptsaison.
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Honey and zero



Naturreservat Storforsen in Norrbotten / Lappland

„Blick vom Storforsen - am Horizont das gleichnamige Hotel“
Heute wieder ein touristischer Geheimtipp für alle Lappland-Urlauber und Besucher. Ca. 40 Km nordwestlich von Älvsbyn (Norrbotten) befindet sich eine besondere Sehenswürdigkeit: Storforsen.
Was verbirgt sich hinter dem Namen? „Fors“ auf Schwedisch bedeutet „Stromschnellen“, „Stor“ bedeutet „Gross“. Über die „grossen Stromschnellen“ fliesst ein Nebenfluss des Piteälven (einer der Nationalflüsse Schwedens).
Storforsen ist der grösste naturbelassene Stromschnellenabschnitt Europas. Das gesamte Gebiet der Stromschnellen ist ein Naturreservat.
Der Storforsen überwindet auf eine Länge von 5 Kilometern einen Höhenunterschied von 82 Metern. Besonders sehenswert ist der letzte Abschnitt, auf den auch der grösste Höhenunterschied (von ca. 60 Metern) entfällt. Das Wasservolumen ist beeindruckend: Bis zu 1024 Kubikmeter Wasser fliessen pro Sekunde über die Stromschnellen. Der Durchschnittswert im Jahresmittel liegt bei 162 Kubikmetern.
Für Besucher gibt es mehrere ausgebaute Pfade, die bis zum letzten Abschnitt hinauf führen. Besonders löblich ist, dass auch Rollstuhlfahrer viele Pfade nutzen können.
Am Fusse des Storforsen liegt das gleichnamige Hotel. Viele der Zimmer und Konferenzräume haben einen wunderbaren Ausblick auf die Stromschnellen. Besonders beliebt für Hochzeiten ist die Kapelle neben dem Hotel. Sie ist auf den Storforsen ausgerichtet. Hinter dem Altar befindet sich ein überdimensionales Fenster mit Blick auf die Stromschnellen, was eine sehr besondere Atmoshäre für Trauungen schafft.
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Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele

„Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele“
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Behind the scenes: Ein Stück China in Lappland. Aber der Reihe nach. Vindelgransele liegt am Vindelälven. Hier dreht sich vieles ums Wasser und der Ort ist für die hohe Qualität seiner Fischgründe bekannt. Über den Sommer kommen z. B. regelmässig viele Angler aus Italien hierher.
Aber Vindelgransele hat noch mehr zu bieten. Jährlich findet auf dem Vindelälven das “Drakbåtstävling”, ein Drachenboot-Rennen, statt. An derselben Stelle übrigens, an der sich im Winter einer der Checkpoints für das Schlittenhunderennen „Vindelälvsdraget“ befindet.
Drachenboote sind grosse, offene Paddelboote, die ursprünglich aus China stammen. Charakteristisch sind Bemalung, Schnitzarbeiten und ein dekorativer Drachenkopf- und Schwanz. Nach der chinesischen Tradition stilisiert das Boot einen Drachen.
Zurück nach Vindelgransele. Die einzelnen Mannschaften bestehen jeweils aus 12 Paddlern und einem Trommler. Die Teams müssen gemischt sein (jeweils mindestens drei Teilnehmer des Minderheitengeschlechts). Gefahren wird mit zwei Booten gegeneinander im “K.O.-System”. Damit ist sichergestellt, dass der Wettbewerb einige Zeit dauert. Die beiden Boote werden vom Versanstalter gestellt.
Umrahmt wurde der Wettbewerb von einem Spielepark für die Kinder, guter Verpflegung (erstklassige Hamburger!) und einer kleinen Gewerbeschau.
Wir waren dort ausnahmsweise mal ganz privat. Frau Lapplandblog (Bilder mit "M") mit der langen Linse und ich (Bilder mit "W") mit festen 28mm.

„Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele“
Herzschmerz in Farbe - Abgesang auf den Sommer in Lappland

„Abgesang auf den Sommer in Lappland“
Behind the scenes: Abendliche Exkursion zu einem meiner Lieblingsplätze. Der Weg dorthin ist nicht einfach und führt durch ein Sumpfgebiet. Angekommen, erlebe ich ein Feuerwerk am Himmel. Gülden und honigfarben leuchten die vorüberziehenden Wolken. Steine schweben scheinbar über dem Wasser. Die Wärme verfliegt. Es wird kühl und kühler. Ein Kranichpärchen zieht seine Kreise, trainiert für die grosse Reise und singt mit lauter Stimme den Abgesang auf den Sommer in Lappland.
Loppis und Auktion in Schweden

„Auktionator im vollen Einsatz“
Behind the scenes: Urlaubern und Touristen in Schweden haben bestimmt schon das Schild “Loppis” am Strassenrand gesehen. Das ist die Kurzform von “Loppmarknad”, was übersetzt “Flohmarkt” bedeutet. Ab Juni schiessen die “Loppisar”, d.h. die Flohmärkte geradezu aus dem Boden. Hinter einem Loppis kann sich vieles verbergen. Vom kleinen Tapeziertisch mit einigen Sachen bis hin zu ganzen Lagerhallen mit unüberschaubarem Angebot. Reinschauen lohnt sich oft, denn oft gibt es wahre Schätze für beinahe umsonst.
Der Tipp lautet, sich VORHER zu überlegen, was man denn eigentlich braucht. Sonst endet ein Loppisbesuch gerne mit einem vollen Kofferraum :)
Als besondere Formen werden der „Garageloppis“ und der „Flyttloppis“ unterschieden. Ersterer ist ein kleiner privater Garagenflohmarkt, zweitererdient dazu vor einem Umzug all das anzubieten, was nicht mehr benötigt wird. Im ländlichen Raum gibt es aussderdem den „Bondloppis“, d.h. den Flohmarkt auf dem Bauernhof (meist in einer alten Scheune oder einem alten Stall).
Der Schwede denkt beim Thema Loppis sehr praktisch und kauft häufig tatsächlich benötigte Alltagsgegenstände. Das geht vom Vogelkäfig bis zum Rasenmäher. Daneben gibt es aber sehr häufig auch altes Geschirr, Möbel und allerlei Zierrat. Mitunter findet man alte Grammophone, Schmuckstücke, usw. Für Liebhaber von Antiquitäten ist der Loppis Pflichtprogramm. Auf dem Loppis darf übrigens normalerweise über den Preis gefeilscht werden.
Neben dem Loppis gibt es aber noch eine weitere Verkaufsplattform, die es zu besuchen lohnt: Die Auktion. Auktionen finden oft statt, wenn Häuser nach Todesfällen (oder Umzug ins Altenheim) geräumt werden. Dann soll alles “auf einen Rutsch” verkauft werden (was beim Loppis so nicht zu realisieren ist).
Der Hausrat - und oft auch Maschinen und Geräte - wird zusammen gestellt und dann versteigert. Die Auktionen werden in lokalen Nachrichtenblättern oder an den Schwarzen Brettern (“Anslagstavla”) bekannt gegeben.
Das führt i.d.R. zu richtigen Volksfesten. Manchmal kommen wahre Volksmassen. Denn die Auktion ist meistens mit einer gehörigen Portion Unterhaltung verbunden. Ein guter Auktionator versteht es, mit Humor durch die Versteigerung zu führen.
Normalerweise besteht die Möglichkeit alle Waren vor dem Beginn der Auktion zu besichtigen, und sich die eigenen Wünsche zu speichern. Das ist auch wichtig, denn während der eigentlichen Auktion geht es dann immer sehr schnell zu.
Ein besonders beliebter Auktionsgegenstand ist die “Fyndlåda” (“Fundkiste”). Hier werden in Kartons viele thematisch passende Dinge gepackt und als Paket versteigert. Da es sich meistens um sehr viele Kartons handelt, kann das zu mancher Überraschung führen. In Anbetracht eines durchschnittlichen Preises von ca. 1 bis 5 Euro pro Karton bei Haushaltswaren ist das eine spannende und oft sehr lohnenswerte Angelegenheit.
Auch spezielle Waren werden derart gebündelt, z.B. Elektrogeräte, Handwerkszubehör, usw. Diese Pakete können dann - je nach Inhalt - zu regelrechten Bieterschlachten führen.
Der Auktionator bestimmt - je nach dem Gang und Verlauf der Auktion - fexibel selbst, welche Stücke er einzeln aufruft und welche Stücke er als Pakete anbietet.
Der Tipp zur Auktion lautet, brauchbare Sprachkenntnisse mitzubringen und sich erst einmal eine Auktion und die dortigen Gepflogenheiten in Ruhe anzusehen. Denn sonst kann eine hastige Handbewegung des unbedachten Auktionsteilnehmers schnell dazu führen, dass man plötzlich irgend etwas ersteigert hat (was man im Regelfall gar nicht unbedingt haben will).

„Grosses Publikum auf der Auktion - trotz Regens“
Lycksele Motorveckan 2011 - Yankee Cars & Classics im Street-Style

„Lycksele Motorveckan 2011 -
Yankee Cars & Classics im Street-Style“
Behind the scenes: Einmal jährlich verwandelt sich Lycksele - eine beschauliche Stadt mit 8.513 Einwohnern im Inland Västerbottens - in ein Mekka der Automobilfreunde. Denn im Juli findet dort immer die „Motorveckan“ („Motorwoche“) statt.
Im vergangenen Jahr waren über 30.000 Besucher zu verzeichnen. Das Programm ist vielfältig, unterhaltsam und abwechslungsreich. Der Abschlusstag stand unter dem Motto „Yankee Cars & Classics“ und es gab jede Menge US-Oldtimer zu sehen; darunter viele absolute Raritäten.
Ich hatte am Samstag die Ehre, Frau Lapplandblog dorthin zu begleiten. Sie ist bekanntlich u.a. auf Automobil-Fotografie spezialisiert. Während Frau Lapplandblog die Speicherkarten mit genialen Bildern der automobilen Schätze füllte, assistierte ich und schlenderte einfach etwas umher. Ich hatte bewusst nur eine kleine digitale Leica mitgenommen, um die Stimmung im Street-Style einzufangen.
Eine Serie mit einer Auswahl von Frau Lapplandblog wird es demnächst bei ihr im Blog geben.
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Outdoor-Food-Shooting in der Tourismus-Fotografie

„Outdoor-Food-Shooting: Die Grillspiesse stehen bereit“
Behind the scenes: Im Moment sind wir gerade mit einer grösseren Serie Outdoor-Food Aufnahmen in der Tourismus-Fotografie beschäftigt. Es geht um sehr individuelle Reisepakete, die mit Erlebnissen in der Natur verbunden sind. Und da gehört natürlich auch das Essen im Freien mit dazu, will heissen z. B. Grillen am Lagerfeuer u.ä. Der Kunde - ein Anbieter im sehr hochwertigen Reisesegment - möchte eine möglichst natürliche Atmosphäre eingefangen haben. Die Bilder sollen für Print und Web verwertet werden.
Gar nicht so ohne, denn das Location-Scouting gehört mit zu unseren Aufgaben (wir kennen schliesslich unsere Umgebung ganz gut). Auf der Shotlist sind verschiedene “Outdoor-Mahlzeiten”.
So sind wir denn zur Zeit häufig parallel unterwegs, einmal um die idealen Plätze zu zeigen, zum anderen um oft auch gleich in medias res zu gehen. Die Stimmung ist immer sehr gut, denn anschliessend wird das Gekochte (oder Gebratene) dann vom ganzen Team (in diesem Falle idR 5-7 Personen) verspeist.
Es kommt dem Kunden mehr auf die richtige Stimmung und das richtige Flair an und so ist kein aufwendiges Food-Styling erforderlich (will sagen und für Insider: alles ist und bleibt essbar).
Von den eigentlichen Aufnahmen dürfen wir leider hier nichts zeigen, aber vom „Drumherum“. Deswegen im Bild eine Batterie vorbereiteter Grillspiesse (persönlich handgeschnitzt vom Fotografen), während wir auf den passenden Sonnenstand gewartet haben (ca. 30 Minuten vor dem “Go”).
Und wieder geht ein Tag vorüber

„Und wieder geht ein Tag vorüber...“
Behind the scenes: Die Tage in Lappland werden kürzer und bescheren uns wieder traumhafte abendlich Lichtspektakel. Zeit, die Seele baumeln zu lassen und zu betanken:
Und wieder geht ein Tag vorüber,
versinkt im Dunst der Dämmerung.
Unheimlich langsam zieht der Tag vorüber,
und schon erscheint der erste Stern.
Gedanken zum Ende einer Ära

„Installation im 60-er Jahre Museum in Malå“
Behind the scenes: In diesen Tagen ist nun also die “Atlantis” das letzte Mal gelandet und die Space-Shuttle-Ära hat ihr Ende gefunden. Wie schnell die Zeit vergeht...
Im Zuge der Reportage über die Theaterpremiere von Bergatrollet Tjam haben wir auch dem 60-er Jahre Museum in Malå einen Besuch abgestattet. Das hat mich sehr an die Raumfahrt erinnert - wollten wir als Kinder nicht alle einmal Astronaut werden?.
In diesem Museum gibt es eine eigene Installation zur ersten Mondlandung. Der Kurator hat gute Arbeit geleistet, und eine “Mondlandungs-Ecke” samt Sternenzelt geschaffen. Der Raumanzug ist leider wohl kein echtes Exemplar von der NASA, wirkt aber dennoch überzeugend. Es gibt noch unbeachtete Points of Interest in Lappland.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die Umwelt, oder einen Touristen

„Naturreservat Lappland?“
Behind the scenes: Lappland wird gerne als “die letzte Wildnis Europas” beschrieben und beworben. Und in weiten Teilen stimmt das auch noch. Trotzdem sind auch hier leider Missstände zu beklagen. Und das auch noch ausgerechnet aus der “Öko-Ecke”. Konkret geht es um den Ausbau der Windkraft, die derzeit hier (wie lange noch?) hoch im Trend liegt.
Um ganz deutlich zu sein: Im Vergleich zur Atomkraft sind mir Windkraftwerke immer noch hundertmal lieber. Keine Diskussion.
Dass aber ausgerechnet in landschaftlich sehr schönen Gegenden mit erhaltungswürdiger Flora und Fauna die Windparks aus dem Boden schiessen, ist sehr bedauerlich.
Kürzlich hat es es ein Besucher kurz und bündig auf den Punkt gebracht: “Die Windkraft-Regionen in Lappland sind für mich als Besucher und Tourist gestorben. Hierher komme ich sicher nicht wieder.”
Umso mehr schade, als die unschönen “Stahlspargel mit Flügeln” für die nächsten 25-35 Jahre festbetoniert sind. So werden ganze Landstriche touristisch unbrauchbar gemacht. Aber es kommt noch schlimmer.
Einige Biologen und Naturkundler, die in den vergangenen Wochen hier zu Besuch waren, und für die wir in einigen Dokumentationsprojekten gearbeitet haben, zeigten sich sehr bestürzt über die immense Naturzerstörung. Kilometerlange Wege werden gezogen. Für die Hochspannungsleitungen entstehen breite Schneisen, die nicht nur hässlich sind, sondern Lebensräume seltener Arten zerschneiden und zerstören.
Ganz zu schweigen von den Auswirkungen der permanenten Lärmentwicklung (gerade auch im tieffrequenten Bereich), den Lichtreflexen und dem Elektrosmog.
Leider gilt es auch hier, der Realität und den Fakten ins Auge zu sehen. Auch wenn es für manche unbequem sein mag. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen werden ihre Spuren hinterlassen. Frage sich nur, zu was das führen wird.

„Zerstörte Natur“
Lauer Sommerabend mit “Eisberg” :)

„Lauer Sommerabend mit “Eisberg” :)“
Behind the scenes: Ein lauer Sommerabend in Lappland mit einer Promenade am Wasser nach einer fantastischen Woche. Gut gelaunt, denn in der zurückliegenden Woche sind mehrere Reportagen von uns in verschiedenen Zeitungen erschienen.
Über dem See steigt gespenstisch leichter Nebel auf. Die Stimmung ist beinahe schon herbstlich, obwohl wir uns eigentlich noch im Hochsommer befinden.
Mit einem Schmunzeln auf den Lippen sehe ich auf die Stelle, an der normalerweise die Möwen ihren Tag - auf einem Stein sitzend - zubringen. Sie haben ihn bildlich in die Sitze eines Eisberges verwandelt.
Die schwedische Krone im Laufe der Zeit - Eine Geschichtsstunde aus dem Geldbeutel

„Ein-Kronen-Münzen im Laufe der Zeit: Wappenseite“
Die schwedische Krone, die eigentlich noch in je 100 Öre aufgeteilt ist, gibt es seit 1873. Vorläufer der Krone war der Riksdaler (“Reichstaler”). Genau genommen war die erste Krone noch gar keine rein schwedische Münze, sondern die Gemeinschaftswährung der Skandinavischen Währungsunion für Dänemark, Island, Norwegen und Schweden. Die rein-schwedische Krone gibt es seit 1924.
Interessanterweise sind aber noch immer alle Kronen-Münzen, die ab 1875 ausgegeben worden sind, nach wie vor als gesetzliche Zahlungsmittel zugelassen. Ein Blick aufs Wechselgeld lohnt also, denn es besteht die Chance auf Raritäten zu stossen.
Die Öre gibt es übrigens nicht mehr als Barzahlungsmittel. Zum 30. September 2010 wurde die bis dahin noch in Umlauf befindliche 50-Öre-Münze aus dem Verkehr gezogen. Rein zahlungstechnisch macht das auch Sinn, denn bei einem Kurs von 1 SEK = 0,1095 EUR (Stand 1. Juli 2011) war der Zahlungswert der 50-Öre-Münzen nahezu unbedeutend gering.
In den Preisangaben taucht die Öre aber noch auf. Ein im Zuge der Ausserkurssetzung eingeführtes Gesetz bestimmt nun für Barzahlungen, dass Beträge von 1-49 Öre hinter dem Komma auf die nächste Krone abgerundet, und Beträge von über 50 Öre auf die nächste Krone aufgerundet werden. Bei Kartenzahlungen wird allerdings nach wie vor auf die Öre genau abgerechnet. Beträgt der Kaufpreis an der Kasse also z. B. 9,50 Kronen (d.h. 9 Kronen 50 Öre) ist der Barzahlungspreis 10 Kronen, der Kartenzahlungspreis indes 9,50 Kronen.
Nun aber von der Öre zurück zur Krone. Traditionell trägt die Ein-Kronen-Münze immer das Bild des amtierenden schwedischen Königs (bzw. künftig der Königin) auf der einen Seite und das Staatswappen oder eine Krone auf der anderen. Um das Konterfei des Monarchen (bzw. der Monarchin) ist das königliche Motto des jeweiligen Staatsoberhauptes in die Münze geprägt.
Das älteste Stück im Geldbeutel - auf dem Foto bei 12 Uhr - stammte also aus dem Jahre 1942. Damals war Gustav V König. Sein Motto lautete “Med folket för Fosterlandet” („Mit dem Volk für das Heimatland“). Auf der Vorderseite prangt das sehr schöne alte Wappen.
Münze Nummer 2 - auf dem Foto bei 15 Uhr - ist der derzeit wohl am häufigsten in Umlauf befindliche Typ. Sie wurde von 1976-2000 ausgegeben. Dieses Exemplar stammt aus dem Jahre 1983 und trägt den amtierenden König Karl XVI Gustaf - abstrahiert dargestellt - auf sich mit seinem Motto “För Sverige i Tiden”.
Münze Nummer 3 - auf dem Foto bei 18 Uhr - ist die neuere Version der Nummer 2 (ausgegeben seit 2001) mit einem deutlich schöneren Monarchenbild und stammt aus dem Jahre 2009.
Die Nummer 4 schliesslich - auf dem Foto bei 21 Uhr - ist eine besondere Gedenkmünze aus dem Jahre 2009, welche der besonderen Verbindung von Finnland und Schweden gewidmet ist. Statt eines Wappens trägt sie das Bild eines unterbrochenen Linienfeldes auf der einen Seite. Auf der anderen Seite befindet sich ein Bild des Königs. Sie ist nicht sehr häufig, aber durchaus tatsächlich im Umlauf zu finden.

