Rädda ambulansen i Malå - Ein heisser Winteranfang

„Wir weigern uns, wenn die Ambulanz künftig eine Stunde braucht“
Wer in das Inland Lapplands zieht, weiss, dass ihn eigentlich Natur und Ruhe erwarten. Es gibt aber auch eine andere Seite der Medaille. Wären da nicht einige "Störfaktoren" mit im Spiel.
Einer davon hört auf den Namen "Windkraft" und es regt sich in der Region ein zunehmender Widerstand gegen weitere Windkraftetablierungen. Denn in etlichen Kommunen ist es mit Ruhe und Natur nicht mehr weit her. So regt sich nun auch in Malå eine Bürgerinitiative, die binnen Tagen 450 Protestunterschriften gegen die Erteilung weiterer Baugenehmigungen für Windkraftanlagen gesammelt hat. Die hiesigen Medien haben ausführlich darüber berichtet (z.B. hier in der Tageszeitung „Norran“ und hier im Regionalfernsehen).
Ein weiterer Störfaktor liegt in der Reaktion der zuständigen Landesverwaltung auf die Bevölkerungsentwicklung. Es ist ein offenes statistisches Geheimnis, dass die Bevölkerung im Inland immer älter wird und zudem deutlich schrumpft. Als Konsequenz daraus werden viele Gemeinwohldienste gekürzt. Jüngster Wurf der Planer ist das Vorhaben, den Krankentransport und Rettungsdienst zusammen zu streichen (Bericht in der Tageszeitung "Norran" hier und hier).
Und so landete auch Malå mit auf der Streichliste des Landstinges. Allerdings hatte man dort die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn in Malå ist nun der Protestgeist erwacht. Auch hier hat sich - unter der Federführung der Företagarna (Unternehmervereinigung) - spontan eine Initiative gegründet. Diese hatte am Samstag zur ersten Kundgebung und Demonstration auf dem Marktplatz eingeladen. Rund 500 Teilnehmer versammelten sich dort, um ihrem Unmut Luft zu machen. Ein sehr gutes Resultat bei knapp 3.500 Einwohnern in der Kommune. Die meisten der Teilnehmer unterzeichneten eine Protestpetition. Wir waren für Sie vor Ort und haben einige Eindrücke eingefangen.
-> Hier gehts zur Galerie „Rädda ambulansen i Malå - 22.10.2011“
-> Klick här så kommer du till bildspelet „Rädda ambulansen i Malå 22/10-2011“
-> To the gallery „Rädda ambulansen i Malå 2011-10-11“

„Radio Västerbotten im Einsatz bei der Kundgebung“
Neu: Die Lappland-Edition
Ab sofort gibt es die Lappland-Edition mit Original-Abzügen und Kunstdrucken von ausgesuchten Fotografien, die charakteristisch für Lappland sind.
Kurz: Original-Kunstwerken aus Lappland. Natürlich in limitierter Auflage und handsigniert.
An den Start gehen 4 Editionen mit hochwertigen Abzügen und Prints:
Landscape, Nature, Black/White und Simplicity.
Viel Freude beim Durchstöbern der Galerien.
Und bitte daran denken: Damit wir die Lieferung als Geschenk zu Weihnachten sicherstellen können, bitte bis Ende November bestellen!
Schwedischer Pragmatismus: Elchjagd vom Sofa aus

„Elchjagd vom Sofa aus“
Behind the scenes: Die Jagd steht in Nordschweden hoch im Kurs. Allerdings weniger um des Vergnügens willen, als viel mehr um die Tiefkühltruhe zu füllen. Wir haben für ein Fachportal die ungewöhnlich pragmatische und unspektakuläre Herangehensweise der schwedischen Jäger fotografiert.
Im Laufe des letzten Monats sind so eine Reportage und eine Serie mit ungewohnten Perspektiven der Jagd in Nordschweden entstanden. Das hier gezeigte Bild bringt den ruhigen Pragmatismus für meinen Geschmack am besten auf den Punkt:
Statt eines Hochsitzes oder eines unbequemen Dreibeines hatte sich einer der Jäger einen komfortablen Sessel mitgebracht, um sich dort auf den Ansitz zu begeben. Das ist schwedischer Pragmatismus.
Fjäll: Laisaliden - Tärnaby - Hemavan
Die vergangenen Tage waren wieder einmal mit grösseren Reisen gefüllt. Eines der Highlights waren zwei Tage im Fjäll. Hinter dem schwedischen Wort Fjäll verbergen sich die Skandinavischen Gebirge.
Unter Schweden wird das Fjäll zu allen Jahreszeiten hoch geschätzt. Insbesondere das Gebirge rund um Tärnaby und Hemavan ist eine äusserst gut besuchte Gegend, und im Winter ist das Gebiet eines der beliebtesten Wintersportgebiete in Schweden. Aus Tärnaby stammen z. B. die weltbekannten Skiläufer Ingemar Stenmark, Stig Strand, Jens Byggmark und Anja Pärson; in Hemavan beginnt bzw. endet der bekannte Kungsleden, ein Fernwanderweg, der auf zwei Streckenabschnitten durch Lappland führt.
Mich hatte es nach Laisaliden verschlagen, was zwischen Tärnaby und Hemavan liegt.
Leider hat das Wetter sich nicht von der besten Seite gezeigt und die fotografische Arbeit wieder zu einer echten Herausforderung gemacht. Denn im Fjäll ist das Wetter einerseits sehr unbeständig und in concreto wechselten sich bei kräftigem Sturmwind Platzregen und einige wenige Sonnenstrahlen ab. Ständig wechselnde Lichtverhältnisse und Feuchtigkeit (besser: Wasser) überall.
Ein paar Aufnahmen vom Location-Scouting darf ich hier zeigen und allen Besuchern in Lappland kann ich die Gegend nur wärmstens ans Herz legen. Am besten ausserhalb der Hauptsaison.
-> Hier gehts zur Galerie „Laisaliden - Tärnaby - Hemavan“
-> Klick här så kommer du till bildspelet „Laisaliden - Tärnaby - Hemavan“
-> To the gallery „Laisaliden - Tärnaby - Hemavan“
Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele

„Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele“
-> Hier gehts zur Galerie „Drachenboot-Rennen in Vindelgransele 2011“
-> Klick här så kommer du till bildspelet „Drakbåtstävling Vindelgransele 2011“
-> To the gallery „Dragon boat race in Vindelgransele 2011“
Behind the scenes: Ein Stück China in Lappland. Aber der Reihe nach. Vindelgransele liegt am Vindelälven. Hier dreht sich vieles ums Wasser und der Ort ist für die hohe Qualität seiner Fischgründe bekannt. Über den Sommer kommen z. B. regelmässig viele Angler aus Italien hierher.
Aber Vindelgransele hat noch mehr zu bieten. Jährlich findet auf dem Vindelälven das “Drakbåtstävling”, ein Drachenboot-Rennen, statt. An derselben Stelle übrigens, an der sich im Winter einer der Checkpoints für das Schlittenhunderennen „Vindelälvsdraget“ befindet.
Drachenboote sind grosse, offene Paddelboote, die ursprünglich aus China stammen. Charakteristisch sind Bemalung, Schnitzarbeiten und ein dekorativer Drachenkopf- und Schwanz. Nach der chinesischen Tradition stilisiert das Boot einen Drachen.
Zurück nach Vindelgransele. Die einzelnen Mannschaften bestehen jeweils aus 12 Paddlern und einem Trommler. Die Teams müssen gemischt sein (jeweils mindestens drei Teilnehmer des Minderheitengeschlechts). Gefahren wird mit zwei Booten gegeneinander im “K.O.-System”. Damit ist sichergestellt, dass der Wettbewerb einige Zeit dauert. Die beiden Boote werden vom Versanstalter gestellt.
Umrahmt wurde der Wettbewerb von einem Spielepark für die Kinder, guter Verpflegung (erstklassige Hamburger!) und einer kleinen Gewerbeschau.
Wir waren dort ausnahmsweise mal ganz privat. Frau Lapplandblog (Bilder mit "M") mit der langen Linse und ich (Bilder mit "W") mit festen 28mm.

„Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele“
Lycksele Motorveckan 2011 - Yankee Cars & Classics im Street-Style

„Lycksele Motorveckan 2011 -
Yankee Cars & Classics im Street-Style“
Behind the scenes: Einmal jährlich verwandelt sich Lycksele - eine beschauliche Stadt mit 8.513 Einwohnern im Inland Västerbottens - in ein Mekka der Automobilfreunde. Denn im Juli findet dort immer die „Motorveckan“ („Motorwoche“) statt.
Im vergangenen Jahr waren über 30.000 Besucher zu verzeichnen. Das Programm ist vielfältig, unterhaltsam und abwechslungsreich. Der Abschlusstag stand unter dem Motto „Yankee Cars & Classics“ und es gab jede Menge US-Oldtimer zu sehen; darunter viele absolute Raritäten.
Ich hatte am Samstag die Ehre, Frau Lapplandblog dorthin zu begleiten. Sie ist bekanntlich u.a. auf Automobil-Fotografie spezialisiert. Während Frau Lapplandblog die Speicherkarten mit genialen Bildern der automobilen Schätze füllte, assistierte ich und schlenderte einfach etwas umher. Ich hatte bewusst nur eine kleine digitale Leica mitgenommen, um die Stimmung im Street-Style einzufangen.
Eine Serie mit einer Auswahl von Frau Lapplandblog wird es demnächst bei ihr im Blog geben.
-> Hier gehts zur Galerie „Lycksele Motorveckan 2011 - Yankee Cars & Classics im Street-Style“
-> Klick här så kommer du till bildspelet „Lycksele Motorveckan 2011 - Yankee Cars & Classics im Street-Style“
-> To the gallery „Lycksele Motorveckan 2011 - Yankee Cars & Classics im Street-Style“
M24 mal 120 Stück und ein Windhauch bitte

„M24 mal 120 Stück und ein Windhauch bitte“
Behind the scenes: Ein Königreich für einen Windhauch. Lappland stöhnt unter dem bislang wärmsten Tag des Jahres. Das Thermometer spielt in der 30-er Liga. Das mag für die Mitleser aus südlicheren Gefilden nicht spektakulär sein, für die Gegend um den Polarkreis ist es ganz ordentlich (und ungewohnt).
Zurück zum Windhauch. Über die Etablierungen von Windkraftwerken hatten wir hier schon verschiedentlich geschrieben. Mitte Februar hatte ich eine Baustelle besucht auf der gerade 900 Tonnen Stahlbeton vergossen worden waren. Interessant am Rande: Die Lebensdauer eines solchen Fundamentes soll - wenn alle Vorschriften eingehalten werden - bei ca. 50 Jahren liegen. Beachtlich wenn man bedenkt, welchen ständigen Erschütterungen und Belastungen es ausgesetzt ist.
Das besagte Fundament haben wir vor einigen Tagen nun wieder besucht, und dort ist jetzt alles bereit für neue Windräder. In Reih und Glied und millimetergenau eingepasst schauen die Befestigungsbolzen aus dem fertigen Fundament. Ich habe es nicht nachgemessen und nachgezählt, aber ich tippe auf ca. M24 und ca. 120 Stück. Die wird es dann auch brauchen, denn der Turm eines Windkraftwerkes wiegt 100-200 Tonnen und ein einzelnes Rotorblatt kann es - je nach Grösse - auf bis zu 10 Tonnen bringen. In einigen Wochen wird an dieser Stelle dann ein weiterer „ökologischer“ Energielieferant stehen, der - wie auch wir in der derzeit brütenden Sommerhitze - nur auf eines wartet: Einen Windhauch.
In eigener Sache: In der Seite hat sich gerade ein neuer Button eingenistet „Google+“. Wir würden uns sehr freuen, wenn Leserinnen und Leser mit einem Account bei Google ein „Like“ für und abgeben würden (einfach auf den Button klicken). Danke!
-> Facebook -> Twitter
Pausen-Street in Umeå

„Eine Prozession auf dem Torget (Marktplatz) in Umeå?“
Behind the scenes: Eine Prozession auf dem Torget (Marktplatz) in Umeå?
Das Genre der Street Photography ist für mich immer wieder eine grosse Inspirationsquelle. Das Unerwartete, das die schnelle Auffassung und Reaktion erfordert, ist ein gutes fotografisches Betätigungsfeld. Und sehr häufig geht es mehr um das spontane Zeichnen von Psychogrammen, als um Fotografie. Wann immer sich in einer grösseren Stadt die Chance zu einem Rundgang im Getümmel ergibt (häufig während der Lunchzeit), ergreife ich diese zur persönlichen Horizonterweiterung sehr gerne. Kürzlich bot sich in Umeå wieder einmal die gute Gelegenheit, mit der Kamera durch die Stadt zu streifen.
Umeå - die dem südlichen Lappland am nächsten gelegene Grosstadt - ist übrigens immer einen Besuch wert. Die Stadt bereitet sich gerade darauf vor, 2014 eine europäische Kulturhauptstadt zu werden.
Das durchzieht das Stadtbild und die Stimmung. Design und Kunst stehen hoch im Kurs. Eine sehr kreative Athmosphäre liegt in der Luft.
Trotzdem war ich ziemlich verwundert, als auf dem Markplatz zwischen allerlei Verkaufs- und Infoständen plötzlich eine grössere Gruppe jüngerer Menschen in kirchlicher Tracht auftauchte und umherzog. Ein - sagen wir mal - ziemlich ungewohntes Bild in diesen Breitengraden. Irgendeine Werbeaktion für ein Event. Aber sehr schön und Aufmerksamkeit auf sich ziehend inszeniert. Klick.
Comments -> Facebook -> Twitter
Wohnungsnot?

„Wohnungsnot?“
Behind the scenes: Wohnungsnot?
Viele Inlandskommunen in Lappland befinden sich derzeit “auf dem absteigenden Ast” wie es so schön heisst.
Junge Menschen ziehen - spätestens zur Gymnasialausbildung - in die Städte. Und meistens bleiben Sie dann auch nach dem Abschluss der Ausbildung dort.
Die Bevölkerung hier altert. Häuser stehen zuerst leer und verfallen dann häufig (wenn sie denn nicht malerisch belegen sind und dann von den Familien als Sommerhäuser (“Sommarstuga”) weiter genutzt werden).
Der Wohnungsbau kommt vielerorts zu Erliegen. Warum sollen auch neue Wohnungen gebaut werden, wenn alle Statistiken darauf hindeuten, dass die Bevölkerung dramatisch schwindet.
Diese Fakten mögen bitte auch alle, die sich mit dem Gedanken ans Auswandern nach Lappland beschäftigen, auf dem Schirm behalten. Führt der Bevölkerungsschwund doch auch zum schleichenden Abbau der allgemeinen Grundversorgung in vielen Bereichen.
Im Rahmen eines Auftrages war ich in der vergangenen Woche in Vännäs und konnte mir dort ein Bild des Ernstes der Lage verschaffen.
Dennoch: Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt. Eine schöne Symbolik im Bild and ich auf der Rückseite der Schule in Vännas. Hier gibt es offenbar ein Wohnungs-Überangebot. Allerdings nur für Vögel.
Comments -> Facebook -> Twitter
“View over Juktån” und “Gelatin”
Gestern hatte es uns wieder in diese Gegend verschlagen und die Strecke ist einfach zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Wäre da nicht das Wetter gewesen. Um die null Grad und Wind in Sturmstärke. Resultat: Manchmal schiebt es das Auto bei offener und gerader Strecke wie von magischer Hand auf der spiegelblanken Strasse hin und her. Aufpassen war also angesagt. Besonders schön ist die Stelle, an der die Strasse den Juktån (manchmal auch als der “Yukon Lapplands” bezeichnet) passiert.
Obwohl es mich beinahe von der Brücke geweht hat, konnte ich mir ein paar Aufnahmen an dieser Stelle nicht verkneifen.
Fotografischer Teil: Das auch vor dem Hintergrund, dass ich ein paar Bilder zum experimentieren mit einem neuen Bibble-Plugin benötigt habe. Die Bibble-Plugin-Familie hat nämlich vor einigen Tagen schönen Nachwuchs bekommen: Gelatin.
Bereits jetzt waren die Schwarz-Weiss-Möglichkeiten im RAW-Developer Bibble dank der vorhandenen Plugins (u.a. Andrea, INDA und einiger anderer) beinahe ungeschlagen.
Nun hat der bekannte Plugin-Entwickler “Spoilerhead” ein neues Plugin für die schwarz/weiss Konvertierung vorgestellt, das auf den Namen “Gelatin” hört. Das Plugin ist noch im Entstehen, aber bereits die vorliegende Version läuft stabil wie ein Schweizer Uhrwerk (obwohl sie aus Österreich kommt :) und bietet mit einer einfachen, übersichtlichen und schlanken Benutzeroberfläche beeindruckende Effekte. Die jeweils aktuelle Version (für alle Systeplattformen) kann hier im Bibble-Supportforum geladen werden. Mein Rat an alle Bibble-Anwender: Unbedingt ausprobieren! Mein Rat an alle noch-nicht Bibble Anwender: Unbedingt umsteigen :)
Nach über 600 Km Autofahrt habe ich mich dann mit grosser Vorfreude und noch grösserer Nachfreude ans Experimentieren gemacht. Hier das Ergebnis mit Gelatin:

„View over Juktån“ - License picture / Buy print
Underground in Skellefteå

„Underground in Skellefteå“ - License picture / Buy print
Wedding-Food-Photography: Zu Besuch beim Restaurant Skogshuset in Kristineberg / På besök hos Restaurang Skogshuset i Kristineberg

So ist es uns vergangenen Freitag bei unserem Besuch im Restaurant Skogshuset in Kristineberg gegangen. Einfach lecker! Aber der Reihe nach.
Wie gehen wir an ein Food-Shooting “in der freien Wildbahn”, d.h. ausserhalb des Studios, heran?
Grundregel: Aus der Perspektive des Gastes. Die Kunst ist, sich in einen Gast hinein zu versetzen. Mit dieser inneren Perspektive nähern wir uns dem Buffet und drehen erst einmal eine Runde, um alles auf uns wirken zu lassen. Die Stimmung will erfühlt werden. Hier ging es um eine Hochzeitstafel. Welche Emotionen und Stimmungen schwingen mit? Die innere Visualisierung - auch der emotionalen Situation - sollte “gespeichert” werden für die spätere RAW-Konvertierung und Nachbearbeitung der Aufnahmen. In diesem Fall ging es um warme Farben und eine festlich-harmonische Atmosphäre. Um dies einzufangen ist ungefähr die Hälfte der späteren Aufnahmen nur mit available light entstanden. (Natürlich wurden auch einige Aufnahmen mit der Graukarte im Bild gemacht, falls es im Nachhinein auf genaue Farbtreue ankommt).
Dann geht es in die Details. Hier gilt es, die besondere Kreation und Kreativität zu sehen. Was macht diese Tafel ganz besonders? Woran werden sich die Gäste gerne erinnern?
Und dann schliesslich wird fotografiert. Vom Allgemeinen zum Besonderen. Es gibt eine Art unausgesprochenen Food-Standard. Ist der im Kasten experimentieren wir grundsätzlich noch etwas (wenn es der Zeitplan zulässt). Das sind dann oft die fotografischen “Sahnehäubchen”.
Hier hatten wir ca. 30 Minuten für das Buffet. In dieser halben Stunde sind so um die 400 Aufnahmen (und einige Filmclips) entstanden.
Und anschliessend gab es auch noch eine kulinarische Kostprobe für die hungrigen Fotografen. Erste Klasse. Das Skogshuset in Kristineberg ist ein echter Tipp, den Sie sich vormerken sollten. Und ein richtig gutes und günstiges Tagesessen gibt es von Montag bis Freitag auch.
-> Hier gehts zur Galerie „Skogshuset Kristineberg“
-> Klick här så kommer du till bildspelet „Skogshuset Kristineberg“
-> To the gallery: „Skogshuset Kristineberg“
Und hier der Filmklipp zum Skogshuset:
Wenn Sie mal im Skogshuset vorbeischauen wollen - was wir unbedingt empfehlen - finden Sie das Skogshuset im Skolvägen 5, in 92040 Kristineberg. Telefonisch erreichen Sie das Skogshuset (auf Schwedisch und Deutsch) unter 0953 20007.
Die Tagesmenüs finden Sie immer auf der Facebook-Seite des Skogshuset.

Renovierungsbedürftig? - Tipps zum Immobilienkauf in Schweden / Lappland
Worauf sollten Sie also achten, beim Immobilienkauf in Schweden (insb. Norrland / Lappland):
1. Nehmen Sie sich Zeit. Treffen Sie NIEMALS impulsive Schnellentscheidungen!
2. Recherchieren Sie ausführlich über Ihr Zielgebiet und tragen Sie so viele Informationen wie möglich zusammen. Im Web finden Sie eine beinahe unendliche Informationsfülle.
Bewerten Sie alle Informationen nüchtern: Eine "bezaubernde Alleinlage im Wald" kann bei minus 25 Grad im tiefsten Winter zum Horrortrip werden, wenn Sie Ihren Weg dorthin selbst räumen müssen. Denken Sie an alle Aspekte und auch daran, dass Sie einmal älter werden könnten.
3. Planen Sie eine Reise in Ihr Zielgebiet und besichtigen Sie alle Objekte selbst. Setzen Sie sich niemals selbst unter Druck! Denken Sie bitte an die unterschiedlichen Jahreszeiten. Bei einer Schneehöhe von eineinhalb Metern sieht alles ganz anders aus, als im Sommer.
Soweit Sie der Sprache nicht hinreichend mächtig sind, nehmen Sie eine(n) einheimischen Sprachkundigen mit. Das sollte kein Beauftragter oder Mitarbeiter eines Maklerbüros sein.
Fragen Sie dann vor Ort intensiv bei ortsansässigen Organisationen und Einheimischen nach. Ansprechpartner können z.B. sein: Die Gemeindeverwaltung (kommune) und ortsansässige Handwerker. Auch die ortsansässigen Banken sind wichtige Ansprechpartner und haben meist sehr gute Informationen und eine gute Übersicht über den lokalen Immobilienmarkt. Vergessen Sie nicht, die (potentiellen neuen) Nachbarn zu fragen. Die wissen nämlich in aller Regel interessante Details. Vergessen Sie auch nicht, sich nach der grossflächigen Planung zu erkundigen (z.B. die Frage, ob in der Nachbarschaft ein Windpark entstehen soll, oder ob Mineralrechte vergeben wurden (Grubenausbau), usw.).
Und bitte vergessen Sie - besonders, wenn Sie von Nicht-Schweden kaufen - nicht zu fragen, warum das Objekt verkauft wird.
4. Lassen Sie Ihr Traumhaus von einem ortsansässigen Fachmann begutachten. Gerade im Inland sind die Häuser völlig anders als in Kerneuropa gebaut. Oft stammen die Häuser aus einer Zeit, in der es noch keine richtigen Bauvorschriften gab. Es handelt sich in der Regel um Holzhäuser. Diese sind mit häufig von Problemen geplagt und mit Mängeln behaftet, die in Kerneuropa in dieser Form unbekannt sind (z.B. häufig ausgeprägte Schimmelprobleme ("Mögel"), die zu Gesundheitsgefährdungen und erheblichem Beseitigungsaufwand führen). Über ortsansässige Bausachverständige kann Ihnen meistens das Bauamt auf der jeweiligen Gemeinde einen Tipp geben. Auch Banken sind hier wieder gute Informationsquellen. Beachten Sie das nicht, kann der Traum sehr schnell zum Albtraum werden.
5. Vergleichen Sie die Preise mit denen auf dem innerschwedischen Markt. Makler, die auf Auswanderer spezialisiert sind, vermitteln oft Objekte zu völlig überhöhten Preisen. Mehrfach habe ich von 5 bis 10-fach überhöhten Preisen gehört.
Für Ihre Marktrecherchen bieten sich die innerschwedischen Plattformen an. Die wichtigsten Links zur Immobiliensuche auf dem schwedischen Markt sind:
www.blocket.se und www.hemnet.se
6. Der Immobilienkauf geht einfach und schlicht vonstatten. Es gibt keine zwingende notarielle Beurkundung. Es genügt eine Vereinbarung auf dem sprichwörtlichen "Butterbrotpapier". Seien Sie bitte auch hier sehr zurückhaltend und vorsichtig. Wenn Sie sprachlich nicht verstehen, was Sie unterschreiben, dann unterschreiben Sie bitte nicht. Holen Sie Expertenrat ein. Auch hier sind die ortsansässigen Banken oft eine wertvolle Hilfe. Über die Bank bekommen Sie z.B. schnell und unkompliziert Grundbuchauskünfte und Hinweise zu eventuellen Belastungen.
7. Zu guter Letzt: Wir wünschen Ihnen für Ihr Auswanderungs- oder Immobilienprojekt von Herzen alles Gute. Planen Sie, denken Sie und handeln Sie bitte wohlüberlegt!

