Reformationstag 2018 - Geht Dir auch manchmal ein Licht auf?

Der Reformationstag ist der Gedenktag der Reformation. Am 31. Oktober 1517 hat - der Überlieferung nach - Martin Luther - Mönch und Theologieprofessor - seine 95 Thesen zu Ablass und Busse an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen, um eine akademische Disputation herbeizuführen. In der deutschen Übersetzung sind die Thesen z. B. hier oder hier nachzulesen (lesenswert).

Mit seiner Fundamentalkritik an der römisch-katholischen Kirche hat Luther Veränderungen angestossen, die zur Grundlage des reformierten Protestantismus geführt haben. Mit der Rückbesinnung auf die Bibel und die Tatsache, dass der Mensch nur durch die Gnade Gottes von seinen Sünden freigesprochen werden kann, hat Luther den Weg zur Wiederentdeckung des wahren Glaubens geebnet.

Ursprünglich wollte er ja nur die katholische Kirche seiner Zeit reformieren. Das hat sich aber als unmöglich und nicht durchführbar erwiesen und so wurde der Grund für den Protestantismus gelegt. Luthers Werdegang und seine theologischen Kämpfe und Auseinandersetzungen sind wirklich erforschenswert.

Tja, uns was ist daraus geworden? Halloween (für diejenigen, die nicht wissen, was dahinter steckt: hat mit Glauben an Gott rein gar nichts zu tun; im Gegenteil. Halloween ist ein auf keltisch-heidnisches Brauchtum zurück gehender Totenkult). Dann mal viel Spass beim Totentanz auf den Gräbern der verstorbenen Ahnen. Überlegt doch mal wie Ihr Euch, wenn Euch jemand auf dem Kopf herum tanzt...

Die Zeit in der exemplarischen Menschen gelegentlich ein Licht aufgeht, scheint passé zu sein...

Um einen guten Freund zu zitieren: Manchmal denke ich es ist an der Zeit, auf einen anderen Planeten auszuwandern.


Reformationstag 2018 - Geht Dir auch manchmal ein Licht auf?
Reformationstag 2018 - Geht Dir auch manchmal ein Licht auf?

Im Wandel der Zeit: Von den Kartoffelferien zu den Herbstferien

Nicht nur das Schulwesen, nein auch die Schulferien wandeln sich im Laufe der Zeit. So z. B. die Herbstferien („Höstlov“) in Schweden. Heutzutage liegen die Herbstferien in Schweden landesweit in der Kalenderwoche 44.

Die Herbstferien in Schweden haben aber einen bedeutenden geschichtlichen Hintergrund. Ursprünglich hatten sie den Namen „Kartoffelferien“ („Potatislov“, oder auch in der mehr dänischen Version in Südschweden „Pantoffellov“). Die Schulkinder in der guten alten Zeit sollten nämlich Freizeit haben, um mit ihren schlanken und flinken Fingern bei der Kartoffelernte mitzuhelfen. Die geschichtlichen Bezüge sind klar dokumentiert. So ist das Wort „Potatislov“ im Wörterbuch der Schwedischen Akademie seit der Ausgabe 1906 nachgewiesen. 

Wie sich die Zeiten doch gewandelt haben. Heutzutage verbringen die Kinder und Jugendlichen ihre Herbstferien mit dem Endprodukt (sprich Kartoffelchips) und einem Mobiltelefon auf der Couch um zu „chillen“.

Kartoffelernte? Da gibts bestimmt eine App für...

Und die echten Kartoffeln (diejenigen, aus denen die Kartoffelchips für die Couch gewonnen werden (hoffentlich jedenfalls)) werden heute entweder grossflächig mit der Erntemaschine oder von Saisonarbeitern der Erde entrissen. Schöne neue globalisierte Kinderwelt.  

Im Wandel der Zeit: Von den Kartoffelferien zu den Herbstferien
Kartoffelernte? Da gibts bestimmt eine App für...
- Danke an Frau Lapplandblog für die Inspiration zum Bild -

Aufgepasst in Lappland: Svarthalka - die schwarze Glätte

Beinahe habe ich mich dabei ertappt „der schwarze Tod“ statt die „die schwarze Glätte“ zu tippen; denn heute es geht um ein ernstes und mitunter lebensbedrohliches Phänomen. In Jahren wie diesem, in denen der Schnee auf sich warten lässt und es vergleichsweise mild ist, gibt es ein tückisches Wetterphänomen. Tagsüber liegt die Temperatur im einstelligen Plusbereich und nächtens fällt das Thermometer auf einige Minusgrade. Wegen des fehlenden Schnees sagt Dir Deine innere Stimme beim Autofahren, dass Du Dich noch im Sommerbetrieb befindest. Und das wird mitunter tückisch. Der nächtliche und morgendliche Tau legt sich über Nacht auf die Strasse und die nächtlichen Minusgrade erledigen den Rest. Ergebnis: Der ansonsten eher graue Strassenbelag sieht tiefschwarz aus und es ist - unsichtbar - spiegelglatt. Daher auch der Name für das Phänomen: „Svarthalka“ heisst wörtlich übersetzt „Schwarzglätte“.

Zurück zum fiktiven Autofahrer: Das noch auf Sommerprogramm eingerichtete Unterbewusstsein des Autofahrers ahnt nichts böses und Du fährst zügig, eben wie im Sommerbetrieb. Und in der nächsten Kurve endet die Fahrt nach einer kurzen, nicht mehr kontrollierbaren Schlitterpartie (Drehungen inklusive) kopfüber im Strassengraben. Gar nicht auszumalen was geschieht, wenn plötzlich einige Rentiere oder ein Elch die Strasse kreuzen. Deswegen heute wieder zwei Praxistipps für Lappland:

- Im Spätherbst und Frühwinter in Lappland vor der Abfahrt immer das Gehirn einschalten und auf das Thermometer schauen. Erst denken, dann fahren.

- Auch wenn noch kein „richtiger“ Winter mit Schnee herrscht, so früh wie möglich auf Spikereifen umstellen.

Die Faustformel für die Spikereifen lautet: „Von O bis O“, d.h. von Oktober bis Ostern. Von Umweltaktivisten werden die Spikereifen zwar immer wieder wegen der Feinstaubbelastung kritisiert, aber Forschung und Studien sind an diesem Punkt ziemlich deutlich: Durch die Verwendung von Spikereifen in Nordschweden wird die Anzahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang halbiert

spikes_svarthalka
.Lebensretter in Lappland: Spikereifen