„Ein-Kronen-Münzen im Laufe der Zeit: Monarchenseite“
Eine sehr seltene Münze fehlt leider noch in der Sammlung (und auf dem Foto): Im Jahre 2000 gab es zum neuen Jahrtausend eine Ein-Kronen-Münze in sehr geringer Sonderauflage. Auf dieser Sonderprägung sind unter dem Staatswappen die Initialen des Königs eingeprägt. Sollte sich diese Prägung einmal in den Geldbeutel verirren, werde ich ein Foto nachreichen.
Neben den im regulären Umlauf vorkommenden Münzen gibt es natürlich noch eine Vielzahl von Sonderprägungen in verschiedenen Nennwerten (10 SKR - 1.000 SKR) zu besonderen Anlässen, darunter etliche Silber- und Goldmünzen. Diese sind zwar ebenso als Zahlungsmittel zugelassen, dürften aber nicht im tatsächlichen Umlauf vorkommen. Eine Übersicht über die Sonderprägungen bis zum Jahre 2004 gibt es in dieser Broschüre der schwedischen Reichsbank.
Theater-Weltpremiere in Malå: "Bergatrollet Tjam" von Britta Stenberg

„Theater-Weltpremiere in Malå: Bergatrollet Tjam von Britta Stenberg“
Behind the scenes: Die kulturellen Highlights in Lappland reissen nicht ab. Am Sonntag gab es in Malå eine Theater-Weltpremiere. Nachdem im vergangenen Jahr bereits der Film “Shooting Beauty” seine Europapremiere in Malå feiern durfte, ging es diesmal um das Theaterstück “Bergatrollet Tjam” von Britta Stenberg.
Britta ist eine in Nordschweden sehr bekannte Künstlerin, Verfasserin und Drehbuchautorin. Vor einigen Jahren verfasste sie ein Drehbuch für ein Theaterstück, das zunächst in der Schreibtischschublade schlummerte. Zum Sommer der Kultur 2011 hat sich Britta spontan entschlossen, das Stück umzusetzen. Beinahe pausenlos probten die Darsteller unter der Regie von Britta in den vergangenen Wochen und am Sonntag war nun die bewegende Premiere.
Unser Eindruck: Die Premiere ist gelungen und war ein voller Erfolg. Das Publikum war begeistert. Ein beeindruckender Theatermittag im Kultursommer 2011 in Malå. Glückwunsch an Britta und alle Darsteller. Es hat riesigen Spass gemacht, die Premiere fotografisch dokumentieren zu dürfen.
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Malå: En kväll i vänskapens tecken / Ein Abend im Zeichen der Freundschaft in Malå
Behind the scenes: Die Sommeraktivitäten in Malå sind in vollem Gange. Am gestrigen Abend hatte die Folksdanslag („Volkstanzvereinigung“) zu einer bewegenden Veranstaltung eingeladen. Im Rahmen des Austausches mit einer Gruppe aus Österreich - daher der Titel des Abends - gab es nicht nur schwedischen und österreichischen Volkstanz, sondern auch eine Brautmodeschau zu sehen.
Das Spannende daran: Es wurde die Entwicklung der Brautmode über die letzten 150 Jahre gezeigt. Unterlegt mit allerlei Geschichten war das nicht nur äusserst unterhaltsam, sondern auch sehr schön anzusehen. Und die Darstellerinnen und Darsteller dürften jetzt bestens für ihre eigenen Hochzeiten gerüstet sein.
Nachdem die Tageszeitung uns kurzfristig als Fotografen angefragt hatte, haben wir gleich mal noch etwas mehr geknipst und eine Galerie aufgelegt:
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Approaching storm

„Approaching storm“
Behind the scenes: Ein Grummeln aus der Ferne. Wie ein Sandsturm schiebt sich die bedrohliche Wolkenwand binnen Minuten bis auf einige hundert Meter heran und treibt die Finsternis vor sich her.
Eine beinahe apokalyptische Stimmung legt sich über die ausgedehnte Moorlandschaft in Lappland, in der wir gerade wandern.
Und kurz darauf fegt die erste Hagelwelle über uns hinweg. Die Vierbeiner nehmen es stoisch-gelassen und ich füge mich - das Naturschauspiel bestaunend - dem abkühlenden Schicksal. Nach 10 Minuten ist der Spuk hinüber. Und wir klitschnass.
Notiz an mich selbst: Die Urlaubstipps für Lappland unbedingt um gute Regenkleidung erweitern :)
Strandgedanken und 8 Urlaubstipps für das Campen in Lappland

„Strandgedanken in Lappland“
Behind the scenes: Brütende und schwüle Sommerhitze. Jede Handbewegung führt beinahe zum Schweissausbruch. Frischgepresster Zitronensaft verschafft ein wenig Linderung. Aber nur ein wenig.
Was tun? Ab zur Lieblingsstelle am Badeplatz in Mörttjärn und dort eine Pause einlegen (siehe bereits: Mörttjärn 1, Mörttjärn 2 und Mörttjärn 3).
Auf dem alten Landungssteg sitzend, mit einem guten Buch in den Händen und den Füssen gleichzeitig im Wasser, sieht die Welt gleich ganz anders aus :)
8 Urlaubstipps für den Sommer in Lappland:
1. Suchen Sie sich zum Campen eine Stelle an einem grösseren See oder Fluss, und keinesfalls an einem Sumpfgebiet. An grösseren Seen und Flüssen weht meist eine gute Brise. Das vertreibt die Zur Zeit in Massen vorhandenen Mücken!
2. Legen Sie sich in Schweden ein wirklich gutes Mückenmittel zu.
3. Fragen Sie am besten Einheimische nach guten Stellen zum Campen und Übernachten. Wenn Sie kein Schwedisch sprechen: Fast alle sprechen hier Englisch.
4. Tragen Sie hohe Schuhe und lange Hosen in unbekanntem Terrain. Dieses Jahr gibt es wieder sehr viele Kreuzottern.
5. Denken Sie an die zahlreichen Wildtiere: Lassen Sie Hunde nicht frei laufen.
Es gibt hier übrigens auch Braunbären in der freien Natur. Sollten Sie auf einen solchen stossen:
- Geniessen Sie den seltenen Anblick
- Halten Sie Abstand!
- Ziehen Sie sich dezent zurück!
- Keinesfalls füttern (gilt übrigens für alle Wildtiere)!
- Keinesfalls annähern!
Ihr Leben wird es Ihnen danken. Weitere Infos (allerdings in Schwedisch) in der hervorragenden Broschüre „Björnmöten“ vom Naturvårdsverket.
6. Rechnen Sie damit, dass viele Geschäfte und auch Werkstätten während der Urlaubszeit geschlossen haben. Der Servicelevel ist in dieser Zeit überall deutlich eingeschränkt; auch im Gesundheitssystem.
7. Generell wichtig: Das sog “allemansrätten” (“Jedermannsrecht”) gewährt sehr viele Freiheiten in der Natur. Es enthält aber auch Grenzen. Leider vergessen das viele Besucher und Touristen immer wieder. Bitte lesen Sie die vom schwedischen Naturvårdsverket bereit gestellten Informationen zum Jedermannsrecht (Direktlink zur deutschen Version) und halten Sie sich daran. Denken Sie bitte daran: Auch Sie sind ein Botschafter Ihres Heimatlandes und Ihrer Kultur.
8. In diesem Zusammenhang: In Lappland entstehen derzeit viele Windparks. Die ausgedehnten Baustellen und Baugebiete rund um die neuen Windkraftwerke sind mit Hinweisschildern versehen. Meiden Sie zu Ihrem eigenen Schutz diese Gebiete.
Gute Fahrt!
Sommerferien in Schweden - „Sommarlov“

„Sommarlov“
Behind the scenes: Die Zeit der Sommerferien („Sommarlov“) steht vor der Tür, bzw. hat für viele schon begonnen. In den nordischen Breiten rund um den Polarkreis in Lappland saugen die Menschen die Sonne jetzt geradezu in sich ein.
Kein Wunder, ist es doch im Winter nur einige kurze Stunden lang hell. Im Sommer dagegen scheint die Sonne quasi „rund um die Uhr“.
Deswegen ist es spätestens ab der Woche nach Midsommar recht still in den Geschäften und Büros. Denn wer immer es sich erlauben kann, nimmt dann einen langen Sommerurlaub. Vier bis sechs Wochen dürfen es schon sein. Und in denen geht es dann entweder in die - im Regelfalle recht spartanisch ausgestattete - „Sommarstuga“ (Sommerhaus) oder in den Wohnwagen, bzw. das Wohnmobil. Die Nordschweden sind ein reiselustiges Volk!
Jetzt beginnt auch die Urlaubs- und Tourismussaison für Besucher aus aller Welt. Für uns, die wir schwerpunktmässig in der Travel- und Tourismusfotografie tätig sind, beginnt jetzt auch die zweite Hochsaison des Jahres. Vielleicht treffen wir uns ja irgendwo im wunderbaren Lappland diesen Sommer! Falls ja: Bitte immer schön lächeln :)
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Stockholm-Street - mit der Leica durch die Hauptstadt Schwedens

„Stockholm-Street: I walked way too much“
Behind the scenes: Die letzten Tage war wieder einmal Stockholm angesagt. Die Stadt pulsiert zur Zeit im Hochfrequenztakt und quillt förmlich über. Alle Hotels sind quasi ausgebucht und ich durfte in 4 Tagen dreimal das Hotel wechseln. Touristische und geyschäftliche Hochsaison bei knallendem Sonnenschein (geradezu ein Temperaturschock).
In dieser Woche war zudem “Skolavslutning” was zur Folge hatte, dass jede Menge Schüler, die ihr “Studentexamen” (Abschluss der Gymnasieskola, vergleichbar mit dem Abitur) bestanden haben, auf LKWs mit offener Pritsche und unter grossem Lärm und Getöse durch die Stadt gezogen sind. Partystimmung - allerdings auch mit allen Schattenseiten - in der Stadt.
Mein vollgepackter Terminkalender hat mir trotz allem einen halben freien Nachmittag ermöglicht an dem ich zur kleinen Leica gegriffen, und mich im unauffälligen “Touristenmodus” zum Ausgleich der Street-Photography gewidmet habe.
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Sommarkänsla / Sommerliche Gefühle
Lugn och ro! / Ruhe und Gelassenheit!
Last chance: Lapland "on the rocks" II

„Last chance: Lapland on the rocks II“
Behind the scenes: Nur noch wenige Tage bis zur Eröffnung der Badesaison in Lappland! Schnee und Eis sind weiter auf dem Rückzug. Und die ersten Mückenschwärme kreisen auch bereits. Hier eine Ansicht aus der Nähe eines der schönsten „Campingplätze“ in der Region.
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Last chance: Lapland "on the rocks" I

„Last chance: Lapland on the rocks I“
Behind the scenes: Schnee und Eis sind beinahe verschwunden. Nur am schattigen Rande der Flüsse und Seen halten sich noch einige Eisreste. Die Aufnahme ist von heute und spricht für sich selbst. Wer also jetzt noch Schnee und Eis in dieser Region in Lappland sehen will, muss sich beeilen :)
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Leftovers of the winter
Stripes on the beach

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Behind the scenes: Der wunderbare Strandplatz ist wieder aufgetaut (obwohl es vorhin gerade wieder einmal eine halbe Stunde geschneit hat). Noch viel zu kalt um ins Wasser zu gehen. Trotzdem schon eine Augenweide.
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Postcard from Lapland
Vårvinter, oder: The grass is always greener on the other side of the fence
Warum ich das schreibe? Obwohl der meteorologische Frühlingsanfang bereits vor 3 Wochen war (der kalendarische vor ein paar Tagen), fegen seit 24 Stunden Sturmböen und Schneestürme über Lappland hinweg. Neuschnee ist zwar immer sehr hübsch anzusehen, aber in Verbindung mit jeder Menge Schneeverwehungen bisweilen eine Qual. Autofahren wird zum Abenteuer und nicht einmal die Hunde wollen freiwillig eine Pfote vor die Haustür setzen.
Genau genommen warten wir ja auch noch nicht auf den Frühling, sondern den „Vårvinter“. Der „Vårvinter“ ist die fünfte Jahreszeit in Lappland. Der Begriff enthält eine Verbindung von „vår“, d.h. Frühling, und „vinter“, d.h. Winter. Frei übersetzt also „Frühlingswinter“.
Mit dem „Vårvinter“ neigt sich der Winter seinem Ende zu. Es ist aber - zumindest nachts - noch sehr kalt (Minusgrade), i.d.R. ziemlich windig und es liegt noch jede Menge Schnee (wobei der Schnee tagsüber bei Plusgraden zu tauen beginnt). Kurz: Die Winterstarre beginnt zu enden.
Für den Outdoorler eine herausfordernde Jahreszeit, denn subjektiv sind stürmische minus 5 bis minus 10 Grad deutlich unangenehmer als minus 30 (unabhängig vom Windchill-Faktor).
Ab Ende Februar scheint nun auch die Sonne wieder recht lange und wegen des zunehmend höheren Sonnenstandes auch immer intensiver. Das hat zur Folge, dass diese Jahreszeit - wenn es gerade keinen Schneesturm gibt - unglaublich schön und einladend ist. Im Vårvinter trinken wir gerne einen Kaffee vor der Tür und geniessen das einfach. Es ist an der Zeit zum Auf- und Durchatmen.
Und auch die Natur erwacht wieder: Bald werden die Rentiere wieder an die Sommerplätze gebracht und der Braunbär, der in der Nähe unseres Dorfes lebt, dürfte nun auch bald wieder - recht hungrig - aus dem Winterschlaf erwachen. Die Auerhahnbalz - ein grossartiges Naturschauspiel - steht bevor.
Im Moment ziehen übrigens die ersten Vögel, die Lappland im Winter verlassen hatten, wieder ihre Bahnen am Himmel und erfüllen mit ihren Gesängen die sonst stille Luft.
Der Vårvinter ist auch fotografisch eine fantastische Jahreszeit: Jede Menge traumhaftes Licht, Schattenspiele, gigantische Morgen- und Abendsonne und Motive aus der erwachenden Natur. Ein idealer Zeitunkt für die Teilnahme an einem Workshop.
Warum wollte ich eigentlich auf die andere Seite des Zaunes? Es gibt doch gar keinen Grund dafür :)

„The grass is always greener on the other side of the fence“
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Snow again in Lapland

„Snow again“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: We thought we were done with the winter (at least for this season). But we had quite a bit of a snowstorm and heavy snowfall yesterday. So here we are in the winter again with 25 cm of „fresh“ snow. The storm was so heavy, it had been difficult to stay on the track with the car - you simply couldn’t see where the road was.
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“View over Juktån” und “Gelatin”
Gestern hatte es uns wieder in diese Gegend verschlagen und die Strecke ist einfach zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Wäre da nicht das Wetter gewesen. Um die null Grad und Wind in Sturmstärke. Resultat: Manchmal schiebt es das Auto bei offener und gerader Strecke wie von magischer Hand auf der spiegelblanken Strasse hin und her. Aufpassen war also angesagt. Besonders schön ist die Stelle, an der die Strasse den Juktån (manchmal auch als der “Yukon Lapplands” bezeichnet) passiert.
Obwohl es mich beinahe von der Brücke geweht hat, konnte ich mir ein paar Aufnahmen an dieser Stelle nicht verkneifen.
Fotografischer Teil: Das auch vor dem Hintergrund, dass ich ein paar Bilder zum experimentieren mit einem neuen Bibble-Plugin benötigt habe. Die Bibble-Plugin-Familie hat nämlich vor einigen Tagen schönen Nachwuchs bekommen: Gelatin.
Bereits jetzt waren die Schwarz-Weiss-Möglichkeiten im RAW-Developer Bibble dank der vorhandenen Plugins (u.a. Andrea, INDA und einiger anderer) beinahe ungeschlagen.
Nun hat der bekannte Plugin-Entwickler “Spoilerhead” ein neues Plugin für die schwarz/weiss Konvertierung vorgestellt, das auf den Namen “Gelatin” hört. Das Plugin ist noch im Entstehen, aber bereits die vorliegende Version läuft stabil wie ein Schweizer Uhrwerk (obwohl sie aus Österreich kommt :) und bietet mit einer einfachen, übersichtlichen und schlanken Benutzeroberfläche beeindruckende Effekte. Die jeweils aktuelle Version (für alle Systeplattformen) kann hier im Bibble-Supportforum geladen werden. Mein Rat an alle Bibble-Anwender: Unbedingt ausprobieren! Mein Rat an alle noch-nicht Bibble Anwender: Unbedingt umsteigen :)
Nach über 600 Km Autofahrt habe ich mich dann mit grosser Vorfreude und noch grösserer Nachfreude ans Experimentieren gemacht. Hier das Ergebnis mit Gelatin:

„View over Juktån“ - License picture / Buy print
Wire-Studies (Kabelstudien) in black & white
Heute habe ich meine Outdoortour zu einer der Baustellen auch mal für ein ganz eigenes Projekt genutzt: „Wire Studies“ („Kabelstudien“).
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„Wire-Studies in black & white“ - License picture / Buy print
Winter Wonderland

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Behind the scenes: Im Moment ist es schlichtweg immer wieder atemberaubend einfach durch die Landschaft zu schweifen. Lappland von der schönsten Winterseite.
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Postcard from Lapland

„Postcard from Lapland“
Behind the scenes: Heute wieder einmal in Farbe. Am Sonntag hat das Wetter uns zu seiner besten Seite eingeladen. Sonnenschein auf Eis und Schnee ergibt traumhaften güldenen Bodennebel. Jetzt ist die perfekte Jahreszeit, um einen Winterurlaub in Lappland zu verbringen: Die Tage sind schon wieder deutlich länger und bei Sonnenschein erscheinen minus 15 Grad wie ein lauer Frühlingstag.
Oder warum nicht gleich hierher umziehen? Das Inland entvölkert sich beständig (Zahlen und Fakten gibt es hier in einem aktuellen Artikel auf Norran). Platz und Immobilien gibt es in Fülle. Erste Wahl für Naturliebhaber!
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Schattenwelt - Schattenspiele in Lappland

„Schattenwelt - Schattenspiele“ - License picture / Buy print
Behind the scenes: Die richtige Winterdunkelheit in Lappland beginnt sich ab Anfang Februar wieder zu lichten und der Sonnenstand am Horizont steigt von Tag zu Tag fühlbar an. Das führt zu wunderbaren Schattenwelten auf der Schneedecke. Die begeistern mich immer wieder. Fotografisch herausfordernd, weil die Dynamik in diesen Szenen einen extremen Umfang hat. Die Nuancen der Grautöne sind aber einer meiner absoluten Favoriten in dieser Jahreszeit.
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900 Tonnen Stahlbeton...

„900 Tonnen Stahlbeton - mitten in der Natur“
Behind the scenes: Wunderbares Februarwetter in Lappland am vergangenen Samstag. Zwischen minus 15 und minus 20 Grad. Wind gerade noch erträglich. Hatte mich entschlossen, einige entlegenere Baustellen für künftige Windkraftwerke zu besuchen und vielleicht auch zu fotografieren. Der Fussmarsch war nach Karte so ca. 15-17 Km. Natürlich mit einem treuen Vierbeiner als Begleitung. Die Wanderung war traumhaft schön, obwohl ziemlich anstrengend. Denn es ging erst einmal so ca. 5 Km nur bergauf, teilweise durch Tiefschnee.
Oben angekommen, waren die Baustellen dann auch ganz aufschlussreich. Das lässt mich immer wieder sehr nachdenklich werden. Neunhundert (900) Tonnen Stahlbeton umfasst ein (!) Fundament für ein Windrad. Meistens werden ganze Schwärme zwischen 10 und 40 Stück errichtet. Gebuddelt und betoniert wird auch im tiefsten Winter. Damit der Beton abbindet wird eine riesige Plane über die Baustelle gezogen. Rundherum stehen 5-7 grosse Notstromaggregate. An jedem ist ein gigantisches Gebläse angeschlossen, das den Beton bewindet. Gespenstische Installation. Ziemlich laut. Autark zudem, denn kein Mensch war weit und breit zu sehen. Die Aggregate mahlen eintönig und lärmend vor sich hin. Was ich mich frage betrifft die Gesamt-Energiebilanz. Hat da mal jemand nachgerechnet, wieviel Energie im gesamten Prozess von Erschliessung, über die Wegarbeiten, Sprengarbeiten, Grabungsarbeiten, usw. usw. bis hin zu mobilen Betonwerken, da eigentlich aufgewendet wird? Wie “öko-logisch” ist das eigentlich wirklich?
Mit vielen Fragen beladen habe ich mich schliesslich wieder auf den Heimweg gemacht. Mit einem schönen Umweg über eine Route, von der aus kein Windkraftwerk zu sehen ist. Nur ein Stückchen unberührte Natur.
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Stockholm impressions reloaded in black&white

„A man and a dog - Loneliness in Stockholm“
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Auf dem Skoter
Jedenfalls habe ich mir heute einen längeren Ausflug mit dem Schneeskoter gegönnt. Und auch gleich eine grosse Lehre gezogen. Manchmal ist es wirklich besser, vorher nachzudenken. Warum? Es waren so um die minus 22 Grad und bei der 2-stündigen Ausfahrt war es dann wirklich sehr kühl, obwohl ich nach dem klassischen Zwiebelprinzip in mehreren Schichten eingepackt war. Egal. Es war sehr schön. Und der Gedanke, irgendwo ganz weit weg von der nächsten menschlichen Zivilisation zu sein und mitten im Nichts eine Tasse Kaffee aus der Thermoskanne zu schlürfen, schafft immer wieder ein unbeschreiblich behagliches Gefühl.
A propos. Nach der aktuellen Monatsstatistik für den Monat Dezember 2010 von Trafikanalys, der Behörde, die hier in Schweden auch für die Fahrzeug- und Transportstatistiken zuständig ist, gibt es in Schweden derzeit 213.785 "Terrainfahrzeuge". In dieser Gruppe sind auch die registrierungspflichtigen Schneeskoter enthalten. In der Statistik wird allerdings nicht zwischen Quads und Schneeskotern unterschieden. Persönlich würde ich sagen, dem Gefühl nach müsste die Zahl viel höher sein. Aber so ist es mit der Statistik.

„Auf dem Skoter“ - License picture / Buy print
Stockholm impressions december 2010 (Street photography)
Stockholm ist im Advents-Rush; überall blinken Lichter um die übervollen Schaufenster und in den Strassen. Toruristenmassen schieben sich durch die Gamla-Stan. Mich zog es - neben der professionellen Arbeit - an stille und einsame Plätze, um das frühwinterliche Flair einzufangen. Einige Aufnahmen gibt es in der Galerie (s.u.).
Stockholm leidet derzeit übrigens sehr unter den frühen Schneemassen. Noch nie habe ich im Dezember bereits so viele Dächer gesehen, von denen der Schnee geräumt werden muss. Eine sportliche Angelegenheit, sind die Häuser doch recht hoch und die Gassen und Strassen recht eng (was mitunter grössere Beeinträchtigungen des Fussgänger- und Strassenverkehrs zur Folge hat).
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„Schnee-FALL“ - You can license this picture
Unser Weihnachtsgeschenk 2010 / Our christmas gift for you 2010 / Vår julklapp 2010
Ein Kalender für 2011 mit schönen Bildern aus Lappland. Download hier (PDF - 9.1 MB). Einfach selbst ausdrucken oder ab in den Copyshop. Am schönsten mit Spiralbindung.
And here comes the christmas gift for all our dear readers:
A beautiful calendar for 2011 which lovely pictures from Lapland. Donload here (PDF - 9.1 MB). Just print out by yourself or get it printed at a print shop. Best with spiral binding.
Nu finns det vår julklapp igen för alla våra kära läsare:
En kalender för 2011 med snygga foton från Lappland. Download här (PDF - 9,1 MB). Det är bara att skriva ut den (själv eller på tryckeriet). Bäst med spiral binding.

„Unser Weihnachtsgeschenk 2010 / Our christmas gift for you 2010 / Vår julklapp 2010“
Eistauchen / Ice diving / Is dykning

Tauchen Sie ein in wunderbare Welten im, unter und mit dem Eis:
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PS: Wenn Sie Tauchprofi sind und an Tauchgängen im Eis Interesse haben, dann ist das winterliche Lappland für Sie ein Paradies!

