Manchmal fühle ich mich beobachtet: Der Rauhfusskautz

Vielleicht kennst Du dieses merkwürdige Gefühl.

Ich war vor einigen Tagen mit unserem treuen Vierpfoter an einem langgezogenen Seeufer unterwegs. Wir haben an einer idyllischen Stelle eine Pause eingelegt. Eine kleine bewaldete Landzunge bot eine malerische Kulisse. Entspannung nach einem hektischen Tag stellte sich ein.

Aber irgend etwas stimmte nicht. Wir waren nicht alleine hier. Ich spürte es. Ja noch mehr, ich fühlte mich beobachtet.

Konnte das möglich sein? Im Umkreis von mehreren Kilometern dürfte es doch hier keinen Menschen geben. Unser Vierpfoter war völlig entspannt. Und auch Rentiere oder Elche hatte ich nicht bemerkt.

Ich atmete tief durch und drehte mich langsam und beobachtend im Kreis. In Bodennähe war jedenfalls nichts zu erkennen. Also noch eine Drehung mit den Augen auf Augenhöhe. Und da erspähte ich ihn.

Aus einem ausgedienten Nistkasten wurden wir aufmerksam und neugierig begutachtet. Ein kleiner Rauhfusskautz - bekanntlich ein dämmerungs- und nachtaktiver Vogel - fühlte sich wahrscheinlich bei seinem Tagesschlaf gestört. Mit wachen Augen zwinkerte er mir zu, als ob er fotografiert werden wollte. Nach einem schnellen Bild zogen wir uns dann behutsam zurück um dem Vogel nicht ganz den Schlaf zu rauben. Abenteuer Lappland live. 

Rauhfusskautz in Lappland