Ich liebe Belegexemplare - "Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter"

Alle Phasen des fotografischen Schaffens haben ihre speziellen Highlights. Selbst nach der Beendigung eines Auftrages: Belegexemplare.

Am Freitag ist wieder ein ganz wunderbares Belegexemplar hier eingegangen:

Das Buch “Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter” von Fredrik Kullberg. Druckfrisch vom ICA Bokförlag.

Auf Deutsch: “Die 100 bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten in Schweden”.

Der Autor beschreibt in dem kleinen Bildband, der als Reiseführer der besonderen Art aufgemacht ist, auf 128 Seiten 100 besonders attraktive Plätze in ganz Schweden. Einige davon liegen auch in Väster- und Norrbotten.

Im vergangenen Jahr waren wir im Rahmen eines grossen Tourismusprojektes im Umkreis von etwa 500 Km unterwegs und haben eine Menge touristischer “Points of interest” (wie es so schön auf Neudeutsch heisst) fotografiert. Darunter auch einige, die im jetzt neu erschienenen Reiseführer der besonderen Art enthalten sind.

Das Projekt hatte unglaublich viel Spass gemacht und daher freuen wir uns über das Belegexemplar der Neuerscheinung ganz besonders. Umso mehr, als wir auch noch - quasi als “Leckerli” - ziemlich zentral auf dem Cover zu sehen sind :)

Das Buch sei allen, die die besonderen Seiten Schwedens kennen lernen wollen, warm ans Herz gelegt.

Mehr Infos zum Buch gibt es hier und hier.

Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter

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Gastbeitrag auf FOTOGRAFR.de - Buchrezension Dr. Endress Wanckel: Foto- und Bildrecht

Für FOTOGRAFR.de, das Magazin für Fotografie, habe ich einen Gastbeitrag verfasst, der nun online abrufbar ist. Eine Buchrezension zum „Foto- und Bildrecht“ von Dr. Endress Wanckel. Ein sehr gutes und sehr nützliches Buch. Mehr dazu in der ausführlichen Rezension.

-> Hier gehts zum Beitrag auf Fotografr.de

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Rezension: “Stockfotografie” von Robert Kneschke

Rezension: “Stockfotografie” von Robert Kneschke

Rezension: “Stockfotografie” von Robert Kneschke<br />
- this shot by petra fuelbert -


Intro

Zu diesem Buch kommt mir ein bedeutungsschwerer Satz in den Sinn:

Know-How ist wie Liebe: Es wächst und nimmt zu, wenn es weiter gegeben und geteilt wird.

Ich lasse die Katze gleich zu Beginn aus dem Sack: “Stockfotografie” von Robert Kneschke ist ein Buch, das mich begeistert. Und das aus einer ganzen Reihe von Gründen.

Und noch etwas möchte ich gleich am Anfang klarstellen: Ich ziehe ich meinen Hut, dass Robert in diesem Buch eine so unglaublich grosse Fülle an wertvollem und verwertbarem Know-How weitergibt. Alle Achtung und ein grosses Kompliment. Denn Robert ist einer der nicht allzu vielen Fotografen in Deutschland, die von reinem Stock ganz gut leben können. Er hätte also eigentlich gar keinen Grund, grosse Teile seines Know-Hows so offen zu teilen.

Die Rezension

Wie immer zuerst zu den “Äusserlichkeiten”: Das Buch kommt im Format etwas über DIN A5 daher (17x24 cm) und hat 416 Seiten. Das Druckbild ist sehr angenehm. Wichtige Hinweise und Anmerkungen sind praktisch und zugänglich in kleine graue Kästchen an den Layoutrand gerückt. Mich stört einzig, dass das Papier etwas zu sehr “glänzt”. Ich habe die Leselampe direkt über meinem Schreibtisch, was das Lesen teilweise erschwert hat. Keine grosses Problem allerdings, denn bei 40 Grad Neigung auf dem Leseständer sind die Reflektionen wieder verschwunden.