A touch of eternity - Follow the endless trails
„Touch of eternity - Endless trail“ - You can license this picture
Behind the scenes: Almost endless trails are waiting for you, giving you some touch of outdoor-eternity: The snowmobile season has started in Lapland!
Die Schneemobil Saison in Lappland hat begonnen!
Snöskoter säsongen i Lapland har börjat!
Wedding-Food-Photography: Zu Besuch beim Restaurant Skogshuset in Kristineberg / På besök hos Restaurang Skogshuset i Kristineberg

So ist es uns vergangenen Freitag bei unserem Besuch im Restaurant Skogshuset in Kristineberg gegangen. Einfach lecker! Aber der Reihe nach.
Wie gehen wir an ein Food-Shooting “in der freien Wildbahn”, d.h. ausserhalb des Studios, heran?
Grundregel: Aus der Perspektive des Gastes. Die Kunst ist, sich in einen Gast hinein zu versetzen. Mit dieser inneren Perspektive nähern wir uns dem Buffet und drehen erst einmal eine Runde, um alles auf uns wirken zu lassen. Die Stimmung will erfühlt werden. Hier ging es um eine Hochzeitstafel. Welche Emotionen und Stimmungen schwingen mit? Die innere Visualisierung - auch der emotionalen Situation - sollte “gespeichert” werden für die spätere RAW-Konvertierung und Nachbearbeitung der Aufnahmen. In diesem Fall ging es um warme Farben und eine festlich-harmonische Atmosphäre. Um dies einzufangen ist ungefähr die Hälfte der späteren Aufnahmen nur mit available light entstanden. (Natürlich wurden auch einige Aufnahmen mit der Graukarte im Bild gemacht, falls es im Nachhinein auf genaue Farbtreue ankommt).
Dann geht es in die Details. Hier gilt es, die besondere Kreation und Kreativität zu sehen. Was macht diese Tafel ganz besonders? Woran werden sich die Gäste gerne erinnern?
Und dann schliesslich wird fotografiert. Vom Allgemeinen zum Besonderen. Es gibt eine Art unausgesprochenen Food-Standard. Ist der im Kasten experimentieren wir grundsätzlich noch etwas (wenn es der Zeitplan zulässt). Das sind dann oft die fotografischen “Sahnehäubchen”.
Hier hatten wir ca. 30 Minuten für das Buffet. In dieser halben Stunde sind so um die 400 Aufnahmen (und einige Filmclips) entstanden.
Und anschliessend gab es auch noch eine kulinarische Kostprobe für die hungrigen Fotografen. Erste Klasse. Das Skogshuset in Kristineberg ist ein echter Tipp, den Sie sich vormerken sollten. Und ein richtig gutes und günstiges Tagesessen gibt es von Montag bis Freitag auch.
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-> To the gallery: „Skogshuset Kristineberg“
Und hier der Filmklipp zum Skogshuset:
Wenn Sie mal im Skogshuset vorbeischauen wollen - was wir unbedingt empfehlen - finden Sie das Skogshuset im Skolvägen 5, in 92040 Kristineberg. Telefonisch erreichen Sie das Skogshuset (auf Schwedisch und Deutsch) unter 0953 20007.
Die Tagesmenüs finden Sie immer auf der Facebook-Seite des Skogshuset.

Renovierungsbedürftig? - Tipps zum Immobilienkauf in Schweden / Lappland
Worauf sollten Sie also achten, beim Immobilienkauf in Schweden (insb. Norrland / Lappland):
1. Nehmen Sie sich Zeit. Treffen Sie NIEMALS impulsive Schnellentscheidungen!
2. Recherchieren Sie ausführlich über Ihr Zielgebiet und tragen Sie so viele Informationen wie möglich zusammen. Im Web finden Sie eine beinahe unendliche Informationsfülle.
Bewerten Sie alle Informationen nüchtern: Eine "bezaubernde Alleinlage im Wald" kann bei minus 25 Grad im tiefsten Winter zum Horrortrip werden, wenn Sie Ihren Weg dorthin selbst räumen müssen. Denken Sie an alle Aspekte und auch daran, dass Sie einmal älter werden könnten.
3. Planen Sie eine Reise in Ihr Zielgebiet und besichtigen Sie alle Objekte selbst. Setzen Sie sich niemals selbst unter Druck! Denken Sie bitte an die unterschiedlichen Jahreszeiten. Bei einer Schneehöhe von eineinhalb Metern sieht alles ganz anders aus, als im Sommer.
Soweit Sie der Sprache nicht hinreichend mächtig sind, nehmen Sie eine(n) einheimischen Sprachkundigen mit. Das sollte kein Beauftragter oder Mitarbeiter eines Maklerbüros sein.
Fragen Sie dann vor Ort intensiv bei ortsansässigen Organisationen und Einheimischen nach. Ansprechpartner können z.B. sein: Die Gemeindeverwaltung (kommune) und ortsansässige Handwerker. Auch die ortsansässigen Banken sind wichtige Ansprechpartner und haben meist sehr gute Informationen und eine gute Übersicht über den lokalen Immobilienmarkt. Vergessen Sie nicht, die (potentiellen neuen) Nachbarn zu fragen. Die wissen nämlich in aller Regel interessante Details. Vergessen Sie auch nicht, sich nach der grossflächigen Planung zu erkundigen (z.B. die Frage, ob in der Nachbarschaft ein Windpark entstehen soll, oder ob Mineralrechte vergeben wurden (Grubenausbau), usw.).
Und bitte vergessen Sie - besonders, wenn Sie von Nicht-Schweden kaufen - nicht zu fragen, warum das Objekt verkauft wird.
4. Lassen Sie Ihr Traumhaus von einem ortsansässigen Fachmann begutachten. Gerade im Inland sind die Häuser völlig anders als in Kerneuropa gebaut. Oft stammen die Häuser aus einer Zeit, in der es noch keine richtigen Bauvorschriften gab. Es handelt sich in der Regel um Holzhäuser. Diese sind mit häufig von Problemen geplagt und mit Mängeln behaftet, die in Kerneuropa in dieser Form unbekannt sind (z.B. häufig ausgeprägte Schimmelprobleme ("Mögel"), die zu Gesundheitsgefährdungen und erheblichem Beseitigungsaufwand führen). Über ortsansässige Bausachverständige kann Ihnen meistens das Bauamt auf der jeweiligen Gemeinde einen Tipp geben. Auch Banken sind hier wieder gute Informationsquellen. Beachten Sie das nicht, kann der Traum sehr schnell zum Albtraum werden.
5. Vergleichen Sie die Preise mit denen auf dem innerschwedischen Markt. Makler, die auf Auswanderer spezialisiert sind, vermitteln oft Objekte zu völlig überhöhten Preisen. Mehrfach habe ich von 5 bis 10-fach überhöhten Preisen gehört.
Für Ihre Marktrecherchen bieten sich die innerschwedischen Plattformen an. Die wichtigsten Links zur Immobiliensuche auf dem schwedischen Markt sind:
www.blocket.se und www.hemnet.se
6. Der Immobilienkauf geht einfach und schlicht vonstatten. Es gibt keine zwingende notarielle Beurkundung. Es genügt eine Vereinbarung auf dem sprichwörtlichen "Butterbrotpapier". Seien Sie bitte auch hier sehr zurückhaltend und vorsichtig. Wenn Sie sprachlich nicht verstehen, was Sie unterschreiben, dann unterschreiben Sie bitte nicht. Holen Sie Expertenrat ein. Auch hier sind die ortsansässigen Banken oft eine wertvolle Hilfe. Über die Bank bekommen Sie z.B. schnell und unkompliziert Grundbuchauskünfte und Hinweise zu eventuellen Belastungen.
7. Zu guter Letzt: Wir wünschen Ihnen für Ihr Auswanderungs- oder Immobilienprojekt von Herzen alles Gute. Planen Sie, denken Sie und handeln Sie bitte wohlüberlegt!

- Renovierungsbedürftig? / In need of some repair? -
Stor-Stina in Brännäs

Der Hintergrund dazu: Stina wurde 1819 im Dorf Brännäs (in der Malå kommun gelegen; auf dem Weg nach Sorsele kurz nach Malå Vännäs links abbiegen und den Wegweisern folgen) geboren. Ihre Körpergrösse betrug für damalige Verhältnisse sagenhafte 2,10 Meter. 1837 liess sich Stina überreden, mit einem aus Deutschland stammenden Schausteller als “Attraktion” und “grösste Frau der Welt” durch Europa zu ziehen. Wieder nach Brännas zurück gekehrt verstarb sie 1854 - also im Alter von 35 Jahren - an Gangrän.
Das Denkmal in Brännäs zeigt mehrere Figuren in Lebensgrösse. Eine der Figuren ist Stina, die mit ihrer Körpergrösse die anderen Figuren deutlich überragt.
Der bekannte Schriftsteller und Verfasser Åke Lundgren hat die Geschichte der Stor-Stina in seinem Roman “Långa lappflickan” literarisch aufgearbeitet.
Bald gehts richtig rund in Lappland
In Piteå ist derzeit z. B. ein Windpark mit über 1.000 Windkraftwerken in Planung. Hier im Inland beschränken sich die Parks i.d.R. auf "kleinere Ansammlungen" von 5-50 Stück.

Dieses Exemplar hat jedenfalls gerade auf "möglichst wenig sichtbare Parkstellung" umgeschaltet, wohl um sich besser in die natürliche Umgebung einzufügen.
Es bleibt abzuwarten, welche Effekte die zahlreichen Neubauten auf Umwelt und Tourismus haben werden.
Treehotel in Harads / Lappland
So kann ein Hotelzimmer aussehen - Meisterwerke in Planung, Design, Baukunst und Umweltverträglichkeit:

Der Besuch hat uns so begeistert und inspiriert, dass eine ausführliche Foto-Reportage entstanden ist.
-> Hier gehts zur ausführlichen Reportage: Treehotel
-> To the reportage: Treehotel
-> Till reportaget: Treehotel

- Der „Microcube“ ist mittlerweile bereits legendär
und lockt zahlreiche Besucher an -
Happy birthday Västerbottensost - Eine Käse-Spezialität aus Västerbotten feiert Geburtstag

In diesen Tagen feiert eine Spezialität aus Västerbotten Geburtstag. Der “Västerbottensost” (wörtlich “Västerbottenkäse”, sinngemäss “Käse aus Västerbotten”) wird seit1872 als lokale Spezialität in Burträsk hergestellt.
Seine Entstehung ist genau genommen einem schlichten Fehler zu verdanken. Die Molkereimitarbeiterin Ulrika Eleonora Lindström war eines schönen Tages im Jahre 1872 alleine Dienst in der Molkerei in Burträsk. Dadurch, dass sie an diesem Tag viele Aufgaben alleine bewältigen musste, konnte sie sich nicht “richtig” um die Käsezubereitung kümmern. In der Folge wurde die Käse-Rohmasse wurde viel zu oft erhitzt und wieder abgekühlt. Das Ergebnis wurde anders als erwartet. Trotzdem fand die Charge des “verunglückten” Käses reissenden Absatz. Der Rest ist Geschichte.
Heutzutage ist der Västerbottensost weltberühmt wegen seines besonderen, intensiven Geschmacks. Die genaue Zubereitung und Verarbeitung sind beinahe eine Wissenschaft und ein Teil des Verfahrens ist bis zum heutigen Tage geheim.
Der Käse reift mindestens 12 Monate in verschiedenen Stufen und bei unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten, bevor er in den Handel kommt.
Das Zentrum des Västerbottensost ist auch heute noch Burträsk. Dort gibt es das Ostens Hus (“Haus des Käses”), eine Ausstellung rund um den Käse, die eine touristische Empfehlung ist. Nur wenige Kilometer entfernt, in Ånäset, befindet sich das Ostens Lager (“Käselager”), in dem unvorstallbare Mengen Käse unter beständiger Kontrolle zur Reifung lagern.
Im Jahre 1910 wurde die Bezeichnung “Västerbottensost” keim schwedischen Patent- und Markenamt registriert und ist seitdem geschützt. Und diesen 100.ten Geburtstag feiert Västerbotten in diesen Tagen.
Das Jubiläum passt übrigens sehr gut zu einer nationalen schwedischen Strategie. Im Jahre 2008 hatte die schwedische Regierung beschlossen, Schweden zu einem kulinarischen Mittelpunkt in Europa zu machen und dafür eigens ein umfangreiches Programm vorgestellt. Im Rahmen der Strategie wurden für alle Landesteile “Kulinarische Botschafter” (“Matambassadörer”) ernannt, um die regionalen Spezialitäten besser zu bewerben.
Mit einer Foto-Reportage aus Burträsk und Ånäset geben wir Ihnen einen Einblick in die Welt des Västerbottenosts im Jahre 2010.
-> Zur Foto-Reportage Västerbottensost 2010 in Burträsk und Ånäset
-> To the reportage Västerbottensost 2010 (pictures from Burträsk and Ånäset)
-> Till foto-reportaget Västerbottensost 2010 (bilder från Burträsk och Ånäset)
Weiterführende Links:
-> Homepage des Västerbottensost (English-Version)
-> Ostens Hus in Burträsk
-> Ostens Lager in Ånäset
-> Offizielle Regierungsseite zur schwedischen kulinarischen Europastrategie
Zeit für die Ernte der Wacholderbeeren in Lappland
Der landläufige Begriff Beere ist übrigens eigentlich falsch. Handelt es sich doch nicht um Beeren, sondern um kleine Zapfen. Die beerenförmigen Zapfen benötigen bis zur Reife in Lappland zwei Jahre. An den Sträuchern lassen sich die einjährigen von den erntereifen zweijährigen Zapfen durch die Farbe gut unterscheiden. Die einjährigen Zapfen sind grün, die zweijährigen werden zur Erntereife tiefblau (beinahe schwarz). Auch die erntereifen zweijährigen Zapfen bleiben geschlossen. Die meist dicken, fleischigen Zapfenschuppen sind aus Deck- und Samenschuppen verwachsen und enthalten üblicherweise ein bis drei Samen.
Allerdings ist Eile angesagt, denn die Beeren sind auch bei verschiedenen Vögeln sehr begehrt.
Warum ist Wacholder in Lappland so beliebt? Die Wacholder-Beere ist sehr wichtig bei der Herstellung von geräuchertem Fleisch oder Fisch. Und geräuchert wird hier sehr gerne und viel. Hinter fast jedem Haus schaut ein Räucherofen in vielen verschiedenen Ausführungen hervor. Die Beeren werden in zerstossenem Zustand den Räuchermischungen beigegeben, mit denen das Räuchergut eingerieben wird. Und auch das Holz der Sträucher ist zum Räuchern sehr begehrt. Die Zusammensetzung der Räuchermischungen ist oft ein gut gehütetes Familiengeheimnis.
Neben dem Einsatz beim Räuchern können die getrockneten Wacholderbeeren auch als Würze für viele Arten von Fleischzubereitungen (z. B. Wildbraten) verwendet werden. Köstlich ist auch die - allerdings in Schweden eher unübliche und unbekannte - Zugabe zu Sauerkraut.

Autumn Impressions from Lapland 2010 / Herbstimpressionen aus Lappland 2010

Its been a while since we posted the last gallery. We simply had too much work under the summer season. But now as the autumn has arrived we thought it’s time for an autumn gallery. The weather and the light have been simply wonderful. We invite you to take a closer look at one of the most beautiful seasons in Lapland.
-> Hier gehts zur Galerie „Herbstimpressionen aus Lappland 2010“
-> To the gallery: „Autumn Impressions from Lapland 2010“
Es ist eine Weile her seit wie die letzte Galerie gepostet haben. Wir hatten den Sommer über einfach zu viel zu tun. Aber jetzt, da der Herbst angekommen ist dachten wir, es ist an der Zeit für eine Herbstgalerie. Das Wetter und das Licht waren einfach wundervoll. Wir laden Sie ein zu einem Rundgang durch eine der wunderbarsten Jahreszeiten in Lappland.
Sky travel und: Zurück aus Göteborg

Behind the scenes: Schweden ist ein Land mit grossen Distanzen. Dank der sehr guten Verkehrsinfrastruktur ist das aber - auch wenn man etwas abseits wohnt - kein Problem. Und Abenteuerfeeling gibt es noch dazu. Ich liebe die Flugstrecke von Arvidsjaur nach Stockholm (via Lycksele) heiss und innig. NextJet fliegt die Strecke mit der BAE ATP, einem Turbopropflugzeug (mit „free seating“).
Und nach 6 Starts und Landungen bin ich vom Businesstrip nach Göteborg nun wieder am Polarkreis gelandet. Die Tage in Göteborg waren schön aber auch sehr angefüllt.
Gute Neuigkeiten übrigens für alle Lappland-Fans: Air Berlin steuert vom 29.11.10 bis zum 01.04.11 jeweils montags und freitags Arvidsjaur mit Direktflügen an!
Sie können also jetzt noch einfacher und bequemer zu unserem Foto-Workshops im Winter anreisen. Die genauen Termine kommen in den nächsten Tagen.
Der Letzte macht das Licht aus / Last one turns out the lights - Klubbvikens Havsbad Luleå Skärgård

Behind the scenes: Shot this one as well on a stop at Klubbvikens Havsbad on the very lovely tour with the MS Kungsholm through the Luleå Skärgård last week.
The tourist season there is over now and everything is being prepared for the winter. Even these nice and romantic lamps.
If you ever should happen to be in Luleå under the summertime be sure to visit the Skärgård and take a tour with the MS Kungsholm.
You can find a lot more information about this attractive area on the homepage of the Luleå municipality (on the site is even a translation tool available if your Swedish shouldn’t be so good).
And please don’t take the title of this blogentry too literally since the lights will be lighted again next year. See you there next year!
Beach party barbecue II
Beach party barbecue I

Behind the scenes: Some readers asked about the weather in Lapland in august. So here is a short story about that. Yesterday we decided spontaneously after a long day filled with a lot of work work to take a drive to one of the lonely lakes nearby to have a little barbecue on the beach. And between 6 o’clock and 9 o’clock it has been sunny and quite warm (even though the temperatures aroung midnight have been around 0 (zero) degrees C). Have a look at the pic and convince yourself.
Sommer in Lappland XXX - Fernweh / itchy feet

(B/W-Conversion: B/W-Styler - Test)
Behind the scenes: This is the last posting in a series of 30 about the summer 2010 in Lapland. Really hope you enjoyed beeing a part of our summerlife and would be glad to meet you next year (or sooner) in our wonderful land!
Summer in Lapland XXIX - Another pair of twins (twins reloaded)

(B/W-Conversion: B/W-Styler - Test dazu hier)
Behind the scenes: Finally found another pair of twins at one of my favourite places (first pair can be found here). The cloud above the two made me feel like they are communicating very intensively.
Sommer in Lappland XXVIII - Skyline or horizon?

(B/W-Conversion: B/W-Styler - Test dazu hier)
Behind the scenes: Try it - give it a chance. Only the open sky is setting the limits.
Sommer in Lappland XXVII - Moonrise and just another lake II

Behind the scenes: Part II. Part I has been this one. Have a look at the remarks i’ve posted there.
Sommer in Lappland XXVI - Lonely lake and striped sky

Behind the scenes: Ein Teil der Landschaft werden. Wir arbeiten an einem gösseren Langzeitprojekt und besuchen einige entlegene Orte regelmässig. Die majestätische Natur saugt mich an dieser Stelle bei jedem Besuch mehr auf. Ein Teil der Landschaft werden.

(B/W-Conversion: B/W-Styler)
Summer in Lapland XXV - The gold of Lapland 2010 - Hjortron - Moltebeere - Cloudberry

Behind the scenes: Wie jedes Jahr um diese Zeit ist wieder einmal Hjortron-Hochsaison. Die professionellen Beerenpflücker, die in Trupps überall ausschwärmen, sind in diesem Jahr nicht nur Thailänder, sondern auch Chinesen. Die Globalisierung lässt grüssen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ja und sie schmecken auch dieses Jahr wieder gigantisch. Fällt geradezu schwer, sie zuerst zu fotografieren :) Nur stehen die wirklich guten Vorkommen (so wie auf dem Bild) in Sumpfgebieten mit extrem erhöhter Mückendichte. Alles hat seinen Preis. In diesem Fall 40cm tiefer Sumpf und gezählte 23 Schnakenstiche auf dem rechten Unterarm (denn ich hatte MyggA vergessen).
Mehr Details zur Hjortron (mit Rezept für Hjortronsylt) gibt es hier.
Sommer in Lappland XXIII - Stumbling block

Behind the scenes: Had a really nice route along the waterside and literally stumbled upon the theme. Anyway i was lucky not to fall into the water :) so i had the chance to scan and shoot the scene.
Btw: Many readers ask about the actual weather around the polar circle, so i just want to remind of our Lapland weather webcam.
Sommer in Lappland XXII - Alpen-Feeling :)

Behind the scenes: Als treuer Leser von Rüdi Neumanns Blog aus Garmisch hat mich diese Aussicht in ein richtiges „(Vor-)Alpen-Feeling“ versetzt. Also liebe Urlauber und Touristen: Es müssen nicht immer die Alpen sein. Lappland ist auch ein wunderbares Reiseziel :)
Sommer in Lappland XIX - Moonrise and just another lake I

Behind the scenes: Mit Backpack und Stativ. Ein Bergsee. Eine Sommernacht in Lappland. Unbekannte Laute unbekannter Tiere. Ganz leichter Nebel. Warten auf die Dunkelheit am flackernden Lagerfeuer. Das Tageslicht verblasst. Der Mond steigt über den Horizont. Ein Gefühl von Freiheit und innerem Frieden. Zeit zum Stativ zu greifen.
Sommer in Lappland XVIII - Just another river


Behind the scenes: Ausnahmsweise einmal zwei Versionen. „Just a river“ - Einfach nur eine fotogene Stelle an irgendeinem Fluss in Lappland. Die Diskussionen zwischen Herrn und Frau Lapplandblog führten zum Patt hinsichtlich der Frage, welche Version denn die bessere sei. Also gibt es hier beide Versionen mit der Frage an die Leserschaft:
Welche Version gefällt Euch besser, und warum?
Aus Lappland wünschen wir allen Leserinnen und Lesern
ein wunderschönes Wochenende!
Sommer in Lappland XVII - Ein Gruss am Wegesrand
Sommer in Lappland XVI - Ausgebrütet
Sommer in Lappland XV - Visualising trees and landscape, part II

(B/W-Conversion: B/W-Styler)
Behind the scenes: „The three trees“ - Teil 2 der Studien zum Thema Visualisierung.
Sommer in Lappland XIV - Weekend-Wellness mit Grillkorv

Behind the scenes: Heute einmal ganz privat. “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung”. Hat sich gestern wieder bewahrheitet. Und das zur Zeit sehr kühle und regnerische Wetter hat im lappländischen Sommer einen unbestreitbaren Vorteil: So gut wie keine stechenden Fluginsekten. Also war gestern ein Familienausflug mit Grillen - natürlich ganz weit draussen - angesagt. Lecker wars und es hat viel Spass gemacht.
Und “Grillkorv” heisst übrigens Grill- oder Bratwurst auf Schwedisch :)
Übrigens: Habe die letzten Stunden auch ein Update der Portfolios vorgenommen. You’re welcome to have a look!
Sommer in Lappland XIII - Alien attack?

