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iWatermark Pro - Batch Watermarking im Test

iWatermark Pro - Batch Watermarking im Test

Einleitung

Der “Bilderklau” - gerade im Internet - nimmt immer dreistere Formen an, wie jüngste Beispiele aus der fotografischen Blogwelt deutlich illustrieren. Und wer selbst einmal die Zugriffsstatistiken seiner Homepage oder seines Blogs auf Detailniveau studiert, wird nahezu garantiert fündig. Teilweise werden Bilder einfach geklaut und als eigene Bilder des Diebes verkauft (ideell oder gar kommerziell), teilweise werden Bilder mit Deep-Links direkt anderswo eingebunden. Ersteres offenbart gesteigerte kriminelle Energie, zweiteres generiert kostenpflichtigen Traffic.

Wie schützen, lautet die gute Frage. Auf dem Markt streiten unsichtbare Wasserzeichen gegen sichtbare Wasserzeichen. Die Unsichtbaren, die mit spezieller Software direkt in die Bilddateien hinein geschrieben werden, geniessen nicht den besten Ruf. Zudem haben sie keine abschreckende Wirkung. Werden Bilder geklaut und skaliert und/oder komprimiert ist zudem fraglich, inwieweit sie erhalten bleiben. Die Spezialanbieter halten sich mit konkreten Angaben dazu meistens sehr bedeckt.

Aus diesen Gründen halte ich sichtbare Wasserzeichen für die bessere Alternative. Ein grösseres sichtbares Wasserzeichen zu entfernen ist in aller Regel mit so grossem Aufwand verbunden, dass von der Aktion Abstand genommen wird. Ausserdem können mit sichtbaren Wasserzeichen auch die für eine Kontaktaufnahme wichtigen Informationen (z.B. Name und/oder Webadresse) mit verbreitet werden. So kann ein Bilderklau möglicherweise sogar zum viralen Marketing mutieren.

Unter Fotografen ist das Thema Watermarking auch eine Philosophiefrage. Die meisten Fotografen stempeln ihre Bilder allerdings mittlerweile mit Watermarks. Manche Kolleginnen und Kollegen halten allerdings prinzipiell nichts davon. Andere machen es nur bei Bildern, die so gross sind, dass sie im Print verwendet werden könnten. Ich will hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, sondern beschränke mich auf meine eigene Meinung. Und die lautet: „Ja“ zum Wasserzeichen.


iWatermark Pro

Womit wir beim eigentlichen Thema wären. Wie lassen sich Bilder einfach und zuverlässig, und im Batch mit flexiblen Wasserzeichen versehen? Seit mehreren Jahren setze ich dafür iWatermark ein. Die Software hat jetzt einen Versionssprung gemacht und aus iWatermark ist iWatermark Pro geworden. Dieses Review basiert auf der Version 0.96b2, d.h. auf einer sehr weit fortgeschrittenen Beta. Die Beta ist bereits käuflich erwerbbar und wer bislang bereits iWatermark eingesetzt hat, bekommt die neue Version übrigens zum Vorzugspreis.


Systemvoraussetzungen

Das neue iWatermark Pro gibt es zur Zeit ausschliesslich für den Mac. Es setzt mindestens MacOS 10.5 voraus und ist bereits für das kommende MacOS 10.7 optimiert. Sehr erfreulich ist, dass unter MacOS 10.5 auch noch die alte PowerPC Systemarchitektur unterstützt wird.

Neu ist, dass nun ebenfalls eine Version für iPhone und iPad existiert.

Windows Anwender (WinXP+) müssen sich derzeit noch mit der klassischen iWatermark Version 3.1.6 zufrieden geben.


Preis

Die Vollversion schlägt mit USD 30 zu Buche. Anwender, die vor Juni 2011 die klassische Version von iWatermark erworben haben, können bis zum 30.6. zum Vorzugspreis von USD 15 upgraden.


Was ist iWatermark Pro und was ist es nicht?

iWatermark Pro ist kein Ersatz für eine Bildbearbeitungssoftware (z.B. Photoshop), sondern ist auf die speziellen Bedürfnisse des Watermarking und alle damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben ausgerichtet. iWatermark Pro ändert grundsätzlich nie etwas an den originalen Bilddateien. Der Workflow sieht so aus, dass dem Programm ein Ordner mit zu bearbeitenden Dateien vorgegeben wird und iWatermark Pro dann die veränderten Dateien in einen neuen, anderen Ordner speichert. Die Originale belieben stets erhalten. Dieser Workflow ist sicher und zweckmässig zugleich. So lassen sich z.B. die fertig bearbeiteten Bilder aus einem Kundenauftrag oder einem Shooting auf Knopfdruck und “in einem Rutsch” für eine Webgalerie verkleinern, und zugleich mit IPTC-Tags und Wasserzeichen versehen.


Aufbau und Funktionen

Vom Aufbau her werden sich Anwender der klassischen Version schnell zurecht finden. Die Oberfläche wurde allerdings “geliftet” und sieht jetzt moderner aus. Neu ist auch, dass der Ausgabebereich immer unteren Teil des Fensters zu sehen ist. Im unteren Teil des Fensters findet sich auch der Button “Start Processing” mit dem der Bearbeitungsdurchgang gestartet wird.

A propos Bearbeitungsdurchgang: Was mir spontan aufgefallen ist, ist dass die neue Pro-Version um ein Vielfaches schneller geworden ist.