In anderen Rezensionen wurde bereits darauf hingewiesen, dass der Hauptteil des Buches in Schwarz/Weiss gehalten ist. Ab Seite 385 findet sich im Anhang B ein farbiger Bildteil. Ich finde diese Lösung sehr gut, denn dadurch werden Druckkosten gespart. Und das schlägt sich unmittelbar im Preis nieder: Mit 24,95 Euro ist das Buch ein echtes Schnäppchen.

Vergleichende Anmerkung dazu am Rande: Vor einigen Monaten hatte ich mir - mehr aus Neugier - ein anderes Buch zum Thema Stockfotografie bestellt, das mich masslos enttäuscht hatte. Dieses bot in knapp über 100 Seiten für 14,95 Euro nur äusserst spärlichen Inhalt (nichts verwertbares) und war schlicht ein Totalausfall. Schade um jeden Baum, der für das Buch gefällt werden musste. Ganz anders indes “der Kneschke”: Geballtes Know-How zum sensationsverdächtigen Preis-/Leistungsverhältnis!

Nun aber zum Inhalt. Autor und Lektor haben eine sehr gute Arbeit abgeliefert. Das Buch zeichnet sich durchgängig durch eine flüssige, gut lesbare und trotzdem der jeweiligen Problemtiefe angemessene Sprache aus. Das Lesen selbst längerer Textpassagen ist angenehm und nicht anstrengend.

Das Buch besteht aus zwei Hauptteilen. Im ersten Teil (Teil A, Seite 13-174, Kapitel 1-14) geht es ums “Fotos machen”. Im zweiten Teil (Teil B, Seite 175-362, Kapitel 15-30) gehts es dann ums “Fotos verkaufen”. Ergänzend kommen 2 Anhänge hinzu. Im bereits erwähnten Anhang B finden sich viele Farbfotografien. Im Anhang A finden sich ein gut gemachtes Glossar, Textmuster und jede Menge aktuelle Weblinks.

Der Verlagswerbung nach richtet sich das Buch “sowohl an Neulinge in dem Bereich der Stockfotografie, die mit ihrem Hobby ein paar Euro nebenbei verdienen wollen, als auch an Hobby-Fotografen, die schon seit Jahren Fotos verkaufen und nun den Sprung in die Profi-Liga schaffen wollen.” Eine grosse Herausforderung, diese unterschiedlichen Niveaus “unter einen Hut zu bringen”. Kann das Werk diesem Anspruch genügen? Meiner Ansicht nach ja, denn die sehr gute und detaillierte Gliederung gibt dem fortgeschrittenen Leser die Möglichkeit, sich zunächst gezielt seinen Wunschthemen zu widmen.

Kleiner Exkurs dazu: Angenommen ein potentieller Buchkäufer versteht sich bereits gut auf die technisch-fotografischen Aspekte und ist primär an der Funktionsweise des Stockfotografie-Marktes und an den Feinheiten der Verkaufsseite interessiert. Dieser Leser würde im ersten Teil des Buches auf 4 Kapitel verzichten können. Würde sich der Rest des Buches dann trotzdem noch lohnen? Absolut, denn immerhin blieben noch 26 Kapitel mit wichtigem Inhalt übrig. Ergo: Wer sich schon auf die Grundlagen der Fotografie versteht und sich speziell mit dem Fotoverkauf über Stock beschäftigen möchte, liegt mit dem Buch auch völlig richtig. Denn gerade in den Stock-spezifischen Kapiteln kann Robert sein Insiderwissen besonders gut ausspielen und an die Leserin und den Leser bringen.

Übrigens: Die bereits “fotokundigen” Leser sollten in jedem Fall der Versuchung widerstehen, lediglich den zweiten Teil des Buches zu lesen. Denn auch im ersten Teil stecken jede Menge spezifische Informationen zur Stockfotografie. Das fängt schon mit der - eigentlich ziemlich grundlegenden Frage - nach den geeigneten Motiven für Stock in den Kapiteln 5 und 6 an.