(B/W-Conversion: B/W-Styler)
Behind the scenes: As we all know the world looks different from different perspectives.
I was reminded of that fact when i inspected some fallen trees from a near-ground perspective. Suddenly the scene became frightening because it looked like coming directly from a shocking science-fiction film. I felt like facing some kind of alien attack though it just has been a very quite and lonely place somewhere in Lappland.
Sommer in Lappland XII - Angel in the sky

Behind the scenes: Das Sprichwort sagt „Auf Regen folgt Sonnenschein“. Und manchmal, wenn Du ganz genau hinsiehst, dann kannst Du auch einen lachenden und strahlenden Engel am Himmel sehen, der Dir durch die Wolken zulächelt.
Sommer in Lappland XI - Take a break

Behind the scenes: Eine kleine Pause auf der Fahrt. In der Nähe von Lycksele. Ein Parkplatz an einem See. Einige Möwen segeln und kreisen. Und natürlich machen auch sie eine Pause. Frau Lapplandblog sah sie dort sitzen und regte ein paar Fotos an. Zuvor sprach sie vermutlich mit der Möwe. Denn die blieb tatsächlich in aller Ruhe sitzen und liess sich von meinen fotografischen Annäherungsversuchen nicht irritieren. Ein beruhigendes Stilleben.
Sommer in Lappland X - A gate to heaven

Behind the scenes: Freizeit. Eine lange Wanderung in Lappland. Nur einige Vögel zu hören. Spuren von Rentieren, Elchen und einem Bär.
An einem Pfad auf den Gipfel. Bizarre Formen umgefallener Bäume. Halb verrottet und dennoch Natur-Kunst. Dieser hier sah aus wie ein Schlüsselloch, durch welches man das Tor zum Himmel öffnen kann.
Sommer in Lappland IX - The last sunbeam

Behind the scenes: Die von den letzten Sonnenstrahlen angestrahlte Blume stand ca. 5 Meter über Grund auf einem Hügel aus Geröll. Geschätzte Zeit zur Dunkelheit auf der Blume waren ca. 2 Minuten. Etwas Fitnesstraining also, einen steilen Geröllhügel hinauf zu klettern. Für genau 5 Aufnahmen hat es dann noch gereicht. Und der Weg wieder nach unten war deutlich schwieriger, als der Weg nach oben.
Sommer in Lappland VIII - Sunset glow

Ein schönes und geruhsames Wochenende!
Behind the scenes: Eine relativ schnell ziehende aufgelockerte Wolkendecke hat den richtigen Moment zur sportlichen Aufgabe gemacht. Umso mehr, als ich im ca. 40 cm tiefen Wasser stand und von Mücken umschwirrt wurde. Ich habe bewusst diese Aufnahme mit dem überbelichteten Himmel ausgewählt, da hier die schönste Spiegelung im Wasser war.
Sommer in Lappland VII - Leftovers of Midsommar / Überreste von Midsommar

Behind the scenes: Das letzte Bild aus einer grösseren Reportageserie über Midsommar. Wir haben den schwedischen Brauch von den Vorbereitungen über die Feier bis zu den „Überresten“ begleitet. Im Bild ein solcher verlassener Überrest an einer Grillstelle irgendwo weit draussen.
Sommer in Lappland VI - Visualising trees and landscape

(B/W-Conversion: B/W-Styler)
Behind the scenes: Hier geht es um das Thema Visualisierung. Eine Szene wahrnehmen und ein "inneres Bild" sehen. Kunst. Kreativität. Die photographische Umsetzung ist dann der handwerkliche Teil.
Summer in Lapland V - It is hot and we are searching for the pyramids
Reminded me actually of my last visit in the Sahara desert (many, many years ago).
So i began to think about „what if i could find the pyramids in Lapland?“. And i decided to go out and search a bit.
Finally i found what i was looking for: The pyramids. Yes, they really exist - even here in Lapland. Have a look by yourself:

(B/W-Conversion: B/W-Styler)
Ein gesunkenes Wahrzeichen / A sunken Landmark
Als ich vorgestern dort vorbeifuhr, habe ich die Tragödie aus dem Augenwinkel gesehen und dann zur Kamera gegriffen. Jemand muss wohl den „falschen Stöpsel“ gezogen haben. Die schwimmende Saune hatte eine kräftige Schlagseite und lag traurig halbversunken. Gegen Abend war nur noch ein kleines Stück Dach sichtbar. Und am nächsten Tag war sie - bis auf einige herumschwimmende einzelne Bretter - in den Fluten versunken.

Gesucht - Gefunden: Die besten Lappland-Links
Eine der besten Linklisten zu Lappland haben Jan und Dorthie erstellt. Eine richtige „Schatzkiste“. Bei Zwedenstart gibt es beinahe alle guten Links zum Thema, die es überhaupt gibt.
-> Zwedenstart Lappland-Linkliste
Sommer in Lappland
(Hier ist die nächste Zivilisation übrigens gute 15 Km entfernt :)


Eine Reise durch den Sommer in Lappland / A journey through the summer in Lapland
A lot of blogs are taking a summer break. We are different. We thought it might be nice for our readers to join us on a photographic journey through the summer in Swedish-Lapland. Within the next weeks - until the end of august - there will be postings titled “Sommer in Lapland” to give you insights about Lapland in the summer season. Enjoy!
Malå Cityrace 2010 - Heisse Reifen in der Stadt

Die Sommeraktivitäten 2010 in Malå sind voll im Gange. Wo normalerweise fliegende Händler ihre Marktstände aufbauen, war heute “Aktion” in Malå zu sehen: Qualmende Reifen rund ums alte Rathaus.
Beim Malå Cityrace - einem Gocart-Rennen - durften ab 15 Uhr alle interessierten Fahrer jeweils in 6-er Gruppen gegeneinander antreten. Die Einzelsieger kamen in die Ausscheidung und schliesslich ins Finale um 17 Uhr. Ein gelungenes Arrangemang, das viele Besucher anlockte.
Wir vom Lapplandblog waren natürlich auch dabei, und haben das Event für Sie geknipselt :)
-> Hier gehts zur Galerie „Malå Cityrace 2010“
-> Klick här så kommer du till bildspelet „Malå Cityrace 2010“
-> To the gallery: „Malå Cityrace 2010“

Die Flugsaurier schlagen wieder zu...
Hier hatte sich ein Flugsaurier unbekannter Gattung auf der Fensterscheibe niedergelassen. Da das Makro sowieso gerade auf der Kamera war, drängte sich das Motiv geradezu auf :)

"Alltag in Schweden" von Delia Kübeck in der zweiten Auflage erschienen

Im April 2009 war die erste Auflage des Ratgebers für Auswanderer „Alltag in Schweden“ von Delia Kübeck erschienen. Ich hatte hier darüber berichtet.
Kürzlich ist nun bereits die aktualisierte zweite Auflage dieses sehr empfehlenswerten Buches erschienen. Geradezu ein „muss“ für alle, die ans „Umziehen“ nach Schweden denken. Eine hervorragende Information über alle wichtigen Grundlagen. Natürlich empfehlen wir in jedem Fall eine zusätzliche individuelle Beratung und einen individuellen Auswanderungsplan.
Die zweite Auflage ist unter der ISBN 978-3-934918-51-1 ab sofort im Buchhandel erhältlich. Am einfachsten können Sie das Buch hier direkt bei Amazon bestellen:
(Affiliate link - Sie zahlen keinen Cent mehr und unterstützen damit trotzdem unsere Website)
Tipp: Alternative Mückenbekämpfung
Ein kleiner Blecheimer und zwei Holzscheite. Unbedingt auf eine feuerfeste Unterlage achten. Anzünden. Ab und an ein Büschel grünes Gras o.ä. ins Feuer geben. Und den Eimer so ausrichten, dass man selbst immer im leichten Strom des Rauches sitzt oder steht. Zuverlässig, einfach und kostengünstig.
Nicht in der Umgebung brandgefährlicher und brennbarar Stoffe und Materialien zu verwenden! Nutzung und Anwendung auf eigene Gefahr!

UNESCO Weltkulturerbe in Lappland: Gammelstads kyrkstad in Luleå
Der Begriff Kyrkstad lässt sich am besten mit “Kirchdorf” übersetzen. Insgesamt 71 alte Kirchdörfer dieser Art gibt es, von denen allerdings nur wenige in gutem Zustand erhalten sind. Die Geschichte der Kirchdörfer beginnt im 16. Jahrhundert. Sie wurden für die Bevölkerung geschaffen, die - für damalige Verhältnisse - weit entfernt von den Kirchen wohnten. Denn der regelmässige Kirchgang war damals “staatsbürgerliche Pflicht”. Bis zu 32 „Kirchen-Pflichtbesuche“ pro Jahr konnten sich ergeben. An- und Abreise am selben Tag waren aber aufgrund der weiten Wege undenkbar, und nahmen oft mehrere Tage in Anspruch. Daher wurden kleine Hütten als Übernachtungsmöglichkeiten gebaut. In der kyrkstad in Luleå entstanden so über 400 Hütten (“kyrkstugor”). Die Hütten sind netzförmig um die zentrale Kirche herum gebaut.

- Von überall aus gut sichtbar: Die zentrale Kirche -
Die Hütten werden auch heute noch von traditionsbewussten Menschen genutzt. Die Nutzung geschieht übrigens aufgrund einer abenteuerlichen rechtlichen Konstruktion. Eigentum kann nur an den Hütten selbst - als “fliegende Gebäude” - erworben werden. Grund und Boden gehören nach wie vor der Kirche. Um die Hütten aber auch tatsächlich nutzen zu dürfen, bedarf es zusätzlich einer besonderen Erlaubnis des königlichen Beauftragten. Die Eigentümer und Nutzer müssen sich dabei an viele Vorschriften halten. Die Nutzung ist u.a. nur von Freitag bis Montag, aber nicht in der Zeit von Montag bis Freitag gestattet. Ausserdem gibt es in den kleinen Hütten keinen Strom (da habe ich allerdings einige Ausnahmen gesehen), kein fliessendes Wasser und keine Toiletten. Sanitätsräume befinden sich in Form von Gemeinschaftsanlagen auf dem Gelände.

- Der Turm der alten Kirche -
Zentral in der kyrkstad liegt die alte Kirche. Ein relativ schlichter Bau, errichtet aus risiegen Steinen. Eingeweiht wurde sie im Jahre1492 und war damals noch katholisch. Die Hüttenbauten um die Kirche herum entstanden allerdings erst nach der Reformation, nachdem das Königshaus den evangelischen Glauben und auch die Kirchenpflicht eingeführt hatte.

- Detail an der Kirche -
Besonders interessant und erfreulich ist der Umstand, dass das Kirchendorf Gammelstad mit zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Schweden hat lediglich 14 Objekte zu verzeichnen, die zum Weltkulturerbe gehören (Stand: 2010). Neben der Gammelstads kyrkstad gehören dazu:
Der Marinehafen von Karlskrona, Das Stora Alvaret - Agrarlandschaft von Süd-Öland, Die Hansestadt Visby auf der Insel Gotland, Die Radiostation Grimeton in Varberg, Die Felszeichnungen von Tanum, Der Skogskyrkogården bei Stockholm, Die Wikingersiedlungen Birka und Hovgården, Das Schloss Drottningholm , Die Eisenhütte Engelsberg bei Fagersta, Der Kopparberget - Großer Kupferberg in Falun , Die Höga Kusten , Laponia in Lappland und der Struve-Bogen in Norrbotten.

- Nebengebäude der Kirche -
Noch ein Wort zu Kjell Lundholm. Der Historiker, der im Laufe seiner Karriere u.a. Leiter des Norrbotten-Museums war, hat rund 25 kulturhistorische Bücher und über 300 Fachartikel verfasst. Seine souveränen Geschichtskenntnisse in beinahe allen denkbaren Bereichen sind überaus beeindruckend. Das Wissen sprudelt bei ihm sozusagen aus jeder Pore. Und äusserst unterhaltsam waren Vortrag und Führung noch dazu. Sollten sie des Schwedischen mächtig sein und sich Ihnen eine Gelegenheit zu einer Führung oder einem Vortrag von Kjell bieten: Nutzen Sie diese einmalige Chance!
Die Woche in Lappland und das Wetter
Einen beklagenswerten Punkt gibt es aber: Das Wetter. Von richtigem Sommer ist noch keine Spur zu erkennen. Es ist kühl, viel zu kühl für die Jahreszeit (im Durchschnitt so um die 10-12 Grad tagsüber), und verregnet. Zwar verspricht der Wetterbericht „über 20 Grad“ für die nächste Woche. Langsam kommen aber Zweifel auf, denn das geht nun schon seit 4 Wochen so :(

Auch wenn dieses Bild vor einigen Tagen entstanden ist, trügt der Schein. Denn das ist keine ausgetrocknete Wüste.
Die Realität sieht zur Zeit eher so aus:

Trotzdem allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in die neue Woche!
5 Foto-Tipps (nicht nur) für den Urlaub in Lappland
1. Es darf und soll Spass machen!
Sie sind im Urlaub. Nicht auf Arbeit und nicht auf Akkord. Knipsen Sie was Ihnen Spass macht und wenn Sie sich danach fühlen. Setzen Sie sich nicht unter Zwang. Immer locker bleiben! Lassen Sie sich nicht einschüchtern von allpräsenten, vermeintlichen “Fotoprofis”, die sich “wichtig machen”. Fotografieren Sie stattdessen, was Sie persönlich anspricht und bei Ihnen Emotionen auslöst.
2. Ran ans Motiv!
Gar nicht oft genug zu betonen. Ran an das Wesentliche. Was wollen Sie mit Ihrem Bild zeigen? Genau das soll auch auf dem Bild zu sehen sein. Scheuen Sie sich nicht, sich ein paar Schritte in Richtung Motiv zu bewegen. Und Details berichten oft viel mehr über eine Situation, einen Platz oder einen Menschen als “langweilige” Panoramaaufnahmen und Übersichten.
3. Gerne ein paar Bilder mehr machen
Machen Sie ruhig ein paar Bilder zuviel - jedenfalls wenn Sie digital fotografieren. Knipsen Sie drauf los, wenn Ihnen danach ist, und Sie ein spannendes Motiv gefunden haben (vorausgesetzt Sie haben Ersatzbatterien oder einen Ersatzakku, und eine zusätzliche Speicherkarte dabei). Wieder zu Hause löschen Sie am heimischen Computer einfach gnadenlos alle Fotos, die Ihnen nicht gefallen. Voilà.
4. „Abseits der Wege gehen“
Es gibt überall auf der Welt die bekannten “Postkartenmotive”. Die müssen Sie eigentlich nicht mehr fotografieren. Kaufen Sie lieber eine Postkarte oder greifen Sie auf das Bild im Reiseführer zurück. Viel gebender ist es, sich abseits der ausgetretenen Pfade zu bewegen und auch zu fotografieren. Machen Sie Ihre eigene und ganz persönliche Urlaubsreportage. In der Regel ist es dabei viel wichtiger, eine Stimmung oder Atmosphäre einzufangen. Ganz wie wenn Sie selbst für GEO oder National Geographic schreiben und knipsen würden. Da würden Sie doch auch nicht das 100.tausendste Foto der Tower-Bridge knipsen, oder?
5. Licht, Licht, Licht
Bestimmt ist es Ihnen ohnehin bereits aufgefallen: In den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden (“goldene Stunden”) hat das Licht die “besondere Fotoqualität”. Besonders schöne Motive verdienen es, bei diesen besonderen Lichtverhältnissen abgelichtet zu werden. Gilt übrigens nicht für alles. Die einfache Faustregel (die aber auch bewusst durchbrochen werden darf) lautet: Details und Portraits besser bei bedecktem Himmel und diffusem Licht; Landschaft und alle Totalen in den goldenen Stunden.
Übrigens: Der wichtigste Tipp für gute Urlaubsfotos ist es, immer die Kamera dabei zu haben. Deswegen lieber eine brauchbare Kompaktkamera in der Jacken- oder Hosentasche dabei, als die Spiegelreflexausrüstung im Hotelzimmer zu haben.
Und ganz speziell für alle diejenigen, die nach Lappland in den Urlaub reisen: Ein richtig gutes Insektenschutzmittel sollte keinesfalls fehlen. Wir empfehlen Mygga (und verraten Ihnen auch warum).
Haben Sie Fragen zum Thema Urlaubsfotos? Einfach die Kommentarfunktion nutzen. Ich verspreche Antworten nach bestem Wissen und Gewissen :)
Richtig Auswandern (2)
Deine Zeit und Dein Zeitbegriff sind nicht das Mass aller Dinge!
Nimm Dir Zeit!
En försommarpromenad ute i skogen / Ein Frühsommerspaziergang draussen im Wald
-> Hier gehts zur Galerie “Ein Frühsommerspaziergang draussen im Wald”
-> Klick här så kommer du till bildspelet “En försommarpromenad ute i skogen”
Sky and weather are rocking

Der Sommer ist endlich auf dem Weg.
Endlich.
Durchatmen.
Staunen.
Strand
(ja, das gibt es auch in Lappland)
Tipp: Urlaubsparadies :)
Fika

Einige Arbeiter hatten sich eine Sitzgruppe im Freien eingerichtet, um die Fikapause in der Sonne verbringen zu können. Ein wunderbares Motiv, um einige Zeilen über die Institution der Fikapause in Schweden zu schreiben.
Die Fika
Eine schwedische Institution, die den Alltag prägt: Die Fika. Was steckt dahinter?
Oft wird der Begriff Fika mit “Kaffeepause” übersetzt. Das trifft den Kern aber nicht richtig. Denn zum einen gibt es in aller Regel auch einen Happen dazu, zum anderen - viel wichtiger - dient die Fikapause dem sozialen Austausch.
Gerade “auf Arbeit” ist die Fika keine echte Pause, sondern eine lebendige Informationsrunde, in der alle Themen - private wie berufliche - auf einer wunderbar informellen Basis angesprochen und diskutiert werden.
Deswegen ist es treffender, die Fika als eine Art typisch schwedische Institution zu verstehen. Die klassische Morgenfika liegt übrigens zeitlich ungefähr gegen 9 Uhr 15, die Mittagsfika gegen 15 Uhr 15. Aber auch Abends ist eine Fikapause essentieller Bestandteil fast jeder Veranstaltung.
Übrigens: Richtig und völlig zutreffend ist es, dass Schweden in Sachen Kaffeeverbrauch beinahe an der Weltspitze liegt. Einige statistische Auswertungen in grafischer Form (Verbrauch pro Person in Kg, Liter, und Tassen pro Tag) gibts übrigens hier auf der Seite kaffeinformation.se.
Das geflügelte Wort dazu lautet: Das Schlimmste, das geschehen kann ist, unerwarteten Besuch zu bekommen, und keinen Kaffee im Haus zu haben :)
Richtig Auswandern (1)
Sage niemals „Das weiss ich (alles schon)“.
Denn dem ist nicht so, und Du verbaust Dir damit jede Menge Beziehungen, Einsichten, Erkenntnisse, usw.
Frage stattdessen und höre aufmerksam und mit echtem Interesse zu!
Ich liebe Belegexemplare - "Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter"
Am Freitag ist wieder ein ganz wunderbares Belegexemplar hier eingegangen:
Das Buch “Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter” von Fredrik Kullberg. Druckfrisch vom ICA Bokförlag.
Auf Deutsch: “Die 100 bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten in Schweden”.
Der Autor beschreibt in dem kleinen Bildband, der als Reiseführer der besonderen Art aufgemacht ist, auf 128 Seiten 100 besonders attraktive Plätze in ganz Schweden. Einige davon liegen auch in Väster- und Norrbotten.
Im vergangenen Jahr waren wir im Rahmen eines grossen Tourismusprojektes im Umkreis von etwa 500 Km unterwegs und haben eine Menge touristischer “Points of interest” (wie es so schön auf Neudeutsch heisst) fotografiert. Darunter auch einige, die im jetzt neu erschienenen Reiseführer der besonderen Art enthalten sind.
Das Projekt hatte unglaublich viel Spass gemacht und daher freuen wir uns über das Belegexemplar der Neuerscheinung ganz besonders. Umso mehr, als wir auch noch - quasi als “Leckerli” - ziemlich zentral auf dem Cover zu sehen sind :)
Das Buch sei allen, die die besonderen Seiten Schwedens kennen lernen wollen, warm ans Herz gelegt.
Mehr Infos zum Buch gibt es hier und hier.
Neue Serie: Auswandern, aber bitte richtig
Zurück zum Thema. Es scheint (leider?!) einen Bedarf nach analytischen Artikeln zum Thema zu geben. Wir haben mit sehr vielen Auswanderern gesprochen und uns viele persönliche (Weg-)Geschichten angehört. Manche sehr erfreulich, andere leider - wenn auch oft aus nachvollziehbaren Gründen - äusserst unerfreulich.
Deswegen haben wir uns zu einer kleinen Serie unter dem Titel “Richtig Auswandern” mit einigen provokativen aber hilfreichen Thesen entschlossen, die das Thema aus ungewohnten Perspektiven betrachten angehen.
Keine Angst: Es geht nicht um die Selbstverständlichkeiten, für die es bereits massenweise hochwertige Literatur in Form von Büchern und Anleitungen gibt. Dass sich potentielle Auswanderer gehörig mit den organisatorischen und rechtlichen “Basics” vertraut machen, setzen wir einfach mal voraus. Obwohl auch hier leider Zweifel angebracht sind. Ein Blick in einschlägige Foren zur Frage, wie und wo eine Personnennummer in Schweden beantragt wird, weckt Schwindelgefühle ob des Unsinns der teilweise verzapft wird. Das Unverständnis wird umso grösser, als es - wie gesagt - zu den grundlegenden Fragen für beinahe alle Auswanderungsländer dieser Erde mittlerweile hochwertige Literatur gibt.
Nein, hier soll und wird es um die Dinge gehen, die mehr grundlegend und “sophisticated” sind. Wir haben die Serie so designed, dass wir einen Beitrag pro Woche dazu posten werden. Denn eigentlich geht es hier im Blog ja viel mehr um Kunst und Fotografie.
Am wichtigsten ist es, dass Sie vor Ihrer Auswanderung strukturiert und strageisch vorgehen. Erstellen Sie Ihren persönlichen Auswanderungsplan. Genau so, wie Sie für eine Geschäftsgründung einen Businessplan erstellen würden. Einen wunderbaren Beitrag von Seth Godin zur Frage, was ein Businessplan eigentlich enthalten sollte finden Sie übrigens hier (Englisch).
So, das war der “Pilotbeitrag”. Richtig einsteigen werden wir mit These 1 in einigen Tagen. Stay tuned!
Colors and shapes: Eine fotografische Annäherung an das schwedische Design
Eine oft gestellte Frage, die mich auch schon viel beschäftigt hat. Heute will ich die Antwort etwas einkreisen.
Es gibt einen übergreifenden Zusammenhang in allen nordischen Kunst- also auch Designrichtungen. Im fotografischen Bereich wird oft die kühle, etwas distanzierte, zugleich aber sehr tiefgründige und aussagekräftige schwedische Bildsprache gerühmt.
Diese “Spachbeschreibung” gilt aber nicht nur für die Fotografie, sondern generell für die meisten nordischen Kunstrichtungen. Warum ist das so?
Eigentlich geht es im nordischen Design in der Regel um die ganz elementaren “Basics”, die Grundlagen, also: Colors & Shapes - Farben und Formen. Künstler aus Skandinavien haben offensichtlich eine besondere Gabe der Reduktion. Die Beschränkung aufs Wesentliche. Sie sind “Reduktionskünstler”. Das Motto lautet: Alles auf den Grund, d.h. die grundlegenden Strukturen, Funktionen, Formen und Farben zurückführen.
Ein in diesem Zusammenhang oft gehörter Slogen lautet: A BETTER LIFE THROUGH GOOD DESIGN. Und der Schlüssel zu diesem guten Leben liegt in der Beschränkung auf die Einfachheit.
Meine persönliche Theorie geht dahin, dass die besondere nordische Gabe auf die Lebensumstände und die hiesige Mentalität zurück zu führen sind. Typisch schwedische Attribute sind z.B.
Miteinander - nicht anecken - integrativ - umgänglich - einfügend - solidarisch.
Übertragen in Bildsprache und Design ergibt das die faszinierend aufs Wesentliche reduzierten Kunstwerke. Hinzu kommen die generellen Lebensumstände und Lebensbedingungen: Im Norden herrscht rauhes Klima. Die Umwelt - so “schön” sie auch sein mag - macht das Leben nicht unbedingt einfach. Das ruft und verlangt nach Dingen, die - gerade auch funktional - zuverlässig auf den Kern beschränkt sind.
Ein dritter Gedankengang führt zu einem weiteren Phänomen des Miteinanders in diesen Breitengraden, das kunstprägend ist: Es besteht eine sehr deutliche Abgrenzung zwischen dem “internen” Kreis der Familie (daher auch die oft von “Zugezogenen” begangene “Todsünde” am “heiligen” Familienfreitag zu stören) und den weiteren “externen” Kreisen. Das kommt im Design zum Ausdruck durch den “geschlossenen Charme”, den viele nordische Designs ausstrahlen.
Um die Grundlagen besser harsuzuarbeiten, habe ich eine neue Rubrik/Kategorie “colors & shapes” eingerichtet, in der künftig Aufnahmen zu sehen sein werden, bei denen es um diese nordische Reduktion aufs Wesentliche geht.