- Renovierungsbedürftig? / In need of some repair? -
Bald gehts richtig rund in Lappland
In Piteå ist derzeit z. B. ein Windpark mit über 1.000 Windkraftwerken in Planung. Hier im Inland beschränken sich die Parks i.d.R. auf "kleinere Ansammlungen" von 5-50 Stück.

Dieses Exemplar hat jedenfalls gerade auf "möglichst wenig sichtbare Parkstellung" umgeschaltet, wohl um sich besser in die natürliche Umgebung einzufügen.
Es bleibt abzuwarten, welche Effekte die zahlreichen Neubauten auf Umwelt und Tourismus haben werden.
Happy birthday Västerbottensost - Eine Käse-Spezialität aus Västerbotten feiert Geburtstag

In diesen Tagen feiert eine Spezialität aus Västerbotten Geburtstag. Der “Västerbottensost” (wörtlich “Västerbottenkäse”, sinngemäss “Käse aus Västerbotten”) wird seit1872 als lokale Spezialität in Burträsk hergestellt.
Seine Entstehung ist genau genommen einem schlichten Fehler zu verdanken. Die Molkereimitarbeiterin Ulrika Eleonora Lindström war eines schönen Tages im Jahre 1872 alleine Dienst in der Molkerei in Burträsk. Dadurch, dass sie an diesem Tag viele Aufgaben alleine bewältigen musste, konnte sie sich nicht “richtig” um die Käsezubereitung kümmern. In der Folge wurde die Käse-Rohmasse wurde viel zu oft erhitzt und wieder abgekühlt. Das Ergebnis wurde anders als erwartet. Trotzdem fand die Charge des “verunglückten” Käses reissenden Absatz. Der Rest ist Geschichte.
Heutzutage ist der Västerbottensost weltberühmt wegen seines besonderen, intensiven Geschmacks. Die genaue Zubereitung und Verarbeitung sind beinahe eine Wissenschaft und ein Teil des Verfahrens ist bis zum heutigen Tage geheim.
Der Käse reift mindestens 12 Monate in verschiedenen Stufen und bei unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten, bevor er in den Handel kommt.
Das Zentrum des Västerbottensost ist auch heute noch Burträsk. Dort gibt es das Ostens Hus (“Haus des Käses”), eine Ausstellung rund um den Käse, die eine touristische Empfehlung ist. Nur wenige Kilometer entfernt, in Ånäset, befindet sich das Ostens Lager (“Käselager”), in dem unvorstallbare Mengen Käse unter beständiger Kontrolle zur Reifung lagern.
Im Jahre 1910 wurde die Bezeichnung “Västerbottensost” keim schwedischen Patent- und Markenamt registriert und ist seitdem geschützt. Und diesen 100.ten Geburtstag feiert Västerbotten in diesen Tagen.
Das Jubiläum passt übrigens sehr gut zu einer nationalen schwedischen Strategie. Im Jahre 2008 hatte die schwedische Regierung beschlossen, Schweden zu einem kulinarischen Mittelpunkt in Europa zu machen und dafür eigens ein umfangreiches Programm vorgestellt. Im Rahmen der Strategie wurden für alle Landesteile “Kulinarische Botschafter” (“Matambassadörer”) ernannt, um die regionalen Spezialitäten besser zu bewerben.
Mit einer Foto-Reportage aus Burträsk und Ånäset geben wir Ihnen einen Einblick in die Welt des Västerbottenosts im Jahre 2010.
-> Zur Foto-Reportage Västerbottensost 2010 in Burträsk und Ånäset
-> To the reportage Västerbottensost 2010 (pictures from Burträsk and Ånäset)
-> Till foto-reportaget Västerbottensost 2010 (bilder från Burträsk och Ånäset)
Weiterführende Links:
-> Homepage des Västerbottensost (English-Version)
-> Ostens Hus in Burträsk
-> Ostens Lager in Ånäset
-> Offizielle Regierungsseite zur schwedischen kulinarischen Europastrategie
Gesucht - Gefunden: Die besten Lappland-Links
Eine der besten Linklisten zu Lappland haben Jan und Dorthie erstellt. Eine richtige „Schatzkiste“. Bei Zwedenstart gibt es beinahe alle guten Links zum Thema, die es überhaupt gibt.
-> Zwedenstart Lappland-Linkliste
Ich liebe Belegexemplare - "Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter"
Am Freitag ist wieder ein ganz wunderbares Belegexemplar hier eingegangen:
Das Buch “Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter” von Fredrik Kullberg. Druckfrisch vom ICA Bokförlag.
Auf Deutsch: “Die 100 bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten in Schweden”.
Der Autor beschreibt in dem kleinen Bildband, der als Reiseführer der besonderen Art aufgemacht ist, auf 128 Seiten 100 besonders attraktive Plätze in ganz Schweden. Einige davon liegen auch in Väster- und Norrbotten.
Im vergangenen Jahr waren wir im Rahmen eines grossen Tourismusprojektes im Umkreis von etwa 500 Km unterwegs und haben eine Menge touristischer “Points of interest” (wie es so schön auf Neudeutsch heisst) fotografiert. Darunter auch einige, die im jetzt neu erschienenen Reiseführer der besonderen Art enthalten sind.
Das Projekt hatte unglaublich viel Spass gemacht und daher freuen wir uns über das Belegexemplar der Neuerscheinung ganz besonders. Umso mehr, als wir auch noch - quasi als “Leckerli” - ziemlich zentral auf dem Cover zu sehen sind :)
Das Buch sei allen, die die besonderen Seiten Schwedens kennen lernen wollen, warm ans Herz gelegt.
Mehr Infos zum Buch gibt es hier und hier.
Skyline in Umeå / Umeå - en Norrlandspärla
Umeå ist übrigens neben Luleå zugleich auch Schwedens nördlichste Universitätsstadt und wichtiger wichtiger Verkehrsknotenpunkt (u.a. E4 und E12).
Das kulturelle Leben der Stadt hat mit dazu geführt, dass Umeå als Europäische Kulturhauptstadt 2014 ausgewählt wurde. Die Vorbereitungen laufen bereits jetzt auf Hochtouren und sind an vielen Stellen sichtbar.
Allen Schwedenreisenden sei Umeå als ein Punkt ihrer Reise unbedingt ans Herz gelegt. Am frühen Abend durch die Innenstadt zu promenieren ist ein Erlebnis, bei dem die Stadt ihren vollen Charme ausspielen kann. Es bietet sich an, die Promenade z. B. mit dem Besuch einer Vorstellung in der weltbekannten Norrlands Opera oder einem Konzertbesuch abzuschliessen.
Weitere Informationen über Umeå finden Sie hier.
Selbstverständlich dürfen Sie uns auch gerne eine Mail mit Ihren Fragen senden.

- Skyline Umeå -
Im Sog der Tiefe? / Folkets Hus i Umeå
Was ist eigentlich ein “Folkets Hus”. Der Begriff lässt sich schlecht eins zu eins übersetzen. Am besten passt die Übersetzung als “Gemeinschaftshaus”. Kurz: Eine Einrichtung, die in fast allen Städten und Dörfern vorhanden ist, und die Räumlichkeiten für Aktivitäten und kulturelle Veranstaltungen bietet.
Mit dem Folkets Hus wird den Einwohnern die Möglichkeit gegeben, Versammlungen, Vereinstreffen, Konferenzen und nicht zuletzt auch kulturelle Veranstaltungen durchzuführen. Die Räume werden in der Regel zum beinahe Selbstkostenpreis angeboten und bieten meist auch Bewirtungsmöglichkeiten. Für Konferenzen aller Art ist das Folkets Hus in Umeå übrigens geradezu ein Geheimtipp.
Mehr Infos zum Folkets Hus in Umeå finden Sie hier.

