Lappland „dressed in white“ und der längste Tag des Jahres

Die „Schneehöhennormalisierung“ in Lappland ist wieder hergestellt. Wie in jedem Jahr hatte auch dieser Winter wieder einen unnormalen Verlauf. Dieses Jahr gab es bislang viel zu wenig Schnee. Aber in den letzten Tagen hat der (meteorologische) Himmel seine Pforten weit geöffnet. Das Schneeniveau sich wieder normalisiert und die Schneehöhe hat sich nun der Langzeitstatistik angepasst. Weisse Weihnachten mit reichlich Schnee in Lappland also.

Einen schönen Nebeneffekt hat die weisse Pracht. Es herrscht eine deutlich hellere Grundstimmung. Die omnipräsenten Schneeflächen reflektieren jede Lichtquelle, was z. B. das Autofahren deutlich angenehmer und sicherer macht. Schliesslich war der heutige Sonnenaufgang bei uns erst um 10.01 und der Sonnenuntergang schon um 13.24. In Lappland ist es also derzeit im Wesentlichen dunkel. Und da wird jede Aufhellung dankbar angenommen.

A propos Licht: Noch vor einigen Jahren - wir hatten verschiedentlich im Blog berichtet und bebildert - waren in der Advents- und Weihnachtszeit an fest jedem Haus hier in Nordschweden noch viele bunte Lichterketten, geschmückte Christbäume und allerlei Weihnachtsdeko zu sehen. Die Alterspyramide und die kulturellen Veränderungen zeitigen leider auch hier ihre Auswirkungen. Der Lichterschmuck hat stark abgenommen und weihnachtliche Symbolik ist beinahe ganz verschwunden. Kein Wunder in Anbetracht der fast vollendeten Entchristianisierung Schwedens.

Dezember 2019 - Lappland „dressed in white“
Dezember 2019 - Lappland „dressed in white“