Zurück zur Gliederung: Gliederungen sind im Regelfall ein genereller Masstab dafür, wieviel sich ein Autor mit der Materie auseinander gesetzt, und diese durchdrungen hat. Und an dieser Stelle kann ich Robert nur ein dickes Lob aussprechen. Es ist ihm gelungen, das Thema umfassend abzudecken und übersichtlich und nachvollziehbar zu gliedern. Die einzelnen Kapitel (und grösstenteils auch Unterabschnitte) sind aus sich selbst heraus verständlich (d.h. sie sind „einzeln“ lesbar).

In diesen Zusammenhang gleich noch ein weiteres dickes Lob: Manche Punkte verraten, wie intensiv Robert in der Materie beheimatet ist. Wichtige Punkte, die allerdings nicht ohne weiteres offensichtlich sind. Als ein Beispiel seien die Ausführungen in Kapitel 20.5 genannt. Dort geht es um die Sensibilisierung für die Frage, was mit den bei Bildagenturen online gestellten Bildern beim Tod des Fotografs geschieht. Robert bietet natürlich keine erschöpfende erbrechtliche Aufarbeitung der Frage. Das ist selbstredend, denn dies ist Sache der Spezialisten und würde vom Umfang her an den Umfang von Roberts Buch heranreichen. Aber er sieht das Problem, greift es auf und gibt einige sehr gute Praxistipps, an was der Fotograf sinnvollerweise zu Lebzeiten denken sollte, um die Situation für seine Erben (bzw. einen Vermächtnisnehmer) handhabbar zu machen.

Das führt uns zu einem weiteren Einwand, der grundsätzlich allen Handbüchern und Kompendien gegenüber gebracht werden kann. Ist der Tiefgang bei allen behandelten Themen - und das sind ja nicht wenige - ausreichend? Die Antwort fällt geteilt aus. Wer ein fototechnisches Grundlagenbuch sucht, liegt hier vermutlich falsch, auch wenn Robert viele grundsätzliche Fragen in diesem Bereich mitbehandelt. Wer einen umfassenden Rechtsratgeber zum Fotorecht sucht, liegt auch falsch. Denn in diesem Buch geht es zunächst um Stockfotografie-spezifisches Know-How und die Verzahnung dessen mit verschiedenen anderen fotografischen und nichtfotografischen Themen. Und gerade diese Verzahnungen, z.B. mit dem Erbrecht, machen das Buch besonders wertvoll (ohne in den Randbereichen ein spezielles Fachbuch oder eine Beratung ersetzen zu können und vermutlich auch zu wollen).

Interessant finde ich übrigens auch, dass Robert seine Weitsicht und die Einsicht in die Dynamik der Materie beweist, indem er sich auch den Themen Stockaudio und Stockvideo annimmt.

Besonders spannend wird es dann natürlich im zweiten Teil des Buches. Hier legt Robert einen ersten Schwerpunkt auf die in der Praxis besonders wichtige und besonders oft vor Probleme stellende Verschlagwortung. Anschaulich und mit vielen Tipps - und wertvollen Links - erklärt und beschreibt er die verschiedenen Möglichkeiten.

Besonders informativ und hilfreich sind auch die Tipps und Hinweise zur Auswahl der passenden Agentur nebst einer aktuellen Übersicht von 17 Agenturen, die derzeit “trendy” sind. Auch das Thema Statistik und Beurteilung derselben kommt nicht zu kurz. Schliesslich gilt es ja, die eigenen Portfolios immer weiter zu optimieren.