Auerhennen Gelege
In der Nähe eines kleinen Flusslaufes flog plötzlich ungefähr einen Meter vor mir eine Auerhenne laut protestierend auf. Ich hatte Sie nicht bemerkt, denn Auerhennen sind durch die Farbe ihres Federkleides sehr gut getarnt (und ich muss zugeben, dass ich auch gerade das Kranichpärchen am Fluss beobachtet habe).
Einen Schritt weiter lag also die Stelle, an der die Henne gerade aufgeflattert war. Am Fusse eines Baumes ein schlichtes Nest aus kleinen Zweigen, einige kleine Federchen und - die Hauptsache - vier prachtvolle Eier, ungefähr in der Grösse von “normalen” Hühner-Speiseeiern. Nun war Eile angesagt, denn ich wollte die Henne nicht beim weiterbrüten stören. Schnell mehrmals geknipst und dann möglichst schnell wieder diese Stelle verlassen.
Auerhahn und Birkhahn gibt es hier übrigens noch zuhauf und Lappland ist ein echtes Paradies für Naturfotografen (auch wenn ich mich eigentlich nicht zu dieser Spezies rechne; aber wer lässt sich die Gelegenheit schon entgehen :).
Vielleicht ist das Gelege auch eine Symbolik für das morgige Pfingstfest: Etwas ist im Werden.
Allen Leserinnen und Lesern „Frohe Pfingsten!“
- Das ist das Auerhennen Gelege herangezoomt - 
- Und so sieht das Nest in der Totale aus -
Tauwetter in Lappland 2010 / Töväder i Lapland 2010
Aber der Reihe nach: Seit etwa einer Woche sind die Temperaturen hier in der Nähe des Polarkreises wieder (weitestgehend) „dauernd über Null“. Am gestrigen Freitag kamen sintflutartige Regenfälle hinzu. Und heute kletterte das Thermometer auf satte 20 Grad plus. Trotzdem taut dieses Jahr alles nur sehr langsam und irgendwie „beschwerlich“ weg.
Eine Bekannte hat uns vorhin berichtet, dass ihre an einem See belegene Stuga (= Sommerhaus, Ferienhaus) akut vom Hochwasser bedroht ist. Die späte Schmelze verbunden mit starken Regenfällen hat zu gefährlich hohen Wasserständen geführt. Und für den Wochenanfang sind erneut starke Regenfälle bei Tagestemperaturen zwischen 15 und 20 Grad gemeldet. Wir fühlen uns irgendwie gerade wie in den Tropen.
Die Kehrseite dürfte also auch eine extreme Mückenplage dieses Jahr beinhalten. Sollten Sie uns den Sommer über besuchen wollen, heisst das Zauberwort wiederum „Mygga“ :)
Uns haben die Mücken heute jedenfalls nicht davon abgehalten, den mittlerweile obligatorischen Tauwetter-Fotowalk zu begehen. Hier einige der Ergebnisse:
-> Hier gehts zur Galerie “Tauwetter 2010”
-> Klick här så kommer du till bildspelet “töväder 2010”

Skyline in Umeå / Umeå - en Norrlandspärla
Umeå ist übrigens neben Luleå zugleich auch Schwedens nördlichste Universitätsstadt und wichtiger wichtiger Verkehrsknotenpunkt (u.a. E4 und E12).
Das kulturelle Leben der Stadt hat mit dazu geführt, dass Umeå als Europäische Kulturhauptstadt 2014 ausgewählt wurde. Die Vorbereitungen laufen bereits jetzt auf Hochtouren und sind an vielen Stellen sichtbar.
Allen Schwedenreisenden sei Umeå als ein Punkt ihrer Reise unbedingt ans Herz gelegt. Am frühen Abend durch die Innenstadt zu promenieren ist ein Erlebnis, bei dem die Stadt ihren vollen Charme ausspielen kann. Es bietet sich an, die Promenade z. B. mit dem Besuch einer Vorstellung in der weltbekannten Norrlands Opera oder einem Konzertbesuch abzuschliessen.
Weitere Informationen über Umeå finden Sie hier.
Selbstverständlich dürfen Sie uns auch gerne eine Mail mit Ihren Fragen senden.

- Skyline Umeå -
Im Sog der Tiefe? / Folkets Hus i Umeå
Was ist eigentlich ein “Folkets Hus”. Der Begriff lässt sich schlecht eins zu eins übersetzen. Am besten passt die Übersetzung als “Gemeinschaftshaus”. Kurz: Eine Einrichtung, die in fast allen Städten und Dörfern vorhanden ist, und die Räumlichkeiten für Aktivitäten und kulturelle Veranstaltungen bietet.
Mit dem Folkets Hus wird den Einwohnern die Möglichkeit gegeben, Versammlungen, Vereinstreffen, Konferenzen und nicht zuletzt auch kulturelle Veranstaltungen durchzuführen. Die Räume werden in der Regel zum beinahe Selbstkostenpreis angeboten und bieten meist auch Bewirtungsmöglichkeiten. Für Konferenzen aller Art ist das Folkets Hus in Umeå übrigens geradezu ein Geheimtipp.
Mehr Infos zum Folkets Hus in Umeå finden Sie hier.

- Eine der architektonisch reizvollen Treppen im Folkets Hus in Umeå -
Nachtrag zu Borgafjäll, oder: Fotografieren beim Essen.. :)


Borgafjäll
Hatte gerade das Vergnügen einige Tage dort sein zu können. Das Wetter hat leider nicht ganz so mitgespielt und die aus den Medien bekannte vorbeiziehende Vulkanwolke aus Island hat ein übriges dazu getan. Hat zu einigen fotografischen Herausforderungen geführt. Aber wie pflege ich immer zu sagen: Es gibt keine Probleme, nur Lösungen :)
Auch die Fahrt nach Borgafjäll ist ein echtes Erlebnis, führt doch der “Konstvägen Sju Älvar” (Kunstweg entlang der sieben Flüsse Vindelälven, Ume älv, Öreälven, Lögdeälven, Gideälven, Ångermanälven und Saxälven) nach Borgafjäll. Die gesamte Route führt über 334 Km von Holmsund nach Borgafjäll und ist ein Gesamtkunstwerk in Form einer Ausstellung von derzeit 12 Einzelkunstwerken. Das derzeit jüngste Kunstwerk wurde 2005 von Schülern in Bjurholm neben einer Brücke über den Öreälv errichtet und ist ein zehn Meter langer Bootshaken.
In Borgafjäll selbst ist das gleichnamige Hotel ein echter Geheimtipp. Es ist sowohl architektonisch herausragend (geplant vom legendären Architekt Ralph Erskine), als auch für seine mit Sternen ausgezeichnete Küche unter Insidern weithin bekannt.
Einige Eindrücke:



Reloaded in black/white: Skotercross VM / Snöskoter VM / Scootercross Worldcup / Skidoo Schneescooter WM 2010 in Malå
Finally we also created a gallery with some pictures in black & white. Our client and we like the results - since they are often much more “dramatic” - and would be pleased to read in the comments what youre thinking?
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Ein Kunde hat gefragt, ob wir nicht einige Fotos vom letzten Wochenende in schwarz/weiss entwickeln und abziehen könnten. Warum nicht probieren, denn eigentlich bin ich ja ein grosser Fan von schwarz/weiss. Auf der anderen Seite würde das - wegen des Wetters und der Schneesituation - ziemlich harte Kontraste ergeben. Das würde aber gleichzeitig einige sehr schöne Effekte geben können. Wir haben also etwas experimentiert und und schliesslich für eines unserer „klassischen“ Sets entschieden: Ilford FP 4 Plus 125 Simulation für den Filmtyp und Agfa Record-Rapid das Papier.
Wir haben eine Galerie mit einigen Bildern in schwarz & weiss aufgelegt. Dem Kunden und uns gefallen die Ergebnisse, denn sie sind viel „dramatischer“. Was meinen unsere Leserinnen und Leser?

Skotercross VM / Snöskoter VM / Scootercross Worldcup / Skidoo Schneescooter WM 2010 in Malå

- Weltmeister / Worldcup-Winner: Tucker Hibbert -
Der WM-Tag: Heute ist das ansonsten eher beschauliche Malå wieder eines der sportlichen Zentren der Welt gewesen. Starter aus aller Welt und knapp 10.000 Zuschauer (nicht schlecht bei ca. 3.500 Einwohnern) gaben sich ein buntes Stelldichein. Leider hat sich das Wetter von der ganz unpassenden Seite gezeigt mit Schneegestöber und starken Windböen. Pünktlich zu den Ausscheidungsläufen begann es heftig zu schneien.
Die Stimmung war sehr gut. Schon am frühen morgen zogen - völlig ungewohnt - regelrechte Verkehrsströme gen Malå. Trotz des stürmischen Winterwetters hat sich eine sehr gute Stimmung im Publikum gehalten. Ein schönes Event. Und gewonnen hat die Weltmeisterschaft schliesslich der Favorit Tucker Hibbert aus den USA. Ein verdienter Gesamtsieg.
Wir haben für Sie eine Reihe Impressionen und einen Film zusammengestellt (während unsere Kameras und Objektive noch zum Trocknen an der Wäscheleine hingen).
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The Worldcup-Day: Today Malå - normally a “little” town in Swedish-Lapland - became one of hot-spots of the world again. Starters from all over the world and about 10.000 spectators - which is quite well compared to 3.500 inhabitants - showed up. Unfortunately the weather didnt show its best sides. We had heavy snowfall and a lot of wind today.
But however, the atmosphere has been great. The day began with a true invasion of cars and visitors in the town. And even the ugly weather couldnt stop the audience from being on a big party! And finally after an exciting day the winner of the worldcup series turned out to be Tucker Hibbert (USA). Well deserved to be clear about that.
We put together some impressions and a film and hope you can enjoy (while our cameras and lenses are hanging on the clothesline to dry).
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26.03.2010 - The day before the race - Skotercross VM / Scootercross Worldcup / Skidoo Schneescooter WM 2010 in Malå
Friday. The day before the Scootercross Worldcup. Only one more day left until one of the years biggest events is taking place in Malå. And at the same time an event with a worldwide relevancy. A real privilege for Malå.
As far as we know, all the snowmobile-teams and drivers have arrived for the big event tomorrow. For the foreign teams and drivers, esp. for those from the USA, there has been a special event today as a prelude for the worldcup races: Porsche on ice.
The drivers and team members of the foreign teams have been invited to test another kind of driving adventure on one of the test tracks on the frozen Malåträsk. Not on a scooter but behind the steering wheel of a Porsche. Not a normal one. One fitted with special long-spike tires and a lot of horsepowers.
Benny Larsson, Magnus Holmgren and their Porsche on ice crew did a fantastic job, presenting a different kind of racing-adventure on the frozen lake. Obviously all the guests enjoyed the alternation on the day before the big event.
We caught some impressions for you and you may recognize some well known faces on the shots. There are as well a lot of shots for lovers of Porsche cars :)
-> To the gallery: “Prelude - Porsche on ice on the frozen Malåträsk”
Deutsche Version: Der Tag vor dem Rennen
Freitag. Der Tag vor der Schneescooter Weltmeisterschaft. Nur noch ein Tag bis zu einem der grössten Ereignisse des Jahres in Malå. Gleichzeitig ein Event mit weltweiter Bedeutung. Ein echtes Privileg für Malå.
Soweit uns bekannt ist, sind alle Teams und Fahrer für das grosse Event mittlerweile eingetroffen. Für die Teams und Fahrer aus anderen Ländern, insbesondere die aus den USA, gab es heute ein spezielles Event zum Auftakt der Weltmeisterschaftsläufe: Porsche on ice.
Die Fahrer und Teammitglieder wurden eingeladen, eine andere Art des Fahrabenteuers auf einer der Teststrecken auf dem zugefrorenen Malåträsk zu probieren. Nicht auf einem Scooter, sondern hinter dem Lenkrad eines Porsche. Keinem normalen Porsche, sondern einem mit speziellen Langspike-Reifen und jeder Menge Pferdestärken.
Benny Larsson, Magnus Holmgren und ihre Porsche on ice Crew haben einen fantastisch guten Job gemacht, und eine etwas andere Art des Rennabenteuers auf dem gefrorenen See präsentiert. Die Gäste haben die Abwechslung vor dem grossen Tag offensichtlich genossen.
Wir haben einige Impressionen für Sie eingefangen und vielleicht erkennen Sie das eine oder andere bekannte Gesicht auf den Aufnahmen. Es gibt auch etliche Aufnahmen für Porsche-Liebhaber :)
-> Zur Galerie: “Prelude - Porsche on ice auf dem gefrorenen Malåträsk”
And here is the film by Petra Fuelbert / Und hier der Film von Petra Fuelbert: „Prelude - Porsche on ice“:
Sportlov 2010 in Malå
Bald danach wurden diese Ferien landesweit zur festen Gewohnheit und wurden schliesslich zu einer Wintersportwoche. Die Termine für die Sportlov in den einzelnen Kommunen sind unterschiedlich und werden innerhalb eines vorgegebenen Rahmens auf kommunaler Ebene festgesetzt.
Diese Woche ist nun Sportlov in Malå, und es sollte eigentlich Hochbetrieb auf dem Skihang Tjamstan sein. Ich habe heute dort kurz vorbeigeschaut. Es war aber derart stürmisch, dass es mich beinahe weg geweht hätte :) Wohl deswegen war der Andrang heute etwas verhalten. Und für die nächsten zweieinhalb Tage ist kräftiger Neuschnee angesagt. Mal schauen, wie sich die diesjährige Sportlov entwickelt. Zur Lunchzeit sah es auf Tjamstan heute jedenfalls so aus:

Malmfältsloppet 2010 in Malå - Marathon nicht nur im Sommer
Malå hat in Sachen Marathon einiges zu bieten. Nicht nur den Lapland-Ultra-Marathon im Sommer, sondern auch einen Langlauf-Marathon im Winter.
Heute gab es in Malå also den Malmfältsloppet, ein Langlauf-Marathon (die längste Distanz also über 42 Km) im klassischen Stil. Der Malmfältsloppet ist übrigens eine Qualifikationsgrundlage für das bekannte Vasaloppet.
Eine sportliche Herausforderung, auch wenn die Temperaturen heute im Vergleich zur letzten Woche “erträglich” waren. Unsere Bewunderung allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Besonders hervorzuheben die perfekte Organisation und die grosse Ruhe, in der der gesamte Wettbewerb verlaufen ist. Keine Hektik und kein fühlbarer Stress, trotz sportlicher Höchstleistungen. Grosses Kompliment an die Organisatoren und alle Teilnehmer!
Das Teilnehmerfeld war bunt gemischt. Nach der vorab veröffentlichten Starterliste waren es 79 Teilnehmer (wobei es Nachmeldungen gegeben haben kann). Gefahren wurde in 2 Klassen, der Wettbwerbsklasse (42 Km) und in 2 Freizeitklassen über 13 oder 21 Km. Start war um 11 Uhr.
Wir haben uns heute für die Endphase des Wettbewerbs entschieden und waren schwer beeindruckt. Die Läuferinnen und Läufer waren - in allen Klassen - mit grossem Einsatz bei der Sache und eigentlich hat es uns erstaunt, dass viele Läuferinnen und Läufer auch nach der längsten Distanz bei weitem gar nicht so erschöpft waren, wie wir uns das vorgestellt haben.
Das mag seinen Grund mit darin haben, dass Skifahren in Schweden sozusagen bereits mit der Muttermilch mitgegeben wird. Wir haben viele sehr angenehme Gespräche mit Teilnehmern und Begleitern geführt und haben fast immer hören dürfen, dass der oder die Teilnehmer(in) bereits seit frühester Jugend “auf Skiern steht/stehen”. Einige Gesprächspartner haben sogar stolz berichtet, dass die ganze Familie - vom Grossvater bis zu den Enkeln - aktiv teilnimmt.
-> Hier gehts zur Bildergalerie “Malmfältsloppet 2010“ (by Henning Wüst)
-> Hier gehts zum Film “Malmfältsloppet 2010“ (by Petra Fuelbert)
Und hier gehts zur Homepage der Malå Idrottsförening zum Malmfältsloppet 2010.
Malmfältsloppet 2010 in Malå - Marathon not only under the summer season
Malå offers many opportunites regarding marathon. Not only the famous Lapland-Ultra-Marathon in the summer. There is also a skiing marathon in the winter season.
Today the Malmfältsloppet took place in Malå. The Malmfältsloppet is a cross-contry-skiing Marathon (classic style). The longest distance is 42 Km and the Malmfältsloppet is a qualification run for the well known Vasaloppet.
A challenge for all participants even if the weather had been quite gracious today (compared to the last 2 weeks).
We need to highlight the perfect organisation and the calm athmosphere. There has been absolultely no hustle and bustle on the trail even if all participants gave their best and showed a great performance. A huge compliment to as well the organisation as all the participants!
The field of participants was mixed. Due to the list it have been 79 participants within 2 classes (“professional” - 42 Km and “amateur” - 13 or 21 Km). Starting time has been 11:00.
We decided to keep our eyes on the last kilometers and the finishing line and have really been very impressed. All the participants showed up their best and we were amazed that they havent been as exhausted we thought they would be after the long distance.
Of course this is because many Swedes “grow up” with skiing. We had a lot of nice conversations and got to know families in which all family members - from grandfather to grandson - are “on the skiing track”.
-> To the gallery “Malmfältsloppet 2010“ (by Henning Wüst)
-> To the film “Malmfältsloppet 2010“ (by Petra Fuelbert)
More information can be found here on the homepage of the Malmfältsloppet.
Lappland-News KW 4/2010
Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am 27. März findet in Malå nun zum dritten Mal die Skotercross VM statt. Und es wird dieses Jahr nochmals spannender, denn der internationale Motorsport-Weltverband hat das Reglement geändert.
Bislang wurde in Malå die letzte Teilausscheidung der Weltmeisterschaft gefahren. Dieses Jahr wird in Malå nicht nur die letzte Teilausscheidung, sondern das alleinentscheidende Rennen gefahren. Der Termin wurde eigens so gelegt, dass Fahrer aus allen Ländern der Welt teilnehmen können.
Die Änderungen schlagen sich auch in den erwarteten Zuschauerzahlen nieder: Waren es 2009 insgesamt 6.300 Besucher am Wettkampftag, rechnen die Organisatoren in diesem Jahr mit über 10.000 Besuchern. Zum Vergleich: Die Malå kommun hat etwa 3.500 Einwohner.
Also liebe Motorsportfreunde: Unbedingt den 27. März vormerken!
Übrigens: Für Journalisten, Fotografen oder Filmleute können wir auch in diesem Jahr wieder eine Ferienwohnung anbieten. Und wie immer gilt auch dieses Jahr: Wer zuerst kommt, erhält den Zuschlag. Also schnell mailen oder durchklingeln.
Weblinks:
Die offizielle Homepage der Skotercross VM 2010
Aktueller Bericht in Norran
- Jojk soll in die Liste des UNSECO Weltkulturerbes aufgenommen werden
Der Jojk, ein faszinierend-wohlklingender lautmalerischer Gesang der Sami (native Ursprungsbevölkerung), wurde für die Aufnahme in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes vorgeschlagen. Das berichtet der Norran heute aktuell.
Wer sich in die Welt des Jojk einmal hinein hören möchte, wird u.a. hier bei YouTube fündig.
- Sehr viele Wildunfälle derzeit in Västerbotten
Aufgrund des untypisch warmen Winterwetters sind viele Wildtiere derzeit „überaktiv“. Erhöhte Aufmerksamkeit auf Lapplands Strassen ist daher unbedingt angesagt (Quelle).
Und auch heute zum Abschluss wieder ein Bild aus der Herbstserie vom vergangenen Jahr.

