Anarchie oder Rassismus im Campingleben?

Lesern dieses Blogs dürfte der bezaubernde Campingplatz am Skellefteälven, der sich unweit unseres kleinen und beschaulichen Dorfes in dem wir hier leben, bekannt sein. Ein Kleinod und ein Geheimtipp unter Campingurlaubern und Wohnmobilisten aus aller Welt, wenn es sie hier in die Gegend verschlägt.

Der bislang bezaubernde Campingplatz am Skellefteälven


Aber auch das Campingdasein wird von den aktuellen weltpolitischen Ereignissen in Form der anarchistisch-terroristischen Welle, die gerade über uns alle hinweg rollt, nicht verschont.

Die LA-Times hat uns gerade in einem Artikel vom 10. August darüber belehrt und informiert, dass mehr Diversität beim Camping erforderlich sein muss. Der Artikel berichtet von dem psychischen Innenleben und den „Erkenntnissen“ einer gewissen Mo Jackson, der in früher Morgenstunde beim Campen einige grundlegende Einsichten über den Lauf der Welt im allgemeinen und des Campings im Besonderen zugefallen sind.

Sie „glaubt" nämlich erkannt zu haben, dass die Geschichte des Campings und der Nationalparks sehr kompliziert sei im Hinblick auf Rassengleichheit und gleichen Zugang für alle Menschen und dass die Nationalparks eine Geschichte der Segregation mit sich führen würde.

Zitat: „But camping and national parks have a complicated past when it comes to racial equality and equal access for all. National parks have a history of segregation...“

Sie beruft sich auf eine Studie, der zur Folge nur 1,2% der Besucher von Nationalparks „Schwarze“ und nur 5,7% „Latinos“ seien; der Rest von 94,6% seien „Weisse“.

Zitat: A 2018 study by the Society of American Foresters found that between 2010 and 2014, 94.6% of visitors to national forests identified as white. People who identified as Latino made up 5.7%, and those who identified as Black made up 1.2%.

Zusammenfassend sagt sie, dass sich die Nationalparks durch die langen Jahre der Segregation zu einem Platz der "weissen Vorherrschaft" entwickelt hätten.

Zitat: The years of segregation, racism and displacement continue to define national parks and other public lands as predominantly white spaces.

Ihr Statement gipfelt schliesslich in der Aussage: […] „ich denke, dass es da im Moment eine grosse Schuld der Weissen gibt“[…].

Zitat: “I think there is a lot of white guilt right now,...“

Wer meint, dass sie es dabei bewenden lassen würde, den muss ich jetzt leider enttäuschen, denn sie legt nochmals kräftig nach.

Sie schwenkt nämlich zu den „heilenden Kräften der Natur“, um fest zu stellen, dass „Schwarze“ und „Ureinwohner“ schliesslich den grössten Bedarf hätten die „heilenden Natur“ zu geniessen und dass ihnen das leider nicht möglich sei. Das sei zutiefst ungerecht.

Zitat: “Being in nature is healing,” she said. “People who need that healing most are Black and Indigenous people, and the idea that it’s inaccessible … it’s just not right.”

Um ihren Gedanken für das in Zukunft angestrebte marxistisch-antikapitalistische politisch weltweite System Nachdruck zu verleihen versäumt sie es nicht darauf hin zu weisen, dass ein wichtiger Grund der Segregation und des Rassismus beim Camping auf den hohen Kosten der erforderlichen Campingausrüstung beruhe.

Zitat: “Tents are hundreds of dollars, sleeping bags are super expensive, and if you’re really going camping, you can’t scrimp on gear. You could end up freezing at night,”

Ihr eigenes Schlusswort ist ebenso theatralisch wie dümmlich, weswegen der geneigte Leser den englischen Originaltext selbst lesen möge:

Zitat “Black and Indigenous people have historically had connections to nature and the land that have been stripped from us,” ... “My bigger picture is full solidarity; it’s going to take all of us coming together to topple these racist systems so we can find our sacred places again, and find peace again, together.”

Camping ist also Teil eines rassistischen Systems und „weisse" Menschen sollten PoC (People of Color) am besten schnell den Platz räumen.

Sonst, ja sonst...

Und da wären wir nun wieder am Anfang der Geschichte angelangt. Zurück zum - bislang idyllischen - Campingplatz in unserem beschaulichen Dorf.

Hier sind nämlich am vergangenen Wochenende vermutlich entsprechende Zerstörungstrupps am Werk gewesen, um es den „weissen Privilegierten (lies: den durchschnittlichen Campern) mal so richtig zu zeigen“. In einer regelrechten Zerstörungsorgie wurden einige der sehr robust gebauten Sitzbänke brutal zerlegt und anschliessend wurde noch versucht, die Einzelteile zu verheizen.

Bild der Verwüstung auf dem Campingplatz


Nicht nur, dass es keinen Mangel an hochwertigem Feuerholz geben würde, denn dieses liegt in den Grillhütten für jeden Besucher bereit, nein auch der Versuch kesseldruckimprägniertes Holz an einem Lagerfeuer verbrennen zu wollen, zeugt nicht unbedingt von technischen Vorkenntnissen oder gesteigerter Intelligenz im Allgemeinen.

Ausreichende Holzvorräte auf dem Campingplatz


Was soll man sagen?

Viel fällt mir dazu nicht ein, bis auf den frommen Wunsch vielleicht, dass es hoffentlich doch nur einige angetrunkene Halbstarke waren und dass die gewaltsame und terroristische Durchsetzung der sog. „Gleichheit für alle“ in unseren Regionen noch nicht angekommen ist. Strafanzeige gegen Unbekannt wurde übrigens erstattet.

Doch das wird auf lange Sicht nichts nützen, denn wer schon das Fach „Mathematik“ in der Schule abschaffen will, weil es rassistisch ist und Camping anprangert wegen fehlender Diversität und im gleichen Atemzug „weisse Menschen“ als minderwertige Rasse degradiert, wird zukünftig noch weitere Absurditäten in der Gesellschaft durch setzen können. Und nein, das alles beschränkt sich leider nicht nur auf die Vereinigten Staaten von Amerika, denn diverse europäische Länder sind sehr eifrig beim Nachahmen mit dabei und das Internet gibt noch viel mehr von solchen Informationen her.

Für das und noch vieles mehr steht die viel gepriesene Organisation Black Lives Matter mit Mo Jackson.

Gehabt Euch wohl!