Hilfreich schliesslich auch die Hinweise im Kapitel 26 (Versicherungen und Vereine), insbsondere der Hinweis zur Berufsgenossenschaft Druck und Papier. Gerade weil die Pflichtmitgliedschaft in Berufsgenossenschaften für diverse Berufsgruppen ein lang veraltetes Markthindernis ist (das schön längst abgeschafft sein sollte), ist es z. B. besonders wichtig zu wissen, dass deren Damoklesschwert über praktisch allen Stockfotografen schwebt.

Das Kapitel zum Thema Steuern - leider oft ein abschreckendes Thema in vielen Büchern - wird dem Leser praxisnah vermittelt. Ich hätte vielleicht noch den Hinweis ergänzt, dass die Inanspruchnahme externer Hilfe dem Stockfotografen hier die Möglichkeit bietet, sich mehr auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Erstaunlich und unerwartet schliesslich ein - allerdings sehr kurzes - Kapitel zu möglichen Berufserkrankungen.

Wiederum sehr hilfreich - und zugleich auch sehr sympathisch - ist das Kapitel 29, in dem Robert nicht nur die Einnahmen verschiedener international bekannter Stockfotografen, sondern auch Teile seiner eigenen Zahlen zusammen getragen hat. Das hilft dem Leser, ein “Gefühl” für das Marktvolumen und die zu erzielende Grösse individueller “Kuchenstücke” zu gewinnen.


Fazit: Robert Kneschke zeigt in diesem umfangreichen, aktuellen und unterhaltsamen Buch auf, was ein gutes, d.h. gut verkäufliches, Stockfoto ausmacht und wie Sie Stockfotos bestmöglich verkaufen können. Er behandelt nicht nur die Kernbereiche der Thematik ausführlich, sondern widmet sich auch vielen verzahnten Themen, die im Zusammenhang mit der Stockfotografie stehen.

Von mir gibt es für das Buch eine klare Bestnote mit Empfehlung!

Hier gibt es Leseproben auf der Homepage des Verlages, auf der das Buch auch direkt bestellt werden kann.

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Rezension - Dr. Martina Mettner: "Wie man ein grossartiger Fotograf wird - Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft"

Rezension - Dr. Martina Mettner: „Wie man ein grossartiger Fotograf wird - Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft“
von Petra Fuelbert (Knipserfrau und auch sonst kreativ) und Henning Wüst (Knipser)

Prolog von Petra Fuelbert

“Oh, ein Päckchen! Ist das für mich?”

Er kam die Tür hinein. In seinen Arm schmiegte sich ein Päckchen. Die Hunde begrüssten ihn und er hatte seine Mühe bis an den Tisch zu gelangen. Sicherlich dachten auch sie, er hätte ihnen etwas mitgebracht.

“Kannst du öffnen, ist ein Buch drin. Für eine Rezension.”

Das “aha” dachte ich mir. Wieder keine Post für mich. Neben Papiergekruschel erzählte er mir von seinem Tag und hielt etwas Rötliches in der Hand und blätterte ein kleines Buch durch, dessen Seiten im Eiltempo Schatten an die Wand warfen. 

Da lag es nun. Auf seinem Arbeitstisch. Unter einem Briefkuvert.
Ein Tag. Zwei, drei Tage. Still lag es da und lugte rötlich in den Raum hervor.
Ich schielte tagsüber oft zu dem wartenden Büchlein hin. Nichts deutete auf den Inhalt hin. 
Meist verrät der Umschlag dir, was die innen beschriebenen Blätter beherbergen. Hier? Nichts. 
Da lag es nun. Das geheimnisvolle Rötliche. 

Mein Inneres überschlug sich beinahe und am vierten Abend platzte ich: “Um was handelt es sich denn?”
”Was?”
”Naja, dein neues Buch. Das da. Um was geht es da im Buch?”
”Um Fotografie.”