- Sunset -
Ein paar Tipps für den Umgang mit der Kälte
“Versuch doch mal bitte zu beschreiben, wie sich das anfühlt. Minus 22° Wow. Voll irre, oder?” .
Ich hatte einen Tag lang über die Frage nachgedacht, und dann - auszugsweise - das hier geantwortet:
“Gute Frage. Ich habe drüber nachgedaacht, als ich vorhin bei solcher Temperatur eine ausgiebigen Walk gemacht habe. Ist wahrscheinlich aber extrem individuell und subjektiv.
Also: Erstmal gute Kleidung und das richtige Anziehsystem! Für mich ist das das klassische Zwiebelsystem. Mit richtiger Unterbekleidung reicht auch bei minus 25 noch eine einfache Fleeceweste aus dem Baumarkt. Da sind dann aber mehrere Lagen untendrunter
Anfühlen: Geh an die Gefriertruhe und nimm eine Eiswürfelform. Dreh sie um und leg sie Dir auf die Rückseite der Hand. Voilà. Bitte aber nicht zu lange, denn Erfrierungen sind schnell geschehen.
Besonders tückisch ist der Windchill-Faktor. Bei Wind geht die gefühlte Kälte rasant in den Keller.”
Ich möchte das hier nochmals aufgreifen und noch ein paar Tipps dazu geben.
Der “Comfort-Faktor” bei der Kälte ist in mehrere Temperaturzonen eingeteilt:
Von Null bis ungefähr minus 12-15 Grad ist bei Windstille eigentlich alles noch recht normal. Im Pullover und mit den Birkenstocks in den Garten zu gehen ist kein Problem. Und für längere Aktivitäten draussen reichen normale lange Unterwäsche, Pullover und Fleecacke. Gefütterte Fingerhandschuhe genügen meistens noch aus. Dazu Winterstiefel (“Canadian Boots”, d.h. Stiefel mit Kautschuk- oder Gummiunterteil und Lederschaft, mit Innenschuhen aus Filz).
Und nicht zu vergessen: Eine Mütze. Die Gelehrten streiten sich zwar, wieviel Prozent Körperwärme über den Kopf verloren gehen können. Die meisten Schätzungen liegen so um die 40 Prozent. Klar ist aber auf jeden Fall, dass es ohne Mütze sehr schnell sehr kühl wird.
Achtung: Wenn es windig wird, verändern sich die vom Menschen wahrgenommenen Temperaturen dramatisch. Dieser Effekt wird als “Windchill” bezeichnet. Die gefühlte Temperatur sinkt stark in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit.
Einige Beispiele:
Bei Null Grad und einer Windgeschwindigkeit von 20 km/h liegt die gefühlte Temperatur bereits bei minus 5 Grad.
Bei minus 10 Grad und einer Windgeschwindigkeit von 20 km/h liegt die gefühlte Temperatur bereits bei minus 18 Grad.
Bei minus 15 Grad und einer Windgeschwindigkeit von 20 km/h liegt die gefühlte Temperatur bereits bei minus 25 Grad.
Und da sind wir bereits in einem Bereich, bei dem es auf ungeschützter Haut innerhalb von Minuten zu Erfrierungen kommen kann. Eine Windgeschwindigkeit von 20 km/h ist noch nicht so berauschend viel. Es kann oft deutlich windiger werden!
In diesem Temperaturbereich funktioniert der Alltag noch relativ normal. Man kann auch kurzzeitig ohne Handschuhe draussen werkeln, z.B. um eine streikende Autobatterie zu wechseln. A propos Auto: Auch wenn die meisten Autos bis ca. minus 15 Grad noch problemlos anspringen, ist ein Motorwärmer - nicht zuletzt der Umwelt zuliebe - sehr sinnvoll. Ein Motorwärmer - hier in Skandinavien ein Standard - ist wie ein kleiner Tauchsieder, der im Motoröl oder im Kühlerkreislauf sitzt und so den Motor vor dem Start vorwärmt. Oft ist auch noch zusätzlich ein Heizlüfter im Innenraum montiert. Bei bis zu minus 15 Grad sollte der Motorwärmer etwa eine gute Stunde vor der Abfahrt eingeschaltet werden. Der vorgewärmte Motor hat viel weniger internen Reibungswiderstand was die Batterie schont. Das führt auch zu viel geringeren Schadstoffemissionen in der Startfase.
Eine Temperaturstufe tiefer, bis ca. minus 25 Grad, wird es extremer. Auch für kürzere Wege nach draussen ist die richtige Kleidung angesagt. Für längere Aktivitäten draussen ist Winter-Unterwäsche als untere Kleidungsschicht angesagt. Pullover und Fleecejacke obendrüber. Als Mütze eine Mütze mit Ohrenklappen. Wer gerne friert nimmt eine Mütze mit Pelzfutter. Fingerhandschuhe reichen nicht mehr - jetzt sind gefütterte Fäustlinge angesagt. Bei Wind (siehe oben!) unbedingt eine winddichte Überjacke und Überhose!
Windchill: Bei minus 25 Grad und einer Windgeschwindigkeit von 20 km/h liegt die gefühlte Temperatur bereits bei minus 37 Grad.
Die Technik kommt bei diesen Temperaturen auch an ihre Grenzen. Ohne Motorwärmer springen Autos nicht mehr an. Falls Motorwärmer vorhanden: Mindestens 2 Stunden vorher anschalten. Die Batterie gerne über Nacht ausbauen und mit nach innen nehmen. Das Aus- und Einbauen wird aber zur Qual, denn ohne Handschuhe ist nur noch ein paar Sekunden zu arbeiten. Und der laufende Motor ächzt und gibt mitunter merkwürdige Geräusche von sich. Sehr behutsames Fahren ist angesagt.
Wird es dann schliesslich “richtig kalt”, d.h. unter minus 30 Grad, sind wir im echten Extrembereich. Insbesondere wenn es dann auch noch windig wird. Am besten zu Hause in der Nähe des Ofens aufhalten :)
Wenn man unbedingt raus muss, noch eine Schicht Kleidung, d.h. eine Fleece Unterjacke und eine Fleece Unterhose. Unter der Mütze eine Unterziehhaube. In den Fäustlingen noch ein Paar Fleecehandschuhe. Spezielle Schuhe - z. B. die legendären “Bunny Boots”.
Diese aus Gummi hergestellten Stiefel sind einfach faszinierend. Mit nur einem paar Wollsocken warm wie ein Backofen. Für das Fussklima nicht unbedingt förderlich, d.h. unbedingt die Socken wechseln nachdem man wieder zu Hause ist.
Anstrengungen sollte man in diesem Temperaturbereich tunlichst nur unternehmen, wenn man eine sehr gute Kondition hat. Warme Getränke - am besten einfaches warmes Wasser (keine Dehydration) - mitnehmen.
Auf die Technik - insbesondere normale PKWs - ist kein Verlass mehr.
Windchill: Bei minus 30 Grad und einer Windgeschwindigkeit von 20 km/h liegt die gefühlte Temperatur bereits bei minus 43 Grad.
Windchill: Bei minus 35 Grad und einer Windgeschwindigkeit von 20 km/h liegt die gefühlte Temperatur bereits bei minus 50 Grad.
Schliesslich noch einige Extratipps:
(1) Wer günstige Winterkleidung für Outdoor sucht, möge einen Blick auf Armee-Restbestände werfen, z.B. das amerikanische Extended Cold Weather Clothing System (ECWCS). Das ist ein Baukasten-Bekleidungssystem mit dem es sich auch bei unter minus 30 Grad noch gut draussen sein lässt. Ähnliche Bekleidungssysteme gibt es auch in den skandinavischen Ländern. In Tarnfarben allerdings. Also ganz obendrüber immer noch eine Warnweste anziehen, damit man auch gesehen wird. Diese - recht gesuchten - Klamotten, die allerdings nicht “salonfähig” sind, bekommt man immer mal wieder in diversen Army-Shops. Man mag zur Tarnfarbe stehen wie man will. Meiner Erfahrung nach ist diese Kleidung aber allemal um einiges robuster und um Längen günstiger als Artikel der bekannten “Marken-Outdoorbekleidungshersteller”.
(2) Alle Autofahrer sollten sich eine gut bestückte Notfalltasche ins Auto legen. Denn eine Autopanne bei minus 25 Grad, irgendwo in der Natur, kann sich schnell als lebensbedrohliche Situation erweisen. Ich spreche aus Erfahrung. Letzten Winter bin ich nachts bei minus 28 Grad mit Motorschaden liegen geblieben. Ich war eine Abkürzung über eine kleine Nebenstrasse gefahren und dort gab es keinen Mobilfunkempfang. Innerhalb von Minuten wird es da richtig kalt. Und von einer geschäftlichen Besprechung kommend hatte ich keine richtigen Winterklamotten an.
Deswegen folgender Tipp. Als Winter-Notausrüstung gehören ins Auto mindestens:
Skoteroverall oder Skioverall, Dicke Fleecejacke, Dicke Winterhose, Gefütterte Fäustlinge, Pelzmütze, Winterstiefel, Winterschlafsack, Dicke Isomatte, Kerzen, Streichhölzer, Kekse, Lutschbonbons, Taschenlampe (Stirnlampe), Esbitkocher.
(3) Und noch ein Extratipp für alle Urlauber, die mit einem Diesel-PKW (oder Womo) unterwegs sind: Den Tank vor der Einreise nach Skandinavien ziemlich leer fahren und dann hier tanken. Das hiesige Winterdiesel veträgt einige Minusgrade mehr, bevor es versulzt. Auch an die Reservekanister denken. Es kann sonst zu bösen Überraschungen kommen.
(4) Alle Autofahrer, die aus südlicheren Gefilden hierher kommen sollten unbedingt auch daran denken, ihren Frostschutz im Kühlwasser zu kontrollieren. Was für südlichere Breitengrade reicht, reicht hier nicht mehr. Steht ein PKW über Nacht im Freien genügt das oft, um das Kühlwasser gediegen einfrieren zu lassen. Merkt man das nicht vor der Abfahrt, ist im Regelfall ein neuer Motor fällig. Mein persönlicher Tipp ist deswegen mindestens eine 50:50 Glykol-Wasser Mischung, die für minus 40 Grad ausgelegt ist.

- Besondere Herausforderung: Iglubau in der Kälte -
Julmarknad och Luciafirandet i Rökå / Weihnachtsmarkt und Luciafeier in Rökå
In der Malå kommun gibt es 4 sog. “småorter”; einer davon ist Rökå. Ein småort ist eine “Siedlung mit zwischen 50 und 199 Einwohnern bei weniger als 150 Metern durchschnittlichem Hausabstand”.
Zurück zu Rökå. Dort gibt es eine sehr aktive Byaförening (Gemeinschaft der Dorfbewohner), die sich entschlossen hat, dieses Jahr zusätzlich zur Vågamässa auch einen Weihnachtsmarkt (mit kleiner Luciafeier) zu veranstalten. Ort war das Folkets Hus (die ehemalige Schule).
Dort haben wir uns etwas umgesehen und für unsere Leserinnen und Leser einen Film gedreht und eine Foto-Reportage gemacht. Die Stimmung in Rökå war sehr gut und wir haben viele sehr angenehme Menschen getroffen. Über 40 Aussteller waren mit ihren Ständen vertreten - was sehr beachtlich ist - und die Byaförening hat in der alten Sporthalle Kaffe und Essen serviert. Alles in allem ein runder Tag.
Um 14 Uhr 30 startete dann ein kleiner Luciazug durch das Folkets Hus.
Eigentlich wird das Luciafest am 13. Dezember begangen (und nicht schon am 12.). Die Kombination mit dem Weihnachtsmarkt hat sich aber geradezu aufgedränt.
Zu den geschichtlichen Hintergründen des Luciafestes hatte ich hier vor einiger Zeit schon etwas geschrieben.
Die moderne Luciatradition wurde in Schweden 1927 wieder belebt. Damals hatte eine Tageszeitung in Stockholm die Lucia des Jahres gewählt und im Blatt präsentiert. Die Lokalpresse hatte sich dann landesweit an die Aktion angehängt und an fast allen Orten wurden die Lucias des Jahres gewählt. Dies hat sich seitdem so erhalten.
Übrigens gibt es auch an fast jeder schwedischen Schule eine Lucia und in vielen Büros und in der Verwaltung wird am Luciatag (bzw. am letzten Werktag vor dem Luciatag) eine morgendliche Pause für die Luciafeier eingelegt.
Der Film / filmen (eine by mahlemiuts.com Produktion)
-> Hier gehts zum Film auf YouTube
-> Klick här så kommer du till filmen på YouTube
Die Foto-Reportage / foto reportaget
-> Hier gehts zur Foto-Reportage
-> Klick här så kommer du till bildspelet

Anmerkung für alle Fotointeressierten: Alle Bilder mit dem Nikkor 35mm AFS DX und nur mit available light. Processing natürlich mit Bibble 5 (PV 3.2) - mit was sonst?
Fundstücke aus Stockholm / Fynd från Stockholm / Finds from Stockholm
-> Klick här så kommer du till bildspelet „Fynd från Stockholm“
-> Hier gehts zur Galerie „Fundstücke aus Stockholm“

- Irgendwo in der „Gamla Stan“ in Stockholm -
1. Advent: Julmarknad und Skyltsöndag in Arvidsjaur
So haben wir uns entschlossen, zum Skyltsöndag dieses Jahr den Weihnachtsmarkt in Arvidsjaur zu besuchen und eine Reportage zu machen. Das Wetter hat es uns zugegebenermassen nicht leicht gemacht. Nachdem es die letzten 3 Wochen immer um die null Grad hatte, ist das Thermometer gestern richtig gefallen. Und so waren es in Arvidsjaur heute gegen 15 Uhr so um die minus 15 Grad. Die ersten richtig kühlen Wintertage kosten immer etwas Eingewöhnung und Umstellung. Und so ist uns heute die Kamera fast in der Handschlaufe angefroren :) Aber wir scheuen keinen Einsatz und haben für Sie sogar einen kleinen Film gedreht.
Nun müssen wir unseren Lesern in Deutschland aber noch erklären, was sich hinter dem Begriff Skyltsöndag eigentlich verbirgt. Am Skyltsöndag - klassischerweise das letzte Wochenende im November - werden die Schaufenster („Skyltfönster“) auf den Weihnachtsschmuck umgestellt. Es hat sich eingebürgert, dass auch viele Privathäuser an diesem Wochenende den Weihnachtsschmuck in Form von bunten Aussenbeleuchtungen anbringen. Der erste Skyltsöndag wurde übrigens 1953 in Stockholm gefeiert. Und wie bereits bei der Einführung des Skyltsöndag im Jahre 1953 fiel er auch dieses Jahr auf den ersten Advent.
All das wurde nun heute mit dem Weihnachtsmarkt in Arvidsjaur gefeiert, auf dem - trotz der kühlen Temperaturen - reger Andrang herrschte. Aufgefallen ist uns, dass keine klassischen Weihnachtslieder zu vernehmen waren. Einen Weihnachtsmann mit langem Bart gab es allerdings :) Ansonsten waren auffallend viele Besucher mit auffallend grossen Hunden vertreten (was aber völlig geschmeidig und problemlos war).
-> Hier gehts zur Bildergalerie vom Weihnachtsmarkt in Arvidsjaur
-> Klick här så kommer du till bildspelet från julmarknaden i Arvidsjaur
Ausserdem haben wir für Sie einige bewegte Bilder eingefangen:
-> Und hier gehts zum Film (YouTube) / Här kommer du till filmen (YouTube)

Naturreservate in Lappland: Natur pur - auch im Winter und: Blackout oder Stromausfall
Habe vorhin beim Spaziergang kurz mit einem Nachbarn gesprochen, der hier seit 60 Jahren lebt. Er meinte, so einen komischen Winteranfang hätte er sein Leben lang noch nicht erlebt. Eigentlich müsste es schon deutliche Dauerminusgrade haben. Soweit zum Wetter. Mehr dazu bei Elises Wetternachsage.
Jetzt aber zur Natur. Eigentlich schon beinahe komisch, dass hier - inmitten der unberührten Natur - trotzdem noch spezielle Naturreservate ausgewiesen sind. Eine dieser Stellen liegt an einer meiner Wanderrouten. Noch lässt sich durch den Schnee dorthin wandern. War zwar ziemlich anstrengend, aber die Stimmung, die Ruhe und der Ausblick dort haben für die Strapazen entschädigt. So sieht ein Naturreservat in Lappland im Winter aus. Ein paar Vögel und zwei Elche sind mir begegnet. Die waren mit der Taschenknipse aber leider nicht würdig einzufangen :)

Elises-Lappland-Wetter
Viele Leser haben nicht die Zeit, das Wetter in der Webcam mehrmals täglich zu besichtigen. Deswegen haben wir „Elise Elch“ für Sie engagiert. Elise wird Sie in einer in unserem Schwesterblog eigens eingerichteten Blogrubrik über das aktuelle Wetter auf dem Laufenden halten.
Und Elise selbst ist auch schon eine grafische Augenweide. Also am besten regelmässig bei Elises-Lappland-Wetter vorbeischauen und den Wetterbericht sowie Elise in allen ihren grafischen Variationen geniessen.
-> Hier gehts zu Elises-Lappland-Wetter

- Elise Elch und das Lappland-Wetter :) -
Winterwege in Schweden - Eine Informationsquelle für Autofahrer und Reisende
In Schweden sind Spikereifen („dubbed däck“) erlaubt. In den nördlichen Gefilden Schwedens sind sie nicht nur erlaubt, sondern auch äusserst sinnvoll. Zwar gibt es auch hier in Schweden derzeit eine Diskussion zur Umweltfreundlichkeit von Spikereifen. Rein praktisch ist der Unterschied zwischen normalen Winterreifen und Winterreifen mit Spikes aber so gross, dass sich die Diskussion nach einem persönlichen Test meistens erledigt.
Die wichtigsten Regelungen zu Reifen:
- Nach den neuesten Regelungen müssen PKWs vom 1. Dezember bis zum 31. März bei der Fahrt auf winterlichen Wegen mit Winterreifen ausgerüstet sein.
- Reifen mit Spikes sind vom 1. Oktober bis zum 15. April zugelassen. Wenn es die winterliche Strassenlage erfordert, auch über den 15. April hinaus.
- Winterreifen ohne Spikes dürfen auch den Sommer über gefahren werden, was allerdings nicht empfehlenswert ist, da deren Gummimischung nicht auf die sommerlichen Temperaturen abgestimmt ist.
Eine andere schwedische Spezialität sind die sog. Eiswege („isvägar“). Das sind Wege, die über zugefrorene Flüsse, Seen oder andere Wasserflächen gehen. Wege also, die also nur im Winter existieren und befahrbar sind.
Die Faustregel für diese Wege lautet, dass ab einer Eisschicht von etwa 25 cm eine Belastbarkeit von 2 Tonnen gegeben ist. Bei 60 cm sind es dann 12 Tonnen.
Auf Eiswegen gilt:
- Maximal 30 Km/h.
- Das Anhalten auf Eiswegen ist verboten.
- Auf einen sehr grossen Abstand zwischen den einzelnen Fahrzeugen muss unbedingt geachtet werden. Bei überschaubaren Eiswegen am besten immer nur ein Fahrzeug gleichzeitig.
Wenn Sie schon einmal über einen Eisweg gefahren sind - was anfangs Überwindung kostet :) - ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass die meisten Eiswege kurvenförmig und nicht gerade angelegt sind. Dahinter steckt ein tieferer Sinn. Jedes Fahrzeug schiebt unter dem Eis eine Welle vor sich her. Durch den kurvenförmigen Verlauf eines Eisweges wird sicher gestellt, dass diese Welle gebrochen wird. Dadurch wird verhindert, dass das Eis reisst.
Weitere Informationen zu den winterlichen Wegen gibt es hier in Schwedisch auf einer speziellen Seite des Vägverket.
Reisetipp: Hotel Lappland in Lycksele
Die Veranstaltung fand im wunderbar gelegenen und sehr gut ausgestatteten Hotel Lappland statt. Ich kann dieses Hotel sowohl für Urlauber, als auch für Seminare und Konferenzen nur wärmstens empfehlen.
Hier ein nächtlicher Blick aufs Hotel von der Brücke über den Ume-Älven aus. Mehr Infos zum Hotel gibts auf dessen Homepage.

Campingplatz und Badeplatz in Mörttjärn / Badplatsen in Mörttjärn
Kürzlich erreichte mich die Mail einer Leserin, die im Sommer hier mit dem WOMO kampiert hat. Sie fragte an, wie der wunderbare Platz denn jetzt im Winter aussehen würde.
Kein Problem - Wir machen Wünsche wahr :)
Hier der Landungssteg im güldenen Sonnenschein des gerade begonnenen Winters:

Wissenswertes über Västerbotten
- dass Västerbotten ein Achtel der Fläche Schwedens ausmacht, aber nur 2,8 der schwedischen Bevölkerung in Västerbotten wohnen und leben?
- dass sich die kleinste Kommune Schwedens - Bjurholm - in Västerbotten befindet undam 31.12.2008 nur 2.516 Einwohner auf 1.316 Quadratkilometern hatte?
Experimental-Speed-Street-Photography-in-Stockholm-with-the-Minox-DSC

Gestern ein stressiger Tag in Stockholm. Einzig eine gute Stunde „Mittagspause“ würde ich zur „freien Verfügung“ haben. Eine fotografische Herausforderung. Was tun?
Ich habe mich entschieden mit dem leichtest-möglichen Gepäck zu reisen und nur die kleine digitale Minox-DSC einzupacken. Wirklich minimalistisch. Wirklich experimentell. Nur nach dem Motto: „Photography is a lifestyle!“
Herausfordernd, weil die Kleine ja kein Display hat. Na ja, zu den Analogzeiten war das ja auch normal.
Herausfordernd, weil das Wetter unberechenbar war. Bei der Landung in Arlanda gegen 8 Uhr 15 war es völlig verhangen und hat leicht geschneit. Ich sah mein Mittagsprojekt schon entschwinden. Gegen 13 Uhr war es dann aber schliesslich wolkig, trocken und windig.
Herausfordernd, weil ich nur etwas mehr als eine Stunde Zeit hatte und mir eine ziemlich sportliche ungefähre Route im vorhinein überlegt hatte.
Nun denn - einen Teil der fotografischen Ausbeute des „etwas anderen Experimentes“ können Sie hier betrachten. Alle Aufnahmen sind ohne jede Nachbearbeitung - nur verkleinert - „out of the cam“:
Zur Galerie „Experimental-Speed-Street-Photography-in-Stockholm-with-the-Minox-DSC“ vom 13.10.2009
Klick här så kommer du till beldspelet „Experimental-Speed-Street-Photography-in-Stockholm-with-the-Minox-DSC“ den 13/10/2009.

Der Winter hält Einzug in Lappland
Der erste Schnee ist aber jedes Jahr immer wieder auch reizvoll: Neue Formen, „Puderzucker“, schöne Kontraste. Hier einige Eindrücke:

- Eingeschneiter Wald, beinahe jedenfalls :) -
- Kornkreise gibt es meines Wissens hier keine, aber Sandkreise - 
- Puderzucker - 
- Puderzucker II - 
- Geschlossene Schneedecke :) -
- Tristesse -
Daily Minox 2009-09-24: Luleå day 2 - At the hotel + Måsen at Norrbottens Teater

- Ein Eindruck vom Hotelflur in Luleå -
A propos: Luleå ist übrigens immer einen Besuch wert. Eine sehr interessante Stadt, auch in Sachen Kultur.
Mittwoch durfte ich die Abendvorstellung im Norrbottens Teater geniessen. Måsen (Die Möwe) von Anton Tjechov stand auf dem Spielplan. Das gesellschaftskritische Stück wurde vom Ensemble in einer beeindruckenden Aufführung hochinteressant und mitreissend dargeboten.
Der Schluss ist nichts für schwache Nerven, aber die konsequente Auflösung der aufgebauten Spannung. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Måsen wird noch bis 5.12. gespielt und ist alleine schon eine Reise nach Luleå wert!
Skördemarknad i Rentjärn / Herbst- / Erntemarkt in Rentjärn 2009-09-20

Der Herbstmarkt in der Malå-kommun findet traditionsgemäss in Rentjärn, einem Dorf ca. 10 Km von Malå - in Richtung Norsjö/Skellefteå - entfernt, statt. Eine Vielzahl an Ausstellern und Besuchern waren zu verzeichnen und auch das Wetter zeigte sich von der besten herbstlichen Seite.
Wir haben für Sie wieder eine Auswahl an Eindrücken zusammen getragen.
-> Hier gehts zur Galerie: Herbst- / Erntemarkt in Rentjärn 2009-09-20
-> Klick här så kommer du till bildspelet: Skördemarknad i Rentjärn 2009-09-20

(Für die fotografisch interessierten MitleserInnen: Alle Aufnahmen mit dem neuen AFS-Nikkor 35mm f1.8. Heute an der D40. Mit nur kleiner Handschlaufe an der Kamera die fast optimale, leichte und kleine Kombi für schnelle Fotografie im Street-Photography-Style. Das AFS 35mm f1.8 ist ein „Normalobjektiv“ in Anlehnung an den legendären HCB. Ich kann die Linse uneingeschränkt empfehlen: Quasi Instant-Autofokus, Superscharf, Sehr gute Lichtstärke für das Spiel mit der Schärfentiefe (oder Tiefenschärfe :))
Der grösste Käsehobel der Welt / The worlds biggest cheese slicer / Världens störrsta osthyvel
Dieser steht an der E4 in Ånäset. Sieben Meter hoch und eine ganze Tonne schwer, symbolisiert er den Beginn des “Ostriket”, des “Käsereiches”.
Dieses “Reich des Käses” geht auf Eleonora Lindström zurück, die etwa 1870 in Burträsk den heutzutage nicht mehr weg zu denkenden Västerbottensost kreiert hat.
Der Västerbottensost (“Västerbottenkäse”) ist eine kulinarische Köstlichkeit, die mittlerweile weltweit bekannt und beliebt ist. Die Herstellung geschieht nach nach alten Rezepten und Verfahren nach wie vor in der Gegend um Burträsk.
Im Ostriket haben sich die Erzeugerbetriebe und die beteiligten Kommunen zusammengeschlossen, um Besuchern einen Einblick in die Welt des Västerbottenkäses zu geben. Dazu gehören z.B. das Ostens-Hus (“Haus des Käses”) in Burträsk, das Ostens-Lager (“Käselager”) in Ånäset und viele weitere interessante Besuchs- und Ausflugsziele, die eine Reise wert sind. Weitere Informationen dazu auf der Homepage des Ostriket: www.ostriket.net.