Die einzelnen Funktionsbereiche der Software können über eine Menüleiste mit grafischen Tabs ganz oben im Programmfenster ausgewählt werden.

iWatermark Pro - Batch Watermarking im Test


Im Funktionsbereich “Main” - zugleich der Startbildschirm - wird der Eingabeordner ausgewählt. Ausserdem kann hier eingestellt werden, was das Programm eigentlich machen soll. Zur Auswahl stehen mehrere Optionen, die nebeneinander angewendet werden können:

- Watermarking
- Skalieren (ggf. mit Änderung der Auflösung)
- Erhalten der ursprünglichen Metadaten (EXIF und IPTC)
- Einbetten neuer IPTC oder XMP Metadaten
- Vorgabe für die Namen der veränderten Dateien
- Bildformat und ggf. Komprimierungsgrad (zur Auswahl stehen JPG, TIFF, PSD und PNG)

Im Funktionsbereich “Filtering” können - nach verschiedenen Kriterien - nur bestimmte Bilder aus dem Eingabeordner zur Bearbeitung ausgewählt werden.

Im Funktionsbereich “Resizing” kann ausgewählt werden, wie die Ausgabebilder skaliert werden sollen. Daneben kann eine alternative Auflösung ausgewählt werden (was die Bearbeitungszeit allerdings erhöht, denn dann werden die Bilder umgerechnet). Letzteres ist im Regelfalle nicht erforderlich.

Im Funktionsbereich “Renaming” wird festgelegt, wie die bearbeitenden Dateien umbenannt werden sollen. Ausserdem können das Ausgabeformat und der Komprimierungsgrad (bei JPG) der Ausgabedateien eingestellt werden.

Sollen für die Ausgabedateien Thumbnails erstellt werden, lässt sich das detailliert über den Funktionsbereich “Thumbnails” einstellen.

Sehr schön finde ich den Funktionsbereich “Metadata”. Hier können den Ausgabedateien IPTC bzw. XML Tags zugewiesen werden. Die zugewiesenen Sets können auch im- oder exportiert werden. So lassen sich z.B. einfach und komfortabel Kontaktdaten und Informationen zum Copyright und zur Lizenz einbinden.

Unter “Advanced” verbirgt sich z.B. die Möglichkeit, den Ausgabedateien Profile zu zu weisen.

Alles in allem ist die Programmoberfläche sehr funktional, übersichtlich und aufgeräumt.


Insbesondere: Funktionsbereich Watermarking

Den Kernbereich von iWatermark Pro bildet das eigentliche Watermarking. Dafür gibt es einen speziellen Watermark-Editor, der über den Button “Watermark Editor” auf der Hauptseite (Main) aufgerufen wird.

iWatermark Pro - Batch Watermarking im Test


Hier gleich ein praktischer Tipp: Um das Watermarking anschaulich zu gestalten sollte nach dem ersten Aufruf des Watermark Editors auf das Menü mit dem Zahnrad oben rechts geklickt und dann unter dem Menüpunkt “Backgrounds Preview” die Option “Input Photos” ausgewählt werden. Dann wird die Vorschau immer unmittelbar auf die im Eingabeordner befindlichen Bilder angewendet. Das verschafft einen viel besseren Eindruck der Wirkung, als die Vorschau auf einem eintönigen Hintergrund.
Im Watermark Editor stehen nun zahlreiche Optionen für die Erstellung von Wasserzeichen zur Verfügung: Editierbare Textobjekte, Grafische Wasserzeichen, Barcodes und QR-Codes.

Zuerst zu Text-Watermarks: Hier können neben freien Texten auch zahlreiche Tags aus den in den Bildern enthalten EXIF-Daten oder IPTC/XML-Daten verwendet werden. Eine sehr charmante und praktische Funktionalität.

Übrigens sind mehrere Watermarks gleichzeitig anwendbar (was auch die exotischsten Bedürfnisse befriedigen sollte).

Bei Grafik-Watermarks gibt es neben der Einbindung von eigenen Dateien auch verschiedene fertige Vorgaben, z.B. die bekannten Logos der Creative Common Lizenzen.

Sehr grosse Neugier hat die Funktion zur Generierung und Einbindung von Barcodes und QR-Codes geweckt. Leider funktionieren diese beiden Funktionen in der 0.96b2 noch nicht.

Die einmal erstellen Watermarks lassen sich dann über die Tabs im unteren Bereich des Watermark Editors auf vielerlei Art und Weise verändern:

- Skalierung
- Auswahl von Hintergrundfarbe und Rahmen
- Hinzufügen von Schatten
- Drehen
- Hinzufügen verschiedener Effekte (z.B. Dodging, Emboss, uvm.)
- Hinzufügen von Transparanz
- Genaue Feinpositionierung

Ich finde viele der Manipulationsmöglichkeiten äusserst begrüssenswert, erschweren sie doch das Entfernen der Wasserzeichen via Photoshop für potenzielle Bilderdiebe zusätzlich ganz erheblich.

Jedes Watermark (bzw. jedes Set von Watermarks) lässt sich als Preset für die spätere Verwendung abspeichern.

Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Und sind die erforderlichen Sets erst einmal erstellt, können sie künftig ohne den Editor aufzurufen direkt über ein Menü auf dem Startbildschrim aufgerufen werden.


Fazit

iWatermark Pro ist ein wirklich gelungener Wurf. Praktisch, einfach in der Handhabung und zuverlässig im Betrieb, rechnet sich die Investition schnell wieder.

Keine andere mir bekannte Software für das Erstellen und Einbetten von Watermarks kann mit dem spezialisierten Funktionsumfang mithalten. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist sehr gut. iWatermark ist die Allround-Lösung für das Skalieren und Watermarken von Bildern und ein wertvoller Helfer für die Erstellung von Galerien.

Zudem kann der Hersteller der Software auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken, die sich in der Software augenscheinlich nieder geschlagen hat. Die noch vorhandenen kleinen Mängel werden in der finalen Version 1.0 sicher behoben sein.

Mit dieser Massgabe bewerte ich iWatermark Pro mit dem Prädikat: Sehr empfehlenswert.


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