Um Fotografie. Klar. Nicht um Reisen, nicht ums Auswandern, keine Kochrezepte, nein. Natürlich, es geht ums Knipsen. Dieses Mal in rötlich. Unverständnis machte sich in mir breit. Ein Buch über Fotografie hat doch immer Bilder auf dem Umschlag oder wenigstens einen Apparat, da der Käufer von Beginn an mit dem Inhalt konfrontiert werden muss. Kaufanreize auslösen, las ich da mal irgendwo. Hatte etwas mit Kaufpsychologie zu tun.

Ich räumte den Tisch ab und meine Zeigefingerspitze berührte den rötlichen Umschlag. Ich stutzte und mein Hirn stolperte: “Fotografie?” Ein güldener Schriftzug bestätigte die Aussage. ”Wie man ein grossartiger Fotograf wird” stand da zu lesen. Tatsache. Es scheint sich um Fotografie zu handeln.

Ausgelöst durch die erste Berührung mit dem Umschlag umfasste meine Hand das Büchlein fast ehrfürchtig und hielt es in die Höhe. Geschmeidiger Umschlag, dezent, fast zärtlich legte
sich das Rötliche in meine Hand. 

Normal fasse ich nur selten Bücher an, doch ich ertappte mich dabei, wie ich es still durchgeblättert und mir die Bilder angeschaut habe. Kleine Textabschnitte und gut leserlicher Schrifttype. Die Überschriften klar gestaltet. 

“Das ist der Knüller! Absolut perfektes Geschenk für jemanden. Egal ob jung oder alt. Unauffällig, absolut ästhetisch.”
“Findest du?”
“Ja!”

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- Behind the scenes - Bei der Lektüre zur Rezension -
- This shot by
Petra Fuelbert -


Epilog von Henning Wüst

Da liegt es vor mir. Bereits dreifach gelesen. Es fühlt sich gut an. “Das Buch ist ein dreidimensionaler Gegenstand” kommt mir in den Sinn. Ein Zitat, auf das ich vor etlichen Jahren in einer Ausgabe der Typographischen Monatsblätter erstmals gestossen bin. Und diesem Buch merkt man an, dass jemand am Werk war, der um dieses Zitat wusste. Bereits das reine Buch spricht alle Sinne an. Es fühlt sich gut an mit dem textilbelegten, flexiblen Einband und den kräftigen, hochwertigen Seiten. Rein optisch im echten Hasselblad-Feeling, denn das Werk ist beinahe quadratisch. Macht Lust und Laune.

Ich lasse mir den Titel  “Wie man ein grossartiger Fotograf wird - Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft” nochmals auf der Zunge zergehen bevor mich dann die Neugier in das Buch hinein treibt.

Das Vorwort verstärkt den Appetit auf den Inhalt noch weiter. Es macht aber zugleich auch deutlich, dass das Buch herausfordernd und wegweisend sein will. Es geht nicht um das “wie soll ich dies und jenes fotografieren”, sondern um den Weg zur “fotografischen Selbstverwirklichung” im wahrsten Sinne des Wortes. Und das setzt voraus, auch hier ist die Autorin sehr deutlich, dass es da ganz individuell überhaupt etwas zu verwirklichen gibt.

Vom Vorwort verwöhnt geht es nun zur Sache. Und da gefällt mir der Einstieg ins das erste Kapitel auf Anhieb nicht ganz so gut. Plötzlich tauchen da etliche Fachbegriffe auf, die den unbedarften Leser vielleicht abschrecken. Ich bin mir nicht sicher, ob der Anfang des ersten Kapitels gleichsam einen “Filter” darstellen soll. Vielleicht soll auch nur die leider allgegenwärtige Technikorientierung pointiert werden. Beides wäre indes ein lobenswert guter Ansatz. Im zweiten Kapitel verdeutlicht die Autorin dies auch sogleich nochmals: Wer sich für Technik begeistert und auch gerne in diese verliebt ist, möge Kameratechniker - also Handwerker - werden, aber nicht Fotograf - also Künstler.