Samehelgen in Malå 2009 / Samehelgen i Malå

Am vergangenen Wochenende (22./23.) war in Malå wieder „Samehelgen“, das Wochenende der samischen Kultur. Veranstaltet wird das Samehelg vom Malå sameby.
Es gab wieder viel zu sehen und viele Aktivitäten. Besonders gefallen haben uns einige ausgewählte samische Kunsthandwerksarbeiten. Bei den Aktivitäten gab es viel vom Lassowerfen für jung und alt bis zu einem Schiesswettbewerb für die Erwachsenen.
Wir haben für Sie wieder einige Eindrücke eingefangen und bedanken uns bei den Veranstaltern für ein gelungenes Wochenende.
-> Hier gehts zur Galerie: Samehelgen in Malå 2009
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Umedalen Skulpturpark
Seit 1994 werden dort auf dem Gelände des Umedalspark von der Galerie Andersson Sandström jährlich weltbekannte Künstler eingeladen, um ihre Werke zu präsentieren. Einige Werke bleiben dauerhaft.
Das Projekt hat sich mittlerweile zu einem Projekt mit Weltruhm entwickelt. Das Schöne an der Präsentation der Objekte ist, dass die Sinne geschärft und der Horizont erweitert werden. Kleiner Tipp an alle Besucher der Ausstellung: In alle Richtungen und auch nach oben und unten schauen :)
Der Skulpturpark ist unbedingt einen Besuch wert und ich werde hoffentlich bald mit grosser Kameraausrüstung zurück kommen, um dort einen Tag zu verbringen.
Einen kleinen kreativen Eindruck mag dieses Bild vermitteln. Der Künstler Mikael Richter hat z.B. 10 kreative Verkehrsschilder auf dem Gelände verteilt, die auch einiges über seine Vorlieben aussagen. Er scheint z.B. keinen Sport zu mögen.

Sürströmmingspremiär i Lappland / Sürströmmingspremiär in Lappland

Am dritten Donnerstag im August ist der Startschuss für die Sürströmmingssaison in Schweden. Für die einen ist Sürströmming einfach “Stinkefisch”, für andere eine Delikatesse. Was verbirgt sich hinter dieser schwedischen Spezialität?
Hauptbestandteil des Surströmming sind eingelegte Ostseeheringe. Diese werden im Frühjahr gefangen und dann in Salzlake eingelegt, wo sie zu gären anfangen. Etwa einen Monat vor dem Start der Saison werden die Fische eingedost und gären in den Dosen dann weiter. Das führt dazu, dass sich die Dosen mit zunehmenden Alter ausbeulen und der Druck in den Dosen mehr und mehr zunimmt.
Der Start für die Sürströmmingssaison (dritter Donnerstag im August) war bis 1998 durch eine Königliche Richtlinie aus dem Jahr 1937 geregelt. Damit sollte gewährleistet werden, dass der Fisch fertig gereift und für den Verzehr verwendbar ist. Diese Richtlinie wurde 1998 aufgehoben; das “klassische Datum” ist aber erhalten geblieben.
So haben auch wir am Donnerstag den Beginn der Sürströmmingssaison mit einem “Sürströmings-Fest” gefeiert und das natürlich auch fotografisch dokumentiert.
Eine Anleitung zum “Sürströmmen”:
Die Dose mit den vergorenen Fischen sollte unbedingt draussen geöffnet werde. Am besten ist es zunächst unter einer Plastiktüte ein Loch in den Deckel der Dose zu stechen, damit der Überdruck aus der Dose entweichen kann. Ist der Inhalt der Dose bereits gut vergoren kann es sein, dass einem dabei eine Fontäne der Salzlake entgegen kommt (daher in der Plastiktüte anstechen!). Sogleich verbreitet sich der Duft aus der Dose, der von manchen als unerträglich, von anderen als “Duft Lapplands” empfunden wird. Dann wird die Dose (immer doch draussen) mit einem Dosenöffner geöffnet und nach innen gebracht. Wenn das Wetter partout zu schlecht ist, um zum Öffnen der Dose nach aussen zu gehen, kann der Deckel der Dose auch alternativ im Haus unter Wasser (Badewanne oder Eimer) angestochen werden.
Einige Heringe werden filetiert und auf mit Butter bestrichenes, hartes oder weiches Tunnbröd gelegt.
Zum Surströmming benötigt man weiter: Kartoffeln (bevorzugt Mandelpotatis), gehackte Zwiebeln (rote sind besonders fotogen), Saure Sahne und in Scheiben geschnittene Tomaten. Das alles wird auf dem Esstisch angerichtet.
Man nimmt sich nun einen Fisch aus der Dose, schlitzt diesen am Bauch auf und breitet ihn aus. Die - eventuell vorhandenen - Innereien werden herausgekratzt und das Rückgrat mit den Gräten (am einfachsten mit einer Gabel) entfernt. Dann kratzt man das Fleisch ab. Die Reste kommen gleich auf einen Abfallteller.
Dann legt man eine Scheibe Tunnbröd auf den Teller und eine Kartoffel darauf. Diese wird mit der Gabel zerdrückt und gleichmässig verteilt. Auf die Kartoffel verstreicht man sodann gleichmässig den essbaren Teil des Fisches. Darüber kommt eine gleichmässige Schicht Saure Sahne (geht auch in der Reihenfolge anders herum). Schliesslich werden die zerhackten Zwiebeln darüber gestreut und Tomatenscheiben darauf gelegt. Und fertig ist das Sürströmming. Jetzt heisst es Atem anhalten, reinbeissen und essen :)
Traditionell wird zum Sürströmming kalte Milch getrunken, was die Magenverträglichkeit deutlich erhöhen soll.
Sürströmming wird relativ langsam und mit Bedacht verzehrt. So hat auch der sehr eigene Duft genug Zeit, sich in Küche, Esszimmer und Wohnung zu verteilen. Die Nase gewöhnt sich schnell an den Geruch. Sollten Sie das Zimmer oder Haus aber kurz veranlassen, werden Sie sich beim Wiederkommen schon sehr über den intensiven Duft wundern :)
Die Sürströmmingssaison ist für echte Schwedenfans übrigens ein willkommener Anlass für einen Urlaub oder Kurzurlaub in Schweden.
Schliesslich noch etwas Statistik: Norra Västerbotten hat in der Printausgabe am Donnerstag berichtet, dass in Norrland dieses Jahr 650 Tonnen Sürströmmingsfisch für den Verkauf vorbereitet wurden.
Damit Sie Sürströmming richtig nachvollziehen (und auch zu Hause essen) können, haben wir eine Bildergalerie für Sie zusammen gestellt.
-> Hier gehts zur Galerie: Sürströmmingspremiär
-> Klick här så kommer du till bildspelet: Sürströmmingspremiär
Reportage: Kungligt besök i Ratan / Königlicher Besuch in Ratan

Wieder ein sehr besondereres Ereignis in Västerbotten: Im Rahmen des Märkesåret 1809 (Gedenkjahr 1809) feiert Schweden in diesem Jahr 200 Jahre Frieden auf schwedischen Grund. Ein besonderer Anlass zum Gedenken und Feiern.
Am gestrigen Tage fand im Rahmen des Märkesåret 1809 eine feierliche Gedenkveranstaltung in Ratan (Robertsfors kommun) statt. An dieser Stelle gab es im sog. Finnischen Krieg vor 200 Jahren die letzten Kampfhandlungen auf schwedischem Hoheitsgebiet.
Zur Gedenkfeier waren auch die Königliche Familie (König Karl XVI Gustaf, Königin Silvia und Kronprinzessin Victoria) zugegen.
Eine sehr schöne Gelegenheit, denn die Königliche Familie ist nicht so häufig hier in Västerbotten zu Besuch. Wir waren also natürlich vor Ort und wollen unseren Lesern einen Eindruck über die Festveranstaltung (nebst einiger Nahaufnahmen der Königlichen Familie) geben.
Einer der besonderen Höhepunkte war die Einweihung einer taktilen Karte des Gedenkplatzes in Ratan durch Königin Silvia. Diese über 400 kg schwere Karte aus gegossenem Material, ermöglicht es auch sehgeschädigten Menschen, sich einen Eindruck des Gedenkplatzes zu verschaffen. Die Königin erinnerte in ihrer Ansprache an das Braille-Jahr 2009.
Das Medieninteresse war gross und auf den für Presse und Fotografen reservierten Gebieten herrschte sehr grosser Andrang. Wir haben uns deswegen aufgeteilt und verschiedene Themenbereiche abgedeckt. Morgen folgt zusätzlich eine sehr interessante Reportage, die Einblicke in die Arbeit von Pressefotografen, Filmern und Journalisten gibt.

-> Hier gehts zur Galerie: Kungligt besök i Ratan / Königlicher Besuch in Ratan 18.9.2009
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Was fürs Gemüt...

Hommage an den Sommer...
Damit wir der Sommer aber nicht so schnell in Vergessenheit gerät hier noch ein Landschafts-Snap von letzter Woche. Da war es noch richtig sommerlich :)

Bären im Lycksele Tierpark / Björnar i Lycksele djurparken
Der Tierpark in Lycksele ist wieder so ein echter Geheimtipp für den Urlaub in Lappland. Dort finden Sie in Lappland einheimische Tiere (auch die, die Sie in der freien Wildbahn wahrscheinlich kaum zu sehen bekommen, z.B. Luchse, Polarfüchse, Bären...). Für die Kinder gibt es dort „Lyckoland“ - einen riesigen Spielplatz und einen grossen Streichelzoo. Unbedingt vorbeischauen. Öffnungszeiten auf der Homepage des Tierparkes.

Die Bärenmama des diesjährigen Wurfes beäugt kritisch, was ihre Jungen machen.

Die Kleinen gehen indes ganz unterschiedlichen Tätigkeiten nach. Einer von den Dreien ist mehr introvertiert wie es scheint und hat sich sehr ausgiebig mit dieser Kette befasst. Faszinierend, wie filigran und feinfühlig die kleinen Bären mit ihren Pfoten und Krallen umgehen!
Hjortron Saison 2009: Das Gold Lapplands reift heran
Die meisten Hjortron sind aber noch rot (erst wenn sie goldgelb sind, sind sie zur Ernte reif). Der Anblick ist trotzdem bereits erhebend.

- Typischer derzeitger Wachstumsstand der Hjortronbeeren, Stand 29.7.2009 -
Die Ernte der Hjortron ist beschwerlich, trägt doch jede Pflanze nur eine Beere.
Seine „Hjortronstellen“ - deren genaue Orte als Geheimnisse bewahrt werden :) - muss man in der Erntezeit täglich besuchen, denn in der Endphase reifen die Beerenfrüchte von einem Tag auf den anderen. Und sind sie überreif, sind sie praktisch wertlos.
Was die Ernte auch erschwert ist, dass die kostbaren Pflanzen in sumpfigem Gelände zu Hause sind. Gummistiefel sind also angesagt. Und zur Zeit schwirren in sumpfigem Gelände noch jede Menge Mücken herum. Alles nicht so einfach.
Aber: Wer schon einmal Hjortronsylt verspeist hat weiss, dass sich der Aufwand lohnt!
Und alle Urlauber, die Beeren ernten wollen, sollten sich jetzt schleunigst auf den Weg nach Lappland machen!
Industriegeschichte / Industrial history /
Dazu übrigens auch gleich ein touristischer Tipp: Ein 12 Km langes Teilstück der Seilbahn ist heute noch im Gondelverkehr befahrbar. Über die Sommersaison gibt es tägliche Touren, die über ein landschaftlich äusserst schönes und reizvolles Gebiet führen. Mehr Infos finden Sie hier auf Schwedisch und hier auf Deutsch.

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Wir wird denn nun das Wetter? / Hur blir det då med vädret?
Um uns der Antwort etwas anzunähern und auf Wunsch vieler Leser hier die einschlägigen Wetterdienste in der Übersicht. Die Links finden Sie übrigens auch rechts in der Menüleiste.
An erster Stelle wäre das yr.no-Wetter zu nennen. Das wahrscheinlich umfangreichste und beste Wetterportal für Norwegen und Schweden. Eine ad-hoc Meinungsumfrage hat ergeben, dass die meisten Schweden diesen Dienst nutzen. Das Portal wird vom norwegischen Wetterdienst betrieben.
Hier gehts direkt zum yr.no Report für Malå (10-Tages-Ansicht)
An zweiter stelle steht FORECA, ein schwedisches Angebot. Subjektiv gefühlt beinahe (aber eben nur beinahe) so gut wie yr.no.
Hier gehts direkt zum FORECA Report für Malå (10-Tages-Ansicht)
Und schliesslich das MSN-Wetter. An dritter Stelle aber bequem, wenn man auch Gebiete ausserhalb Skandinaviens auf dem „Wetterschirm“ haben will.
Hier gehts direkt zum MSN Report für Malå (10-Tages-Ansicht)
Tipp am Rande: Es lohnt sich, öfter einmal auf die Wetterberichte zu schauen, da das Wetter hier oben bisweilen recht unbeständig ist :)
Urlaubstipp: Einsame Insel / Ensam ö
Am Sonntag habe ich diese einsame Insel aufgespürt. Ziemlich weitab von der Zivilisation. Ob sie derzeit zu verkaufen ist, ist nicht bekannt :)
Gegenüber (d.h. da, von wo aus ich fotografiert habe) war ein Sandstrand. Mehrere hundert Meter lang. Und da war niemand ausser mir, einem Rentier und 2 Kranichen. Kaum zu glauben, oder? Das ist Lappland im Sommer. Ach ja, es waren so etwa 25 Grad und leichter Wind (gerade recht, um alle Mücken in die Flucht zu schlagen). Warum also auf die Bahamas, Malediven, Kanaren, usw.? Lappland heisst die Alternative für den Urlaub!

Reportage: Sagabiografens Filmfestival 2009 - Invigning / Einweihung

Ein weiterer Höhepunkt des Jahres in der Malå kommun: Das Sagabiografens Filmfestival. Was verbirgt sich dahinter?
„Sagabiografen byggdes 1943 av en gruvarbetare Östen Dahlberg och hans familj. Den drevs mellan 1945-1965. Sen dess har den stått oförstörd i en skogsglänta i Adak, 2 mil nordväst om Malå i Lappland. 1992 renoverades den till sitt ursprungliga skick och kan nu erbjuda filmvisningar och dans i autentisk miljö. Stolar, biografmaskin, lampor, gardiner, draperier och en underbar vedeldad gjutjärnskamin är allt i original.“ (Zitat von der Sagabiobgrafen-Homepage)
In Adak (Malå kommun) befindet sich Kino (=biograf) im Originalzustand aus den 40er Jahren. Eine wohl einmalige Rarität. Das Kino wurde 1943 von dem Grubenarbeiter Östen Dahlberg erbaut und war von 1945 bis 1965 in Betrieb. Danach lag das Anwesen im Originalzustand mit der gesamten Einrichtung uns allen technischen Geräten im Dornröschenschlaf, bis es schliesslich 1992 wiederentdeckt wurde. Ein Verein hat sich des Kinos angenommen und feiert doch einmal jährlich ein Filmfestival zu dem immer bekannte Schauspieler als Ehrengäste eingeladen werden. In diesem 17. Jahr des Festivals ist Tomas Norström der Ehrengast, der heute am Einweihungtstag das diesjährige Filmfestival feierlich eröffnet hat. Über die Sommerzeit ist das Kino auch für Gäste geöffnet. Ein echter Geheimtipp für alle Norrland-Touristen. Mehr Infos - auch zu den Öffnungszeiten - gibt es auf der Homepage von Sagabiografen.
Wir waren heute natürlich vor Ort und haben einige Eindrücke für Sie eingefangen.
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- Tomas Norström -
Strand

Jubiläum: Königslinie Sassnitz - Trelleborg feiert 100-jähriges Jubiläum
Mehr dazu hier bei Scandlines oder hier bei chroniknet.
Erste Hilfe gegen Mücken / Vad kan man göra mot myggarna?
„Ein echter Norrländer macht sich aus den Mücken nichts“. Diesen Satz habe ich gerade vor ein paar Tagen von einem Journalistenkollegen am Rande einer Besprechung gehört. Und wir haben über wirklich viele Mücken gesprochen. So viele, dass sein Autofokus an der Kamera vor lauter Mücken in Schwärmen nicht mehr in der Lage war, auf das eigentliche Motiv scharf zu stellen. So ist das eben im Sommer in Lappland.
Was aber tun, wenn man kein echter Norrländer ist? Auf dem Markt gibt es eine Menge an Mückenschutzmitteln. Mückenmittel, die Sie in Zentraleuropa erwerben können, sind hier in der Regel völlig wirkungslos. Deswegen mit dem Kaufen warten, bis Sie in Schweden sind.
Wir (= 4 Personen im Test) haben für Sie alle möglichen Mittelchen durchgetestet und ihrer Wirksamkeit bewertet. Natürlich spielen hier auch subjektive Faktoren eine Rolle. Aber es gab bei allen Testpersonen einen deutlichen Trend zu einem bestimmten Mittel hin: Die höchste Durchschnittspunktzahl hat MyggA Natural erreicht. Daneben gibt es auch die vollchemische Version unter der Bezeichnung „Original“.
MyggA kommt als Spray oder alls Roll-On. Unser Test hat hat dem Roll-On den Vorzug gegeben. Lässt sich vor allem besser und gezielter dosieren, denn ein effektives Mückenschutzmittel ist natürlich eine „chemische Keule“. Also bitte nicht in die Augen oder aufs Kleinkind. Und immer schön die Warnhinweise beachten.
MyggA hat auch eine Homepage und damit Sie wissen, wonach Sie Ausschau halten müssen, hier die beiden Verpackungen (oben Spray, unten Roll-On).


NEUER SERVICE: Digitale Grusskarten - Grüssen Sie aus Malå - Lappland
Rechtzeitig zur sommerlichen Urlaubssaison haben wir uns einen besonderen Service für Sie einfallen lassen: Versenden Sie an Ihre Lieben kostenlos digitale Grusskarten mit Motiven aus Malå in Lappland!
Wir haben für den Start 7 Motive für Sie ausgesucht und werden diese in regelmässigen Abständen austauschen. Für jeden Geschmack dürfte so ein passendes Motiv dabei sein.
-> Hier gehts zum neuen digitalen Grusskartenservice: Grüsse aus Malå - Lappland
-> Klick to use our new service and send a digigal postcard (e-card) with greetings from Malå. Its free!
-> Klick här för att skicka gratis ett digitalt vykort med hälsningar från Malå
Sveriges Radio International - Deutsch
Teil 2: Richtiges Verhalten in Bärengebieten