- Eine der architektonisch reizvollen Treppen im Folkets Hus in Umeå -
Neues Portal für Malå: naltaeljest.com
NaltaEljest.com
“Nalta eljest” ist übrigens ein Ausdruck aus dem hiesigen Bonska-Dialekt. Er bedeutet “etwas anders”. Und genau das wollen wir in Malå sein.
Herzlich Willkommen!
Borgafjäll
Hatte gerade das Vergnügen einige Tage dort sein zu können. Das Wetter hat leider nicht ganz so mitgespielt und die aus den Medien bekannte vorbeiziehende Vulkanwolke aus Island hat ein übriges dazu getan. Hat zu einigen fotografischen Herausforderungen geführt. Aber wie pflege ich immer zu sagen: Es gibt keine Probleme, nur Lösungen :)
Auch die Fahrt nach Borgafjäll ist ein echtes Erlebnis, führt doch der “Konstvägen Sju Älvar” (Kunstweg entlang der sieben Flüsse Vindelälven, Ume älv, Öreälven, Lögdeälven, Gideälven, Ångermanälven und Saxälven) nach Borgafjäll. Die gesamte Route führt über 334 Km von Holmsund nach Borgafjäll und ist ein Gesamtkunstwerk in Form einer Ausstellung von derzeit 12 Einzelkunstwerken. Das derzeit jüngste Kunstwerk wurde 2005 von Schülern in Bjurholm neben einer Brücke über den Öreälv errichtet und ist ein zehn Meter langer Bootshaken.
In Borgafjäll selbst ist das gleichnamige Hotel ein echter Geheimtipp. Es ist sowohl architektonisch herausragend (geplant vom legendären Architekt Ralph Erskine), als auch für seine mit Sternen ausgezeichnete Küche unter Insidern weithin bekannt.
Einige Eindrücke:



Fettisdagen und Semlor - Fastnachtsdienstag und schwedische Fastensemmeln (mit Rezept)

Der Fettisdagen (Fastnachtsdienstag) ist der letzte Tag vor dem Beginn der österlichen Busszeit am Aschermittwoch. Zwar ist in Schweden Fastnacht (Fasching) unbekannt, der Faschingsdienstag wird aber trotzdem traditionell gefeiert. Der Tradition gemäss werden an diesem Tag die “Semlor” (auch “fettisdagsbulle” genannt, “Fastensemmeln”) verzehrt. Wer es ganz traditionall mag, verspeist sie als Nachtisch zu Bohneneintopf.
Die Semla (Plural: “Semlor”) ist ein kalorienreiches Hefeteiggebäck mit Mandel- und Sahnefüllung. Wir haben auch heute wieder keine Mühen gescheut und einige Exemplare für ein Fotoshooting produziert. Deswegen gibt es heute hier beides: Fotos und das Rezept für alle Schwedenfans.

Rezept für 8 Semlor
Zutaten für den Teig:
25 Gramm Frischhefe
50 Gramm Butter (ungesalzen)
150 ml Milch
40 Gramm Zucker
Eine Priese Salz
300 Gramm Mehl
1 Ei
Puderzucker für die Garnierung
Zutaten für die Füllung:
175 Gramm Mandelmasse
150 Gramm Schlagsahne
Zubereitung:
Butter schmelzen und Milch einrühren. Hefe aufbröseln und zugeben. Zucker und Salzpriese zugeben. Mehl zugeben und so lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. In einer Schüssel bei Zimmertemperatur abgedeckt gehen lassen (ca. 30-60 Minuten).
Dann Teig nochmals gründlich durchkneten und kleine Stücke abteilen. Aus diesen kleine Kugeln formen (ungefähr halb so gross, wie die Semlor nachher werden sollen). Diese auf Backpapier legen und nochmals ca. 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.
In der Zwischenzeit Backofen auf ca. 225 Grad vorheizen.
Ei aufschlagen und die Teigkugeln mit dem aufgeschlagenen Ei bepinseln. Dann in den Ofen (mittlere Schiene) und ca. 10 Minuten backen (exakte Zeit sehr schwer zu bestimmen: beobachten!). Den Ofen während des Backvorganges nicht öffnen!
Dann die Backlinge aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen oberes Viertel abschneiden (mit einiger Übung im klassischen Dreicksschnitt) und im unteren Teil ein Loch aushöhlen (am einfachsten mit einem Teelöffel). Die entnommene Masse nun mit der leicht vorgewärmten Mandelmasse mischen (verkneten). Jeden Backling nun mit 2-3 Esslöffeln der Masse füllen. Dann die Sahne aufschlagen und oben draufgeben (am schönsten mit Spritzbeutel und grober Sterntülle). Dann die abgeschnittenen Deckel wieder auflegen und leicht mit Puderzucker bestäuben. Und fertig sind die Semlor. Und jetzt bei einer guten Tasse Kaffee geniessen und von Schweden träumen :)
Und so sollten sie dann aussehen (wobei unsere ersten Versuche zugegebenermassen bei weitem nicht so ästhetisch waren - auch hier gilt “Übung macht den Meister”).
Rezept und Backanleitung by Petra Fuelbert.

“Semlor - one for you and one for me”
Lappland-News KW 4/2010
Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am 27. März findet in Malå nun zum dritten Mal die Skotercross VM statt. Und es wird dieses Jahr nochmals spannender, denn der internationale Motorsport-Weltverband hat das Reglement geändert.
Bislang wurde in Malå die letzte Teilausscheidung der Weltmeisterschaft gefahren. Dieses Jahr wird in Malå nicht nur die letzte Teilausscheidung, sondern das alleinentscheidende Rennen gefahren. Der Termin wurde eigens so gelegt, dass Fahrer aus allen Ländern der Welt teilnehmen können.
Die Änderungen schlagen sich auch in den erwarteten Zuschauerzahlen nieder: Waren es 2009 insgesamt 6.300 Besucher am Wettkampftag, rechnen die Organisatoren in diesem Jahr mit über 10.000 Besuchern. Zum Vergleich: Die Malå kommun hat etwa 3.500 Einwohner.
Also liebe Motorsportfreunde: Unbedingt den 27. März vormerken!
Übrigens: Für Journalisten, Fotografen oder Filmleute können wir auch in diesem Jahr wieder eine Ferienwohnung anbieten. Und wie immer gilt auch dieses Jahr: Wer zuerst kommt, erhält den Zuschlag. Also schnell mailen oder durchklingeln.
Weblinks:
Die offizielle Homepage der Skotercross VM 2010
Aktueller Bericht in Norran
- Jojk soll in die Liste des UNSECO Weltkulturerbes aufgenommen werden
Der Jojk, ein faszinierend-wohlklingender lautmalerischer Gesang der Sami (native Ursprungsbevölkerung), wurde für die Aufnahme in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes vorgeschlagen. Das berichtet der Norran heute aktuell.
Wer sich in die Welt des Jojk einmal hinein hören möchte, wird u.a. hier bei YouTube fündig.
- Sehr viele Wildunfälle derzeit in Västerbotten
Aufgrund des untypisch warmen Winterwetters sind viele Wildtiere derzeit „überaktiv“. Erhöhte Aufmerksamkeit auf Lapplands Strassen ist daher unbedingt angesagt (Quelle).
Und auch heute zum Abschluss wieder ein Bild aus der Herbstserie vom vergangenen Jahr.

