Inspiration

Sicher, ein Besuch auf der Photokina wäre bestimmt interessant gewesen. Mir persönlich hat die Berichterstattung von Thom Hogan aber vollauf gereicht.

Und wenn ich dieses Zitat von Thom lese

„Short answer: we care more about our gear than images.This message was repeated many times throughout the show. I rarely saw people step up and study the ubiquitous images“



dann bin ich froh nicht gefahren zu sein :)

Was zum eigentlichen Thema dieses Eintrages führt: Inspiration.

Ich weiss, es ist schon viel darüber geschrieben worden und das Thema Inspiration steht (ebenso wie die „Kreativität“) in der Gefahr, etwas abgenutzt zu werden. Aber dennoch. Meine ganz persönlichen Gedanken und Erfahrungen.

Ich finde Inspiration häufig in der Einsamkeit, draussen in der Natur:

Einer der letzten schönen Herbsttage mit (knappen) Plusgraden. Einige letzte Mücken ziehen verzweifelt ihre Runden. Zu schwach schon, um noch zu stechen.

Fallendes Laub wird von faszinierenden Spinnenfäden begleitet, die auf der Suche nach Beute durch den Wind gleiten.

Tiefgrünes Moos am Rande eines Moores lädt Dich zum Verweilen ein.

Wasser in allen Formen ist besonders anziehend. Es schärft den Blick und reinigt die Seele; lädt zur Kontemplation ein.

Vielleicht findest Du eine Wiese. Beim Hindurchschreiten kannst Du die Form der sich unter Deinen Füssen bewegenden Grashalme beobachten und wenn Du eine Pause machen möchtest, dann leg Dich der Länge nach bäuchlings ins Gras und betrachte die Welt aus dieser Perspektive durch einen grünen Vorhang.

Die Gedanken beginnen zu kreisen. Existentielles vermengt sich mit Profanem. Die Ruhe zieht Dich in ihren Bann. Nur einige Tierlaute sind hier und da zu hören. Aber sie stören nicht, denn sie sind ein Teil der Kulisse.

Und dann stellen sich die wirklich wichtigen Fragen: Warum mache ich überhaupt Bilder?


Natiur - Quelle der Inspiration
„Tankstelle für Inspiration“