Über den Mythos der Kommerzialisierung und den Einfluss der Neuen Medien gelangt die Autorin dann zu einer unerwarteten Grenzziehung. Die Zeit der uns bekannten und vertrauten Fotografie des 20. Jahrhunderts ist vorüber. Ein neuer Gesamtansatz ist gefragt. Sie verdeutlicht das plausibel. Einfach gesagt: Es ist eigentlich bereits (beinahe) alles fotografiert. Das schönste Einzelmotiv wird heutzutage kaum mehr weltbewegende Begeisterungsstürme hervorrufen. Zudem ist der klassische Fotojournalismus verbraucht und die Zeiten der echten Street-Photography sind bereits aus rein rechtlichen Gründen passé, usw. 

Überhaupt und generell findet die Autorin oft recht deutliche Worte um Misstände, sie sich aus ihrer Sicht eingeschlichen haben, beim Namen zu nennen. Gut möglich, dass die Leser das Buch gelegentlich getroffen aus der Hand legen. Aber so ist das nun einmal mit herausfordernden Werken. Und das ist gut so. Gibt es doch auch willkommene Gelegenheit und Zeit zur Eigenreflektion.  

Dr. Mettner beleuchtet ihren wegweisenden Gesamtansatz im Folgenden vertiefend in verschiedenen Exkursen, die - parallel laufend - zur fotografischen Projektorientierung hin weisen. Das Zauberwort der Zukunft wird nach Ansicht der Autorin “Fotoprojekt” heissen. Weg vom Einzelbild - so pittoresk das Motiv auch sein mag - hin zum Zusammenhang, der etwas aussagt und damit das eigentlich Fotografische entfaltet. In Neudeutsch geht das in die Richtung des “Storytelling” mit Bildern. Dazu ermutigt die Autorin im zweiten Teil des Buches mit verschiedenen eigenen Beispielsprojekten, die sie ausführlich vorstellt. 

Der Ansatz ist gut, wenn nicht gar bestechend. Note bene am Rande: Auch die “Ausstellungstauglichkeit” fotografischer Werke ist heutzutage praktisch nur noch über den Projektansatz realisierbar. Der schöne Nebeneffekt liegt darin, dass sich hier die natürlich Neugier, die Interessen und Neigungen des Künstlers, sprich Fotografen, mit seiner Fotografie verbinden lassen. So können Gesamtkunstwerke “aus einem Guss” entstehen, die etwas aussagen und den Betrachter ansprechen können. Ein solches Projekt kann einen kleineren zeitlichen und inhaltlichen Rahmen abdecken oder auch einen mehrmonatigen oder gar mehrjährigen Zeitraum mit einem korrespondierend umfassenderen Thema umfassen.

Mir gefallen der Ansatz und der Weg, den Frau Dr. Mettner aufzeigt. Ich habe mich ab dem zweiten Kapitel wie der “Fisch im Wasser” in der Materie gefühlt. Wahrscheinlich liegt das darin, dass ich selbst meistens in den Kategorien von projektorientierten Reportagen denke und arbeite.

Allen fotografisch interessierten Menschen, die weg von den technischen Aspekten und hin zum “Spirit” in der Fotografie vordringen wollen, kann ich das Buch als “must read” nur wärmstens empfehlen und ans Herz legen.  

-> Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit hier auf der Homepage der Autorin


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TIPP - Neuerscheinung: Alltag in Schweden - Auswandern, Leben und Arbeiten

-> UPDATE JUNI 2010: MITTLERWEILE LIEGT DIE ZWEITE AUFLAGE VOR. MEHR DAZU HIER.

Vor ein paar Tagen ist mir eine sehr interessante Neuerscheinung auf den Schreibtisch geflattert: Das neue Buch „Alltag in Schweden - Auswandern, Leben und Arbeiten“ von Delia Kübeck, erschienen im Conbook-Verlag.