(Seltener Moment: Braunbär in Lappland)
Hier in Lappland gibt es Bären. Für alle Besucher, Urlauber und Touristen daher hier die wichtigsten Grundregeln zu den Fragen:
- Wie kann ich Begegnungen vorbeugen?
- Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einem Bären begegne?
Vorbeugung
• Im unbekannten Risikogebiet (z.B. in bewaldetem Gelände, beim Pilz- oder Beerensammeln): Geräusche machen. Singen Sie oder unterhalten Sie sich. Ein Bär wird so auf Sie aufreksam und wird sich im Regelfall selbst entfernen.
• Die bei vielen Outdooranbietern erhältlichen “Bärenglocken” sind zwar hübsch und sehr beruhigend für die Psyche des Menschen, aber für Lappland nicht unbedingt geeignet. Manche Rentiere tragen auch Glocken. Das kann dazu führen, dass der Bär angelockt wird, statt ferngehalten.
Unterwegs mit Hund / Hunden
• Hunde nie frei laufen lassen, sondern immer angeleint. Ein freilaufender Hund kehrt bei Gefahr normalerweise zum Mensch zurück und lenkt den Bären damit auf den Menschen. Der angeleinte Hund kann den Menschen durch sein verhalten auf eine Gefahrennähe aufmerksam machen (vorausgesetzt man hat sich mit dem Verhalten und der Sprache seines Hundes hinreichend beschäftigt).
Besondere Vorbeugung für Trekker / Camper / Wohnmobilisten
• Vorsicht im Umgang mit Nahrungsmitteln. Verwahren Sie Nahrungsmittel sicher.
• Lassen Sie niemals Nahrungsmittelreste oder Abfall in der Natur zurück. Ein Bär kann die Düfte verknüpfen und verbindet den Geruch des Menschen mit Nahrung und kann dadurch zur akuten Gefahr werden.
• Niemals (never ever!) Bären anfüttern!
Bärensichtung auf Distanz
• Bleiben Sie zunächst ruhig stehen und sondieren Sie die Lage. Geniessen Sie den Anblick.
• Achten Sie darauf, ob es sich um eine Bärin mit Jungen handelt. Ist das der Fall sofort ruhig den Rückzug antreten.
• Befindet sich der Bär beim Fressen oder an einer Beute sofort ruhig den Rückzug antreten.
• Nähern Sie sich niemals einem Bär (auch nicht um ihn besser beobachten oder fotografieren zu können)!
• Ist der Bär auf grosser Distanz können Sie ihn “im Bogen” umlaufen. Ansonsten umkehren und langsam (!) auf demselben Weg, auf dem Sie gekommen sind, zurückgehen. Bedenken Sie dabei die Windrichtung. Bären riechen extrem gut.
• Denken Sie daran Geräusche zu machen, die Sie als Mensch ausweisen.
Begegnung mit Bären
• Verhalten Sie sich so ruhig wie möglich. Unter keinen Umständen wegrennen. Sobald Sie wegrennen fallen Sie ins Beuteschema!
• Unter keinen Umständen weiter auf den Bär zugehen. Keine schnellen oder ruckartigen Bewegungen.
• Machen Sie auf jeden Fall mit menschliche Geräusche.
• Keine Panik wenn sich der Bär auf die Hinterbeine stellt. So verschafft sich der Bär einen duft- und sichtmässigen Überblick. Das ist also nicht per se aggressives Verhalten. Nutzen Sie diesen Moment, um mit ruhigen aber deutlichen menschlichen Lauten auf sich aufmerksamm zu machen.
• Begegnung auf Nahdistanz (unter ein paar Metern) kann der Bär als Angriff auffassen.
Bärenangriff
• Vorab: Sehr, sehr selten.
• Meist nur eine “Abwehrende Scheinattacke”: Bär brummt und rennt auf den Menschen zu, um kurz vor dem Menschen anzuhalten und abzudrehen. Stehenbleiben. Wenn sich der Bär abwendet ruhig (!) zurück gehen.
• Echter Angriff: Flach auf den Bauch legen. Hände im Nacken verschränken. Regungslos liegen bleiben. Beten. Im Regelfall schnuppert der Bär den Menschen ab um festzustellen, dass der Mensch nicht in sein Beuteschema fällt. Hat sich der Bär wieder entfernt, langsam aufstehen und langsam entfernen. Bleiben Sie mindestens einige Minuten liegen.
• Jede Gegenwehr bei Bärenangriffen ist völlig zwecklos und steigert nur die Aggressivität des Bären.
• Nochmals: Niemals Wegrennen oder versuchen, auf einen Baum zu klettern. Wer wegläuft fällt ins Beuteschema und Bären laufen auf Kurzstrecke 50-60 km/h schnell. Und auf Bäume (bis zu ca. 15 meter) klettern Bären auch atemberaubend schnell.
Teil 1: Richtiges Verhalten in Bärengebieten
Im Klartext: Es besteht hier in Lappland die reelle Möglichkeit, auf Bären zu treffen. Ich schreibe diesen Eintrag, weil ich in einem der Gebiete, in denen ich oft wandernd unterwegs bin, in den letzten 3 Wochen insgesamt viermal einen Bären auf Distanz gesichtet habe. Zudem wimmelt es dort geradezu von Spuren.
Es ist also - auch für alle Touristen - kein Fehler, sich mit einigen Fakten und den Grundregeln für eine eventuelle Nah-Begegnung mit Bären vertraut zu machen. Aber keine Panik: Menschen sind nicht im Beuteschema von Bären und eventuelle Begegnungen verlaufen im Regelfall gut, wenn man weiss, wie man sich verhalten muss.
Länsstyrelsen in Västerbotten (= die Landesregierung / Landesverwaltung) hat dazu eine informative Website und einen erstklassigen Informationsfilm bereit gestellt. Der Film ist in schwedischer Sprache, aber in jedem Fall unbedingt sehenswert. Auch ohne hinreichende Sprachkenntnis werden Sie verstehen, wie Sie sich verhalten sollten.
-> Hier gehts zur Seite mit dem Informationsfilm: „Björnens rätta ansikte“ (Das wahre Gesicht des Bären).
-> Und hier findet sich die Seite mit allgemeinen Informationen rund um Bären in Västerbotten.
Siehe auch den folgenden Weblogeintrag mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Verhaltensregeln in Bärengebieten und bei Bärenbegegnungen.
Extrem kühler Sommeranfang in Lappland / Extremt kylig start på sommaren i Lapland
Unser Nachbar meinte dazu vorhin ganz ironisch: „Mensch, in einer Woche ist Midsommar. Dann werden die Tage wieder kürzer und der Winter kommt. Wenigstens das ist sicher.“
Das SMHI (Sveriges Meteorologiska och Hydrologiska Institut, zu deutsch und vereinfacht: Der amtliche Wetterdienst) hat jetzt in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass der diesjährige Sommeranfang zu den kühlsten in den letzten 50 Jahren gehört. Allerdings bedeute das - rein statistisch - nicht, dass der gesamte Sommer „unterkühlt“ bleiben müsse. Das SMHI verweist dabei auf den Sommer 1955, in dem es am 8. Juni in Skåne noch ergiebig geschneit hatte. Trotzdem gehörte der anschliessende Sommer zu den schönsten Sommern der letzten 50 Jahre.
Tipp für Urlauber: Kontrollieren Sie vor Ihrer Abfahrt / Abreise hierher nochmals die 10-Tages-Voraussagen. Rechts in der Menüleiste finden Sie Links zu verschiedenen Wetterdiensten.

(Fällt das Baden dieses Jahr ins Wasser?)
Mårdseleforsen
Heute soll es um die Route von Umeå ins Inland gehen. Viele Durchreisende und Urlauber nehmen die E 45 nach Lycksele. Eine durchaus sehr gut ausgebaute Strecke.
Viel schöner und beschaulicher ist indes die am Vindelälven entlang verlaufende 363. Diese Strecke ist zwar nicht so gut ausgebaut und kurvenreicher, bietet aber viele Kleinode und Kostbarkeiten.
Am Vindelälven befinden sich z. B. viele „forsar“ (pl., sing.: fors). Das sind Stromschnellen mit Wasserfällen, die bei höherem Wasserstand beeindruckende Naturschauspiele bieten. Einige davon sind auch mit Wegen und Grillplätzen erschlossen und laden so zu einer Rast ein.

Reissende Naturgewalten. Ein beeindruckendes Schauspiel.
Ein besonders schöner Platz ist z. B. Mårdseleforsen. Ungefähr 16 Km flussaufwärts nach Åmsele in Richtung Rusksele belegen bietet der Mårdselefors einen Rundpfad und einige sehr schöne Grillstellen. Auf mehreren Hängebrücken kann man über die Wassermassen schreiten und das Naturschauspiel geniessen. Gerade bei Sonnenschein und Hitze kühlen das Wasser und die Gischt die Temperaturen erträglich und erfrischend herunter.

Eine Hängebrücke über den Mårdselefors. Auf dem Schild an der Brücke steht (übersetzt): „Max. 2 Personen gleichzeitig, Gesamtlast 150 Kg, Abstand zwischen den Personen mindestens 1,5 Meter“ (und ich ergänze: Keinesfalls schaukeln, denn der Wind schaukelt hier schon genug! Und Sie sollten schwindelfrei sein.)
Eine der sehr schönen Grillstellen. Hier gilt: Bitte hinterlassen Sie den Platz sauber und ordentlich. Nehmen Sie alle Abfälle mit. Gerne dürfen Sie Feuerholz für die nächsten Gäste zurücklassen.

Der grosse Steg. Nicht schaukeln!
Und noch ein Blick in die Fluten.
Für Urlauber: Strassenlage in Lappland
Das Vägverket hat dazu eine spezielle Webseite „Läget på vägarna“.
Hier der allgemeine Link zu dieser Seite.
Es dort insbesondere auch eine Übersichtskarte, in der alle Strassenstörungen verzeichnet sind.
Anleitung zur Nutzung dieser Karte:
Wählen Sie im Auswahlmenü rechts neben der Karte zunächst oben „Vägarbete“ (d.h. Strassenbauarbeiten, Baustellen) aus.
Unten auf der rechten Seite können Sie dann den gewünschten Landesteil (z. B. „Norra Norrland“ für hier ganz oben) auswählen. Und Voilà - da ist die gewünschte Übersicht.
Die Legende zu den verwendeten Zeichen (findet sich auch ganz rechts auf der Seite des Vägverkets):
- Gelbes Dreieck: Aktive Wegarbeiten / Baustelle;
- Rotes Dreieck: Geplante Wegarbeiten / Baustelle;
- „Duchfahrt-verboten-Schild“ in gelb: Aktuelle Sperrung wegen Bauarbeiten;
- „Durchfahrt-verboten-Schild“ in rot/grau: Geplante Sperrung wegen Bauarbeiten.
Hinweis: Die Karte lässt sich über den Button „Skriv ut“ auch bequem ausdrucken.
Und wer es ganz genau wissen will und sich auch für die kleineren Strassen interessiert, findet hier eine detaillierte Karte. Die ist allerdings etwas komplizierter in der Anwendung. Ich empfehle daher immer die einfache Version (die völlig ausreichend ist).
Gute Fahrt und vielleicht sehen und treffen wir den einen oder anderen Urlauber ja persönlich hier!
Übrigens: Keine Sorge - In „Norra Norrland“ gibt so gut wie keine Verkehrsstaus :D
Cyklar / Fahrräder, und: Fahrradurlaub in Lappland
A propos: Das Inland in Lappland ist in Sachen Fahrradfahren und Fahrradtouren übrigens ein echtes „Paradies“. Entlegene Strassen laden zu ruhigen und beschaulichen Touren durch die Natur ein. Von der Tages- bis zur Monatstour - und bei Bedarf auch darüber hinaus :) - lässt sich alles planen und organisieren.
Für die Mountainbiker unter uns bietet es sich an, die Strecken zu nutzen, die im Winter als Skotertrails genutzt werden.
Bevor ich jetzt aber ins Schwärmen gerate mache ich mal Schluss. Wollte nur sagen, dass Lappland jede Menge Möglichkeiten bietet, die einem spontan vielleicht nicht so in den Sinn kommen :)
Wenn Sie sich fürs Biken in Lappland interessieren, dürfen Sie uns gerne eine Mail senden und wir vermitteln Ihnen ein paar Kontakte.

(Irgendwo zwischen Burträsk und Skellefteå)
Sommaren kommer... / Der Sommer kommt...
Und nun ist es beinahe schon hochsommerlich. In einigen schattigen Winkeln liegen zwar noch kleine und unansehnliche Schneereste. Generell herrscht jetzt aber schönstes Sommerwetter.
Wenn Sie beim Gedanken an Lappland zu frieren pflegen, sollten Sie jetzt über einen Urlaub in der Region nachdenken!

(Foto von gestern, fotot tagit igår)
På campingplatsen vid Skellefte-Älven i Mörttjärn / Auf dem Campingplatz am Skellefte-Älv in Mörttjärn
Viele Leser kennen bestimmt den wunderschönen kleinen Campingplatz am Skellefte-Älven an der Strasse von Malå nach Arvidsjaur. In gut 5 Wochen ist Midsommar (Mittsommerfest) und am kleinen Anlegeplatz auf dem Campingplatz hat sich vor 2 Tagen noch das Eis getürmt. Wunderbares Lappland!

(Die Stimmung wurde kurz vor einem schweren Unwetter eingefangen)
Isdubbar: Eine zusätzliche “Lebensversicherung” auf dem Eis

Im Bericht über die Schwedische Meisterschaft im Eisfischen in Norsjö vom vergangenen Wochenende hatte ich den “Isdubb” (pl. Isdubbar) kurz erwähnt. Beim Eisfischen ist es in diesem Gefilden aus Sicherheitsgründen mittlerweile die Regel, einen Isdubb griffbereit um den Hals zu tragen. Bei den meisten Wettbewerben ist das auch ausdrücklich im Teilnahmereglement vorgschrieben.
Was ist nun ein Isdubb?
Ein Hilfsmittel, mit dem man sich aus dem Eis “hakeln” kann, wenn man eingebrochen ist. Der Isdubb besteht aus zwei Handgriffen (in Signalfarbe) mit längeren Metallspitzen. Die beiden Handgriffe sind durch eine stabile Kordel verbunden.

Vielleicht können Sie sich einmal folgendes vorstellen: Sie sind im Eis eingebrochen und versuchen nun, sich mit den blossen Händen nach oben auf die Eisdecke zu ziehen. Was geschieht? Sie rutschen mit den Händen ab und finden keinen Halt. Hier hilft der Isdubb. Mit den Spitzen “hacken” Sie sich ins Eis und können sich so nach oben ziehen. Damit das - möglicherweise überlebensnotwendige - Hilfsmittel auch immer griffbereit zur Hand ist, wird der Isdubb um den Hals getragen.
Isdubbar gibt es in verschiedenen Detailausführungen. Die günstigsten, die ich am vergangenen Wochenende gesehen habe, lagen bei 69 :- (SKR).
TIPP: Wenn Sie aufs Eis gehen tragen Sie immer einen Isdubb!

SM i pimpelfiske i Norsjö 5.4.2009 / Schwedische Meisterschaft im Eisfischen in Norsjö 5.4.2009

Heute eine kleine Fotoreportage von der Schwedischen Meisterschaft im Eisfischen in Norsjö am heutigen Tage.
Zuerst aber einige Infos zum Eisfischen:
Das in Mitteleuropa relativ unbekannte Eisfischen (auf Schwedisch „Pimpelfiske“) ist hier Nationalsport. Beim Eisfischen werden die Fische von zugefrorenen Seen oder Flüssen aus durch ein Eisloch gefischt. Diese Art zu Fischen kann sehr ertragreich sein. Im Laufe eines Tages können mehrere Kilo gefischt werden.
Der Eisfischer benötigt für seinen Sport einige spezielle Ausrüstungsgegenstände (die Sie auch in der Fotoreportage wieder finden werden):
Eine Eisangelrute („Pimpelrute“). Verglichen mit einer normalen Angelrute mutet die Pimpelrute geradezu winzig an. Sie misst ca. 20-30 cm. Die Eisangelrute kommt ohne „Hi-Tech“ aus und hat nur eine einfache Rolle für die Aufbewahrung der Schnur. Damit sind Eisangelruten auch sehr günstig: Umgerechnet etwas zwischen 5 und 10 Euro.
Der Eisbohrer darf natürlich auch nicht fehlen. Er ist unverzichtbar um ein Loch in das Eis zu bohren. Auf Wettbewerben werden Handbohrer verwendet. Für den normalen Gebrauch gibt es auch motorgetriebene Eisbohrer.
Zum Eisbohrer gehört die Eiskelle. Sie wird verwendet, um Eisstücke aus dem gebohrten Loch zu entfernen.
Eine „Lebensversicherung“ für den Eisfischer sind die „Isdubbs“. Dazu lesen Sie in den nächsten Tagen hier einen separaten Artikel.
Hier gehts zur Bildergalerie mit 47 Fotos von Petra Fuelbert und Henning Wüst.
Klick här, så kommer du till bildspelet (47 foton) med foton av Petra Fuelbert och Henning Wüst.

Reportage: Skotercross VM / Scootercross Worldcup / Skidoo Schneescooter WM 2009 in Malå

Einer der sportlichen Höhepunkt in Malå: Die Skotercross VM (Scootercross Worldcup / Skidoo Schneescooter Weltmeisterschaft WM 2009).
Unser Team war heute auf der Skoterkross VM. Wir haben dort viel fotografiert und gefilmt, um Ihnen hautnahe Eindrücke und Einblicke zu geben.
Vielen Dank an den Malå Snöskoterklubb und alle Helferinnen und Helfer für die fantastische und reibungslose Organisation und Durchführung!
Hier gehts zur Bildergalerie mit 322 Fotos von Petra Fuelbert und Henning Wüst.
Idag var det Skotercross VM i Malå. Det var verkligen en upplevelse. Vi har varit dit och har fotat mycket så alla läsare kan få ett intryck om hur det var.
Ett stort tack till Malå Snöskoterklubben och alla medhjälpare för den fantastiska organisationen!
Klick här, så kommer du till bildspelet (322 foton) med foton av Petra Fuelbert och Henning Wüst.

- EXPERIMENTELL -
Einige kleine Filme von Petra Fuelbert gibt es hier bei YouTube:
Några små filmer av Petra Fuelbert finns det här på YouTube:
START - http://www.youtube.com/watch?v=A0RAvKPKBOM
VM Mala 09.1 - http://www.youtube.com/watch?v=C0H2hUOLzsI
VM Mala 09.2 - http://www.youtube.com/watch?v=bQdfZNWTcWA
VM Mala 09.3 - http://www.youtube.com/watch?v=RSldDMawECE
VM Mala 09 Fahrerlager 1 - http://www.youtube.com/watch?v=noFY6vH6ZzM
VM Mala 09 Fahrerlager 2 - http://www.youtube.com/watch?v=pjVuJkN_X_A
VM Mala 09 Fahrerlager 3 - http://www.youtube.com/watch?v=P-8rLuRjMwE
Nådastöten 2009

Bereits eine Institution in Malå und darüber hinaus: Nådastöten.
Ein Skotertreff für die ganze Familie in der Stimmung des anbrechenden Vårvinters. Als besondere Attraktion gibt es “Skoterdrag”, d.h. Dragracing auf der Kurzstrecke für Skoter (bzw. Scooter, Schneescooter, Schneemobil).
Selbstvertständlich gibt es auch Essen in der Stötenstugan, die der Trägerverein in Eigeneinsatz eigens für die jährlich stattfindenden Treffen gebaut hat.
Gestern hat sich auch das Wetter von der besten Seite gezeigt.
Ein dickes Lob und grosser Dank an Nådagubbens Intressförening und alle Ehrenamtlichen für die perfekte Organisation und den gelungenen Tag!
Ett stort tack till Nådagubbens Intressförening för en fantastisk upplevelse och den fantastiska organisationen!
Galerie, Teil 1 - Fotograf: Henning Wüst
Klick här, så kommer du till bildspelet, del 1: Foton av Henning Wüst
Galerie, Teil 2 - Fotografin: Petra Fuelbert
Klick här, så kommer du till bildspelet, del 2: Foton av Petra Fuelbert

Vindelälvsdraget 2009

Heute haben wir einen wunderbaren Tag mit dem Tag 3 des diesjährigen Vindelälvsdraget verbracht. Das Vindelälvsdraget ist hier in Lappland beits eine Institution, wird es in diesem Jahr doch bereits zum 22.mal ausgetragen!
A propos Rekorde: Das Vindelälvsdraget ist das längste Staffelrennen der Welt für Arbeits- und Schlittenhunde!
Das immer in der elften Kalenderwoche stattfindende Vindelälvsdraget ist ein wirklich einmaliges Erlebnis, das absolut einen Besuch wert ist. Die Strecke entlang des Vindelälven beträgt 400 Km uns ist auf 4 Tage verteilt. Der Start ist in Ammarnäs und die Strecke verläuft über Sorsele, Björksele und Hällnäs nach Vännäsby.
Die beim Vindelälvsdraget teilnehmenden Teams müssen jeweils einen Staffelstab mitführen, der bei den Wechselstellen weiter gegeben wird.
Die Teams können entweder als klassische Schlittenhundegespanne ohne Grössenbegrenzung (“Slädhundstil”) oder als Skijörer (“Nordisk Stil”, “Linkörning”) fahren.
Beim - in Schweden sehr beliebten - Skijöring fährt der Fahrer seinem Hund (bzw. seinen Hunden) über eine Leine verbunden hinterher. In diesem Stil wird üblicherweise mit einem oder zwei Hunden gefahren.
Viele Teams kommen von Hundepsortvereinen, es gibt aber auch andere, nur speziell für die Teilnahme am Vindelälvsdrager gebildete Fahrgemeinschaften.
Es gibt übrigens keine Beschränkung auf bestimmte Hunderassen. 1995 waren z. B. insgesamt 39 verschiedene Rassen am Start. Sehr häufig sind Siberian Huskies (bei den Schlittengespannen) und Vorstehhunde (beim Skijöring). Die Bildergallerien vermitteln Ihnen einen kleinen Eindruck über die vorhandene Bandbreite. Die meisten Teams fahren gemischt.
Und hier gehts zu den Bildergallerien vom Tag 3 (14.3.2009). Die Gallerien sind in 2 Teile aufgeteilt. Teil 1 mit Fotos von Henning Wüst und Teil 2 mit Fotos von Petra Fuelbert. Wir hatten uns jeweils in unterschiedlichen Perspektiven positioniert, um Ihnen einen bestmöglichen Ein- und Überblick zu geben. Die Aufnahmen enstanden hauptsächlich in Björksele, Vormsele und Siksele.
Galerie, Teil 1 - Fotograf: Henning Wüst
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Galerie, Teil 2 - Fotografin: Petra Fuelbert
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Änderung bei den Flügen nach Norrland
Bislang hat Skyways diese innerschwedische Route bedient. Zum 26. Oktober übernimmt jetzt NextJet diese Destinationen.
Zur Homepage von NextJet, auf der man auch direkt buchen kann, gehts hier lang.
Soweit ich ersehen kann, sind die Flüge geringfügig teuerer geworden. Ich habe vorhin für die ersten Novembertage einen Flug nach Stockholm und zurück gebucht und werde dann selbstverständlich über den neuen Carrier berichten.
SVIF: Verband der freien Jugendherbergen in Schweden / Sammanslutning av fristående, självständiga vandrarhem i Sverige
Der SVIF ist eine Vereinigung freier, selbständiger Jugendherbergen in Schweden. Der SVIF hat derzeit 195 Mitglieder in ganz Schweden.
Über die Homepage können Sie für Ihre Routenplanung nach Jugendherbergen (die durchweg einen sehr guten Standard haben) suchen.
Auf der schwedischen Version der Seite findet sich noch ein sehr guter Link als Highlight: Karten der verschiedenen Regionen in Schweden als PDF (je ca. 30 MB), auf denen die einzelnen Herbergen verzeichnet sind.
Touristischer Geheimtipp in Schweden: Hembygdsgårdar und Hembygdsföreningar
Die Heimatmussen werden i.d.R. von freiwilligen Mitarbeitern betrieben. Deshalb gibt es unterschiedliche Öffnungszeiten. Wenn Sie eine weite Anreise haben und sicher sein wollen, sollten Sie sich vorab über die Öffnungszeiten und die Angebote informieren.
Unter der Adresse www.hembygdsguiden.se (Link geht direkt zur deutschsprachigen Einstiegsseite) finden Sie einen Online-Heimatvereinsführer, der vom Schwedischen Verband für Heimatpflege bereitgestellt wird.
Für alle Schwedenurlauber, die wirklich Land und Leute kennenlernen wollen, unschätzbar wertvoll und ein echter Geheimtipp.
Eine ausführlichere Reportage über den Hembygdsgård in Malå folgt demnächst.
Urlaub und Tourismus in Lappland: Kristineberg und die unterirdische Kirche (Untergrundkirche): Ein besonderer Ort in Lappland
Der erste 3-teilige Beitrag widmet sich der unterirdischen Kirche (Untergrundkirche) in Kristineberg. Ein echter Geheimtipp!

(Christusbild aus der Grube in Kristineberg,
hier als Glasfenster in der Kirche in Björksele)
Snart är det dags igen / Bald ist es wieder soweit: Sürströmming
Da uns in den letzten Wochen und Monaten viele Anfragen von Schwedenfreunden und Schwedenfans zum Thema Sürströmming erreicht haben, haben wir uns für 2008 etwas besonders ausgedacht: Sürströmmings-Wochen für die Geniesser der schwedischen Küche. Unbeschwertes "sürströmmen" in Schwedisch-Lappland.
Achtung: Da die Teilnehmeranzahl äusserst begrenzt, daher schnell anmelden!
Weitere Infos und die genauen Termine gibts hier in unserem Schwesterblog.

(Diese Dose wartet bereits auf Sie :)





