- Sunset -
Lappland-News KW 3/2010
- Eine schöne Neuigkeit ist aus dem Tierpark in Lycksele zu vermelden:
Dort gibt es jetzt Webcams mit einem Live-Stream aus dem Bären- und Wolfsgehege. Insbesondere die Webcam aus dem Wolfsgehege ist derzeit zur Tageslichtzeit eine meiner Lieblingswebadressen. Schöner als jeder Bildschirmschoner. Und eine einmalige Gelegenheit, das Sozialverhalten eines Wolfsrudels zu studieren.
Gefunden im Folkblad hier.
-> Hier der Link zur Webcam aus dem Wolfsgehege.
-> Hier der Link zur Webcam aus dem Bärengehege.
- Ist die Zukunft des legendären Sürströmming in Gefahr?
Blogleser haben schon öfter über eine besondere schwedische Delikatesse gelesen: Das Sürströmming. Doch diese Fischspezialität geht einer ungewissen Zukunft entgegen. Warum ist das so?
Von Seiten der EU gibt es ein Verbot für den Verkauf von dioxinhaltigen Fisch. Das Umweltgift Dioxin lagert sich insbesondere in fetthaltigem Fisch ab. Das betrifft leider häufig auch den Ostseehering, der die Basis für die vergorenen Sürströmmingsfische bildet. Noch bis 2012 gibt es für die Ostseeheringe eine Ausnahmeregelung der EU. Wie der Norran berichtet ist es aber sehr fraglich, ob diese Ausnahmeregelung verlängert wird. Sollte das nicht der Fall sein, würde das auch das Ende der Sürströmmingstradition bedeuten.
Unser Tipp: Nutzen Sie die Chance und besuchen Sie Lappland zum Sürströmmingsessen solange das noch möglich ist.
- Künftig noch mehr Direktflüge nach Umeå?
Air Baltics will demnächst weitere Direktflüge von Vasa und Riga (Lettland) nach Umeå anbieten. Die Handelskammer unterstützt das Vorhaben berichtet das Folkblad.

- Lappland: Reizvoll im Winter -
Lappland-News KW 2/2010
Kurz nach Weihnachten sind die Temperaturen abgesackt und wir hatten zwei Wochen richtig gut kühl mit einigen Tagen um die minus 30 Grad. Seit nun „Daisy“ in Deutschland eingefallen ist, ist es hier plötzlich richtig warm. Einigermassen untypisch für die Jahreszeit in diesem Breitengraden. Seit zwei Tagen herrschen nun Temperaturen um die 0 Grad und heute ist das Thermometer kurzzeitig sogar über die 0 geklettert. Das führt zu Problemen, die normalerweise erst im April auftreten:
Extrem hohes Risiko für gefährliche Dachlawinen. Durch die zu hohen Temperaturen wird der Schnee richtig schön zusammen gebacken und eisig. Dachlawinen werden plötzlich zur potentiell tödlichen Gefahr. Auch Norran hat heute für die Problematik sensibilisiert und gewarnt.
Was gibt es sonst noch an Neuigkeiten? Das Strassenbild verändert sich. Der Transportstyrelsen (die zentrale Strassenverkehrsbehörde) hat über eine Änderung informiert. Die „Kontrollmärken“, d.h. die kleinen bunten Klebeschildchen auf de Nummernschildern sind zum 1. Januar abgeschafft worden. Bislang gab es ein neues Klebemärkchen jeweils dann, wenn die allfällige KfZ-Steuer bezahlt war. Das ist nun nicht mehr so, und das letzte Märkchen bleibt nun kleben. Frei nach dem Motto: Alles hat seine Zeit.

Ein Foto von heute passend zur Jahreszeit: Menü mit Getränk :)
Julmarknad och Luciafirandet i Rökå / Weihnachtsmarkt und Luciafeier in Rökå
In der Malå kommun gibt es 4 sog. “småorter”; einer davon ist Rökå. Ein småort ist eine “Siedlung mit zwischen 50 und 199 Einwohnern bei weniger als 150 Metern durchschnittlichem Hausabstand”.
Zurück zu Rökå. Dort gibt es eine sehr aktive Byaförening (Gemeinschaft der Dorfbewohner), die sich entschlossen hat, dieses Jahr zusätzlich zur Vågamässa auch einen Weihnachtsmarkt (mit kleiner Luciafeier) zu veranstalten. Ort war das Folkets Hus (die ehemalige Schule).
Dort haben wir uns etwas umgesehen und für unsere Leserinnen und Leser einen Film gedreht und eine Foto-Reportage gemacht. Die Stimmung in Rökå war sehr gut und wir haben viele sehr angenehme Menschen getroffen. Über 40 Aussteller waren mit ihren Ständen vertreten - was sehr beachtlich ist - und die Byaförening hat in der alten Sporthalle Kaffe und Essen serviert. Alles in allem ein runder Tag.
Um 14 Uhr 30 startete dann ein kleiner Luciazug durch das Folkets Hus.
Eigentlich wird das Luciafest am 13. Dezember begangen (und nicht schon am 12.). Die Kombination mit dem Weihnachtsmarkt hat sich aber geradezu aufgedränt.
Zu den geschichtlichen Hintergründen des Luciafestes hatte ich hier vor einiger Zeit schon etwas geschrieben.
Die moderne Luciatradition wurde in Schweden 1927 wieder belebt. Damals hatte eine Tageszeitung in Stockholm die Lucia des Jahres gewählt und im Blatt präsentiert. Die Lokalpresse hatte sich dann landesweit an die Aktion angehängt und an fast allen Orten wurden die Lucias des Jahres gewählt. Dies hat sich seitdem so erhalten.
Übrigens gibt es auch an fast jeder schwedischen Schule eine Lucia und in vielen Büros und in der Verwaltung wird am Luciatag (bzw. am letzten Werktag vor dem Luciatag) eine morgendliche Pause für die Luciafeier eingelegt.
Der Film / filmen (eine by mahlemiuts.com Produktion)
-> Hier gehts zum Film auf YouTube
-> Klick här så kommer du till filmen på YouTube
Die Foto-Reportage / foto reportaget
-> Hier gehts zur Foto-Reportage
-> Klick här så kommer du till bildspelet

Anmerkung für alle Fotointeressierten: Alle Bilder mit dem Nikkor 35mm AFS DX und nur mit available light. Processing natürlich mit Bibble 5 (PV 3.2) - mit was sonst?
Flying Snowballs in Umeå :)

Reportage: Mit Laptop und GPS - neue Wege in der Rentierhaltung

Kürzlich hatten wir im Rahmen eines Fotoauftrages die Möglichkeit, den Rentierhalter Jan Rannerud auf einer grösseren Tour durch Wald und Flur zu begleiten. Es ging um den Einsatz moderner Technik bei der Rentierhaltung. Aus der Fülle der entstandenen Aufnahmen haben wir einige ausgewählt, die nicht in der Printausgabe des Norran zu sehen waren, und einen eigenen Text dazu verfasst. Der Text gibt auch ein paar Einblicke „behind the scenes“.
-> Hier gehts zur Reportage: Mit Laptop und GPS - neue Wege in der Rentierhaltung
-> Klick här så kommer du till reportaget: Bärbara datorer och gps - nya metoder inom renskötseln

Wissenswertes über Västerbotten
- dass Västerbotten ein Achtel der Fläche Schwedens ausmacht, aber nur 2,8 der schwedischen Bevölkerung in Västerbotten wohnen und leben?
- dass sich die kleinste Kommune Schwedens - Bjurholm - in Västerbotten befindet undam 31.12.2008 nur 2.516 Einwohner auf 1.316 Quadratkilometern hatte?
Der grösste Käsehobel der Welt / The worlds biggest cheese slicer / Världens störrsta osthyvel
Dieser steht an der E4 in Ånäset. Sieben Meter hoch und eine ganze Tonne schwer, symbolisiert er den Beginn des “Ostriket”, des “Käsereiches”.
Dieses “Reich des Käses” geht auf Eleonora Lindström zurück, die etwa 1870 in Burträsk den heutzutage nicht mehr weg zu denkenden Västerbottensost kreiert hat.
Der Västerbottensost (“Västerbottenkäse”) ist eine kulinarische Köstlichkeit, die mittlerweile weltweit bekannt und beliebt ist. Die Herstellung geschieht nach nach alten Rezepten und Verfahren nach wie vor in der Gegend um Burträsk.
Im Ostriket haben sich die Erzeugerbetriebe und die beteiligten Kommunen zusammengeschlossen, um Besuchern einen Einblick in die Welt des Västerbottenkäses zu geben. Dazu gehören z.B. das Ostens-Hus (“Haus des Käses”) in Burträsk, das Ostens-Lager (“Käselager”) in Ånäset und viele weitere interessante Besuchs- und Ausflugsziele, die eine Reise wert sind. Weitere Informationen dazu auf der Homepage des Ostriket: www.ostriket.net.