Das Werk verspricht, ein praktischer Ratgeber für alle Neuankömmlinge zu sein. Und das ausführliche Inhaltsverzeichnis macht wirklich Laune. In 33 Kapiteln findet sich so ziemlich alles, wonach üblicherweise gefragt wird.

Mir scheint das Werk nicht erst für die Neuankömmlinge, sondern generell für alle ernsthaft am Thema Auswanderung Interessierten ein echter Geheimtipp zu sein.

Wer gleich noch mehr wissen will findet auf der Homepage des Conbook Verlages hier mehrere Leseproben als PDFs.

Das Buch wandert jetzt auf meinen Nachttisch und ich freue mich sehr auf die Lektüre. Eine umfassende Rezension folgt nach der detaillierteren Lektüre :)

Am einfachsten können Sie das Buch direkt hier bei Amazon bestellen:



(Affiliate link - Sie zahlen keinen Cent mehr und unterstützen damit trotzdem unsere Website)




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Rezension: Hiltrud Baier - Schwedenträume - Neubeginn im hohen Norden

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Kürzlich habe ich berichtet, dass mit ein Rezensionsexemplar des neuen Werkes von Hiltrud Baier auf den Schreibtisch geflattert ist.

„Schwedenträume - Neubeginn im hohen Norden“ heisst das neue Werk, das gerade im Books on Demand Verlag erschienen ist.

Es ist ein Buch über die Liebe und über das Auswandern. Wobei ich mich frage, ob es in Europa nicht vielleicht in Zukunft nur noch “umziehen” statt “auswandern” heissen müsste. Aber das ist eine andere Frage.

Hiltrud nimmt uns mit auf Ihre ganz persönliche Reise und die beginnt mit der Liebe. Noch in Deutschland lernt Sie Tom, Ihren neuen Partner kennen, der Ihr nach kurzer Zeit eröffnet, dass er demnächst nach Schweden auswandern wird. Zunächst ist Sie wie erschlagen, doch die Liebe siegt. Zunächst die Liebe zum Tom, dann die Liebe zu Schweden.

So nimmt uns Hiltrud in Ihrem Buch mit auf Ihre oft nicht ganz problemlose Reise. Das Buch ist dabei sehr ansprechend nach Monaten gegliedert (ein Jahr von April bis März).

Mit gefällt die Beschreibung Ihres “Loslösungsprozesses” sehr gut. Wer das persönlich auch schon erlebt hat wird wissen, was ich damit meine.

Faszinierend ist, wie Hiltrud in Ihre ganz persönliche Geschichte jede Menge wertvoller Informationen über Schweden, die hiesige Mentalität, das Alltagsleben mit den Alltagssorgen und auch spezielle Themen, wie z. B. Behördenkontakte, integriert.

Das macht das Werk zur hochaktuellen Informationsquelle für alle, die sich auch mit dem Gedanken ans „Umziehen“ nach Schweden befassen. Ein Beispiel: Hiltrud schildert sehr schön - und nach eigenen Erfahrungen absolut zutreffend - wie man sich in Schweden richtig bewirbt.

Auch die von Ihr geschilderten Probleme mit dem Erlernen der Sprache sind plastisch und hilfreich aufbereitet. Sie schildert Ihren Alltag ganz ehrlich und authentisch.

Mein einziges Minus ist typographischer Natur: Der Satzspiegel mit sehr sparsamen Trennungen und einem für mein Auge sehr unruhigen “Flatterrand” ist unschön. Aber das lässt sich in der nächsten Auflage bestimmt noch perfektionieren.

Fazit: Die Autorin nimmt uns mit auf eine spannende, lehrreiche und unterhaltsame Reise. Ein gut und angenehm lesbares Werk, das ich allen über Auswanderung nach Schweden nachdenkenden Menschen sehr empfehlen möchte. Ein echter Lesetipp!

Und dem Schluss des Buches nach zu schliessen, wird es bald auch noch einen Band 2 mit weiteren Einsichten und Informationen geben.

