Kreuzottern - Ungebetene Gäste in Lappland

Über Flora und Fauna haben wir schon häufig berichtet. Lappland - die letzte Wildnis Europas – hat einige ungewöhnliche Pflanzen und Tiere zu bieten. Der Braunbärenbestand ist gross, und über das richtige Verhalten bei Begegnungen mit Bären hatten wir hier schon einmal gebloggt.

Es gibt aber auch noch andere unangenehme Zeitgenossen: Kreuzottern. Ziemlich viele sogar. Der unbedachte Wanderer kann leicht auf eine Schlange treten und sich deren Reaktion einfangen: einen Schlangenbiss. Der ist oft nicht ungefährlich. Für Menschen mit schwachem Kreislauf oder Herzproblemen kann er sogar tödlich sein.

Vorsicht ist also angesagt. Bei Wanderungen also bitte nicht nur nach Elchen und Bären Ausschau halten, sondern auch auf den Boden achten. Aufgeschreckte Kreuzottern können sich bis zu einem Meter hoch aufrichten, um zu beissen.  Besondere Vorsicht ist angesagt beim Beerenpflücken oder anderen bodennahen Tätigkeiten. Wer sich auf Beeren und Pflanzen konzentriert geht das Risiko ein, von einer aufgeschreckten Schlange ins Gesicht oder den Hals gebissen zu werden. In diesem Fall ist die Prognose düster. Also: Augen auf und festes, mindestens knöchelhohes Schuhwerk!  

Sehr häufig sind auch Hunde von Schlangenbissen betroffen. Mehrere Veterinäre haben uns berichtet, dass sie während der Sommersaison mehrere Hunde pro Tag mit Schlangenbissen behandeln. Besonders tückisch sind Schlangenbisse in die Schnauze. Kommen wohl leider sehr häufig vor, weil sich der Hund gebückt und schnüffelnd dem merkwürdigen Tier, der Schlange, nähert und damit eine perfekte Angriffsfläche bietet.

Für Mensch und Hund gilt, dass nach einem Schlangenbiss grösstmögliche Ruhe angesagt ist. Der Kreislauf darf nicht zu sehr in Fahrt gebracht werden, damit sich das Gift nicht im Körper verteilen kann. Den Hund also bitte nach Möglichkeit zum Auto tragen. Für einen Menschen ist in ernsten Fällen der Rettungshubschrauber die erste Wahl. Die schwedenweite Notrufnummer ist übrigens die 112. Ein tragbares GPS oder eine entsprechende App auf dem Smartphone sind Pflicht, um die aktuelle Position beim Notruf durchgeben zu können.
 

 Kreuzottern - Ungebetene Gäste in Lappland
Ungebetener, aber häufiger Gast in Lappland: Kreuzottern