Fotografie in Lappland - Philosophie

-> In meiner Fotografie geht es um Kunst, denn „Fotografie ist Kunst“.

Was ist Kunst? Gute Frage. Ich meine, Kunst das Ergebnis eines kreativen Prozesses und ein Kulturgut.

Der kreative Prozess ist das Erschaffen durch den Künstler. Die Umsetzung (im Sinne der rein technischen Umsetzung) ist mehr handwerklich geprägt.

Auf die Fotografie übertragen bedeutet das: Fotografie ist primär das Erfühlen und Erkennen von schönen und guten Motiven und Kompositionen. Das „Einfangen“ ist dann der mehr der handwerkliche Teil. 

Fotografie ist für mich eine künstlerische Ausdrucksform.

Selbstverständlich bedarf es auch guter handwerklicher Fähigkeiten um gute Bilder produzieren zu können (und manchmal hilft auch eine gute Ausstattung viel weiter). Aber nur handwerklich und technisch gut zu sein, ist nicht genug (und manchmal sogar eher zuviel).

Ganz praktisch: Für mich besteht der kreative Prozess darin ein Motiv zu erkennen, bei dem ich irgendetwas fühle und/oder empfinde.

Dieses Motiv so „in den Kasten zu bringen“, dass der Betrachter der Aufnahme selbst auch etwas empfinden kann (was sich nicht unbedingt mit meinen eigenen Empfindungen decken muss) ist für mich Fotografie.

Ja, ja: Daneben gibt es natürlich auch noch die rein dokumentarische Fotografie, die bestimmte Momente oder Ereignisse konservieren und festhalten will („Gebrauchsfotografie“). Optimalerweise sollte aber auch hier der künstlerische Aspekt zum Ausdruck kommen. Nichts ist schlimmer, als ein sauber dokumentierendes, aber letztlich nichtssagendes Foto in einer Reportage. Nur bei echten Schnappschüssen, die überhaupt keine Zeit zum gründlichen Erfassen des gefundenen Motives zulassen, sollte man vielleicht nicht ganz so streng sein. Weder der Betrachter, noch der Fotograf selbst. Eine andere Ausnahme sind natürlich auch echte Passfotos. Hier ist der Kreativität durch die neuen Vorschriften zum Aussehen der Fotos ja kategorisch Einhalt geboten :)

Im Zuge des künstlerischen Prozesses gibt es für mich keine starren Regeln. Was im Auge des Betrachters Empfindungen freisetzen kann, ist erlaubt.

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