Umedalen Skulpturpark
Seit 1994 werden dort auf dem Gelände des Umedalspark von der Galerie Andersson Sandström jährlich weltbekannte Künstler eingeladen, um ihre Werke zu präsentieren. Einige Werke bleiben dauerhaft.
Das Projekt hat sich mittlerweile zu einem Projekt mit Weltruhm entwickelt. Das Schöne an der Präsentation der Objekte ist, dass die Sinne geschärft und der Horizont erweitert werden. Kleiner Tipp an alle Besucher der Ausstellung: In alle Richtungen und auch nach oben und unten schauen :)
Der Skulpturpark ist unbedingt einen Besuch wert und ich werde hoffentlich bald mit grosser Kameraausrüstung zurück kommen, um dort einen Tag zu verbringen.
Einen kleinen kreativen Eindruck mag dieses Bild vermitteln. Der Künstler Mikael Richter hat z.B. 10 kreative Verkehrsschilder auf dem Gelände verteilt, die auch einiges über seine Vorlieben aussagen. Er scheint z.B. keinen Sport zu mögen.

Reportage: Kungligt besök i Ratan / Königlicher Besuch in Ratan

Wieder ein sehr besondereres Ereignis in Västerbotten: Im Rahmen des Märkesåret 1809 (Gedenkjahr 1809) feiert Schweden in diesem Jahr 200 Jahre Frieden auf schwedischen Grund. Ein besonderer Anlass zum Gedenken und Feiern.
Am gestrigen Tage fand im Rahmen des Märkesåret 1809 eine feierliche Gedenkveranstaltung in Ratan (Robertsfors kommun) statt. An dieser Stelle gab es im sog. Finnischen Krieg vor 200 Jahren die letzten Kampfhandlungen auf schwedischem Hoheitsgebiet.
Zur Gedenkfeier waren auch die Königliche Familie (König Karl XVI Gustaf, Königin Silvia und Kronprinzessin Victoria) zugegen.
Eine sehr schöne Gelegenheit, denn die Königliche Familie ist nicht so häufig hier in Västerbotten zu Besuch. Wir waren also natürlich vor Ort und wollen unseren Lesern einen Eindruck über die Festveranstaltung (nebst einiger Nahaufnahmen der Königlichen Familie) geben.
Einer der besonderen Höhepunkte war die Einweihung einer taktilen Karte des Gedenkplatzes in Ratan durch Königin Silvia. Diese über 400 kg schwere Karte aus gegossenem Material, ermöglicht es auch sehgeschädigten Menschen, sich einen Eindruck des Gedenkplatzes zu verschaffen. Die Königin erinnerte in ihrer Ansprache an das Braille-Jahr 2009.
Das Medieninteresse war gross und auf den für Presse und Fotografen reservierten Gebieten herrschte sehr grosser Andrang. Wir haben uns deswegen aufgeteilt und verschiedene Themenbereiche abgedeckt. Morgen folgt zusätzlich eine sehr interessante Reportage, die Einblicke in die Arbeit von Pressefotografen, Filmern und Journalisten gibt.

-> Hier gehts zur Galerie: Kungligt besök i Ratan / Königlicher Besuch in Ratan 18.9.2009
-> Klick här så kommer du till bildspelet: Kungligt besök i Ratan / Königlicher Besuch in Ratan 18.9.2009

TransEurope-FootRace - 51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur
Als ich vor einigen Wochen zum ersten Mal von diesem transeuropäischen Marathon gehört und gelesen habe, musste ich spontan an Alan Sillitoes Buch “Die Einsamkeit des Langstreckenläufers” denken.

Aber zuerst einige Fakten über das Sportevent: Beim TransEurope-FootRace laufen die Teilnehmer von Bari bis zum Nordkap. Der Lauf geht in 64 Etappen von Italien über Österreich, Deutschland, Schweden, Finnland zum Ziel in Norwegen.
Die dabei zurück zu legende Gesamtdistanz beträgt 4.485,6 km. Richtig gelesen. Die 68 gemeldeten Läufer (von denen heute noch 49 im Rennen waren) laufen eine Distanz von beinahe 4.500 Km. Die Etappenlängen liegen zwischen 44 und 95 Km. Läufer aus insgesamt 12 Nationen nehmen am Lauf teil.
Während ich mich intensiv frage, warum jemand diese unvorstellbaren Strapazen auf sich nimmt, muss ich wieder an Sillitoes “Einsamkeit des Langstreckenläufers” denken. Die Essenz aus dem Buch war, dass Colin - so die Hauptfigur im Buch - sich durch das Laufen einen Zugang zu seiner eigenen Identität erschlossen hat und begann, sich wirklich frei zu fühlen. So muss es wohl sein.
Einer der Teambetreuer mit denen wir heute gesprochen haben, hat die Frage, warum sich Menschen das eigentlich zumuten sehr clever und sympathisch mit der Gegenfrage “und warum fotografieren Sie?” beantwortet. Aha. Verstanden. Da geht es eben um eine Leidenschaft (und die schafft bekanntlich bisweilen Leiden, sonst würde sie ja nicht so heissen).
Zurück zum TransEurope-FootRace: Wir haben die 51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur unterwegs, an Checkpoints und am Ziel in Arvidsjaur begleitet. Das Gefühl der Einsamkeit und eisernen Willens umgibt diesen Megalauf. Beeindruckend mit welcher Selbstdisziplin sich die Läufer Kilometer für Kilometer vorwärts kämpfen, um am Ziel - so sah es zumindest für uns aus - völlig erschöpft anzukommen. Trotzdem waren einige Läufer noch zum einem kurzen Interview bereit. Beeindruckend.
Überhaupt haben wir heute nur freundliche und positive Menschen getroffen:
Engagierte Betreuer, die bereitwillig und gerne über Ihre Erfahrungen und Eindrücke gesprochen haben. Unglaublich positive Streckenposten an den Checkpoints, die geradzu Energie verspüht haben. Und vor allem: Passionierte und trotzdem freundliche und aufgeschlossene Läuferinnen und Läufer.
Auch die Organisation dieses Laufes ist ein Meisterwerk. Ein Fahrzeutross mit viel Equipment muss organisiert werden. Täglich muss die Route markiert werden. Schliesslich wäre nichts ärgerlicher, als irgendwo mitten in Lappland als Läufer “falsch abzubiegen”.
Die eigenwillige Bilderauswahl in der Galerie soll dem besonderen Flair Rechnung tragen und eine Hommage und ein grosses “Danke schön” an die Läuferinnen und Läufer sowie die Organisatoren und alle Helferinnen und Helfer sein.
-> Hier gehts zur Bidergalerie vom TransEurope-FootRace, 51. Etappe, Sorsele-Arvidsjaur (41 Bilder).
Und noch ein paar ergänzende Links für alle, die sich mehr mit dem Lauf beschäftigen wollen:
Hier die offizielle Homepage des Laufes.
Und hier wird der Knipserkollege Helmut Dietz, der selbst aus dem Marathonsport kommt, über die letzten Etappen bis zum Nordkap bloggen und berichten. Viel Freude und Erfolg Helmut!

Übrigens: Das im Artikel erwähnte Buch zum Verständis der Faszination des Laufens, Alan Sillitoes Einsamkeit des Langstreckenläufers können Sie über den Link zu Amazon bestellen (damit unterstützen Sie auch diese Website - denn das alles hier mache ich in meiner Freizeit.)
Mårdseleforsen
Heute soll es um die Route von Umeå ins Inland gehen. Viele Durchreisende und Urlauber nehmen die E 45 nach Lycksele. Eine durchaus sehr gut ausgebaute Strecke.
Viel schöner und beschaulicher ist indes die am Vindelälven entlang verlaufende 363. Diese Strecke ist zwar nicht so gut ausgebaut und kurvenreicher, bietet aber viele Kleinode und Kostbarkeiten.
Am Vindelälven befinden sich z. B. viele „forsar“ (pl., sing.: fors). Das sind Stromschnellen mit Wasserfällen, die bei höherem Wasserstand beeindruckende Naturschauspiele bieten. Einige davon sind auch mit Wegen und Grillplätzen erschlossen und laden so zu einer Rast ein.