Mehr zum Werk und zur Autorin finden Sie auf dieser Website.

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Schwedenträume - Neubeginn im hohen Norden

Gerade flattert mir das neueste Buch von Hiltrud Baier „Schwedenträume - Neubeginn im hohen Norden“ als Rezensionsexemplar auf den Schreibtisch. Hiltrud berichtet übers Auswandern und die unglaubliche Schönheit Lapplands - da kann ich nur zustimmen.

Weitere Infos gibt es auf Hiltruds Homepage www.norrbooks.com. Das Buch ist bereits als Abendlektüre für die nächste Woche gebucht und eine ausführliche Rezension folgt.

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Britta Stenberg: Kristus i berget

Nun gut, die Bezeichnung Winterliteratur passt nicht. Aber das Buch ist so gut, dass ich es auch im Sommer unbedingt empfehle. Aber zur Sache:

Britta Stenberg, eine in Malå lebende schwedische Schriftstellerin, hat gerade ihr neuestes Buch vorgestellt.
"Kristus i berget" ("Kristus im Berg") greift die tatsächlichen Geschehnisse des Wallfahrtsortes Kristineberg auf, und entwickelt von ihnen ausgehend eine spannende Geschichte.

Die Autorin hat - ausgehend von den geschichtlichen Fakten - eine fiktive Erzählung aufgebaut. Faszinierend finde ich insbesondere die vielen guten Gedanken und Fragen rund um das Geschehen in Kristineberg, die den Leser zum eigenen Nachdenken und Meditieren einladen.

Bislang gibt es das Werk nur in schwedischer Sprache. Trotzdem ein unbedingter Lesetipp!

Britta Stenberg
Die Verfasserin, Britta Stenberg.
Kristus i berget Britta Stenberg
Ein Blick auf das Cover des neuen Werkes.

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Literaturtipp 1: "Der Alchimist" von Paulo Coelho

Besucher unserer Webcam wissen, dass es hier mittlerweile sehr früh (so gg. 15 Uhr 30) finster wird. Was tun mit den langen Abenden und Nächten? Das hat mich auf den Gedanken gebracht, hier immer wieder einmal Bücher vorzustellen und zu empfehlen, die mich persönlich fasziniert und ein Stück auf meinem Weg weiter gebracht haben.
Heute also der Anfang. Ein echter Geheimtipp ist "Der Alchimist" von Paulo Coelho. Obwohl bereits 1988 erstmalig erschienen, ist das Werk im deutschsprachigen Raum (leider!) ziemlich unbekannt. Damit meine Inhaltsangabe nicht parteiisch wird,
zitiere ich diese gekürzt und leicht abgewandelt aus der Wikipedia:
"Der junge Andalusier Santiago möchte reisen. Um seinen Traum zu verwirklichen, widersetzt er sich dem Wunsch seines Vaters, Priester zu werden. Er wird Schafhirte. Als Santiago mehrfach von einem Schatz bei den Pyramiden träumt, beschließt er, seine Herde zu verkaufen und sich auf den Weg nach Ägypten zu machen. Auf seiner Reise geht es auf und ab: Er lernt einen König, einen Kristallwarenhändler und einen jungen Engländer kennen, der davon träumt, Blei in Gold zu verwandeln. Er wird seiner ganzen Habe beraubt, es übermannen ihn Triumphgefühle und tiefe Zweifel, bis er, von verschiedenen Zeichen geleitet, in einer Oase seiner großen Liebe und einem weisen Alchimisten begegnet, der ihn das letzte Stück zu seinem Schatz führt. Als er schließlich die Pyramiden erreicht, schliesst sich der Kreis seines Lebens."
Ein Buch, das mir kürzlich ein besonders lieber Freund geschenkt hat (Danke Y!) und das mich geradezu "umgehauen" hat. Und ich verspreche Dir, lieber Leser: Du kommst auch drin vor!
 Unbedingt lesen!

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