Reissende Naturgewalten. Ein beeindruckendes Schauspiel.
Ein besonders schöner Platz ist z. B. Mårdseleforsen. Ungefähr 16 Km flussaufwärts nach Åmsele in Richtung Rusksele belegen bietet der Mårdselefors einen Rundpfad und einige sehr schöne Grillstellen. Auf mehreren Hängebrücken kann man über die Wassermassen schreiten und das Naturschauspiel geniessen. Gerade bei Sonnenschein und Hitze kühlen das Wasser und die Gischt die Temperaturen erträglich und erfrischend herunter.

Eine Hängebrücke über den Mårdselefors. Auf dem Schild an der Brücke steht (übersetzt): „Max. 2 Personen gleichzeitig, Gesamtlast 150 Kg, Abstand zwischen den Personen mindestens 1,5 Meter“ (und ich ergänze: Keinesfalls schaukeln, denn der Wind schaukelt hier schon genug! Und Sie sollten schwindelfrei sein.)
Eine der sehr schönen Grillstellen. Hier gilt: Bitte hinterlassen Sie den Platz sauber und ordentlich. Nehmen Sie alle Abfälle mit. Gerne dürfen Sie Feuerholz für die nächsten Gäste zurücklassen.

Der grosse Steg. Nicht schaukeln!
Und noch ein Blick in die Fluten.
Molnigt väder i Burträsk / Bewölktes Wetter in Burträsk

Vorsicht Kunst - Street photography in Umeå
Hier gehts zur Galerie
Våren har börjat i Umeå. Några intryck. OBS konst!
Klick här så kommer du till bildspelet

Vid 363:an mellan Rusksele och Sikselberg / An der 363 zwischen Rusksele und Sikselberg
SM i pimpelfiske i Norsjö 5.4.2009 / Schwedische Meisterschaft im Eisfischen in Norsjö 5.4.2009

Heute eine kleine Fotoreportage von der Schwedischen Meisterschaft im Eisfischen in Norsjö am heutigen Tage.
Zuerst aber einige Infos zum Eisfischen:
Das in Mitteleuropa relativ unbekannte Eisfischen (auf Schwedisch „Pimpelfiske“) ist hier Nationalsport. Beim Eisfischen werden die Fische von zugefrorenen Seen oder Flüssen aus durch ein Eisloch gefischt. Diese Art zu Fischen kann sehr ertragreich sein. Im Laufe eines Tages können mehrere Kilo gefischt werden.
Der Eisfischer benötigt für seinen Sport einige spezielle Ausrüstungsgegenstände (die Sie auch in der Fotoreportage wieder finden werden):
Eine Eisangelrute („Pimpelrute“). Verglichen mit einer normalen Angelrute mutet die Pimpelrute geradezu winzig an. Sie misst ca. 20-30 cm. Die Eisangelrute kommt ohne „Hi-Tech“ aus und hat nur eine einfache Rolle für die Aufbewahrung der Schnur. Damit sind Eisangelruten auch sehr günstig: Umgerechnet etwas zwischen 5 und 10 Euro.
Der Eisbohrer darf natürlich auch nicht fehlen. Er ist unverzichtbar um ein Loch in das Eis zu bohren. Auf Wettbewerben werden Handbohrer verwendet. Für den normalen Gebrauch gibt es auch motorgetriebene Eisbohrer.
Zum Eisbohrer gehört die Eiskelle. Sie wird verwendet, um Eisstücke aus dem gebohrten Loch zu entfernen.
Eine „Lebensversicherung“ für den Eisfischer sind die „Isdubbs“. Dazu lesen Sie in den nächsten Tagen hier einen separaten Artikel.
Hier gehts zur Bildergalerie mit 47 Fotos von Petra Fuelbert und Henning Wüst.
Klick här, så kommer du till bildspelet (47 foton) med foton av Petra Fuelbert och Henning Wüst.

Knallbunte Farben in Skellefteå

På vägen till Umeå II / Auf dem Weg nach Umeå II
Etwas ungewöhnlich: Rentiere vor Tavelsjö. Eigentlich zu südlich.

(Upptäckt just utanför Tavelsjö)
Umeå: Modern konst / Moderne Kunst

På vägen mellan Tavelsjö och Umeå / Auf der Strasse zwischen Tavelsjö und Umeå

(Mellan Tavalsjö och Umeå)
Solen på Vindelälven i Åmsele / Sonne über dem Vindelälven in Åmsele

(Upptäckt i Åmsele)
Gedanken an den Winter: Åmsele und das Vindelälvsdraget

En dag i Umeå / Ein Tag in Umeå


Vindelälvsdraget 2008

Vindelälvsdraget är världens största draghundsstafett. Idag har vi varit dit (växel Vindelgransele och mål Björksele). Fascinerade och fantastisk och mycket familjärt. Tack!
Jag har tagit ca. 1000 foton idag. Deltagare är välkomna att får foton av de och deras team (om det finns foton av de). Skicka gärna en emalj (wuest [at] lapplandblog.eu).
Klick här, så kommer du till bildspel (52 foton)
Das Vindelälvsdraget ist das weltweit längste Staffelrennen für Hunde. Heute waren wir dort (Staffel-Wechselpunkt Vindelgransele und Tagesziel Björksele). Faszinierend und fantastisch und sehr familiär! Danke!
Teilnehmer dürfen sich gerne melden. Ich habe heute ca. 1000 Fotos gemacht. Wenn ein paar schöne Aufnahmen von Ihnen und Ihrem Team dabei sind, sende ich Ihnen diese gerne per Mail zu. Fragen Sie einfach an (wuest [at] lapplandblog.eu).
Hier gehts zur Fotogalerie (52 Fotos)

EM i Draghundskörning Skellefteå 2008 / Schlittenhunde EM 2008 in Skellefteå

Auf den Einsatz der Schneekanone konnte dank unfassbarer Schneemassen verzichtet werden.

Dieser Hund (ich tippe mal auf Hound) hat eine ziemlich lange Schnuffel :)

Der gigantisch grosse Schöpflöffel hat die Fotografin fasziniert. Der Hunger ist gross.

Hier hat ein Musher die Ösen zum Anbinden der Hunde kurzerhand an die Autokarosserie geschweisst. Was der TÜV wohl dazu sagt?
Dagen i Lycksele / Der Tag in Lycksele
Derzeitiges Wahrzeichen Nummer 1 der Stadt: Der überdimensionale Schneemann.

Wahrzeichen Nummer 2: Die gefrorene Fontäne am Ume Älv.

(Wegen regem Freitagnachmittagsverkehr auch hier beide Fotos aus dem fahrenden Auto.)
Zum Beschluss noch ein schöner Blick auf den Ume Älv.

Utsikt på frusen Skellefte Älv / Aussicht auf den gefrorenen Skellefte Älv
En dag i Storumans område / Ein Tag in der Gegend von Storuman



Dagen i Källan-Hotellet / Ein Tag im Hotel Källan
Mera Information finns det här på Källan Hotellets Hemsidan.
Nicht weit von Malå antfernt gibt es im Åmliden das Hotel Källan. Es ist sehr malerisch in der Nähe des höchsten Berges in Västerbotten, des Åmlidenberg (551 ü. M.), belegen. Das Hotel eignet sich hervorragend, um einzeln oder in der Gruppe Kräfte zu sammeln und/oder sich strategisch neu auszurichten. Auch für Konferenzen und Tagungen ein echter Geheimtipp!
Mehr Informationen hier auf der Homepage des Hotels.

Aussenansicht / Framför Källan-Hotellet

Fotografisch reizvolle Fassade / Trevligt att fotografera

Wellness-Bereich / Innan Hotellet

Blick nach aussen (mit Selbstportrait) / Utsikt på utåt
Påminnelse: Gratis kalender för året 2008
Abenteuerliche Fahrt nach Skellefteå

Baumgruppe im verregneten Nebel in der Nähe von Boliden.
Ein Blick über den Skellefte-Älv mit Blick auf einen der alten Träger der längsten Seilbahn der Welt. Aber dazu schreibe ich demnächst mal etwas ausführlicher.















